Forum: Haus & Smart Home Suche nach Solar-Wechselrichter


von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


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Hallo,

wir wohnen in einem Haus mit einigen Nebengebäuden und 5 Garagen am Ende 
des Gartens (ca. 30m entfernt vom Haus). Nun möchte ich eine erste 
Solar-Anlage errichten und dachte mir dass die 5 Garagen dafür am besten 
geeignet sind.

4 der 5 Garagen sind parallel zueinander mit Nord-Süd-Ausrichtung. Dort 
müssten ca. 6 Paneele auf eine Garage passen (3 mit Ausrichtung nach 
Osten und 3 mit Ausrichtung nach Westen). Die 5. Garage hat eine um ca. 
15° abweichende Ausrichtung.

Der Wechselrichter könnte in einem, zwischen der 4. und 5. Garage 
liegenden Fahrrad-Raum untergebracht werden. Da dieser überhaupt nicht 
issoliert ist, würde ich davon ausgehen, dass es nicht ratsam wäre, dort 
auch einen Akku unter zu bringen.

Einen Akku würde ich im Haus direkt an den Wechselstrom-Kreis 
anschließen wollen. Das hätte den Vorteil, dass es dort wärmer wäre, 
später theoretisch auch Nachts günstiger Strom eingelagert werden könnte 
und der Akku zentral für ggf. später noch mal dazu kommende 
Solar-Anlagen (auf den Dächern der Nebengebäude) die Energie speicher 
könnte.

Die gesammte Anlage sollte Notstrom-fähig sein.

Fragen:

- Sehe ich es richtig, dass vor allem der AC-Akku Notstrom-fähig sein 
muss und der Wechselrichter an der Garage dann dem vom Akku aufgebautem 
Netz folgen würde?

- Da ich auf den ersten 4, parallel liegenden Garagen, Solar-Paneele mit 
2 unterschiedlichen Ausrichtungen habe und auf der 5. Garage noch einmal 
2 Ausrichtungen, bräuchte ich wahrscheinlich einen Wechselrichter mit 4 
MPPT und einer Leistung von 12-15kW (30 Paneele). Ist das richtig? Da 
scheint es keine große Auswahl zu geben, sollte ich dann eher 2 
Wechselrichter in Betracht ziehen, oder ggf. auf der 5. Garage alle 
Paneele in eine Richtung ausrichten, damit ich auf 3 MPPT komme?

- Sonst noch hilfreiche Tipps oder Kommentare?

Schönen Dank im Vorraus für eure Hilfe,

Torsten

von Hans W. (hanswieland)


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Torsten R. schrieb:
> AC-Akku

Es gibt keine Akkus für AC.

> einen Wechselrichter mit 4 MPPT

Was soll das sein? Wenn du fragen zu konkreten Produkten hast, dann 
benenne sie.

Lass' das von einer Fachfirma installieren. Strom aus Akkus und 
Solarzellen in dieser Größenordnung ist erheblich gefährlicher, als aus 
der Steckdose.

: Bearbeitet durch User
von Kilo S. (kilo_s)


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Torsten R. schrieb:
> AC-Akku

Ist das wieder so ne Marketing Bezeichnung die man Ahnungslosen 
unterjubelt damit sie noch mehr verdummen?

Sorry aber, ich bin mittlerweile extrem allergisch gegen sowas!

Vermutlich die meisten anderen hier ebenfalls.

: Bearbeitet durch User
von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


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Hallo Hans,

schön das Du Dir die Zeit genommen hast, meinen Beitrag zu lesen und Dir 
dazu Gedanken zu machen!

AC-Akkus: Sind Energie-Speicher, die Energie aus einem Wechselstrom-Netz 
entnehmen können und Energie auch wieder zurück in ein Wechselstrom-Netz 
einspeisen können.

MPPT: Maximum Power Point Tracking. Das sind die Anschlüsse bei einem 
Solar-Wechselrichter, bei dem man mehrere Solar-Paneele mit gleicher / 
ähnlicher Ausrichtung oder Beschattung anschließt.

Liebe Grüße

Torsten

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


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Hallo Kilo S.

Kilo S. schrieb:

> Ist das wieder so ne Marketing Bezeichnung die man Ahnungslosen
> unterjubelt damit sie noch mehr verdummen?

es tut mir leid, dass ich bei Dir scheinbar einen wunden Punkt erwischt 
habe. Wenn Dir der Begriff AC-Akku nicht zusagt, auf welchen Begriff 
wollen wir uns dann einigen? AC-Stromspeicher, AC-Speicher, AC-Batterie?

