Forum: Markt 11 Stück Dot-Matrix Anzeige TIL-507


von Thomas M. (onkelarthur)


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Verkaufe 11 Stück TIL-507 Dot-Matrix Anzeigen,
ausgelötet, ungeprüft, keine Garantie
VB: 8€ + Versand

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Hätte  ich gerne.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Hmmm, sind diese Anzeigen eigentlich auch empfindlich gegen Blitzlichter 
(Xenon) und hängen sich dann auf, so wie manche LCD? Der exponierte Chip 
deutet ja etwas darauf hin. Und zu der Zeit, als die Displays aktuell 
waren, gab es ja noch keine LED-Blitze, sondern nur Xenon-Blitzröhren 
und Magnesiumpulverwürfel.

von Peter N. (alv)


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Man könnte den Chip ja abkleben...

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Andreas S. schrieb:
> Hmmm, sind diese Anzeigen eigentlich auch empfindlich gegen Blitzlichter
> (Xenon) und hängen sich dann auf, so wie manche LCD?

Die TIL-507 sind Matrix-Anzeigen mit sehr wenig Intelligenz, da sind nur 
ein par latches und Transistoren drin. Das multiplexing muss von Außen 
erfolgen. Im Falle einer EMV-Störung oder einer photoelektrischen 
Beeinflussung durften die Latches schon mal kippen, das gibt sich aber 
gleich nach dem nächsten Multiplexdurchlauf wieder. Da hängt sich nichts 
auf.

von Thorsten S. (whitejack)


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Wolfgang R. schrieb:
> mit sehr wenig Intelligenz

Hast du dazu mal ein Datenblatt, irgendwie finde ich so ad hoc nichts - 
auch um etwas über die Leuchtfarbe zu erfahren etc...

Beitrag #8036851 wurde vom Autor gelöscht.
von Jörg R. (solar77)


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Thorsten S. schrieb:
> Wolfgang R. schrieb:
>> mit sehr wenig Intelligenz
>
> Hast du dazu mal ein Datenblatt, irgendwie finde ich so ad hoc nichts -
> auch um etwas über die Leuchtfarbe zu erfahren etc...

https://www.mikrocontroller.net/attachment/695006/TIL-507.pdf

Quelle ist das Datenbuch von Texas Instruments:

„The Optoelectronics Data Book for Design Engineers, Fifth Edition“

: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Peter N. schrieb:
> Man könnte den Chip ja abkleben...

Bei vielen LCD genügt das nicht, denn das Licht wird im Glasträger ggf. 
etliche Mal reflektiwert und stört dann immer noch die COG-Elektronik. 
Das führt dann nicht nur zu vorübergehenden Funktionsstörungen, sondern 
tatsächlich zu einem Latchup mit erhöhter Stromaufnahme, der sich auch 
durch einen Software-Reset nicht mehr beheben lässt, sondern tatsächlich 
eines Stromresets bedarf.

Als ich mit einem unserer früheren Produkte mal in einem EMV-Prüflabor 
war, führte der Prüfingenieur nicht nur die beauftragten HF-Prüfungen 
und ESD-Prüfungen durch, sondern blitzte mit einem fetten Fotoblitz aufs 
Display und verursachte dadurch einen Latchup. Ich konnte dies später 
auch bei etlichen anderen Geräten mit klassischem COG-LCD reproduzieren.

Der Prüfingenieur betonte aber auch, dass dieser Test nicht im Rahmen 
der für die EU-Konformitätserklärung zwingend benötigten Prüfungen 
durchgeführt wurde, sondern nur um auf diesen Effekt hinzuweisen. So 
etwas kann bei Geräten, deren korrekte Anzeige wichtig ist, durchaus 
relevant sein.

Daher halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass so etwas auch bei 
anderen Komponenten mit exponiertem Chip auftreten kann. Mindestens ein 
früher gebräuchlicher MEMS-Sensor, der auch in Drohnen bzw. Multikoptern 
eingesetzt wird, ist auch erstaunlicherweise auch lichtempfindlich. An 
den Kanten des Keramikgehäuses kann Licht eindringen. Dies fällt am 
Bastelplatz nicht auf, führt aber teilweise zu sehr abrupten 
Flugmanövern, wenn das direkte Sonnenlicht mal mehr und mal weniger 
direkt auf den Sensor fällt. Das ist wohlgemerkt kein thermischer 
Effekt, sondern ein rein photoischer. Allerdings kommt es dabei nicht zu 
Latchups, sondern nur zu Fehlmessungen.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Wolfgang R. schrieb:
> Die TIL-507 sind Matrix-Anzeigen mit sehr wenig Intelligenz, da sind nur
> ein par latches und Transistoren drin. Das multiplexing muss von Außen
> erfolgen. Im Falle einer EMV-Störung oder einer photoelektrischen
> Beeinflussung durften die Latches schon mal kippen, das gibt sich aber
> gleich nach dem nächsten Multiplexdurchlauf wieder. Da hängt sich nichts
> auf.

