Ich habe kürzlich zwei Funkuhr-Bausätze von Sol-Expert ( https://www.sol-expert-group.de/Rund-ums-Loeten/Pfiffige-Loetbausaetze/Loetbausatz-Funkuhr-DCF::1551.html ) zusammengebaut. Der eine funktioniert einwandfrei, beim anderen kann ich die Uhr mit allen beschriebenen Funktionen nutzen, es gelingt aber keine Zeitnahme. Ich habe alle Lötstellen inspiziert und gehe davon aus, dass beim Aufbau kein Fehler passiert ist. Auch die Ferritantenne ist ordnungsgemäß angeschlossen. Wie wahrscheinlich ist es, dass das Empfangsmodul, von dem kein Schaltplan existiert, kaputt ist? (Wenn im Eingang MOSFETs sind, dann wäre dies nicht erstaunlich) Könnte ich es durch ein neues Funkuhrmodul wie das von Pollin ( https://www.pollin.de/p/dcf-empfangsmodul-dcf1-810054 ) ersetzen? Ich habe übrigens einige durchstimmbare Empfänger für Frequenzen unter 100 kHz mit denen ich auch DCF77 empfangen kann gebaut. Sie verwenden als HF-Teil einen zweistufigen Verstärker mit BC238C-Transistoren, wobei die Stufen kapazitiv gekoppelt sind. Die Demodulation erfolgt mit zwei Dioden in Greinacher Schaltung. Besagte Schaltung - allerdings mit kleinen Koppelkondensatoren - verwende ich auch für selbstgebaute Radios für LW und MW. Wie gut oder wie schlecht kann ich diese Schaltung für die Ansteuerung von Prozessoren von Funkuhren verwenden? Dass diese Schaltungen den akustischen Empfang von DCF77 ermöglichen, kann man auf https://www.youtube.com/watch?v=iRhjbVM2VN4 hören. Warum sollten sie nicht - ggf. mit Zusatzbeschaltung -auch einen Prozessor ansteuern können?
Schalte eine LED an den RCC Ausgang und schau nach, ob es DCF Impulse liefert, deren 1s Blinkerei sieht man ja recht gut. Vielleicht wohnst du ja in einem Container.
Thomas S. schrieb: > Wie wahrscheinlich ist es, dass das Empfangsmodul, ..., kaputt ist? (Wenn im Eingang MOSFETs sind, dann > wäre dies nicht erstaunlich) Was treibst du mit deinen Elektronikbauteiles, dass du davon ausgehst? Ist die Antenne vernünftig ausgerichtet und der Standort störungsarm (keine Schaltnetzteile in der Umgebung)? Hast du die Empfängermodule zwischen deinen beiden Bausätzen quer getauscht?
Thomas S. schrieb: > Ich habe übrigens einige durchstimmbare Empfänger für Frequenzen unter > 100 kHz mit denen ich auch DCF77 empfangen kann gebaut. Sie verwenden > als HF-Teil einen zweistufigen Verstärker mit BC238C-Transistoren, wobei > die Stufen kapazitiv gekoppelt sind. Die Demodulation erfolgt mit zwei > Dioden in Greinacher Schaltung. Besagte Schaltung - allerdings mit > kleinen Koppelkondensatoren - verwende ich auch für selbstgebaute Radios > für LW und MW. > Wie gut oder wie schlecht kann ich diese Schaltung für die Ansteuerung > von Prozessoren von Funkuhren verwenden? Kannst Du bitte die Schaltpläne Deiner oben beschriebenen Empfänger posten?
Thomas S. schrieb: > Ich habe übrigens einige durchstimmbare Empfänger für Frequenzen unter > 100 kHz mit denen ich auch DCF77 empfangen kann gebaut. ... > Wie gut oder wie schlecht kann ich diese Schaltung für die Ansteuerung > von Prozessoren von Funkuhren verwenden? Du solltest wenigstens den Schaltplan zeigen.
Hans W. schrieb: > Du solltest wenigstens den Schaltplan zeigen. Den findet man auf der verlinkten Seite: https://www.sol-expert-group.de/images/Anleitungen/11000_Anleitung_Funkuhr_Schaltplan.pdf Wie auch eine Aufbauanleitung: https://www.sol-expert-group.de/images/Anleitungen/11000_Anleitung_Funkuhr_DT-EN.pdf (Lustig ist, daß in der jeder Lötschritt der auf das Einlöten der Kondensatoren folgt, auf Englisch konsequent weiter als "fit and solder capacitor" bezeichnet wird ...)
