Hallo Leute, ich versuche schon seit Tagen ein einfaches Symetrisches Netzteil zum laufen zu bekommen. Aufgebaut mit den LM317 und LM337. Die Positive Spannung funktioniert, ich kann sie mit dem Trimmer einstellen. Doch die Negative will nicht, die liegt immer so um die 4 bis 4.5 Volt, egal was ich am Trimmer einstelle, höher gehts nicht und auch nicht niedriger. Der LM337 ist in Ordnung, habe den auf einem Steckbrett getestet, aber auch noch durch einen neuen ersetzt. Auf dem Steckbrett in einer im Datasheet angegebenen Beschaltung klappt alles. An ein einzelnen Bauteil kann es glaube ich auch nicht liegen, da ich 2 von den Netzteilplatinen aufgebaut habe und der Fehler bei beiden auftritt. Platinen sind mit KiCAD gemacht (und von JLCPCB) und entsprechen genau dem Schaltplan. Wo denke ich falsch, oder was könnte es noch sein. Einer vielleicht eine Idee / Vorschlag ? Grüße Dirk
Dirk schrieb: > Einer vielleicht eine Idee / Vorschlag ? Es wäre hilfreich wenn man wüsste, was genau vorne rein geht.
Norbert schrieb: > Dirk schrieb: >> Einer vielleicht eine Idee / Vorschlag ? > > Es wäre hilfreich wenn man wüsste, was genau vorne rein geht. 18V Wechselspannung :-) Und raus kommen sollen später +/-18 bis 20V Gleichspannung
:
Bearbeitet durch User
Dirk schrieb: > Wechselspannung Damit war aufgrund der Dioden beinahe zu rechnen. ;-) Zwei unabhängige Sekundärwicklungen an 1-2 und 2-3? Vi-Vo (der Regler) einmal an 3-2 und einmal an 2-3? Hab gerade keine Datenblätter zur Hand.
:
Bearbeitet durch User
Der negative Regler wird schwingen, wegen fehlendem Kondensator am Ausgang. Im positiven Zweig gehört auch einer rein.
Dirk schrieb: > 18V Wechselspannung :-) > > Und raus kommen sollen später +/-18 bis 20V Gleichspannung Das ist zu knapp.
Schau Dir mal D2 an, ist die richtig rum drin? Sieht mir falsch aus. Ansonsten erscheinen mir C6 und C7 ein wenig groß, dafür sollten eher direkt an die beiden Ausgänge Kondensatoren hin, ich würde aus dem Bauch raus mal so 10 bis 47µF probieren.
:
Bearbeitet durch User
Der Kondensator am Ausgang fehlt, wie H.H hhinz schon schrieb. Irgendetwas um 10µ müsste reichen. Die 100nF am Eingang ist auch zu wenig.
Norbert schrieb: > Zwei unabhängige Sekundärwicklungen an 1-2 und 2-3? > > Vi-Vo (der Regler) einmal an 3-2 und einmal an 2-3? Hab gerade keine > Datenblätter zur Hand. Ein Trafo mit Mittelanzapfung. H. H. schrieb: > Dirk schrieb: >> 18V Wechselspannung :-) >> >> Und raus kommen sollen später +/-18 bis 20V Gleichspannung > > Das ist zu knapp. Ist 18V Wechselspannung Effektiv nicht = 18V * 1.414 = 25.5V Gleichgerichtet Spannung ? Aber wäre auch kein problem, ein Trafo mit mehr Spannung wäre auch vorhanden. Aber es geht ja darum, das die Postitive Spannung klappt, nur die Negative nicht. Und da ist mein Problem. :-(
Die Pinnummerierung beider Regler scheint mir suspekt, ich habe diese anders im Kopf. Old-Papa
Dirk schrieb: > Ist 18V Wechselspannung Effektiv nicht = 18V * 1.414 = 25.5V > Gleichgerichtet Spannung ? Schon, aber nur in den Spitzen.
Old P. schrieb: > Die Pinnummerierung beider Regler scheint mir suspekt, ich habe > diese > anders im Kopf. Dein Kopf braucht einen Refresh.
