Forum: HF, Funk und Felder Problem mit dem Funkuhrbausatz von Sol-expert


von Thomas S. (solt)


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Ich habe kürzlich zwei Funkuhr-Bausätze von Sol-Expert ( 
https://www.sol-expert-group.de/Rund-ums-Loeten/Pfiffige-Loetbausaetze/Loetbausatz-Funkuhr-DCF::1551.html 
) zusammengebaut. Der eine funktioniert einwandfrei, beim anderen kann 
ich die Uhr mit allen beschriebenen Funktionen nutzen, es gelingt aber 
keine Zeitnahme. Ich habe alle Lötstellen inspiziert und gehe davon aus, 
dass beim Aufbau kein Fehler passiert ist. Auch die Ferritantenne ist 
ordnungsgemäß angeschlossen.

Wie wahrscheinlich ist es, dass das Empfangsmodul, von dem kein 
Schaltplan existiert, kaputt ist? (Wenn im Eingang MOSFETs sind, dann 
wäre dies nicht erstaunlich)

Könnte ich es durch ein neues Funkuhrmodul wie das von Pollin ( 
https://www.pollin.de/p/dcf-empfangsmodul-dcf1-810054 ) ersetzen?

Ich habe übrigens einige durchstimmbare Empfänger für Frequenzen unter 
100 kHz mit denen ich auch DCF77 empfangen kann gebaut. Sie verwenden 
als HF-Teil einen zweistufigen Verstärker mit BC238C-Transistoren, wobei 
die Stufen kapazitiv gekoppelt sind. Die Demodulation erfolgt mit zwei 
Dioden in Greinacher Schaltung. Besagte Schaltung - allerdings mit 
kleinen Koppelkondensatoren - verwende ich auch für selbstgebaute Radios 
für LW und MW.

Wie gut oder wie schlecht kann ich diese Schaltung für die Ansteuerung 
von Prozessoren von Funkuhren verwenden? Dass diese Schaltungen den 
akustischen Empfang von DCF77 ermöglichen, kann man auf 
https://www.youtube.com/watch?v=iRhjbVM2VN4 hören. Warum sollten sie 
nicht - ggf. mit Zusatzbeschaltung -auch einen Prozessor ansteuern 
können?

von Michael B. (laberkopp)


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Schalte eine LED an den RCC Ausgang und schau nach, ob es DCF Impulse 
liefert, deren 1s Blinkerei sieht man ja recht gut. Vielleicht wohnst du 
ja in einem Container.

von Rainer W. (rawi)


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Thomas S. schrieb:
> Wie wahrscheinlich ist es, dass das Empfangsmodul, ..., kaputt ist? (Wenn im 
Eingang MOSFETs sind, dann
> wäre dies nicht erstaunlich)

Was treibst du mit deinen Elektronikbauteiles, dass du davon ausgehst?

Ist die Antenne vernünftig ausgerichtet und der Standort störungsarm 
(keine Schaltnetzteile in der Umgebung)?
Hast du die Empfängermodule zwischen deinen beiden Bausätzen quer 
getauscht?

von StefanK (stefanka)


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Thomas S. schrieb:
> Ich habe übrigens einige durchstimmbare Empfänger für Frequenzen unter
> 100 kHz mit denen ich auch DCF77 empfangen kann gebaut. Sie verwenden
> als HF-Teil einen zweistufigen Verstärker mit BC238C-Transistoren, wobei
> die Stufen kapazitiv gekoppelt sind. Die Demodulation erfolgt mit zwei
> Dioden in Greinacher Schaltung. Besagte Schaltung - allerdings mit
> kleinen Koppelkondensatoren - verwende ich auch für selbstgebaute Radios
> für LW und MW.
> Wie gut oder wie schlecht kann ich diese Schaltung für die Ansteuerung
> von Prozessoren von Funkuhren verwenden?

Kannst Du bitte die Schaltpläne Deiner oben beschriebenen Empfänger 
posten?

von Hans W. (hanswieland)


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Thomas S. schrieb:
> Ich habe übrigens einige durchstimmbare Empfänger für Frequenzen unter
> 100 kHz mit denen ich auch DCF77 empfangen kann gebaut.
...
> Wie gut oder wie schlecht kann ich diese Schaltung für die Ansteuerung
> von Prozessoren von Funkuhren verwenden?