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Thomas S. schrieb: > Ich habe übrigens einige durchstimmbare Empfänger Ich meinte die Schaltpläne Deiner Empfänger, die interessieren mich. Rainer W. schrieb: > Hast du die Empfängermodule zwischen deinen beiden Bausätzen quer > getauscht? Zunächst das ausprobieren und ausschließen, dass es am DCF77 Modul liegt.
Harald K. schrieb: >> Du solltest wenigstens den Schaltplan zeigen. > Den findet man auf der verlinkten Seite Ich meine den Schaltplan deines durchstimmbaren Empfängers, für den deine Feage war: > Wie gut oder wie schlecht kann ich diese Schaltung für die Ansteuerung von Prozessoren von Funkuhren verwenden?
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Thomas S. schrieb: > Der eine funktioniert einwandfrei, Dann nimm den Empfänger von dem Gerät, das wunschgemäß funktioniert, und teste das andere. Dann fällt Fehlerquelle "Empfänger" weg. Einige oft auftretende Verständnisschwierigkeiten beim Ankoppeln an die µC-Schaltung sind: µC verlangt steigende Flanke, Empfänger liefert aber fallende. Lösung: Das Conrad-Modul mit den beiden jeweils um 180° gedrehten Ausgangspegeln verwenden und ausprobieren. Und die fehlenden Pullups für einwandfreie µC-ansteuerungsteugliche Pegel sind oft die Ursache. Mit welcher Spannung wird Empfangsmodul betrieben, auch hier immer mal wieder in den Arduionofangemeinden auftauchende Spannungsfrage "Soll ich 3,3V oder 5V nehmen." Wenn an RAW 5V, dann liefert der Spannungsregler die 3.3V am 3,3V Pin. Muss man nur drauf kommen. Welche Spannung braucht das Pollin Modul? Und die meisten Akustikempfänger sind für die Direktankopplung an den µC nicht gedacht. Der Aufwand für den Umbau auf µC-Tauglichkeit lohnt nicht. Siehe auch früheres Video. Der Akustikempfänger muss mindestens 2 Meter weit vom Monitor stehen, sonst liefert er nur Knattergeräusche und keine sauberen Sekundenmarken. Wohingegen der eine für die Funkuhranwendung empfohlene Empfänger bereits in 50 cm Abstand zum Monitor noch ein sauberes Decodiersignal liefert. ciao gustav
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Mit "USB-Ladegerät", wie in der Beschreibung empfohlen, wird man nicht viel Freude haben. Lieber ein vernünftiges 5V-Netzteil benutzen. ciao gustav
Karl B. schrieb: > Mit "USB-Ladegerät", wie in der Beschreibung empfohlen, wird man nicht > viel Freude haben. Die meisten Dinge, die von Laien als "USB-Ladegerät" bezeichnet werden, sind keine, sondern Netzteile. Und es sind sehr überwiegend 5-V-Festspannungsnetzteile. Wenn sie eine USB-A-Buchse haben, sowieso, wenn sie eine USB-C-Buchse haben, können sie auch PD- oder gar PPS-Netzteile sein. USB-Ladegeräte hingegen sind Akkulader, die per USB mit Spannung versorgt werden. Sowas: https://www.amazon.de/dp/B0G134CYS3
Harald K. schrieb: >> Mit "USB-Ladegerät", wie in der Beschreibung empfohlen, wird man nicht >> viel Freude haben. > > Die meisten Dinge, die von Laien als "USB-Ladegerät" bezeichnet werden, > sind keine, sondern Netzteile. > Und es sind sehr überwiegend 5-V-Festspannungsnetzteile. Ja, sie sind heutzutage aber Schaltnetzteile mit dem hohen Risiko, den DCF-Empfänger zuzustopfen.
