Hallo zusammen, ich suche jemanden der eine Analoganzeige aus ein I 177B Röhrenprüfgerät reparieren kann. Die Spule ist intakt. Der Zeiger ist an einer Stelle abgebrochen und es müsste ein neuer angebracht und anschließend ausbalanciert werden. Vielleicht gibt es hier jemand mit Erfahrung oder kennt jemanden. 0-1,4mA DC 80 Ohm
Ich habe sowas vor vielen Jahren mal gemacht: Glasstab im Butanbrenner erhitzt und auseinander gezogen, bis man einen dünnen Glasdraht hat. Entsprechende Länge abbrechen und ankleben, schwarz lackieren. Ums Austarieren würde ich mir erstmal keine großen Gedanken machen, da hast du das Risiko, mehr kaputt zu machen als zu reparieren. So goldig genau wird das Messwerk eh nicht sein, und bei einem Röhrenprüfgerät brauchst du keine extrem genaue Anzeige.
Da das Bild ja wohl das defekte Messgerät zeigt, also nur die Spitze fehlt: klebe selber einen dünnen draht auf den Zeigerrest. Ob das dann 'schick' aussieht dürfte für ein Röhrenprüfgerät egal sein.
Paul schrieb: > und anschließend ausbalanciert werden. Das ist nicht so schwierig, kann man selber machen. Wenn man systematisch vorgeht sogar erfolgreich. :-) Mit dem Zeiger selbst kann ich dir nicht weiterhelfen. Ich hab den Eindruck, dass du eine perfekte Reparatur haben willst.
Ich würde das so benutzen wie es jetzt ist. Viel besser wird es mit einem drangepappten Zeiger dann auch nicht. Einen Glaszeiger könnte man natürlich sehr dünn ziehen, und dann mit einem wenzigen Tropfen am Zeigerrest aufkleben. Ich habe das mal mit dem Gasherd, mit abgenommenem Brenner für die Kochtöpfe gemacht. Das war aber noch vor der Umstellung auf Erdgas. Keine Ahnung wie gut das heute noch geht.
Jörg W. schrieb: > Ich habe sowas vor vielen Jahren mal gemacht: Glasstab im Butanbrenner > erhitzt und auseinander gezogen, bis man einen dünnen Glasdraht hat. > Entsprechende Länge abbrechen und ankleben, schwarz lackieren. > > Ums Austarieren würde ich mir erstmal keine großen Gedanken machen, da > hast du das Risiko, mehr kaputt zu machen als zu reparieren. So goldig > genau wird das Messwerk eh nicht sein, und bei einem Röhrenprüfgerät > brauchst du keine extrem genaue Anzeige. Genau, ich hab da ehern Angst das ich was dabei kaputt mache. Also wird dadurch nicht der messwert verfälscht wenn ich es so lasse?
Paul schrieb: > Also wird > dadurch nicht der messwert verfälscht wenn ich es so lasse? Wenn der Zeiger kürzer wird, dann wird er leichter. Folglich musst da den neu ausbalanzieren. Wie viele Gegengewichte hast Du denn? Eines? Das ist dann wirklich einfach.
Nick schrieb: > Paul schrieb: >> Also wird >> dadurch nicht der messwert verfälscht wenn ich es so lasse? > > Wenn der Zeiger kürzer wird, dann wird er leichter. Folglich musst da > den neu ausbalanzieren. > Wie viele Gegengewichte hast Du denn? Eines? Das ist dann wirklich > einfach. Ich Versuche es mal morgen zu zerlegen und sende dann hier ein Foto rein.
Da das Ding eine lineare Skala hat, einfach mal mit einem Poti einstellbar Strom drauf geben, und mit einem Multimeter vergleichen. Dann siehst du ja ob es noch einigermassen linear ist, oder unten zu viel Last dran hängt. ☺ Das würde ich auch vor weiteren Basteleien machen.
