Hi Ein weiches thermoplastisches Kunststoffgehäuse ist in dünnen tiefen Löchern mit solchen Sicherheitsschrauben verschraubt: Schlitzschraube rechtsrum, linksrum ist der Schlitz eine Rampe, so daß der Schraubendreher nicht faßt. Das Gehäuse darf nicht beschädigt werden. Hat jemand eine Idee, wie man diese Schrauben lösen könnte? Einen Linksbohrer besitze ich nicht.
Peter N. schrieb: > Hat jemand eine Idee, wie man diese Schrauben lösen könnte? > > Einen Linksbohrer besitze ich nicht. Passendes Werkzeug kaufen.
Peter N. schrieb: > Hat jemand eine Idee, wie man diese Schrauben lösen könnte? Es gibt viele verschiedene, sog. one-way Schlitzschrauben. Kannst Du mal ein Photo machen (versuchen)?
passenden Kopf mit Expoy-Knete abformen und mit Sekundenkleber aufkleben
Manchmal ist, durch entsprechenden Druck auf die Klinge, die Hangabtriebskraft größer als die Tangentialkraft des Drehmoments. Axialdruck auf den Schraubendreher funktioniert mit breiter Klinge natürlich besser. Also ruhig den breitest möglichen Dreher benutzen. Und Geduld ... mfg mf
:
Bearbeitet durch User
Peter N. schrieb: > Einen Linksbohrer besitze ich nicht. Ein Satz Linksausdreher kost nicht die Welt. Erster Treffer bei Google: https://www.autodoc.de/vorel/24875849
J. T. schrieb: > Ein Satz Linksausdreher kost nicht die Welt. Erster Treffer bei Google: > https://www.autodoc.de/vorel/24875849 Die Teile nützen bei Schlitzschrauben gar nichts. Mittels Rechtsbohrer ein Loch in die Schrauben bohren, ist ziemlich riskant. Der Kunststoff würde schmelzen. Beim Linksbohrer bestünde die Chance, daß sich der Bohrer verhakt und die Schraube damit rausdreht.
Sind die Schrauben auch aus Kunststoff? Dann könntest du einen Schraubenzieher einschmelzen. Wenn aus Metall, dann ist was aufkleben vermutlich mal gar nicht so doof, zumindest ein Versuch wert
Peter N. schrieb: > J. T. schrieb: >> Ein Satz Linksausdreher kost nicht die Welt. Erster Treffer bei Google: >> https://www.autodoc.de/vorel/24875849 > > Die Teile nützen bei Schlitzschrauben gar nichts. > > Mittels Rechtsbohrer ein Loch in die Schrauben bohren, ist ziemlich > riskant. > Der Kunststoff würde schmelzen. > > Beim Linksbohrer bestünde die Chance, daß sich der Bohrer verhakt und > die Schraube damit rausdreht. Schon einmal etwas vom Vorbohren gehört? Oder auch vom Zentrieren eines Bohrers in einem Langloch mittels Hülse? Eine Überhitzung lässt sich leicht vermeiden, indem man langsam, ggf. mit Pausen bohrt... Nebenbei reicht es idR., mit einem Bohrer max. halbem Kopfdurchmessen diesen zu durchbohren, so dass dieser dann einzeln auf dem Bohrer sitzt. Das Gewinde dreht man dann später per Zange aus dem Kunststoff.
Peter N. schrieb: > Die Teile nützen bei Schlitzschrauben gar nichts. Wenn man nicht weiß, wie man sein Werkzeug benutzt, könnte dieser Verdacht aufkommen.
J. T. schrieb: > Wenn man nicht weiß, wie man sein Werkzeug benutzt, könnte dieser > Verdacht aufkommen. Diese Ausdreher funktionieren nur bei Innenloch-Schraubenköpfen (Inbus, Torx) und da paßt selten die Spitze. In alle anderen Schraubenköpfe muß man erst ein Loch bohren...
