Hallo, wir renovieren gerade unser Haus und in diesem Zug möchten wir auch Netzwerk verlegen. Vom Keller bis hin zum Dachgeschoss. Jetzt ist bei CAT8 ja die Maximale Leistung bis 30m gegeben. Wie stark sinkt es danach ab? Ich bin am Überlegen CAT8 zu nehmen, aber wenn es zu wenig werden würde, würde ich direkt nur CAT7 nehmen. Kostet ja nur die Hälfte dann.
Das Problem ist der übliche RJ45 Steckverbinder, der die Verbindung auf CAT6A begrenzt. Für richtiges CAT7 und darüber bräuchtest Du GG45 oder ARJ45. CAT6A ist für 10GBit/s über 100m gut. Ja, es gibt auch 25 und 40 GBit/s über Twisted Pair, aber das habe ich in der Realität noch nie gesehen. Üblicherweise nimmt man ab 25GBit/s DAC(Twinax) bei kurzen Verbindungen und Glasfaser bei längeren Verbindungen. Also nimmt CAT7, das reicht. fchk
Die Steckverbinder, die Du brauchst um mehr als 10 GBit/s über Kupfer fahren zu können, sind unhandlich und sehr exotisch. Der Aufwand, den Du in der Netzwerkkarte treiben müsstest um damit umzugehen, extrem. Ich sehe nicht dass das in Zukunft kommen wird, denn da ist keine sanfte Migration mit geringen Kosten wie beim Übergang von 100 MBit auf 1 GBit auf 10 GBit möglich. Auf der anderen Seite wird Glasfaser-Technik immer massentauglicher und billiger. Neue, auf engen Biegeradius optimierte Glasfaserkabel für Inhouse-Verkabelung verbreiten sich immer mehr. Viele Geräte werden per WLAN und nicht mehr per Ethernet angebunden, auch wenn ich selbst da kein Freund von bin und Ethernet bevorzuge wo möglich. Von daher sehe ich den Markt eher so dass in Zukunft Häuser und Büros innen mit vielen WLAN-APs zugepflastert werden, in jedem Raum einen oder so, und die untereinander dann mit Glasfaser vernetzt werden. Dort wo nachgerüstet werden muss, mit superdünnen Fasern die irgendwo in die Ritzen geklebt werden. Stichwort FTTR. Wenn Du jetzt neu baust würde ich daher Cat.7 legen, aber von vorneherein Glasfasern in jeden Raum mit verlegen. Die Glasfasern an sich sind billig, da zahlst Du kaum mehr als 1 EUR pro Meter. Das teure ist das Spleißen. Was Du machen könntest wäre einfach jetzt in den Räumen Kaiser-Elektronikdosen unter Putz legen zu lassen und dann da die Faserenden ungespleißt einrollen lassen, Blinddeckel drauf. Wenn Du später die Fasern nutzen willst, dann kannst Du Dir nen Spleißgerät mieten oder jemanden kommen lassen der das macht. Fasern Typ G.657.A2 oder G.657.B3 damit die eng eingerollt werden können, z.B. 4 Fasern pro Kabel für eine Duplex-Doppeldose. Alternative wären dünne Leerrohre zum Einblasen der Glasfasern. Das ist aber im Innenbereich nicht so gängig. Leerohre die nicht zum Einblasen geeignet sind würde ich nicht machen, denn das ist deutlich teurer weil mehr Aufwand, bringt aber wenig weil Du hinterher ohne Aufstemmen der Wände mit neuen Kabeln doch oft nicht um die Ecken kommst.
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Nimm Leerrohre. Dann kannst Du auch Glasfaser verlegen, wenn Du meinst, daß Dir 10 GBit/sec nicht schnell genug sind. 10 GBit/sec geht bereits mit Cat6a. Das ist so spezifiziert. Tatsächlich geht es schon mit Cat6 (ohne a), aber dann mit maximal 55 m Kabellänge. Auch das ist so spezifiziert. Das dürfte für die meisten Haushalte lang genug sein. In der Praxis lassen sich sogar Cat5e-Leitungen verwenden, wenn es sich um weniger als 30 Meter handelt. Das ist dann abeer nicht spezifizert, sondern nur eine Praxiserfahrung. Ethernet ist deutlich robuster, als sich viele Leute vorstellen. Und braucht man im Haus wirklich überall 10 GBit? Muss die Netzwerkdose in der Küche, an der vielleicht der Kühlschrank oder der Küchenfernseher (wtf?!) betrieben wird, wirklich 10 GBit liefern? Schneller als 10 GBit/sec wird man recht sicher eh' auf Glasfaser setzen, allein schon, weil das den Stromverbrauch von NICs und Switches reduziert. Du kannst also auf Cat7 oder Cat8 einfach verzichten. Spart Geld, macht deutlich weniger Ärger beim Verlegen und Konfektionieren, und das gesparte Geld investierst Du lieber in ausreichend dimensionierte Leerrohre.