Du solltest wenigstens den Schaltplan zeigen.

von Harald K. (kirnbichler)


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Hans W. schrieb:
> Du solltest wenigstens den Schaltplan zeigen.

Den findet man auf der verlinkten Seite:

https://www.sol-expert-group.de/images/Anleitungen/11000_Anleitung_Funkuhr_Schaltplan.pdf

Wie auch eine Aufbauanleitung:
https://www.sol-expert-group.de/images/Anleitungen/11000_Anleitung_Funkuhr_DT-EN.pdf

(Lustig ist, daß in der jeder Lötschritt der auf das Einlöten der 
Kondensatoren folgt, auf Englisch konsequent weiter als "fit and solder 
capacitor" bezeichnet wird ...)

: Bearbeitet durch User
von StefanK (stefanka)


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Thomas S. schrieb:
> Ich habe übrigens einige durchstimmbare Empfänger

Ich meinte die Schaltpläne Deiner Empfänger, die interessieren mich.

Rainer W. schrieb:
> Hast du die Empfängermodule zwischen deinen beiden Bausätzen quer
> getauscht?

Zunächst das ausprobieren und ausschließen, dass es am DCF77 Modul 
liegt.

von Hans W. (hanswieland)


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Harald K. schrieb:
>> Du solltest wenigstens den Schaltplan zeigen.
> Den findet man auf der verlinkten Seite

Ich meine den Schaltplan deines durchstimmbaren Empfängers, für den 
deine Feage war:

> Wie gut oder wie schlecht kann ich diese Schaltung für die Ansteuerung von 
Prozessoren von Funkuhren verwenden?

: Bearbeitet durch User
von Karl B. (gustav)


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Thomas S. schrieb:
> Der eine funktioniert einwandfrei,

Dann nimm den Empfänger von dem Gerät, das wunschgemäß funktioniert, und 
teste das andere.
Dann fällt Fehlerquelle "Empfänger" weg.

Einige oft auftretende Verständnisschwierigkeiten beim Ankoppeln an die 
µC-Schaltung sind:

µC verlangt steigende Flanke, Empfänger liefert aber fallende.
Lösung: Das Conrad-Modul mit den beiden jeweils um 180° gedrehten 
Ausgangspegeln verwenden und ausprobieren.

Und die fehlenden Pullups für einwandfreie µC-ansteuerungsteugliche 
Pegel sind oft die Ursache. Mit welcher Spannung wird Empfangsmodul 
betrieben, auch hier immer mal wieder in den Arduionofangemeinden 
auftauchende Spannungsfrage "Soll ich 3,3V oder 5V nehmen."
Wenn an RAW 5V, dann liefert der Spannungsregler die 3.3V am 3,3V Pin.
Muss man nur drauf kommen.
Welche Spannung braucht das Pollin Modul?

Und die meisten Akustikempfänger sind für die Direktankopplung an den µC 
nicht gedacht. Der Aufwand für den Umbau auf µC-Tauglichkeit lohnt 
nicht.
Siehe auch früheres Video. Der Akustikempfänger muss mindestens 2 Meter 
weit vom Monitor stehen, sonst liefert er nur Knattergeräusche und keine 
sauberen Sekundenmarken. Wohingegen der eine für die Funkuhranwendung 
empfohlene Empfänger bereits in 50 cm Abstand zum Monitor noch ein 
sauberes Decodiersignal liefert.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
von StefanK (stefanka)


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@Hans, wir meinen beide dasselbe 😀

von Karl B. (gustav)


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Mit "USB-Ladegerät", wie in der Beschreibung empfohlen, wird man nicht 
viel Freude haben. Lieber ein vernünftiges 5V-Netzteil benutzen.

ciao
gustav

von Harald K. (kirnbichler)


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Karl B. schrieb:
> Mit "USB-Ladegerät", wie in der Beschreibung empfohlen, wird man nicht
> viel Freude haben.

