Hallo zusammen, im Griff unserer Liebherr Gefriertruhe GTS 2563 -10A (Servicenr. 993813700) ist statt eines Kapillarrohrregler eine Elektronik (Art.Nr. 6113900) verbaut, mit der u. a. die Temperatur eingestellt wird. Seit einigen Wochen rattert die Truhe hörbar, kurz bevor das Aggregat startet. Nach meiner Recherche könnte hierfür die Alterung eines Leiterplattenrelais (Finder 40.11.7.024.2400) verantwortlich sein. Weder die komplette Elektronik noch das v. g. Leiterplattenrelais ist noch käuflich zu erwerben. Auch wenn die Truhe schon betagt ist, will ich nichts unversucht lassen und einen möglichen Ausfall (verderbendes Gefriergut) durch Austausch dieses Relais verhindern. Daher stelle ich die Frage, ob als Ersatz ein noch verfügbares Leiterplattenrelais gleicher Bauart (aber mit teilweise anderen Werten) als Ersatz möglich ist: Finder 40.11.7.024.2016. Zwar habe ich entsprechende Literatur gefinden: https://www.lauermann.at/media/products/96519.pdf aber meine Kenntnisse reichen nicht aus, um eine Antwort auf die Fragestellung zu erhalten. Nach meinen Recherchen besteht lediglich der Unterschied beim max Dauerstrom / Einschaltstrom bisher 10/20A neu 16/30A. Das sollte eher besser als schlechter sein. Max Schaltleistung AC1 bisher 2500VA, neu 4000VA. Max Schaltleistung AC15 (230V) bisher 500VA, neu 750 VA. 1-Phasen Motorlast bisher 0,37kW, neu 0,55 kW. Abmessungen und Position der Lötpins sind identisch. Spulenerregung beides DC sensitiv, Kontaktmaterial und Kontaktart sind gleich. Ein Problem könnte eine höhere, minimale Schaltlast sein (original: 300 mW, bei infrage stehender Alternative 500 mW). Wer weiß Rat oder kennt eine passende Alternative (auch eines anderen Herstellers)? Danke
Trude schrieb: > im Griff unserer Liebherr Gefriertruhe GTS 2563 -10A (Servicenr. > 993813700) ist statt eines Kapillarrohrregler eine Elektronik (Art.Nr. > 6113900) verbaut, mit der u. a. die Temperatur eingestellt wird. Seit > einigen Wochen rattert die Truhe hörbar, kurz bevor das Aggregat > startet. Nach meiner Recherche könnte hierfür die Alterung eines > Leiterplattenrelais (Finder 40.11.7.024.2400) verantwortlich sein. Elko ausgetrocknet, der 100µF/35V.
Augenscheinlich (optisch keine Wölbung) scheint der in Ordnung. Würde ich dann auch tauschen. Der Fehler zeigt sich auch nicht immer. Ich habe schon mehrere Stunden neben der Truhe verbracht, ohne dass irgendetwas ungewöhnliches vernehmbar gewesen wäre. Was ich nicht beantworten kann, ob das Relais denn überhaupt noch arbeiten würde, wenn der Elko das Zeitliche gesegnet hätte. Das Aggregat springt ja auch nach dem Rattern/Fletschen noch an, weshalb ich auf Verbrauch des Kontaktmaterials im Relais tippte. Natürlich könnte auch ein anderes Bauteil für eine nicht immer erforderliche Erregerspannung sorgen. Danke für den Hinweis.
Trude schrieb: > Was ich nicht beantworten kann, ob das Relais denn überhaupt noch > arbeiten würde, wenn der Elko das Zeitliche gesegnet hätte. Das Relais hat nur einen Ruhekontakt!
Beide Ausführungen (das aktuell verbaute und meine erhoffte Alternative) haben gemäß der der verlinkten Beschreibung einen Kontakt (Wechsler). "Bei Betätigung des EIN-Schalters erfolgt eine Magnetisierung des Relais. Das Relais geht in die Arbeitsstellung und verbleibt in dieser Stellung auch nach Abschalten der Erregung. Bei Betätigung des AUS-Schalters wird über den Vorwiderstand das Relais mit umgekehrter Stromrichtung entregt. Das Relais fällt in die Ausgangsölage zurück."
