Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Einschaltproblem bei Trafos 50VA <


von Michael H. (emha)


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Eines mal vorneweg: ich habe in diesem Forum nach diesem Thema bisher 
noch nicht recherchiert, vielleicht gibt es ja in diesem Forum schon 
einen Thread zu meinem Problem?

Wenn nicht, frage ich einfach mal die Praktiker unter euch: Wie löst ihr 
heutzutage das Einschaltproblem bei Trafos 50VA <?

: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


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Michael H. schrieb:
> Eines mal vorneweg: ich habe in diesem Forum nach diesem Thema
> bisher noch nicht recherchiert,

Wäre aber der richtige Ansatz.

> Wenn nicht, frage ich einfach mal die Praktiker unter euch: Wie löst ihr
> heutzutage das Einschaltproblem bei Trafos 50VA <?

Ich schalte ihn einfach ein. Was sollte bei einem Trafo <50VA passieren?

Das < Zeichen solltest du schon an die richtige Position setzen. Oder 
meinst du nicht kleiner als..?

: Bearbeitet durch User
von Michael H. (emha)


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Jörg R. schrieb:
> Das < Zeichen solltest du schon an die richtige Position setzen. Oder
> meinst du nicht kleiner als..?

Danke Jörg R. Dann ist das erstmal geklärt mit diesem "Größer 
als"-Zeichen. Mein anfänglicher Post für diesen Thread hatte tatsächlich 
das richtige Verhältniszeichen an der richtigen Stelle gesetzt. Ich 
wurde aber durch Internetbeschreibungen verunsichert!

Gut, bleibt dennoch meine Frage offen, wie löst ihr heutzutage das 
Einschaltproblem bei Trafos <50VA?

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Michael H. schrieb:
> das Einschaltproblem

Welches genau? Licht wird kurz dunkel? Straßenlaternen gehen aus? 
Großkraftwerk bleibt trotz Schwungmasse sofort stehen? Stromkosten bei 
Dauerbetrieb?


Michael H. schrieb:
> heutzutage

Frühüüüher habe ich ein langes Verlängerungskabel davor geschaltet, und 
heute habe ich das Kabel immer noch in Bereitschaft für alle Fälle.
So einen Trafo einzuschalten, kann doch ein richtiges Erlebnis werden...


mfg

von Michael H. (emha)


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Dann muss ich etwas weiter ausholen: Bisher hatte ich einen Heißleiter 
von 120 Ohm vor einen größeren Trafo geschaltet, der mit einem 
Relaiskontakt kurzgeschlossen werden konnte. Es gibt aber diese 
Heißleiter oder NTC-Widerstände mit diesem Ohmwert so gut wie nicht 
mehr. Alternativ wäre da ein gewöhnlicher ohmscher Widerstand, der aber 
eine größere Leistung abhalten muss. Bei einer Zeitdauer von 20ms muss 
aber die Leistung nicht größer sein, als für diese Zeitspanne nötig.

Mhm, ein längeres Anschlusskabel wird da unter Umständen mein Problem 
nicht lösen können, denke ich mal.

von Michael B. (laberkopp)


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Michael H. schrieb:
> Wie löst ihr heutzutage das Einschaltproblem bei Trafos 50VA <?

Es gibt keines.

Trafos über 75W ohne PFC sind durch die aktuellen Oberwellenbegrenzungen 
praktisch unzulässig, es gibt nur noch Schaltnetzteile mit PFC ab dieser 
Leistungsklasse. Damit entfallen alle Sicherungsprobleme.

Für den seltenen Fall einer transformierten ohmschen Last gibt es 
Einschaltstrombegrenzungen.

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.4

von Clara (clara)


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Michael H. schrieb:
> Relaiskontakt kurzgeschlossen werden konnte. Es gibt aber diese
> Heißleiter oder NTC-Widerstände mit diesem Ohmwert so gut wie nicht
> mehr.

Kaum zu glauben. Mouser bspw. hat 2.984 NTC-Typen für deine Anwendung 
auf Lager. Welche Bauteilwerte benötigst du?

von Michael H. (emha)


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Michael B. schrieb:
> http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.4

Eine wirklich sehr interessante Webseite, die ich mir mal genauer 
anschauen werde. Allerdings werden wohl die dort aufgeführten 
Schaltungsvarianten zu komplex für meine einfachen Trafoschaltungen 
sein. Gerade wegen diesen nicht zu vernachlassigten Oberwellenanteil der 
Schaltnetzteile, die heute ja wirklich für jede beliebige Stromversogung 
preisgünstig zu haben sind, habe ich mich bisher davor gesträubt sie 
einzusetzen.

Die altbewährten Trafoschaltungen, die zwar um vieles grösser (auch 
gewichtsmäßig) aber leicht realisierbar sind,  als die heutigen wirklich 
kleinen handlichen Schaltnetzteile, habe ich bisher vorgezogen. Nur 
leider muss man ab einer Trafoleistung von mehr als 50VA einen 
Strombegrenzer vorsehen.

Dafür schrieb Clara:
> Kaum zu glauben. Mouser bspw. hat 2.984 NTC-Typen für deine Anwendung
> auf Lager. Welche Bauteilwerte benötigst du?

Der NTC-Wderstand sollte für etwa 2A ausreichend sein. Da ich mich auf 
der 230V~-Seite bewege, sollte der Heißleiter auch genügend 
Spannungsfestigkeit und damit auch eine gewisse Leistungsveträglichkeit 
haben.

: Bearbeitet durch User
von Hans W. (hanswieland)


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Kaufe dir einfach den NTC wie gewohnt.

von Michael H. (emha)


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Hans W.schrieb:
> Kaufe dir einfach den NTC wie gewohnt.