Schöne Grüße

Torsten

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Das wird so leider nur sehr begrenzt funktionieren.

Beide Wechselrichter (PV und Akku) können nur netzgebunden betrieben 
werden, aber ich zweifle sehr stark daran, daß die PV dauerhaft auf ein 
Netz synchronisiert und darauf einspeist, was vom Akku (im 
Notstrombetrieb) aufgestellt wird. Der Akku wird dadurch sofort 
abschalten oder könnte sogar Schaden nehmen. Notstrombetrieb 
funktioniert so also nur ohne die PV, einmal Akku leer würde gehen, aber 
nicht mehr.

Solange das Netz vorhanden ist, würde das aber funktionieren. Leider 
muss man sich dann bei so viel netzgebundener Leistung mit dem 
kompletten Programm der Energieversorger herumärgern, also hoffe ich 
mal, Du hast da eine moderne Anlage und einen zukunftssicheren 
Zählerplatz - ansonsten kannst das alles umbauen.

Wenn man den Akku zum Wechselrichter stellt, wird das auch eher schwer 
mit dem Notstrombetrieb, aber nicht unmöglich. Vor dem Inselbetrieb als 
Notstrom muss die Netzverbindung irgendwo am Haus trennen, so daß man 
das Haus von den Garagen aus versorgen kann. Die Verbindung Garagen/Haus 
muss dafür belastbar genug sein. Die Trennung vom Netz wird dann schwer 
zu automatisieren oder man müsste dafür ein Kabel (meistens RS485) vom 
Wechselrichter zum Netzverbindungspunkt legen, so daß der Wechselrichter 
eine dort verbaute Trenneinrichtung steuern kann. Dann wäre 
Notstrombetrieb mit PV möglich.

Für Deine Strings kommts darauf an, ob die Garagen verschattet sind oder 
nicht. Wenn sie nicht verschattet sind, könnte man alle Module einer 
Richtung in einem String zusammenfassen und alle Modle der anderen 
Richtung in einem zweiten String. Dann käme man mit einem Wechselrichter 
und zwei MPP-Trackern aus, der auch die Anbindung des Akkus übernehmen 
könnte. Bei Verschattung wären mehrere kleine Wechselrichter evtl. 
besser, aber dann wirds wieder schwerer wenn der Strom mit hoher 
Leistung in einen Akku soll.

von Hans W. (hanswieland)


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Das ist doch unvorteilhaft, erst die Gleichspannung der PV in 
Wechselspannung umzuwandeln, und dass dann für den Akku wieder zurück in 
DC umzuwandeln. Und dann ein drittes mal vom Akku wieder nach AC 
Wandeln.

Außerdem darfst du nicht einfach so 15 kW ins Netz einspeisen. Wie 
stellst du du dir die dazu nötige Regelung vor? Hier reicht es nicht, 
Wünsche zu haben. Man muss es auch kaufen können und installieren 
dürfen.

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


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Hallo Ben,

Ben B. schrieb:

> Beide Wechselrichter (PV und Akku) können nur netzgebunden betrieben
> werden, aber ich zweifle sehr stark daran, daß die PV dauerhaft auf ein
> Netz synchronisiert und darauf einspeist, was vom Akku (im
> Notstrombetrieb) aufgestellt wird.

Da wüsste ich jetzt nicht, wie der PV Wechselrichter erkennen könnte, 
wer das Netz aufbaut. Mein Bedenken wäre eher, dass der 
Akku-Wechselrichter irgendwann erkennt, dass es noch zusätzliche 
Einspeisung gibt, davon ausgeht, dass das Netz wieder da ist und dann 
aufhört, selbst ein Netz zu bilden.

> Der Akku wird dadurch sofort
> abschalten oder könnte sogar Schaden nehmen. Notstrombetrieb
> funktioniert so also nur ohne die PV, einmal Akku leer würde gehen, aber
> nicht mehr.

Ja, dass klingt in der Tat nicht so hilfreich. Wahrscheinlich muss ich 
mich noch besser verstehen, wie dieser Notstrombetrieb überhaupt 
funktioniert.

