Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Soehnle 3700 Terminal (Waage) uart mod.


von Peter (peter_h426)



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Hallo,

Ich hoffe hier findet sich jemand der sich soweit mit Soehnle Waagen 
elektronisch auskennt das er mir hier in dem besonderen fall helfen kann 
dieses defekte Terminal doch nochmal ans laufen zu bekommen. Das Display 
ist wohl nicht zu ersetzen, jedoch gibt es dieses Terminal auch mit 
RS232 etc. Schnittstellen und ich habe die starke Vermutung das dieses 
Bord dafür auch schon vorbereitet ist. Mein Ziel wäre jetzt einfach uart 
direkt abzugreifen und den wert wo anders anzeigen zu lassen. Ich habe 
schon versucht ausschließlich TX vom letzten Transistor vor dem 
unbestückten Chip mit einem Adapter wenigstens auslesen zu können. Wie 
ihr lest, leider ohne Erfolg, kann dort nur 3.3V messen und mein Adapter 
ist auch auf 3.3 gestellt.

Weiß jemand wie man die Waage in der Version mit nur einer Taste dazu 
bekommt den wert permanent über uart zu senden? Oder weiß wo es die 
Handbücher für den service zu bekommen sind? Ich würd schon gern wissen 
was des mit dem header auf sich hat wo ein jumper schon steckt ist. 
Lauft Google/Ai muss da was gesteckt werden um in einen Modus zu kommen, 
aber auch das klappt bei mir nicht. Die Waage funktioniert auch noch 
nach dem test. Sie funktioniert sogar ohne den jumper der steckte, ich 
versteh es nicht so ganz.

Schonmal Lieben Dank für eure Mühe!!

von Volker B. (Firma: L-E-A) (vobs)


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Der unbestücke Footprint des 16-beinigen SMD-ICs in Bild 
20260205_161421.jpg sieht mir sehr nach einem Mitglied der 
MAX232-Familie aus. Mit Hilfe des Datenblatts könntest Du das TxD-Signal 
dort abgreifen und mittels Oszi oder Logic-Analyzer nachgucken, ob dort 
etwas sinnvolles herauskommt.

Grüßle,
Volker

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Peter schrieb:
> Hallo,
>

> Lauft Google/Ai muss da was gesteckt werden um in einen Modus zu kommen,
> aber auch das klappt bei mir nicht. Die Waage funktioniert auch noch
> nach dem test.
Es scheint, als ob der RS232 Pegelwandler gar nicht bestückt ist. Der 
freie SO-16 Platz passt von der Belegung auf einen MAX232, an dem du mal 
probieren kannst, UART abzuzapfen. Auf Pin 11 wären dann UART Sendedaten 
und auf Pin 12 bekäme die Waage UART Empfangsdaten geliefert.

RS232 wäre auf dem 3-pol Header, aber da fehlen auch noch Bauteile, die 
den MAX232 komplettieren (Drossel für die Versorgung und Cs für die 
Ladungspumpen) und die Daten zum Header führen.
Volker hats ein paar Sekunden vor mir gefunden, hehehe

: Bearbeitet durch User
von Peter (peter_h426)