Die meisten Dinge, die von Laien als "USB-Ladegerät" bezeichnet werden, 
sind keine, sondern Netzteile.
Und es sind sehr überwiegend 5-V-Festspannungsnetzteile. Wenn sie eine 
USB-A-Buchse haben, sowieso, wenn sie eine USB-C-Buchse haben, können 
sie auch PD- oder gar PPS-Netzteile sein.

USB-Ladegeräte hingegen sind Akkulader, die per USB mit Spannung 
versorgt werden.

Sowas:

https://www.amazon.de/dp/B0G134CYS3

von Manfred P. (pruckelfred)


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Harald K. schrieb:
>> Mit "USB-Ladegerät", wie in der Beschreibung empfohlen, wird man nicht
>> viel Freude haben.
>
> Die meisten Dinge, die von Laien als "USB-Ladegerät" bezeichnet werden,
> sind keine, sondern Netzteile.
> Und es sind sehr überwiegend 5-V-Festspannungsnetzteile.

Ja, sie sind heutzutage aber Schaltnetzteile mit dem hohen Risiko, den 
DCF-Empfänger zuzustopfen.

von Karl B. (gustav)


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Die Anführungsstriche sollten meine Distanzierung verdeutlichen, 
gleichzeitig mit dem wörtlichen Zitat aus der BA.

Für Funkuhr-Netzteil wird von HKW sogar ausdrücklich ein 
"Trafo-Netzteil" empfohlen.

ciao
gustav

von Thomas S. (solt)


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Hier ist der Schaltplan des HF-Teils meines durchstimmbaren Empfängers 
für den Frequenzbereich von 50 kHz bis 100 kHz. Der Schaltplan wurde mit 
Paint auf die Schnelle erstellt, da ich keine besseren Tools habe.
An allen Stellen, an denen sich Leitungsverbindungen auf dem Schaltplan 
kreuzen haben diese Kontakt zueinander.
Der Ferritstab sollte etwa 15 Zentimeter lang sein. Eine einlagige 
Windung ermöglicht einen größeren empfangbaren Freuenzbereich.

von Karl B. (gustav)


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Könnte bestenfalls als ein schlechter verspäteter Aprilscherz aufgefasst 
werden, wenn Du Deinen Empfänger ernsthaft für geeigneter hältst, als 
den "Conrad"-Empfänger im angehängten Schaltplan.

ciao
gustav

von Rainer W. (rawi)


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Thomas S. schrieb:
> An allen Stellen, an denen sich Leitungsverbindungen auf dem Schaltplan
> kreuzen haben diese Kontakt zueinander.

Hat dein Paint keinen Pinsel, mit dem man einen Klecks auf die 
Verbindungen setzen kann?

Karl B. schrieb:
> ... als den "Conrad"-Empfänger im angehängten Schaltplan.

Was mag sich wohl hinter U1 für ein Chip verbergen.
Da ist der Paint-Schaltplan deutlich besser lesbar :-(

: Bearbeitet durch User
von Thomas S. (solt)


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Ich habe nicht behauptet, dass mein Empfänger besser ist. Ich habe ihn 
auch seinerzeit nicht für die Ansteuerung von Uhren gebaut, sondern um 
herauszufinden, was man in den Frequenzbereich von 50 kHz bis 100 kHz 
empfangen kann. Aber trotzdem stellt sich die Frage, ob er prinzipiell 
geeignet wäre.

Wie gut wäre eigentlich der CONRAD-Empfänger, wenn die Antennenspule 
eine höhere Induktivität hätte und mit einem Drehkondensator abstimmbar 
wäre?

: Bearbeitet durch User
von Thomas S. (solt)


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Hier ist der Schaltplan des HF-Teils meines durchstimmbaren Empfängers
für den Frequenzbereich von 50 kHz bis 100 kHz.
Der Ferritstab sollte etwa 15 Zentimeter lang sein. Eine einlagige
Windung ermöglicht einen größeren empfangbaren Freuenzbereich.
Besagter Empfänger ist nicht für die Ansteuerung von Funkuhrwerken 
gedacht, sondern nur für die Erkundung des oben genannten 
Frequenzbereichs.

von Thomas S. (solt)


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Ich habe beide Funkuhrmodule am gleichen Ort unter gleichen Umständen 
getestet. Eines funktioniert und eines nicht!
Bezüglich der Möglichkeit des Defektes eines Eingangstransisors beim 
DCF77-Modul durch statische Aufladung. Ich weiß nicht, ob das 
DCF77-Modul MOSFETs verwendet und die Verpackung war eine einfache 
Plastikfolie mit Luftkissenfolie.

von StefanK (stefanka)


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Thomas S. schrieb:
> Möglichkeit des Defektes eines Eingangstransisors beim DCF77-Modul durch
> statische Aufladung.