> Solange das Netz vorhanden ist, würde das aber funktionieren. Leider
> muss man sich dann bei so viel netzgebundener Leistung mit dem
> kompletten Programm der Energieversorger herumärgern, also hoffe ich
> mal, Du hast da eine moderne Anlage und einen zukunftssicheren
> Zählerplatz - ansonsten kannst das alles umbauen.

Ja, wir haben tatsächlich letztes Jahr einen dieser modernen Zähler 
bekommen, der seine Daten direkt an den Netzbetreiber sendet. Der 
Schaltschrank ist auch recht groß und neu.

> Vor dem Inselbetrieb als
> Notstrom muss die Netzverbindung irgendwo am Haus trennen, so daß man
> das Haus von den Garagen aus versorgen kann.

Der Teil mit der Trennung vom Netz war mir wahrscheinlich noch nicht 
ganz klar. Ergibt aber viel Sinn, sonst würde man ja bei Stromausfall 
versuchen die ganze Stadt mit Strom zu versorgen :-)

> Die Verbindung Garagen/Haus
> muss dafür belastbar genug sein.

Da in jede Garage auch noch eine Wallbox soll, wollte ich eine 
mindestens 25kW Leitung einplanen. Und da ich dazu eh einmal durch den 
Garten graben muss, wäre die Leitung für RS485 überhaupt kein Problem 
(Ethernet kommt da eh noch mit rein).

> Für Deine Strings kommts darauf an, ob die Garagen verschattet sind oder
> nicht. Wenn sie nicht verschattet sind, könnte man alle Module einer
> Richtung in einem String zusammenfassen und alle Modle der anderen
> Richtung in einem zweiten String.

Die Verschattung sollte kein Problem sein, ich wäre aber jetzt davon 
ausgegangen, dass die um 15° anders ausgerichteten Module auf der 5. 
Garage eigene MPPT bräuchten.

Vielen lieben Dank für Deinen Input!

Torsten

von Kilo S. (kilo_s)


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Torsten R. schrieb:
> AC-Stromspeicher, AC-Speicher, AC-Batterie?

Du kannst "AC" nicht speichern.

Alles in allem würde ich am ehesten ganz einfach sagen du suchst einen 
Hybridwechselrichter mit Speicher/Akku. Dieser Speicher/Akku sieht 
NIEMALS direkt Wechselstrom! (die Übersetzung von AC...)

Victron MultiPlus-II, Growatt SPF Serie, Effekta AX-Serie.

Lass von der PV dicke Kabel in den Keller legen, Einen der genannten 
Hybridwechselrichter mit Speicher kaufen und glücklich sein. Es wird 
durch doppelte Wandlung nicht besser, im Gegenteil, jedes extra Glied in 
der Kette ist eine weitere potentielle Fehlerquelle.

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


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Hallo Hans,

es ist mir schon klar, dass es vorteilhaft wäre, die Batterie direkt am 
Solar-Wechselrichter zu haben. Deswegen hatte ich versucht, meine 
Situation möglichst ausführlich zu beschreiben, damit das Dilemma klar 
wird:

- Der Ort, an dem der Solar-Wechselrichter steht, ist klimatisch nicht 
besonders gut für Akkus (oder Speicher) geeignet.
- Die Solaranlage steht relativ weit weg vom Haus.
- Ein Akku am AC-Netz könnte von mehreren, auf dem Gelände verteilten 
und einfach über das AC-Netz angeschlossene Solar-Anlagen, genutzt 
werden.

Danke für den Hinweis, dass ich keine 15 kW Anlange selbst an das Netz 
anschließen darf. Wie Du richtig geraten hast, bin ich tatsächlich kein 
vom Netzbetreiber dafür zugelassener Elektriker. Mein Plan ist, jemanden 
zu engagieren, der mit mir meinen Plan durchgeht, und später die Anlage 
prüft, anschließt und anmeldet.

Schöne Grüße

Torsten

von Kilo S. (kilo_s)


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Torsten R. schrieb:
> Der Ort, an dem der Solar-Wechselrichter steht, ist klimatisch nicht
> besonders gut für Akkus (oder Speicher) geeignet.



Dämmung auf die Wand, Gasbeton um eine Wand einziehen zu können und ne 
Stahltüre um den Wechselrichter vor unbefugten zu schützen. 
Temperaturgesteuerte Heizung und ne vernünftige Belüftung nicht 
vergessen.