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Das der 16Pin Chip son MAX232 sein sollte hab ich auch in Erfahrung 
bringen können, aber welcher ist der mit den 8Pin footprint der zwischen 
dem 16Pin MAX232 und dem SOC liegen würde? Der scheint da mit zugehören, 
da kommt wenn der eine SMD Widerstand bestückt wäre auch 3.3V 
(vermutlich TX, der über einen noch bestückten Transistor kommt) an, 
beim wahrscheinlichen MAX232 ist überhaupt nichts. Aber ist das nicht eh 
irrelevant, bis auf das da irgendwo uart zu finden ist? Ich möchte ja 
nicht rs232 ausbauen, ich möchte direkt uart 3.3v TX nutzen, dann muss 
ja nichts gewandelt werden. Ich werde meinen rpi oder so direkt daneben 
hängen. Ein Oszi oder sowas steht mir leider nicht zur Verfügung 
allerdings kann ich mit einem uart Adapter und einem Viewer überhaupt 
nichts von dort empfangen, da liegt nur Pegel an, das kann ich mit einem 
Millimeter messen mehr nicht. Es scheint als müsste die Firmware noch 
einstellt werden das uart überhaupt aktiv ist. Wie das funktioniert ist 
in den öffentlichen Handbüchern für End Nutzer leider nicht beschrieben, 
nur das der Händler bzw. Service da noch mehr einstellen kann. Ich hab 
die Vermutung das es mit dem Header zutun hat wo schon ein Jumper 
steckt. Ich würde gern einen Blick in die Anleitung für Service 
Techniker werfen. Ich gehe im Moment eigentlich davon aus das ich es 
Hardware seitig hätte, das SoC sendet nur keine Daten. Wenn ich es 
richtig verstehe benötigt es auch kein RX zur Waage da man es so 
einstellen können sollte das der konstant den wert über uart raus haut.

Ich habe schon versucht bei Gemini rat zu suchen, sie ist sich auch 
nicht sicher wie, allerdings merkt die an das die Basis vermutlich in 
mehreren Gehäusen steckt, über die jumper soll man die ungenutzten 
bedienknöpfe auf der front aktivieren können um in einem Modus der auch 
über diese jumper gestartet wird, Einstellung unter andrem an uart 
vornehmen zu können wenn man diese buttons dann auslöst. Allerding 
beschrieb sie ein anders mal das es auch mit dem 1 Tasten Model 
funktioniert in dem man sich in dem fall dann durch das Menü morst. 
Lange rede kurzer sinn, ich muss als erstes in dieses Service Menü 
gelangen um uart zu aktvieren, wie komm ich da rein?

von Volker B. (Firma: L-E-A) (vobs)


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Peter schrieb:
> aber welcher ist der mit den 8Pin footprint der zwischen
> dem 16Pin MAX232 und dem SOC liegen würde?

Schuß ins Blaue: Ein RS485-Transceiver?

> Der scheint da mit zugehören,

Da wirst Du wohl oder übel ein paar Verbindungen "durchpiepsen" müssen.

> beim wahrscheinlichen MAX232 ist überhaupt nichts.

An Deiner Stelle würde ich die beiden TTL-Eingänge des MAX' verfolgen...

> Ein Oszi oder sowas steht mir leider nicht zur Verfügung

Wie willst Du dann die Baudrate ermitteln?
Kauf' Dir doch wenigstens so einen 8-Kanal USB-Billig-Logicanalyzer. Der 
arbeitet wunderderbar mit Sigrok, welches sogar einen UART-Decoder 
besitzt.

Grüßle,
Volker

P.S.: Ab und zu einen Absatz einzufügen, würde Deinen Text deutlich 
lesbarer machen...

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Peter schrieb:
> aber welcher ist der mit den 8Pin footprint der zwischen
> dem 16Pin MAX232 und dem SOC liegen würde?

Bist du sicher, das er das elektrisch überhaupt tut? Soweit ich das auf 
deinen groben Fotos sehe, haben die UART Anschlüsse Pin 11 und Pin 12 
des MAX232 nichts mit dem 8 Beiner zu tun. Es könnte höchstens noch ein 
Spannungsregler sein, der nur bestückt wird, wenn es auch den MAX232 
gibt.
Also an Pin 11 und Pin 12 mal auf UART mit 3,3V prüfen. Die kleinen 
8-Kanal Saleae Klone kosten fast nix und sind dafür recht brauchbar, wie 
schon oben erwähnt.

von Peter (peter_h426)


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Die Baudrate da erhoffe ich mir das auch in dem verstecktem Service Menü 
einstellen zu können, sonst würd ich da einfach die Defaults durchgehen. 
Ich müsste ja wenigstens irgendeinen quatsch empfangen wenn es nur an 
der Baudrate liegen würde oder die RX LED an meinem Adapter blicken, ich 
denk uart ist da noch einfach von der Firmware aus abgeschaltet.