Schon mal das hier probiert? https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/schraubenausdreher_screwit_m2_5_-_m6-238152
Peter N. schrieb: > Diese Ausdreher funktionieren nur bei Innenloch-Schraubenköpfen (Inbus, > Torx) und da paßt selten die Spitze. Also passen sie doch nicht. Vor allem ist das Loch viel zu kurz. Bei Schraubenausdrehern muss man zuerst ein Loch bohren. Vorzugsweise mit einem Linksbohrer. Und zwar im passenden Durchmesser. > In alle anderen Schraubenköpfe muß man erst ein Loch bohren... Siehe oben. Auch ich würde de Schraubenkopf abbohren. Wenn es geht mit einem Linksbohrer. Achtung, Schrauben die in Richtung "Spax" gehen sind oft unnötig hart. Mit freihändig bohren wird das eher nichts. Erst recht, wenn der Bohrer sich immer wieder im Schlitz verhakt. Johannes F. schrieb: > Schon mal das hier probiert? Und wie genau soll das in dem Fall gehen?
Nick schrieb: > Und wie genau soll das in dem Fall gehen? Werkzeugspitze ins Schraubenkopfprofil aufsetzen, Hammerschlag drauf, nach links ausdrehen.
Peter N. schrieb: > Hat jemand eine Idee, wie man diese Schrauben lösen könnte? Die heissen ja nicht umsonst Einweg-Antrieb Sicherheitsschrauben https://www.schraubenhimmel.de/schrauben/spezialschrauben/sicherheitsschrauben/einweg-linsenkopf-blech/39459/halbrundkopf-sicherheitsschrauben-einweg-antrieb-blechschrauben-edelstahl-a2-c-2-9x9-5 Die SOLL man nicht rausdrehen können. Wer eine ordentliche Bohrmaschine im Bohrständer besitzt, der kann ihren Kopf abbohren (bei Edelstahl mit geeignetem HSS-E, meist sind die Schrauben aber aus Weicheisen), das Gehäuse öffnen, den Gewinderest mit einer Zange rausdrehen, und es danach mit neuen PG Schrauben verschliessen. Ohne Bohrständer wird es schwer nicht abzurutschen und dabei das Gehäuse zu beschädigen, auch eher kurze (Karosserie)Bohrer als lange nutzen.
Johannes F. schrieb: > Werkzeugspitze ins Schraubenkopfprofil aufsetzen, Hammerschlag drauf, > nach links ausdrehen. Ich hab den Eindruck, dass du nicht weißt, wovon der TO spricht. Es geht um einen Schraubenkopf ähnlich dem da: https://www.sicherheits-schrauben.de/gewindeschrauben/halbrundkopf-one-way-m4-a2 So, jetzt erklär uns Dummen nochmal wie dein Werkzeug funktionieren soll.
Michael B. schrieb: > Ohne Bohrständer wird es schwer nicht abzurutschen und dabei das Gehäuse > zu beschädigen, auch eher kurze (Karosserie)Bohrer als lange nutzen. Peter N. schrieb: > Ein weiches thermoplastisches Kunststoffgehäuse ist in dünnen tiefen > Löchern mit solchen Sicherheitsschrauben verschraubt Ralf X. schrieb: > Zentrieren eines Bohrers in einem Langloch mittels Hülse Ist doch an sich ganz einfach.
Peter N. schrieb: > Hat jemand eine Idee, wie man diese Schrauben lösen könnte? Gar nicht. An Freitagen ist das verboten. Das duerfen nur Experten. Die machen das nur auf einer mit Leim praeparierten Platte, damit der energiespeichernde Kobold, wie der Pumuckl von Meister Eder, kleben bleibt und sichtbar wird.
Nick schrieb: > Ich hab den Eindruck, dass du nicht weißt, wovon der TO spricht. Doch, weiß ich. Nick schrieb: > So, jetzt erklär uns Dummen nochmal wie dein Werkzeug funktionieren > soll. Wenn die Schrauben nicht gerade aus Edelstahl sind, wie die von dir verlinkten: wo ist deiner Meinung nach das Problem? Wie das Werkzeug funktioniert, ist im Reichelt-Angebot hinreichend beschrieben.