Das wäre möglich. Weitere Möglichkeiten für Fehler des Funkmoduls wären:

- kalte/schlechte Lötstellen auf dem Empfänger Board
- Leiterbahnunterbrechung/Haarriss
- Wicklungsunterbrechung der Empfangsspule
- nicht identifizier-/behebbarer elektronischer Fehler o. Defekt

Lass Dir das Empfangsmodul gegen ein funktionierendes umtauschen.

Thomas S. schrieb:
> Hier ist der Schaltplan des HF-Teils meines durchstimmbaren Empfängers

Eine schöne Schaltung! Bei den Blitzdetektorenbauern gibt's auch 
interessante LW/MW Empfängerschaltungen, die mit 1,5V betrieben werden.

von Thomas S. (solt)


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Eigentlich hätte ich gerne, dass mein Posting 
Beitrag "Re: Problem mit dem Funkuhrbausatz von Sol-expert" gelöscht wird, weil 
ich den Schaltplan durch einen besser gezeichneten ersetzt habe. Aber 
leider geht dies nicht!

von Manfred P. (pruckelfred)


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Thomas S. schrieb:
> Eigentlich hätte ich gerne, dass mein Posting
> Beitrag "Re: Problem mit dem Funkuhrbausatz von Sol-expert" gelöscht
> wird,

... klappt, wenn Du einen Moderator persönlich kontaktierst, suche Dir 
einen aus:

https://www.mikrocontroller.net/user/show/lkmiller
https://www.mikrocontroller.net/user/show/dl8dtl
https://www.mikrocontroller.net/user/show/yalu
https://www.mikrocontroller.net/user/show/myfairtux

von Karl B. (gustav)


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LOL.
Google linkt sogar zu meinem alten Beitrag.
Nur die alte Bestellnummer 641138 eingeben.
Die Frage nach dem Chip ist völlig daneben.
Welcher Uhrenhersteller, welcher LCD-Hersteller gibt schon genau an, was 
sich hinter dem schwarzen Klecks verbirgt? Das sind meistens proprietäre 
Bauteile und proprietäre Programme.
Kann auch völlig egal sein. Hauptsache, das Ding ist auf den 
Anwendungszweck optimiert.

StefanK schrieb:
> Weitere Möglichkeiten für Fehler des Funkmoduls wären:

Plus und Minus bei der Betriebsspannung vertauscht.
Passiert öfter als man meint. Sogar mir letztens beim OLED-Display.
Dann trinkt man eben abends ein Bier weniger und kauft sich dafür ein 
neues Teil. Die Dinger sind ja gegenüber früher spottbillig geworden.

ciao
gustav

von Dieter S. (ds1)


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Den Chip U1 des Conrad Moduls herauszufinden ist jetzt nicht wirklich 
schwierig: D6002 von Silicore, das Datenblatt dazu findet man. Wird an 
anderer Stelle auch als UE6002 bezeichnet.

: Bearbeitet durch User
von Thomas S. (solt)


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Nutzt das von Gustav im Posting 
Beitrag "Re: Problem mit dem Funkuhrbausatz von Sol-expert" vorgestellte Gerät 
von HKW ( 
https://www.mikrocontroller.net/attachment/695282/Netzteilempfehlung_HKW.jpg 
) den auf 129,1 kHz in Mainflingen betriebenen Sender DCF42?

