Hallo Leute, ich habe ein seltsames WLAN-Phänomen auf 2,4GHz. Mein Internet am Kabel ist super (10ms latency). Das WLAN steigt leider ständig aus (oft 150-1000ms latency) und bis zu 50 Aussetzer/Tag. Die BNETZA war bereits da und hatte am Anfang einen starken Verdacht und auch etwas Verdächtiges am Analyzer gesehen. Der Verdacht ließ sich aber wohl nicht konkret erhärten. Zuerst hatten sie breite ca. 0,5s lange Pulse gemessen, die aber wohl im Rahmen von WLAN erlaubt wären. Zudem sei das Signal zu kurz um es zu orten. Einzige Empfehlung war jetzt selbst aufzurüsten um das WLAN zu stabilisieren. Ein Wechsel auf 5GHz klappt leider aufgrund einiger Geräte systembedingt nicht zufriedenstellend. Dann stellte sich während des Termins heraus: Ein Nachbar betreibt ein NVR-Videosystem. Dieses scheint eventuell mein WLAN unregelmäßig zu stören, was zu WLAN Abbrüchen führt. Aber solange es nicht zu stark ist gäbe es keine Handhabe. Was bereits getestet wurde: Bei ausgeschaltetem eigenen Router empfange ich das NVR-Netz des Nachbarn mit voller Leistung (drei Balken am Iphone). Direkt am eigenen Router messe ich mit der Umgebungssuche des Telekomrouters -65dB des NVRs. Dieses NVR-Signal dominiert die Umgebung sobald es auftaucht. Zwischen NVR-Sendeantenne der Kamera des Nachbarn und meinem Router liegen knapp 80m und zwei dichte Mauern (keine direkte Sichtverbindung). Wenn ich meinen Router mit einer Lage Alufolie komplett einhülle (fugendicht umschlossen) messe ich den NVR immer noch mit -74dB. Was kann das bedeuten? Also fange ich mir dann leitungsgebundene Störungen über die Kabel ein die zum Router führen? Wer kann hier noch helfen? Die Telekom? Vielleicht ließt hier ja jemand vom Fach mit. Viele Grüße und vielen Dank schon einmal Alex
Alexander H. schrieb: > Zwischen NVR-Sendeantenne der Kamera des Nachbarn und meinem Router > liegen knapp 80m und zwei dichte Mauern (keine direkte Sichtverbindung). Alexander H. schrieb: > Direkt am eigenen Router messe ich mit der Umgebungssuche des > Telekomrouters -65dB des NVRs. Das kann schon passen. Wenn seine Aussenkamera mit den maximal erlaubten 100mW EIRP sendet, kommen an Deiner Hauswand noch bis zu -58dBm an. Alexander H. schrieb: > Wer kann hier noch helfen? Die Telekom? Ein Kanalwechsel. Auf Überlappungen achten (1/6/11 oder 1/5/9/13).
Habe alle Kanalvarianten durch. Nichts hilft. Kann hier jemand (der vielleicht beruflich damit zu tun hat) erklären, warum der Router selbst mit Alukäfig das NVR Signal einfängt?
NVR benutzt fallweise auch WLAN. Das ist also nix exotisches. Wenn die Geräte des Nachbarn dein eigenes WLAN wegblasen, dann hören sie es wohl nicht. Du müsstest also an deinen Router/ Accesspoint parallel(!) eine zweite Antenne anschliessen, die dein Signal den Geräten des Nachbarn näher bringt. Es muss das selbe Signal sein, dass du auch im Haus benutzt. Wenn der Kanal dann durch dich belegt ist, werden sie dann dafür Ruhe geben. Zu WLAN-Anfangszeiten konnte ich auf meinem Router 1 mW einstellen, und hatte eine ausreichende Abdeckung im ganzen Haus. Daraus sind mittlerweile 6 Accesspoints geworden... Was zum Teil natürlich auch den wesentlich schnelleren WLAN-Standards Rechnung trägt.
