Forum: Haus & Smart Home Suche nach Solar-Wechselrichter


von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Hallo,

wir wohnen in einem Haus mit einigen Nebengebäuden und 5 Garagen am Ende 
des Gartens (ca. 30m entfernt vom Haus). Nun möchte ich eine erste 
Solar-Anlage errichten und dachte mir dass die 5 Garagen dafür am besten 
geeignet sind.

4 der 5 Garagen sind parallel zueinander mit Nord-Süd-Ausrichtung. Dort 
müssten ca. 6 Paneele auf eine Garage passen (3 mit Ausrichtung nach 
Osten und 3 mit Ausrichtung nach Westen). Die 5. Garage hat eine um ca. 
15° abweichende Ausrichtung.

Der Wechselrichter könnte in einem, zwischen der 4. und 5. Garage 
liegenden Fahrrad-Raum untergebracht werden. Da dieser überhaupt nicht 
issoliert ist, würde ich davon ausgehen, dass es nicht ratsam wäre, dort 
auch einen Akku unter zu bringen.

Einen Akku würde ich im Haus direkt an den Wechselstrom-Kreis 
anschließen wollen. Das hätte den Vorteil, dass es dort wärmer wäre, 
später theoretisch auch Nachts günstiger Strom eingelagert werden könnte 
und der Akku zentral für ggf. später noch mal dazu kommende 
Solar-Anlagen (auf den Dächern der Nebengebäude) die Energie speicher 
könnte.

Die gesammte Anlage sollte Notstrom-fähig sein.

Fragen:

- Sehe ich es richtig, dass vor allem der AC-Akku Notstrom-fähig sein 
muss und der Wechselrichter an der Garage dann dem vom Akku aufgebautem 
Netz folgen würde?

- Da ich auf den ersten 4, parallel liegenden Garagen, Solar-Paneele mit 
2 unterschiedlichen Ausrichtungen habe und auf der 5. Garage noch einmal 
2 Ausrichtungen, bräuchte ich wahrscheinlich einen Wechselrichter mit 4 
MPPT und einer Leistung von 12-15kW (30 Paneele). Ist das richtig? Da 
scheint es keine große Auswahl zu geben, sollte ich dann eher 2 
Wechselrichter in Betracht ziehen, oder ggf. auf der 5. Garage alle 
Paneele in eine Richtung ausrichten, damit ich auf 3 MPPT komme?

- Sonst noch hilfreiche Tipps oder Kommentare?

Schönen Dank im Vorraus für eure Hilfe,

Torsten

von Hans W. (hanswieland)


Lesenswert?

Torsten R. schrieb:
> AC-Akku

Es gibt keine Akkus für AC.

> einen Wechselrichter mit 4 MPPT

Was soll das sein? Wenn du fragen zu konkreten Produkten hast, dann 
benenne sie.

Lass' das von einer Fachfirma installieren. Strom aus Akkus und 
Solarzellen in dieser Größenordnung ist erheblich gefährlicher, als aus 
der Steckdose.

: Bearbeitet durch User
von Kilo S. (kilo_s)


Lesenswert?

Torsten R. schrieb:
> AC-Akku

Ist das wieder so ne Marketing Bezeichnung die man Ahnungslosen 
unterjubelt damit sie noch mehr verdummen?

Sorry aber, ich bin mittlerweile extrem allergisch gegen sowas!

Vermutlich die meisten anderen hier ebenfalls.

: Bearbeitet durch User
von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Hallo Hans,

schön das Du Dir die Zeit genommen hast, meinen Beitrag zu lesen und Dir 
dazu Gedanken zu machen!

AC-Akkus: Sind Energie-Speicher, die Energie aus einem Wechselstrom-Netz 
entnehmen können und Energie auch wieder zurück in ein Wechselstrom-Netz 
einspeisen können.

MPPT: Maximum Power Point Tracking. Das sind die Anschlüsse bei einem 
Solar-Wechselrichter, bei dem man mehrere Solar-Paneele mit gleicher / 
ähnlicher Ausrichtung oder Beschattung anschließt.

Liebe Grüße

Torsten

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Hallo Kilo S.

Kilo S. schrieb:

> Ist das wieder so ne Marketing Bezeichnung die man Ahnungslosen
> unterjubelt damit sie noch mehr verdummen?

es tut mir leid, dass ich bei Dir scheinbar einen wunden Punkt erwischt 
habe. Wenn Dir der Begriff AC-Akku nicht zusagt, auf welchen Begriff 
wollen wir uns dann einigen? AC-Stromspeicher, AC-Speicher, AC-Batterie?

Schöne Grüße

Torsten

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


Lesenswert?

Das wird so leider nur sehr begrenzt funktionieren.

Beide Wechselrichter (PV und Akku) können nur netzgebunden betrieben 
werden, aber ich zweifle sehr stark daran, daß die PV dauerhaft auf ein 
Netz synchronisiert und darauf einspeist, was vom Akku (im 
Notstrombetrieb) aufgestellt wird. Der Akku wird dadurch sofort 
abschalten oder könnte sogar Schaden nehmen. Notstrombetrieb 
funktioniert so also nur ohne die PV, einmal Akku leer würde gehen, aber 
nicht mehr.

Solange das Netz vorhanden ist, würde das aber funktionieren. Leider 
muss man sich dann bei so viel netzgebundener Leistung mit dem 
kompletten Programm der Energieversorger herumärgern, also hoffe ich 
mal, Du hast da eine moderne Anlage und einen zukunftssicheren 
Zählerplatz - ansonsten kannst das alles umbauen.

Wenn man den Akku zum Wechselrichter stellt, wird das auch eher schwer 
mit dem Notstrombetrieb, aber nicht unmöglich. Vor dem Inselbetrieb als 
Notstrom muss die Netzverbindung irgendwo am Haus trennen, so daß man 
das Haus von den Garagen aus versorgen kann. Die Verbindung Garagen/Haus 
muss dafür belastbar genug sein. Die Trennung vom Netz wird dann schwer 
zu automatisieren oder man müsste dafür ein Kabel (meistens RS485) vom 
Wechselrichter zum Netzverbindungspunkt legen, so daß der Wechselrichter 
eine dort verbaute Trenneinrichtung steuern kann. Dann wäre 
Notstrombetrieb mit PV möglich.

Für Deine Strings kommts darauf an, ob die Garagen verschattet sind oder 
nicht. Wenn sie nicht verschattet sind, könnte man alle Module einer 
Richtung in einem String zusammenfassen und alle Modle der anderen 
Richtung in einem zweiten String. Dann käme man mit einem Wechselrichter 
und zwei MPP-Trackern aus, der auch die Anbindung des Akkus übernehmen 
könnte. Bei Verschattung wären mehrere kleine Wechselrichter evtl. 
besser, aber dann wirds wieder schwerer wenn der Strom mit hoher 
Leistung in einen Akku soll.

von Hans W. (hanswieland)


Lesenswert?

Das ist doch unvorteilhaft, erst die Gleichspannung der PV in 
Wechselspannung umzuwandeln, und dass dann für den Akku wieder zurück in 
DC umzuwandeln. Und dann ein drittes mal vom Akku wieder nach AC 
Wandeln.

Außerdem darfst du nicht einfach so 15 kW ins Netz einspeisen. Wie 
stellst du du dir die dazu nötige Regelung vor? Hier reicht es nicht, 
Wünsche zu haben. Man muss es auch kaufen können und installieren 
dürfen.

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Hallo Ben,

Ben B. schrieb:

> Beide Wechselrichter (PV und Akku) können nur netzgebunden betrieben
> werden, aber ich zweifle sehr stark daran, daß die PV dauerhaft auf ein
> Netz synchronisiert und darauf einspeist, was vom Akku (im
> Notstrombetrieb) aufgestellt wird.

Da wüsste ich jetzt nicht, wie der PV Wechselrichter erkennen könnte, 
wer das Netz aufbaut. Mein Bedenken wäre eher, dass der 
Akku-Wechselrichter irgendwann erkennt, dass es noch zusätzliche 
Einspeisung gibt, davon ausgeht, dass das Netz wieder da ist und dann 
aufhört, selbst ein Netz zu bilden.

> Der Akku wird dadurch sofort
> abschalten oder könnte sogar Schaden nehmen. Notstrombetrieb
> funktioniert so also nur ohne die PV, einmal Akku leer würde gehen, aber
> nicht mehr.

Ja, dass klingt in der Tat nicht so hilfreich. Wahrscheinlich muss ich 
mich noch besser verstehen, wie dieser Notstrombetrieb überhaupt 
funktioniert.

> Solange das Netz vorhanden ist, würde das aber funktionieren. Leider
> muss man sich dann bei so viel netzgebundener Leistung mit dem
> kompletten Programm der Energieversorger herumärgern, also hoffe ich
> mal, Du hast da eine moderne Anlage und einen zukunftssicheren
> Zählerplatz - ansonsten kannst das alles umbauen.

