Fertige Lösung: Digitalpotentiometer Karte?

OP #8040061
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Hallo Zusammen,

für einen Teststand bin ich auf der Suche nach einer weitgehend fertigen Lösung mit Digitalpotentiometern bis ca. 20 Kanälen.

Aktuell haben wir ein System mit mechanischen Potis, was nun digitalisiert werden soll, dass es über einen PC GUI gesteuert werden kann.

Die Potis haben Werte bis 25kOhm, Auflösung sollte vernachlässigbar sein.

Kennt jemand fertige Karten, die digital (UART, i2c, SPI, etc) angesteuert werden können?

Ich finde hauptsächlich LabView kompatible Karten, die das Budget leider sprengen: https://wireflow.com/products/interface/c-series/wf-3144-c-series-programmable-resistor-module/

Ich würde mich über Hinweise freuen und hoffe, dass ich initial ausreichende Infos gegeben habe.

Vielen Dank im voraus.

#8040068
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Wieviel Leistung brauchst Du denn? Ich tät solch ein 4er AD5254 digitalpoti nehmen und davon 4 oder 5 auf eine Platine packen. Leider, wenn ich mich errinnere, gibt es die nicht als 25K, sondern nur als "BRUZ50", also 50KΩ https://www.mouser.de/ProductDetail/Analog-Devices/AD5254BRUZ50?qs=NmRFExCfTkHMtUtt5%2Fr1Zw%3D%3D Anderserseits ist mir etwas "fertiges" auch noch nicht untergekommen. Maximal ne Relaismatrix, die man über USB erreichen kann. Kostet aber auch. https://www.masla.de/php/relaismatrix64.php Da gibt es Master und Slave-Karten. Da kannst Du Dir deine Widerstandsekade vielleicht selbst bauen? EOL- Teststand kostet IMMER! Da gibt es kein Budget.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #8040089
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Flöte schrieb:

Aktuell haben wir ein System mit mechanischen Potis, was nun digitalisiert werden soll, dass es über einen PC GUI gesteuert werden kann.

Dir ist schon klar, dass so ein digitales Poti einen Potentialbezug seiner Potianschlüsse zu seinem GND-Pin hat?

Oder andersrum: darfst du die Massen der Potiansteuerung und des geheimen "Systems" miteinander verbinden? Sind dann die Potianschlüsse alle im laut Datenblatt erlaubten Spannungsbereich?

#8040096
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Moin,

Weil ich mir ziemlich sicher bin, dass Loesungen mit Digitalpotis zu 99.9% von Ahnungslosen gewuenscht werden, wuerde ich niemals so ein Produkt damit auf den Markt bringen. Denn dann muesste ich ja den Ahnungslosen immer erklaeren, dass ihre Ahnungslosigkeit dazu gefuehrt hat, dass die Digitalpotikarte leider kaputt gegangen ist und nicht schlechtes Design des Herstellers...

Gruss WK

#8040097
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Flöte schrieb:

0,25W reicht vollkommen.

Das ist in der Welt der digitalen Potentiometer schon viel. Da geht es eher um max. 5V und maximale Ströme um 1mA (also maximal 5mW).

Digitale Potentiometer haben einen sehr, sehr begrenzten Einsatzbereich und man muss sich der Limits in Sachen Spannung und Strom bewusst sein.

In 99% der Fälle lässt sich ein Poti nicht einfach durch ein Digitales ersetzen.

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OP #8040099
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Lothar M. schrieb:

Massen der Potiansteuerung und des geheimen "Systems"

Das geheime System ist eine Steuerung mit hauptsächlich NTC-5K Fühlereingänen zur Temperaturmessung.

Die Steuerung ist mit weiteren Sensoren externer Hersteller verbunden, bei denen die interne Schaltung nicht überall bekannt ist. Hier sind es auch hauptsächlich Temperaturfühler eingänge, die mech. Poti Beschaltung ist die gleiche, daher sollten das Auch NTC-5K Eingänge sein. Weitere Beschaltung mit 470k Poti und 10k Vorwiderstand ist aktuell unklar.

Man könnte also je Gerät einen Digitalpoti mit gemeinsamen GND nutzen. Soweit zumindest meine Abschätzung auf die Schnelle.

Dergute W. schrieb:

Produkt damit auf den Markt

Nix Produkt, nix Markt, Bastellösung durch digitale Bastellösung ersetzen.

