Hallo! Auf dieser Platine ist leider ein Bauteil durchgebrannt. TR6, ich hab’s schon ausgelötet. TR4 und TR1 sind baugleich (TR4 hab ich zu testzwecken auch gerade ausgelötet). Leider komm ich bei der Bestimmung nicht weiter. Hier einmal alle Daten: Hisense WFHV9014 Waschmaschine Typenschild siehe Bilder Bauteil hat keinerlei Aufschrift, 3 Pins, ein großer oben, zwei kleine unten ~5mmx2mm Messungen ergeben zwischen beiden kleinen Pins ~0,55V in beide Richtungen. Kombinationen mit dem großen Pin allesamt OL. Kann und mag mir jemand bitte helfen? Liebe Grüße Cordt
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Das sind Triacs. Und wenn du die mit Aceton putzt, dann wird auch ein Marking zu sehen sein. Und bloßes Ersetzen wird nicht reichen, du musst auch die Ursache beseitigen.
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Und wenn er die Leiterbahnen auf der Platine gelassen hätte, könnte er sogar wieder neue Triacs einlöten. :)
Danke! Leider bringt Aceton nichts zum Tage. Das Bauteil bleibt schwarz… Was für ein Triac in Sot-89 kommt denn hier in Frage? Was könnte denn die Ursache fürs Durchbrennen sein, bzw wo fang ich am Besten an zu suchen? Bisher dachte ich einfach beim Schleudern war die Spannung zu hoch (aber, ja, auch dagegen ließe sich ja etwas tun)
Naja, wenn man ein totes Pferd vor sich liegen hat und wissen will woran es gestorben ist, schaut man sich erstmal das ganze Tier an. Und fängt nicht damit an, die Leber zu braten. :) Wichtige Fragen sind: Was tut nicht mehr an der Waschmaschine, seit wann tut es nicht mehr und was tut sie jetzt. Was das kaputte Triac geschaltet hat, kann man durchklingeln. Wenn das z.B. die verklemmte Laugenpumpe war oder ein verrostetes Magnetventil, könnte das die Ursache sein. Es könnten aber auch durch eien Fehler in der Trafostation 400V an der ganzen Maschine angelegen und alles geröstet haben. Das Triac wäre dann die Kuh Elsa (siehe Didi Hallervorden, "Die Kuh Elsa")
Das Modul gibt es doch im Web für 60 - 80 Euro. Wozu dann die ganze Arbeit mit fragwürdigen Ausgang ? Eventuell das Typenschild etwas schärfer als eigenständiges Foto hier mit angeben. Die Ursache muss aber vor den Ersatz geklärt werden - sonst u.U. wieder "Peng". Also Anschlussleitungen / Kabelbaum verfolgen und den angeschlossenen Übeltäter ausfindig machen. Bei teamhack.de hast Du mehr Chancen Hilfe bzw. Ersatz zu finden. Was hat dann die Maschine gekostet - lohnt der ganze Aufwand überhaupt, oder nur "Just for Fun". P.S. die Leiterbahnen auf der "Presspappe" zu flicken wird auch nicht ohne sein und bei Netzspannungsbezug würde ich die Platine gleich entsorgen.
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Cordt schrieb: > Was für ein Triac in Sot-89 kommt denn hier in Frage? Jeder mit 800V, die meisten halten nur 1A aus, BT134W-800EF Triac 800V 2A Igt: 10mA Ifsm: 25A . Die Schaltung wird so aufgebaut sein, dass auch snubberless funktioniert. > Was könnte denn die Ursache fürs Durchbrennen sein, Kurzschluss am Verbraucher, Wasser.
Andreas S. schrieb: > Das Modul gibt es doch im Web für 60 - 80 Euro. > Wozu dann die ganze Arbeit mit fragwürdigen Ausgang ? Die Tiefe der Fragen hier paßt immer seltener zum vorhandenen Grundlagenwissen. Dürfte jetzt ein halbes Dutzend verschiedener "Reparaturversuche" sein, wo jemand (ich hoffe es sind wirklich unterschiedliche Personen und nicht nur unterschiedliche Accounts) genau ein Bauteil rausgreift, das nach seiner Meinung kaputt, überlastet oder übermüdet aussieht und eine halbe Seite lang erklären, warum genau das die Ursache für ihr defektes Gerät ist. Nach ein paar Rückfragen stellt sich dann heraus, daß sie nichtmal mit einem Multimeter umgehen können und das Problem natürlich ganz woanders lag. > Die Ursache muss aber vor den Ersatz geklärt werden - sonst u.U. > wieder "Peng". Bei Miele gabs mal ein "schönes" Fehlerbild: Durch unwuchtig bestückte Trommel brennt ein dicker Triac und 2, 3 Nebenbauteile durch. Sonst ist nix kaputt, läßt sich für 10, 20 Euro reparieren. Miele will natürlich die ganze Platine für 400 Euro austauschen. Klar, wenn sie's kundenfreundlich wöllten, hätten sie eine Sicherung an der Stelle eingebaut. Aber dazu muß man halt genau wissen, um was es geht, und nicht wilde geistige Kurzschlüsse abfeuern, wie es die meisten dieser Fehlercowboys in letzter Zeit getan haben. > Bei teamhack.de hast Du mehr Chancen Hilfe bzw. Ersatz zu finden. Das sowieso, weil solche Sachen oft Serienfehler bzw. -schwächen sind. Siehe neulich der Temperatursensor in Siemens-Kühlgefrierkombis. > P.S. die Leiterbahnen auf der "Presspappe" zu flicken wird auch > nicht ohne sein Wie schon geschrieben, ich hätte die Lötpads ja drangelassen. :) Soweit ich weiß ist diese helle "Preßpappe" aber oft Glasfaser, also schon eher ordentlich. Ohne daß ichs je näher untersucht hätte.
