Hallo, ich möchte 8 Signale (nicht hochfrequent) durch ein ca. 1.5 m langes Kabel zwischen zwei Geräten übertragen. Dafür wäre vom Stecker her ein Netzwerkkabel super praktisch, da das schön kompakt ist und sich schnell verbinden lässt. Allerdings sind im Netzwerkkabel ja twisted pairs für symmetrische Signalübertragung was für die nicht-symmetrische Anwendung eher suboptimal ist. Kann man das irgendwie abschätzen wie viel Spannung auf die 2. Ader induziert wird, wenn ich auf Ader 1. von 0V auf 5V switche? Danke schon mal
Gde A. schrieb: > Kann man das irgendwie abschätzen wie viel Spannung auf die 2. Ader > induziert wird, wenn ich auf Ader 1. von 0V auf 5V switche? Das hängt wohl sehr stark vom Ausfangswiderstand der Quelle und dem Abschlusswiderstand am Ende der Leitung ab, sowie der kapazitiven Belastung an beiden Enden. Allerdings wird sich ein Kabel mit nicht verdrillten Leitungen nur wenig anders verhalten. Wenn du den Schaltvorgang einigermaßen sauber übertragen (egal welches Kabel) willst, beschäftige dich mit dem "Wellenwiderstand" und "Terminierung".
Der Schaltvorgang ist hochfrequent. Zappelt dann halt alles für so 10-50 Nanosekunden. Wenn du nur den Zustand brauchst mach nen Tiefpass vor die Auswertung. Und slles hochohmig ist das ganze einfach ne Antenne. Ein mechanischer Schalter prellt aber mehrere male über ein paar Millisekunden. Das ist evtl relevanter als Störungen durch die Leitung.
Gde A. schrieb: > (...) Kann man das irgendwie abschätzen wie viel Spannung > auf die 2. Ader induziert wird, wenn ich auf Ader 1. von 0V auf 5V > switche? Das Datenblatt eines wahllos herausgegriffenen CAT7 Verlegekabels verrät mir Impedanz: 100±5 Ohm @ 4-100 MHz; 100±25 Ohm @ 100-1200 MHz Kapazität: 45 pF/m nominal @ 1 KHz Kapazitätsunsymmetrie (Paar-Erde): 1,6 pF/m max. @ 1 KHz Isolationswiderstand: 5 GOhm x km min. Gleichstromwiderstand: 95 Ohm/km max. (2% max. unbalancierter Widerstand) Also schalte zum Testen 100 pF zwischen Deine beiden Signalleitungen und schau was passiert. Vermutlich nichts relevantes ;-)
Moin, Gde A. schrieb: > ich möchte 8 Signale (nicht hochfrequent) durch ein ca. 1.5 m langes > Kabel zwischen zwei Geräten übertragen. Hmmm - und die GND-Verbindung dann ueber den Schutzleiter, oder wie? Hoert sich fuer mich noch etwas unausgegoren an: 8 Signale auf 8 Leitungen... Gruss WK
Habe an der Uni gern solche Teile verwendet: D-Sub-Kupplung auf RJ45-Patchkabel, https://de.assmann.shop/de/Kabel-und-Peripherie/Weitere-Kabel-und-Adapter/Serielle-Kabel-und-Adapter/RS-232-Adapter.html Waren sehr praktisch, um z.B. schnell mal eine Waage über 15 m an ein Notebook anzuschließen. Ging problemlos. Geschwindigkeit weiß ich nicht mehr - könnten 1200 Baud oder auch 9600 Baud gewesen sein. Vielleicht war es das Glück der Dummen? Wenn man sich keines potentiellen Problems bewusst ist, hat man auch keins? :-)
Dergute W. schrieb: > Hmmm - und die GND-Verbindung dann ueber den Schutzleiter, oder wie? > Hoert sich fuer mich noch etwas unausgegoren an: 8 Signale auf 8 > Leitungen... Die Netzwerkkabel im Baumarkt haben alle einen Schirm. Wofür man den wohl benutzen kann?
Moin, Gde A. schrieb: > Dafür wäre vom Stecker her ein > Netzwerkkabel super praktisch, da das schön kompakt ist und sich schnell > verbinden lässt. Rolf schrieb: > Die Netzwerkkabel im Baumarkt haben alle einen Schirm. Wofür man den > wohl benutzen kann? Sicherlich dafuer, um dann selber irgendeinen anderen 9pol. Stecker dranzupopeln. Ganz sicher. scnr, WK
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