In meiner ca. 30 Jahre alten Kaffemühle ist der Motor stark mit dem Abrieb der Kohlen verschmutzt. Beim Zerlegen habe ich festgestellt, dass der Kommutator sehr stark eingeschliffen ist. Außerdem habe ich festgestellt, dass der Anker gefedert gelagert ist und somit eine achsiale Bewegung von 5 mm möglich ist. Im Betrieb bewegt sich die Achse auch um ein paar mm achsial. Das ergibt sich aus der auf die Achse diagonal eingefräßte Zahnung. Bei den stark eingeschliffenen Kohlen gibt es dann ein ungutes Geräusch. Fragen: -Welchen Sinn hat diese gefederte Lagerung und die diagonale Zahnung? -Soll ich die Feder verstärken? -Bezugsquelle für den Motor? IME Cod 10 100452 H30 D76
Schrägverzahnung: Ruhigerer Lauf des Getriebes Gefederte Lagerung: Normalerweise um eine angestellte Lagerung spielfrei zu halten. Die Lagerung ist deshalb angestellt, weil durch die Schrägverzahnung axiale Kräfte entstehen. Der Kommutator ist wirklich ordentlich eingelaufen. Wenn er noch genügend "Fleisch" hat abdrehen lassen und die Zwischenräume ausputzen, damit keine Kurzschlüsse da sind. Ansonsten neuen Läufer kaufen.
Mini R. schrieb: > diagonale Zahnung Schrägverzahnung ist der Fachbegriff siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Schr%C3%A4gverzahnung Wenn der Anker im betrieb Funken schlägt, liegt ein Ankerkurzschluss vor. Kommt recht häufig bei Handbohrmaschinen vor, die mit Netzspannung betrieben werden, und wäre nach 30 Jahren keine unübliche Fehlerquelle.
Udo S. schrieb: > Der Kommutator ist wirklich ordentlich eingelaufen. Wenn er noch > genügend "Fleisch" hat abdrehen lassen und die Zwischenräume ausputzen, > damit keine Kurzschlüsse da sind. Nachtrag: und dann natürlich neue Kohlen einbauen.
Papa P. schrieb: > Wenn der Anker im betrieb Funken schlägt, liegt ein > Ankerkurzschluss vor. Der Kommutator sieht völlig unverfärbt aus. Die Ankerwicklung ist m.E. völlig in Ordnung
Udo S. schrieb: > Schrägverzahnung: Ruhigerer Lauf des Getriebes > Gefederte Lagerung: Normalerweise um eine angestellte Lagerung spielfrei > zu halten. Die Lagerung ist deshalb angestellt, weil durch die > Schrägverzahnung axiale Kräfte entstehen. Danke für die Info. Okay, dann werde ich eine stärkere Feder einbauen. > > Der Kommutator ist wirklich ordentlich eingelaufen. Wenn er noch > genügend "Fleisch" hat abdrehen lassen und die Zwischenräume ausputzen, > damit keine Kurzschlüsse da sind. > Ansonsten neuen Läufer kaufen. Einen Ersatzmotor bzw. den Läufer habe ich nicht gefunden. Ist doch schon zu alt. Den Versuch mit dem abdrehen werde ich mal angehen. Bei der alten Mühle ist eine totale Zerstörung ertragbar. Kohlen werden natürlich auch erneuert.
Papa P. schrieb: > Mini R. schrieb: >> diagonale Zahnung > > Schrägverzahnung ist der Fachbegriff > > siehe auch: > https://de.wikipedia.org/wiki/Schr%C3%A4gverzahnung > > Wenn der Anker im betrieb Funken schlägt, liegt ein > Ankerkurzschluss vor. > > Kommt recht häufig bei Handbohrmaschinen vor, die mit > Netzspannung betrieben werden, und wäre nach 30 Jahren > keine unübliche Fehlerquelle. Danke für den Link. Wiede was gelernt. Das Logo von Citroen stammt von der V-förmigen Verzahnung.
Udo S. schrieb: > Papa P. schrieb: >> Wenn der Anker im betrieb Funken schlägt, liegt ein >> Ankerkurzschluss vor. > > Der Kommutator sieht völlig unverfärbt aus. Die Ankerwicklung ist m.E. > völlig in Ordnung Den Kommutator hatte ich schon vor den Fotos gründlich gereinigt. Der wahr ordentlich verschmutzt. Widerstand vor der Reinigung ca. 90 Ohm. Danach ca. 50 Ohm.
Mini R. schrieb: > eingefräßte Zahnung Mini R. schrieb: > wahr ordentlich verschmutzt Das kann doch nicht war sein, waß hier so getippert wirt.
Udo S. schrieb: > Schrägverzahnung: Ruhigerer Lauf des Getriebes > Gefederte Lagerung: Normalerweise um eine angestellte Lagerung spielfrei > zu halten. Die Lagerung ist deshalb angestellt, weil durch die > Schrägverzahnung axiale Kräfte entstehen. > > Der Kommutator ist wirklich ordentlich eingelaufen. Wenn er noch > genügend "Fleisch" hat abdrehen lassen und die Zwischenräume ausputzen, > damit keine Kurzschlüsse da sind. > Ansonsten neuen Läufer kaufen. Der Versuch den Kommutator abzudrehen ist leider gescheitert. Der Kommutator steckt als extra Bauteil auf der Achse und wird nur durch die Drähte der Wicklung gehalten. Beim Abdrehen sind alle Drähte gerissen. Ein Versuch war es wert.
Mini R. schrieb: > Ein Versuch war es wert. Eigentlich nicht, denn der war bestimmt schon unter Maß. Wenn das Mahlwerk noch nicht kaputt ist, kannst du mal mit dem kompletten Anker zu einem kleinen Motoreninstndsetzer gehen, vielleicht hat er einen passenden Anker.
Es ist schade, aber ich denke, der Motor ist gut verschlissen, ohne Defekt. Er hat einfach sein Lebensende erreicht.
Nemopuk schrieb: > Es ist schade, aber ich denke, der Motor ist gut verschlissen, ohne > Defekt. Er hat einfach sein Lebensende erreicht. Das ist ein schönes Ende für diesen Post. Dank an alle Beteiligten für die Hilfe.
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