Harald K. schrieb: > Und braucht man im Haus wirklich überall 10 GBit? Muss die > Netzwerkdose in der Küche, an der vielleicht der Kühlschrank oder der > Küchenfernseher (wtf?!) betrieben wird, wirklich 10 GBit liefern? Einen WLAN-Accesspoint willst Du vermutlich bald mit mehr als 10 GBit/s anbinden. Und wenn die Küche zufällig die beste Position in dem Stockwerk dafür ist, dann willst Du die >10 GBit/s in der Küche haben. Daher auch dort Cat7-Doppelkabel und Glasfaser hinlegen, siehe meinen Post oben für den konkreten Vorschlag. > Du kannst also auf Cat7 oder Cat8 einfach verzichten. Spart Geld, > macht deutlich weniger Ärger beim Verlegen und Konfektionieren Bei Cat8 gebe ich Dir Recht, bei Cat7-Kabeln nein. Die sind mittlerweile der am weitesten verbreitete Standard für Ethernet-Verkabelung, daher gängig, billig und jeder Elektriker weiß damit umzugehen. Also vor allem die Doppelkabel, weil Du dann mit einem Kabel eine Doppeldose angebunden hast.
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Chandler B. schrieb: > Jetzt ist bei CAT8 ja die Maximale Leistung bis 30m gegeben. Wie stark > sinkt es danach ab? > Ich bin am Überlegen CAT8 zu nehmen, aber wenn es zu wenig werden würde, > würde ich direkt nur CAT7 nehmen. Kostet ja nur die Hälfte dann. Entschuldigt das ich dazwischen gehe. Ihr fokussiert euch auf die Datenrate, die der TO nicht angegeben hat. Das was der TO schreibt klingt viel zu wirr dafür. Warum soll ein CAT8 im Vergleich zu einem CAT7 Kabel Leistung kosten? Und Leistung kostet das schon einmal überhaupt nicht. Wenn dann sinkt die mögliche Datenrate auf Grund der Länge. Die mögliche Datenrate sinkt jedoch bei allen Kabeln, wenn man die vorgesehene Länge überschreitet. Vielleicht sollte man dem TO einfach einmal erklären, dass man mit CAT8 mindestens die gleiche Leitungslänge erreicht wie mit CAT7 - bei gleicher Datenrate. Nur das mit CAT8 Kabel noch eine höhere Datenrate, vom Kabel her, möglich wäre - bei gleicher Länge. Das heißt, mit CAT8 Kabel büßt man keine Datenrate ein im Vergleich zu CAT7. Das Gegenteil was der TO behauptet. Das muss man einmal klar stellen. Mit CAT7 Kabel ist in einer Hausinstallation, alles von einem zentralen Punkt aus, bis zu 10GBit möglich, wenn man beim Dosenanschluss nichts versemmelt. Sorry, mir wurde hier viel zu viel vermischt um irgendwas vernünftig antworten zu können. Von daher reicht für den TO die Information, er nimmt CAT7 Kabel und CAT6a Dosen und macht beim Aufklemmen keinen Mist. Kein Mist bedeutet, sauberes Entdrillen, so kurz wie möglich nur so weit notwendig für das Aufklemmen und sauberer Schirmkontakt. Dann funktioniert auch 10GBit.
Veit D. schrieb: > Von daher reicht für den TO die Information, er > nimmt CAT7 Kabel und CAT6a Dosen und macht beim Aufklemmen keinen Mist. > Kein Mist bedeutet, sauberes Entdrillen, so kurz wie möglich nur so weit > notwendig für das Aufklemmen und sauberer Schirmkontakt. Dann > funktioniert auch 10GBit. Genau. Aber er baut jetzt. Das heißt er will jetzt eine Unterputz-Infrastruktur einbauen, mit der er für die nächsten vielleicht 20 Jahre eine gute Netzanbindung hinbekommt ohne wieder die Wände aufreißen zu müssen oder auf irgendwelche suboptimalen Kompromisse, wie z.B. Range Extender oder auf die Wand geklebte Kabel, angewiesen zu sein. Und wenn Du den Zeitraum betrachtest, reichen halt die 10 GBit nicht aus. Sondern man muss klug abschätzen wohin sich die Technik entwickeln wird (-> Glasfaser) und wie man da mit überschaubarem Kostenaufwand (Bauen ist teuer) hinkommt. Wie ich darauf komme? Weil der TO nach Cat8 und dessen Grenzen fragt. Wenn er nur das billigste wollte mit dem er jetzt irgendwie hinkommt, sähe sein Post ganz anders aus.