Alexander H. schrieb: > Habe alle Kanalvarianten durch. Nichts hilft. Siehst Du denn sein NVR-Zeug auf mehreren Kanälen? Wenn nicht, ist es eher unwahrscheinlich, dass es daran liegt - es sei denn, er betreibt zusätzlich zum WLAN-Zeug noch analoge Kameras, die senden nämlich auch in dem Bereich. Im 2.4GHz-Band ist heutzutage so viel los, dass Du ernsthaft über einen Wechsel auf 5GHz nachdenken solltest, ansonsten musst Du mit Retries (und den damit verbundenen Latenzen) leben. Alexander H. schrieb: > Kann hier jemand (der vielleicht beruflich damit zu tun hat) erklären, > warum der Router selbst mit Alukäfig das NVR Signal einfängt? Deine Alukonstruktion war halt kein perfekter Faradayscher Käfig. Aber immerhin 9dB Dämpfung, es blieb also nur noch 1/8 des Pegels übrig. Sofern Deine "Gegner" WLAN-Geräte sind, ist das Abschirmen ohnehin nicht zielführend. WLAN funktioniert am besten, wenn sich alle Teilnehmer untereinander hören können, damit sie aufeinander Rücksicht nehmen können, Stichwort Hidden-Node-Problem. Und wenn Du keinen freien überlappungsfreien Kanal findest, solltest Du Dich deshalb auf denselben setzen wie das NVR-Gerät, nicht knapp daneben.
Hmmm schrieb: > ... noch analoge Kameras, die senden nämlich auch > in dem Bereich. Dagegen hülft es recht wirksam, die Beaconrate der eigenen Accesspoints auf 21 ms zu stellen. ☺ So eine "Hamsterkamera" ist hier auch mal aufgetaucht. Und hat mit ihrem Dauerträger mein WLAN gleich ganz abgeknipst.
Hallo, Ich würde als erstes mal mit dem Nachbarn reden, ob er nicht mal seine Kameras für 2 Tage deaktivieren kann, damit du testen kannst, ob es wirklich daran liegt.
Es war vorher alles gut. Wenn der NVR aus ist läuft das WLAN. Auf dem Analyzer der BENETZA waren alle 10-30s starke Pulse zu sehen (massiv stärker als das eigene WLAN). Diese NVRs senden wohl auch große Datenpakete die zu diesen Störungen führen können. Hier hätte ich seitens der Behörde Klarheit erwartet, besonders nach dem Test mit der Alufolie, da sie hierzu keine Erklärung hatten. Falls jemand grenzwertig sendet, müssten sie auf jede Messung 10dB Toleranz rechnen (hatte nach Sendeleistung gefragt), daher könnten sie oft nichts unternehmen. Diese Toleranz klingt aber total unsinnig (Faktor 10 möglich?!). Bin mal auf den Bericht gespannt.
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Alexander H. schrieb: > Auf dem Analyzer der BENETZA waren alle 10-30s starke Pulse zu sehen > (massiv stärker als das eigene WLAN). Hast Du auch Zahlen dazu? Kannst Du ausschliessen, dass da irgendein WLAN- oder auch Bluetooth-Gerät von Dir gesendet hat, z.B. das Smartphone in der Hosentasche? Alexander H. schrieb: > Diese NVRs senden wohl auch große Datenpakete die zu diesen Störungen > führen können. Die NVRs senden nicht viel, die daran angeschlossenen Kameras sind das Problem. Bei 2.4GHz dürften die noch 802.11n verwenden, da reichen wenige 4K-Streams, damit auf dem Kanal nicht mehr viel anderes laufen kann. Wenn dann noch dazukommt, dass sich nicht alle Geräte untereinander hören können (was bei 80m Distanz zum Nachbarn sehr wahrscheinlich ist), senden sie mitunter durcheinander, was dann zu Retries führt, also dazu, dass das ganze auch noch mehrfach gesendet werden muss. Alexander H. schrieb: > Hier hätte ich seitens der Behörde Klarheit erwartet, besonders nach dem > Test mit der Alufolie, da sie hierzu keine Erklärung hatten. Was willst Du da für Klarheit haben? Ich habe Dir weiter oben erläutert, warum der Messwert ohne Folie nicht unbedingt für zuviel Sendeleistung spricht. Wieviel Dämpfung Deine Alufolie erreicht oder eben nicht erreicht, interessiert die BNetzA nicht. Alexander H. schrieb: > Diese Toleranz klingt aber total unsinnig (Faktor 10 möglich?!). Auch wenn Du es offenbar nicht akzeptieren willst: Für eine zuverlässige Datenübertragung mit niedriger Latenz ist das 2.4GHz-Band insbesondere in dicht besiedelten Gebieten völlig ungeeignet.