Die Anführungsstriche sollten meine Distanzierung verdeutlichen, gleichzeitig mit dem wörtlichen Zitat aus der BA. Für Funkuhr-Netzteil wird von HKW sogar ausdrücklich ein "Trafo-Netzteil" empfohlen. ciao gustav
Hier ist der Schaltplan des HF-Teils meines durchstimmbaren Empfängers für den Frequenzbereich von 50 kHz bis 100 kHz. Der Schaltplan wurde mit Paint auf die Schnelle erstellt, da ich keine besseren Tools habe. An allen Stellen, an denen sich Leitungsverbindungen auf dem Schaltplan kreuzen haben diese Kontakt zueinander. Der Ferritstab sollte etwa 15 Zentimeter lang sein. Eine einlagige Windung ermöglicht einen größeren empfangbaren Freuenzbereich.
Könnte bestenfalls als ein schlechter verspäteter Aprilscherz aufgefasst werden, wenn Du Deinen Empfänger ernsthaft für geeigneter hältst, als den "Conrad"-Empfänger im angehängten Schaltplan. ciao gustav
Thomas S. schrieb: > An allen Stellen, an denen sich Leitungsverbindungen auf dem Schaltplan > kreuzen haben diese Kontakt zueinander. Hat dein Paint keinen Pinsel, mit dem man einen Klecks auf die Verbindungen setzen kann? Karl B. schrieb: > ... als den "Conrad"-Empfänger im angehängten Schaltplan. Was mag sich wohl hinter U1 für ein Chip verbergen. Da ist der Paint-Schaltplan deutlich besser lesbar :-(
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Ich habe nicht behauptet, dass mein Empfänger besser ist. Ich habe ihn auch seinerzeit nicht für die Ansteuerung von Uhren gebaut, sondern um herauszufinden, was man in den Frequenzbereich von 50 kHz bis 100 kHz empfangen kann. Aber trotzdem stellt sich die Frage, ob er prinzipiell geeignet wäre. Wie gut wäre eigentlich der CONRAD-Empfänger, wenn die Antennenspule eine höhere Induktivität hätte und mit einem Drehkondensator abstimmbar wäre?
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Hier ist der Schaltplan des HF-Teils meines durchstimmbaren Empfängers für den Frequenzbereich von 50 kHz bis 100 kHz. Der Ferritstab sollte etwa 15 Zentimeter lang sein. Eine einlagige Windung ermöglicht einen größeren empfangbaren Freuenzbereich. Besagter Empfänger ist nicht für die Ansteuerung von Funkuhrwerken gedacht, sondern nur für die Erkundung des oben genannten Frequenzbereichs.
Ich habe beide Funkuhrmodule am gleichen Ort unter gleichen Umständen getestet. Eines funktioniert und eines nicht! Bezüglich der Möglichkeit des Defektes eines Eingangstransisors beim DCF77-Modul durch statische Aufladung. Ich weiß nicht, ob das DCF77-Modul MOSFETs verwendet und die Verpackung war eine einfache Plastikfolie mit Luftkissenfolie.
Thomas S. schrieb: > Möglichkeit des Defektes eines Eingangstransisors beim DCF77-Modul durch > statische Aufladung. Das wäre möglich. Weitere Möglichkeiten für Fehler des Funkmoduls wären: - kalte/schlechte Lötstellen auf dem Empfänger Board - Leiterbahnunterbrechung/Haarriss - Wicklungsunterbrechung der Empfangsspule - nicht identifizier-/behebbarer elektronischer Fehler o. Defekt Lass Dir das Empfangsmodul gegen ein funktionierendes umtauschen. Thomas S. schrieb: > Hier ist der Schaltplan des HF-Teils meines durchstimmbaren Empfängers Eine schöne Schaltung! Bei den Blitzdetektorenbauern gibt's auch interessante LW/MW Empfängerschaltungen, die mit 1,5V betrieben werden.
Eigentlich hätte ich gerne, dass mein Posting Beitrag "Re: Problem mit dem Funkuhrbausatz von Sol-expert" gelöscht wird, weil ich den Schaltplan durch einen besser gezeichneten ersetzt habe. Aber leider geht dies nicht!