Das Datenblatt zum IC D6002 findet man auf 
http://www.datasheet.hk/download.php?id=1208702&pdfid=7B52D4FA97DA31A859E4FB5E9D08DF3F&file=0126\d6002_1231247.pdf

: Bearbeitet durch User
von Karl B. (gustav)


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Die Seite gibt es nicht mehr, höchstens noch auf Waybac kMachine.
HKW ist umgezogen nach EFR.
Die Kernaussage ist im Text rot unterstrichen.
Bezieht sich auf den gesamten Langwellenbereich.
Netzteile haben die afaik nicht verkauft, da nicht mehr 
CE-konform.(Standby-Verbrauch.)
Man muss sich schon selber etwas basteln.
Oder sowas zum Aussuchen. Alles, was das Bastlerherz begehrt.
https://www.mouser.com/catalog/specsheets/InternationalPower_IHAA5-1.5OVP.PDF

Ohh, wäre soo schön gewesen.
"...Aufgrund der gesetzlichen Vorschriften kann Mouser dieses Produkt 
nicht in Ihrem Land verkaufen..."

ciao
gustav

von Manfred P. (pruckelfred)


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Dieter S. schrieb:
> Den Chip U1 des Conrad Moduls herauszufinden ist jetzt nicht wirklich
> schwierig: D6002 von Silicore, das Datenblatt dazu findet man.

Wie findet man sowas? Andere Threads gehen davon aus, dass viele 
Empfängermodule MAS6180 oder MAS1016 verwenden.

Aber egal, ob C*, P*, R*, ELV oder Ali, anständige Datenblätter ihrer 
Module liefert keiner dieser.

von Thomas S. (solt)


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Auf https://www.dl3ukh.de/18.htm kann man nachlesen, dass anscheinend 
manche DCF77-Empfangsmodule möglicherweise ziemlich schnell kaputt gehen 
können.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Thomas S. schrieb:
> Auf https://www.dl3ukh.de/18.htm kann man nachlesen, dass anscheinend
> manche DCF77-Empfangsmodule möglicherweise ziemlich schnell kaputt gehen
> können.

.. wenn man sie falsch beschaltet und/oder unpassend versorgt.

von Thomas S. (solt)


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Das die Module falsch beschaltet wurden oder unpassend versorgt wurden 
geht aus diesen Artikel nicht hervor. Aber wenn den Modulen keine 
Anleitung beiliegt ist es schwierig sie richtig handzuhaben. Auch 
sollten Hinweise auf elektrostatisch empfindliche Baugruppen nicht 
fehlen.

von Thomas S. (solt)


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Gibt es eigentlich irgendwelche Standards für den Ausgang (Signalpegel, 
Impedanz, usw.) von Funkuhrmodulen oder macht da jeder Hersteller seine 
eigene Sache? In wie weit kann man zum Beispiel ein Funkuhrmodul von 
Conrad durch ein solches von Reichelt ersetzen?

von Soul E. (soul_eye)


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Thomas S. schrieb:
> Gibt es eigentlich irgendwelche Standards für den Ausgang (Signalpegel,
> Impedanz, usw.) von Funkuhrmodulen oder macht da jeder Hersteller seine
> eigene Sache?

Typisch ist ein Logikausgang, der die Hüllkurve der Amplitudenmodulation 
ausgibt. Die Sekundenpulse sind dann aktiv high oder low.

Du kannst Dein Modul austauschen wenn die Betriebsspannung passt, also 
1,8, 3,3 oder 5 V, und wenn die Polarität des Ausgangs passt.

von Norbert (der_norbert)


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Thomas S. schrieb:
> Gibt es eigentlich irgendwelche Standards für den Ausgang (Signalpegel,
> Impedanz, usw.) von Funkuhrmodulen oder macht da jeder Hersteller seine
> eigene Sache? In wie weit kann man zum Beispiel ein Funkuhrmodul von
> Conrad durch ein solches von Reichelt ersetzen?

Ich habe hier ein uraltes (80er) von Conrad, welches am Ausgang nur mit 
wenigen µA belastet werden darf. Versorgungsspannung völlig egal, 
solange man eine ebenfalls alte rote LED parallel schaltet und einen 
satten R in Serie schaltet. (Modul arbeitet zwischen 1.6V und 1.7V am 
besten)

Bis mir nicht sicher, ob's so etwas heute noch zu kaufen gibt.

von Al (almond)


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Thomas S. schrieb:
> Gibt es eigentlich irgendwelche Standards für den Ausgang (Signalpegel,
> Impedanz, usw.) von Funkuhrmodulen oder macht da jeder Hersteller seine
> eigene Sache?