Ja, wir haben tatsächlich letztes Jahr einen dieser modernen Zähler 
bekommen, der seine Daten direkt an den Netzbetreiber sendet. Der 
Schaltschrank ist auch recht groß und neu.

> Vor dem Inselbetrieb als
> Notstrom muss die Netzverbindung irgendwo am Haus trennen, so daß man
> das Haus von den Garagen aus versorgen kann.

Der Teil mit der Trennung vom Netz war mir wahrscheinlich noch nicht 
ganz klar. Ergibt aber viel Sinn, sonst würde man ja bei Stromausfall 
versuchen die ganze Stadt mit Strom zu versorgen :-)

> Die Verbindung Garagen/Haus
> muss dafür belastbar genug sein.

Da in jede Garage auch noch eine Wallbox soll, wollte ich eine 
mindestens 25kW Leitung einplanen. Und da ich dazu eh einmal durch den 
Garten graben muss, wäre die Leitung für RS485 überhaupt kein Problem 
(Ethernet kommt da eh noch mit rein).

> Für Deine Strings kommts darauf an, ob die Garagen verschattet sind oder
> nicht. Wenn sie nicht verschattet sind, könnte man alle Module einer
> Richtung in einem String zusammenfassen und alle Modle der anderen
> Richtung in einem zweiten String.

Die Verschattung sollte kein Problem sein, ich wäre aber jetzt davon 
ausgegangen, dass die um 15° anders ausgerichteten Module auf der 5. 
Garage eigene MPPT bräuchten.

Vielen lieben Dank für Deinen Input!

Torsten

von Kilo S. (kilo_s)


Lesenswert?

Torsten R. schrieb:
> AC-Stromspeicher, AC-Speicher, AC-Batterie?

Du kannst "AC" nicht speichern.

Alles in allem würde ich am ehesten ganz einfach sagen du suchst einen 
Hybridwechselrichter mit Speicher/Akku. Dieser Speicher/Akku sieht 
NIEMALS direkt Wechselstrom! (die Übersetzung von AC...)

Victron MultiPlus-II, Growatt SPF Serie, Effekta AX-Serie.

Lass von der PV dicke Kabel in den Keller legen, Einen der genannten 
Hybridwechselrichter mit Speicher kaufen und glücklich sein. Es wird 
durch doppelte Wandlung nicht besser, im Gegenteil, jedes extra Glied in 
der Kette ist eine weitere potentielle Fehlerquelle.

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Hallo Hans,

es ist mir schon klar, dass es vorteilhaft wäre, die Batterie direkt am 
Solar-Wechselrichter zu haben. Deswegen hatte ich versucht, meine 
Situation möglichst ausführlich zu beschreiben, damit das Dilemma klar 
wird:

- Der Ort, an dem der Solar-Wechselrichter steht, ist klimatisch nicht 
besonders gut für Akkus (oder Speicher) geeignet.
- Die Solaranlage steht relativ weit weg vom Haus.
- Ein Akku am AC-Netz könnte von mehreren, auf dem Gelände verteilten 
und einfach über das AC-Netz angeschlossene Solar-Anlagen, genutzt 
werden.

Danke für den Hinweis, dass ich keine 15 kW Anlange selbst an das Netz 
anschließen darf. Wie Du richtig geraten hast, bin ich tatsächlich kein 
vom Netzbetreiber dafür zugelassener Elektriker. Mein Plan ist, jemanden 
zu engagieren, der mit mir meinen Plan durchgeht, und später die Anlage 
prüft, anschließt und anmeldet.

Schöne Grüße

Torsten

von Kilo S. (kilo_s)


Lesenswert?

Torsten R. schrieb:
> Der Ort, an dem der Solar-Wechselrichter steht, ist klimatisch nicht
> besonders gut für Akkus (oder Speicher) geeignet.



Dämmung auf die Wand, Gasbeton um eine Wand einziehen zu können und ne 
Stahltüre um den Wechselrichter vor unbefugten zu schützen. 
Temperaturgesteuerte Heizung und ne vernünftige Belüftung nicht 
vergessen.

Den würde ich nicht offen rumhängen lassen. Dann kannst den Speicher 
auch gleich dort mit unterbringen.

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Hallo Kilo S.,

Kilo S. schrieb:
> Torsten R. schrieb:
>> AC-Stromspeicher, AC-Speicher, AC-Batterie?
>
> Du kannst "AC" nicht speichern.

Ich meine sowas:

https://www.energiespeicher-online.shop/energiespeicher/speicher-typ/ac/

> Lass von der PV dicke Kabel in den Keller legen, Einen der genannten
> Hybridwechselrichter mit Speicher kaufen und glücklich sein. Es wird
> durch doppelte Wandlung nicht besser, im Gegenteil, jedes extra Glied in
> der Kette ist eine weitere potentielle Fehlerquelle.

Die Anlage wird meiner Meinung nach mindestens 3 Strings haben, das sind 
6 Leitungen, die ca. eine Länge von 30m-40m haben müssen. Und da diese 
dann unter die Erde gelegt werden müssen, müssen es dann halt auch die 
teuren Erdkabel sein. Da kann es meiner Meinung nach schon Sinn ergeben, 
darüber nachzudenken, den Speicher an das AC-Netz im Haus anzuschließen. 
Das hätte auch noch ein paar andere, kleinere Vorteile:
- Speicher könnte auch von anderen Solar-Anlagen auf dem Gelände genutzt 
werden.
- Speicher könnte auch genutzt werden um mit dynamischen Stromtarifen, 
z.B. Nachts günstig Strom aus dem Netz zu beziehen.

Die Nachteile sind auch klar: Teurer und schlechterer Wirkungsgrad.

Bin noch am Abwegen.

Danke für Deine Tipps,

Torsten

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


Lesenswert?

> Das ist doch unvorteilhaft, erst die Gleichspannung der PV
> in Wechselspannung umzuwandeln, und dass dann für den Akku wieder
> zurück in DC umzuwandeln. Und dann ein drittes mal vom Akku wieder
> nach AC Wandeln.
Ist es. Insgesamt 3x Umrichter-Verluste und einmal Akkuverluste. Aber 
wenn man Überschuss hat, den man ansonsten abregeln müsste weil man ihn 
nicht einspeisen kann/darf, dann ist das immer noch effizienter als die 
Abregelung.

Besser ist natürlich Akku direkt an der PV, aber dafür müsste man bei 
örtlich getrennter Aufstellung einen Akku mit einer hohen DC-Spannung 
nehmen und dafür extra Kabel verlegen. Oder Akku und Wechselrichter an 
einem Ort und die PV-Module an einem anderen - dann muss man DC-Kabel 
für die PV-Strings verlegen.

> Da wüsste ich jetzt nicht, wie der PV Wechselrichter erkennen
> könnte, wer das Netz aufbaut.
Üblicherweise haben Notstrom-Netze eine leicht erhöhte Netzfrequenz, die 
PV-Anlagen als Fehler erkennen und sich dann nicht mehr darauf 
aufschalten. Wenn man ein genau 50Hz-Netz aufstellt, dann wird sich die 
PV darauf aufschalten (vorausgesetzt es ist stabil und ohne große 
Schwankungen bei Impedanz und Frequenz) - und damit Probleme verursachen 
wenn ihre Leistung nicht abgenommen werden kann.

> Mein Bedenken wäre eher, dass der Akku-Wechselrichter irgendwann
> erkennt, dass es noch zusätzliche Einspeisung gibt, davon ausgeht,
> dass das Netz wieder da ist und dann aufhört, selbst ein Netz
> zu bilden.
Solange die PV nur sehr wenig Leistung erzeugt, so daß der Akku weiter 
Leistung abgeben muss, wird das funktionieren. Aber sobald mehr Leistung 
kommt und der Akku Strom aufnehmen müsste, wird der vom Einspeisebetrieb 
auf Ladebetrieb umschalten und ich kann mir nicht vorstellen, daß dabei 
noch ein stabiles Netz aufrecht erhalten wird, was gut genug für die PV 
ist. Technisch könnte man sowas natürlich bauen, aber ich halte es für 
sehr unwahrscheinlich, daß irgend ein Stromspeicher für die Vermarktung 
an normal-große Endverbraucher das kann. Und spätestens wenn die PV dann 
mehr Leistung erzeugt als Akku und angeschlossene Verbraucher aufnehmen 
können, gibts ein Problem wenn die PV nicht zurückgeregelt wird. Vergiss 
das, das wäre ein Forschungsprojekt für MSR-Aufgaben in der 
Energietechnik. Wenn dann bau etwas mit einem PV-Akkuwechselrichter, an 
den sowohl die PV-Strings und auch der Akku angeschlossen ist.

