Hallo Leute, ich habe ein seltsames WLAN-Phänomen auf 2,4GHz. Mein Internet am Kabel ist super (10ms latency). Das WLAN steigt leider ständig aus (oft 150-1000ms latency) und bis zu 50 Aussetzer/Tag. Die BNETZA war bereits da und hatte am Anfang einen starken Verdacht und auch etwas Verdächtiges am Analyzer gesehen. Der Verdacht ließ sich aber wohl nicht konkret erhärten. Zuerst hatten sie breite ca. 0,5s lange Pulse gemessen, die aber wohl im Rahmen von WLAN erlaubt wären. Zudem sei das Signal zu kurz um es zu orten. Einzige Empfehlung war jetzt selbst aufzurüsten um das WLAN zu stabilisieren. Ein Wechsel auf 5GHz klappt leider aufgrund einiger Geräte systembedingt nicht zufriedenstellend. Dann stellte sich während des Termins heraus: Ein Nachbar betreibt ein NVR-Videosystem. Dieses scheint eventuell mein WLAN unregelmäßig zu stören, was zu WLAN Abbrüchen führt. Aber solange es nicht zu stark ist gäbe es keine Handhabe. Was bereits getestet wurde: Bei ausgeschaltetem eigenen Router empfange ich das NVR-Netz des Nachbarn mit voller Leistung (drei Balken am Iphone). Direkt am eigenen Router messe ich mit der Umgebungssuche des Telekomrouters -65dB des NVRs. Dieses NVR-Signal dominiert die Umgebung sobald es auftaucht. Zwischen NVR-Sendeantenne der Kamera des Nachbarn und meinem Router liegen knapp 80m und zwei dichte Mauern (keine direkte Sichtverbindung). Wenn ich meinen Router mit einer Lage Alufolie komplett einhülle (fugendicht umschlossen) messe ich den NVR immer noch mit -74dB. Was kann das bedeuten? Also fange ich mir dann leitungsgebundene Störungen über die Kabel ein die zum Router führen? Wer kann hier noch helfen? Die Telekom? Vielleicht ließt hier ja jemand vom Fach mit. Viele Grüße und vielen Dank schon einmal Alex
Alexander H. schrieb: > Zwischen NVR-Sendeantenne der Kamera des Nachbarn und meinem Router > liegen knapp 80m und zwei dichte Mauern (keine direkte Sichtverbindung). Alexander H. schrieb: > Direkt am eigenen Router messe ich mit der Umgebungssuche des > Telekomrouters -65dB des NVRs. Das kann schon passen. Wenn seine Aussenkamera mit den maximal erlaubten 100mW EIRP sendet, kommen an Deiner Hauswand noch bis zu -58dBm an. Alexander H. schrieb: > Wer kann hier noch helfen? Die Telekom? Ein Kanalwechsel. Auf Überlappungen achten (1/6/11 oder 1/5/9/13).
Habe alle Kanalvarianten durch. Nichts hilft. Kann hier jemand (der vielleicht beruflich damit zu tun hat) erklären, warum der Router selbst mit Alukäfig das NVR Signal einfängt?
NVR benutzt fallweise auch WLAN. Das ist also nix exotisches. Wenn die Geräte des Nachbarn dein eigenes WLAN wegblasen, dann hören sie es wohl nicht. Du müsstest also an deinen Router/ Accesspoint parallel(!) eine zweite Antenne anschliessen, die dein Signal den Geräten des Nachbarn näher bringt. Es muss das selbe Signal sein, dass du auch im Haus benutzt. Wenn der Kanal dann durch dich belegt ist, werden sie dann dafür Ruhe geben. Zu WLAN-Anfangszeiten konnte ich auf meinem Router 1 mW einstellen, und hatte eine ausreichende Abdeckung im ganzen Haus. Daraus sind mittlerweile 6 Accesspoints geworden... Was zum Teil natürlich auch den wesentlich schnelleren WLAN-Standards Rechnung trägt.
Alexander H. schrieb: > Habe alle Kanalvarianten durch. Nichts hilft. Siehst Du denn sein NVR-Zeug auf mehreren Kanälen? Wenn nicht, ist es eher unwahrscheinlich, dass es daran liegt - es sei denn, er betreibt zusätzlich zum WLAN-Zeug noch analoge Kameras, die senden nämlich auch in dem Bereich. Im 2.4GHz-Band ist heutzutage so viel los, dass Du ernsthaft über einen Wechsel auf 5GHz nachdenken solltest, ansonsten musst Du mit Retries (und den damit verbundenen Latenzen) leben. Alexander H. schrieb: > Kann hier jemand (der vielleicht beruflich damit zu tun hat) erklären, > warum der Router selbst mit Alukäfig das NVR Signal einfängt? Deine Alukonstruktion war halt kein perfekter Faradayscher Käfig. Aber immerhin 9dB Dämpfung, es blieb also nur noch 1/8 des Pegels übrig. Sofern Deine "Gegner" WLAN-Geräte sind, ist das Abschirmen ohnehin nicht zielführend. WLAN funktioniert am besten, wenn sich alle Teilnehmer untereinander hören können, damit sie aufeinander Rücksicht nehmen können, Stichwort Hidden-Node-Problem. Und wenn Du keinen freien überlappungsfreien Kanal findest, solltest Du Dich deshalb auf denselben setzen wie das NVR-Gerät, nicht knapp daneben.
Hmmm schrieb: > ... noch analoge Kameras, die senden nämlich auch > in dem Bereich. Dagegen hülft es recht wirksam, die Beaconrate der eigenen Accesspoints auf 21 ms zu stellen. ☺ So eine "Hamsterkamera" ist hier auch mal aufgetaucht. Und hat mit ihrem Dauerträger mein WLAN gleich ganz abgeknipst.
Hallo, Ich würde als erstes mal mit dem Nachbarn reden, ob er nicht mal seine Kameras für 2 Tage deaktivieren kann, damit du testen kannst, ob es wirklich daran liegt.
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