Forum: Fahrzeugelektronik Mercedes Schlüssel SMD Bauteil defekt


von Hubert V. (hallmackenreuther)


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Hallo zusammen,
ich habe einen defekten Mercedes Schlüssel auf dem Tisch und ein 
defektes Bauteil entdeckt, leider finde ich nirgends etwas zu dem 
Bauteil.
Was man noch lesen kann sieht nach "W0" aus.

Hat jemand eine Idee, was das sein könnte?
von Andreas S. (bastelmax)


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Diode ?
von Harald K. (kirnbichler)


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Könnte eine Diode sein, des Striches wegen.
von Thomas W. (goaty)


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Evtl BZT52B20
von Hubert V. (hallmackenreuther)


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Das könnte wirklich hinkommen, vielen Dank, den Strich hab ich garnicht 
gesehen ;)
von H. H. (hhinz)


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Thomas W. schrieb:
> Evtl BZT52B20

20V Z-Diode in einem Autoschlüssel?
von Thomas W. (goaty)


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Ja wohl eher nicht.
von Wolf17 (wolf17)


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Hat Mutti keinen zweiten Schlüssel zum Vergleichen?
von Gerald B. (geraldb)


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Hubert V. schrieb:
> Was man noch lesen kann sieht nach "W0" aus.

Möglicherweise auch "WO". Das währe eine BZX284-B2V4
Gehäuse SOD110
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Gerald B. schrieb:
> Gehäuse SOD110

Gar nicht.

Das ist SOD-123.

Und sie wird von Vishay sein, hergestellt Oktober 2008: "WO". Der 
Typcode ist die "obere" Zeile.
von H. H. (hhinz)


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H. H. schrieb:
> Das ist SOD-123.

Oder SMF (DO-219AB).

Und da würde der Kathodenstrich unter dem Marking passen, Typcode wäre 
da die zweite Zeile, also WO/W0. Allerdings würde ich den Kathodenstrich 
dicker oder dreigeteilt erwarten.
: Bearbeitet durch User
von Hubert V. (hallmackenreuther)


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Nochmals vielen Dank für die Vorschläge!
Leider ist der zweite Schlüssel 370 km entfernt und meine Ma möchte ihn 
nicht zerlegen, weil sie Angst hat, den auch noch kaputtzumachen.

Nochmal zum Package: Grösse des Orginals ist ca. 2,5x1,5 mm
von Wolf17 (wolf17)


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Hubert V. schrieb:
> Leider ist der zweite Schlüssel 370 km entfernt und meine Ma möchte ihn
> nicht zerlegen, weil sie Angst hat, den auch noch kaputtzumachen.
Dann ein vernünftiges Bild der gesamten Schlüsselplatine machen und in 
die Bildersuche von Google laden.
Vielleicht findet sich ein scharfes Vergleichsfoto oder andere 
Information.
von Harald K. (kirnbichler)


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Wolf17 schrieb:
> Dann ein vernünftiges Bild der gesamten Schlüsselplatine machen

Nicht nur von der Platine, auch vom Gehäuse, wenn nicht schon 
Jahrgang/Typ des dazugehörigen Autos genannt werden.
von Dieter S. (ds1)


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Bessere/andere Bilder der vollständigen Platine inklusive MB Nummer gibt 
es u.a. hier:

https://www.ebay.co.uk/itm/186132609681

https://www.ebay.co.uk/itm/156310311033

Leider findet man nichts zum Chip von Austria Mikro Systeme (vermutlich 
ein FSK/ASK Transmitter).
von Harald K. (kirnbichler)


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Auf https://i.ebayimg.com/images/g/HwMAAOSwQG1mmWzK/s-l1600.jpg sieht 
man die vermutete Diode recht gut. Trägt hier nur 'ne komplett andere 
Beschriftung.

Diese Schlüssel werden mit einer CR2025 versorgt, d.h. da liegen weder 
besonders hohe Spannungen an noch können da bespnders hohe Ströme 
fließen.