Aber ja ein wenig mehr wie ein billig multimeter als nennenswerte 
Ausrüstung wäre wohl auch von Vorteil für solche fälle, hab da eher das 
minimal setup.

Bis auf für die Zukunft sehe ich im Moment allerdings keinen sinn darin 
son usb Logic analyzer zu bestellen, ich denke die RX LED am usb uart 
adapter tut in dem fall etwas ähnliches.

Mein nächstes Ziel muss denke ich sein in diese versteckte config zu 
kommen um uart überhaupt zu aktivieren und dann funktioniert das 
hardwareseitig schon.

von F. (radarange)


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Du lässt dir von KI irgendwas von versteckten Konfigurationen einreden, 
willst aber nicht messen.
Hier die bittere Realität: Den UART konfigurierbar zu machen, ist viel 
zu viel Aufwand. Der ist immer an, also wird auch immer was rauskommen, 
es sei denn, die Waage erwartet natürlich Initialisierungs- oder 
Abfragekommandos.  Die sollten dann irgendwo dokumentiert sein, genauso 
die UART-Parameter.
Die kleien Logic Analyzer sind meines Erachtens nach relativ 
schrecklich, weil auch die Software so unendlich unpraktisch ist, 
insbesondere für kurze Messungen, aber du musst ja nicht hundert Pins 
durchtesten, ob da UART rauskommt, sondern es gibt wenige Kandidaten, an 
die du rangehen kannst. Und für den Preis, den die kosten, besorgt man 
sich einfach einen.
Wenn dir das zu viel kostet, weil du denkst, das sei unnötig, dann 
empfehle ich dir, die Waage einfach zur Reparatur zu geben.

von Volker B. (Firma: L-E-A) (vobs)


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Peter schrieb:
> Die Baudrate da erhoffe ich mir das auch in dem verstecktem Service Menü
> einstellen zu können, sonst würd ich da einfach die Defaults durchgehen.

Ich verstehe Deine Aussagen nicht. Du erwähntest vorher, dass Du keine 
Zeichen empfängst, nun sagst Du, dass Du einfach sämtliche Baudraten 
ausprobierst, sobald Du glaubst, etwas empfangen zu haben?
Das hört sich für micht nicht nach einem zielführenden Asatz an. :-/

> Ich müsste ja wenigstens irgendeinen quatsch empfangen wenn es nur an
> der Baudrate liegen würde oder die RX LED an meinem Adapter blicken,

Sicher?

> Bis auf für die Zukunft sehe ich im Moment allerdings keinen sinn darin
> son usb Logic analyzer zu bestellen, ich denke die RX LED am usb uart
> adapter tut in dem fall etwas ähnliches.

OK, dann wünsche ich viel Erfolg. Ich kann Dir nicht helfen!

Grüßle,
Volker

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Peter schrieb:
> Mein nächstes Ziel muss denke ich sein in diese versteckte config zu
> kommen um uart überhaupt zu aktivieren und dann funktioniert das
> hardwareseitig schon.

Das setzt voraus, daß der Hersteller für alle Geräte die gleiche 
Firmware verwendet. Es kann durchaus sein, daß er das nicht tut.

Was natürlich auch sein kann, ist, daß man da gar nichts aktivieren 
muss, sondern daß die UART immer funktioniert, und anfängt, zu senden, 
wenn man auf die richtige Weise mit ihr redet, sprich, ein 
Anfragetelegramm mit der korrekten Baudrate und korrektem Aufbau an µC 
sendet.

Hast Du eine Dokumentation des seriellen Protokolls der Waage?

von Stefan R. (stefan_r_bs)


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Einfach nur an der richtigen Stelle auf Kommunikation zu lauschen, 
reicht womöglich nicht. Zumindest die Waagen, die ich kenne (Sartorius, 
Precisa, Kern), reden nur, wenn man ihnen einen Befehl sendet oder per 
Print-Taste, nicht von selbst.