Die meisten dieser Schrauben sind recht weich. Einem Schlitzschraubenzieher mit schön scharfen Kanten und ordentlich Druck sorgfältig gerade aufsetzen. So habe ich schon viele dieser Mistdinger herausbekommen.
Peter N. schrieb: > Einen Linksbohrer besitze ich nicht. Mit normalen Bohrer ein Loch hinein machen. Eine Gewinde einschneiden oder Schraube hineindrehen. Dann diese nochmals mit Kleber hineindrehen. Dann das ganze mit der eingeklebten Schraube herausschrauben. Wenn das aber schief geht, dann kannst Du ganz laut schreiend, wie das Rumpelstilzchen, herumhüpfen. Daher wäre es für Deine Gesundheit doch besser im Baumarkt .... Ralf X. schrieb: > Passendes Werkzeug kaufen. ... zu gehen. An die Anderen im Forum stelle ich hier mal die freitägliche Frage, ob der Kauf solchen Werkzeuges dazu führt, dass der TO in Privatinsolvenz gehen muss?
Eine andere Möglichkeit wäre links und rechts Kerben zu machen und dann mit sowas herausschrauben versuchen: https://www.schraubenhandel24.de/sicherheitsschrauben-welten/werkzeuge/bits/zwei-loch/bits-fuer-zweiloch-schrauben-2l-stahl/
Peter N. schrieb: > Diese Ausdreher funktionieren nur bei Innenloch-Schraubenköpfen (Inbus, > Torx) und da paßt selten die Spitze. > > In alle anderen Schraubenköpfe muß man erst ein Loch bohren... Um diese Ausdreher zu benutzen, musst du auch Schrauben mit Innenantrieb (Torx, Inbus usw) meist anbohren. Ich sag ja, man sollte schon wissen, wie man sein Werkzeug benutzt.
Ralf X. schrieb: > Schon einmal etwas vom Vorbohren gehört? > Oder auch vom Zentrieren eines Bohrers in einem Langloch mittels Hülse? Eindeutig die beste Art, sowas rauszukriegen! Problem ist die passende Hülse für die Führung des Bohrers im Loch, die muss man ggf. anfertigen; der TE hat sicher keine Drehbank, sonst hätte er gar nicht diese Frage gestellt. Aber vielleicht liegt irgendwo eine einigermassen passende Hülse herum.
Stephan S. schrieb: > Ralf X. schrieb: >> Schon einmal etwas vom Vorbohren gehört? >> Oder auch vom Zentrieren eines Bohrers in einem Langloch mittels Hülse? > > Eindeutig die beste Art, sowas rauszukriegen! > > Problem ist die passende Hülse für die Führung des Bohrers im Loch, die > muss man ggf. anfertigen; der TE hat sicher keine Drehbank, sonst hätte > er gar nicht diese Frage gestellt. Aber vielleicht liegt irgendwo eine > einigermassen passende Hülse herum. Feine Sache, wenn man eine grosse Schrottsammlung hat. :-) Oder (hier mechanische) Bauteile. Und insb. auch Ideen. Erst recht, wenn man wie der TE laufend irgendwelche Teile reparieren möchte und dafür in vielen Dimensionen nicht ausgerüstet ist und Invest vermeiden möchte, sowie Salami liefert und dabei auch noch viele Scheiben vergisst. Der TE hat lt. EP tiefe dünne Löcher, natürlich ohne jede Massangabe. Falls er keinen Bohrer hat, der lang genug ist, ist es hier an sich vorbei, da er nichts investieren möchte. Sollte ein vorhandener Bohrer doch passen, reicht es ggf. aus, da einen/mehrere Pariser aus Silikon- oder Schrumpfschlauch draufzuziehen, bzw. den Bohrer nahe seiner Spitze mit Isoband o.ä. passend umwickeln (Drehrichtung beachten) und die Führung leicht einzufetten.
