Forum: Platinen Künstliche Alterung von Leiterplatten


von Christian (ichris7ad)


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Moin, wie oben schon steht ist meine Frage wie ich Leiterplatten schnell 
altern lassen kann. Das es dabei natürlich nicht einer natürlichen 
Alterung entspricht ist mir völlig klar, mir geht es eher darum das ich 
die Benetzung auf PCBs testen möchte.

Mir steht dafür ein Trockenofen mit 125 und einer mit 60 Grad zur 
Verfügung

Ebenso könnte ich die Leiterplatten in einer Dampfphasenlötanlage altern 
lassen
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Neben der rein thermischen Alterung sollte man aber auch noch beachtena, 
dass es eine Alterung auf Grund der Adsorption von Schadgasen gibt. 
Dadurch können insbesondere offene Kontakte und Pads massiv geschödigt 
werden.

Geht es bei Deiner Anforderung darum, unbestückte Leiterplatten zu 
untersuchen, insbesondere in Hinblick auf die spätere Lötbarkeit?

Oder geht es um die Schädigung bereits bestückter Baugruppen, an denen 
später nicht mehr herumgelötet werden soll?

Ist es nur eine private Bastelei bzw. persönlicher Erkenntnisgewinne, 
oder geht es um die Qualifizierung irgendwelcher industriellen Prozesse 
bzw. Qualitätsicherung? Hast Du ganz konkrete ISO-Normen für die 
konkrete Anforderung zur Hand, nach denen getestet werden soll?

Ich könnte ggf. den Kontakt zu einer Hersteller solcher 
Schadgastestkammern herstellen, der viele Untersuchungen aber auch als 
Dienstleistung anbietet.
: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Christian schrieb:
> Mir steht dafür ein Trockenofen mit 125 und einer mit 60 Grad zur
> Verfügung
>
> Ebenso könnte ich die Leiterplatten in einer Dampfphasenlötanlage altern
> lassen

Wie sieht es mit Salzsprühnebel aus?
Geht es um PCBs oder um PCBAs?
Um welche Veränderung an der Leiterplatte geht es dir dabei?
von Christian (ichris7ad)


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Andreas S. schrieb:
> Geht es bei Deiner Anforderung darum, unbestückte Leiterplatten zu
> untersuchen, insbesondere in Hinblick auf die spätere Lötbarkeit?

 mir geht es dabei nur um unbestückte Leiterplatten und die Lötbarkeit

> Ist es nur eine private Bastelei bzw. persönlicher Erkenntnisgewinne,
> oder geht es um die Qualifizierung irgendwelcher industriellen Prozesse
> bzw. Qualitätsicherung? Hast Du ganz konkrete ISO-Normen für die
> konkrete Anforderung zur Hand, nach denen getestet werden soll?

 Im Rahmen meiner Abschlussarbeit meiner Ausbildung möchte ich halt 
einen Prozess einführen zum testen von überlagerten Leiterplatten, Ich 
habe Leiterplatten da, allerdings sind diese noch nicht über das eine 
Jahr der Herstellergarantie, deshalb möchte ich diese schnell künstlich 
altern lassen
von Christian (ichris7ad)


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Rainer W. schrieb:

> Wie sieht es mit Salzsprühnebel aus?
 Habe ich leider nicht zur Verfügung :/
> Geht es um PCBs oder um PCBAs?
 geht um PCBs
> Um welche Veränderung an der Leiterplatte geht es dir dabei?
 grundlegend um die Korrosion der Oberflächenmetallisierung
von Hans W. (hanswieland)


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Alternativer Ansatz: Kaufe alte unbestückte Platinen auf. Der ein oder 
andere mag signifikanten Bestand in seiner Wühlkiste haben.
von Harald K. (kirnbichler)


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Hans W. schrieb:
> Der ein oder
> andere mag signifikanten Bestand in seiner Wühlkiste haben.

Problem bei diesem Ansatz sind die nicht näher definierten 
Lagerbedingungen. Nicht in jeder Wühlkiste herrscht das gleiche Klima.

Und wenn man sich schon den Aufriss macht, das gezielt zu untersuchen, 
stelle ich mir vor, möchte man auch wissen, wie die Platinen gealtert 
sind.
von J. T. (chaoskind)


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Harald K. schrieb:
> möchte man auch wissen, wie die Platinen gealtert
> sind.

Meistens liegt es an der Zeit, dass Dinge alt werden.
von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Normalerweise gibt es dafür sogenannte ALT und HALT.