> Die Verschattung sollte kein Problem sein, ich wäre aber jetzt
> davon ausgegangen, dass die um 15° anders ausgerichteten Module
> auf der 5. Garage eigene MPPT bräuchten.
Die Module eines Strings sollten natürlich schon gleich ausgerichtet 
sein. Wenn sich das auf der 5. Garage schwer umsetzen lässt, ist das 
eher schlecht, weil das auch nur 20% der Gesamtleistung sind. Dafür 
extra einen Wechselrichter mit 4 MPP-Trackern, der dazu auch noch mit 
wenigen Modulen an diesen zwei Trackern auskommt... das wird sehr schwer 
bis unmöglich.

Eine andere Variante wären noch Moduloptimierer und diese in einem 
einzigen (oder zwei wenn genug Module) String zusammenschalten. Dann ist 
die Verschattung einzelner Module oder wenn sie ein wenig verschieden 
ausgerichtet sind, egal. Die Dinger sind heute aber verglichen mit dem 
Solarmodulen ein ordentlicher Preisaufschlag, der sich hinterher erstmal 
rechnen muss.

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Torsten R. schrieb:
> Die Verschattung sollte kein Problem sein, ich wäre aber jetzt davon
> ausgegangen, dass die um 15° anders ausgerichteten Module auf der 5.
> Garage eigene MPPT bräuchten.

Wo siehst Du das Problem, die PV-Module auf der um 15° "verdrehten" 
Garage mit der gleichen Ausrichtung aufzubauen, wie bei den vier anderen 
Garagen?
Oder sind die Garagen mit Giebeldächern ausgerüstet?

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Kilo S. schrieb:

> Den würde ich nicht offen rumhängen lassen. Dann kannst den Speicher
> auch gleich dort mit unterbringen.

Zwischen der 4. und 5. Garage ist ein kleiner, keilförmiger Raum, den 
wir für unsere Fahrräder nutzen. Der ist überhaupt nicht isoliere, aber 
mit einer Tür gesichert. Vielleicht könnte man den isolieren, eine 
Heizung würde überhaupt keinen Sinn ergeben.

von Uwe (uhi)


Lesenswert?

Ich würde ggf auf zwei Wechselrichter aufteilen, sodass unverschattete 
Module der gleichen Ausrichtung in Serie liegen, die einzelne Garage 
bekommt dann ihren eigenen mit zwei Trackern a 1200W.
Alternativ DC über 30m ins Haus ziehen und dort in einer Zentrale alles 
zusammen (Hybrid-Wechselrichter) wäre bei geeigneter Kabeltrasse 
vielleicht auch ok, aber vier (oder noch mehr) Tracker ist da nicht so 
verbreitet.
Die Notstrom-Versorgung würde ich wie oben schon vorgeschlagen auf 
"einmal Akku leeren" beschränken. Ggf kann man einen WR so 
parametrieren, dass er toleranter ggü den Netzeigenschaften ist und ins 
Inselnetz des Akkus einspeisen kann, aber muss man schauen was der 
Akkuhersteller zu diesem Usecase sagt.

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hi Ralf,

Ralf X. schrieb:

> Wo siehst Du das Problem, die PV-Module auf der um 15° "verdrehten"
> Garage mit der gleichen Ausrichtung aufzubauen, wie bei den vier anderen
> Garagen?

auf die Idee bin ich auch noch nicht gekommen! Bei 6 Modulen, ist eine 
Garage praktisch ziemlich voll und muss recht gerade auf der Garage 
stehen (die Seiten der Anlage parallel zu den Seiten der Garage).

Ich müsste mal gucken, wie weit die einzelnen Anlagen gedreht werden 
können. Gff. gibt es ja eine Möglichkeit, dass alle Anlagen die gleiche 
Ausrichtung haben können.

Alternativ könnte ich entweder nur 3 Paneele auf die 5. Garage packen, 
dann müssten die sich genau so ausrichten lassen, wir die anderen 4. 
Oder, ich nehme zumindest auf der 5. Garage nur eine einzige Ausrichtung 
(dann aber bei 6 Paneelen) sodass ich dann mit 3 MPPT auskäme.

Danke,

Torsten

P.S.: Bild anbei

von Kilo S. (kilo_s)


Lesenswert?

Torsten R. schrieb:
> Ich meine sowas:

Ah, wie ich mir dachte. Marketing Geschwätz und im ersten Satz wird 
klargestellt: klingt nur geil ist aber stinknormale Technik. Irgendwo 
gegen Ende des Text dann auch das sie mehr Verluste haben.

Wenn du eh buddeln musst, Grab den ganzen Kram doch in einen kleinen 
technikbunker ein. Unterhalb der Frostgrenze, 2-3m² sind locker genug. 
Im Fehlerfall (Brand) ist das auch "sicherer".

So ein Telekom Wartungsschacht in dem ich persönlich mal drin war, ist 
auch nicht sonderlich hoch und breit gewesen, hat gereicht um darin zu 
arbeiten, mehr aber auch nicht.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


Lesenswert?

Vergiss das Rumspielen mit dynamischen Stromtarifen. Für fast alle lohnt 
sich das nicht, es ist ständiger Stress mit der Suche nach dem 
günstigsten Strompreis und trotzdem zahlen viele am Ende im Vergleich zu 
einem günstigen Pauschalpreis ohne den ganzen Zirkus noch drauf.

Du hast auch keine Ahnung wieviel Strom eine 15kWp Anlage an einem guten 
Sommertag erzeugt. Den zu verbrauchen muss man erstmal schaffen. Ich 
hatte heute mit eher schlecht ausgerichteten 1,1kWp (einfach nur eine 
Sammlung Module aufs Flachdach gelegt, mehr Spielerei als PV-Anlage) 
4,4kWh bekommen. Eine 15kWp Anlage hätte bei gleich schlechter 
Ausrichtung 60kWh gemacht. 60kWh reichen bei mir für 2 Wochen. Heißt, in 
Zeiten mit "negativen" Strompreisen (in Wahrheit werden sie dank vieler 
Abgaben für den Endverbraucher niemals negativ) lädt die PV den Akku und 
Du hast sowieso keinen Netzbezug. Du wirst Dich eher noch mit dem 
Netzanbieter herumärgern müssen, damit der Dir Deinen Überschuss abnimmt 
und wenn er es nicht kann, wird die Anlage abgeregelt und die ganze 
Gemeinschaft zahlts über den Redispatch.

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Ben B. schrieb:
> Vergiss das Rumspielen mit dynamischen Stromtarifen.

Ja, das ist jetzt auch kein Feature, das mir besonders am Herzen liegt. 
Wollte es aber auch nicht auf der Plus-Seite für die 
AC-Marketing-Geschwätz-Geräte-Seite verschweigen. Wer weis, was die 
Zukunft bringt! :-)

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


Lesenswert?

Torsten R. schrieb:
> Die gesammte Anlage sollte Notstrom-fähig sein.

Oje, was braucht denn dein Haus an Gesamtstrom ?

Vergiss es.

Und ein zweiter Stromkreis an dem nur das lebenswichtige, wie 
Heizungspumpen und Kühlschrank hängen, ist selten ohne grösseren Umbau 
herstellbar.

Ausserdem nervt es, wenn man dann bei Stromausfall trotzdem kein Licht 
anmachen kann.

Notstromfähigkeit macht eine Anlage so aufwändig, dass sie sich nie 
rechnet. Die Spitzenleistungsfähigkeit muss extrem sein, damit 
beispielsweise Herd und Durchlauferhitzer nicht zum Totalzusammenbruch 
führen.

Und ohne Notstromfähigkeit ist sie so einfach (bis auf die 
Nulleinspeisung des Akkustroms) dass du keine Hilfe brauchst.

Torsten R. schrieb:
> Einen Akku würde ich im Haus

Andere Leute wollen die Akkus wegen Brandgefahr keinesfalls im Haus 
haben, aber jeder Jeck ist anders.

https://www.ardmediathek.de/video/schleswig-holstein-magazin/haus-explosion-in-schoenberg-batteriespeicher-wohl-die-ursache/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS81YTY0M2QyZi05Njc0LTQyOWEtYTg3MC00NDA4NWU0YzY1ZTU

: Bearbeitet durch User
von Thomas (mercury3)


Lesenswert?

Schau dir die SUN-5/6/8/10/12K-SG04LP3 Serie von Deye an. Das sind 
Hybrid WR, die auch ohne Netz auskommen bzw. (bei Netzausfall) ein 
Inselnetz/"Notstrom" bereit stellen können.

Die haben zwar nur 2 MPPTs aber oft genug kann man 
gleichartige/richtungsähnliche Strings auch parallel schalten (meine 
Ost/West Strings sind parallel auf dem MPPT1; 2x18x380Wp). Oder man 
bindet weitere Strings per Mikrowechselrichter über den GEN Eingang ein 
(bei mir arbeiten noch zwei alte "Balkonanlagen" mit je 560Watt die 
ebenfalls in den Deye speisen)

Warum soll man die Akkus nicht in der Garage aufstellen können? Ich habe 
vier Deye RW-6.1 Akkus in der Garage stehen, direkt unter dem WR, kein 
Problem. Bei Frost schützen sich die selber vor Ladung.