H. H. schrieb: > Elko ausgetrocknet, der 100µF/35V. Trude schrieb: > Augenscheinlich (optisch keine Wölbung) scheint der in Ordnung. Würde > ich dann auch tauschen. Ein ausgetrockneter Elko muss keine Wölbung haben...
Trude schrieb: > Beide Ausführungen (das aktuell verbaute und meine erhoffte > Alternative) > haben gemäß der der verlinkten Beschreibung einen Kontakt (Wechsler). > > "Bei Betätigung des EIN-Schalters erfolgt eine Magnetisierung des > Relais. Das Relais geht in die Arbeitsstellung und verbleibt in dieser > Stellung auch nach Abschalten der Erregung. Bei Betätigung des > AUS-Schalters wird über den Vorwiderstand das Relais mit umgekehrter > Stromrichtung entregt. Das Relais fällt in die Ausgangsölage zurück." Viel Spaß noch auf dem Holzweg. EOT
H. H. schrieb: > Viel Spaß noch auf dem Holzweg. Er/Sie wird es schon lernen, dass ein trockener Elko so einiges bewirkt...
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Ich glaube langsam doch, daß irgendwas im Impfstoff war.
Trude schrieb: > Der Fehler zeigt sich auch nicht immer. Wenn man mit dem Fön auf den Elko heizt, dann wird sich das Verhalten ändern...
Mani W. schrieb: > Trude schrieb: >> Der Fehler zeigt sich auch nicht immer. > > Wenn man mit dem Fön auf den Elko heizt, dann wird sich das > Verhalten ändern... So hat man vor 20 Jahren seine Telekom-Router (bzw. DSL-Modems) gestartet. Weil der kleine Anlaßelko im Netzteil ausgedörrt war und nach Abkühlen (z.B. wegen Umbau oder Stromausfall) nicht mehr wollte. Ich habe nicht mitgezählt, aber das dürfte jetzt der 8. +/-2 Reparaturthread sein, wo das defekte Bauteil schon in der Einleitung und vor der Fehleranalyse feststeht. Das hätte langsam eine ICD-Nummer verdient.
Trude schrieb: > Was ich nicht beantworten kann, ob das Relais denn überhaupt noch > arbeiten würde, wenn der Elko das Zeitliche gesegnet hätte. Das Nachlassen der Kapazität eines Elkos ist keine Schwarz-Weiß-Erscheinung. Die Sachlage kann sich graduell verschlechtern. Ein nachlassender Ladeelko im Netzteil bewirkt bspw., dass die Welligkeit der Spannung darüber bei Belastung zunimmt. Das kann man nachmessen. Wenn ein Relais klappert, stimmt meist die Ansteuerung nicht oder was sagen deine Rechercheergebnisse zu dem Grund für die Alterungserscheinungen?