Vielleicht den Hersteller mal direkt fragen? (Evtl. machen sie gar kein 
Staatsgeheimnis daraus, sondern haben nur keine Lust und Zeit, 
ordentliche Handbücher zu verfassen :-) )

von Peter (peter_h426)


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Stefan R. schrieb:
> Vielleicht den Hersteller mal direkt fragen? (Evtl. machen sie gar kein
> Staatsgeheimnis daraus, sondern haben nur keine Lust und Zeit,
> ordentliche Handbücher zu verfassen :-) )

Das hab ich noch nicht probiert, allerdings erwarte ich da eher ne 
Abweisung oder aber ein Verweis auf ihre Partner Unternehmen die Service 
leisten. Wir waren mit der waage auch schon bei unserm Dienstleister 
dafür. Allerdings ist seine lösungen das gesamte gerät zu ersetzen. Wäre 
eigentlich schade drum denn die funktioniert einwandfrei, bis auf halt 
die ersten ziffern der Anzeige die leider wichtig sind.

Ich gehe eigentlich nicht davon aus das ein hersteller mir großartig 
dabei hilft das er letztendlich kein Geld verdient, nichts anderes ist 
son fix halt.

Habe gehofft hier jemanden zu finden der sich mit soehnle gut auskennt 
und es ein relativ einfach zu erreichendes Ziel ist den Wert einfach 
über uart zu lauschen und wo anders anzeigen zu lassen. Wenn man nur 
weiß wie und wo da uart raus fällt. Wenn die nur auf Anfrage reagiert 
wäre es ja nicht so schlimm, bis auf das ich auch noch rx der Waage 
finden muss. Dann fragt mein Controller da alle x ms nach dem Wert statt 
einfach nur zu lauschen.

Ich hab ne soehnle Doku zur seriellen Kommunikation für ne andere waage 
finden können, aber das wird hoffentlich gleich sein.

Son 8ch Logic Analyzer ist aufm weg, weiter blind meinen uart Adapter 
irgendwo anschließen halt ich jetzt wo das für mich offensichtliche 
nicht funktioniert für nicht mehr so schlau.

Wenn ich mit nem multi keine 3.3 Messe, dann brauch ich es dort mit dem 
Analyser nicht zu probieren oder?

Sollte ich wirklich mit der Waage sprechen müssen, wie sichert man den 
Tx des Adapters ab wenn man nicht sicher ist ob es wirklich rx der Waage 
ist?

Am rx müssen es grundsätzlich immer 0.0v sein wenn der nicht verbunden 
ist und man ihn sucht oder?

Besten Dank schonmal für eure Mühe.

von Harald K. (kirnbichler)


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Peter schrieb:
> Wenn die nur auf Anfrage reagiert
> wäre es ja nicht so schlimm, bis auf das ich auch noch rx der Waage
> finden muss.

Der MA232 dürfte da helfen. Der hat zwei RS232-Empfänger und zwei 
RS232-Sender. Auf Logikpegelseite werden jeweils einer davon mit dem µC 
verbunden sein (es sei denn, es werden noch zusätzlich Handshakesignale 
verwendet).

Auf RS232-Seite werden die korrespondierenden Aus- bzw. Eingänge mit dem 
Stecker/Stiftleiste/Whatever für die RS232-Schnittstelle verunden sein.

Scharf auf die Platine draufgucken kann schon Erkenntnisse brinden, oder 
ein Durchklingeln mit einem Durchgangsprüfer.

Der µC ist ein S3F8S6B von Zilog und hat zwei UARTs.

Tx/Rx von Uart0 liegen an Pins 59 und 60, Tx/Rx von Uart1 liegen an Pins 
57 und 58. (Pinbelegung siehe Fig. 1-3 auf Seite 1-8 bzw. 27 im 
Datenblatt*)

Allerdings werden alle vier Pins als Doppelfunktion als Segmenttreiber 
für ein LC-Display verwendet ...