Die Anlage ist seit über 3 Jahren in Betrieb, nie ein Problem gehabt. 
Bei Netzausfall flackert nicht mal das Licht und der Deye übernimmt mit 
vollen 12kW die Versorgung des gesamten Hauses. Unser Bora Kochfeld kann 
mit voller Leistung laufen, auch die WP (mit allerdings nur 900Watt) hat 
kein Problem. Beste Investition ever, zumal alles selbst erstellt (bin 
selbst Eli, die Zähleranmeldung hat allerdings ein befreundeter 
konzessionierter gemacht)

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Torsten R. schrieb:
> Die gesammte Anlage sollte Notstrom-fähig sein.

Das ist auf Grund der aktuellen weltweiten "Friedenslage" auf jeden Fall 
sinnvoll.

von Kilo S. (kilo_s)


Lesenswert?

Dieter D. schrieb:
> Das ist auf Grund der aktuellen weltweiten "Friedenslage" auf jeden Fall
> sinnvoll.


Zu kurzsichtig und naiv gedacht.

Wenn es mal richtig Ernst wird, sollte man je nach Besiedlungsdichte 
mehr oder weniger schnell raus aus seinem Komfortablen und beleuchteten 
Häuschen, sofern man nicht absolut Stillschweigen halten kann und eine 
zuverlässige Verdunkelung hat.

Wenn bei jemandem nach drei Tagen Stromausfall noch Licht brennt und 
andere bekommen es mit, ist er die erste Anlaufstelle für alle, von den 
netten die:"nur mal kurz Handy laden" wollen, bis hin zu den weniger 
netten die dich für das bisschen Strom umbringen würden.

Sowas kannst du in einem solchen Fall nur dann Durchziehen wenn du dafür 
auch entsprechend ausgestattet bist, also wirklich sicherstellen kannst 
das keiner bemerkt das bei dir fast alles normal weiter läuft. Abgesehen 
davon ist das erste Problem in so einer Situation die Wasserversorgung, 
einzige Ausnahme sind Leute mit eigenem Brunnen auf dem Grundstück.

Überwiegender Konsens der meisten "Experten", die geben den leuten heute 
nicht länger als ne Woche, teils nur 72h in Großstädten, je Dichter die 
Besiedelung, um so kürzer bis der Zusammenbruch der Gesellschaft 
eintritt, dann ist die ganze Investition für die Katz weil Mann ja doch 
weg muss. Entweder wegen der Bedrohung durch andere oder aus 
Wasser/Nahrungsmangel.

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


Lesenswert?

Ja gut, nun wissen wir alle selbst wie wahrscheinlich ein Atomkrieg und 
die Zombie-Apokalypse sind und wie unsere längerfristigen 
Überlebenschancen aussehen falls sowas tatsächlich eintreten sollte...

Es ist sinnfrei, sich für das Ende der Welt zu wappnen - denn das ist 
nun mal das Ende der Welt und ob man drei Wochen früher oder später 
stirbt, spielt dabei absolut keine Rolle.

Ich sage immer, Notfall- oder Notstromtechnik kostet viel Geld und 
Aufwand dafür, daß man sie möglichst nicht braucht. Und wenn man nicht 
bereit ist, das auszugeben, stellt man im Ernstfall fest, daß alles 
nicht funktioniert weil die Stecker nicht zusammenpassen oder der 
Generator mit dem vergammelten Benzin nicht mal mehr puff macht weil man 
sich jahrelang nicht um den Kram gekümmert hat.

Also Begrenzung auf ein sinnvolles Maß. Was ist wirklich wichtig? Etwas 
Licht, Kühlschrank, Aquarium, Wärme und vielleicht ein kleiner 
Fernseher, Lademöglichkeit für Handy und Laptop. Dann ist man schon ganz 
gut ausgestattet. Manche Hybridwechselrichter haben einen 
Notstrom-Ausgang, der getrennt vom Hausnetz funktioniert, aber nur recht 
wenig Leistung anbietet. Wenn der reicht, um den Kühlschrank zu starten 
(die meisten haben hohe Anlaufströme, die für schwache Wechselrichter 
ein Problem sind) ist das genug. Da kann man im Notfall ein Kabel 
dranstecken und damit die absolut notwendigen Verbraucher versorgen. 
Kochen würde ich mit Gas, da kann man sich einen kleinen Kocher irgendwo 
bereithalten und die Kartuschen kann man praktisch ewig lagern (solange 
sie nicht rosten). Wichtig ist nur, das Ganze auch ab und an mal zu 
testen - sonst ist im echten Notfall garantiert irgendwas wichtiges 
nicht da oder funktioniert nicht so wie es soll. Heizen könnte zum 
Problem werden, muss es aber nicht. Bei dem tagelangen Stromausfall 
durch die beschädigte Kabeltrasse in Berlin-Zehlendorf war das Gasnetz 
z.B. die ganze Zeit voll verfügbar, wenn man die Heizung mit Strom 
versorgen konnte, war auch die Wohnung weiterhin warm.

Beitrag #8034358 wurde von einem Moderator gelöscht.
von David G. (Firma: 10.08.1985) (follow2000)


Lesenswert?

Hallo Torsten,

das was du brauchst ist ein SMA Sunny Island in Verbindung mit einem SMA 
Homemanager 2.0. Die Vorrausetzung ist das der Sunny Island und die 
Solaranlage über den gleichen Zähler/Homemanager läuft. Der Sunny Island 
ist ein Batteriewechselrichter der nur einen 230V Netzanschluss braucht 
und Ethernet. Wenn der Homemanager einen Überschuss feststellt dann 
entnimmt der Sunny Island diese Leistung aus dem Netz. Wenn du das 3 
phasig willst brauchst du 3 Sunny Island, das nennt sich dann Cluster. 
Ich würde die Panels auf der Garage über Balkonwechselrichter mit 
jeweils 4 MPPT trackern anschliessen.  Dann ist die Ausrichtung und 
Beschattung der Module erstmal egal. Als Profitipp den Mikro 
Wechselrichter nicht hinter die Module klemmen sondern diese sauber und 
trocken in der Garage montieren. Die fallen meist schnell aus weil die 
hinter den Modulen meist sehr lange sehr warm werden. Das mögen die 
verbauten Elkos garnicht gerne.

von Maik H. (maik_h586)


Lesenswert?

Hallo Torsten R,

ich habe vor ungefähr 2,5 Jahren ein ähnliches Projekt durchgezogen: 
8,8kWP PV Anlage auf dem Nebengebäude, 15m Erdverkabelung (DC) in die 
Garage und dort WR + Speicher 10kWh. Alles selbst geplant, beantragt und 
installiert. Anschluss im Zählerkasten hat dann der Elektriker gemacht.

Aus meiner Erfahrung mit dem Projekt kann ich dir empfehlen:

* Benutze erstmal ein vernünftiges herstellerunabhängiges Planungstool. 
Ich habe Solar-Planit von der Baywa genommen (soll aber keine Werbung 
sein). Da kannst du alles relevante eingeben, Varianten ausprobieren 
simulieren, Wirtschaftlichkeit berechnen, etc. Den Link kannst du selber 
googeln. Das Tool ist eigentlich nur für professionelle Firmen, geht 
aber auch für Privatleute kostenlos.

* Die notwendigen Unterlagen für die Anmeldung beim Netzbetreiber 
solltest du vorab klären um später böse Überraschungen zu vermeiden. 
(Ist einem Kollegen passiert, der Anlagen auf Garagen installieren 
wollte). Die Bürokratie ist nicht zu unterschätzen und dauert auch 
etwas. Proaktives Vorgehen ist sehr hilfreich, wenn man nicht mit der 
fertigen Anlage noch ein Jahr bis zur Inbetriebnahme warten will.

* Bei uns in Thüringen ist ein eingetragener Fachbetrieb notwendig um 
die Anlage abzunehmen (Errichterfirma). Eine eingetragene Elektrofirma 
zu finden, die die Selbstbauanlage abnimmt und anschließt ist mMn eines 
der größten Probleme. Das sollte vorab geklärt werden. Insbesondere 
wollen die sich nicht mit dem Papierkram abgeben. Bei mir war es mit dem 
Auftrag für einen neuen Zählerschrank per Handschlag gekoppelt.

* Ich habe Huawei Sun/Luna als WR und Speicher gewählt. Im Datenblatt 
des Speichers stehen die Betriebsbedingungen (-20..55°C). Die 
Aufstellung in der unbeheizten Garage würde ich nicht so kritisch sehen, 
wenn es halbwegs frostfrei ist.