Thomas S. schrieb: > Eigentlich hätte ich gerne, dass mein Posting > Beitrag "Re: Problem mit dem Funkuhrbausatz von Sol-expert" gelöscht > wird, ... klappt, wenn Du einen Moderator persönlich kontaktierst, suche Dir einen aus: https://www.mikrocontroller.net/user/show/lkmiller https://www.mikrocontroller.net/user/show/dl8dtl https://www.mikrocontroller.net/user/show/yalu https://www.mikrocontroller.net/user/show/myfairtux
LOL. Google linkt sogar zu meinem alten Beitrag. Nur die alte Bestellnummer 641138 eingeben. Die Frage nach dem Chip ist völlig daneben. Welcher Uhrenhersteller, welcher LCD-Hersteller gibt schon genau an, was sich hinter dem schwarzen Klecks verbirgt? Das sind meistens proprietäre Bauteile und proprietäre Programme. Kann auch völlig egal sein. Hauptsache, das Ding ist auf den Anwendungszweck optimiert. StefanK schrieb: > Weitere Möglichkeiten für Fehler des Funkmoduls wären: Plus und Minus bei der Betriebsspannung vertauscht. Passiert öfter als man meint. Sogar mir letztens beim OLED-Display. Dann trinkt man eben abends ein Bier weniger und kauft sich dafür ein neues Teil. Die Dinger sind ja gegenüber früher spottbillig geworden. ciao gustav
Den Chip U1 des Conrad Moduls herauszufinden ist jetzt nicht wirklich schwierig: D6002 von Silicore, das Datenblatt dazu findet man. Wird an anderer Stelle auch als UE6002 bezeichnet.
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Nutzt das von Gustav im Posting Beitrag "Re: Problem mit dem Funkuhrbausatz von Sol-expert" vorgestellte Gerät von HKW ( https://www.mikrocontroller.net/attachment/695282/Netzteilempfehlung_HKW.jpg ) den auf 129,1 kHz in Mainflingen betriebenen Sender DCF42? Das Datenblatt zum IC D6002 findet man auf http://www.datasheet.hk/download.php?id=1208702&pdfid=7B52D4FA97DA31A859E4FB5E9D08DF3F&file=0126\d6002_1231247.pdf
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Die Seite gibt es nicht mehr, höchstens noch auf Waybac kMachine. HKW ist umgezogen nach EFR. Die Kernaussage ist im Text rot unterstrichen. Bezieht sich auf den gesamten Langwellenbereich. Netzteile haben die afaik nicht verkauft, da nicht mehr CE-konform.(Standby-Verbrauch.) Man muss sich schon selber etwas basteln. Oder sowas zum Aussuchen. Alles, was das Bastlerherz begehrt. https://www.mouser.com/catalog/specsheets/InternationalPower_IHAA5-1.5OVP.PDF Ohh, wäre soo schön gewesen. "...Aufgrund der gesetzlichen Vorschriften kann Mouser dieses Produkt nicht in Ihrem Land verkaufen..." ciao gustav
Dieter S. schrieb: > Den Chip U1 des Conrad Moduls herauszufinden ist jetzt nicht wirklich > schwierig: D6002 von Silicore, das Datenblatt dazu findet man. Wie findet man sowas? Andere Threads gehen davon aus, dass viele Empfängermodule MAS6180 oder MAS1016 verwenden. Aber egal, ob C*, P*, R*, ELV oder Ali, anständige Datenblätter ihrer Module liefert keiner dieser.
Auf https://www.dl3ukh.de/18.htm kann man nachlesen, dass anscheinend manche DCF77-Empfangsmodule möglicherweise ziemlich schnell kaputt gehen können.
Thomas S. schrieb: > Auf https://www.dl3ukh.de/18.htm kann man nachlesen, dass anscheinend > manche DCF77-Empfangsmodule möglicherweise ziemlich schnell kaputt gehen > können. .. wenn man sie falsch beschaltet und/oder unpassend versorgt.
Das die Module falsch beschaltet wurden oder unpassend versorgt wurden geht aus diesen Artikel nicht hervor. Aber wenn den Modulen keine Anleitung beiliegt ist es schwierig sie richtig handzuhaben. Auch sollten Hinweise auf elektrostatisch empfindliche Baugruppen nicht fehlen.
Gibt es eigentlich irgendwelche Standards für den Ausgang (Signalpegel, Impedanz, usw.) von Funkuhrmodulen oder macht da jeder Hersteller seine eigene Sache? In wie weit kann man zum Beispiel ein Funkuhrmodul von Conrad durch ein solches von Reichelt ersetzen?