Highly Accelerated Life Test: Schauen, bei welcher Temperatur (und 
anderen Umgebungsbedingungen wie Vibration und Feuchte) das Gerät 
komplett ausfällt

Accelerated Life Test: Über einen längeren Zeitraum (Wochen/Monate) 
durch erhöhte Temperatur unterhalb der Zerstörungsgrenze (+ ggf 
Vibration und Feuchte) Alterung simulieren.

Es gibt entsprechende Formeln, mit denen man einen Beschleunigungsfaktor 
ausrechnen kann. Temperatur, Feuchtigkeit, Vibration, Anzahl der 
Geräte,... haben alle einen Einfluss auf diese Beschleunigung.

Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich mal einen ALT mit 16 Geräten 
gleichzeitig in einer Klimakammer durchgeführt. 95°C bei 95% Luftfeuchte 
entsprachen 16 Jahre in 6 Wochen. Aber genau bekomme ich es nicht mehr 
zusammen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Highly_Accelerated_Life_Test
von Soul E. (soul_eye)


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Christian schrieb:
> Moin, wie oben schon steht ist meine Frage wie ich Leiterplatten schnell
> altern lassen kann. Das es dabei natürlich nicht einer natürlichen
> Alterung entspricht ist mir völlig klar, mir geht es eher darum das ich
> die Benetzung auf PCBs testen möchte.

K-08 Feuchte Wärme zyklisch (DIN EN 60068-2-30), ggf auch K-14 Feuchte 
Wärme konstant (DIN EN 60068-2-78, 1500 h bei 65 °C / 93% rel. F.).


> Mir steht dafür ein Trockenofen mit 125 und einer mit 60 Grad zur
> Verfügung

Du brauchst aber auch eine Möglichkeit, die Feuchte zu kontrollieren. 
Reine Temperatur bringt nicht viel.
von Operator S. (smkr)


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Christian schrieb:
> mir geht es dabei nur um unbestückte Leiterplatten und die Lötbarkeit

Wenns um die Lötbarkeit geht, würde ich die Oxidation des Kupfers 
beschleunigen.
Dazu gibt es unterschiedliche Formen wie Essig + Salz, Zitronensäure 
oder andere Stoffe.

Diesen Test kannst du auch gut zeitlich takten, indem du alle Platinen 
gleichzeitig in die Lösung gibst und sie dann in definierten zeitlichen 
Abständen herausnimmst und auf die Lötbarkeit prüfst.
von Stefan K. (stk)


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Operator S. schrieb:
> Wenns um die Lötbarkeit geht, würde ich die Oxidation des Kupfers
> beschleunigen.

Blankes Kupfer sollte auf den Leiterplatten nicht zu sehen sein. An den 
Lötstellen sollte eine Beschichtung aus z.B. Zinn oder  Gold (ENIG) sein 
und über den Leiterbahnen Lack.
Mit schlechter Lötbarkeit hatten wir hier bisher kaum Probleme bei alten 
Leiterplatten, eher mit Delamination im Reflowofen wegen aufgenommener 
Feuchtigkeit.
: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Stefan K. schrieb:
> Blankes Kupfer sollte auf den Leiterplatten nicht zu sehen sein. An den
> Lötstellen sollte eine Beschichtung aus z.B. Zinn oder  Gold (ENIG) sein
> und über den Leiterbahnen Lack.

Bei überlagerten Leiterplatten kommt es gelegentlich vor, dass bei ENIG 
die Goldschicht im Laufe der Zeit ins Kupfer diffundiert, vermutlich bei 
nicht aufgebrachter oder zu dünner Nickel-Phosphor- oder 
Palladiumschicht.
von Rainer W. (rawi)


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Andreas S. schrieb:
> ... vermutlich bei nicht aufgebrachter oder zu dünner Nickel-Phosphor- oder
> Palladiumschicht.

Wenn bei ENIG eine Palladiumschicht vorhanden ist, ist die Leiterplatte 
in den falschen Prozess gelaufen. Ni als Diffusionssperre muss in jedem 
Fall dazwischen.
https://www.uyemura.com/articles/lead-free-surface-finishes.html
: Bearbeitet durch User
von Kevin K. (nemon) Benutzerseite


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Christian schrieb:
> Mir steht dafür ein Trockenofen mit 125 und einer mit 60 Grad zur
> Verfügung
125 °C reicht nicht, wenn du es noch in endlicher Zeit erleben wirst, 
zumindest bei vergoldeten Lötflächen nicht. Da musst du schon eher an 
200 °C ran kommen, aber das provoziert ganz neue Fehlermodi, wie die 
Verglasung vom Epoxydharz.
Mit Feuchtigkeit bekommst du alles extrem schneller kaputt. Aber dafür 
benötigst du einen Autoklaven. Das ist auch weitab von Trivial 
handzuhaben.
>
> Ebenso könnte ich die Leiterplatten in einer Dampfphasenlötanlage altern
> lassen

Viel zu unkontrolliert und zu heiß.