Die auf online Marktplätzen angebotenen Billigmodule und die darin 
verwendeten Empfänger IC kommen allesamt aus Fernost. Dafür gibt es 
keinen einheitlichen Standard für die Art der Aussenbeschaltung der 
Sekundenimpulse.

von 900ss (900ss)


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Thomas S. schrieb:
> dass anscheinend manche DCF77-Empfangsmodule möglicherweise ziemlich
> schnell kaputt gehen können.

Mir ist in den letzten 20 Jahren keines von den Conrad-Modulen bei 
Dauerbrieb kaputt gegangen. Ich fand die subjektiv am besten.
Wie derjenige das geschafft hat? Vermutlich wie schon geäußert durch 
falsche Beschaltung. Oder mal verpolt..
upps..... ah funktioniert noch. Nur nicht mehr solange, was die meisten 
nicht wissen wollen.

von Karl B. (gustav)


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900ss schrieb:
> Vermutlich wie schon geäußert durch
> falsche Beschaltung. Oder mal verpolt..

Oder Ableitstrom eines SNT floss einmal drüber.
So habe ich schon etliche CMOS-Schaltungen gekillt.
5V-Netzteil ist eben nicht 5V-Netzteil.
Meistens kommen bei Arduino die 5V aus der USB-Buchse des Notebook oder 
PC.

Der PC ist zwar mit PE verbunden, beim Notebook weiß man nicht immer, ob 
Netzteil auch mit PE verbunden ist.
Das ist das eine.
Aber die Störspektren liegen im Empfangsbereich, so dass der Empfänger 
vielleicht statt der Sekundenmarken irgendetwas an Geflackere ausgibt.
Der Empfänger muss weit genug von Störquellen aufgestellt werden und 
muss "sauberes" Netzteil haben.
In direkter Sendernähe (Frankfurt Umgebung) kommt der DCF77-Pegel noch 
über den man made noise, weiter weg ist das wohl nicht mehr überall 
garantiert.

Erst wurde indirekt die Sendeleistung erhöht, indem die prozentuale 
Austasttiefe gößer gemacht wurde, jetzt nochmal mehr Leistung drauf, ist 
nicht opportun. Da gibt es wieder die Beschwerden über unerwünschte 
Einstrahlung.
Kenn Leute, die beschwerten sich über das Getackere in ihrem 
Plattenspieler (Phono-Magnet), so stark ist das Signal in der Umgebung 
des Senders.

Bleibt also nichts anders übrig, als die Empfängerseite unter die Lupe 
zu nehmen.
Wie mehrfach gesagt, ein Widerstand eine Leuchtdiode, drei 
1,5V-Batterien,
fertig ist die Testschaltung. Die Schaltungen wurden oben ja schon 
gezeigt.

Komisch ist nur, dass das eine Gerät funktioniert, das andere nicht.
Im Zweifelsfalle den Verkäufer kontaktieren. Der soll Dir einwandfreie 
Ware liefern. Und Dich beraten. Evtl ist der Prozessor nicht richtig 
programmiert. Das wurde ja noch garnicht in Betracht gezogen.

ciao
gustav

von Thomas S. (solt)


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Vergleicht man den Schaltplan meines DCF77-Empfängers auf 
https://www.mikrocontroller.net/attachment/695326/Schaltplan1.png mit 
den Funkuhrmodulen kommerzieller Anbieter, so fallen folgende 
Unterschiede auf:
- die Spule meines Empfängers hat eine höhere Induktivität, da sie mit 
einer Kapazität von unter 500 pF eine Resonanz mit 77,5 kHz bilden muss
- man kann die Empfangsfrequenz optimal einstellen
- der Empfänger wird über eine zweite Spule mit weniger Windungen 
angekoppelt, um den Schwingkreis nicht zu sehr zu bedämpfen

Warum werden diese Voreile nicht bei kommerziellen Funkuhrmodulen 
genutzt?

von Karl B. (gustav)


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von Manfred P. (pruckelfred)


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Thomas S. schrieb:
> Warum werden diese Voreile nicht bei kommerziellen Funkuhrmodulen
> genutzt?