Ja, und genau das ist ja mein Problem, das ich hier versuche 
klarzustellen. Es gibt diese NTC-Widerstände so gut wie nicht mehr. 
Darum suche ich ja verzweifelt nach einer Alternative. Schaltnetzteile 
wären die eine, o. k., aber da müssen es auch andere Möglichkeiten für 
eine Strombegrenzung geben.

von Hans W. (hanswieland)


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: Bearbeitet durch User
von Michael H. (emha)


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Ich danke dir für deinen Hinweis, Hans W. Ich habe diese Mouser-Seite 
sofort bei mir abgelegt, um eine entsprechende Menge im Mai oder Juni 
bestellen zu können. Ich glaube, damit wäre mein Problem bis auf 
weiteres gelöst.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Michael H. schrieb:
> Es gibt diese NTC-Widerstände so gut wie nicht mehr.

Es gibt genügend dieser Widerstände. Nur bei einigen Händler sind diese 
unter Temperatursensoren zu finden. Wenn der passende Wert nicht 
verfügbar sein sollte, dann halt zwei in Reihe oder parallel schalten. 
Oder Du baust eine richtige Einschaltverzögerung.

von Michael H. (emha)


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Dieter D. schrieb:
> Oder Du baust eine richtige Einschaltverzögerung.

Auch dir meinen Dank für diesen wertvollen Tipp mit einer 
Einschaltverzögerung. Es müssen doch nur mindestens 20ms überbrückt 
werden bis sich das Magnetfeld des Trafos aufgebaut hat.

Ich muss mir das mal in der Praxis anschauen. Der Vorteil wäre hier 
wirklich, dass bei einer kurzen, nicht merklichen Spannungsunterbrechung 
sofort eine weitere Strombegrenzung quasi zeitunabhängig vorliegt. 
Prima!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Es gibt dafür auch (Doppel-) Schalter mit voreilemden Kontakt. Nur gibt 
es diese nicht (mehr) in kleiner Bauweise.
https://www.schrack-technik.de/shop/voreilender-hilfsschalter-2-schliesser-mc2-mc3-mc299430.html

Ein Gitarrenverstärker hatte einen mechanischen Einschalter, der einen 
schnellen und langsamen Kontakt hatte damit die Sicherungen drin 
bleiben. War nur doof, wenn vor dem Einstecken des Netzsteckers 
vergessen wurde die Schalterstellung zu prüfen.

von Gerd E. (robberknight)


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Michael H. schrieb:
> Die altbewährten Trafoschaltungen, die zwar um vieles grösser (auch
> gewichtsmäßig) aber leicht realisierbar sind,  als die heutigen wirklich
> kleinen handlichen Schaltnetzteile, habe ich bisher vorgezogen. Nur
> leider muss man ab einer Trafoleistung von mehr als 50VA einen
> Strombegrenzer vorsehen.

Natürlich kannst Du weiter Trafos verwenden, aber wie laberkopp schon 
schrieb ist das ab 75W nicht mehr ganz so einfach in zulässiger Form zu 
machen.

Schau mal wie andere, also Hersteller von Geräten, die nicht in 
gigantischer Stückzahl hergestellt werden, das Problem lösen: die nehmen 
Schaltnetzteile, entwickeln die aber nicht von Grund auf selber, sondern 
verwenden fertige Module.

Genau das würde ich Dir auch vorschlagen: schau nach fertigen 
Schaltnetzteil-Modulen. Die gibt es für kleinere Leistungen in voll 
vergossen, so wie die kleinen Printtrafos damals. Und für größere 
Leistungen ist dann das Stichwort "Open Frame".

Gibt es von vielen Herstellern, z.B. Meanwell. Die sind als recht gut 
und dennoch günstig bekannt.

von Harald K. (kirnbichler)


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Gerd E. schrieb:
> Gibt es von vielen Herstellern, z.B. Meanwell. Die sind als recht gut
> und dennoch günstig bekannt.

... habe mir gerade erst ein 150-Watt-Netzteil mit 24 V angeschafft, das 
hat mit Versand keine 20 Euro gekostet.

https://www.meanwell.com/Upload/PDF/LRS-150/LRS-150-SPEC.PDF

Für meine Anwendung (kein Audio, keine Analogtechnik) ist das vollkommen 
ausreichend, da muss ich nichts mit irgendwelchen Trafos herumbasteln.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich habe noch irgendwo zwei fancy Trafo-Einschaltstrombegrenzer mit 
2..3kVA herumliegen, die den Trafo erst mit begrenztem Gleichstrom (ein 
paar Halbwellen über Widerstand) vormagnetisieren und dann in einer 
entgegengesetzten Halbwelle einschalten. Dadurch soll so gut wie kein 
Einschaltstromstoß durch Sättigungseffekte entstehen, das Problem mit 
großen ungeladenen Kapazitäten nach einem Gleichrichter auf der 
Sekundärseite bleibt aber soweit ich weiß.

von Oliver S. (oliverso)


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Michael H. schrieb:
> Nur
> leider muss man ab einer Trafoleistung von mehr als 50VA einen
> Strombegrenzer vorsehen.

Das „müssen“ musst du dann doch mal erklären (abgesehen davon, daß das 
eh gar nicht mehr zulässig ist, siehe oben). Wenns natürlich um kW geht, 
keine Frage. Aber bei ein paar hundert Watt?

Oliver

: Bearbeitet durch User
von Rainer D. (rainer4x4)


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Michael H. schrieb:
> Wie löst ihr
> heutzutage das Einschaltproblem bei Trafos 50VA <?

Welches Problem? Wenns jetzt ein Trafo größer 500VA wäre, ok, dann hilft 
ggf ein C Automat, oder eine Einschaltstrombegrenzung. Wenn es darunter 
ein Problem gibt sollte man seine Elektrotechnik prüfen (lassen)!

von Stefan M. (derwisch)


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Michael H. schrieb:
> Gut, bleibt dennoch meine Frage offen, wie löst ihr heutzutage das
> Einschaltproblem bei Trafos <50VA?

Das "<" ist jetzt aber ein "kleiner als" Zeichen...

Du meinst also Trafos >>50VA.