* Für die Erdverkabelung habe ich 4x Leerrohr (32mm druckstabil) verlegt 
und die DC Leitungen, Erdung und Reserve jeweils getrennt voneinander 
verlegt. Bei dir wäre das wahrscheinlich nur für AC Erdkabel nötig. Bei 
760V Stringspannung wollte ich keinen Kurzschluss durch Mäusefraß 
riskieren. Überirdisch alles in Schutzrohren. Unter dem Dach habe ich 
einen Generatoranschlusskasten (Phoenix Contact) verbaut, um die PV 
Module von der Anlage trennen zu können. Außerdem ist darin 
Überspannungsschutz integriert.

* Notstrom habe ich nicht installiert, weil die Kosten hoch sind. Man 
sollte da auch keine Illusionen haben, Notstrom ist meistens nur 
einphasig und mit 10-15kWh Speicher kommt man bei Dunkelflaute nicht 
weit. Insbesondere muss man den Speicher permanent voll (oder auf dem 
gewünschten Füllstand) halten, damit man bei Stromausfall darauf 
zurückgreifen kann. Diese Reserve ist dann nicht für normale Nutzung 
verfügbar. Im Winter wird es eh schwierig und gerade da ist die Gefahr 
für Heizung etc. am größten.
Imho kommst du mit einem Notstromaggregat und 20l Benzin deutlich 
günstiger wenn wirklich mal länger als 24h Stromausfall ist.

Alles in allem war die Planung, Installation und Inbetriebnahme kein 
Hexenwerk wenn man da ein bisschen Ahnung und Hilfe hat. Hilfreich sind 
mMn nach auch seriöse YT Kanäle wie z.B. "Der Fachwerker" oder Michael 
Schmitz (Akkudoktor).

Ich hoffe das hat ein wenig geholfen.
Viel Erfolg
M

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Hallo David,


David G. schrieb:
> das was du brauchst ist ein SMA Sunny Island in Verbindung mit einem SMA
> Homemanager 2.0.

schau ich mir an. Im Moment habe ich auf den Garagen auch ein 
Balkonkraftwerk. Erstaunlicherweise hat der Wechselrichter sogar 4 MPPT, 
deswegen fand ich es jetzt erstaunlich, dass WR mit Leistung von 12kW - 
15kW meist nur mit 2 MPPT kommen.

schöne Grüße

Torsten

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Hallo Herr Nachbar ;-)

Maik H. schrieb:

> Ich hoffe das hat ein wenig geholfen.

das hilft auf jeden Fall! Wenn der Akku mit zwischen die Garagen könnte, 
würde das natürlich extrem hilfreich sein. Eine dickere AC-Leitung muss 
eh zwischen Haus und Garage gelegt werden, damit die Wallboxen auch ohne 
Sonne funktionieren.

> Viel Erfolg

Danke und schöne Grüße

Torsten (aus Oberfranken)

von Matthias S. (dachs)


Lesenswert?

Torsten R. schrieb:
> eine
> Heizung würde überhaupt keinen Sinn ergeben.

Natürlich ist die sinnvoll.
Das muss ja keine Gastherme mit Wasserkreislauf und Heizkörper sein.
Eine simple Heizfolie 
(https://infrarot-fussboden.de/Niedervolt-Heizfolien) unter dem 
Batterieblock, um den auf min 5-10°C (Akkus möchten je nach Chemie nicht 
unter xx°C geladen werden) zu halten, reicht. Wenn man diesen auch noch 
nach oben isoliert (im Winter), werden da sicher wesentlich weniger als 
100W gebraucht, die man auch noch mit Gleichstrom direkt aus dem Akku 
bekommen kann.

von Maik H. (maik_h586)


Lesenswert?

Also mein Akku darf laut Betriebsanleitung sogar im Freien geschützt vor 
direktem Regen aufgestellt werden. Ich würde das allerdings nicht 
machen.
Die Temperatur in so einem trockenen geschützten Fahrradkeller sollte in 
unseren Breiten für ein Markenprodukt kein Problem sein.
Allenfalls bei Selbstbauakkus würde ich mir da Gedanken machen.
Im normalen Betrieb produzieren WR und Akku außerdem auch ein bisschen 
Abwärme und das ist wahrscheinlich mehr als eine kleine Heizfolie 
liefert.

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Maik H. schrieb:

> Die Temperatur in so einem trockenen geschützten Fahrradkeller sollte in
> unseren Breiten für ein Markenprodukt kein Problem sein.

Das wäre super, dann mach ich mich mal auf die Suche.

> Allenfalls bei Selbstbauakkus würde ich mir da Gedanken machen.

Das tue ich mir nicht auch noch an ;-)

Danke,

Torsten

von Matthias S. (dachs)


Lesenswert?

Maik H. schrieb:
> Im normalen Betrieb produzieren WR und Akku außerdem auch ein bisschen
> Abwärme und das ist wahrscheinlich mehr als eine kleine Heizfolie
> liefert.

Also muss die Heizung nur bis zum Ladestart heizen --> sollte also 
zumindest grob geregelt sein.

von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Torsten R. schrieb:
> AC-Akkus: Sind Energie-Speicher, die Energie aus einem Wechselstrom-Netz
> entnehmen können und Energie auch wieder zurück in ein Wechselstrom-Netz
> einspeisen können.

AC-Akkus gibt es nicht.

Akkus können keine Energie aus einem Wechselstromnetz aufnehmen. Du 
brauchst zwischen Netz und Akku immer ein Ladegerät.

von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

Torsten R. schrieb:
> - Sonst noch hilfreiche Tipps oder Kommentare?

was Du vorhast geht problemlos, habe ich und viele tausend andere so 
verbaut:

Als Speicher im Haus ein Victron Multiplus 2 - z.B. so was:
https://verkauf-bochum.de/products/multiplus-ii-48-3000-35-32-gx?variant=44568673485067

Als Akku z.B. so was:

https://www.bau-tech.shop/batterie/lithium/lithium-48v/pylontech-us5000-lithium-4-8kwh-speicher-48v-batterie-lifepo4-0-mwst1.html

Der Victron hat einen AC-Out, dort kann bei Stromausfall Notstrom 
genutzt werden
Auch kann an AC-Out ein PV-WR angeschlossen werden, diesen regelt der 
Victron dann auch bei Stromausfall

Hier gibt es aber eine max zulässige Größe, abhängig von der Akkugröße

Als PV-WR- schau Dir z.B. mal Hoymiles HMS-1600 an - der hat 4 Eingänge 
an die jeweils nur eine PV-Zelle kommt
Diese WR kannst auch auf dem Dach hinter den Panels verbauen

Du könntest hier z.B. 1-2 Stück an AC-out, den Rest ans Hausnetz 
anschließen
Hierzu müsstest halt 2 Leitungen ins Haus legen, eine fette für Wallbox 
usw und z.B. 3x2,5 für den / die WR an AC-Out

Ja, nicht ganz so effizient wie ein HV-Speicher, aber dafür auch keine 
Hochspannung im Haus / auf dem Dach

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Rainer W. schrieb:
> Torsten R. schrieb:
>> AC-Akkus: Sind Energie-Speicher, die Energie aus einem Wechselstrom-Netz
>> entnehmen können und Energie auch wieder zurück in ein Wechselstrom-Netz
>> einspeisen können.
>
> AC-Akkus gibt es nicht.
>
> Akkus können keine Energie aus einem Wechselstromnetz aufnehmen. Du
> brauchst zwischen Netz und Akku immer ein Ladegerät.

Ist das nicht langsam genug durchgekaut?
Wenn Dich der Begriff dermassen stört, unter einer AC-Powerwall könntest 
Du Dir aber etwas vorstellen, oder?

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Hallo Rainer,

Rainer W. schrieb:
> AC-Akkus gibt es nicht.

danke für Deinen Input. Wir haben uns jetzt hier auf den Begriff 
"AC-Marketing-Geschwätz-Geräte" (kurz AC-Magg) geeinigt.

Schöne Grüße,

Torsten

von Michael B. (laberkopp)


Lesenswert?

Rainer W. schrieb:
> AC-Akkus gibt es nicht.

Natürlich doch, du kennst nur den Begriff nicht.

Es sind offenkundig Akkus mit Wechselrichter und Ladeschaltung.

von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Michael B. schrieb:
> Es sind offenkundig Akkus mit Wechselrichter und Ladeschaltung.

Also eine Elektronikbox, in der u.a. auch ein Akku eingebaut ist.

von Oliver S. (oliverso)


Lesenswert?

Als AC-Akku bezeichnet man landläufig Akkus mit eigenem Wechselrichter, 
die unabhängig vom PV-Umrichter am Netz hängen. DC-Akkus dagegen hängen 
direkt am PV-Umrichter-Gleichspannungsteil.

Oliver

von Εrnst B. (ernst)


Lesenswert?

Torsten R. schrieb:
> Hallo David,
>
> David G. schrieb:
>> das was du brauchst ist ein SMA Sunny Island in Verbindung mit einem SMA
>> Homemanager 2.0.
>
> schau ich mir an. Im Moment habe ich auf den Garagen auch ein
> Balkonkraftwerk.