Weil diese "Vorteile" keinen praktischen Gewinn ergeben?

Karl B. schrieb:
> Gibt's schon:
> 
https://sophisticatedcircuits.wordpress.com/2013/07/25/ein-bandpassfilter-zur-storsignalunterdruckung/

Das nenne ich mal Aufwandsmaximierung.

von Thomas S. (solt)


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Warum soll ein abstimmbarer Eingangskreis keine Vorteile bringen? Spulen 
auf Ferriten haben immer gewisse Toleranzen.

Interessant wäre es, wenn man bei einem kommerziellen 
DCF77-Empfangsmodul den mitgelieferten Ferritstab - inklusive 
Paralellkapazität - durch meinen Ferritstab inklusive Drehkondensator 
ersetzen würde.

von Karl B. (gustav)


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Man findet in den Herstellerangaben noch den Trend zu möglichst kurzen 
Ferritstäben. Der Fachbegriff lautet "Scherung".

Die Sache ist also auch an der Fertigungstechnik praxisorientiert.

ciao
gustav

von Manfred P. (pruckelfred)


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Thomas S. schrieb:
> Warum soll ein abstimmbarer Eingangskreis keine Vorteile bringen? Spulen
> auf Ferriten haben immer gewisse Toleranzen.

Ich bestreite nicht, dass eine abgestimmte Antenne sinnvoll ist. Aber 
diese Filterorgie auf h*://sophisticatedcircuits.wordpress.com/ finde 
ich halt übertrieben.

Meine Eigenbauantennen, basierend auf Schaltungsvorschlägen der PTB 
70er-Jahre, wurden natürlich auf Resonanz abgegelichen.

> Interessant wäre es, wenn man bei einem kommerziellen
> DCF77-Empfangsmodul den mitgelieferten Ferritstab - inklusive
> Paralellkapazität - durch meinen Ferritstab inklusive Drehkondensator
> ersetzen würde.

Drehkondensator macht die Sache unhandlich, mit dem 10pF eines 
Keramiktrimmers kommt man nicht weit. Ich hatte meine DCF-Antenne auf 
einem nicht isolierten Dachboden angebracht, da gab es Ärger mit der 
Temperaturdrift des Schwingkreises. Ich kann keine Zahlen nennen, aber 
der Bereich war recht eng.

Die käuflichen Chinamodule habe ich nicht untersucht, die gehen 
sicherlich von Betrieb bei Raumtemperatur aus.

von Thomas S. (solt)


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Da gibt es noch das Problem mit den Fertigungstoleranzen. Wie hoch 
dürften diese eigentlich sein?

Gibt es auch Funkuhrmodule, bei denen der Kondensator, der die 
Eingangsfrequenz bestimmt, nicht auf der Platine liegt, sondern bei der 
Spule?

Ich weiß, dass dies bei ELV-Funkuhr DCF 90 ( 
https://media.elv.com/file/1990_04_04_dcf90.pdf ) der Fall ist. Diese 
Uhr hat sehr gute Empfangseigenschaften. Ich habe diese einmal vor der 
Umstellung auf Sommerzeit in eine Aluminiumkiste - ähnlich wie der auf 
https://www.thiele-shop.com/40860 - im Keller gelegt und sie hat es 
tatsächlich geschafft, die Zeitumstellung durchzuführen (Entfernung zum 
Sender ca. 140 km).

von Manfred P. (pruckelfred)


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Thomas S. schrieb:
> Da gibt es noch das Problem mit den Fertigungstoleranzen. Wie hoch
> dürften diese eigentlich sein?

Das hängt doch davon, welche Schwingkreisgüte man zustande bekommt. 
Einerseits will man schmalbandig sein, andererseits aus Kostengründen 
nicht abgleichen müssen, was nur geht, wenn der Kreis eher schlecht ist.

