Hallo zusammen, ich habe einen defekten Mercedes Schlüssel auf dem Tisch und ein defektes Bauteil entdeckt, leider finde ich nirgends etwas zu dem Bauteil. Was man noch lesen kann sieht nach "W0" aus. Hat jemand eine Idee, was das sein könnte?
Das könnte wirklich hinkommen, vielen Dank, den Strich hab ich garnicht gesehen ;)
Hubert V. schrieb: > Was man noch lesen kann sieht nach "W0" aus. Möglicherweise auch "WO". Das währe eine BZX284-B2V4 Gehäuse SOD110
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Gerald B. schrieb: > Gehäuse SOD110 Gar nicht. Das ist SOD-123. Und sie wird von Vishay sein, hergestellt Oktober 2008: "WO". Der Typcode ist die "obere" Zeile.
H. H. schrieb: > Das ist SOD-123. Oder SMF (DO-219AB). Und da würde der Kathodenstrich unter dem Marking passen, Typcode wäre da die zweite Zeile, also WO/W0. Allerdings würde ich den Kathodenstrich dicker oder dreigeteilt erwarten.
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Nochmals vielen Dank für die Vorschläge! Leider ist der zweite Schlüssel 370 km entfernt und meine Ma möchte ihn nicht zerlegen, weil sie Angst hat, den auch noch kaputtzumachen. Nochmal zum Package: Grösse des Orginals ist ca. 2,5x1,5 mm
Hubert V. schrieb: > Leider ist der zweite Schlüssel 370 km entfernt und meine Ma möchte ihn > nicht zerlegen, weil sie Angst hat, den auch noch kaputtzumachen. Dann ein vernünftiges Bild der gesamten Schlüsselplatine machen und in die Bildersuche von Google laden. Vielleicht findet sich ein scharfes Vergleichsfoto oder andere Information.
Wolf17 schrieb: > Dann ein vernünftiges Bild der gesamten Schlüsselplatine machen Nicht nur von der Platine, auch vom Gehäuse, wenn nicht schon Jahrgang/Typ des dazugehörigen Autos genannt werden.
Bessere/andere Bilder der vollständigen Platine inklusive MB Nummer gibt es u.a. hier: https://www.ebay.co.uk/itm/186132609681 https://www.ebay.co.uk/itm/156310311033 Leider findet man nichts zum Chip von Austria Mikro Systeme (vermutlich ein FSK/ASK Transmitter).
Auf https://i.ebayimg.com/images/g/HwMAAOSwQG1mmWzK/s-l1600.jpg sieht man die vermutete Diode recht gut. Trägt hier nur 'ne komplett andere Beschriftung. Diese Schlüssel werden mit einer CR2025 versorgt, d.h. da liegen weder besonders hohe Spannungen an noch können da bespnders hohe Ströme fließen. Was mag mit dem vorhandenen defekten Schlüssel geschehen sein, um ihn in diesen Zustand zu versetzen?
Harald K. schrieb: > Auf https://i.ebayimg.com/images/g/HwMAAOSwQG1mmWzK/s-l1600.jpg sieht > man die vermutete Diode recht gut. Trägt hier nur 'ne komplett andere > Beschriftung. PDZ6.8B von Nexperia.
H. H. schrieb: > PDZ6.8B von Nexperia. Ich hab' ja von analoger Schaltungstechnik nicht viel Ahnung, aber was kann man damit in einem Gerät anfangen, das von einer CR2025 gespeist wird?
Dieter S. schrieb: > Zwei Batterien: Oh. Ich habe einen sehr nahen Verwandten dieser Schlüssel, der mechanisch nahezu identisch aussieht, aber nur zwei Taster hat -- und der wird mit einer Batterie versorgt. Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet. Daß die dritte Taste für die Heckklappe eine zweite Batterie erfordert ... Man lernt nie aus. Mein Auto ist so grundständig, daß man die Heckklappe noch selbst öffnen darf.
Dieter S. schrieb: > Zwei Batterien: Auch da fällt es schwer, den Sinn der PDZ6.8B zu erkennen. Deren unterst zulässige Toleranz von 6,65V reicht gerade so. Als Schutz gegen verpolte Batterien, soweit das nicht mechanisch verhindert wird, würde es jede beliebige Si-Diode tun.
Manfred P. schrieb: > Auch da fällt es schwer, den Sinn der PDZ6.8B zu erkennen. Dennoch ist es eine. Die aus dem Anfangsposting wohl sogar eine 7,5V Z-Diode.