Der Sunny Island kommt auch mit Balkonkraftwerken klar, sowohl 
Netz-Parallel als auch im Inselbetrieb.

Wenn im Insel-Betrieb der Akku voll ist, dreht der die Netzfrequenz hoch 
um die Balkonkraftwerke zu drosseln, d.H. da muss nicht alles von einem 
Hersteller kommen, du kannst mischen und auch später erweitern.
Bis auf die Netzfrequenz ist keine weitere Kommunikation zwischen 
Akku-Wechselrichter und Solar-Wechselrichtern nötig.

Den Wirkungsgrad der doppelten DC/AC -> AC/DC Wandlung kannst du 
vernachlässigen. Das war vielleicht ein Thema, als die Solarmodule noch 
25 DM/Wp gekostet haben, jetzt packst du einfach für 0,25€/Wp ein Modul 
dazu, und hast das ausgeglichen.

Aber schau dich auch mal bei anderen Herstellern um, SMA liefert zwar 
gute Qualität, aber wollen da auch ordentlich Geld für sehen.

von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


Lesenswert?

Hallo Torsten,

mit deinen Fragen bist du hier besser aufgehoben:
https://www.photovoltaikforum.com/

Von AC-gekoppelten Batteriespeichern halte ich wenig. Da hast du einen 
zusätzlichen Wandler, der zusätzliche Kosten und Verluste mitbringt. Wir 
haben unsere Batterie (BYD) auch in der Garage direkt neben dem 
Hybrid-Wechselrichter. So kalt wird es in unseren Breitengraden nicht, 
dass die Batterie in der Garage schaden nehmen würde.

Wenn du die Module selbst montieren willst, schau dir das 
Flachdach-Montagesystem von K2 an. Damit habe ich hier 6 Module in 
Ostausrichtung auf eine Garage gebracht. Das ist ein String der 
Hausanlage, die Module auf dem Dach hat eine Fachfirma installiert.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Thorsten O. schrieb:
> Von AC-gekoppelten Batteriespeichern halte ich wenig.

Im Inselbetrieb kommen einige Wechselrichter mit solchen Speichern nicht 
gut zurecht.

Wichtig ist bei WR und Batteriespeicher, dass diese ein universelles 
Protokoll zur Steuerung verwenden. Man haengt sonst an einem Hersteller 
und Serie fest.

von Matthias S. (dachs)


Lesenswert?

Rainer W. schrieb:
> Akkus können keine Energie aus einem Wechselstromnetz aufnehmen.

Wobei das nicht wirklich stimmt.
Allerdings entsteht da meistens Wärme und danach Rauch und das mit dem 
Wiederabgeben klappt auch nicht.

von Michael B. (laberkopp)


Lesenswert?

Thorsten O. schrieb:
> Flachdach-Montagesystem von K2 an. Damit habe ich hier 6 Module in

Er müsste mit dem Klammerbeutel gepudert sein, fur ein paar Blechwinkel 
mehr auszugeben als für die damit befestigten Module

https://solarhandel24.de/products/k2-systems-flachdach-s-dome-montageset-fur-6-module-kopie

https://www.heizungsdiscount24.de/photovoltaik/hd24-photovoltaik-solarmodul-415wp-pv-modul-blackwhite-monokristallin.html

Die Preise, die deutsche Hinterhof-Zubehörlieferer für ihren lowest tech 
Scheiss verlangen sind aberwitzig gegenüber dem was man für das Geld aus 
China für high tech bekommt.

4 Gehwegplatten, 4 Blechwinkel, 1m Aluprofil und ein paar Schrauben ist 
alles was man zum aufständern braucht.

von Thomas (mercury3)


Lesenswert?

Michael B. schrieb:
> Thorsten O. schrieb:
>> Flachdach-Montagesystem von K2 an. Damit habe ich hier 6 Module in
>
> Er müsste mit dem Klammerbeutel gepudert sein, fur ein paar Blechwinkel
> mehr auszugeben als für die damit befestigten Module
>
> 
https://solarhandel24.de/products/k2-systems-flachdach-s-dome-montageset-fur-6-module-kopie
>
> 
https://www.heizungsdiscount24.de/photovoltaik/hd24-photovoltaik-solarmodul-415wp-pv-modul-blackwhite-monokristallin.html
>
> Die Preise, die deutsche Hinterhof-Zubehörlieferer für ihren lowest tech
> Scheiss verlangen sind aberwitzig gegenüber dem was man für das Geld aus
> China für high tech bekommt.
>
> 4 Gehwegplatten, 4 Blechwinkel, 1m Aluprofil und ein paar Schrauben ist
> alles was man zum aufständern braucht.

Na dann: viel Spaß!

Hast du schon einmal an die Windlast gedacht? Die reißt dir die losen 
Gehwegplatten unter den Panelen weg weil die nur geklemmt sind! Dafür 
sind die langen Bodenschienen die das ganze zusammenhalten.

Aber das mußt DU deiner Versicherung erklären ;-)

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Hi Thorsten,

Thorsten O. schrieb:

> mit deinen Fragen bist du hier besser aufgehoben:
> https://www.photovoltaikforum.com/

danke, da werde ich mich mal durch-lesen.

> Von AC-gekoppelten Batteriespeichern halte ich wenig. Da hast du einen
> zusätzlichen Wandler, der zusätzliche Kosten und Verluste mitbringt.

Die DC vom Dach bekommst Du ja auch nicht ohne Wandlung in die Battery. 
Die Systemkosten sind sicher höher, weil Du den zusätzlichen Wandler 
hast. Dafür hätte das System den Charm, dass es auch die Energie 
anderer, auf dem Gelände befindlicher PV-Anlagen aufnehmen könnte.

> Wenn du die Module selbst montieren willst, schau dir das
> Flachdach-Montagesystem von K2 an. Damit habe ich hier 6 Module in
> Ostausrichtung auf eine Garage gebracht.

Ja, mit so einem System liebäugle ich auch und finde es jetzt auch nicht 
übertrieben teuer (das System soll da mindestens 20 Jahre auf den 
Garagen bleiben).

Du hast die beiden Reihen in die selbe Ausrichtung gebracht? Damit würde 
ich dann in der Tat den 4. MPPT sparen.

danke für Deine Tipps,

Torsten

von Achim H. (pluto25)


Lesenswert?

> Die DC vom Dach bekommst Du ja auch nicht ohne Wandlung in die Battery.
Kein Problem: der Mpp sollte bei der Batteriepannung liegen und eine 
Abschaltung falls sie voll wird.
Einfacher: die Leerlaufspannung knapp unterhalb der max Batt. Spannung, 
dann können die Module sie nicht kaputt laden, arbeiten aber erst 
maximal wenn die Batterie leer ist.

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Achim H. schrieb:
>> Die DC vom Dach bekommst Du ja auch nicht ohne Wandlung in die Battery.
> Kein Problem: der Mpp sollte bei der Batteriepannung liegen und eine
> Abschaltung falls sie voll wird.

Ich glaube nicht, dass man so einfach, effektiv eine Battery geladen 
bekommt. Die Spannung pro String kann ja gerne mal an die 1kV gehen.

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Achim H. schrieb:
>> Die DC vom Dach bekommst Du ja auch nicht ohne Wandlung in die Battery.
> Kein Problem: der Mpp sollte bei der Batteriepannung liegen und eine
> Abschaltung falls sie voll wird.
> Einfacher: die Leerlaufspannung knapp unterhalb der max Batt. Spannung,
> dann können die Module sie nicht kaputt laden, arbeiten aber erst
> maximal wenn die Batterie leer ist.

Du hättest auch einfacher erklären können, dass Du von der ganzen 
Materie nicht die geringste Ahnung hast.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Dort den Text im grünen Block beachten bei der Auswahl der Modulgröße:
https://www.energie-experten.org/erneuerbare-energien/photovoltaik/solarmodule/groesse#c25814

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


Lesenswert?

Das kommt drauf an, wie man das ganze dimensioniert. In meiner 
Modulsammlung ist eines mit höherer Zellen-Anzahl als bei den 
restlichen, so daß ich damit bei meiner aktuellen Parallelschaltung 
mehrerer Module nichts anfangen kann weil es eine höhere MPP-Spannung 
hat (glaube 42 und nicht 28V). Das habe ich an meinen Nachbarn 
ausgeliehen, der hat einen 36V Elektroscooter und lädt den regelmäßig 
über das Modul auf. Auch wenn das Modul dabei nur in der Nähe seines MPP 
betrieben wird, kommt da genug Energie heraus, um den Scooter damit zu 
betreiben bzw. er muss aufpassen, daß der Scooter nicht überladen wird. 
Dem Modul ist egal wohin es den Strom liefert, sobald man sich mit der 
Modulspannung am oder unter dem MPP befindet, fließt auch der volle 
Strom (in Ampere), den das Modul kann.