Paul schrieb: > Also wird dadurch nicht der messwert verfälscht wenn ich es so lasse? Mal ehrlich: das Teil ist ein Röhrenprüfer. Der testet die Emmisionsfähigkeit der Katode. Du hast links einen Bereich, in dem die Röhre sicher als "schlecht" erkannt wird, rechts einen, in dem sie sicher "gut" ist, dazwischen etwas "Niemandsland". Wenn sich das alles um ein kleines Stück hin und her schiebt wegen eines nicht ganz austarierten Zeigers, was passiert dann? Wenn der Zeiger links ist: tot, wenn er rechts ist: OK. Wenn er irgendwo in der Mitte ist, musst du eh mit dem Kopf entscheiden, ob du die Röhre nun unter "gerade noch brauchbar" oder "gerade so unbrauchbar" einstufst.
Jörg W. schrieb: > Paul schrieb: >> Also wird dadurch nicht der messwert verfälscht wenn ich es so lasse? > > Mal ehrlich: das Teil ist ein Röhrenprüfer. Der testet die > Emmisionsfähigkeit der Katode. Du hast links einen Bereich, in dem die > Röhre sicher als "schlecht" erkannt wird, rechts einen, in dem sie > sicher "gut" ist, dazwischen etwas "Niemandsland". > > Wenn sich das alles um ein kleines Stück hin und her schiebt wegen eines > nicht ganz austarierten Zeigers, was passiert dann? > > Wenn der Zeiger links ist: tot, wenn er rechts ist: OK. Wenn er > irgendwo in der Mitte ist, musst du eh mit dem Kopf entscheiden, ob du > die Röhre nun unter "gerade noch brauchbar" oder "gerade so unbrauchbar" > einstufst. OK danke. Da bin ich beruhigt. Ich prüfe mal morgen nach ob das abgebrochene stück noch dort auffindbar ist.
So schaut das von innen aus. Ich nehme mal an, das dieser Draht der um das Zeigerkreuz gewickelt ist, die Gewichte sind? Habe da sonst nichts weiter gefunden. Der abgebrochene Zeiger ist nicht mehr auffindbar.
Paul schrieb: > ... Ich nehme mal an, das dieser Draht der um > das Zeigerkreuz gewickelt ist, die Gewichte sind? Habe da sonst nichts > weiter gefunden. Ja. Links einer und rechts zwei. Ob du nun daran herummurxen musst, kannst mit einem Linearitaetstest (s.o.) feststellen. Ich denke, dass das fehlende Teil eher sehr leicht war...
Kauf dir doch einfach ein intaktes baugleiches Instrument und tausche die Skalen aus, z.B.: https://www.ebay.com/p/1101646761?iid=177838113750 https://www.ebay.com/p/1101646761?iid=177790813248
Jörg W. schrieb: > Ich habe sowas vor vielen Jahren mal gemacht: Glasstab im Butanbrenner > erhitzt und auseinander gezogen, bis man einen dünnen Glasdraht hat. > Entsprechende Länge abbrechen und ankleben, schwarz lackieren. Noch besser geht das mit einem dünnen Glasröhrchen. Das wird beim Ausziehen eine Kapillare. Die taucht man einfach schwarze Tusche oder Tinte, wobei sie sich durch die Kapillarwirkung voll saugt. Jetzt kann man die Kapillare abbrechen und auf die gewünschte Länge kürzen. Auf diese Art und Weise habe ich vor langer Zeit mal einen Vielfachmesser III (Bunte Kuh) repariert. Michael B. schrieb: > lebe selber einen dünnen draht auf den Zeigerrest. Murks hoch 3
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Cartman E. schrieb: > Einen Glaszeiger könnte man natürlich sehr dünn ziehen, und > dann mit einem wenzigen Tropfen am Zeigerrest aufkleben. Wenn es im Orginal ein Glaszeiger ist, und so sieht es aus weil abgebrochen, dann steckt der in einer Metallhülse - i.d.R. Aluminium. Den zieht man da einfach raus und steckt den neu geZogenen einfach rein. Klebstoff braucht es da nicht. Die Fototos hier Beitrag "Re: [S] Reparatur Analog Messwerk Meter" zeigen das es so ist, wie ich schrieb. Der Zeiger ist eingesteckt. Also Kapillare ziehen, diese einfärben, auf Länge bringen, den alten Glaszeiger herausziehen und Neuen einschieben.
