Forum: Platinen JLCPCB :Wie ist das bei denen mit DUKOS?


von Herbert Z. (herbertz)


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Hallo zusammen!
Ich bin gerade am rätseln wie groß Bohrungen bei der Herstellung werden 
wenn ich zb. im Layout Programm 1mm angegeben habe. Hat die Bohrung 
fertig durchkontaktiert 1mm oder hätte ich ein "Aufmaß" der Bohrung für 
die Durchkontaktierung kalkulieren müssen?  Ehrlich gesagt bin ich davon 
ausgegangen dass meine Angabe für die Bohrung nach der Fertigung ein 
Fertigmaß ist inklusive Durchkontaktierung. Täusche ich mich da?
mfG und Danke schon mal...

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Dein Bohrungsdurchmesser wird zum Bohren verwendet. Die Schichtdicke vom 
Plating (so 18...25µm vermutlich) wirst du vom Radius des fertigen Vias 
noch abziehen müssen.

Ansonsten frag bei JLC nach. Die sind sehr auskunftsfreudig.

: Bearbeitet durch User
von Frank K. (fchk)


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An dieser Stelle ist es im Allgemeinen wichtig zu wissen, ob es ein Via 
oder ein Pad ist.
Bei einem Pad ist das spezifizierte Maß der Enddurchmesser des Lochs 
nach der Galvanisierung, d.h. die Bohrung muss ein klein wenig größer 
ausgeführt werden. Grund: Du willst da ja was durchstecken, also muss 
genug Platz dafür sein.
Bei einem Via ist das nicht notwendig. Da wird nichts durchgesteckt, und 
der Restring soll ja auch minimal klein sein können, um das Routing zu 
vereinfachen oder in dichten Layouts zu ermöglichen. Also wird der 
spezifizierte Durchmesser gebohrt, und der Enddurchmesser ist durch die 
Galvanisierung nachher kleiner.

Problem jetzt: Aus dem reinen originalen Gerber-Output kann man nicht 
sehen, ob das jetzt Via oder Pad ist. Gerber ist ja einfach nur 
Grafikdaten, der Fotoplotter weiß nicht, was er da belichtet. Gerber X2 
fügt Metadaten in Kommentarzeilen ein, mit denen der Fertiger das 
auseinanderhalten kann. ODB++ macht das eh ganz anderes und packt auch 
noch Netzlisten und BOM mit rein. Oft gibts auch Layer namend Top/Bottom 
Pad Master, wo nur die Pads drauf sind. Andere Fertiger trennen das nach 
Bohrdurchmesser: alles kleiner 0.45mm (oder so) ist ein Via, alles 
größere ist ein Pad. 1mm Vias sind schon fett.

Also frag Deinen Fertiger. Wenn der Gerber X2 oder ODB++ kann, dann 
gib's ihm als Gerber X2 oder ODB++, weil die Metadaten ihm helfen können 
- nicht nur bei der Unterscheidung Via/Pads, sondern auch bei 
elektrischen Tests etc. Auch das sollte er Dir sagen. Von Uralt-Gerber, 
wo Du noch Blendentabellen mitliefern musst, solltest Du Abstand nehmen. 
Das ist sowas von 80'er, das macht niemand mehr.

fchk

: Bearbeitet durch User
von Herbert Z. (herbertz)


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Sebastian R. schrieb:
> Dein Bohrungsdurchmesser wird zum Bohren verwendet. Die Schichtdicke vom
> Plating (so 18...25µm vermutlich) wirst du vom Radius des fertigen Vias
> noch abziehen müssen.

Ich dachte immer ,dass ich Fertigmaße angebe. Wäre auch logisch, weil 
nur der Fertiger weiß wie dick seine Schicht ist. Das könnte man beim 
bohren schon berücksichtigen ...automatisch.
Ich brauche für gedrehte IC-Sockel den ich komplett für Transistoren in 
die Platine versenken und verlöten will exakt 1,35mm. Wenn das Loch 
jetzt zu klein ausfällt müsste ich es aufbohren wobei die Schicht dann 
weg ist. VHM Bohrer dazu habe ich.
Schaun mer mal... man lernt nicht aus. Ich habe noch nie nachgemessen, 
denn für THT gebe ich immer 0,6mm an und wenn es mal was größeres ist 
messe ich nach, damit es keine Überraschung gibt.

von Herbert Z. (herbertz)


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Frank K. schrieb:
> An dieser Stelle ist es im Allgemeinen wichtig zu wissen, ob es ein Via
> oder ein Pad ist.

