Moin, das Innere eines Faraday-Käfigs braucht Strom und Internet. Was sind die besten (und kostengünstigen :) ) Möglichkeiten um zu verhindern, dass andere Dinge über die Kabel rein und raus kommen? Hab schon im Forum etwas gesucht. Es gibt Steckdosen(leisten) mit Filter, aber hab nicht viel Substanzielles dazu gefunden wie gut sowas in der Praxis funktioniert. Falls man überhaupt was vom Hersteller findet dann hört das meist bei ca 100 MHz auf. Verhalten bei höheren Frequenzen??? Kann sowas nachträglich am Steckdosen/LAN-Kabel helfen? https://de.wikipedia.org/wiki/Mantelwellenfilter Scheint aber auch nur bis max 2 GHz wirksam zu sein.
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Markus schrieb: > das Innere eines Faraday-Käfigs braucht Strom und Internet. > Was sind die besten (und kostengünstigen :) ) Möglichkeiten um zu > verhindern, dass andere Dinge über die Kabel rein und raus kommen? DC mit Durchführungsfilter oder Akku, Glasfaser
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Markus schrieb: > Verhalten bei höheren Frequenzen??? Hast du tatsächlich Probleme mit höheren Frequenzen, die nachweislich über das Kabel da reinkommen? > Scheint aber auch nur bis max 2 GHz wirksam zu sein. Bei 2 GHz hast du sowieso das Problem, dass die Wellen sich auf jedem cm leicht von der Leitung "ablösen". Und gleich daneben genauso leicht wieder einkoppeln. Weil das eben auf jedem cm passiert, ist eine Lösung, die 5 cm von der Durchführung in den Käfig entfernt ist, schon 5 cm zu weit weg. Und jede Lösung, die größer ist als 1x1x1 cm³, ist bereits ein Koppelelement in beide Richtungen. Zu den Grundlagen das hier: - https://www.we-online.com/files/pdf1/webinar_13.03.2019_kompendium-zu-gleichtaktdrosseln.pdf
Markus schrieb: > das Innere eines Faraday-Käfigs braucht Strom und Internet. Faradayscher Kaefig gegen die Szrahlungsquellen und dann will man sich noch welche hineinlegen? Wenn Du Datenleitungen fuer Messobjekte brauchst, dann wird das mit LWL gemacht und ein dicker Akkupack zur Energieversorgung hineingestellt.
Also ich wickle da teilweise außen nur 5 Windungen auf einem 3c90 Kern und nach innen 1-2 NiZn klappferrite drauf. In der EMV Kammer bin ich dann so ca 5-10dB über dem Rauschen mit den UKW Radio Sendern bzw 20-30dB unter den zu messenden Grenzwerten. Noch besser wird's, wenn man dann den Schirm noch an den käfig anbinden kann. Es gibt spezielle Filter für sowas. bei mir hängt z.B. für ac der Wand: B84299D2160E001 Das würde ich nicht mehr als billig ansehen war aber in meinem Fall notwendig. Mobilfunk kann auch wirklich lästig sein. Coax Kabel sind z.b. erschreckend schlecht sowas zu Schirmen. Ich bin jetzt dazu übergegangen den messempfänger in der Kammer zu betreiben, weil mir das schon gelegentlich passiert ist, das ein Handy in die coax Leitung eingestrahlt hat. Auch ein messempfänger selbst ist beeinflussbar. Wenn du im Extremfall -100dBm messen willst und das Handy fröhlich 23dBm abgibt, ist die Physik gnadenlos... Ethernet geht bei mir hoffentlich demnächst mit billigen LWL/Ethernet Umsetzer von Amazon rein...die Netzteile sind ein verbrechen, aber grundsätzlich ginge sich das schon mit 10dB zum Grenzwert aus...ist halt wirklich unschön und daher wird da noch etwas gebastelt:) Wo hast du da genau Probleme, oder war das eine generelle Frage? Bei mir sind die Abstände doch groß und ein Kabel, das direkt auf der groundplane verläuft ist gut handhabbar. Im schlimmsten Fall noch mit Alufolie abdecken und meistens ist es dann unsichtbar. Durchführungen werden so auch Verhältnismäßig unkritisch. 73
Medienkonverter für Ethernet auf Glasfaser gibt es für wenig Geld, und es gibt sogar welche, die mit nur einer Faser auskommen (die müssen dann paarig zusammen passen, weil sie auf unterschiedlichen Wellenlängen senden und empfangen). Man muss sich natürlich im Klaren darüber sein, daß die Technik, die man dann im Käfig hat, auch ihr Eigenleben entwickelt. Ein Notebook/PC ist nicht inert.
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