Thomas S. schrieb: > Gibt es eigentlich irgendwelche Standards für den Ausgang (Signalpegel, > Impedanz, usw.) von Funkuhrmodulen oder macht da jeder Hersteller seine > eigene Sache? Typisch ist ein Logikausgang, der die Hüllkurve der Amplitudenmodulation ausgibt. Die Sekundenpulse sind dann aktiv high oder low. Du kannst Dein Modul austauschen wenn die Betriebsspannung passt, also 1,8, 3,3 oder 5 V, und wenn die Polarität des Ausgangs passt.
Thomas S. schrieb: > Gibt es eigentlich irgendwelche Standards für den Ausgang (Signalpegel, > Impedanz, usw.) von Funkuhrmodulen oder macht da jeder Hersteller seine > eigene Sache? In wie weit kann man zum Beispiel ein Funkuhrmodul von > Conrad durch ein solches von Reichelt ersetzen? Ich habe hier ein uraltes (80er) von Conrad, welches am Ausgang nur mit wenigen µA belastet werden darf. Versorgungsspannung völlig egal, solange man eine ebenfalls alte rote LED parallel schaltet und einen satten R in Serie schaltet. (Modul arbeitet zwischen 1.6V und 1.7V am besten) Bis mir nicht sicher, ob's so etwas heute noch zu kaufen gibt.
Thomas S. schrieb: > Gibt es eigentlich irgendwelche Standards für den Ausgang (Signalpegel, > Impedanz, usw.) von Funkuhrmodulen oder macht da jeder Hersteller seine > eigene Sache? Die auf online Marktplätzen angebotenen Billigmodule und die darin verwendeten Empfänger IC kommen allesamt aus Fernost. Dafür gibt es keinen einheitlichen Standard für die Art der Aussenbeschaltung der Sekundenimpulse.
Thomas S. schrieb: > dass anscheinend manche DCF77-Empfangsmodule möglicherweise ziemlich > schnell kaputt gehen können. Mir ist in den letzten 20 Jahren keines von den Conrad-Modulen bei Dauerbrieb kaputt gegangen. Ich fand die subjektiv am besten. Wie derjenige das geschafft hat? Vermutlich wie schon geäußert durch falsche Beschaltung. Oder mal verpolt.. upps..... ah funktioniert noch. Nur nicht mehr solange, was die meisten nicht wissen wollen.
900ss schrieb: > Vermutlich wie schon geäußert durch > falsche Beschaltung. Oder mal verpolt.. Oder Ableitstrom eines SNT floss einmal drüber. So habe ich schon etliche CMOS-Schaltungen gekillt. 5V-Netzteil ist eben nicht 5V-Netzteil. Meistens kommen bei Arduino die 5V aus der USB-Buchse des Notebook oder PC. Der PC ist zwar mit PE verbunden, beim Notebook weiß man nicht immer, ob Netzteil auch mit PE verbunden ist. Das ist das eine. Aber die Störspektren liegen im Empfangsbereich, so dass der Empfänger vielleicht statt der Sekundenmarken irgendetwas an Geflackere ausgibt. Der Empfänger muss weit genug von Störquellen aufgestellt werden und muss "sauberes" Netzteil haben. In direkter Sendernähe (Frankfurt Umgebung) kommt der DCF77-Pegel noch über den man made noise, weiter weg ist das wohl nicht mehr überall garantiert. Erst wurde indirekt die Sendeleistung erhöht, indem die prozentuale Austasttiefe gößer gemacht wurde, jetzt nochmal mehr Leistung drauf, ist nicht opportun. Da gibt es wieder die Beschwerden über unerwünschte Einstrahlung. Kenn Leute, die beschwerten sich über das Getackere in ihrem Plattenspieler (Phono-Magnet), so stark ist das Signal in der Umgebung des Senders. Bleibt also nichts anders übrig, als die Empfängerseite unter die Lupe zu nehmen. Wie mehrfach gesagt, ein Widerstand eine Leuchtdiode, drei 1,5V-Batterien, fertig ist die Testschaltung. Die Schaltungen wurden oben ja schon gezeigt. Komisch ist nur, dass das eine Gerät funktioniert, das andere nicht. Im Zweifelsfalle den Verkäufer kontaktieren. Der soll Dir einwandfreie Ware liefern. Und Dich beraten. Evtl ist der Prozessor nicht richtig programmiert. Das wurde ja noch garnicht in Betracht gezogen. ciao gustav
Vergleicht man den Schaltplan meines DCF77-Empfängers auf https://www.mikrocontroller.net/attachment/695326/Schaltplan1.png mit den Funkuhrmodulen kommerzieller Anbieter, so fallen folgende Unterschiede auf: - die Spule meines Empfängers hat eine höhere Induktivität, da sie mit einer Kapazität von unter 500 pF eine Resonanz mit 77,5 kHz bilden muss - man kann die Empfangsfrequenz optimal einstellen - der Empfänger wird über eine zweite Spule mit weniger Windungen angekoppelt, um den Schwingkreis nicht zu sehr zu bedämpfen Warum werden diese Voreile nicht bei kommerziellen Funkuhrmodulen genutzt?