Wo ist da das Problem?
Ich habe ein paar Ringkerntrafos aus alten Overheadprojektoren.
Die haben 400VA und einen davon kann man mit einer Hand nicht lange 
anheben.
Wenn der zufällig im Nulldurchgang eingeschaltet wird, passiert nichts.
Er ist dann einfach an.
Ab und zu, besonders wenn der Kern lange Zeit nicht magnetisiert war 
fliegt die 16A Sicherung in der Verteilung.
Das war´s dann aber auch.
Was genau ist das Problem, das mit so kleinen Trafos (>50VA) auftritt?

von Michael H. (emha)


Angehängte Dateien:

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Mensch, danke für eure wertvollen tollen Tipps, die ich mir beherzigen 
werde. Ich  habe mir neulich tatsächlich auch mal das Fachbuch 
"Schaltregler und Schaltnetzteile entwickeln" vom Autor Nothart Rohde 
aus dem Franzis-Verlag (siehe Bild) zugelegt. Dieses Buch passt, denke 
ich mal, sehr gut zu diesem Thema, das wir gerade besprechen. Allerdings 
sind die Schaltnetzteile so preisgünstig, dass sich eine 
Selbstentwicklung wohl kaum lohnen wird, aber das sagtet ihr ja selbst 
schon. Das Problem ist wirklich, die Oberwellen in einem 
umweltverträglichen Maß halten zu können.

Aber ich werde in dieses Buch auch mal reinschauen. Mal schauen, ob es 
wirklich für mich so interessant erscheint.

von Harald K. (kirnbichler)


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Oliver S. schrieb:
> Das „müssen“ musst du dann doch mal erklären (abgesehen davon, daß das
> eh gar nicht mehr zulässig ist, siehe oben).

Da ist von PFC die Rede. Ist PFC aber bei einem reinen Trafonetzteil 
überhaupt relevant? Ist das nicht eher etwas, was man bei 
Schaltnetzteilen berücksichtigen muss?

von Oliver S. (oliverso)


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Stefan M. schrieb:
> Wo ist da das Problem?
> Ich habe ein paar Ringkerntrafos aus alten Overheadprojektoren.
> Die haben 400VA und einen davon kann man mit einer Hand nicht lange
> anheben.

Dito hier. Obelisk 3x, ein englisches Hai-Ent-Verstärkerchen aus dem 
letzten Jahrtausend. Da stekt ein 300VA-Ringkerntrafo drin. Beim 
Einschalten hört man halt ein sattes Wmms, und dann ist der an. Völlig 
problemlos.

Oliver

von Gerd E. (robberknight)


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Harald K. schrieb:
> Oliver S. schrieb:
>> Das „müssen“ musst du dann doch mal erklären (abgesehen davon, daß das
>> eh gar nicht mehr zulässig ist, siehe oben).
>
> Da ist von PFC die Rede. Ist PFC aber bei einem reinen Trafonetzteil
> überhaupt relevant? Ist das nicht eher etwas, was man bei
> Schaltnetzteilen berücksichtigen muss?

Das Problem bei den Trafos mit größerer Leistung sind die Oberwellen. 
Also dass die hinter Trafo und Gleichrichter nötigen Kondensatoren nur 
im Bereich der Spitzenspannung des Sinus nachgeladen werden und nicht 
gleichmäßig über die ganze Welle verteilt.

Das Problem hast Du bei Schaltnetzteilen auch, aber dort gibt es eben 
mit passiver oder aktiver PFC gängige und fertige Lösungen für.

Bei nem Trafo müsste man auch eine PFC einbauen. Nur ist eine PFC ein 
Typ von Schaltnetzteil, Du verlierst also die letzten Vorteile die ein 
klassischer Trafo noch haben mag. Von daher ist das ziemlich 
ungewöhnlich.

von Michael H. (emha)


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Rainer D. schrieb:
> Welches Problem? Wenns jetzt ein Trafo größer 500VA wäre, ok, dann hilft
> ggf ein C Automat, oder eine Einschaltstrombegrenzung. Wenn es darunter
> ein Problem gibt sollte man seine Elektrotechnik prüfen (lassen)!

Ich habe mich da an einige Seiten im Internet gehalten. Da wird von 
einer Strombegrenzung bei einem Trafo ab 50VA geraten.

Ich hatte bei meinen Ringkerntrafos bis 100VA bisher noch keine Probleme 
mit einem Sicherungsausfall gehabt. Aber irgend etwas muss ja dran sein, 
so etwas zu schreiben. Jedenfalls reichte mir bisher für eine einfache 
Strombegrenzung lediglich ein Heißleiter, der mit einem Relaiskontakt 
kurzgeschlossen wird, völlig aus. Naja, auf der Suche nach Alternativen 
schrieb ich dann diesen Thread.

von Jens G. (jensig)


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Gerd E. schrieb:
> Das Problem bei den Trafos mit größerer Leistung sind die Oberwellen.
> Also dass die hinter Trafo und Gleichrichter nötigen Kondensatoren nur
> im Bereich der Spitzenspannung des Sinus nachgeladen werden und nicht
> gleichmäßig über die ganze Welle verteilt.

Was hat das mit dem Trafo zu tun? Auch ohne Trafo hätte man dieses 
Problem, wenn Gliechrichter+C direkt am Netz hängen würde ...

Michael H. schrieb:
> Ich hatte bei meinen Ringkerntrafos bis 100VA bisher noch keine Probleme
> mit einem Sicherungsausfall gehabt. Aber irgend etwas muss ja dran sein,
> so etwas zu schreiben.

Nöö, ist nichts dran. Es gibt den Einschaltstromstoß, mehr nicht. Warum 
soll das ein spezielles Problem ausgerechnet ab 50VA sein?

von Oliver S. (oliverso)


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Michael H. schrieb:
> Ich habe mich da an einige Seiten im Internet gehalten. Da wird von
> einer Strombegrenzung bei einem Trafo ab 50VA geraten.

Also „Ich hab da mal irgendwo irgendwas von irgendwem gelesen“.
Sowas ist in der Regel die Quelle allergrößten Unsinns.