-> Such dir ein Labor, welches das professionell macht.
von H. H. (hhinz)


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Kevin K. schrieb:
> Mit Feuchtigkeit bekommst du alles extrem schneller kaputt. Aber dafür
> benötigst du einen Autoklaven. Das ist auch weitab von Trivial
> handzuhaben.

Gibts im Haushaltswarenladen: Schnellkochtopf.
von Kevin K. (nemon) Benutzerseite


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H. H. schrieb:
> Kevin K. schrieb:
>> Mit Feuchtigkeit bekommst du alles extrem schneller kaputt. Aber dafür
>> benötigst du einen Autoklaven. Das ist auch weitab von Trivial
>> handzuhaben.
>
> Gibts im Haushaltswarenladen: Schnellkochtopf.

Die 120 °C sind schon mal sehr viel mehr, als die knapp 100 bei 
Atmosphärendruck, da geht aber noch einiges mehr mit richtigen 
Autoklaven.
Bei hohen Temperaturen reicht schon eine sehr geringe Menge an Wasser, 
um gesättigte Feuchtigkeit zu erreichen.
Da aktivierst du jedoch gleich einen neuen Fehlermodus mit. Wenn die 
Platine an der Atmosphäre ein wenig Feuchtigkeit gezogen hat und dann 
über 100 °C erhitzt wird, verdampft das Wasser, drückt die Laminatebenen 
auseinander und zerstört so die Platine. Daher sollen Platinen vor dem 
Reflow / Dampfphasenlöten vorab in einem Trockenschrank liegen, um diese 
Feuchtigkeit aus der Platine zu beseitigen. Das gilt ebenso für die zu 
verlötenden Bauteile.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


Angehängte Dateien:

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> Mit schlechter Lötbarkeit hatten wir hier bisher kaum Probleme bei alten
> Leiterplatten, eher mit Delamination im Reflowofen wegen aufgenommener
> Feuchtigkeit.

Delamination und Zersetzung wegen fehlende Passivierung ist so das 
einzige was einem an Alterungsproblemen passieren kann.

Hatte man eine Platine mit offensichtlichen Delimanation 
("blasenähnliche" Aufwölbungen wie bei einer Folie mit nicht 
herausgestrichenen Luftblasen), die ihren Defekt dadurch verhielt, das 
sie einem über Wochen als Lötunterlage diente.

Ansonsten gibt es im sicherheitskritischen Bereich Standardprozeduren 
wie  man Alterung von Elektronik "beschleunigt" (Enviromental Stress 
screening:

* https://apps.dtic.mil/sti/tr/pdf/ADA347723.pdf


Und wo es keine Standards hat, hat es mindestens Empfehlungen:
* https://pcbsync.com/environmental-stress-screening/ (Anhang)
von Harald K. (kirnbichler)


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Bradward B. schrieb:
> Hatte man eine Platine mit offensichtlichen Delimanation
> ("blasenähnliche" Aufwölbungen wie bei einer Folie mit nicht
> herausgestrichenen Luftblasen), die ihren Defekt dadurch verhielt, das
> sie einem über Wochen als Lötunterlage diente.

Das klingt professionell.
von Manfred P. (pruckelfred)


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Bradward B. schrieb:
> Und wo es keine Standards hat, hat es mindestens Empfehlungen:
> * https://pcbsync.com/environmental-stress-screening/ (Anhang)

Zyklen ähnlich Deinem Anhang sind mir bekannt, aber mit vollbestückter 
Baugruppe. Nach der ungenügenden Eingangsfrage hat er nachgelegt:

Christian schrieb:
> Um welche Veränderung an der Leiterplatte geht es dir dabei?
> grundlegend um die Korrosion der Oberflächenmetallisierung

Also unbestückte Platten, die dürften sich für ein paar Temperaturzyklen 
nicht interessieren oder zumindest nur dann, wenn die Umgebungsluft 
definierte Schadstoffe enthält.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> Und wo es keine Standards hat, hat es mindestens Empfehlungen:
>> * https://pcbsync.com/environmental-stress-screening/ (Anhang)
>
> Zyklen ähnlich Deinem Anhang sind mir bekannt, aber mit *vollbestückter*
> Baugruppe.