Gerd E. schrieb: > Einen WLAN-Accesspoint willst Du vermutlich bald mit mehr als 10 GBit/s > anbinden. Ach ja? Gerade einen WLan-Accesspoint? Und den dann in der Küche? Wifi 8 verspricht zwar abstrus hohe Übertragungsraten. Erfahrungsgemäß bleibt davon, wie bei allen anderen Versionen, hinter einer Wand nix mehr übrig. Aber jeder, wie er will. Oliver
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Oliver S. schrieb: > Wifi 8 verspricht zwar abstrus hohe Übertragungsraten. Erfahrungsgemäß > bleibt davon, wie bei allen anderen Versionen, hinter einer Wand nix > mehr übrig. und genau deswegen ist die gute Positionierung der WLAN-APs ja so wichtig. Die ändert sich über die Jahre auch, weil hin und wieder neue Frequenzbänder hinzukommen und die sich dann anders verhalten. Im Extremfall läuft es dann in 20 Jahren auf einen WLAN-AP pro Zimmer raus. Eine Vorhersage über diesen Zeitraum ist natürlich mit deutlicher Unsicherheit behaftet. Aber wenn man sieht wie über die Jahre immer mehr Geräte mit WLAN oder anderen Funktechniken bestückt werden und wie der Bandbreitenbedarf hochgeht, dann sieht man ganz klar den Trend. Die oben von mir vorgeschlagene Lösung Glasfaser-Dropkabel in jeden Raum zu verlegen, aber erst mal noch ungespleißt und eingerollt vorzuhalten, halte ich deswegen für klug - die Kosten jetzt sind sehr überschaubar, aber bei Bedarf ist das dann später ohne Löcher in der Wand und ähnlichen Streß schnell für WLAN-APs und ähnliches nutzbar. Bei klassischen Leerrohren sieht es anders aus: da entstehen jetzt hohe Kosten, weil die Elektriker dafür jetzt die nötigen riesigen Biegeradien in die Wände stemmen müssen. Wenn sie das nicht tun, bringen die Leerrohre nix weil ich hinterher die Kabel nicht um die Ecken bekomme.
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Harald K. schrieb: > Gerd E. schrieb: >> die nötigen riesigen Biegeradien > > Wovon? Glasfaser? Nein. Von dem noch unbekannten Kabeltyp für den Du die Leerrohre vorhälst. Also z.B. CAT 8, falls das entgegen meiner Prognose doch in Zukunft noch ein Thema werden sollte. Wenn Du jetzt schon weißt dass in die Rohre nur Glasfaser rein können soll, dann kannst Du Dir den Stress mit den Leerrohren auch sparen und die Glasfasern jetzt schon gleich so in die Wände legen. Halt von mir aus ein paar Fasern mehr pro Kabel nehmen für zukünftige Erweiterungen und erhöhten Bedarf. Ist immer noch deutlich billiger und einfacher als Leerrohre.
Gerd E. schrieb: > Ist immer noch deutlich billiger und einfacher als > Leerrohre. Billiger als Leerohre? Ein Schlitz in der Wand ist ein Schlitz in der Wand.
Gerd E. schrieb: > Genau. > Aber er baut jetzt. > ... Ist alles richtig was du sagst. Wir haben scheinbar eine andere Auffassung vom Text welchen der TO geschrieben hat. Deswegen verschiedene Herangehensweisen.
