Hallo zusammen, ich brauche mal euren Rat zu einer kleinen Schaltung, die ich für einen bürstenlosen Domel-Motor gebaut habe. Das Problem: Der Motor-Controller läuft erst an, wenn nach dem Einschalten der Versorgungsspannung der Start/Stop-Taster gedrückt wird. Da ich das System über den Hauptschalter des Akkus starte, will ich diesen Tastendruck automatisch verzögert simulieren. Dauerhaft brücken klappt nicht, der Controller braucht die Schaltflanke erst nach dem Hochfahren. Ich habe mir dafür ein RC-Glied mit Transistor gebaut und die Platine bereits geätzt (siehe Bild). +RED liefert dauerhaft 5V vom Controller. R 1 hat 10 kΩ, der Kondensator C 1 hat 1000 μF (16 V). Die Schaltung funktioniert beim ersten Start auch wunderbar! Damit die Schaltung aber auch funktioniert, wenn ich das System kurz aus- und sofort wieder einschalte, muss der Kondensator extrem schnell entladen werden. Hier ist meine Beobachtung aus der Praxis, bei der ich eure Hilfe brauche: In Version 1 (V1): Hier habe ich die Diode (1N4005) direkt mit den beiden Beinchen des Kondensators verbunden (Kathode an Plus, Anode an Masse). So funktioniert es in der Praxis absolut super und der Kondensator entlädt sich gefühlt sehr schnell! Es erlaubt mir ein zügiges Aus- und Einschalten. In Version 2 (V2): Hier habe ich versucht, die Diode umzudrehen, sodass sie vom Kondensator-Pluspol über die Diode an die "+RED"-Leitung entlädt. Das Problem ist: So dauert es plötzlich viel länger, bis der Kondensator leer wird! Meine Fragen an euch: Wenn die Diode bei V1 ja eigentlich in Sperrrichtung sitzt, warum entlädt sich der Kondensator trotzdem so schnell und warum funktioniert das in der Praxis so gut? Ist an der Schaltung V1 irgendetwas auszusetzen oder kann ich das dauerhaft so betreiben? Ich habe das Gefühl, dass die Diode den Kondensator so kurzschließt, wie wenn man beide Beinchen zusammenhält – ist das schädlich für die Bauteile? Warum dauert das Entladen bei V2 so viel länger? Ich habe die Vermutung, dass auf der +5V-Leitung nach dem Ausschalten einfach noch für eine Weile Strom anliegt und der Kondensator seine Ladung deshalb nicht loswird. Stimmt das? Was müsste ich an der Schaltung ändern, damit sich der Kondensator bei V2 genau so schnell entlädt wie bei V1, aber eben auf eine technisch saubere Art und Weise? Vielen Dank für eure Hilfe und Erklärungen!
Titel: Einschaltverzögerung für Domel-Motor – Praxis-Problem bei der Kondensator-Entladung (V1 vs. V
Re: Titel: Einschaltverzögerung für Domel-Motor – Praxis-Problem bei der Kondensator-Entladung (V1 v
Bruelisauber H. schrieb: > Vielen Dank für eure Hilfe und Erklärungen! Zeige erstmal die Schaltungen zu den 2 Versionen. Oder glaubst du die User hier haben Lust aufgrund deiner Prosa und den Layouts die Schaltung nachzustellen, auch wenn sie nicht besonders aufwändig ist?
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Bearbeitet durch User
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