IMHO geht es hier um beschleunigte Nachstellung des typischen 
Umgebungsstresses, völlig unabhängig ob PCB oder PCBA (PCB 
Assembled/"bestückt").

> Also unbestückte Platten, die dürften sich für ein paar Temperaturzyklen
> nicht interessieren oder zumindest nur dann, wenn die Umgebungsluft
> definierte Schadstoffe enthält.

Ist auch ne Frage wie lange diese Platinen unbestückt sind, Praxis sind 
IMHO höchstens wenige Tage/Wochen. Soweit mir bekannt, hat der 
Lötvorgang hauptsächlich Probleme mit Platinen/Material das Feuchtigkeit 
angezogen hat und "backt" deshalb die Platinen vor dem Löten (IMHO egal 
ob Vapour Phase oder IR-Reflow als Lötvorgang) aus. Ausbacken kann IMHO 
entfallen, wenn das PCB trocken gelagert wurde (dry bag). Nach dem 
Ausbacken hat man wohl bis zu 48h für das Bestücken.

Angaben wurden für NRW in .de gemacht, mglw. gibt es entsprechend dem 
Mittel der Luftfeuchte für andere Regionen andere Zahlen.

Also eventuell sollte man die Heizzyklen mit Feuchte (aus 
demineralisierten Wasser) fahren (wenn der Klimaschrank das 
unterstützt).

Ich erwarte ebenfalls, das sich die Eigenschaften hinsichtlich 
Benetzbarkeit nicht ändert, aber auch das kann eine Erkentnis sein die 
man erst experiementell ermitteln muss.

Wie geschrieben, ich kenne einen Fall von Schäden, die mit "fehlender 
Passivierung" beschrieben wurde, eine (via)- Oberfläche, die innerhalb 
weniger Wochen die Farbe wechselte und "nicht gut" aussah.
Es könnte jetzt sein (Spekulation) das die Passivierung (Entfernung 
chemisch aktiver Substanzen von PCB) nicht vergessen wurde, sondern 
im/bei Lötprozess nebenher passiert (und sei es das Clean im Abschluss) 
und da man von einer kurzen Zeit bis zum Löten rechnete nicht direkt 
nach der Fertigung ausgeführt wurde. So eine fehlende Passivierung 
könnte man durch Temperaturzyklen erkennen (van-’t-Hoff’sche Regel -> 
https://de.wikipedia.org/wiki/RGT-Regel).

Also nicht Schadstoffe hinzufügen, sondern die nicht entfernten 
"Schadstoffe" aktivieren.

Eventuell kann ein Prozess-Experte für Galvanisierung weiterhelfen, IMHO 
dürfte eine definierte Anzahl von T-Zyklen ausreichen. Welche das sind, 
könnte auch in den firmeninternen Guidelines zu finden sein. Hersteller 
von Klimaschränken (bspw. Vötsch, jetzt wohl unter weiss-technik.com) 
haben sicher auch Erfahrung mit typischen Zyklen beim Kunden.
: Bearbeitet durch User
von Lu (oszi45)


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Kevin K. schrieb:
> Mit Feuchtigkeit bekommst du alles extrem schneller kaputt.

Unbestückte Leiterplatten sind nur die halbe Wahrheit. Bestückte 
Leiterplatten leiden z.B. teilweise auch noch unter mechanischen und 
elektrischen Resonanzen und Schmutz. Ein Kollege hat vor vielen Jahren 
im feucht-tropischen Vietnam "Fehlersuche" durch Schnipsen mit dem 
Finger gemacht. Die korrodierten Transistoren fielen dann von der 
Leiterplatte. Mir brachen an Maschinen regelmäßig dicke Freilaufdioden 
durch mechanische Resonanzen an Zugmagneten ab...  Durch ausreichende 
Qualitätssicherung sollte das vermieden werden.
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Andreas S. schrieb:
> Adsorption
fein bemerkt

https://de.wikipedia.org/wiki/Adsorption
...Anreicherung einer Substanz an der Grenzfläche...
"Adsorption ist zu unterscheiden von Absorption ...
bei der die Stoffe in das Innere ... eindringen"

"Künstiche Voralterung" kennt man auch vom Solarium.
: Bearbeitet durch User
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