Oliver

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Die Modell-Eisenbahn mit Wechselstrommotoren und Glühlampen, die von 
mehreren Trafos versorgt werden, kann also weiterhin betrieben werden 
--- der Tag ist gerettet!


mfg

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Michael H. schrieb:
> Ich habe mich da an einige Seiten im Internet gehalten. Da wird von
> einer Strombegrenzung bei einem Trafo ab 50VA geraten.

Und warum fragst du dann explizit nach einer Einschaltrombegrenzung 
für Trafos mit einer Leistung von weniger als 50VA?

Michael H. schrieb:
> bleibt dennoch meine Frage offen, wie löst ihr heutzutage das
> Einschaltproblem bei Trafos <50VA?

Man kann den Sachverhalt (wenn man sich nicht sicher sein sollte, was 
die Relationszeichen wie "<" bedeuten) auch in Worten formulieren. So 
wie ich gerade. Und schon kann man es nicht mehr falsch verstehen.

Wobei ich ehrlich gesagt nicht verstehe, was man an

https://de.wikipedia.org/wiki/Vergleichszeichen

nicht verstehen kann.

von Michael H. (emha)


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Oliver S. schrieb:
> Also „Ich hab da mal irgendwo irgendwas von irgendwem gelesen“.
> Sowas ist in der Regel die Quelle allergrößten Unsinns.

Ja, du hat es auf den Punkt gebracht. Ich sollte mich wirklich mehr auf 
meine eigenen Erfahrungen und Beobachtungen stützen. Jedenfalls ist die 
Strombegrenzung mit einem NTC-Widerstand nicht verkehrt. Ich kann es 
weiterhin so handhaben, muss es aber nicht, solange die Hauptsicherung 
da mitspielt.

Alles, was über 300VA liegen sollte, fällt für mich eh in das Gebiet der 
Energietechnik. Nur damit möchte ich mich auf keinen Fall beschäftigen. 
Da kaufe ich mir lieber ein professionelles Gerät, das entsprechend 
verbaut und geprüft wurde.

Also, habt alle recht herzlichen Dank für eure Beiträge.

von Gerd E. (robberknight)


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Jens G. schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Das Problem bei den Trafos mit größerer Leistung sind die Oberwellen.
>> Also dass die hinter Trafo und Gleichrichter nötigen Kondensatoren nur
>> im Bereich der Spitzenspannung des Sinus nachgeladen werden und nicht
>> gleichmäßig über die ganze Welle verteilt.
>
> Was hat das mit dem Trafo zu tun? Auch ohne Trafo hätte man dieses
> Problem, wenn Gliechrichter+C direkt am Netz hängen würde ...

Na klar hast Du das Problem auch dann.

Gleichrichter + C direkt am Netz ist ja genau der Fall des 
Zwischenkreises eines Schaltnetzteils. Und deswegen ist eine PFC-Stufe 
eben bei Schaltnetzteilen größer 75W ein gängiger Bestandteil.

Das Problem beim Trafo ist nur, dass mit PFC die Einfachheit und 
Störungsarmut des Trafo-Netzteils wegfällt, weil Du mit der PFC jetzt 
eine schaltende Komponente hinzufügen musst.

von Hans W. (hanswieland)


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Michael H. schrieb:
> Alles, was über 300VA liegen sollte, fällt für mich eh in das Gebiet der
> Energietechnik. Nur damit möchte ich mich auf keinen Fall beschäftigen.

Bald haben Smartphone-Ladegeräte (fast) diese Leistung. Spezifiziert ist 
es schon. Und innerhalb der nächsten 5 Jahre kommt sicher noch mehr, 
denn die Wirtschaft muss immer weiter wachsen. Stillstand ist der Tod, 
Genug ist zu wenig.

von Michael H. (emha)


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Hans W. schrieb:
> Bald haben Smartphone-Ladegeräte (fast) diese Leistung. Spezifiziert ist
> es schon.

Herrlich, das noch lesen zu können. Ja, man könnte es immer so 
weitertreiben. Nur muss man sich dann irgendwann selbst fragen, wie weit 
möchte ich da wirklich noch mitgehen. Ich bin jedenfalls jetzt schon 
raus aus diesem meinem Thread. Für mich wurden alle meine Fragen sehr 
gut von euch beantwortet. Dafür nochmal Danke an euch.

: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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Michael H. schrieb:
> Ich sollte mich wirklich mehr auf
> meine eigenen Erfahrungen und Beobachtungen stützen.

Nee, du solltest lernen, belastbare Fakten zu finden, und dann auch zu 
verstehen. Die passenden Erfahrungen dazu haben andere schon gemacht.

Oliver

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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In großen PA-Endstufen, die oft mit einem 15kg-Trumm von Ringkerntrafo 
ausgestattet sind, findet man oft eine Schaltung, wo der Trafo über 
einen 10/20W-Zementwiderstand mit 10..20 Ohm anläuft, der nach kurzer 
Zeit (vielleicht 'ne halbe Sekunde, maximal eine) überbrückt wird. Wenn 
das Relais dann irgendwann mal versagt, wirds lustig.
Naja, für den Widerstand eher nicht.

von Michael H. (emha)


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Oliver S. schrieb:
> Nee, du solltest lernen, belastbare Fakten zu finden, und dann auch zu
> verstehen. Die passenden Erfahrungen dazu haben andere schon gemacht.

Darum bin ich ja auch so froh, dass es in diesem Forum praxiserfahrende 
Experten gibt, die meine Fragen kompetent beantworten können.

von Uwe (neuexxer)


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Mein uraltes Hera-Analognetzteil mit Transformator ca. 180 VA
(für 220 V, versteht sich) wird einfach "hart" eingeschaltet.
Der betreffende B16-Automat ist noch nie geflogen; vielleicht weil
ca. 10 m gewöhnliches 1,5 mm² Installationskabel dazwischen liegen.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Michael B. schrieb:
> Trafos über 75W ohne PFC sind durch die aktuellen Oberwellenbegrenzungen
> praktisch unzulässig, es gibt nur noch Schaltnetzteile mit PFC ab dieser
> Leistungsklasse.