Gerd E. schrieb: > Aber er baut jetzt. Das heißt er will jetzt eine Unterputz-Infrastruktur > einbauen, mit der er für die nächsten vielleicht 20 Jahre eine gute > Netzanbindung hinbekommt ohne wieder die Wände aufreißen zu müssen oder > auf irgendwelche suboptimalen Kompromisse, wie z.B. Range Extender oder > auf die Wand geklebte Kabel, angewiesen zu sein. > > Und wenn Du den Zeitraum betrachtest, reichen halt die 10 GBit nicht > aus. Andererseits ist Gigabit auch schon 20 Jahre alt und nur selten der Flaschenhals. 2,5G kommt so langsam in den Massenmarkt. > Sondern man muss klug abschätzen wohin sich die Technik entwickeln > wird (-> Glasfaser) und wie man da mit überschaubarem Kostenaufwand > (Bauen ist teuer) hinkommt. Leerrohre. Bei längeren/kurvigen Strecken gerne auch mit Blinddose auf halbem Weg oder so. > Wie ich darauf komme? Weil der TO nach Cat8 und dessen Grenzen fragt. > Wenn er nur das billigste wollte mit dem er jetzt irgendwie hinkommt, > sähe sein Post ganz anders aus. Andererseits ist ja selbst 10G über Kupfer schon verpönt von wegen Energieverbauch, also ist Cat8 ja erst recht sinnfrei und Cat7 nur wegen dem Preis die erste Wahl.
Gerd E. schrieb: > Wenn Du jetzt schon weißt dass in die Rohre nur Glasfaser rein können > soll, dann kannst Du Dir den Stress mit den Leerrohren auch sparen und > die Glasfasern jetzt schon gleich so in die Wände legen. Ist halt eher Murks und nicht sonderlich wartungsfreundlich. > Halt von mir > aus ein paar Fasern mehr pro Kabel nehmen für zukünftige Erweiterungen > und erhöhten Bedarf. Dann bist du aber schnell weg von den üblichen UP-Dosen und beim Patchfeld. > Ist immer noch deutlich billiger und einfacher als Leerrohre. Wenn du dir ernsthaft "große" Leerrohre sparen willst kannst du ja die Speedpipes für Innen (7mm Außendurchmesser, 4mm innen) in die Wand legen. Setzt zum Einschieben dann natürlich Technik voraus.
Reinhard S. schrieb: >> Halt von mir >> aus ein paar Fasern mehr pro Kabel nehmen für zukünftige Erweiterungen >> und erhöhten Bedarf. > > Dann bist du aber schnell weg von den üblichen UP-Dosen und beim > Patchfeld. .. und musst teuere Ausrüstung beschaffen, die Faser auf die Steckdose zu bekommen. >> Ist immer noch deutlich billiger und einfacher als Leerrohre. > Wenn du dir ernsthaft "große" Leerrohre sparen willst kannst du ja die > Speedpipes für Innen (7mm Außendurchmesser, 4mm innen) in die Wand > legen. Setzt zum Einschieben dann natürlich Technik voraus. Hier wurde gerade der Glasfaser-Hausanschluß gebaut. Das Leerrohr hat außen 10,3mm, das Innemmaß habe ich nicht. Da kommt ein schwarzes und mechanisch recht steifes Glasfaserkabel mit 3,5mm Außendurchmesser. Wenn ich das zerlege, finde ich in der Nylon-Faser 12 Glasfäserchen, die ich kaum sehen gesweige denn irgendwie verarbeiten kann.
Manfred P. schrieb: > Reinhard S. schrieb: >>> Halt von mir >>> aus ein paar Fasern mehr pro Kabel nehmen für zukünftige Erweiterungen >>> und erhöhten Bedarf. >> >> Dann bist du aber schnell weg von den üblichen UP-Dosen und beim >> Patchfeld. > > .. und musst teuere Ausrüstung beschaffen, die Faser auf die Steckdose > zu bekommen. Das ist aber davon unabhängig, ob man nun viele Fasern auf ein Patchfeld bringt oder nur 2 Fasern auf eine Anschlussdose. Und ich brauch keine Ausrüstung beschaffen, die liegt auf dem Firmenauto ;) Als Nicht-Spleißer würd ich da aber lieber jemanden kommen lassen bevor ich tausende Euro in die Ausrüstung investiere, die ich sehr selten brauche. > Hier wurde gerade der Glasfaser-Hausanschluß gebaut. Das Leerrohr hat > außen 10,3mm, das Innemmaß habe ich nicht. Da kommt ein schwarzes und > mechanisch recht steifes Glasfaserkabel mit 3,5mm Außendurchmesser. Da gibts verschiedene Größen und Möglichkeiten. Die 7mm-Rohre mit Kabel 2,5mm sind aber weit verbreitet. > Wenn > ich das zerlege, finde ich in der Nylon-Faser 12 Glasfäserchen, die ich > kaum sehen Das liegt dann aber an dir ;)
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