Ich würds trotzdem mal durchklingeln. Auf Deinem Bild sieht man zu 
diesen Pins gar keine Leiterbahnen gehen, aber es ist gut möglich, daß 
die über Durchkontaktierungen unter dem µC angeschlossen sind.

*) https://www.zilog.com/docs/PS0324.pdf

von Peter (peter_h426)


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> Der µC ist ein S3F8S6B von Zilog und hat zwei UARTs.
>
> Tx/Rx von Uart0 liegen an Pins 59 und 60, Tx/Rx von Uart1 liegen an Pins
> 57 und 58. (Pinbelegung siehe Fig. 1-3 auf Seite 1-8 bzw. 27 im
> Datenblatt*)

Danke das war schonmal sehr hilfreich, meine Vermutung war dann schonmal 
ganz falsch mit hat nur tx und der geht über den einen Transistor der 
als letztes vor dem nicht bestücktem 8pin Chip noch bestückt wurde. Aber 
der geht da auf pin17.

Es sind pin 59, 60 die gehen zum max232. 57, 58 gehen tatsächlich zum 
Display.

Hab das gleiche Datenblatt schonmal offen gehabt, aber es einfach nicht 
gefunden. Die Pins sind so oft belegt das ging unter.

Habe den uart Adapter jetzt an pin 59,60 vom soc leider fällt da immer 
noch nichts raus.

Ich habe weiter versucht dort in Menüs zu kommen was echt lustig ist mit 
einer Taste. Aber ja da gibt es ein Menü welches man erreicht wenn man 
beim einschalten zufällig den richtigen takt erwischt. Leider ist das 
Menü was ich habe laut Internet aber u1 (erkennbar an einer kleine zahl 
die ich noch angezeigt bekommen kann) und Schnittstellen sind in u3. 
Jetzt scheitert es scheinbar schon wieder dran das ich nicht weiß was 
ich mit den jumpern machen muss ehe ich in Menü gehe welches dann 
hoffentlich das richtige ist.

Wenn es diese 'Service' Pins geben sollte, also welche die bewußt kurz 
geschlossen werden, kann man das ausmessen welche das wohl sein sollten? 
Da steckte ja schon ein jumper, allerdings weiß ich nicht was der Header 
sonst noch macht.

Mal zum testen, was und default mäßig wahrscheinlich wie kann ich der 
Waage über uart mal was senden? Eventuell antwortet sie ja.

von Harald K. (kirnbichler)


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Peter schrieb:
> Habe den uart Adapter jetzt an pin 59,60 vom soc leider fällt da immer
> noch nichts raus.

Wie schon mehrfach erwähnt wurde, kann es durchaus sein, daß die Waage 
erst auf Anforderung etwas sendet, und nicht ungefragt von selbst.

von N. M. (mani)


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Harald K. schrieb:
> daß die Waage erst auf Anforderung etwas sendet, und nicht ungefragt von
> selbst

Ich würde auch Mal irgendwas hinschicken. Vielleicht antwortet sie dann 
mit mit einer Fehlermeldung oder so.
Baudrate ist halt immernoch das Problem. Kannst ja Mal das probieren was 
du im Manual der anderen Waage gefunden hast.

von Gerd E. (robberknight)


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Peter schrieb:
> Wenn ich mit nem multi keine 3.3 Messe, dann brauch ich es dort mit dem
> Analyser nicht zu probieren oder?

Der dort verwendete Mikrocontroller kann auch mit 5V laufen, dann wären 
es 5V

> Sollte ich wirklich mit der Waage sprechen müssen, wie sichert man den
> Tx des Adapters ab wenn man nicht sicher ist ob es wirklich rx der Waage
> ist?