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Danke für die netten und zustimmenden Zeilen ! Das die Platine aus Glasfaser ist, glaub ich nicht (FR4) - dass ist bei so einen "Billigheimer" kaum zu finden. Ich tippe eher auf FR1 oder FR2 - zumal keine Durchkontaktierungen zu sehen sind. Meines Wissens sind "richtige" Durchkontaktieren nur bei FR4 / Glasfaser möglich. Das erklärt auch, warum sich die Leiterbahnen so schnell abgelöst haben. In Kombination mit zu wenig Erfahrung,unpassenden Werkzeug, zu hoher Temperatur usw. geht dass dann sehr schnell. Den Verweiß auf eine neue Platine habe ich nur eingefügt um den TO zu überzeugen, dass mit seinen Fertigkeiten u.U. ein Neukauf angebrachter ist. Zumal die Platine in diesen Bereich noch "restauriert" werden muss. Auch dass hier Bauteile an 230V "hängen" macht das ganze nicht einfacher und ungefährlicher für Ihn und andere.
Erstmal danke für die ganzen Antworten! Vor allem an H.H. und Michael für die kurzen Klaren! > Das Modul gibt es doch im Web für 60 - 80 Euro. Magst du mir verraten wo ich da gucken muss? Bisher wüsste ich nicht wo ich ein solches Modul bekäme, daher der Ansatz der Reparatur. > Was das kaputte Triac geschaltet hat, kann man durchklingeln. Wenn das z.B. die verklemmte Laugenpumpe war oder ein verrostetes Magnetventil, könnte das die Ursache sein. >Es könnten aber auch durch eien Fehler in der Trafostation 400V an der ganzen Maschine angelegen und alles geröstet haben. Das Triac wäre dann die Kuh Elsa (siehe Didi Hallervorden, "Die Kuh Elsa") Dann werd ich mal mich dran machen herauszufinden, was da dranhängt. Wenn ich fündig wurde, werde ich berichten. Die Variante Fehler im Stromnetz ist gar nicht so abwegig. Ich bin im portugiesischen Hinterland. Die Stabilität ist hier sone Sache… Doch sollte da eigentlich eine der insgesamt vier Sicherungen, die zwischen Hauptanschluss und Waschmaschine liegen, rausfliegen. > In Kombination mit zu wenig Erfahrung,unpassenden Werkzeug, zu hoher Temperatur usw. geht dass dann sehr schnell Tatsächlich ist es meine erste Platine und mein Lötkolben war kaputt und der Nachbar hatte nur einen 100w. Dass er „etwas“ zu heiß wird für solche Arbeiten, durfte ich schnell feststellen. Doch was meint ihr genau? Ich meine, alle leiterbahnen seien noch funktionsfähig. Liege ich da falsch? Am großen Lötpad von TR4 fehlt ein bisschen was, aber das sollte sich doch mit ein bisschen Lötzinn richten lassen oder? Und das rechte kleine lötpad hat sich gelöst, ist aber noch mit der leiterbahn verbunden. Für sowas gibt es doch bestimmt eine simple technik, das wieder zu fixieren oder? Nachtrag: Laut Platinenbeschriftung ist es die Ablaufpumpe. (Wie schön das Claude so viele Sprachen kann :) ) Ich werde sie morgen im Hellen mal durchtesten.