> Auch da fällt es schwer, den Sinn der PDZ6.8B zu erkennen. Deren unterst > zulässige Toleranz von 6,65V reicht gerade so. Atex Zertifizierung? Aber muessten es dann nicht zwei Dioden parallel sein? Ueberhaubt eine Interessante Frage ob man so eine Zertifizierung beim tanken braucht. Oder ob diejenigen die in die entsprechenden Sicherheitsbereiche gehen immer daran denken ihren Autoschluessel vorher abzugeben.... Ansonsten vielleicht ESD? Vanye
Das Bild im Anhang ist von einem anderen Verkaufsangebot im Internet, man kann da relativ gut Vorder- und Rückseite zuordnen. Ich denke die Z-Diode begrenzt die Versorgungsspannung vom Transponder (grüne Markierung der Via zur Z-Diode und Kondensator). Mercedes ist beim Transponder "speziell", das ist kein RFID Transponder. Vom Zündschloss kommen zwar Daten und Spannungsversorgung per LF, der Schlüssel sendet allerdings die Daten per IR zurück (IR LED an der Spitze des Schlüssel). Dafür braucht es relativ viel Energie, zumindest im Vergleich zu einem RFID Transponder. Vermutlich wird die Z-Diode im Zusammenhang mit der Spannungsversorgung beim Starten mit dem Schlüssel im Zündschloss stehen. Man könnte das besser eingrenzen wenn man wüsste was genau bei dem Schlüssel nicht mehr funktioniert, der Funkschlüssel (Türen öffnen/schließen) sollte davon nicht betroffen sein, nur das Starten (Wegfahrsperre). Nachtrag: Ich sehe gerade dass ich so einen Schlüssel in der Sammlung habe. Das Marking der Z-Diode ist "WC" (relativ schlecht zu erkennen, aber nicht "W0"). Die Spannung an der Z-Diode wird auf ca. 6.6 Volt begrenzt. Eventuell eine BZT52-C6V8?
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Dieter S. schrieb: > der Schlüssel sendet allerdings die Daten per IR zurück (IR LED > an der Spitze des Schlüssel). Mein Schlüssel hat neben der IR-LED auch eine sichtbare rote LED, die blinkt, wenn man eine der Tasten drückt. Das dürfte der Batteriekontrolle dienen, denn bei gestecktem Schlüssel drückt man eher nicht auf den Tasten herum, geschweige denn, daß man die LED dann sehen könnte. Auf Dieters Bild sieht man an der Schlüsselspitze leicht versetzt zwei weiße Bauteile, das dürften die zwei LEDs sein (IR und rot).
Korrektur zu weiter oben: die IR Kommunikation zwischen Mercedes Zündschloss und Schlüssel ist bidirektional, die LF dient nur zur Spannungsversorgung. Die sichtbare LED (nur als "User Interface") ist links oberhalb der Taste an der Spitze.
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Dieter S. schrieb: > Die Spannung an der Z-Diode wird auf ca. 6.6 Volt > begrenzt. Eventuell eine BZT52-C6V8? Hinz hatte sie als PDZ6.8B erkannt, wobei die Buchstaben vor der Spannung ziemlich egal sein dürften. Dieter S. schrieb: > die LF dient nur zur Spannungsversorgung. Und dahinter eine geborstene Z-Diode, das macht Bauchschmerzen bzgl. Überspannung für die Elektronik.
Manfred P. schrieb: > Und dahinter eine geborstene Z-Diode, das macht Bauchschmerzen bzgl. > Überspannung für die Elektronik. Batterien falschrum eingelegt?
Manfred P. schrieb: > > Hinz hatte sie als PDZ6.8B erkannt, wobei die Buchstaben vor der > Spannung ziemlich egal sein dürften. "ZB" Marking auf der Z-Diode des Schlüssels bei ebay, "WC" auf der Z-Diode des Schlüssels vom TO.
H. H. schrieb: > > Batterien falschrum eingelegt? Sollte das nicht die Schottky Diode ("43W" Marking, eventuell BAT54CW) abfangen?
H. H. schrieb: > Batterien falschrum eingelegt? Halter für CR20xx sollten das durch ihre Konstruktion abfangen, indem sie einen Kontakt auf der Fläche (-) und den anderen am Rand (+) haben. Dann sind beim falsch herum einlegen beide Kontakte auf dem gleichen Potential (+), und es kann nichts passieren, weder der Elektronik noch der Batterie. Wenn natürlich ein Schlaufuchs daherkommt und den Batteriehalter anders konstruiert ...
Dieter S. schrieb: > Sollte das nicht die Schottky Diode ("43W" Marking, eventuell BAT54CW) > abfangen? BAS40 von Nexperia. Hab keine Schaltung aufgenommen.
Ausprobiert: - Verpolen der Batterien hat keine Konsequenzen und wird von der Schottky Diode abgefangen, der Funkschlüssel funktioniert dann halt nicht. - An der Z-Diode liegt im normalen Betrieb (Schlüssel nicht im Zündschloss) sowie beim Betätigen der Tasten ca. 0.3 Volt. - In einem LF Feld (125 kHz) steigt die Spannung an der Z-Diode mit wachsender Intensität des Felds. Ab ca. 4 Volt an der Z-Diode werden per IR Signale gesendet, kommt keine Antwort per IR zurück hört das Senden erst wieder auf wenn die Spannung an der Z-Diode zu niedrig wird. Das Ganze funktioniert auch ohne Batterien.
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