Hi zusammen, ich hänge leider bei wohl etwas ganz trivialem. Im Anhang habe ich eine Beispielschaltung eines PNP Transistors und einer Quelle, die mir die Basis über R3 (Basiswiderstand) auf Masse zieht. R2 hängt absichtlich nicht direkt zwischen Basis und Emitter, um mein Verständisproblem zu verdeutlichen. In dem Moment, in dem V2 gegen Masse schaltet (in Wirklichkeit ein TL431), fängt die Emitter-Basisstrecke an leitend zu werden und ich habe einen Basisstrom von (60V-Ube_sat)/R3 fließen. Ube liegt in dem Moment bei ~0.7V, je nach gewähltem Transistor. Die meisten PNPs, haben eine angegebene Ube_max von ~5-10V. Muss ich meine Ube-Strecke in diesem Fall wie im Bild noch schützen? Oder kann ich davon ausgehen, dass die Ube-Strecke schnell genug leitend wird und sich die Ube_sat automatisch einstellt auf Grund des PN-Übergangs? Falls ich die Ube-Strecke noch schützen sollte, was wäre dann die gängige Lösung? 1) Spannungsteiler, in dem R2 direkt zwischen Emitter und Basis gehängt wird? 2) Zener-Diode zwischen Emitter und Basis? 3) Zener-Diode in Reihe zwischen Basis und R3? Vielen Dank und viele Grüße Hendrik
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Verschoben durch Moderator
Du brauchst keinen Schutz. UBE_max ist die maximale negative Basis Emitter Spannung (Speerspannung). Die ist bei dir 0 Volt.
Hendrik B. schrieb: > Ube liegt in dem Moment bei ~0.7V, je nach gewähltem Transistor. > Die meisten PNPs, haben eine angegebene Ube_max von ~5-10V. > > Muss ich meine Ube-Strecke in diesem Fall wie im Bild noch schützen? Nein. > Oder kann ich davon ausgehen, dass die Ube-Strecke schnell genug leitend > wird und sich die Ube_sat automatisch einstellt auf Grund des > PN-Übergangs? Ja. Wobei Dein Verständnis vollkommen falsch ist. Die gemessene Ube=0,7V ist die Flussspannung, Ube_max von ~5-10V ist die max. zulässige Sperrspannung, also mit entgegengesetzter Polarität. Und diese Sperrspannung kommt in Deiner Schaltung gar nicht vor. Die Flussspannung kann gar nicht viel höher als die 0,7V gehen, es sei denn, Du schiebst ordentlich Strom durch, was logischerweise dann die B-E-Stecke ruiniert.
Hendrik B. schrieb: > In dem Moment, in dem V2 gegen Masse schaltet (in Wirklichkeit ein > TL431), fängt die Emitter-Basisstrecke an leitend zu werden und ich habe > einen Basisstrom von (60V-Ube_sat)/R3 fließen. Bei UBE spricht man eher nicht von Sättigungsspannung. Das ist die normale Flußspannung der BE-Diode. > Ube liegt in dem Moment bei ~0.7V, je nach gewähltem Transistor. > Die meisten PNPs, haben eine angegebene Ube_max von ~5-10V. Moment! U_BE_MAX ist die maximale SPERRSPANNUNG! Also umgekehrte Polarität, beim PNP als positiver Wert im Datenblatt angegeben. > Muss ich meine Ube-Strecke in diesem Fall wie im Bild noch schützen? Nein. > Oder kann ich davon ausgehen, dass die Ube-Strecke schnell genug leitend > wird und sich die Ube_sat automatisch einstellt auf Grund des > PN-Übergangs? Sicher.
Oh man, da stand ich wirklich auf dem Schlauch. Vielen Dank für die schnellen Antworten. Als Sperrspannung gesehen, macht es auch gleich mehr Sinn.
Hendrik B. schrieb: > Ube liegt in dem Moment bei ~0.7V, Bei einem PNP: minus 0,7 V. Dagegen ist U_BE_max bei einem PNP positiv, also in Sperrrichtung, wie bereits vorher schon klargestellt wurde.
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Bearbeitet durch User
Johannes F. schrieb: > Hendrik B. schrieb: >> Ube liegt in dem Moment bei ~0.7V, > > Bei einem PNP: minus 0,7 V. > > Dagegen ist U_BE_max bei einem PNP positiv, also in Sperrrichtung, wie > bereits vorher schon klargestellt wurde. Vollkommen richtig, da habe ich das "-" unterschlagen. Hatte beim Lesen des Datenblattes gleich noch Mal denselben Fehler gemacht.
Hendrik B. schrieb: > Oh man, da stand ich wirklich auf dem Schlauch. > Vielen Dank für die schnellen Antworten. Als Sperrspannung gesehen, > macht es auch gleich mehr Sinn. Vor vielen Jahren als Anfänger hatte ich auch mal genau diesen "Denkfehler", d.h. ich hatte ebenso diese Datenblattzeile falsch verstanden. Für solche Dinge sind Foren wie dieses gut. Irgendeine LLM-KI würde vermutlich auf die Frage nur lauter Schwachsinn daherschwurbeln.
Nein. Ich hab gerade den Eingangsbeitrag plus die Frage "Wie passt der Datenblattwert von ubemax zu den 0.7V?" in den kostenlosen Claude.ai Sonnet 4.6 kopiert, und er erklärt ausführlich den Unterschied zwischen Vorwärts- und Rückwärtsbetrieb.
Johannes F. schrieb: > Vor vielen Jahren als Anfänger hatte ich auch mal genau diesen > "Denkfehler", d.h. ich hatte ebenso diese Datenblattzeile falsch > verstanden. Als Anfänger habe ich die umgedrehte Polarität bzw. den Emitter als Bezug der Ansteuerung nicht verstanden. Ich bin noch immer irritiert, wenn ich in Datenblätter eines P-FETs schaue und da überall ein Minus vor den Zahlen steht. Ist halt so, funktionierende Schaltungen mit P-Transistoren kann ich trotzdem. Beim bipolaren kennt man U(BE), Datenblätter schreiben für die Gegenrichtung U(EB) oder U(BER). Ich habe ein Schaltung, wo die E-B-Sperrspannung überschritten werden könnte, da habe ich eine LED antiparallel auf B-E gesetzt. Uwe schrieb: > in den kostenlosen Claude.ai > Sonnet 4.6 kopiert, und er erklärt ausführlich den Unterschied Erspare uns diese maximal Ressourcen verbrennende Idiotenscheiße.
Johannes F. schrieb: > Für solche Dinge sind Foren wie dieses gut. Irgendeine LLM-KI würde > vermutlich auf die Frage nur lauter Schwachsinn daherschwurbeln. Forum wie dieses ist einzigartig und super!
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