Hallo Peter N.! Die Schraube spanend zu bearbeiten - egal ob mit Links- oder Rechtsbohrer oder mit speziellem Schraubenausdreher - wird wahrscheinlich nicht gelingen. Es ist unwahrscheinlich, dass du die Schraube zentrisch triffst. Außerdem ist der Kunststoff viel viel weicher als der Stahl der Schraube. Sobald der Bohrer etwas verlaufen ist, startet dann ein Schmelz-Szenario. Achim M. schrieb: > Manchmal ist, durch entsprechenden Druck auf die Klinge, die > Hangabtriebskraft größer als die Tangentialkraft des Drehmoments. > > Axialdruck auf den Schraubendreher funktioniert mit breiter Klinge > natürlich besser. Also ruhig den breitest möglichen Dreher benutzen. Und > Geduld ... > Das ist schon eher ein Ansatz. Ich habe das Lösen der Rampenschlitz-Schrauben mal hinbekommen, in dem ich eine Ständerbohrmaschine zur Hilfe genommen habe, jedoch im ausgeschalteten Modus. In das Bohrfutter dann ein langes Schlitzschrauben-Bit, so breit wie eben möglich. Dann den Pinolenhebel fest (aber mit Gefühl) angedrückt und mit der anderen Hand das Bohrfutter nach links gedreht. Mit etwas Glück löst sich die Schraube dann, da die Rampe des Kopfes meist auch nicht ganz glatt ist. Ein altmodisches Bohrfutter mit Schlüssel ist hier natürlich weit besser als ein Schnellspann-Bohrfutter. Bei letzterem fällt das Bit ja raus, wenn man außen linksdrehend anfasst.....
Mit Druck und frisch angeschliffenem Schraubendreher wäre mein 1. Versuch. Einen Punkt 2K-Kleber darauf wäre mein 2. Versuch. Evtl. dann Schraubendreher od. Bohrer ansetzen?
Nebenbei bemerkt zerlegte ich ein Verlängerungskabel mit 3er-Steckdose, das auch solche "Schrauben" hatte. Das funktionierte alles nicht, weil es sich dabei um einen Einwegschnappverschluss handelte. Das Gegenstück war aus dem Gehäusekunststoff ausgeformt, die Schnappverschlussniete war aus Metall.
Michael B. schrieb: > meist sind die > Schrauben aber aus Weicheisen J. R. schrieb: > Die meisten dieser Schrauben sind recht weich. Ganz tolle Aussagen von Leuten, die es nicht besser wissen. Das letzte Ding, was mich geärgert hat, hatte Arschlochschrauben aus ordentlichem Stahl. Stephan S. schrieb: > Problem ist die passende Hülse für die Führung des Bohrers im Loch, die > muss man ggf. anfertigen; der TE hat sicher keine Drehbank, Mit etwas Glück passt eine übliche sechskant-Abstandshülse. Lu schrieb: > Einen Punkt 2K-Kleber darauf wäre mein 2. Versuch. Du hast keine Ahnung, wie fest selbstschneidende Schrauben in ABS-Kunststoff sitzen können. Hier ist bei einer Zweilochschraube das Spezialbit aus dem Reichelt-Kasten einfach so gebrochen. Ralf X. schrieb: > Erst recht, wenn man wie der TE laufend irgendwelche Teile reparieren > möchte und dafür in vielen Dimensionen nicht ausgerüstet ist und Invest > vermeiden möchte, sowie Salami liefert und dabei auch noch viele > Scheiben vergisst. Ja, unser Peterchen (alv) ist schon ein spezieller Fall und es scheint kein Problem zu geben, was er noch nicht hatte. Nun ja, die nicht lösbaren Schrauben, wieviele Threads gibt es dazu bereits?
Manfred P. schrieb: > Ja, unser Peterchen (alv) ist schon ein spezieller Fall und es scheint > kein Problem zu geben, was er noch nicht hatte. Die kommen noch. *gg
Alles gut, solange er nicht auf der AIDA mitfährt und frägt wie er die nichtlösbare Schraube gelöst bekommt, ;)
für sowas hat man (altes) Gnaggel-Werkzeug. Hier einen Schlitzdreher scharf anschleifen und mit genügend Anpressdruck normal heraus schrauben.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.