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Die Alufolie als Faradayscher Käfig sollte eigentlich so viel Dämpfung haben, dass da nichts mehr ankommt. Kann ja jeder mal testen. Sämtliche WLAN Netze der Nachbarschaft sind dann nicht mehr zu sehen, der NVR taucht nach wie vor auf, das spricht eher für viel Leistung. Übrigens stimmt die Aussage mit den 10dB Toleranz nicht, die Leistung ist streng auf 100mW beschränkt. Vielleicht ist der Router ja defekt. Daher lass ich das mal von der Telekom checken (und ob irgendeine Zuleitung das Signal des NVR einstreut).
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Alexander H. schrieb: > Sämtliche WLAN Netze der Nachbarschaft sind dann nicht mehr zu sehen, > der NVR taucht nach wie vor auf, das spricht eher für viel Leistung. Nochmal: Ohne Folie misst Du -65dBm. Wenn er in 80m Entfernung mit den erlaubten 100mW EIRP sendet, kommen an Deiner Hauswand bis zu -58dBm (FSPL, also kein Abzug für Bäume, Niederschlag o.dgl.) an. Bleiben noch 7dB für die Hauswand oder das Fenster, das kann hinkommen. Was Du mit Folie misst, hat keinerlei Aussagekraft. Die Vorschriften beziehen sich auf EIRP, nicht darauf, was unter Alexanders Router-Aluhut ankommt. Alexander H. schrieb: > Übrigens stimmt die Aussage mit den 10dB Toleranz nicht, die Leistung > ist streng auf 100mW beschränkt. Sie haben von der Toleranz beim Messen gesprochen. Bei Geschwindigkeitsmessungen werden auch immer ein paar km/h Toleranz abgezogen. Das bedeutet nicht, dass Du schneller fahren darfst, aber wenn Du es tust, bleibt es in diesem Bereich ohne Konsequenzen. Alexander H. schrieb: > Vielleicht ist der Router ja defekt. Das ist zwar nicht völlig ausgeschlossen, aber ich denke, das Problem ist eher Dein mangelndes Wissen über ISM-Bänder und CSMA/CA. Alexander H. schrieb: > Signal des NVR Ich glaube, mit Dir ist jegliche Diskussion zwecklos. Du liest nur das, was Du lesen willst, und ignorierst sowohl Erklärungen als auch Nachfragen. Ob die Kameralösung auf mehreren WLAN-Kanälen sendet, hast Du z.B. bis jetzt nicht beantwortet. Edit: Der Screenshot im Telekom-Forum, den Du uns vorenthalten hast, zeigt, dass der NVR des Nachbarn nur auf Kanal 1 sitzt, Dein eigenes Netz auf Kanal 6. Das spricht dafür, dass Dein Problem nicht damit zusammenhängt.
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Diese NVRs sind oft Breitbandstörer und halten sich an keine Normen. Nochmal: es gibt es keine Toleranz im Leistungsbereich. In den relevanten Normen (z. B. ETSI EN 300 328 für WLAN) ist eine maximale Sendeleistung von 100mW als oberer Grenzwert definiert. Messunsicherheit 1-2dB. Erkläre doch bitte warum Du das anders siehst.
Alexander H. schrieb: > Diese NVRs sind oft Breitbandstörer und halten sich an keine Normen. Wenn das Ding von Deinem Router angezeigt wird, ist es (wie schon seit vielen Jahren Stand der Technik) WLAN-basiert. Analoge Kameras sind breitbandige Störsender, aber die kann Dein Router nicht anzeigen, und sie würden auch nicht zu Peaks in Intervallen von 10-30 Sekunden führen. Alexander H. schrieb: > In den relevanten Normen (z. B. ETSI EN 300 328 für WLAN) ist eine > maximale Sendeleistung von 100mW als oberer Grenzwert definiert. Korrekt. Alexander H. schrieb: > Erkläre doch bitte warum Du das anders siehst. Nicht ich habe gesagt, dass sie bei ihren Messungen 10dB Toleranz abziehen müssen, sondern die Mitarbeiter der BNetzA. Unplausibel ist es nicht, denn für präzise Messwerte müssten sie schon direkt an der Quelle messen. Aber mit wieviel Leistung das Ding sendet, ist ohnehin ziemlich egal, da es auf einem anderen und überlappungsfreien Kanal sendet. Und jetzt bin ich raus hier. Es ist alles gesagt, weiteres Gejammer ertrage ich nicht.