: Bearbeitet durch User
#8040111
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Flöte schrieb:

Ich finde hauptsächlich LabView kompatible Karten

Genau das ist der Standard, alles anderen sind Speziallösungen und werden noch teurer (ausser Bastelkram https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/entwicklerboards_-_digitalpotentiometer_50k-372841 ).

Flöte schrieb:

0,25W reicht vollkommen

Mit 'nem Digitalpoti ? Beachte den Schleiferwiderstand.

Flöte schrieb:

Das geheime System ist eine Steuerung mit hauptsächlich NTC-5K Fühlereingänen zur Temperaturmessung.

Kann man nicht einfach ein paar definierte genaue Festwiderstände "100°C, 20°C, 0°C" per Reedrelais oder PhotoMOS umschalten ?

https://www.marvintest.com/pxi/Products/PXI-Programmable-Resistor-Board-GX1164-GX1164-Series.aspx

: Bearbeitet durch User
#8040115
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Lothar M. schrieb:

darfst du die Massen der Potiansteuerung und des geheimen "Systems" miteinander verbinden? Sind dann die Potianschlüsse alle im laut Datenblatt erlaubten Spannungsbereich?

Der AD5290 mit 10, 50, 100 kΩ verträgt ±15 Volt und dank SPI könnte man potentialfreie Potis haben. Oder als Kompromiss: AD5263 mit 20, 50, 200 kΩ und max. 15 Volt. Bonus: den AD5290 gibt's sogar bei Reichelt.

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Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #8040119
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Flöte schrieb:

Das geheime System ist eine Steuerung mit hauptsächlich NTC-5K Fühlereingänen zur Temperaturmessung.

Dann würde ich schauen, ob ich dort einfach eine Spannung einspeisen kann. Die kann ich mit einem DAC viel genauer und mit weniger Toleranz einstellen als mit den paar Stufen eines Digipots.

Michael B. schrieb:

Kann man nicht einfach ein paar definierte genaue Festwiderstände "100°C, 20°C, 0°C" per Reedrelais oder PhotoMOS umschalten ?

Das würde mir für einen Teststand ausreichen.

: Bearbeitet durch Moderator
#8040127
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Moin,

Flöte schrieb:

Dergute W. schrieb:

Produkt damit auf den Markt

Nix Produkt, nix Markt, Bastellösung durch digitale Bastellösung ersetzen.

Ja. Genau. Du suchst eine fertige Loesung. Erinnerst du dich?

Flöte schrieb:

für einen Teststand bin ich auf der Suche nach einer weitgehend fertigen Lösung mit Digitalpotentiometern bis ca. 20 Kanälen.

Was ich damit sagen will: Ich bezweifle, dass es eine fertige Loesung fuer dein Problem in Form von irgendwelchen Produkten mit mehren Digitalpotis gibt. (Ich bezweifle auch, dass es clever ist, selber irgendwas mit Digitalpotis zusammenzuspaxen).

Gruss WK

#8040158
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Michael B. schrieb:

Flöte schrieb:

Ich verfolge mal den Ansatz mit der externen Spannung.

Das kann, je nach Gerät (batteriebetrieben ratiometrische Messung) entweder erhebliche Ungenauigkeit (Fehler Abhängig von der Betriebsspannung) bringen oder eben erfordern die Betriebsspannung mitzumessen.

Multiplizierende DACs sind schon erfunden. Mit im allgemeinen sehr guter Genauigkeit und Auflösung. Da kann jedes "Digitalpoti" wegtreten. ☺

#8040268
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Frickellösung mit Bastelauftrag:

  • Normale Potis nach Wunsch (Wert, Belastbarkeit)
  • Die werden jeweils mit einem Adapter an ein Modellbauservo geflanscht. Hier muss man ein wenig probieren, bis man welche findet die sicher die 270+° Winkel schaffen.
  • Angesteuert von einem Mikrocontroller nach Wahl
  • Schnittstelle zum PC nach Wahl.

Nachteil: Viel basteln, aber vielleicht ein Auftrag für die Azubiwerkstatt? Die Servoabtriebe haben oft einen 25er Vielzahn mit einem Schräubchen drin, da kann man evtl. was drucken, oder man macht einen Schlitzrohradapter auf das originale Servohorn, das könnte dann als Kupplung auch noch Achsspiel/Ungenauigkeiten abfangen, bringt aber Spiel rein. Und das ganze ist groß....

Vorteil: Beliebige Potis nutzbar 100% Galvanisch getrennt, sowohl voneinander als auch von der Testmaschine Absolute Position auch ohne Strom am Tester stabil

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