Old P. schrieb: > Die Pinnummerierung beider Regler scheint mir suspekt, ich habe diese > anders im Kopf. > > Old-Papa Laut Datenblatt : LM317 1 2 3 = ADJ OUT IN LM337 1 2 3 = ADJ IN OUT die Pins hat mir KiCAD so vorgegeben.
H. H. schrieb: > Old P. schrieb: >> Die Pinnummerierung beider Regler scheint mir suspekt, ich habe >> diese >> anders im Kopf. > > Dein Kopf braucht einen Refresh. Hast Recht, ich hatte mit 78xx verwechselt. Wollte noch korrigieren, ging aber ca. 2Min. später nicht mehr.
Dirk schrieb: > Old P. schrieb: >> Die Pinnummerierung beider Regler scheint mir suspekt, ich habe diese >> anders im Kopf. >> >> Old-Papa > > Laut Datenblatt : > LM317 1 2 3 = ADJ OUT IN > LM337 1 2 3 = ADJ IN OUT > > die Pins hat mir KiCAD so vorgegeben. Hatte jetzt auch noch einmal nachgesehen, deckt sich mit den Datenblättern.
Kappe mal das Gedöns mit den Treibertransistoren und schau, ob es dann funktioniert. Dann hast du quasi die selben Bedingungen, wie auf dem Steckbrett und die Grundschaltung sollte funktionieren. Wenn das geht, dann den BD139 dazu, wieder testen und dann einzeln die beiden "Dicken" TIP. Langsam komplexer werden, hilft rauszufinden, wo es genau hakt.
Gerd E. schrieb: > Schau Dir mal D2 an, ist die richtig rum drin? Sieht mir falsch aus. > > Ansonsten erscheinen mir C6 und C7 ein wenig groß, dafür sollten eher > direkt an die beiden Ausgänge Kondensatoren hin, ich würde aus dem Bauch > raus mal so 10 bis 47µF probieren.
Gerd E. schrieb: > Gerd E. schrieb: >> Schau Dir mal D2 an, ist die richtig rum drin? Sieht mir falsch aus. >> >> Ansonsten erscheinen mir C6 und C7 ein wenig groß, dafür sollten eher >> direkt an die beiden Ausgänge Kondensatoren hin, ich würde aus dem Bauch >> raus mal so 10 bis 47µF probieren. Diode ist schon richtigrum, aber 330µF sind in der Tat viel zu viel. Die Hersteller empfehlen 10µF.
H. H. schrieb: > Gerd E. schrieb: > Diode ist schon richtigrum, aber 330µF sind in der Tat viel zu viel. Die > Hersteller empfehlen 10µF. Die 330uF sollen dafür da sein, das die Spannung langsam hochgefahren wird und nicht ruckartig. In der Simulation hat das auch einwandfrei geklappt. Habe die Kapazität nur erhöht damit diese langsamer hochfährt. Das ganze ist ein Netzteil für eine JLH Endstufe.
Dirk schrieb: > An ein einzelnen Bauteil kann es glaube ich auch nicht liegen, da ich 2 > von den Netzteilplatinen aufgebaut habe und der Fehler bei beiden > auftritt. Klingt aber auch nach Fehler im Layout.
Der negative Regler ist in der Regel "schwingungsfreudiger" als der positive Regler. Ein Oszi wird vermutlich nicht greifbar sein. Aber Du könntest mit dem Digitalmultimeter an ein paar Stellen die Spannungen kontrollieren. Einige Digitalvoltmeter können im AC-Bereich doch etwas mehr messen als gedacht und bekommt so noch heraus, ob die Schaltung schwingt oder nicht.
Es fehlen auch die Schutzdioden D2, wie in diesem Bild gezeigt wird: https://www.mikrocontroller.net/attachment/6324/schaltung.jpg
Wobei man für Endstufen gar nicht stabilisieren sollte. Nur dicke Elkos reichen aus. Sonst fehlt der Wums beim Bass und Schlagzeug. PS: In der Goldohrenschaltung ist aber C5 und C6 verbaut. In dem Schaltplan von dem TO ist gar kein C vorhanden.