Soso… Leistung ist egal.😀 Und immer wieder interessant, dass hier gleich eine Bewertung („Aluhut") stattfindet. Irgendjemand muss sich jetzt halt drum kümmern, wenn mein Anschluss nicht funktioniert. Wenn die Telekom zB.Störsignale auf einer Leitung zum Router findet, müssen die ja da irgendwie reinkommen, das geht nicht durch Zauberhand. Ein Router hat normalerweise interne Antennen, eine Zuleitung sollte keine Antenne ersetzen, außer es ist mehr Leistung im Spiel oder der Router ist defekt. Dann muss die BNETZA eben nochmal anrücken.😀
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Alexander H. schrieb: > Wer kann hier noch helfen? "Breitband-Datenübertragungsgeräte dürfen keine schädlichen Störungen bei einem Funkdienst verursachen und haben keinen Anspruch auf Schutz gegen funktechnische Störungen dieser Geräte durch Funkdienste." "Die oben genannten Frequenzbereiche werden auch für andere Funkanwendungen genutzt. Die Bundesnetzagentur übernimmt keine Gewähr für eine Mindestqualität oder Störungsfreiheit des Funkverkehrs. Es besteht kein Schutz vor Beeinträchtigungen durch andere bestimmungsgemäße Frequenznutzungen. Insbesondere sind bei gemeinschaftlicher Frequenznutzung gegenseitige Beeinträchtigungen nicht auszuschließen und hinzunehmen." https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/Frequenzen/Allgemeinzuteilungen/_DL/MobilfunkDectWlanCBFunk/2013_10_WLAN_2,4GHz_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=2
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Alexander H. schrieb: > Irgendjemand muss sich jetzt halt drum kümmern, wenn mein Anschluss > nicht funktioniert. Naja, 2.45Ghz ist ein ISM Band. Wenn der Störer jetzt kein "Funkgerät" ist, sondern irgend ein anderes Gerät, dann darf der dich per Definition in diesem Band stören. Was ich dagegen schon gehabt habe ist z.B. ein kaputter Accesspoint, der von einem Tag auf den anderen stundenweise quasi garnichts ins Internet routen wollte. Daher die Frage: Wurde der Telekom router schonmal getauscht? Es gibt für Handys so WLAN analyzer. Die zeigen dir an, welche Netze auf welchen Kanälen arbeiten. Schau dir mal an welcher wenig belegt ist. Wenn überall viel los ist, nimm einen, bei dem das andere WLAN stark ist. Im Grenzbereich kann es passieren, dass sich die APs gegenseitig nicht hören und es dadurch zu kollisionen kommt. Übrigens sind Mikrowellen auch ziemlich gute WLAN Killer... die dürfen das auch hochoffiziell. 73
Alexander H. schrieb: > Habe alle Kanalvarianten durch. Nichts hilft. > Auch mit 20 MHz Kanalbreite? Standard sind oft 40 MHz, was fast das halbe 2.4 GHz Spektrum belegt.
Schau mal, ob vielleicht im Moment der Störungen der Mikrowellenherd läuft. Da der ja klassich die Leistung durch langsames Ein und Ausschalten regelt, wären die Peaks im Zeitbereich auch erklärbar. Und Frequenzstabil ist so ein Ding auch nicht. Insbesonders nach dem Einschalten durch Erwärmen läuft die Frequenz im MHz Bereich weg. Ob deiner, oder ein undichtes Exemplar beim Nachbarn. Kein Spaß.
Mal etwas in Richtung OT: Mit Deiner Alufolie hast Du bei UHF keinen effektiven Faraday'schen Käfig. Schau Dir einen UHF-Tuner an. Dickes Blech zwischen den Streifenleitern und trotzdem geht HF durch. Stichwort "Eindringtiefe". Und irgendwo ein Schlitz: Fresneleffekt. Kommt immer noch UHF durch. Mach mal einen simplen Test: Steck Dein Mobiltelefon in eine Blech-Keksdose. Verschließe die gut, so dass Du meinst, die Dose wirkt wie ein Faraday'scher Käfig. Und dann ruf mal Deine eigene Mobiltelefonnummer an. Kannst gerne das Ergebnis hier mitteilen. Bin schon gespannt drauf. UHF abschirmen, da brauchst Du solide Druckgussgehäuse so ab 5 mm Wandstärke. /OT ciao gustav
Hab es mit IPhone SE getestet. Eine Lage Haushaltsalufolie blockiert einen Anruf (WLAN+Mobilfunk) sicher. Ab einem 3cm² Loch kommt dann der Anruf wieder durch. Der Verdacht auf zu hohe Leistungen des Nachbarn bleibt damit aktuell. Wie gesagt, alle anderen Netze verschwinden beim Test. Die BNETZA hat auch gestaunt.