Den würde ich nicht offen rumhängen lassen. Dann kannst den Speicher 
auch gleich dort mit unterbringen.

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


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Hallo Kilo S.,

Kilo S. schrieb:
> Torsten R. schrieb:
>> AC-Stromspeicher, AC-Speicher, AC-Batterie?
>
> Du kannst "AC" nicht speichern.

Ich meine sowas:

https://www.energiespeicher-online.shop/energiespeicher/speicher-typ/ac/

> Lass von der PV dicke Kabel in den Keller legen, Einen der genannten
> Hybridwechselrichter mit Speicher kaufen und glücklich sein. Es wird
> durch doppelte Wandlung nicht besser, im Gegenteil, jedes extra Glied in
> der Kette ist eine weitere potentielle Fehlerquelle.

Die Anlage wird meiner Meinung nach mindestens 3 Strings haben, das sind 
6 Leitungen, die ca. eine Länge von 30m-40m haben müssen. Und da diese 
dann unter die Erde gelegt werden müssen, müssen es dann halt auch die 
teuren Erdkabel sein. Da kann es meiner Meinung nach schon Sinn ergeben, 
darüber nachzudenken, den Speicher an das AC-Netz im Haus anzuschließen. 
Das hätte auch noch ein paar andere, kleinere Vorteile:
- Speicher könnte auch von anderen Solar-Anlagen auf dem Gelände genutzt 
werden.
- Speicher könnte auch genutzt werden um mit dynamischen Stromtarifen, 
z.B. Nachts günstig Strom aus dem Netz zu beziehen.

Die Nachteile sind auch klar: Teurer und schlechterer Wirkungsgrad.

Bin noch am Abwegen.

Danke für Deine Tipps,

Torsten

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Das ist doch unvorteilhaft, erst die Gleichspannung der PV
> in Wechselspannung umzuwandeln, und dass dann für den Akku wieder
> zurück in DC umzuwandeln. Und dann ein drittes mal vom Akku wieder
> nach AC Wandeln.
Ist es. Insgesamt 3x Umrichter-Verluste und einmal Akkuverluste. Aber 
wenn man Überschuss hat, den man ansonsten abregeln müsste weil man ihn 
nicht einspeisen kann/darf, dann ist das immer noch effizienter als die 
Abregelung.

Besser ist natürlich Akku direkt an der PV, aber dafür müsste man bei 
örtlich getrennter Aufstellung einen Akku mit einer hohen DC-Spannung 
nehmen und dafür extra Kabel verlegen. Oder Akku und Wechselrichter an 
einem Ort und die PV-Module an einem anderen - dann muss man DC-Kabel 
für die PV-Strings verlegen.

> Da wüsste ich jetzt nicht, wie der PV Wechselrichter erkennen
> könnte, wer das Netz aufbaut.
Üblicherweise haben Notstrom-Netze eine leicht erhöhte Netzfrequenz, die 
PV-Anlagen als Fehler erkennen und sich dann nicht mehr darauf 
aufschalten. Wenn man ein genau 50Hz-Netz aufstellt, dann wird sich die 
PV darauf aufschalten (vorausgesetzt es ist stabil und ohne große 
Schwankungen bei Impedanz und Frequenz) - und damit Probleme verursachen 
wenn ihre Leistung nicht abgenommen werden kann.

> Mein Bedenken wäre eher, dass der Akku-Wechselrichter irgendwann
> erkennt, dass es noch zusätzliche Einspeisung gibt, davon ausgeht,
> dass das Netz wieder da ist und dann aufhört, selbst ein Netz
> zu bilden.
Solange die PV nur sehr wenig Leistung erzeugt, so daß der Akku weiter 
Leistung abgeben muss, wird das funktionieren. Aber sobald mehr Leistung 
kommt und der Akku Strom aufnehmen müsste, wird der vom Einspeisebetrieb 
auf Ladebetrieb umschalten und ich kann mir nicht vorstellen, daß dabei 
noch ein stabiles Netz aufrecht erhalten wird, was gut genug für die PV 
ist. Technisch könnte man sowas natürlich bauen, aber ich halte es für 
sehr unwahrscheinlich, daß irgend ein Stromspeicher für die Vermarktung 
an normal-große Endverbraucher das kann. Und spätestens wenn die PV dann 
mehr Leistung erzeugt als Akku und angeschlossene Verbraucher aufnehmen 
können, gibts ein Problem wenn die PV nicht zurückgeregelt wird. Vergiss 
das, das wäre ein Forschungsprojekt für MSR-Aufgaben in der 
Energietechnik. Wenn dann bau etwas mit einem PV-Akkuwechselrichter, an 
den sowohl die PV-Strings und auch der Akku angeschlossen ist.