Gibt's schon: https://sophisticatedcircuits.wordpress.com/2013/07/25/ein-bandpassfilter-zur-storsignalunterdruckung/ ciao gustav
Thomas S. schrieb: > Warum werden diese Voreile nicht bei kommerziellen Funkuhrmodulen > genutzt? Weil diese "Vorteile" keinen praktischen Gewinn ergeben? Karl B. schrieb: > Gibt's schon: > https://sophisticatedcircuits.wordpress.com/2013/07/25/ein-bandpassfilter-zur-storsignalunterdruckung/ Das nenne ich mal Aufwandsmaximierung.
Warum soll ein abstimmbarer Eingangskreis keine Vorteile bringen? Spulen auf Ferriten haben immer gewisse Toleranzen. Interessant wäre es, wenn man bei einem kommerziellen DCF77-Empfangsmodul den mitgelieferten Ferritstab - inklusive Paralellkapazität - durch meinen Ferritstab inklusive Drehkondensator ersetzen würde.
Man findet in den Herstellerangaben noch den Trend zu möglichst kurzen Ferritstäben. Der Fachbegriff lautet "Scherung". Die Sache ist also auch an der Fertigungstechnik praxisorientiert. ciao gustav
Thomas S. schrieb: > Warum soll ein abstimmbarer Eingangskreis keine Vorteile bringen? Spulen > auf Ferriten haben immer gewisse Toleranzen. Ich bestreite nicht, dass eine abgestimmte Antenne sinnvoll ist. Aber diese Filterorgie auf h*://sophisticatedcircuits.wordpress.com/ finde ich halt übertrieben. Meine Eigenbauantennen, basierend auf Schaltungsvorschlägen der PTB 70er-Jahre, wurden natürlich auf Resonanz abgegelichen. > Interessant wäre es, wenn man bei einem kommerziellen > DCF77-Empfangsmodul den mitgelieferten Ferritstab - inklusive > Paralellkapazität - durch meinen Ferritstab inklusive Drehkondensator > ersetzen würde. Drehkondensator macht die Sache unhandlich, mit dem 10pF eines Keramiktrimmers kommt man nicht weit. Ich hatte meine DCF-Antenne auf einem nicht isolierten Dachboden angebracht, da gab es Ärger mit der Temperaturdrift des Schwingkreises. Ich kann keine Zahlen nennen, aber der Bereich war recht eng. Die käuflichen Chinamodule habe ich nicht untersucht, die gehen sicherlich von Betrieb bei Raumtemperatur aus.
Da gibt es noch das Problem mit den Fertigungstoleranzen. Wie hoch dürften diese eigentlich sein? Gibt es auch Funkuhrmodule, bei denen der Kondensator, der die Eingangsfrequenz bestimmt, nicht auf der Platine liegt, sondern bei der Spule? Ich weiß, dass dies bei ELV-Funkuhr DCF 90 ( https://media.elv.com/file/1990_04_04_dcf90.pdf ) der Fall ist. Diese Uhr hat sehr gute Empfangseigenschaften. Ich habe diese einmal vor der Umstellung auf Sommerzeit in eine Aluminiumkiste - ähnlich wie der auf https://www.thiele-shop.com/40860 - im Keller gelegt und sie hat es tatsächlich geschafft, die Zeitumstellung durchzuführen (Entfernung zum Sender ca. 140 km).