Du akzeptierst aber schon, dass es diese Geräte noch gibt, weil man 
nicht sofort alles wegwirft - oder?

Stefan M. schrieb:
> Wenn der zufällig im Nulldurchgang eingeschaltet wird, passiert nichts.

Das ist aber der Zeitpunkt, wo am meisten Strom fließt, da der Kern hier 
nicht in die entgegengesetzte Richtung magnetisiert ist.
Nur wenn im Spannungsmaximum eingeschaltet wird, fließt nicht 
ausreichend Strom um die Sicherung auszulösen.

Gruß
Jobst

von H. H. (hhinz)


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Jobst M. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Trafos über 75W ohne PFC sind durch die aktuellen Oberwellenbegrenzungen
>> praktisch unzulässig, es gibt nur noch Schaltnetzteile mit PFC ab dieser
>> Leistungsklasse.
>
> Du akzeptierst aber schon, dass es diese Geräte noch gibt, weil man
> nicht sofort alles wegwirft - oder?

Es werden nach wie vor Geräte mit Eisenkerntrafo hergestellt, auch 
jenseits von 75W. Und die dürfen nach wie vor in der EU verkauft werden. 
Gehören halt nicht zur Jubelelektronik.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Jobst M. schrieb:
>> Wenn der zufällig im Nulldurchgang eingeschaltet wird, passiert nichts.
>
> Das ist aber der Zeitpunkt, wo am meisten Strom fließt, da der Kern hier
> nicht in die entgegengesetzte Richtung magnetisiert ist.
> Nur wenn im Spannungsmaximum eingeschaltet wird, fließt nicht
> ausreichend Strom um die Sicherung auszulösen.

Nicht schon wieder.

von Thomas B. (thombde)


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H. H. schrieb:
> Es werden nach wie vor Geräte mit Eisenkerntrafo hergestellt, auch
> jenseits von 75W. Und die dürfen nach wie vor in der EU verkauft werden.
> Gehören halt nicht zur Jubelelektronik.

Aber für Audio und Messtechnik erste Wahl.

von Lu (oszi45)


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Zu ergänzen wäre noch, dass ein Relais über dem Widerstand auch 
gelegentlich versagt und dieser nicht überbrückte Vorschaltwiderstand 
dann glühen kann. Also möglichst brandsicherer Einbauort!

von Hans F. (spartrafo)


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H. H. schrieb:
> Es werden nach wie vor Geräte mit Eisenkerntrafo hergestellt, auch
> jenseits von 75W. Und die dürfen nach wie vor in der EU verkauft werden.
> Gehören halt nicht zur Jubelelektronik.

Die HiFi-Komponentenhersteller freuen sich sicherlich zu hören, daß sie 
nicht zur Jubelelektronik gehören ;-)

von Bauform B. (bauformb)


Angehängte Dateien:

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Lu schrieb:
> Also möglichst brandsicherer Einbauort!

Deswegen gibt es Drahtwiderstände mit eingebauter Sicherung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand_(Bauelement)#/media/Datei:20041214_2037_1789a-Leistungswiderstand_mit_Sicherungsloetung.jpg

Oder man nimmt einen PTC (ja, mit P). Das Datenblatt handelt von einer 
Luxus-Version, aber Digikey hat auch 1000 einfachere Typen.

: Bearbeitet durch User
von Lu (oszi45)


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Kannst Du alles machen. Die Teile sollten sich jedenfalls nicht auslöten 
und einfach glühend herausfallen, was ich schon erlebt habe (weil ein 
Kontakt zum Überbrücken nicht schloss).

Beitrag #8038724 wurde vom Autor gelöscht.
von Hans-Joachim S. (haenschen2)


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H. H. schrieb:
> Es werden nach wie vor Geräte mit Eisenkerntrafo hergestellt, auch
> jenseits von 75W. Und die dürfen nach wie vor in der EU verkauft werden.
> Gehören halt nicht zur Jubelelektronik.

Lu schrieb:
> Kannst Du alles machen. Die Teile sollten sich jedenfalls nicht auslöten
> und einfach glühend herausfallen, was ich schon erlebt habe (weil ein
> Kontakt zum Überbrücken nicht schloss).

Ich habe ja -altersbedingt- noch einige ältere Geräte die alle mit einer 
einfachen Einschaltstrombegrenzung versehen sind. (Eigenbau)
Ich habe einfach Vorwiderstände mit ca. 30 bis 50 Ohm / 30 bis 50 Watt 
davor, die dann mit einem doppelten (parallelgeschalteten) Kontaktsatz 
überbrückt werden. Die Spulen der verwendeten Schütze werden aus der 
jeweiligen Sekundärwicklung der Trafos betrieben - da gibt es keine 
"Verzögerungselektronik"- das ergibt sich einfach aus den 
Magnetisierungsverzugzeiten und der Schaltverzögerung.
( oller Schweißtrafo ca. 3,2 kVA, Schutztrenntrafo 2,4 kVA, 550 VA 
Schutztrenntrafo mit SM-Schnittbandkern - der würde aber auch so keine 
Sicherung schmeißen)
Gruß
Hans

von H. H. (hhinz)


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Hans F. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Es werden nach wie vor Geräte mit Eisenkerntrafo hergestellt, auch
>> jenseits von 75W. Und die dürfen nach wie vor in der EU verkauft werden.
>> Gehören halt nicht zur Jubelelektronik.
>
> Die HiFi-Komponentenhersteller freuen sich sicherlich zu hören, daß sie
> nicht zur Jubelelektronik gehören ;-)

Die, die noch dicke Eisenkerntrafos verbauen, die spielen nicht in der 
Jubelliga.

: Bearbeitet durch User
von Dietrich L. (dietrichl)


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Lu schrieb:
> Also möglichst brandsicherer Einbauort!