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Zwischenzeitlich habe ich herausgefunden, dass zeitweise auch ein Leiterplattenrelais mit der Bezeichnung "E3206L 26B" von Eichhoff auf der Platine verbaut wurde, was allerdings auch nicht mehr erhältlich ist. Warum ich eher auf das Relais als auf die Elkos tippte, will ich hier kurz darlegen: Ich hatte das Internet bemüht und eindrucksvolle Fotos von ausgefallenen Elkos gesichtet, weshalb ich davon ausging, dass die noch funktionsfähig wären. Das die sich auch mit anderem Erscheinungsbild verabschieden, war wohl nicht so spektakulär, wird aber auch im Netz erwähnt. Nun denn, dann schaue ich mal nach Ersatz der Elkos, einerseits wegen Eurer Antworten aber (gebe ich zu) auch mangels der Austausch-Alternative des Relais. Wenn mit den Elkos das Problem behoben wäre, um so besser. Als Newcomerin muss man sich zunächst mit dem Forum selbst beschäftigen und darf sich dann - aufgrund der Anzahl geposteter Beiträge und des Marker "Lesenswert" - mit der Wertigkeit verschiedener abgegebener Antworten auseinander setzen. Dass aber sämtliche Äußerungen einer Fragestellerin abgecancelt werden (man könnte es ja auch ohne Bewertung stehen lassen) oder sogar mit Bemerkungen über Impfstoff bzw. einer ICD-Ziffer quittiert werden, mag beim Feierabendbier unter Gleichgesinnten für Gelächter sorgen, aber hier gegenüber Unbekannten doch etwas gewagt sein, oder sehe ich das falsch? Das man sowas dann noch als Lesenswert bewertet, zeichnet den Bewerter als Schenkelklopfer aus. Prima, ... Frauen an den Herd! Gerne nehme ich den Hinweis mit dem Holzweg auf, denn Ihr habt die Kenntnisse, Erfahrungen und vermutlich auch eine Ausbildung / Studium genossen, was Euch zu dieser Einschätzung kommen lässt (im Gegensatz zu mir). Ob ich mich nun noch trauen sollte, etwas über die Elkos in Erfahrung zu bringen? Ich probiere es hier oder sollte ich einen neuen Beitrag dafür einstellen? Der größere trägt die Aufschrift 100 uF, M, 35 V, seitlich die Bezeichnungen PH 116 darunter D5 KO D5. Die Werte sind klar, das M für 20% Toleranz. Sind die anderen Angaben für den Austausch von Bedeutung? Der kleinere hat ff. Aufschrift. |uF, 63V, (M) für 20%, 85 Grad, ROE im Rechteck für Roederstein, und (EXD) 9426 könnte auch |EK 0|9426 oder |EK 0|9426 sein. Soll der vertikale Strich 1 uF bedeuten? Gerade die letzten Angaben kann ich nicht deuten. Herstellungsjahr und Monat, wenn es sowas gibt? Klammern, 1 und | lässt sich von mmir nicht auseinander halten. Vielleicht war das bei ROE generell so ... ? Irgendwelche Fabrikate, die qualitätsmäßig am ehesten als Austausch genommen werden sollten? Was sonst noch (außer dem gekennzeichneten Minuspol) beachtet werden muss? Ich bin für jeden Hinweis dankbar, damit die Truhe noch weitere Jahre genutzt werden kann. Danke!
Wenn das Bild die gleiche Platine zeigt, ist es bestimmt ein Kondensatornetzteil. Dann gehen beliebige Elkos mit gleichen Werten, wenn sie hineinpassen. Für längeres Leben bitte 105°C Typen kaufen. Es schadet aber nichts, wenn es hochwertige Typen, wie Panasonic FC sind (Reichelt). ABER: Auch verdächtig ist der 0,68µF 250V X-Kondensator. Bitte messen lassen. (Repaircafé, Nachbar, Foremmitglied...) Leider finde ich nur noch rechteckige Bauformen. Bitte messen wie viel Bauhöhe Platz hat. Wenn nichts Platz hat, man kann ihn auch mit Litzen woanders hinsetzen. Oder jemand hier weiß noch einen Lieferanten für die zylindrische Bauform.
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Wolf17 schrieb: > Wenn das Bild die gleiche Platine zeigt, ist es bestimmt ein > Kondensatornetzteil. Korrekt, das ist die Platine. Danke!
Wolf17 schrieb: > Auch verdächtig ist der 0,68µF 250V X-Kondensator. Die Roederstein F1773 sind in axial ausgesprochen haltbar. Prüfen ist natürlich kein Fehler. X2 als Ersatz gibts nicht mehr, aber es muss an der Stelle nicht unbedingt X2 sein. AFAIR fertig Kemet noch axiale 600VDC/250VAC, die auch mechanisch passen. Digikey oder Mouser werden die haben.