> Gibt es auch Funkuhrmodule, bei denen der Kondensator, der die
> Eingangsfrequenz bestimmt, nicht auf der Platine liegt, sondern bei der
> Spule?

Bei den kurzen Längen innerhalb der Gehäuses ist das egal. Die Kapazität 
der Leitung stört nicht und die paar Milliohm vom Draht werden die 
Kreisgüte nur theoretisch verringern.

> Ich weiß, dass dies bei ELV-Funkuhr DCF 90 (
> https://media.elv.com/file/1990_04_04_dcf90.pdf ) der Fall ist. Diese
> Uhr hat sehr gute Empfangseigenschaften.

Das wird wohl eher am Empfänger-IC liegen, was speziell für diesen Zweck 
entwickelt wurde. Es ist ewige Jahre her, dass ich solche als 
Entwicklungsmuster-Bausatz auf dem Tisch hatte. Blieb aber dabei, für 
die Serie wurden dann fertige Empfängermodule von Meinberg zugekauft.

Ein anderer Thread zeigt eine Antenne von Junghans, die Deiner ELV 
verdammt ähnelt:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/624357/JunghansDCF77Wecker.jpg

von Thomas S. (solt)


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Aber ein Vorteil hat eine Lösung mit Kondensator an der Ferritspule. Ich 
kann bei Bedarf die Empfangsspule bei Bedarf leicht durch eine höherer 
Güte, wie der die ich bei meiner Schaltung auf 
https://www.mikrocontroller.net/attachment/695326/Schaltplan1.png 
ersetzen.

von Karl B. (gustav)


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Habe jetzt nicht alles gelesen, aber welche Vorteile versprichst Du Dir 
von einem Serienresonanzkreis (C6/N1)?

ciao
gustav

von Thorsten S. (thosch)


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Karl B. schrieb:
> Habe jetzt nicht alles gelesen, aber welche Vorteile versprichst Du Dir
> von einem Serienresonanzkreis (C6/N1)?

Wie kommst du auf das schmale Brett, das wäre ein Serienresonanzkreis?
Es ist ein normaler Parallelschwingkreis mit einer Koppelwicklung n2.

Gruß
Thorsten

von Karl B. (gustav)


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Ja, Du hast recht. Habe mich von der unüblichen Zeichnung täuschen 
lassen.
Zum Vergleich nochmal "mein" Preamp.

ciao
gustav

von Karl B. (gustav)


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Noch ein Bild von einem teuren Empfängermodul.
Die Ferrirantenne ist gerade einmal ca. 6 cm lang.
Der Wima Kondensator mit 100V Spannungsfestigkeit hat 2,2 nF Kapazität. 
Die Windungszahl dürfte überschlägig ca. 240 betragen. (Keine HF-Litze, 
wie bei "meiner" MSF60-Empfangsantenne.)
Insofern nichts Besonderes.
Das Ferritstabmaterial scheint aber insofern exotisch zu sein, da schon 
ein Teil abgebröckelt ist am Ende. Ist wohl nicht besonders 
"beschleunigungsfähig", sprich, ist wohl mal heruntergefallen und an den 
Ecken am Gehäuse aufgeschlagen. Man sieht auch die "Körnung". Evtl. 
Mangan-Zink-Ferrit?

Mehr Aufwand wurde beim Aktivverstärker betrieben. Die 
Bauteilebezeichnungen sind praktisch nicht erkennbar. Auf der einen 
Seite ist das Quarz aufgeklebt, womit IC-Teilebezeichnung überdeckt 
wird. Beim anderen IC erkenne ich auch unter der Lupe kaum etwas 
Lesbares.
Könnte sogar sein, dass die beiden ICs nichts Besonderes sind, eventuell 
sogar dieselben wie beim oben erwähnten "Conrad"-Empfänger.

Wie gesagt, ein größerer Aufwand mit Spulen und Kondensatoren im Sinne 
von selektiven Einkreis-Empfängern oder Superhet wurde hier nicht 
betrieben.
Damit steht die Befürchtung im Raum, dass eine Anfrage des TE wohl ins 
Leere laufen wird, wenn er denn einmal einen Hersteller bezüglich seines 
Projektes kontaktiert haben würde.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
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