Guten Abend, Heute habe ich einen angeblich neuen Satz 6P45S aus der Ukraine bekommen. Diese sollten in meinen DIY Aidioverstärker als Endröhren verbaut werden. Da ich ich gleich etwas Ersatz beschaffen wollte, habe ich gleich 4 Stück bestellt. Nun haben alle Röhren so kleine Risse wie im Bild an unterschiedlichen Stellen,einmal Horizontal das andere mal Vertikal. Ich habe ehrlich gesagt Angst sie zu verbauen da bei 35W Verlustleistung richtig viel Wärme entsteht. Kenn jemand solche Fehlerbilder von Röhren? Auf dem einen Bild ist es klar das ist ein eindeutiger Riss der kam schon so vom Absender bei mir an. Ich befürchte das die anderen auch noch so extrem einreißen werden.
Sieht für mich eher nach Kratzer aus. Solange der Getter noch sibrig glänzt, würde ich die verwenden. Wird der Getter weiß, wäre es wirklich ein Riß und damit die Röhre Schrott.
Auf den ersten Foto sehe ich einen Kratzer. Auf dem zweiten Foto eine schlampige Verschmelzung von Sockel und Kolben. Setzt die Dinger ein.
Markus R. schrieb: > Auf dem einen Bild ist es klar das ist ein eindeutiger Riss Ein Riss würde durchgehen, d.h. man müsste bei schrägem Blick zwei nebeneinander liegende Linien sehen, die von der Innen- und die von der Außenseite. Außerdem müssten an einer Rissfläche die Glas-Luft Grenzflächen Licht spiegeln.
Solange die Röhre oben nicht weiß wird, hat sie noch keine Luft gezogen. Für weitere Erkenntnisse ist Jogis Röhrenbude wieder da. https://www.jogis-roehrenbude.de/Neues.htm
Rainer W. schrieb: > Außerdem müssten an einer Rissfläche die Glas-Luft Grenzflächen Licht > spiegeln. Aber genau das macht es ja ist auf dem Bild schlecht zu sehen. In einem anderen Winkel ist eine deutliche Reflektion entlang des "Risses" zu sehen. Unter der Lupe sieht es aus als wäre der Riss nur an der Innenseite. Ein Kratzer schließe ich auf Grund der Spiegelung aus.
Solche tiefen Kratzer wie auf dem zweiten Foto können nach vielfacher Wechselbelastung durch Aufwärmen und Abkühlen dann weiter gehen und tatsächlich einen Riss bilden. Nicht umsonst wird zum Öffnen einer Bildröhre zwecks Überholung der Elektronenkanaone erst mal kreisförmig eingritzt, dann durch vorsichtiges und geübtes Klopfen der Riss voran getrieben, bis das System heraus gezogen werden kann ohne weitere Beschädigungen. Eigentlich sind die mangelhaft, hoffentlich zum Ausschusspreis erstanden. "Carglass reparierts!" https://www.tubeampdoctor.com/6p45s/6p45s-c-svetlana-aka.-el509/el519 Achja, die früher in Zeilenendstufen von Farbfernsehern verwendet wurde als P-Typ. mfg
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Bearbeitet durch User
Wenn eine Röhre erstmal Luft gezogen hat, hört die Elektronenemission schlagartig auf, der Anodenstrom fällt ins Bodenlose und die Röhre bleibt kalt. Mehr passiert da nicht. Kannst Du also in jedem Falle gefahrlos ausprobieren.
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Wolfgang R. schrieb: > Das zweite Foto sieht für mich eindeutig nach Riss aus. Nö, und wer schon selbst an der Glasdrehbank gearbeitet hat, der kennt sowas.
Wolfgang R. schrieb: > Mark S. schrieb: >> der Anodenstrom fällt ins Bodenlose > > Nicht wirklich, nur auf Null. So ein Mist, wieder keine "freie" Energie.
>> der Anodenstrom fällt ins Bodenlose > Nicht wirklich, nur auf Null. Alles eine Frage der Spannung. Irgendwann steigt er auch wieder.
Ben B. schrieb: > Alles eine Frage der Spannung. Wennn der Glaskolben natürlich innere mechanische Spannungen haben sollte, ist angeritztes Glas ein Schwachpunkt. Wegen 25€ würde ich keinen Aufstand machen, sondern als Forschung betrachten.
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