Ich habe bei mir deshalb eine Temperatursicherung mit thermischen 
Kontakt zum Widerstand eingebaut: Reichelt MTS 72 (10A, 72°C)

von Stefan M. (derwisch)


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Jobst M. schrieb:
> Stefan M. schrieb:
>> Wenn der zufällig im Nulldurchgang eingeschaltet wird, passiert nichts.
>
> Das ist aber der Zeitpunkt, wo am meisten Strom fließt, da der Kern hier
> nicht in die entgegengesetzte Richtung magnetisiert ist.
> Nur wenn im Spannungsmaximum eingeschaltet wird, fließt nicht
> ausreichend Strom um die Sicherung auszulösen.

Das verstehe ich nicht.
Wenn im Nulldurchgang eingeschaltet wird, fließt naturgemäß kein Strom.
Welchen Sinn würden sonst Nulldurchgangsschalter machen, die man bei 
großen Einschaltströmen optional einbauen kann.

von Otto K. (opto_pussy)


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Stefan M. schrieb:
> Welchen Sinn würden sonst Nulldurchgangsschalter machen, die man bei
> großen Einschaltströmen optional einbauen kann?

Im Nullspannungsschalter ist vermutlich eine Zeitverzögerung integriert, 
die den Triac nach 5 Millisekunden in einen der beiden Scheitelpunkte 
einschaltet. Entweder der obere oder der untere, je nachdem welcher 
Scheitelpunkt gerade als nächstes kommt.

von Soul E. (soul_eye)


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Stefan M. schrieb:
> Wenn im Nulldurchgang eingeschaltet wird, fließt naturgemäß kein Strom.
> Welchen Sinn würden sonst Nulldurchgangsschalter machen, die man bei
> großen Einschaltströmen optional einbauen kann.

Bei Spulen sind Strom und Spannung nicht in Phase. Da fließt der größte 
Strom nicht dann wenn die Spannung am höchsten ist, wie bei einem 
ohmschen Verbraucher (Widerstand, Glühbirne), sondern wenn die 
Geschwindigkeit der Spannungsänderung am größten ist. Und das ist bei 
Sinus der Nulldurchgang.

von Rainer D. (rainer4x4)


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H. H. schrieb:
> Es werden nach wie vor Geräte mit Eisenkerntrafo hergestellt, auch
> jenseits von 75W. Und die dürfen nach wie vor in der EU verkauft werden.

Schweisstrafos zum Beispiel.
Und die ganz dicken Dinger natürlich: 
https://cdn.machineseeker.com/data/listing/img/vga/ms/12/16/18193541-01.jpg?v=1759127828

von Oliver S. (oliverso)


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Soul E. schrieb:
> Stefan M. schrieb:
>> Wenn im Nulldurchgang eingeschaltet wird, fließt naturgemäß kein Strom.
>> Welchen Sinn würden sonst Nulldurchgangsschalter machen, die man bei
>> großen Einschaltströmen optional einbauen kann.
>
> Bei Spulen sind Strom und Spannung nicht in Phase. Da fließt der größte
> Strom nicht dann wenn die Spannung am höchsten ist, wie bei einem
> ohmschen Verbraucher (Widerstand, Glühbirne), sondern wenn die
> Geschwindigkeit der Spannungsänderung am größten ist. Und das ist bei
> Sinus der Nulldurchgang.

Ja. Und jetzt denkst du nochmal kurz drüber nach, um was es hier geht…

Oliver

von Rainer D. (rainer4x4)


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Stefan M. schrieb:
> Wenn im Nulldurchgang eingeschaltet wird, fließt naturgemäß kein Strom.

Soul E. schrieb:
> Bei Spulen sind Strom und Spannung nicht in Phase. Da fließt der größte
> Strom nicht dann wenn die Spannung am höchsten ist, wie bei einem
> ohmschen Verbraucher (Widerstand, Glühbirne), sondern wenn die
> Geschwindigkeit der Spannungsänderung am größten ist. Und das ist bei
> Sinus der Nulldurchgang.

Im eingeschwungenen Zustand! Aber im Einschaltmoment?

von Karl B. (gustav)


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SCNR:
"Mein" 120 Watt Trafo läuft über umgebaute Zeitschaltuhrmimik.
Gehäusebleche machen auch nicht mehr "Bumms" beim Einschalten.
Ein 25 Watt Widerstand im Alu-Kühlkörper wird auch nicht warm.

Nur POS beim µC braucht definierten Spannungsanstieg innerhalb von 10 
ms. Dafür bekommt die DC-Seite ein Extra-Relais mit Delay.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
von Stephan (stephan_h623)


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Rainer D. schrieb:
> Stefan M. schrieb:
>> Wenn im Nulldurchgang eingeschaltet wird, fließt naturgemäß kein Strom.
>
> Soul E. schrieb:
>> Bei Spulen sind Strom und Spannung nicht in Phase. Da fließt der größte
>> Strom nicht dann wenn die Spannung am höchsten ist, wie bei einem
>> ohmschen Verbraucher (Widerstand, Glühbirne), sondern wenn die
>> Geschwindigkeit der Spannungsänderung am größten ist. Und das ist bei
>> Sinus der Nulldurchgang.
>
> Im eingeschwungenen Zustand! Aber im Einschaltmoment?

Im Einschaltmoment ist der Strom natürlich 0.
Aber stationär wird der Kern dann 1/2 halbe Halbwelle entmagnetisiert 
und die zweite 1/2 Halbwelle umgekehrt aufmagnetisiert.

Für die ganze Halbwelle aufmagnetisierung ist der Kern zu klein dann 
knallts. Am deutlichsten wenn genau 1 Halbwelle ausfällt. Dann ist der 
Kern noch in Richtung A magnetisiert und soll noch weiter in Richtung A 
magnetisiert werden.

von Hans F. (spartrafo)


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H. H. schrieb:
> Hans F. schrieb:
>> H. H. schrieb:
>>> Es werden nach wie vor Geräte mit Eisenkerntrafo hergestellt, auch
>>> jenseits von 75W. Und die dürfen nach wie vor in der EU verkauft werden.
>>> Gehören halt nicht zur Jubelelektronik.
>>
>> Die HiFi-Komponentenhersteller freuen sich sicherlich zu hören, daß sie
>> nicht zur Jubelelektronik gehören ;-)
>
> Die, die noch dicke Eisenkerntrafos verbauen, die spielen nicht in der
> Jubelliga.

