In dieser Norm wird für die Schiffsausrüstung bei Verwendung von Trenntransformatoren für den Landanschluß deren bifilare Bewicklung vorgeschrieben. Bifilare Wicklungen kenne ich nur von Relais bei denen diese Wicklungen keine Induktivität haben sollen (Widerstandswicklungen). Bei einem Trafo wohl kaum zielführend? Wikipedia beschreibt für Trafos die gleichsinnige Durchströmung der bifilaren Leiter wodurch ein geringes Streufeld entsteht. Das mag ja sinnvoll sein aber da liegt doch dann "Draht an Draht" der Primär- und Sekundärseite? Wie soll da die sichere Isolierung gewährleistet werden? Wie muß man sich das real vorstellen? Bilder?
MW. sind das mehrere parallele Drähte, anstatt nur nur einem pro Wicklung. Warum? KA, frag den, der drauf gegangen ist, weil's nur einer war.
Bifilar liegen beide Drähte nebeneinander und werden gemeinsam aufgewickelt. Segmentiert liegt die Primärwicklung unten und die Sekundärwicklung darüber. Oder die eine links und die andere rechts in getrennten Kammern. Bifilar liefert eine stärkere kapazitive Kopplung und damit bessere Impulsübertragung. Bei einem Trenntrafo zum Personenschutz würde ich aber die bessere Isolation der Zweikammerwicklung vorziehen.
Soul E. schrieb: > Bifilar liegen beide Drähte nebeneinander und werden gemeinsam > aufgewickelt. > > Segmentiert liegt die Primärwicklung unten und die Sekundärwicklung > darüber. Oder die eine links und die andere rechts in getrennten > Kammern. > > Bifilar liefert eine stärkere kapazitive Kopplung und damit bessere > Impulsübertragung. Bei einem Trenntrafo zum Personenschutz würde ich > aber die bessere Isolation der Zweikammerwicklung vorziehen. Ja, so kenne ich das auch. Aber wieso zum Teufel schreibt es die EN VDE dann gerade bei Trenntransformatoren vor? Oder verstehe ich da etwas falsch?
Thomas schrieb: > In dieser Norm wird für die Schiffsausrüstung bei Verwendung von > Trenntransformatoren für den Landanschluß deren bifilare Bewicklung > vorgeschrieben. Ich bin kein Schiffsexperte, aber wird über so einen Trafo nicht das bordeigene Netz versorgt, welches dann auch auf einem gängigen Niederspannungsnieveau wie z.B. 230 VAC betrieben wird? Wenn ja, dann wird das Bordnetz ja auch entsprechend isoliert sein. Der Trenntrafo ist also nicht zum Personenschutz da, sondern vermutlich um Korrosion durch Stromfluss über den Rumpf zu verhindern. Da steht dann eher die Impulsübertragungsfähigkeit im Vordergrund.
Gerd E. schrieb: > Thomas schrieb: >> In dieser Norm wird für die Schiffsausrüstung bei Verwendung von >> Trenntransformatoren für den Landanschluß deren bifilare Bewicklung >> vorgeschrieben. > > Ich bin kein Schiffsexperte, aber wird über so einen Trafo nicht das > bordeigene Netz versorgt, welches dann auch auf einem gängigen > Niederspannungsnieveau wie z.B. 230 VAC betrieben wird? > > Wenn ja, dann wird das Bordnetz ja auch entsprechend isoliert sein. Der > Trenntrafo ist also nicht zum Personenschutz da, sondern vermutlich um > Korrosion durch Stromfluss über den Rumpf zu verhindern. Da steht dann > eher die Impulsübertragungsfähigkeit im Vordergrund. Das könnte in der Tat ein Grund sein! Nur ist die Bezeichnung dann reichlich irreführend. Zumal in allen Datenblättern der einschlägigen Hersteller eine Schutzwicklung gezeigt wird die an den Land PE geht. Und da wird auf die EN 60076 Bezug genommen die für U<1,1kV eine Prüfspannung von 3kV vorschreibt.
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