Der Strom aus den Solarmodulen wird sowieso mehrfach gewandelt, bevor er 
im Verbraucher oder im Netz ankommt, bzw. es gibt trafolose 
Einspeisewechselrichter, die MPP-Tracking und Wechselrichten mit einer 
einzigen Stufe machen, die brauchen dann aber eine recht hohe minimale 
Stringspannung (380..400Vdc), damit das funktioniert.

Die DC/AC-Wandlung ist aber meiner Meinung nach die, die am meisten 
Verluste erzeugt. Alles was so DC/DC erfolgt, etwa von MPP-Modulspannung 
auf die Zwischenkreisspannung des Wechselrichters (also das, womit der 
DC/AC-Wandler intern arbeitet), hat einen sehr hohen Wirkungsgrad, 
besonders bei hohen Spannungen (dann fließt wenig Strom und Strom ist 
das, was heizt).

Wenn Du sowieso noch ein dickes AC-Kabel zu den Garagen legen musst, 
dann versuch wirklich, mit zwei Strings auszukommen, die jeweils gleich 
ausgerichtete Module haben und leg die 4 DC-Kabel für die beiden Strings 
mit rein (Leerrohr). Dann kann der Wechselrichter beim Akku im Haus 
verbaut werden wenn Du Dir sonst Sorgen um den Akku bei Kälte machst und 
dadurch wäre auch die Notstrom-Lösung einfacher umsetzbar 
(Wechselrichter am Ort der Netzumschaltung für den Notstrombetrieb). 
Außerdem bis Du den Quatsch mit dem AC-gekoppelten Speicher los, dadurch 
wird die Betriebsführung der Anlage einfacher.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

5 Garagen mit je 6 Panelen je 450W würde theoretisch 13,5kW erlauben, 
wenn alle Flächen senkrecht zur Sonne ausgerichtet werden könnten. 
Schätze mal, dass bei einem kalten Sommertag um Mittags 8-9kW erreichbar 
sein dürften.

Wenn nicht bereits in die Garagen eine Drehstromleitung für 
E-Auto-Wallboxen verlegt wurde, fehlt meistens ein leistungsfähige 
Leitung zu den Garagen.

von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

Ben B. schrieb:
> Die DC/AC-Wandlung ist aber meiner Meinung nach die, die am meisten
> Verluste erzeugt. Alles was so DC/DC erfolgt, etwa von MPP-Modulspannung
> auf die Zwischenkreisspannung des Wechselrichters (also das, womit der
> DC/AC-Wandler intern arbeitet), hat einen sehr hohen Wirkungsgrad,
> besonders bei hohen Spannungen (dann fließt wenig Strom und Strom ist
> das, was heizt).

warum sollte das so sein?

Auch bei einer DC-DC-Wandlung ist AC im Spiel

Wenn Du über ein beispielsweise 4mm² Kabel 1000V führst ist der Verlust 
sicher auch höher als bei 20 solcher Kabel mit je 50V

Aber aus Erfahrung - das ganze Verlust- und Effizienzthema ist veraltet
Wir oben geschrieben - da macht man halt eine Zelle mehr drauf

Früher waren Zellen so teuer das man sie aufwändig mechanisch der Sonne 
nachgeführt hat

Heute sind sie so billig das man sogar Nordseiten bestückt

von Michael B. (laberkopp)


Lesenswert?

Thomas schrieb:
> Hast du schon einmal an die Windlast gedacht?

Nicht nur das, sogar ausgerechnet und auch gebaut, hält seit 4 Jahren, 
stabiler als das des Nachbarn der vom Solateur teuer bauen liess und 
schon Sandsäcke drauflegen musste.

2 um 15 Grad nach Ost und West geneigte Panels sind windtechnisch 
günstig.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


Lesenswert?

> Auch bei einer DC-DC-Wandlung ist AC im Spiel
Jain, die meisten DC/DC-Wandler sind dank konstant hoher Spannung (bei 
PV bis zu 1000V) und Synchrongleichrichtung effizienter als ein 
DC/AC-Wandler, der eine Voll- oder mindestens Halbbrücke ständig 
zwischen +340V, 0V und -340V (Spitzenwert der 230V Sinusspannung) 
modulieren darf, wobei schon durch den Spulenkern und Blindstromanteile 
des LC-Filter Verluste auftreten.

von Richard W. (richardw)


Lesenswert?

Was wollt ihr denn mit Akkuheizung? In den drei vier Monaten wo das 
überhaupt relevant wäre, würde ich den Akku einfach abschalten, fertig. 
Wenn es überhaupt so kritisch ist. Da kommt vom Dach eh kaum was runter 
und der Akku wird nur wenig und langsam gefüllt. Und die Heizung wird 
alles gleich wieder auffressen. Ich halte das für eine falsche 
Optimierung.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Richard W. schrieb:
> Was wollt ihr denn mit Akkuheizung?

Wie soll das sonst gehenen einen brennenden Akku aufgrund eines 
Heizungsdefekts (oder anderer Hitzeeinwirkung) zum ernster Notfall zu 
machen, da Lithium-Akkus bei Überhitzung über 60 Grad in ein sogenanntes 
„thermisches Durchgehen“ (Thermal Runaway) laufen können?

Bei einer Heizung sind die Herausforderungen eine homogene 
Wärmeverteilung zu erzeugen ohne zu überhitzen, weil man sicherlich um 
Heizstrom zu sparen großzügig isolieren wird.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


Lesenswert?

In dem Moment wo man keine hohe Heizleistung braucht, ist auch die 
Verteilung der Wärme kein Problem wenn man ein passendes Heizelement 
verwendet.

Das beste ist schon, den Akku (mit Wechselrichter) in einen Raum zu 
stellen, wo es nicht sonderlich kalt und auch nicht sonderlich heiß drin 
wird.

Meine Spiel-PV mit ihren flach aufgelegten 1,1kWp kam im Januar übrigens 
auf sagenhafte 7,76kWh. Der Dezember war mit 12,45kWh nur unwesentlich 
besser, im Februar kamen immerhin schon wieder 24,53kWh.

von Thomas (mercury3)


Lesenswert?

Richard W. schrieb:
> Was wollt ihr denn mit Akkuheizung? In den drei vier Monaten wo das
> überhaupt relevant wäre, würde ich den Akku einfach abschalten, fertig.
> Wenn es überhaupt so kritisch ist. Da kommt vom Dach eh kaum was runter
> und der Akku wird nur wenig und langsam gefüllt. Und die Heizung wird
> alles gleich wieder auffressen. Ich halte das für eine falsche
> Optimierung.

Das erledigt sich sowieso von selbst denn jedes gute BMS hat einen 
Temperatursensor verbaut der das Laden unterhalb von x°C unterbindet.

von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Dieter D. schrieb:
> ... da Lithium-Akkus bei Überhitzung über 60 Grad in ein sogenanntes
> „thermisches Durchgehen“ (Thermal Runaway) laufen können?

Es gibt unterschiedliche Technologien für Lithium Akkus, die 
unterschiedliches Verhalten besitzen. Von welchen sprichst du?

von Oliver S. (oliverso)


Lesenswert?

Thomas schrieb:
> Das erledigt sich sowieso von selbst denn jedes gute BMS hat einen
> Temperatursensor verbaut der das Laden unterhalb von x°C unterbindet.

Was aber auch nur wenig sinnvoll ist, wenn einem dann im März oder April 
mit Nachfrösten und viel Sonne hunderte kWh verloren gehen, weil der 
Akku nicht benutzt werden kann.

Es nutzt nichts, ein LiFePo4 Akku, der draußen steht, muß beheizt 
werden, sonst ist das sinnlos. Unterhalb von 10°C Zellentemperatur muß 
der Ladestrom signifikant reduziert werden, bis auf Null bei ca. 0°C.

Oliver

: Bearbeitet durch User
von Tobi M. (steppenhund)


Lesenswert?

Hallo Torsten,
Ich habe ein ähnliches Projekt
Im Bekanntenkreis habe ich nach Erfahrungen gefragt, dabei wurde mir 
mehrfach berichtet, dass bei Leistungen um 10KWP bereits eine deutliche 
Wärmeentwicklung entsteht, die man im Sommer in Gebäuden nicht 
gebrauchen kann.

Außerdem wollte ich die Batterien bewusst nicht im Keller stehen haben.
Ich habe grundsätzlich einen gewissen Respekt vor Brandrisiken. Wenn man 
schon einmal einen Schaden erlebt hat  wird man in dieser Hinsicht 
vorsichtiger.

Schließlich habe ich mich dazu entschlossen, ein separates 
Batteriegebäude zu errichten.
Die Ausführung ist relativ einfach gehalten:
Betonbodenplatte, Ytongsteine als Wände, ein Sandwitchdach und eine 
Metalltür. Die Konstruktion ist dicht, und die Steine Isolieren 
erstaunlich gut.