Hast Du das explizit überprüft bzw. ist dies auf Grund expliziter 
Aussagen des Herstellers so zugesichert? Es wäre schon interessant, bei 
solch einem Versuch mal die Stromaufnahme zu messen. Solche parasitären 
Thyristoren umfassen ja meist auch das Substrat.

Heutige LED-Blitze wie z.B. bei Smartphones erzeugen allerdings kein 
hinreichend kurzwelliges Licht. Es muss schon ein Xenon-Blitz sein.

von Thorsten S. (whitejack)


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Jörg R. schrieb:
> Quelle ist das Datenbuch von Texas Instruments

Danke Jörg. Ach wie nett dass dort die Spaltentreiber schon fertig drin 
sind.

Aber was mich wieder etwas wundert ist, dass die Zeilentreiber fehlen, 
zumindest die Treiber hätte man doch mit drauf setzen können, dem DP 
wurde ja auch extra ein Latch spendiert...dürfte doch nicht viel Platz 
mehr auf dem DIE kosten. Zumal es die Anoden sind, die noch etwas 
Schaltungsbedarf haben. Gut ggf. könnte man den UDN2981 nutzen...

Ich habe noch ein paar HDSP-2000
https://hparchive.com/PARTS/HP-Displays-HDSP-2010.pdf

https://www.mikrocontroller.net/attachment/46497/Display.JPG

https://www.hackster.io/news/from-test-equipment-to-timepiece-engineer-crafts-hdsp-2000-led-matrix-into-a-wristwatch-68f4178af451

Dort darf man sich dann noch etwas um die Spalten kümmern, und auf der 
Zeilentreiberseite wurde sogar noch ein Schiebregister spendiert, aber 
auch hier, eine Seite ohne Treiber...

: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Thorsten S. schrieb:
> Aber was mich wieder etwas wundert ist, dass die Zeilentreiber fehlen,
> zumindest die Treiber hätte man doch mit drauf setzen können, dem DP
> wurde ja auch extra ein Latch spendiert...dürfte doch nicht viel Platz
> mehr auf dem DIE kosten. Zumal es die Anoden sind, die noch etwas
> Schaltungsbedarf haben. Gut ggf. könnte man den UDN2981 nutzen...

Neben den Treibern fehlen auch noch die LED-Vorwiderstände, die eine 
ganz erhebliche Wärmeentwicklung aufweisen.

> Ich habe noch ein paar HDSP-2000
> https://hparchive.com/PARTS/HP-Displays-HDSP-2010.pdf
> [...]
> Dort darf man sich dann noch etwas um die Spalten kümmern, und auf der
> Zeilentreiberseite wurde sogar noch ein Schiebregister spendiert, aber
> auch hier, eine Seite ohne Treiber...

Laut Datenblatt zieht das Teil bei voll aktivierten Segmenten immerhin 
95 mA für den Logikteil und 410 mA für die Segmente. Bei 5 V 
Versorgungsspannung bedeutet das eine Verlustleistung von schlappen 2,5 
W. Durch die Auslagerung der Spaltentreiber und -vorwiderstände halbiert 
das schon einmal die im Display verbratene Leistung.

von Thorsten S. (whitejack)


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Andreas S. schrieb:
> Neben den Treibern fehlen auch noch die LED-Vorwiderstände

Jau, stimmt, an die Verlustleistung hatte ich nicht gedacht.

Aber:

Associated with each shift register location is a constant
current sinking LED driver...

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von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Thorsten S. schrieb:
> Associated with each shift register location is a constant
> current sinking LED driver...

Dann rechne das doch mal selbst nach und vergleiche die resultierende 
Leistung mit der Angabe unter den MAXIMUM Ratings des Datenblatts.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Thorsten S. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Quelle ist das Datenbuch von Texas Instruments
> Danke Jörg. Ach wie nett dass dort die Spaltentreiber schon fertig drin
> sind.

Auch interessant, dass diese je einen Speicher (D-Flip-Flop) haben.

Wolfgang R. schrieb:
> Im Falle einer EMV-Störung oder einer photoelektrischen
> Beeinflussung durften die Latches schon mal kippen, das gibt sich aber
> gleich nach dem nächsten Multiplexdurchlauf wieder. Da hängt sich nichts
> auf.

Wenn die Anwendung die Latches nicht ständig, sondern nur bei Änderungen 
beschreibt, hätten wir den sichtbaren Absturz.

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