Was mag mit dem vorhandenen defekten Schlüssel geschehen sein, um ihn in 
diesen Zustand zu versetzen?
von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> Auf https://i.ebayimg.com/images/g/HwMAAOSwQG1mmWzK/s-l1600.jpg sieht
> man die vermutete Diode recht gut. Trägt hier nur 'ne komplett andere
> Beschriftung.

PDZ6.8B von Nexperia.
von Harald K. (kirnbichler)


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H. H. schrieb:
> PDZ6.8B von Nexperia.

Ich hab' ja von analoger Schaltungstechnik nicht viel Ahnung, aber was 
kann man damit in einem Gerät anfangen, das von einer CR2025 gespeist 
wird?
von Dieter S. (ds1)


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von Harald K. (kirnbichler)


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Dieter S. schrieb:
> Zwei Batterien:

Oh.

Ich habe einen sehr nahen Verwandten dieser Schlüssel, der mechanisch 
nahezu identisch aussieht, aber nur zwei Taster hat -- und der wird mit 
einer Batterie versorgt.

Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet. Daß die dritte Taste für die 
Heckklappe eine zweite Batterie erfordert ...

Man lernt nie aus. Mein Auto ist so grundständig, daß man die Heckklappe 
noch selbst öffnen darf.
von Dieter S. (ds1)


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Es gibt 3-Tasten MB Schlüssel auch mit einer Batterie.
von Manfred P. (pruckelfred)


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Dieter S. schrieb:
> Zwei Batterien:

Auch da fällt es schwer, den Sinn der PDZ6.8B zu erkennen. Deren unterst 
zulässige Toleranz von 6,65V reicht gerade so. Als Schutz gegen verpolte 
Batterien, soweit das nicht mechanisch verhindert wird, würde es jede 
beliebige Si-Diode tun.
von H. H. (hhinz)


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Manfred P. schrieb:
> Auch da fällt es schwer, den Sinn der PDZ6.8B zu erkennen.

Dennoch ist es eine.

Die aus dem Anfangsposting wohl sogar eine 7,5V Z-Diode.
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Auch da fällt es schwer, den Sinn der PDZ6.8B zu erkennen. Deren unterst
> zulässige Toleranz von 6,65V reicht gerade so.

Atex Zertifizierung? Aber muessten es dann nicht zwei Dioden parallel 
sein?
Ueberhaubt eine Interessante Frage ob man so eine Zertifizierung beim 
tanken braucht. Oder ob diejenigen die in die entsprechenden 
Sicherheitsbereiche gehen immer daran denken ihren Autoschluessel vorher 
abzugeben....

Ansonsten vielleicht ESD?

Vanye
von Dieter S. (ds1)


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Das Bild im Anhang ist von einem anderen Verkaufsangebot im Internet, 
man kann da relativ gut Vorder- und Rückseite zuordnen.

Ich denke die Z-Diode begrenzt die Versorgungsspannung vom Transponder 
(grüne Markierung der Via zur Z-Diode und Kondensator). Mercedes ist 
beim Transponder "speziell", das ist kein RFID Transponder. Vom 
Zündschloss kommen zwar Daten und Spannungsversorgung per LF, der 
Schlüssel sendet allerdings die Daten per IR zurück (IR LED an der 
Spitze des Schlüssel). Dafür braucht es relativ viel Energie, zumindest 
im Vergleich zu einem RFID Transponder. Vermutlich wird die Z-Diode im 
Zusammenhang mit der Spannungsversorgung beim Starten mit dem Schlüssel 
im Zündschloss stehen.

Man könnte das besser eingrenzen wenn man wüsste was genau bei dem 
Schlüssel nicht mehr funktioniert, der Funkschlüssel (Türen 
öffnen/schließen) sollte davon nicht betroffen sein, nur das Starten 
(Wegfahrsperre).

Nachtrag: Ich sehe gerade dass ich so einen Schlüssel in der Sammlung 
habe. Das Marking der Z-Diode ist "WC" (relativ schlecht zu erkennen, 
aber nicht "W0"). Die Spannung an der Z-Diode wird auf ca. 6.6 Volt 
begrenzt. Eventuell eine BZT52-C6V8?
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Dieter S. schrieb:
> der Schlüssel sendet allerdings die Daten per IR zurück (IR LED
> an der Spitze des Schlüssel).