H. H. schrieb: > AFAIR fertig Kemet noch axiale 600VDC/250VAC, Sorry, ICEL/Nichicon ist es.
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H. H. schrieb: >> Panasonic FC > Besser noch FR. Stimmt, habe ich verwechselt. > Digikey oder Mouser werden die haben. Habe bei beiden und TME zu X 0,68µF axial nichts Lieferbares gefunden.
Wolf17 schrieb: >>> Panasonic FC >> Besser noch FR. > Stimmt, habe ich verwechselt. Muß man alles vergolden? Kurz vorher warst Du realistischer unterwegs: Wolf17 schrieb: > Dann gehen beliebige Elkos mit gleichen Werten, wenn sie hineinpassen. Ich würde jetzt beliebige Elkos aus der Schublade reinschrauben, um erstmal den Reparatur(miß)erfolg zu bekommen. Wenn es läuft, Deckel zu und bei einem der nächsten Einkäufe passenden Ersatz einlagern.
Wolf17 schrieb: > Habe bei beiden und TME zu X 0,68µF axial nichts Lieferbares gefunden. Wie gesagt, X2 gibts so keine mehr, aber die sind ja an der Stelle nicht vorgeschrieben.
H. H. schrieb: > Wie gesagt, X2 gibts so keine mehr, aber die sind ja an der Stelle nicht > vorgeschrieben. Ich dachte, die wären an der Stelle viel besser geeignet wie Typen ohne X Zulassung. Was geht denn an Durchmesser und Länge rein? Geht 16x32mm MKP 850DC/400AC, 4€? https://www.mouser.de/ProductDetail/Vishay-Roederstein/MKP1839468084HQ?qs=5W%252BGeepUzodQ0kzMkpzGGw%3D%3D Einfacher zu beschaffen (Reichelt) ist rechteckig. Wie ist Pinabstand, Maximalbreite und Maximalhöhe? Wie groß ist der Platz daneben für eine abgesetzte Montage?
Wolf17 schrieb: > Was geht denn an Durchmesser und Länge rein? > Geht 16x32mm MKP 850DC/400AC, 4€? Zu dick. Der Roederstein hat 15.0x31.5mm. > Wie groß ist der Platz daneben für eine abgesetzte Montage? Kein Platz.
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1 oder 2 mal die richtige Lösung präsentieren reicht eigentlich. Manche wollen einfach nur ihre vermutete Lösung als das tatsächliche Problem bestätigt haben, links und rechts davon ist kein Platz. Nur zu: tausch das Relais, das wird schon helfen...
H.Joachim S. schrieb: > Nur zu: tausch das Relais, das wird schon helfen... Sie hat den Holzweg schon verlassen.
"Manche wollen einfach nur ihre vermutete Lösung als das tatsächliche Problem bestätigt haben, ..." Was ist daran verwerflich? Für nahezu ahnungslose Fragesteller kann das durchaus ein Aspekt sein (zumindest aus meiner Sicht :-) Natürlich habe ich zwischenzeitlich alle Beiträge gelesen, ohne jeweils darauf einzugehen. Manche Antworten muss man/frau (als nicht mit Elektronik-Kenntnissen gesegnete) auf sich wirken lassen und darüber nachdenken. Ich habe die Problematik erkannt, dass es viele Bauteile nicht mehr bzw. nicht in den erforderlichen Abmessungen gibt, um die Elektronik im Handgriff unterzubringen. Und weil auch diesbezüglich ein Hinweis kam, dass man durch Litzen (ggfls mit zusätzlichen Schrupfschläuchen) einzelne Bauteile auch außerhalb des Griffes unterbringen kann, habe ich mir darüber Gedanken gemacht: Auch wenn es nicht so toll aussieht, besteht natürlich die Möglichkeit irgend ein Gehäuse (z. B. schmale aP-Abzweigdose für Feuchtraum o. ä.) neben dem Griff am Deckel zu positionieren). Der Truhen-Standort ist schließlich ein Kellerraum und kein Wohnzimmer, weshalb die Optik eher zweitrangig wäre. Mir steht die gesicherte Funktionsfähigkeit an erster Stelle. Reichelt, Pollin, Conrad sind mir aus früheren Bestellungen ein Begriff, weshalb ich gerne bei einer diesen Firmen sämtliche Bauteile bestellen wollen würde und ich mich auf die Suche nach geeigneten Teilen machen werde. Ich danke ALLEN, die mir bei der Lösung mit Beiträgen geholfen haben.