Widerstand in Reihe schalten, z.B. 1k. Dann ist es unwahrscheinlich dass 
etwas kaputt geht, wenn die Baudrate nicht zu hoch ist stört es aber das 
UART-Signal noch nicht zu stark.

> Am rx müssen es grundsätzlich immer 0.0v sein wenn der nicht verbunden
> ist und man ihn sucht oder?

Nein, oft wird auch ein Pullup im µC aktiviert wenn vorgesehen ist dass 
der Transceiver manchmal nicht bestückt wird. Denn sonst würde der Pin 
floaten und das kann leicht zu Störungen führen.

Bei nem Pullup würdest Du 3.3V oder 5V (oder was der µC sonst halt 
verwendet) messen können.

von Harald K. (kirnbichler)


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Peter schrieb:..
> Sollte ich wirklich mit der Waage sprechen müssen, wie sichert man den
> Tx des Adapters ab wenn man nicht sicher ist ob es wirklich rx der Waage
> ist?

Das sollte aufgrund der bekannten Pinbelegung des µC kein Thema sein.

von Peter (peter_h426)


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So der Logic Analyser ist angekommen, ich hab ihn soweit installiert das 
ich in PulseView etwas angezeigt bekomme. Einen richtigen Test mit einer 
echten uart Schnittstelle die ich kontrollieren kann hab ich jetzt noch 
nicht gemacht, aber ich denke das wird schon funktionieren. Und das kann 
ich im Zweifel mit dem uart adapter als Gegenseite auch noch machen.

Ich habe den A/D Wandler gefunden der die Elektronik misst, der ist über 
SPI mit dem soc verbunden. Ist es realistisch den Soc einfach ganz zu 
umgehen und einfach mit den Spannungen zu arbeiten die der A/D Wandler 
meldet? Der meldet allerdings auch seine Temperatur, das ist scheinbar 
wichtig für die Präzision, allerdings wäre es nicht allzu dramatisch in 
der Anwendung wenn sie auf paar g ungenau wird. +/- 50g auf 20kg wäre in 
Ordnung. Wie genau wäre es wenn man einfach nur die Spannung bei 0kg und 
verschiedenen anderen gewichten einmal misst und es dann selbst 
umrechnet? Oder gibt es da vielleicht fertige Bibliotheken die einem das 
mit Temperatur berechnen?

Was ich noch herausgefunden habe ist das die Uart Pins des Soc nicht nur 
beim MAX232 rauskommen, sondern auch an dem Header wo der eine Jumper 
steckt. Der Jumper verbindet Pin 63,64 am SoC was irgendwas scheinbar 
irgendwas mit der Referenz Spannung der A/D Wandlers zutun hat, da die 
hart verdrahtet an pin 64 ankommt, der Jumper leitet es dann zusätzlich 
noch auf Pin 63. Mit oder Ohne funktioniert sie allerdings normal.

Ich habe folgendes Dokuments zur Schnittstellen Beschreibung zu einer 
ähnlichen Waage leider immer auf so komischen Seiten.

https://www.yumpu.com/de/document/view/47359660/soehnle-dokument-3010-schnittstellenbeschreibung

Würde da mal einer rein schauen der mir danach sagen kann wie ich Htrem 
mal zum spaß einstellen kann um zu sehen ob dann ne Antwort kommt?

von Peter (peter_h426)


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Wie ist das mit dem anfangs und End Zeichen zu verstehen?
Soll man <> schicken oder diese 3CD 3EH?
Hab alles bei 9600 mal mit F,f,A,a probiert um da werte zu bekommen 
leider nichts. Da ich es mit den Zeichen nicht so ganz versteh und hterm 
eventuell auch nicht richtig eingestellt glaub ich nicht das ich jetzt 
per Zufall da jetzt an daten komme.

Wobei da soll es noch immernoch dieses Menü3/ucal3 geben in dem man 
Kommunikation erst einschalten können soll mit Baudrate etc. Wenn da 
echt erst noch ein Jumper für gesteckt werden muss auf dem 2x5 Header, 
gibt es ne Möglichkeit das zu messen welcher das wohl sein wird?