Beinahe jeder Brot- und Butter AV-Receiver/Verstärker hat nach wie vor 
einen Eisenkerntrafo. Dein Maßstab wo die "Jubelliga" aufhört, scheint 
nicht allzu hoch zu sein.

von Hans F. (spartrafo)


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Soul E. schrieb:
> Da fließt der größte
> Strom nicht dann wenn die Spannung am höchsten ist, wie bei einem
> ohmschen Verbraucher (Widerstand, Glühbirne), sondern wenn die
> Geschwindigkeit der Spannungsänderung am größten ist.

Der Strom durch eine Spule ergibt sich aus der angelegten Spannung 
integriert über die Zeit (Spannungszeitfläche). Ist die Spannung=0, gibt 
es auch keine Stromänderung mehr und die Stromstärke erreicht ein 
lokales Maximum (bzw. Minimum). Das hat aber überhaupt nichts mit der 
Spannungsänderungsgeschwindigkeit (du/dt) zu tun.

von H. H. (hhinz)


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Hans F. schrieb:
> Beinahe jeder Brot- und Butter AV-Receiver/Verstärker hat nach wie vor
> einen Eisenkerntrafo. Dein Maßstab wo die "Jubelliga" aufhört, scheint
> nicht allzu hoch zu sein.

Solltest dich mal informieren was aktuell gekauft wird.

von Werner H. (werner45)


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Einen 5-kW-Ringkern-Stelltrafo schalte ich über einen Drehschalter ein.
Erst ca. 20 Ohm, dann ca 10. Ohm, dann überbrückt.
Der Vorwiderstand ist eine modifizierte Toaster-Glühplatte.
Wenn man das Zurückdrehen zum Ausschalten vergißt, erinnert einen der 
Si-Automat daran. Patronensicherungen, auch die alten, kümmert das 
nicht, die bleiben drin.

von Hans F. (spartrafo)


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H. H. schrieb:
> Hans F. schrieb:
>> Beinahe jeder Brot- und Butter AV-Receiver/Verstärker hat nach wie vor
>> einen Eisenkerntrafo. Dein Maßstab wo die "Jubelliga" aufhört, scheint
>> nicht allzu hoch zu sein.
>
> Solltest dich mal informieren was aktuell gekauft wird.

Irrelevant. Solltest dich lieber informieren was aktuell verkauft wird 
und damit verkauft werden darf.

Preissuchmaschine hilft da weiter: 
https://geizhals.de/?cat=hifirec&pagesize=30&sort=eintr&promode=false
Alles Jubel-HiFi mit klassischem Transformator.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Hans F. schrieb:
> Jubel-HiFi mit klassischem Transformator

Wenn du jetzt noch den Grund wüsstest...

Die Netzstörungen von Audioverstärkern werden im Leerlauf gemessen, der 
liegt selten uber 75W, daher sind dort Trafos noch zulässig.

Sinnvoll sind die nicht, teurer gegenüber einem Schaltnetzteil weil zu 
viel Material verbaut wird, aber gerade dein bevorzugt selektierter 
Onkyo ist seit 4 Jahren pleite, die rntwickeln nichts mehr.

Seit Schaltnetzteile über 100kHz takten gibt es keine Audiostorungen 
mehr.

von Hans F. (spartrafo)


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Michael B. schrieb:
> aber gerade dein bevorzugt selektierter
> Onkyo ist seit 4 Jahren pleite, die rntwickeln nichts mehr.

Hier ist überhaupt nichts bevorzugt. Sofern Du richtig hingeschaut 
hättest, würdest du feststellen, daß einfach nur nach Anzahl der 
Angebote gefiltert ist.

Edit:

Michael B. schrieb:
> Wenn du jetzt noch den Grund wüsstest...
>
> Die Netzstörungen von Audioverstärkern werden im Leerlauf gemessen, der
> liegt selten uber 75W, daher sind dort Trafos noch zulässig.

Erkläre das dem Herrn Hinz und nicht mir.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Hans F. schrieb:
> https://geizhals.de/?cat=hifirec&pagesize=30&sort=eintr&promode=false

Sowas kauft heute niemand mehr.

Warst wohl schon sehr lange nicht mehr in einem Mediamarkt/Saturn/o.ä.



Michael B. schrieb:
> Die Netzstörungen von Audioverstärkern werden im Leerlauf gemessen, der
> liegt selten uber 75W, daher sind dort Trafos noch zulässig.

Aber für Jubelelektronik zu teuer. Und hohes Gewicht beeindruckt heute 
auch keine Kunden mehr.

von Hans F. (spartrafo)


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H. H. schrieb:
> Hans F. schrieb:
>> https://geizhals.de/?cat=hifirec&pagesize=30&sort=eintr&promode=false
>
> Sowas kauft heute niemand mehr.

Was wird denn heute gekauft? Beispiele bitte gerne.

> Warst wohl schon sehr lange nicht mehr in einem Mediamarkt/Saturn/o.ä.

Tatsächlich nicht.

von H. H. (hhinz)


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Hans F. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Hans F. schrieb:
>>> https://geizhals.de/?cat=hifirec&pagesize=30&sort=eintr&promode=false
>>
>> Sowas kauft heute niemand mehr.
>
> Was wird denn heute gekauft? Beispiele bitte gerne.
>
>> Warst wohl schon sehr lange nicht mehr in einem Mediamarkt/Saturn/o.ä.
>
> Tatsächlich nicht.