Alexander H. schrieb: > Wer kann hier noch helfen? Du selbst. Wer Funk kennt, nimmt Kabel. Diese simple Grundweisheit musst du nur noch vollständig verinnerlichen und in der Konsequenz physisch umsetzen. Ist nämlich so: wenn du selber kein Funk benutzt, ist die Wahrscheinlichkeit für funkinduzierte Störungen um mehrere Größenordnungen geringer...
Alexander H. schrieb: > Wer kann hier noch helfen? Das ist doch jetzt so langsam abschließend geklärt.
Ich kenne einen Fall, bei dem ein Bekannter in Sichtweite eines Mobilfunkturmes wohnt und ähnlich regelmäßige DSL-Abbrüche hatte. Nach langem Hin und Her wurde ein "übersensibler" DSL-Verteilerkasten herausgefunden und dort "Irgendwas" gemacht. Seitdem ist das Problem erledigt. Ich weiss, das passt nicht zu den hier erwähnten WLAN-Abbrüchen und auf den ersten Blick auch nicht zu 2.4 GHz, aber die Ursache könnte ähnlich liegen. Ist dort ein Turm oder eine Antennen-Installation auf einem Hausdach? Gleiches kenne ich von einemm Bürogebäude aus Berlin-Mitte. Seitdem dort eine ziemlich umfangreiche Mobilfunk-Installation auf dem Dach steht, jammern die Büros darunter über periodisch gestörtes WLAN ...
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Wohl eher nicht die Ursache. "Früher" haben sich die Leute dagegen gewehrt, daß eine Mobilfunkantenne auf ihr Dach kam. Natürlich wollten aber alle einen gutem Empfang... Nur ist es so, daß der Empfang unter einer Antenne der schlechteste Empfangsort für diese Antenne ist.
Schwierig schrieb: > Wohl eher nicht die Ursache. Wohl eher doch. Es geht ja nicht nur um die offiziellen Mobilfunk-Frequenzen/Dienste. An so einem Mast hängen noch dutzende andere Antennen (sicher auch Geheimes oder Militärisches) und völlig frei von Neben- bzw. Oberwellen ist so eine funktechnische Installation mit Sicherheit auch nicht. Die beiden erwähnten Fälle hab ich jedenfalls nicht geträumt ... in dem Bürohaus haben sie z.B. exakt gleichzeitig eine Powerlan-Verbindung gestört. Diese musste nachträglich eingebaut werden, weil vergessen wurde, ein LAN-Kabel vom Dach zum Keller zu verlegen für die Abrechnung der Split-Klimageräte.
Und so sieht so ein Ding von innen aus: https://www.youtube.com/watch?v=6ij3wf7OfAY Etwa ab Minute 7 Schwierig schrieb: > Nur ist es so, daß der Empfang unter einer Antenne der schlechteste > Empfangsort für diese Antenne ist. Der Empfang reflektierter Signale ist so einfach nicht berechenbar, aber oft stärker als das Direktsignal. Beispiel Bonn-Venusberg Einführung von DVB-T. Etliche Empfangsantennen zeigten in entgegengesetzte Richtung. ciao gustav
Karl B. schrieb: > Mach mal einen simplen Test: > Steck Dein Mobiltelefon in eine Blech-Keksdose. Verschließe die gut, > so dass Du meinst, die Dose wirkt wie ein Faraday'scher Käfig. > Und dann ruf mal Deine eigene Mobiltelefonnummer an. > Kannst gerne das Ergebnis hier mitteilen. Bin schon gespannt drauf. > UHF abschirmen, da brauchst Du solide Druckgussgehäuse so ab 5 mm > Wandstärke. Das mit der Keksdose habe ich auch mal probiert. Der Anruf kommt durch. Das liegt aber nicht an einer zu geringen Blechdicke. Auch Alufolie reicht bei UHF völlig zur vollständigen Abschirmung. Es sind ausschliesslich Schlitze, an denen noch HF durchkommt. (Google "Schlitzantenne"). Bei UHF liegen diese Schlitze dann sogar gern noch nahe der Wellenlänge. Wenn Du den Deckel der Keksdose rundherum verlötest ist Ruhe. Da kommt nichts mehr durch. Kann man experimentell auch gern selbst beweisen. Karl B. schrieb: > Dickes Blech zwischen den Streifenleitern und trotzdem geht HF durch. > Stichwort "Eindringtiefe". Wie ist das gemeint? Die "Eindringtiefe" (Skinneffekt) ist bei hohen Frequenzen sogar viel geringer als bei niedrigen. Ein UHF Tuner ist doch wunderbar HF-dicht. Obwohl er kein 5mm Druckgussgehäuse hat.
