Forum: Fahrzeugelektronik EN 60092-507 "Bifilar gewickelte Trenntransformatoren" vorgeschrieben


von Thomas (mercury3)


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In dieser Norm wird für die Schiffsausrüstung bei Verwendung von 
Trenntransformatoren für den Landanschluß deren bifilare Bewicklung 
vorgeschrieben.

Bifilare Wicklungen kenne ich nur von Relais bei denen diese Wicklungen 
keine Induktivität haben sollen (Widerstandswicklungen). Bei einem Trafo 
wohl kaum zielführend?

Wikipedia beschreibt für Trafos die gleichsinnige Durchströmung der 
bifilaren Leiter wodurch ein geringes Streufeld entsteht. Das mag ja 
sinnvoll sein aber da liegt doch dann "Draht an Draht" der Primär- und 
Sekundärseite? Wie soll da die sichere Isolierung gewährleistet werden? 
Wie muß man sich das real vorstellen? Bilder?

von Teo D. (teoderix)


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MW. sind das mehrere parallele Drähte, anstatt nur nur einem pro 
Wicklung.
Warum? KA, frag den, der drauf gegangen ist, weil's nur einer war.

von Soul E. (soul_eye)


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Bifilar liegen beide Drähte nebeneinander und werden gemeinsam 
aufgewickelt.

Segmentiert liegt die Primärwicklung unten und die Sekundärwicklung 
darüber. Oder die eine links und die andere rechts in getrennten 
Kammern.

Bifilar liefert eine stärkere kapazitive Kopplung und damit bessere 
Impulsübertragung. Bei einem Trenntrafo zum Personenschutz würde ich 
aber die bessere Isolation der Zweikammerwicklung vorziehen.

von Thomas (mercury3)


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Soul E. schrieb:
> Bifilar liegen beide Drähte nebeneinander und werden gemeinsam
> aufgewickelt.
>
> Segmentiert liegt die Primärwicklung unten und die Sekundärwicklung
> darüber. Oder die eine links und die andere rechts in getrennten
> Kammern.
>
> Bifilar liefert eine stärkere kapazitive Kopplung und damit bessere
> Impulsübertragung. Bei einem Trenntrafo zum Personenschutz würde ich
> aber die bessere Isolation der Zweikammerwicklung vorziehen.

Ja, so kenne ich das auch. Aber wieso zum Teufel schreibt es die EN VDE 
dann gerade bei Trenntransformatoren vor?

Oder verstehe ich da etwas falsch?

von Gerd E. (robberknight)


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Thomas schrieb:
> In dieser Norm wird für die Schiffsausrüstung bei Verwendung von
> Trenntransformatoren für den Landanschluß deren bifilare Bewicklung
> vorgeschrieben.

Ich bin kein Schiffsexperte, aber wird über so einen Trafo nicht das 
bordeigene Netz versorgt, welches dann auch auf einem gängigen 
Niederspannungsnieveau wie z.B. 230 VAC betrieben wird?

Wenn ja, dann wird das Bordnetz ja auch entsprechend isoliert sein. Der 
Trenntrafo ist also nicht zum Personenschutz da, sondern vermutlich um 
Korrosion durch Stromfluss über den Rumpf zu verhindern. Da steht dann 
eher die Impulsübertragungsfähigkeit im Vordergrund.

von Thomas (mercury3)


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Gerd E. schrieb:
> Thomas schrieb:
>> In dieser Norm wird für die Schiffsausrüstung bei Verwendung von
>> Trenntransformatoren für den Landanschluß deren bifilare Bewicklung
>> vorgeschrieben.
>
> Ich bin kein Schiffsexperte, aber wird über so einen Trafo nicht das
> bordeigene Netz versorgt, welches dann auch auf einem gängigen
> Niederspannungsnieveau wie z.B. 230 VAC betrieben wird?
>
> Wenn ja, dann wird das Bordnetz ja auch entsprechend isoliert sein. Der
> Trenntrafo ist also nicht zum Personenschutz da, sondern vermutlich um
> Korrosion durch Stromfluss über den Rumpf zu verhindern. Da steht dann
> eher die Impulsübertragungsfähigkeit im Vordergrund.

Das könnte in der Tat ein Grund sein! Nur ist die Bezeichnung dann 
reichlich irreführend. Zumal in allen Datenblättern der einschlägigen 
Hersteller eine Schutzwicklung gezeigt wird die an den Land PE geht.

Und da wird auf die EN 60076 Bezug genommen die für U<1,1kV eine 
Prüfspannung von 3kV vorschreibt.

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