Es sind Pads welche durchkontaktiert werden. Das Teil was da rein soll 
hat mit dem Mikrometer vermessen 1,35mm. Dieses Maß habe ich angegeben. 
Naja, in zwei Tagen habe ich die Platinen auf dem Tisch, dann schaun mer 
mal...

von Frank K. (fchk)


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Herbert Z. schrieb:

> Ich brauche für gedrehte IC-Sockel den ich komplett für Transistoren in
> die Platine versenken und verlöten will exakt 1,35mm.

Dann frag mal nach, ob der passende Bohrer auch im Bestand ist. Ich 
würde erwarten, dass Bohrer in 0.1mm Inkrementen da sind, aber 0.05mm 
Schritte ... frag nach. Ansonsten nehmen die den nächstgrößeren Bohrer 
aus dem Vorrat.
Bei THT braucht man diese Genauigkeit normalerweise nicht. Da muss das 
Loch eh immer einige 0.1mm größer sein, damit das Zinn da durch steigen 
kann.

fchk

von Christian M. (christian_m280)


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Herbert Z. schrieb:
> Es sind Pads welche durchkontaktiert werden.

Hä, die bekommst Du doch schon durchkontaktiert!

Herbert Z. schrieb:
> mit dem Mikrometer vermessen 1,35mm. Dieses Maß habe ich angegeben.

Hä^2, da macht man doch ein bisschen grösser, damit auch Zinn 
drumfliessen kann!

Gruss Chregu

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Herbert Z. schrieb:
> Das Teil was da rein soll
> hat mit dem Mikrometer vermessen 1,35mm. Dieses Maß habe ich angegeben.

Viel Spaß beim Reinwürgen des Sockels und beim Verbiegen deiner Pins und 
evtl. beim Zerstören deiner Pads. Man macht die Löcher normalerweise 
immer ein gutes Stück (so 2 bis 3 Zehntel mindestens würde ich 
schätzen?) größer, damit die komplette Durchkontaktierungshülse beim 
Lötprozess mit Zinn ausgefüllt wird. Das sorgt für mechanische 
Stabilität und für guten elektrischen Kontakt.

Herbert Z. schrieb:
> in zwei Tagen habe ich die Platinen auf dem Tisch

Fragt man so etwas nicht, bevor man es verkackt?

von Manfred P. (pruckelfred)


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Sebastian R. schrieb:
> Man macht die Löcher normalerweise
> immer ein gutes Stück (so 2 bis 3 Zehntel mindestens würde ich
> schätzen?) größer, damit die komplette Durchkontaktierungshülse beim
> Lötprozess mit Zinn ausgefüllt wird. Das sorgt für mechanische
> Stabilität und für guten elektrischen Kontakt.

Das hatten Kollegen mal bestens gekonnt, da kamen beim Kunden Geräte an, 
wo auf dem Versandweg Elkos herausgefallen waren. Das war nicht das 
einzige, deren eigentlich guten Geräte waren dilettantisch konstruiert.

Es ist beides doof, zu groß funktioniert auf der Lötmaschine auch nicht. 
Bei Handlötung ist zu groß gut beherrschbar. Zu eng, Herbert wird wohl 
aufbohren und beidseitig löten müssen.

Sebastian R. schrieb:
> Fragt man so etwas nicht, bevor man es verkackt?

Man schon, Herbert nicht.

von Andreas M. (amesser)


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Sebastian R. schrieb:
> Dein Bohrungsdurchmesser wird zum Bohren verwendet. Die Schichtdicke vom
> Plating (so 18...25µm vermutlich) wirst du vom Radius des fertigen Vias
> noch abziehen müssen.

Das hab ich noch nie so gehört. Die Bohrlochdurchmesser im Layout-Editor 
und den daraus erzeugten Gerber / Excellon Dateien sind End-Durchmesser. 
Es ist die Aufgabe des Fertigers zu wissen wie viel da aufgekupfert wird 
und um wieviel die Bohrdurchmesser entsprechend vergrößert werden 
müssen. Das ist auch der übliche Prozess bei jlcpcb, siehe 
https://forum.kicad.info/t/gerbers-drill-compensation-for-jlc-pcb/61229

Für jlcpcb gilt danach:
- NPTH +50µm
- PTH +150µm
- Leiterzüge + 15µm Breite

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Andreas M. schrieb:
> Das hab ich noch nie so gehört.

Danke für die Korrektur. Da habe ich wohl falsch herum gedacht.

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