Hallo zusammen, im Griff unserer Liebherr Gefriertruhe GTS 2563 -10A (Servicenr. 993813700) ist statt eines Kapillarrohrregler eine Elektronik (Art.Nr. 6113900) verbaut, mit der u. a. die Temperatur eingestellt wird. Seit einigen Wochen rattert die Truhe hörbar, kurz bevor das Aggregat startet. Nach meiner Recherche könnte hierfür die Alterung eines Leiterplattenrelais (Finder 40.11.7.024.2400) verantwortlich sein. Weder die komplette Elektronik noch das v. g. Leiterplattenrelais ist noch käuflich zu erwerben. Auch wenn die Truhe schon betagt ist, will ich nichts unversucht lassen und einen möglichen Ausfall (verderbendes Gefriergut) durch Austausch dieses Relais verhindern. Daher stelle ich die Frage, ob als Ersatz ein noch verfügbares Leiterplattenrelais gleicher Bauart (aber mit teilweise anderen Werten) als Ersatz möglich ist: Finder 40.11.7.024.2016. Zwar habe ich entsprechende Literatur gefinden: https://www.lauermann.at/media/products/96519.pdf aber meine Kenntnisse reichen nicht aus, um eine Antwort auf die Fragestellung zu erhalten. Nach meinen Recherchen besteht lediglich der Unterschied beim max Dauerstrom / Einschaltstrom bisher 10/20A neu 16/30A. Das sollte eher besser als schlechter sein. Max Schaltleistung AC1 bisher 2500VA, neu 4000VA. Max Schaltleistung AC15 (230V) bisher 500VA, neu 750 VA. 1-Phasen Motorlast bisher 0,37kW, neu 0,55 kW. Abmessungen und Position der Lötpins sind identisch. Spulenerregung beides DC sensitiv, Kontaktmaterial und Kontaktart sind gleich. Ein Problem könnte eine höhere, minimale Schaltlast sein (original: 300 mW, bei infrage stehender Alternative 500 mW). Wer weiß Rat oder kennt eine passende Alternative (auch eines anderen Herstellers)? Danke
Trude schrieb: > im Griff unserer Liebherr Gefriertruhe GTS 2563 -10A (Servicenr. > 993813700) ist statt eines Kapillarrohrregler eine Elektronik (Art.Nr. > 6113900) verbaut, mit der u. a. die Temperatur eingestellt wird. Seit > einigen Wochen rattert die Truhe hörbar, kurz bevor das Aggregat > startet. Nach meiner Recherche könnte hierfür die Alterung eines > Leiterplattenrelais (Finder 40.11.7.024.2400) verantwortlich sein. Elko ausgetrocknet, der 100µF/35V.
Augenscheinlich (optisch keine Wölbung) scheint der in Ordnung. Würde ich dann auch tauschen. Der Fehler zeigt sich auch nicht immer. Ich habe schon mehrere Stunden neben der Truhe verbracht, ohne dass irgendetwas ungewöhnliches vernehmbar gewesen wäre. Was ich nicht beantworten kann, ob das Relais denn überhaupt noch arbeiten würde, wenn der Elko das Zeitliche gesegnet hätte. Das Aggregat springt ja auch nach dem Rattern/Fletschen noch an, weshalb ich auf Verbrauch des Kontaktmaterials im Relais tippte. Natürlich könnte auch ein anderes Bauteil für eine nicht immer erforderliche Erregerspannung sorgen. Danke für den Hinweis.
Trude schrieb: > Was ich nicht beantworten kann, ob das Relais denn überhaupt noch > arbeiten würde, wenn der Elko das Zeitliche gesegnet hätte. Das Relais hat nur einen Ruhekontakt!
Beide Ausführungen (das aktuell verbaute und meine erhoffte Alternative) haben gemäß der der verlinkten Beschreibung einen Kontakt (Wechsler). "Bei Betätigung des EIN-Schalters erfolgt eine Magnetisierung des Relais. Das Relais geht in die Arbeitsstellung und verbleibt in dieser Stellung auch nach Abschalten der Erregung. Bei Betätigung des AUS-Schalters wird über den Vorwiderstand das Relais mit umgekehrter Stromrichtung entregt. Das Relais fällt in die Ausgangsölage zurück."
H. H. schrieb: > Elko ausgetrocknet, der 100µF/35V. Trude schrieb: > Augenscheinlich (optisch keine Wölbung) scheint der in Ordnung. Würde > ich dann auch tauschen. Ein ausgetrockneter Elko muss keine Wölbung haben...
Trude schrieb: > Beide Ausführungen (das aktuell verbaute und meine erhoffte > Alternative) > haben gemäß der der verlinkten Beschreibung einen Kontakt (Wechsler). > > "Bei Betätigung des EIN-Schalters erfolgt eine Magnetisierung des > Relais. Das Relais geht in die Arbeitsstellung und verbleibt in dieser > Stellung auch nach Abschalten der Erregung. Bei Betätigung des > AUS-Schalters wird über den Vorwiderstand das Relais mit umgekehrter > Stromrichtung entregt. Das Relais fällt in die Ausgangsölage zurück." Viel Spaß noch auf dem Holzweg. EOT
H. H. schrieb: > Viel Spaß noch auf dem Holzweg. Er/Sie wird es schon lernen, dass ein trockener Elko so einiges bewirkt...
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Ich glaube langsam doch, daß irgendwas im Impfstoff war.
Trude schrieb: > Der Fehler zeigt sich auch nicht immer. Wenn man mit dem Fön auf den Elko heizt, dann wird sich das Verhalten ändern...
Mani W. schrieb: > Trude schrieb: >> Der Fehler zeigt sich auch nicht immer. > > Wenn man mit dem Fön auf den Elko heizt, dann wird sich das > Verhalten ändern... So hat man vor 20 Jahren seine Telekom-Router (bzw. DSL-Modems) gestartet. Weil der kleine Anlaßelko im Netzteil ausgedörrt war und nach Abkühlen (z.B. wegen Umbau oder Stromausfall) nicht mehr wollte. Ich habe nicht mitgezählt, aber das dürfte jetzt der 8. +/-2 Reparaturthread sein, wo das defekte Bauteil schon in der Einleitung und vor der Fehleranalyse feststeht. Das hätte langsam eine ICD-Nummer verdient.
Trude schrieb: > Was ich nicht beantworten kann, ob das Relais denn überhaupt noch > arbeiten würde, wenn der Elko das Zeitliche gesegnet hätte. Das Nachlassen der Kapazität eines Elkos ist keine Schwarz-Weiß-Erscheinung. Die Sachlage kann sich graduell verschlechtern. Ein nachlassender Ladeelko im Netzteil bewirkt bspw., dass die Welligkeit der Spannung darüber bei Belastung zunimmt. Das kann man nachmessen. Wenn ein Relais klappert, stimmt meist die Ansteuerung nicht oder was sagen deine Rechercheergebnisse zu dem Grund für die Alterungserscheinungen?
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