Thomas S. schrieb: > Da gibt es noch das Problem mit den Fertigungstoleranzen. Wie hoch > dürften diese eigentlich sein? Das hängt doch davon, welche Schwingkreisgüte man zustande bekommt. Einerseits will man schmalbandig sein, andererseits aus Kostengründen nicht abgleichen müssen, was nur geht, wenn der Kreis eher schlecht ist. > Gibt es auch Funkuhrmodule, bei denen der Kondensator, der die > Eingangsfrequenz bestimmt, nicht auf der Platine liegt, sondern bei der > Spule? Bei den kurzen Längen innerhalb der Gehäuses ist das egal. Die Kapazität der Leitung stört nicht und die paar Milliohm vom Draht werden die Kreisgüte nur theoretisch verringern. > Ich weiß, dass dies bei ELV-Funkuhr DCF 90 ( > https://media.elv.com/file/1990_04_04_dcf90.pdf ) der Fall ist. Diese > Uhr hat sehr gute Empfangseigenschaften. Das wird wohl eher am Empfänger-IC liegen, was speziell für diesen Zweck entwickelt wurde. Es ist ewige Jahre her, dass ich solche als Entwicklungsmuster-Bausatz auf dem Tisch hatte. Blieb aber dabei, für die Serie wurden dann fertige Empfängermodule von Meinberg zugekauft. Ein anderer Thread zeigt eine Antenne von Junghans, die Deiner ELV verdammt ähnelt: https://www.mikrocontroller.net/attachment/624357/JunghansDCF77Wecker.jpg
Aber ein Vorteil hat eine Lösung mit Kondensator an der Ferritspule. Ich kann bei Bedarf die Empfangsspule bei Bedarf leicht durch eine höherer Güte, wie der die ich bei meiner Schaltung auf https://www.mikrocontroller.net/attachment/695326/Schaltplan1.png ersetzen.
Habe jetzt nicht alles gelesen, aber welche Vorteile versprichst Du Dir von einem Serienresonanzkreis (C6/N1)? ciao gustav
Karl B. schrieb: > Habe jetzt nicht alles gelesen, aber welche Vorteile versprichst Du Dir > von einem Serienresonanzkreis (C6/N1)? Wie kommst du auf das schmale Brett, das wäre ein Serienresonanzkreis? Es ist ein normaler Parallelschwingkreis mit einer Koppelwicklung n2. Gruß Thorsten
Ja, Du hast recht. Habe mich von der unüblichen Zeichnung täuschen lassen. Zum Vergleich nochmal "mein" Preamp. ciao gustav
Noch ein Bild von einem teuren Empfängermodul. Die Ferrirantenne ist gerade einmal ca. 6 cm lang. Der Wima Kondensator mit 100V Spannungsfestigkeit hat 2,2 nF Kapazität. Die Windungszahl dürfte überschlägig ca. 240 betragen. (Keine HF-Litze, wie bei "meiner" MSF60-Empfangsantenne.) Insofern nichts Besonderes. Das Ferritstabmaterial scheint aber insofern exotisch zu sein, da schon ein Teil abgebröckelt ist am Ende. Ist wohl nicht besonders "beschleunigungsfähig", sprich, ist wohl mal heruntergefallen und an den Ecken am Gehäuse aufgeschlagen. Man sieht auch die "Körnung". Evtl. Mangan-Zink-Ferrit? Mehr Aufwand wurde beim Aktivverstärker betrieben. Die Bauteilebezeichnungen sind praktisch nicht erkennbar. Auf der einen Seite ist das Quarz aufgeklebt, womit IC-Teilebezeichnung überdeckt wird. Beim anderen IC erkenne ich auch unter der Lupe kaum etwas Lesbares. Könnte sogar sein, dass die beiden ICs nichts Besonderes sind, eventuell sogar dieselben wie beim oben erwähnten "Conrad"-Empfänger. Wie gesagt, ein größerer Aufwand mit Spulen und Kondensatoren im Sinne von selektiven Einkreis-Empfängern oder Superhet wurde hier nicht betrieben. Damit steht die Befürchtung im Raum, dass eine Anfrage des TE wohl ins Leere laufen wird, wenn er denn einmal einen Hersteller bezüglich seines Projektes kontaktiert haben würde. ciao gustav
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