Wenn man beim einschalten mit einem gewissen Rhythmus den einzigen knopf 
drückt kommt man tatsächlich in ein menü. Leider sagt ne kleine 1 die 
sonst nie verwendet wird das es wohl menü 1 ist. und ich müsst auch 
wissen wie der menü punkt exakt abgekürzt wird. Ich sehe die ersten 2.5 
Ziffern nicht und muss halb blind durch das Menü kommen wenn das 
erforderlich ist.

von Harald K. (kirnbichler)


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Peter schrieb:
> Ist es realistisch den Soc einfach ganz zu
> umgehen

Das ist kein SOC, das ist ein ganz simpler µC. Das Datenblatt hatte ich 
Dir rausgesucht.

Peter schrieb:
> Wie ist das mit dem anfangs und End Zeichen zu verstehen?
> Soll man <> schicken oder diese 3CD 3EH?
> Hab alles bei 9600 mal mit F,f,A,a probiert um da werte zu bekommen
> leider nichts.

Du solltest Dich vielleicht mal damit beschäftigen, was hexadezimale 
Zahlen sind, und wie ASCII-Steuerzeichen üblicherweise dargestellt 
werden.

von Peter (peter_h426)


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übernimmt hterm in dem fall nicht die Codierung wen ich in asc modus 
einfach <F> sende? Oder wie muss ich das bei input schreiben?

von Peter (peter_h426)


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In der Anleitung 
https://www.yumpu.com/de/document/view/47359660/soehnle-dokument-3010-schnittstellenbeschreibung 
steht:

4.1.3 Anforderungsdatensatz

Ein Host-Rechner kann durch die Verwendung der im folgenden aufgefuhrten 
Befehle
(ASCII-Strings) Messwertdaten von der Waage anfordern. Zur 
Datenanforderung existieren 2
Anwender-Terminal-Befehlssätze mit sofortiger
Empfangsquittierung. Die Befehle unterscheiden sich nur in der 
Groß-/Kleinschreibung.
Nach Empfang eines gültigen Befehls wird ACK zurückgegeben. Ungültige 
abgeschlossene
Befehle werden mit NAK quittiert.

Heißt das nicht das ich in jedem fall irgendwas zurück bekommen muss? 
Ich erhalte kein NAK wie beschrieben.

von Günther S. (guenther_sch)


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ACK und NAK kommen nur bei Kleinbuchstaben. <A> sollte immer 
funktionieren. Schnittstelle hat 9600,8n1. Es muss nichts in der 
Software aktiviert werden. Ist vielleicht RX und TX vertauscht?

von Dieter S. (ds1)


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Man findet übrigens eine vergleichbare Dokumentation der 
Datenkommunikation auch direkt bei Soehnle ("TECHNICAL DESCRIPTION - 
DATA INTERFACE 3030"):

https://www.soehnle-professional.com/documents/all/280/Program%20Terminal%203020%20-%20Interface%20RS232.pdf

von Peter (peter_h426)


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Tx Rx sind korrekt, eindeutig verfolgt bis zum µC. Das einzige was 
eventuell falsch ist, ist meine config von hterm unter Windows. Damit 
wollte ich als erstes mal den Wert sehen, ehe ich das dann nochmal mit 
dem pi wiederhole der den Wert am ende permanent irgendwo anzeigt. Oder 
mit welcher Software geht das vielleicht besser/einfacher?

von Peter (peter_h426)


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@guenther_sch
Vielen Dank das war es! mit der Einstellung hat es auf anhieb geklappt.

@kirnbichler
Auch dir herzlichen dank das du dir die mühe gemacht hast mir uart an 
dem µC zu finden.

von Günther S. (guenther_sch)


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Das freut mich, dass es geklappt hat. Noch zur Ergänzung, der Jumper 
muss immer gesteckt sein, die interne Versorgung ist 3,3V.

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