Dann geh doch mal wieder hin. Du wirst eine große Auswahl an Soundbars 
finden, allesamt mit Schaltnetzteil. Komponenten oder Kompaktanlagen 
sind schon lange out.

von Hans W. (hanswieland)


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H. H. schrieb:
> Du wirst eine große Auswahl an Soundbars finden,

Soundbars und Stereoanlagen sind doch völlig unterschiedliche Produkte 
für unterschiedliche Anwendungsfälle, wenngleich Kompromissbereite Leute 
nur eins von beidem brauchen.

von H. H. (hhinz)


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Hans W. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Du wirst eine große Auswahl an Soundbars finden,
>
> Soundbars und Stereoanlagen sind doch völlig unterschiedliche Produkte
> für unterschiedliche Anwendungsfälle, wenngleich Kompromissbereite Leute
> nur eins von beidem brauchen.

Stimmt, Stereoanlagen sind für Senioren, die das in ihrer Jugend eben so 
gelernt haben, und jetzt nicht mehr anderes wollen.

von Uwe (neuexxer)


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>> Wenn im Nulldurchgang eingeschaltet wird, fließt naturgemäß kein Strom.

Blöderweise muss man Transformatoren beim Spannungsmaximum
einschalten, wenn man den kleinsten Einschalt-"Rush" haben will...
(Das gilt genau nur dann, falls die Remanenz null ist,
andernfalls ist eben ein bisschen früher oder später ideal.)
---
Nachtrag: Wurde oben schon thematisiert, redundant ...

: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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H. H. schrieb:
> Hans F. schrieb:
>> https://geizhals.de/?cat=hifirec&pagesize=30&sort=eintr&promode=false
>
> Sowas kauft heute niemand mehr.
>
> Warst wohl schon sehr lange nicht mehr in einem Mediamarkt/Saturn/o.ä.

Natürlich findet sowas heute immer noch seine Käufer. Nur hat sich 
MediaSaturn schon vor langer Zeit vollständig von HiFi in allen 
Varianten komplett verabschiedet. Da gibt’s nur noch Bluetooth-Plastik.

Oliver

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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H. H. schrieb:
> Stereoanlagen sind für Senioren, die das in ihrer Jugend eben so
> gelernt haben, und jetzt nicht mehr anderes wollen.

An dieser Aussage muß tatsächlich etwas dran sein. Reiner Museumsbetrieb 
seither.

mfg

von Jobst M. (jobstens-de)


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Christian S. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Stereoanlagen sind für Senioren, die das in ihrer Jugend eben so
>> gelernt haben, und jetzt nicht mehr anderes wollen.
>
> An dieser Aussage muß tatsächlich etwas dran sein. Reiner Museumsbetrieb
> seither.

Naja, auch mir ist es lieber mit einem anständigen Schalter den Eingang 
umzuschalten, als mich mit billigen Plastikknöpfchen durch irgendein 
wirres Menu zur Signalquellenumschaltung zu navigieren.
Oder einen vernünftigen Netzschalter zu haben, bei dem das Gerät 
wirklich auch aus ist und nicht im Standby herumlungert. Gerade in 
heutigen Zeiten doch ein Punkt.

Ich erinnere mich noch an die Zeit, als es plötzlich hieß: "Strom 
sparen" und man an jeder Ecke diese Standby-Boxen kaufen konnte. (Ein 
Standbygerät, welches man dem Fernseher vorschaltete, um dessen 
Standbyenergieverbrauch abzuschalten ...). Kurz darauf verschwanden die 
echten Netzschalter aus PCs. Etwas, was ich überhaupt nicht verstanden 
habe - nie.

Mittlerweile sind selbst Messgeräte kaum noch mit einem echten 
Netzschalter ausgestattet.

Aber ich schweife ab ...

Gruß
Jobst

von Martin L. (makersting)


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Bei einem 100-200W-Trafo reicht ein NTC mit 22 (10) Ohm und passender 
Baugröße. Man darf davon ausgehen, dass wohl niemand das warme Gerät 60x 
in einer Minute an- u. abschaltet.

von H. H. (hhinz)


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Martin L. schrieb:
> Bei einem 100-200W-Trafo

Bei dem ist eine Einschaltstrombegrenzung nicht nötig.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Jobst M. schrieb:
> Ich erinnere mich noch an die Zeit, als es plötzlich hieß: "Strom
> sparen" und man an jeder Ecke diese Standby-Boxen kaufen konnte. (Ein
> Standbygerät, welches man dem Fernseher vorschaltete, um dessen
> Standbyenergieverbrauch abzuschalten ...).

Sowas habe ich ca. Ende 90er selbst gebaut, SAT-Receiver neben dem 
Fernseher zogen bis 20 Watt, das lohnte. Da ist Aus wirklich Aus, 
einschalten mit mechanischem Taster. Ganz viele Jahre später konnte man 
etwas ähnliches fertig kaufen, Ansmann Zero-Watt.

Jobst M. schrieb:
> Mittlerweile sind selbst Messgeräte kaum noch mit einem echten
> Netzschalter ausgestattet.

Wann kamen Fluke 8050A samt Kollegen auf den Markt?

H. H. schrieb:
> Martin L. schrieb:
>> Bei einem 100-200W-Trafo
> Bei dem ist eine Einschaltstrombegrenzung nicht nötig.

Mir haben nur der 750VA-Trentrafo, der Schweißtrafo und der 
2000W-Winkelschleifer Ärger bereitet. Der Trenntrafo wird per Eigenbau 
über 20Ohm angelassen, mit meiner Relaismimik darf man auch beliebig 
schnell nacheinander schalten. Der Winkelschleifer hat eine fertig 
gekaufte Vorschaltelektronik bekommen, die vor dessen Netzstecker kommt 
und mit zwei Stufen Vorwiderstand agiert. Der Schweißtrafo hat eine rote 
Steckdose mit trägen Schraubsicherungen bekommen.

Einschaltstrombegrenzungen werden dennoch zunehmend relevant, weil 
überall Schaltnetzteile verbaut werden und Schalter / Relais ermorden.

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