:
Bearbeitet durch User
Thomas B. schrieb: > Wobei man für Endstufen gar nicht stabilisieren sollte. > Nur dicke Elkos reichen aus. > Sonst fehlt der Wums beim Bass und Schlagzeug. > > PS: > In der Goldohrenschaltung ist aber C5 und C6 verbaut. > In dem Schaltplan von dem TO ist gar kein C vorhanden. Doch, aber die sind auf einer Extra Platine. Der gesamte Schaltplan sieht wie oben dann aus. :-)
Thomas B. schrieb: > Wobei man für Endstufen gar nicht stabilisieren sollte. Dann hören die Goldohren wieder den Brumm der schlecht geschirmten Netzzuleitung...
Dirk schrieb: > https://www.mikrocontroller.net/attachment/694778/Netzteil-komplett.jpg Jetzt wirds völlig absurd.
Dirk schrieb: > Einer vielleicht eine Idee / Vorschlag ? Der Ausgangs-Elko eines integrierten Spannungsreglers ist nach Hersteller-Empfehlung zu dimensionieren. Er ist Bestandteil des (integrierten) Regelkreises und gehört daher direkt zum Aus- gangspin des Reglers und nicht "irgendwohin" ins Abseits positioniert. Auch wenn es sich hier um "Gleichstrom" dreht. Beide Bedingungen sehe ich im Schaltplan nicht erfüllt (siehe 330uF an Widerstand).
Das macht schon Sinn mit den vielen µF an Kondensatoren. Die tiefste Note (leere E-Saite) einer Standard-Bassgitarre hat eine Frequenz von 42,1 Hz. Bei Fünfsaitern reicht der Grundton der tiefen H-Saite sogar hinab bis auf etwa 30,9 Hz. Die 66mF ergeben ein sehr hohes PMO (1200W) für die Entladung innerhalb von zwei Halbwellen des tiefsten Basses. Bei einer Vollbrücke an 4 Ohm Boxen könnten also 10A durchgejagt werden. D.h. 0,2s würden die Kondensatoren helfen zu überbrücken. Wer das macht, hat bereits geschädigte Ohren. Da ist nix mehr mit Goldohren.
Dieter D. schrieb: > Das macht schon Sinn mit den vielen µF an Kondensatoren. Aber nicht wenn sich die Elkos auf einer Extraplatine befinden und womöglich noch mit 2x 30 cm langen Drähten mit dem Netzteilboard verbunden sind!
Hallo Dirk. Dirk schrieb: >> Die Pinnummerierung beider Regler scheint mir suspekt, ich habe diese >> anders im Kopf. >> >> Old-Papa > > Laut Datenblatt : > LM317 1 2 3 = ADJ OUT IN > LM337 1 2 3 = ADJ IN OUT > > die Pins hat mir KiCAD so vorgegeben. Auch wenn ich zugegebenermassen KiCAD Fan bin, so würde ich den Pinnummerierungen (und anderem) aus den Bibliotheken eines CAD Programmes nicht blind vertrauen. Massgeblich sind die Datenblätter des Herstellers. Ich habe früher auch oft Symbol und Footprint Bibliotheken für KiCAD geschrieben, und im Nachhinein dort Fehler gefunden. Fehler passieren halt. Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de
Dieter D. schrieb: > Das macht schon Sinn mit den vielen µF an Kondensatoren. Im S-Bahn-Zimmer bestimmt...
Hoffentlich baust du das auch symmetrisch auf. Also bei den "Screw Terminals" für die negative Spannung auf Linksgewinde achten!
:
Bearbeitet durch User
H. H. schrieb: > Dirk schrieb: >> https://www.mikrocontroller.net/attachment/694778/Netzteil-komplett.jpg > > Jetzt wirds völlig absurd. Mir fehlt da (mindestens) eine Leuchtdiode;-)
:
Bearbeitet durch User
Jörg R. schrieb: > H. H. schrieb: >> Dirk schrieb: >>> https://www.mikrocontroller.net/attachment/694778/Netzteil-komplett.jpg >> >> Jetzt wirds völlig absurd. > > Mir fehlt da (mindestens) eine Leuchtdiode;-) Glühlampe! Mit Kohlefaden!
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.