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"Mhos" ist "Ohms" rückwärts gelesen, also der Kehrwert von Ohm, also Siemens. Das Messgerät wird wahrscheinlich die Leitfähigkeit oder Leitwert von (destilliertem?) Wasser anzeigen!
Marek N. schrieb: > "Mhos" ist "Ohms" rückwärts gelesen, also der Kehrwert von Ohm, also > Siemens. > Das Messgerät wird wahrscheinlich die Leitfähigkeit oder Leitwert von > (destilliertem?) Wasser anzeigen! Also zeigt es an, daß man bei der Röhre Wasser auffüllen muß. Noch meinmal für Dich, das Messwerk stammt aus einem Röhrenprüfer, nix destilliertes Wasser.
Marek N. schrieb: > "Mhos" ist "Ohms" rückwärts gelesen, also der Kehrwert von Ohm, > also > Siemens. > Das Messgerät wird wahrscheinlich die Leitfähigkeit oder Leitwert von > (destilliertem?) Wasser anzeigen! Normalerweise wird damit die Steilheit bezeichnet, siehe Anhang.
Marek N. schrieb: > "Mhos" ist "Ohms" rückwärts gelesen, also der Kehrwert von Ohm, also > Siemens. > Das Messgerät wird wahrscheinlich die Leitfähigkeit oder Leitwert von > (destilliertem?) Wasser anzeigen! Nein die Transkonduktanz ("Steilheit") einer Röhre. Das ist die Anodenstromänderung pro Gitterspannungsänderung, delta Ia / delta Ug, im Arbeitspunkt.
Habe gerade mal ein paar Messungen gemacht und an keiner Stelle weicht der Wert um mehr als 2,1% ab. Also alles gut, zum Glück.
Paul schrieb: > Also alles gut, zum Glück. Dann spar ich mir die Beschreibung. Viel Spaß mit der Gerät!
Nick schrieb: > Paul schrieb: >> Also alles gut, zum Glück. > > Dann spar ich mir die Beschreibung. > Viel Spaß mit der Gerät! Danke! Muss noch die alten Massewiderstände (hochohmig geworden) und papierkondensatoren wechseln. Dann sollte das Teil funktionieren, allerdings nur am 110V Trafo. ;)
Hans schrieb: > Cartman E. schrieb: >> Einen Glaszeiger könnte man natürlich sehr dünn ziehen, und >> dann mit einem wenzigen Tropfen am Zeigerrest aufkleben. > Wenn es im Orginal ein Glaszeiger ist, und so sieht es aus weil > abgebrochen, dann steckt der in einer Metallhülse - i.d.R. Aluminium. > Den zieht man da einfach raus und steckt den neu geZogenen einfach rein. > Klebstoff braucht es da nicht. Nach meiner Erfahrung: Den zieht man da nicht einfach so raus. Der Zeigerrest war bei meinem Instrument recht gut festgeklemmt, und der Zeiger direkt über der Aufnahme gebrochen. Man will ja nicht die Spannbandaufhängung ramponieren... Die Mühe mit einer Kapillare kann man sich sparen. Bereits ein wasserfester schwarzer Filzstift reicht, um den dünnen neuen Zeiger schwarz zu färben. Im Zweifel, ist ein leichterer und dünnerer Zeiger als das Original im Vorteil, um das Instrument wieder funktionsfähig zu machen. "Fixiert" wurde der neue Zeiger mit einem winzigen Tropfen Spiritus/Kolophoniumlösung. Der Spiritus verzieht sich von allein. Der klebrige Rest erledigt dann den Rest. ☺ Paul schrieb: > Habe gerade mal ein paar Messungen gemacht und an keiner Stelle weicht > der Wert um mehr als 2,1% ab. > > Also alles gut, zum Glück. Gut gemacht.
Die nicht exakte Einstellung der Potis am 177 sorgen für eine deutlich grössere Abweichung, als das Fehlen der 5mm Zeiger. Nutze die Anzeige so wie sie ist, exakter Ersatz wird schwierig und teuer. Investiere lieber in in den Zusatzkasten (MX-949) für europäische Röhren, sofern Du den noch nicht hast. Viel Erfolg!
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