> Die Verschattung sollte kein Problem sein, ich wäre aber jetzt
> davon ausgegangen, dass die um 15° anders ausgerichteten Module
> auf der 5. Garage eigene MPPT bräuchten.
Die Module eines Strings sollten natürlich schon gleich ausgerichtet 
sein. Wenn sich das auf der 5. Garage schwer umsetzen lässt, ist das 
eher schlecht, weil das auch nur 20% der Gesamtleistung sind. Dafür 
extra einen Wechselrichter mit 4 MPP-Trackern, der dazu auch noch mit 
wenigen Modulen an diesen zwei Trackern auskommt... das wird sehr schwer 
bis unmöglich.

Eine andere Variante wären noch Moduloptimierer und diese in einem 
einzigen (oder zwei wenn genug Module) String zusammenschalten. Dann ist 
die Verschattung einzelner Module oder wenn sie ein wenig verschieden 
ausgerichtet sind, egal. Die Dinger sind heute aber verglichen mit dem 
Solarmodulen ein ordentlicher Preisaufschlag, der sich hinterher erstmal 
rechnen muss.

von Ralf X. (ralf0815)


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Torsten R. schrieb:
> Die Verschattung sollte kein Problem sein, ich wäre aber jetzt davon
> ausgegangen, dass die um 15° anders ausgerichteten Module auf der 5.
> Garage eigene MPPT bräuchten.

Wo siehst Du das Problem, die PV-Module auf der um 15° "verdrehten" 
Garage mit der gleichen Ausrichtung aufzubauen, wie bei den vier anderen 
Garagen?
Oder sind die Garagen mit Giebeldächern ausgerüstet?

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


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Kilo S. schrieb:

> Den würde ich nicht offen rumhängen lassen. Dann kannst den Speicher
> auch gleich dort mit unterbringen.

Zwischen der 4. und 5. Garage ist ein kleiner, keilförmiger Raum, den 
wir für unsere Fahrräder nutzen. Der ist überhaupt nicht isoliere, aber 
mit einer Tür gesichert. Vielleicht könnte man den isolieren, eine 
Heizung würde überhaupt keinen Sinn ergeben.

von Uwe (uhi)


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Ich würde ggf auf zwei Wechselrichter aufteilen, sodass unverschattete 
Module der gleichen Ausrichtung in Serie liegen, die einzelne Garage 
bekommt dann ihren eigenen mit zwei Trackern a 1200W.
Alternativ DC über 30m ins Haus ziehen und dort in einer Zentrale alles 
zusammen (Hybrid-Wechselrichter) wäre bei geeigneter Kabeltrasse 
vielleicht auch ok, aber vier (oder noch mehr) Tracker ist da nicht so 
verbreitet.
Die Notstrom-Versorgung würde ich wie oben schon vorgeschlagen auf 
"einmal Akku leeren" beschränken. Ggf kann man einen WR so 
parametrieren, dass er toleranter ggü den Netzeigenschaften ist und ins 
Inselnetz des Akkus einspeisen kann, aber muss man schauen was der 
Akkuhersteller zu diesem Usecase sagt.

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Angehängte Dateien:

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Hi Ralf,

Ralf X. schrieb:

> Wo siehst Du das Problem, die PV-Module auf der um 15° "verdrehten"
> Garage mit der gleichen Ausrichtung aufzubauen, wie bei den vier anderen
> Garagen?

auf die Idee bin ich auch noch nicht gekommen! Bei 6 Modulen, ist eine 
Garage praktisch ziemlich voll und muss recht gerade auf der Garage 
stehen (die Seiten der Anlage parallel zu den Seiten der Garage).

Ich müsste mal gucken, wie weit die einzelnen Anlagen gedreht werden 
können. Gff. gibt es ja eine Möglichkeit, dass alle Anlagen die gleiche 
Ausrichtung haben können.