Mein Schlüssel hat neben der IR-LED auch eine sichtbare rote LED, die 
blinkt, wenn man eine der Tasten drückt. Das dürfte der 
Batteriekontrolle dienen, denn bei gestecktem Schlüssel drückt man eher 
nicht auf den Tasten herum, geschweige denn, daß man die LED dann sehen 
könnte.

Auf Dieters Bild sieht man an der Schlüsselspitze leicht versetzt zwei 
weiße Bauteile, das dürften die zwei LEDs sein (IR und rot).
von Dieter S. (ds1)


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Korrektur zu weiter oben: die IR Kommunikation zwischen Mercedes 
Zündschloss und Schlüssel ist bidirektional, die LF dient nur zur 
Spannungsversorgung.

Die sichtbare LED (nur als "User Interface") ist links oberhalb der 
Taste an der Spitze.
: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Dieter S. schrieb:
> Die Spannung an der Z-Diode wird auf ca. 6.6 Volt
> begrenzt. Eventuell eine BZT52-C6V8?

Hinz hatte sie als PDZ6.8B erkannt, wobei die Buchstaben vor der 
Spannung ziemlich egal sein dürften.

Dieter S. schrieb:
> die LF dient nur zur Spannungsversorgung.

Und dahinter eine geborstene Z-Diode, das macht Bauchschmerzen bzgl. 
Überspannung für die Elektronik.
von H. H. (hhinz)


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Manfred P. schrieb:
> Und dahinter eine geborstene Z-Diode, das macht Bauchschmerzen bzgl.
> Überspannung für die Elektronik.

Batterien falschrum eingelegt?
von Dieter S. (ds1)


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Manfred P. schrieb:
>
> Hinz hatte sie als PDZ6.8B erkannt, wobei die Buchstaben vor der
> Spannung ziemlich egal sein dürften.

"ZB" Marking auf der Z-Diode des Schlüssels bei ebay, "WC" auf der 
Z-Diode des Schlüssels vom TO.
von Dieter S. (ds1)


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H. H. schrieb:
>
> Batterien falschrum eingelegt?

Sollte das nicht die Schottky Diode ("43W" Marking, eventuell BAT54CW) 
abfangen?
von Harald K. (kirnbichler)


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H. H. schrieb:
> Batterien falschrum eingelegt?

Halter für CR20xx sollten das durch ihre Konstruktion abfangen, indem 
sie einen Kontakt auf der Fläche (-) und den anderen am Rand (+) haben.

Dann sind beim falsch herum einlegen beide Kontakte auf dem gleichen 
Potential (+), und es kann nichts passieren, weder der Elektronik noch 
der Batterie.

Wenn natürlich ein Schlaufuchs daherkommt und den Batteriehalter anders 
konstruiert ...
von H. H. (hhinz)


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Dieter S. schrieb:
> Sollte das nicht die Schottky Diode ("43W" Marking, eventuell BAT54CW)
> abfangen?

BAS40 von Nexperia.

Hab keine Schaltung aufgenommen.
von Dieter S. (ds1)


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Ausprobiert:

- Verpolen der Batterien hat keine Konsequenzen und wird von der 
Schottky Diode abgefangen, der Funkschlüssel funktioniert dann halt 
nicht.

- An der Z-Diode liegt im normalen Betrieb (Schlüssel nicht im 
Zündschloss) sowie beim Betätigen der Tasten ca. 0.3 Volt.

- In einem LF Feld (125 kHz) steigt die Spannung an der Z-Diode mit 
wachsender Intensität des Felds. Ab ca. 4 Volt an der Z-Diode werden per 
IR Signale gesendet, kommt keine Antwort per IR zurück hört das Senden 
erst wieder auf wenn die Spannung an der Z-Diode zu niedrig wird. Das 
Ganze funktioniert auch ohne Batterien.
: Bearbeitet durch User
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