Um keinen Dreck, Blätter Staub usw im Gebäude zu haben, wurde eine 
Split-Klimaanlage installiert. Das sorgt dafür das auch bei höchster 
auslastung im Hochsommer alles kühl und vor allem sauber bleibt. Der 
Energieauffwand ist hierbei negativ, da die Wechselrichter nie wegen 
Übertemperatur drosseln müssen. Außerdem kann ich mit der Klimaanlge den 
Raum bei Bedarf frostfrei halten.

Ich habe das Batteriegebäude bewusst großzügig dimensioniert, sodass 
später problemlos weitere Batterien oder Wechselrichter ergänzt werden 
können. Man kann weiterhin bequem darin arbeiten und hat ausreichend 
Platz für Wartung und Erweiterung.

Die elektrische Anbindung habe ich ebenfalls gleich entsprechend 
ausgelegt.
Zum Hauptanschluss wurden 5×16 mm²-Leitungen verlegt, sodass später 
keine Nachrüstung notwendig wird.

Das ganze läuft jetzt im 4. Jahr, es wurden noch zwei Flächen mit 16 bzw 
24 Panele hinzugefügt, jetzt laufen 4 Wechselrichter und 3 Batterien mit 
ca 90 KWH Speicher.

Das Gute ist, es werden alle 3 Batterien geladen, "egal aus welchem 
Wechselrichter der Strom kommt". zum testen habe ich den 4. 
Wechselrichter an dem keine Batterie hängt im Betrieb und an den 3 
anderen Wechselrichtern die DC-Seite abgeschaltet ( Damit schneidet man 
die Verbindung zwischen PV-Modulen und Wechselrichter ab) Die 
Wechselrichter komunizierne untereinander und laden bzw verteilen den 
"Strom" optimal.

Der entscheidende Punkt ist für mich:
Das Gebäude und die Infrastruktur sind so ausgelegt, dass ich die Anlage 
bei Bedarf problemlos verdoppeln kann, ohne bauliche Änderungen 
vornehmen zu müssen.
Ich habe noch eine kleinen Freifläche mit 2800m² neben meinem Garten. 
Bei Bedarf kann ich das noch erweitern, außerdem habe ich noch etwas 
Brennholz ca. 30 IBC-Boxen, die Ich mit passender "LKW-Plane" abgedeckt 
habe, die Ösen rosten langsam und ob man in Zukunft noch einmal 35 Euro 
pro Plane ausgibt, oder lieber gleich einen Unterstand mit PV-Modulen 
als Dach baut, weiß noch nicht, kommt auf den Bedarf an Strom an.

: Bearbeitet durch User
von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Danke Tobi,

unser Garten ist leider sehr klein, dafür ist im Haus genügend Platz.

LG Torsten

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


Lesenswert?

Keine Ahnung wie gut man die Werte meiner Spiel-PV auf eine kommerzielle 
Anlage hochskalieren kann, aber ich erreiche mit allen Komponenten einen 
Wirkungsgrad von etwa 70% für die gesamte Anlage (Solarlader, Akkus, 
Wechselrichter). Also von einer eingemessen Kilowattstunde kommen nur 
etwa 0,7 wieder heraus (gemessen Solarlader PV-Eingang und Ausgang des 
Wechselrichters). Folglich würden bei einer Leistung von 1000W von den 
Modulen 300W als Wärme frei werden.

Bei der Betrachtung fallen aber zwei Dinge auf, wenn man die Leistung 
von den Modulen sofort wieder verbraucht, hat man keinen Lade- oder 
Entladestrom, folglich fällt der Wirkungsgrad der Akkus komplett aus 
dieser Betrachtung heraus.

Mein zweites "Problem" ist, ich habe nur einen 5kW Wechselrichter, der 
die meiste Zeit wo die Anlage Strom abgibt, mit nur 150W oder noch 
weniger belastet ist (zeitweise nur 50W). Das ist 1% bzw. 3% Auslastung 
und dementsprechend schlecht fällt der Wirkungsgrad des Wechselrichters 
dabei aus (habe ich für 150W mal grob mit 83% berechnet). Allein für den 
Leerlauf gönnt der sich 22W, da ist schon mal die erste halbe 
Kilowattstunde pro Tag weg.

Ich denke daher, daß größere Anlagen, die auch mehr Leistung liefern 
müssen, einen besseren Wirkungsgrad erreichen. 3kW bei einer 10kWp 
Anlage wegkühlen zu müssen wäre ziemlich heftig - das ist fast die ganze 
Leistung, die eine Split-Klima wegschaffen kann (die haben üblicherweise 
um die 3,5kW Kälteleistung).

@Tobi
Mal darüber nachgedacht, die Abwärme in Deinem Wechselrichter-Kabuff mit 
einer Brauchwasserwärmepumpe oder so zu nutzen? Dann lässt sich 
vermutlich etwas vom Strombedarf der zur Kühlung verwendeten Klimaanlage 
einsparen.

Und pass bei Deinen Ausbauplänen auf, soweit ich weiß werden private 
PV-Anlagen ab 30kWp für die Energiesteuer interessant.

von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

ich verstehe zugegeben nicht wieso man for einen Haus-Akku eine 
Klimaanalge braucht?

Mein 30KWh Akku wird nicht mal Handwarm

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


Lesenswert?

Soweit ich das verstanden habe, hat er Akku und Wechselrichter alles in 
einen geschlossenen Raum gebaut. Wenn man so will, ein begehbarer 
Schaltschrank. Und um die Abwärme vor allem der Wechselrichter da raus 
zu kriegen, braucht man entweder einen Lüfter, Wasserkühlung oder eben 
eine Klimaanlage.

von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

oder man schraubt die Micro-WR einfach hinter die PV-Zellen - 
funktioniert auch

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


Lesenswert?

Davon würde ich abraten. So eine PV-Anlage soll ja viele Jahre 
störungsfrei auf dem Dach bleiben. Da oben wirds im Sommer heiß, die 
Panele werden heiß wie Sau, ich weiß nicht ob das so toll für die in den 
Wechselrichtern verbauten Bauteile ist. Die -20°C im Winter kommen auch 
noch dazu. Und sollte dann mal ein Wechselrichter oder Optimierer hinter 
einem Modul kaputtgehen, dann wird die Reparatur aufwendig. Bei vielen 
Dächern kommt man ohne Gerüst gar nicht dran, oft müssen mehrere Module 
entfernt werden bevor man an den schadhaften Teil drankommt... da ists 
schon sinnvoll wenn man sowas nicht auf dem Dach drauf hat, sondern nur 
die Teile, die unbedingt in dem schlecht zugänglichen Bereich vorhanden 
sein müssen (Module und Kabel). Deswegen sollte man beim Bau so einer 
Anlage auch nicht an Kabeln und Steckern sparen wenn man hinterher 
schlecht drankommt, sondern brauchbare Qualität nehmen.

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


Lesenswert?

Hans W. schrieb:
> Torsten R. schrieb:
>> AC-Akku
>
> Es gibt keine Akkus für AC.

Was er meint, sind ac gekoppelte Speicher.
Die werden in der Branche tatsächlich ac Speicher oder ac batterie 
genannt weil das 1. Kürzer ist und dem für den Laien weniger abschrecken 
klingt...habe ich mir sagen lassen.

Aber ja, ist schon nervig diese "Ungenauigkeit".


Übrigens haben für den notstrom Betrieb reine diese "ac Speicher" den 
Vorteil, dass die auch so funktionieren, wie der Laie es erwarten würde.

Der batterie-pfad eines hybrid-WR kann teilweise nur einen Bruchteil der 
Nominalleistung. Gerne wird da einfach die Leistungselektronik von einem 
Pv Strang verwendet. Damit hast du z.b 12kW PV Leistung und nur die 
knapp 4kW für den Speicher.

Das wird ist natürlich überall so, ist aber auch nicht unüblich.
Tagsüber "verliert" man mit sowas ggf massiv Energie und der 
notstromkreis ist so auch kritisch.

Außerdem sind einspeise-WR oft nicht für Schieflast ausgelegt. Das kann 
die Ausgangsleistung im notstrom Betrieb auch massiv reduzieren.

Wie gesagt ist das nicht bei jedem WR so, aber das ist ein wichtiges 
Detail bei der Auswahl des WR.

73

: Bearbeitet durch User
von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


Lesenswert?

Das ist in der Tat ein interessantes, wichtiges Detail.

Danke!

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


Lesenswert?

Ben B. schrieb:
> Wirkungsgrad von etwa 70% für die gesamte Anlage

Naja, man findet so 90-95% Effizienz für die Leistungselektronik und 
lifepo4.
Alleine das ergibt 73-86% (pv->batt->ac = x%^3).
Damit bist du zwar am unteren Ende dieser Milchmädchenrechnung, aber man 
sieht schon was so ca zu erwarten ist, wenn alles perfekt wäre.

73

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.