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Cordt schrieb: > Magst du mir verraten wo ich da gucken muss? Bisher wüsste ich nicht wo > ich ein solches Modul bekäme, daher der Ansatz der Reparatur. Das gibt es z.B. hier (auf die schnelle gefunden): https://www.sos-zubehoer.de/elektronische-karte-leistungsmodul-steuer-platine-hisense-gorenje-k2020116-109292.html Versand von DE nach Portugal - dass kann etwas dauern. Ich würde vorher anfragen ob die auch nach Portugal versenden und was dass alles kostet. Die Leiterbahnen kannst Du flicken, wichtig ist nur das der Triac wieder fest mit der Platine verbunden ist bzw. sich nicht von selbst lösen kann. Ein Spazialkleber zum Festkleben von Pads / Leiterbahnen fällt mir spontan nicht ein - der Kleber muss ja mindestens 250 - 300 Grad und mehr aushalten. Ich versuche die Bauteile an den verbleibenden Pads zu fixieren und dann den Rest mit Draht wieder zu verbinden. Idealerweise nimmt man danach zur mechanischen Fixierung noch UV Schutzlack - aber dass wäre für eine einmalige Sache etwas zu viel Die fehlenden Leiterbahnen können mit etwas Draht (ich denke 0,8 oder 1mm Durchnesser ist ausreichend) geflickt werden. Lackdraht aus einen alten Trafo etc. wäre ideal - so hat man eine Isolierung auf der Länge und nur Kontakt da wo er sein soll. An den Enden muss vor dem Löten natürlich der Schutzlack entfernt werden. Dabei immer versuchen von Pad zu Pad zu gehen und gut und fest anzulöten. Das Ganze würde ich zum Schluss noch gegen Feuchttigkeit mit Schutzlack versiegeln (das fixiert dann auch Deine Flickerei auf der Platine) z.B. : https://www.ebay.de/itm/185805995735 Die Menge ist reichend - es braucht für eine einmalige Reaparatur keine volle Spraydose für viel Geld :-)
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Andreas S. schrieb: > Ein Spazialkleber zum Festkleben von Pads / Leiterbahnen fällt mir > spontan nicht ein - der Kleber muss ja mindestens 250 - 300 Grad und > mehr aushalten. Man kann auch vorsichtig erst löten und dann die Leiterbahnen mit Epoxidharz festkleistern.
Hab jetzt nicht alles gelesen: Mach beim Ablöten gut reichlich viel Zinn und Flussmittel auf die Kontakte und reihum alles warm aber ohne die Lötkolbenspitze als Meißel zu misbrauchen. dann schwimmt das Bauteil (Triac) von allein runter und der Platine passiert nichts. Werkelt man hingegen da rum und versucht, das Bauteil herunterzuhebeln oder sonstwas, geht einem bei diesem Material schnell die Leiterbahnen und Pads ab. Fürs nächste Mal dann. Gerade bei den SOT89 oder den 223 hat man gut Fläche und bekommt dort ordenltich Zinn als Wärmeträger drauf. Solch "Löthonig" sollte man sich dann auch mal zulegen, wenn man sowas öfters machen will/muss. https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/flussmittelgel_flutschi_fl_22_no-clean_5_ml-32673 (Gibts bestimmt auch billiger irgendwo) Wenn Du aber nur mal eben da was tauschen willst, würde ich jemanden fragen, der das für mich macht. Ich ziehe auch keine Kalksteinwand hoch oder verputze meinen Balkon neu, weil ich mit der Stuhllehne gegen die Wand gerammelt bin und nun ein (kleines) Loch in der Fassade klafft. Und wenn doch, siehts eben am Ende Kacke aus ( siehts auch 🙄 ). Muss ich mit leben.
Andreas S. schrieb: > Das die Platine aus Glasfaser ist, glaub ich nicht (FR4) - > dass ist bei so einen "Billigheimer" kaum zu finden. > Ich tippe eher auf FR1 oder FR2 - zumal keine Durchkontaktierungen zu > sehen sind. Ich hatte jetzt mal eine so aussehende Leiterplatte in der Hand, wenn auch nicht aus einer Waschmaschine. Das Webmuster auf der Oberseite, das nach (Glas)fasermatte aussieht, ist einfach nur so eingeprägt. Vielleicht gibts ja einen technischen Grund, weil Optik fürs Marketing kann ich mir in den Untiefen eines Geräts nicht vorstellen. Und beim Durchbrechen sind keinerlei Fasern zu erkennen. Also tatsächlich nur Hartpappe.
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Wollvieh W. schrieb: > Also tatsächlich nur Hartpappe. Hier gab es mal im Forum eine Diskussion zu diesen Thema - Hartpapier hat nicht die mechanischen Vorraussetzungen für das Durchkontaktieren - es ist für die Galvanik nicht formstabil genug. Aber dass können die Profis hier im Forum besser erklären.
Wollvieh W. schrieb: > Das Webmuster auf der Oberseite, das nach (Glas)fasermatte aussieht, ist > einfach nur so eingeprägt. Nö, da sind auf beiden Seiten dünne, gewebeverstärkte Lagen, und in der Mitte eine dicke Papierlage.
Andreas S. schrieb: > Hartpapier hat nicht die mechanischen Vorraussetzungen > für das Durchkontaktieren Quillt zu stark.
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