Verkaufe 11 Stück TIL-507 Dot-Matrix Anzeigen, ausgelötet, ungeprüft, keine Garantie VB: 8€ + Versand
Hmmm, sind diese Anzeigen eigentlich auch empfindlich gegen Blitzlichter (Xenon) und hängen sich dann auf, so wie manche LCD? Der exponierte Chip deutet ja etwas darauf hin. Und zu der Zeit, als die Displays aktuell waren, gab es ja noch keine LED-Blitze, sondern nur Xenon-Blitzröhren und Magnesiumpulverwürfel.
Andreas S. schrieb: > Hmmm, sind diese Anzeigen eigentlich auch empfindlich gegen Blitzlichter > (Xenon) und hängen sich dann auf, so wie manche LCD? Die TIL-507 sind Matrix-Anzeigen mit sehr wenig Intelligenz, da sind nur ein par latches und Transistoren drin. Das multiplexing muss von Außen erfolgen. Im Falle einer EMV-Störung oder einer photoelektrischen Beeinflussung durften die Latches schon mal kippen, das gibt sich aber gleich nach dem nächsten Multiplexdurchlauf wieder. Da hängt sich nichts auf.
Wolfgang R. schrieb: > mit sehr wenig Intelligenz Hast du dazu mal ein Datenblatt, irgendwie finde ich so ad hoc nichts - auch um etwas über die Leuchtfarbe zu erfahren etc...
Beitrag #8036851 wurde vom Autor gelöscht.
Thorsten S. schrieb: > Wolfgang R. schrieb: >> mit sehr wenig Intelligenz > > Hast du dazu mal ein Datenblatt, irgendwie finde ich so ad hoc nichts - > auch um etwas über die Leuchtfarbe zu erfahren etc... https://www.mikrocontroller.net/attachment/695006/TIL-507.pdf Quelle ist das Datenbuch von Texas Instruments: „The Optoelectronics Data Book for Design Engineers, Fifth Edition“
:
Bearbeitet durch User
Peter N. schrieb: > Man könnte den Chip ja abkleben... Bei vielen LCD genügt das nicht, denn das Licht wird im Glasträger ggf. etliche Mal reflektiwert und stört dann immer noch die COG-Elektronik. Das führt dann nicht nur zu vorübergehenden Funktionsstörungen, sondern tatsächlich zu einem Latchup mit erhöhter Stromaufnahme, der sich auch durch einen Software-Reset nicht mehr beheben lässt, sondern tatsächlich eines Stromresets bedarf. Als ich mit einem unserer früheren Produkte mal in einem EMV-Prüflabor war, führte der Prüfingenieur nicht nur die beauftragten HF-Prüfungen und ESD-Prüfungen durch, sondern blitzte mit einem fetten Fotoblitz aufs Display und verursachte dadurch einen Latchup. Ich konnte dies später auch bei etlichen anderen Geräten mit klassischem COG-LCD reproduzieren. Der Prüfingenieur betonte aber auch, dass dieser Test nicht im Rahmen der für die EU-Konformitätserklärung zwingend benötigten Prüfungen durchgeführt wurde, sondern nur um auf diesen Effekt hinzuweisen. So etwas kann bei Geräten, deren korrekte Anzeige wichtig ist, durchaus relevant sein. Daher halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass so etwas auch bei anderen Komponenten mit exponiertem Chip auftreten kann. Mindestens ein früher gebräuchlicher MEMS-Sensor, der auch in Drohnen bzw. Multikoptern eingesetzt wird, ist auch erstaunlicherweise auch lichtempfindlich. An den Kanten des Keramikgehäuses kann Licht eindringen. Dies fällt am Bastelplatz nicht auf, führt aber teilweise zu sehr abrupten Flugmanövern, wenn das direkte Sonnenlicht mal mehr und mal weniger direkt auf den Sensor fällt. Das ist wohlgemerkt kein thermischer Effekt, sondern ein rein photoischer. Allerdings kommt es dabei nicht zu Latchups, sondern nur zu Fehlmessungen.
