Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Verkohlter Widerstand.


von Peter O. (peter_o)


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Hallo,
Ich habe hier einen Kohleschichtwiderstand, der aufgrund von Überhitzung 
kpl. schwarz und verkohlt ist. Die Farbringe sind nicht mehr zu 
erkennen. Die Baugrösse ist ca 2W.
Ich messe aber noch einen Widerstandswert von 40 Ohm.
Kann ich davon ausgehen, dass das der ursprüngliche Wert ist oder kann 
sich der Widerstand aufgrund der Temperatur bereits geändert haben?
Wie sind da eure Erfahrungen?

von Jens G. (jensig)


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Peter O. schrieb:
> Hallo,
> Ich habe hier einen Kohleschichtwiderstand, der aufgrund von Überhitzung
> kpl. schwarz und verkohlt ist. Die Farbringe sind nicht mehr zu
> erkennen. Die Baugrösse ist ca 2W.
> Ich messe aber noch einen Widerstandswert von 40 Ohm.
> Kann ich davon ausgehen, dass das der ursprüngliche Wert ist oder kann
> sich der Widerstand aufgrund der Temperatur bereits geändert haben?
> Wie sind da eure Erfahrungen?

Kommt drauf an, was hier "verkohlt" heißt. Einfach nur dunkler geworden?
Oder schon eher verglüht. In letzterem Falle ist er dann aber nicht mehr 
nur verkohlt, sondern verascht, was dann nicht mehr nur verkohlt 
aussieht.
Wenn er nur dunkel geworden ist, dann hat er noch weitgehend seinen 
Ori-Widerstandswert, Vielleicht etwas erhöht. Also waren es evtl. mal 
39Ohm.
Wenn aber der Lack schon runtergebrannt ist, dann könnte er schon 
deutliche Abweichungen nach oben haben.
Zeig doch einfach mal ein Bild vom R, und von der ganzen Platine, bzw. 
Umgebung des R ...

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Hmmm, ein verkohlter Widerstand. Was habt Ihr dem Widerstand eingeredet 
als was er sich identifizieren soll? Als black Mauritius vielleicht? ;)

Vermutlich befand sich der Widerstand im 230V Bereich auf der Platine 
eines Geraetes. Aus ein paar technischen Daten des Geraetes koennen Dir 
hier bestimmt einige sagen, welchen Wert der gehabt hatte, obwohl das 
ein Geheimgeraet ist.

von Rainer W. (rawi)


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Peter O. schrieb:
> Ich habe hier einen Kohleschichtwiderstand, der aufgrund von Überhitzung
> kpl. schwarz und verkohlt ist.

Kohle ist bei einem Kohleschichtwiderstand Programm - zeige ein Photo 
und evtl. den Schaltplan.
Warum ist der Widerstand verkohlt?

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Man könnte E-Reihe vermuten, also eher 39 Ohm.

https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1109071.htm

Oder einfach Kaffeesatz lesen.

: Bearbeitet durch User
von Peter O. (peter_o)


Angehängte Dateien:

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Hier einige Fotos dazu.
Es handelt sich um einen Ladekopf für einen Robomow Rasenmäherroboter.
Da hatte sich ein Insekt häuslich eingerichtet. Vermutlich wg der 
Heizung. 😃

von Rainer W. (rawi)


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Peter O. schrieb:
> Da hatte sich ein Insekt häuslich eingerichtet.

Ein Insekt alleine wird nicht dazu führen, dass so ein Widerstand 
dermaßen überlastet wird. Wie geht es denn der parallel liegenden 
Schottky Diode (D5)?

von Peter O. (peter_o)


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Rainer W. schrieb:
> Peter O. schrieb:
>> Da hatte sich ein Insekt häuslich eingerichtet.
>
> Ein Insekt alleine wird nicht dazu führen, dass so ein Widerstand
> dermaßen überlastet wird. Wie geht es denn der parallel liegenden
> Schottky Diode (D5)?

Kann mir jemand sagen, was das für eine Diode ist? Mit "DB43" finde ich 
nichts passendes.

Messtechnisch scheint das eine Doppeldiode zu sein.
Pin1 - Pin 2 ist OK (Flussspannung 0,19V)
Pin2 - Pin 3 ist durch

von H. H. (hhinz)


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Peter O. schrieb:
> Rainer W. schrieb:
>> Peter O. schrieb:
>>> Da hatte sich ein Insekt häuslich eingerichtet.
>>
>> Ein Insekt alleine wird nicht dazu führen, dass so ein Widerstand
>> dermaßen überlastet wird. Wie geht es denn der parallel liegenden
>> Schottky Diode (D5)?
>
> Kann mir jemand sagen, was das für eine Diode ist? Mit "DB43" finde ich
> nichts passendes.

FYD0504SA


> Messtechnisch scheint das eine Doppeldiode zu sein.
> Pin1 - Pin 2 ist OK (Flussspannung 0,19V)
> Pin2 - Pin 3 ist durch

Einfachdiode, Pin 1 und 3 sind intern verbunden.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Peter O. schrieb:
> Ladekopf für einen Robomow Rasenmäherroboter

Nach dem zweiten Bild hattest Du Glück, dass es nicht gebrannt hat.

Von der Funktion des Schaltungsteils würde ich erst mal eine 
Einschaltverzögerung vermuten.

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