Schau dir das Innenleben an. Dann weißt Du, was ich meine. Mal eben an irgendeinem Trimmer oder einem Spulenkern herumdrehen, ist nicht. Die ganze Konstruktion des Gehäuses und der Einzelkammern ist aufeinander angepasst. Ich sehe da auch nur kapazitive Verstimmung/Trimmung. Außen ist der "Tuner" mit dickerem verzinntem Kupferblech abgeschirmt. Nicht umsonst wird UHF-Technik oft mit Klempnertum verglichen ;-) ciao gustav
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Karl B. schrieb: > Außen ist der "Tuner" mit dickerem verzinntem Kupferblech abgeschirmt. Erinnert mich an ein Wunderwerk mit dem Nachfolgergermane AF 239S. Wenn ich mich nicht täusche war es ein Produkt eines Konstrukts, die die Mehrzahl der Neugermanischen bediente. Es gab ähnliche Tuner dank der App des 239S Herstellers, nur mit Inkompatibilitäten, um den eigenen Matkt zu sichern, der schon längst den Hersteller bediente. [Kunstkonstrukt NFS -oder Schaffhausen] Palast aus versilbertem Messing. [Demnächst wird Silber teurer als Gold und alte Deponien werden auf der Suche nach Tunern durchwühlt]. Als Dichtung diente ein schwarzer Himmel aus Schaumgummi und damit er der Faraonenmechanik nicht ins Getriebe streut ein zweiter Kupferhimmel. > Nicht umsonst wird UHF-Technik oft mit Klempnertum verglichen ;-) Feinmotorische Klempner hatten ncht nur Dank Mey einen exzellenten Ruf! z.B. eine Katanaklinge Servus Werner ;)
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Um noch etwas weiter auszuholen: Das ist ein RFT UHF-Konverter. Da die Fernseher früher nur bis Band III gingen, waren gewisse Klimmzüge nötig, um auch das Zweite und die Dritten noch hereinzubekommen. Also eine - heute würde man sagen - Settopbox. Der feste Kanal war wohl Kanal 5. Auf den wurde umgesetzt. Die Abstimmung erfolgte am Konverter. Wegen der Instabilität ließ man ihn ständig eingeschaltet. Und der Berührungsschutz erfolgte über die Kondensatoren am Eingang und Ausgang. Das Netzteil habe ich dann umgemodelt. Ebenso die Ausgangsfrequenz. Und damit dann Fernsehton für Tonbandaufnahmen auf UKW runtergemischt. Stereo war aber "echter" Zweikanalton, kein MPX wie bei UKW. Im Zuge der Digitalisierung wandert ein solches Gerät dann in die Asservatenkammer der technologischen Sackgassen. Es ging aber in diesem Thread in erster Linie darum, dass Abschirmung von UHF-Signalen dann witzlos wird, sobald sich irgendwo der Fresneleffekt bemerkbar macht, zum Beispiel bei der Kabeleinführung, wo die Schirmung zwangsläufig fehlte. Und der obige Tuner mikrofoniert. Habe ich selber ausprobiert. Stellt man das Gerät direkt neben eine Lautsprecherbox und dreht voll auf, fängt es an zu pfeifen. Rückkopplung. Dass auch beim Fensehen nur mit Wasser gekocht wird, konnte man buchstäblich am Mikrofoniegeräusch der Leistungsendstufenröhrenkühlung bemerken. Das war sogar recht laut. Beim Dritten WDR bei bestimmten Sendern sogar nur noch etwa 45 dB unter Bezug. ciao gustav
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Alexander H. schrieb: > Ein Nachbar betreibt ein NVR-Videosystem. Also ein paar Überwachungskameras ähnlich dieser? https://store.reolink.com/de/nvr-security-system/ Wenn er jetzt viele Kameras hat, werden auch viele Daten zu übertragen sein, die Deine Geräte zustopfen. Evtl. könnte der Nachbar die Antennen seiner Kameras so ausrichten, dass sie MEHR in SEIN Haus strahlen? Ansonsten würde ich mal die Fritzbox zum Test tauschen oder in einen anderen Standort im Haus bringen, der durch dicke Wände besser abgeschattet ist. Evtl. wäre auch ein "Fritz-Repeater" mit LAN-Anschluss in der Nähe Deiner Geräte ein Versuch ausreichend Feldstärke auf 2,4 GHz zu erreichen?
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