Wolfgang R. schrieb: > Die TIL-507 sind Matrix-Anzeigen mit sehr wenig Intelligenz, da sind nur > ein par latches und Transistoren drin. Das multiplexing muss von Außen > erfolgen. Im Falle einer EMV-Störung oder einer photoelektrischen > Beeinflussung durften die Latches schon mal kippen, das gibt sich aber > gleich nach dem nächsten Multiplexdurchlauf wieder. Da hängt sich nichts > auf. Hast Du das explizit überprüft bzw. ist dies auf Grund expliziter Aussagen des Herstellers so zugesichert? Es wäre schon interessant, bei solch einem Versuch mal die Stromaufnahme zu messen. Solche parasitären Thyristoren umfassen ja meist auch das Substrat. Heutige LED-Blitze wie z.B. bei Smartphones erzeugen allerdings kein hinreichend kurzwelliges Licht. Es muss schon ein Xenon-Blitz sein.
Jörg R. schrieb: > Quelle ist das Datenbuch von Texas Instruments Danke Jörg. Ach wie nett dass dort die Spaltentreiber schon fertig drin sind. Aber was mich wieder etwas wundert ist, dass die Zeilentreiber fehlen, zumindest die Treiber hätte man doch mit drauf setzen können, dem DP wurde ja auch extra ein Latch spendiert...dürfte doch nicht viel Platz mehr auf dem DIE kosten. Zumal es die Anoden sind, die noch etwas Schaltungsbedarf haben. Gut ggf. könnte man den UDN2981 nutzen... Ich habe noch ein paar HDSP-2000 https://hparchive.com/PARTS/HP-Displays-HDSP-2010.pdf https://www.mikrocontroller.net/attachment/46497/Display.JPG https://www.hackster.io/news/from-test-equipment-to-timepiece-engineer-crafts-hdsp-2000-led-matrix-into-a-wristwatch-68f4178af451 Dort darf man sich dann noch etwas um die Spalten kümmern, und auf der Zeilentreiberseite wurde sogar noch ein Schiebregister spendiert, aber auch hier, eine Seite ohne Treiber...
:
Bearbeitet durch User
Thorsten S. schrieb: > Aber was mich wieder etwas wundert ist, dass die Zeilentreiber fehlen, > zumindest die Treiber hätte man doch mit drauf setzen können, dem DP > wurde ja auch extra ein Latch spendiert...dürfte doch nicht viel Platz > mehr auf dem DIE kosten. Zumal es die Anoden sind, die noch etwas > Schaltungsbedarf haben. Gut ggf. könnte man den UDN2981 nutzen... Neben den Treibern fehlen auch noch die LED-Vorwiderstände, die eine ganz erhebliche Wärmeentwicklung aufweisen. > Ich habe noch ein paar HDSP-2000 > https://hparchive.com/PARTS/HP-Displays-HDSP-2010.pdf > [...] > Dort darf man sich dann noch etwas um die Spalten kümmern, und auf der > Zeilentreiberseite wurde sogar noch ein Schiebregister spendiert, aber > auch hier, eine Seite ohne Treiber... Laut Datenblatt zieht das Teil bei voll aktivierten Segmenten immerhin 95 mA für den Logikteil und 410 mA für die Segmente. Bei 5 V Versorgungsspannung bedeutet das eine Verlustleistung von schlappen 2,5 W. Durch die Auslagerung der Spaltentreiber und -vorwiderstände halbiert das schon einmal die im Display verbratene Leistung.
Andreas S. schrieb: > Neben den Treibern fehlen auch noch die LED-Vorwiderstände Jau, stimmt, an die Verlustleistung hatte ich nicht gedacht. Aber: Associated with each shift register location is a constant current sinking LED driver...
:
Bearbeitet durch User
Thorsten S. schrieb: > Associated with each shift register location is a constant > current sinking LED driver... Dann rechne das doch mal selbst nach und vergleiche die resultierende Leistung mit der Angabe unter den MAXIMUM Ratings des Datenblatts.
Thorsten S. schrieb: > Jörg R. schrieb: >> Quelle ist das Datenbuch von Texas Instruments > Danke Jörg. Ach wie nett dass dort die Spaltentreiber schon fertig drin > sind. Auch interessant, dass diese je einen Speicher (D-Flip-Flop) haben. Wolfgang R. schrieb: > Im Falle einer EMV-Störung oder einer photoelektrischen > Beeinflussung durften die Latches schon mal kippen, das gibt sich aber > gleich nach dem nächsten Multiplexdurchlauf wieder. Da hängt sich nichts > auf. Wenn die Anwendung die Latches nicht ständig, sondern nur bei Änderungen beschreibt, hätten wir den sichtbaren Absturz.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.