Alternativ könnte ich entweder nur 3 Paneele auf die 5. Garage packen, 
dann müssten die sich genau so ausrichten lassen, wir die anderen 4. 
Oder, ich nehme zumindest auf der 5. Garage nur eine einzige Ausrichtung 
(dann aber bei 6 Paneelen) sodass ich dann mit 3 MPPT auskäme.

Danke,

Torsten

P.S.: Bild anbei

von Kilo S. (kilo_s)


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Torsten R. schrieb:
> Ich meine sowas:

Ah, wie ich mir dachte. Marketing Geschwätz und im ersten Satz wird 
klargestellt: klingt nur geil ist aber stinknormale Technik. Irgendwo 
gegen Ende des Text dann auch das sie mehr Verluste haben.

Wenn du eh buddeln musst, Grab den ganzen Kram doch in einen kleinen 
technikbunker ein. Unterhalb der Frostgrenze, 2-3m² sind locker genug. 
Im Fehlerfall (Brand) ist das auch "sicherer".

So ein Telekom Wartungsschacht in dem ich persönlich mal drin war, ist 
auch nicht sonderlich hoch und breit gewesen, hat gereicht um darin zu 
arbeiten, mehr aber auch nicht.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Vergiss das Rumspielen mit dynamischen Stromtarifen. Für fast alle lohnt 
sich das nicht, es ist ständiger Stress mit der Suche nach dem 
günstigsten Strompreis und trotzdem zahlen viele am Ende im Vergleich zu 
einem günstigen Pauschalpreis ohne den ganzen Zirkus noch drauf.

Du hast auch keine Ahnung wieviel Strom eine 15kWp Anlage an einem guten 
Sommertag erzeugt. Den zu verbrauchen muss man erstmal schaffen. Ich 
hatte heute mit eher schlecht ausgerichteten 1,1kWp (einfach nur eine 
Sammlung Module aufs Flachdach gelegt, mehr Spielerei als PV-Anlage) 
4,4kWh bekommen. Eine 15kWp Anlage hätte bei gleich schlechter 
Ausrichtung 60kWh gemacht. 60kWh reichen bei mir für 2 Wochen. Heißt, in 
Zeiten mit "negativen" Strompreisen (in Wahrheit werden sie dank vieler 
Abgaben für den Endverbraucher niemals negativ) lädt die PV den Akku und 
Du hast sowieso keinen Netzbezug. Du wirst Dich eher noch mit dem 
Netzanbieter herumärgern müssen, damit der Dir Deinen Überschuss abnimmt 
und wenn er es nicht kann, wird die Anlage abgeregelt und die ganze 
Gemeinschaft zahlts über den Redispatch.

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


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Ben B. schrieb:
> Vergiss das Rumspielen mit dynamischen Stromtarifen.

Ja, das ist jetzt auch kein Feature, das mir besonders am Herzen liegt. 
Wollte es aber auch nicht auf der Plus-Seite für die 
AC-Marketing-Geschwätz-Geräte-Seite verschweigen. Wer weis, was die 
Zukunft bringt! :-)

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Torsten R. schrieb:
> Die gesammte Anlage sollte Notstrom-fähig sein.

Oje, was braucht denn dein Haus an Gesamtstrom ?

Vergiss es.

Und ein zweiter Stromkreis an dem nur das lebenswichtige, wie 
Heizungspumpen und Kühlschrank hängen, ist selten ohne grösseren Umbau 
herstellbar.

Ausserdem nervt es, wenn man dann bei Stromausfall trotzdem kein Licht 
anmachen kann.

Notstromfähigkeit macht eine Anlage so aufwändig, dass sie sich nie 
rechnet. Die Spitzenleistungsfähigkeit muss extrem sein, damit 
beispielsweise Herd und Durchlauferhitzer nicht zum Totalzusammenbruch 
führen.

Und ohne Notstromfähigkeit ist sie so einfach (bis auf die 
Nulleinspeisung des Akkustroms) dass du keine Hilfe brauchst.

Torsten R. schrieb:
> Einen Akku würde ich im Haus

Andere Leute wollen die Akkus wegen Brandgefahr keinesfalls im Haus 
haben, aber jeder Jeck ist anders.

https://www.ardmediathek.de/video/schleswig-holstein-magazin/haus-explosion-in-schoenberg-batteriespeicher-wohl-die-ursache/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS81YTY0M2QyZi05Njc0LTQyOWEtYTg3MC00NDA4NWU0YzY1ZTU

: Bearbeitet durch User
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