Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Netzwerkkabel für nicht-symmetrische Übertragung zweckentfremden


von Gde A. (goaran)


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Hallo,

ich möchte 8 Signale (nicht hochfrequent) durch ein ca. 1.5 m langes 
Kabel zwischen zwei Geräten übertragen. Dafür wäre vom Stecker her ein 
Netzwerkkabel super praktisch, da das schön kompakt ist und sich schnell 
verbinden lässt. Allerdings sind im Netzwerkkabel ja twisted pairs für 
symmetrische Signalübertragung was für die nicht-symmetrische Anwendung 
eher suboptimal ist. Kann man das irgendwie abschätzen wie viel Spannung 
auf die 2. Ader induziert wird, wenn ich auf Ader 1. von 0V auf 5V 
switche?
Danke schon mal

von Hans W. (hanswieland)


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Gde A. schrieb:
> Kann man das irgendwie abschätzen wie viel Spannung auf die 2. Ader
> induziert wird, wenn ich auf Ader 1. von 0V auf 5V switche?

Das hängt wohl sehr stark vom Ausfangswiderstand der Quelle und dem 
Abschlusswiderstand am Ende der Leitung ab, sowie der kapazitiven 
Belastung an beiden Enden.

Allerdings wird sich ein Kabel mit nicht verdrillten Leitungen nur wenig 
anders verhalten.

Wenn du den Schaltvorgang einigermaßen sauber übertragen (egal welches 
Kabel) willst, beschäftige dich mit dem "Wellenwiderstand" und 
"Terminierung".

von Stephan (stephan_h623)


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Der Schaltvorgang ist hochfrequent. Zappelt dann halt alles für so 10-50 
Nanosekunden.

Wenn du nur den Zustand brauchst mach nen Tiefpass vor die Auswertung.
Und slles hochohmig ist das ganze einfach ne Antenne.

Ein mechanischer Schalter prellt aber mehrere male über ein paar 
Millisekunden. Das ist evtl relevanter als Störungen durch die Leitung.

von Soul E. (soul_eye)


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Gde A. schrieb:
> (...) Kann man das irgendwie abschätzen wie viel Spannung
> auf die 2. Ader induziert wird, wenn ich auf Ader 1. von 0V auf 5V
> switche?

Das Datenblatt eines wahllos herausgegriffenen CAT7 Verlegekabels verrät 
mir

Impedanz: 100±5 Ohm @ 4-100 MHz; 100±25 Ohm @ 100-1200 MHz
Kapazität: 45 pF/m nominal @ 1 KHz
Kapazitätsunsymmetrie (Paar-Erde): 1,6 pF/m max. @ 1 KHz
Isolationswiderstand: 5 GOhm x km min.
Gleichstromwiderstand: 95 Ohm/km max. (2% max. unbalancierter 
Widerstand)

Also schalte zum Testen 100 pF zwischen Deine beiden Signalleitungen und 
schau was passiert. Vermutlich nichts relevantes ;-)

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Gde A. schrieb:
> ich möchte 8 Signale (nicht hochfrequent) durch ein ca. 1.5 m langes
> Kabel zwischen zwei Geräten übertragen.

Hmmm - und die GND-Verbindung dann ueber den Schutzleiter, oder wie?
Hoert sich fuer mich noch etwas unausgegoren an: 8 Signale auf 8 
Leitungen...

Gruss
WK

von Stefan R. (stefan_r_bs)


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Habe an der Uni gern solche Teile verwendet:
D-Sub-Kupplung auf RJ45-Patchkabel, 
https://de.assmann.shop/de/Kabel-und-Peripherie/Weitere-Kabel-und-Adapter/Serielle-Kabel-und-Adapter/RS-232-Adapter.html

Waren sehr praktisch, um z.B. schnell mal eine Waage über 15 m an ein 
Notebook anzuschließen. Ging problemlos. Geschwindigkeit weiß ich nicht 
mehr - könnten 1200 Baud oder auch 9600 Baud gewesen sein.

Vielleicht war es das Glück der Dummen? Wenn man sich keines 
potentiellen Problems bewusst ist, hat man auch keins? :-)

von Rolf (rolf22)


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Dergute W. schrieb:

> Hmmm - und die GND-Verbindung dann ueber den Schutzleiter, oder wie?
> Hoert sich fuer mich noch etwas unausgegoren an: 8 Signale auf 8
> Leitungen...

Die Netzwerkkabel im Baumarkt haben alle einen Schirm. Wofür man den 
wohl benutzen kann?

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Gde A. schrieb:
> Dafür wäre vom Stecker her ein
> Netzwerkkabel super praktisch, da das schön kompakt ist und sich schnell
> verbinden lässt.

Rolf schrieb:
> Die Netzwerkkabel im Baumarkt haben alle einen Schirm. Wofür man den
> wohl benutzen kann?

Sicherlich dafuer, um dann selber irgendeinen anderen 9pol. Stecker 
dranzupopeln. Ganz sicher.

scnr,
WK

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