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Trude schrieb: > Reichelt, Pollin, Conrad sind mir aus früheren Bestellungen ein Begriff, > weshalb ich gerne bei einer diesen Firmen sämtliche Bauteile bestellen > wollen würde Vielleicht reicht es ja, erstmal nur den 100µF zu wechseln. Wenn man für den 0,68µF keine Messmöglichkeit findet, kann man auch einfach den Kondensator, X2, 680 nF, 305 V, RM 15,0, 110°C, 20% für 40ct mitbestellen. Dann kann man als Nächstes mit Litzen ausprobieren, ob dann der Fehler weg ist. https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/funkentstoerkondensator_x2_680_nf_305_v_rm_15_0_110_c_20_-232344 Reichelt hat auch Panasonic FR: https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/elko_radial_100_f_35v_105_c_low_esr-140121 Trude schrieb: > Der kleinere hat ff. Aufschrift. |uF, 63V, (M) für 20%, 1µF ist unüblich klein, bitte ein Bild zeigen, ggf dazu auslöten.
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Oder zwei 330nF parallel übereinander. https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/funkentstoerkondensator_x2_330_nf_305_v_rm_22_5_110_c_20_-232349
1µF ist unüblich klein, bitte ein Bild zeigen, ggf dazu auslöten. Danke für die Kaufempfehlungen. Im Anhang die gewünschten Bilder. Mit meinem Leseverständnis sollte das 1 uF sein (Bild 2). Darf ich fragen, warum ich 2x 330nF parallel nehmen sollte, wenn es 680nF (den passenden aktuellen Wert) gibt? Wegen der Größe/Bauform oder was ist der Grund. Nicht, dass ich es anzweifle, ich will es nur verstehen. Ich habe mir gedacht, dass ich alle 3 Bauteile (2x Elko, 1x X2-Entstörkondensator) austausche, denn wegen den paar Cent macht es doch eigentlich wenig Sinn, mehrmals anzufangen oder kann man da viel verkehrt machen? Bevor ich zum Repaircafe tingel oder sonst jemand belästige, tausche ich die 3 Dinger aus und hoffe, dass damit der Fehler weg ist.
Trude schrieb: > Mit meinem Leseverständnis sollte das 1 uF sein (Bild 2). Ja. > Darf ich fragen, warum ich 2x 330nF parallel nehmen sollte, wenn es > 680nF (den passenden aktuellen Wert) gibt? Wegen der Größe/Bauform? Ja.
Trude schrieb: > 1x > X2-Entstörkondensator Das ist kein Entstörkondensator, der dient als nichtwarmwerdender Reihenwiderstand, unterliegt aber Alterung durch Spannungsspitzen, die zu immer weiter verringerter Kapazität führen.
Matthias S. schrieb: > Trude schrieb: >> 1x >> X2-Entstörkondensator > > Das ist kein Entstörkondensator, der dient als nichtwarmwerdender > Reihenwiderstand, unterliegt aber Alterung durch Spannungsspitzen, die > zu immer weiter verringerter Kapazität führen. Ja, er ist in dieser Anwendung kein Entstörkondensator, aber wird bei den üblichen Versendern als socher bezeichnet. Hinz sagte, dass es in dieser Anwendung kein X2 sein muß, egal, ich würde trotzdem X2 bevorzugen.
H. H. schrieb: >> ich würde trotzdem X2 bevorzugen. > > Gibts halt in axial nicht mehr. ... weshalb Du zwei radiale 0,33µ X2 vorgeschlagen hast, ich nehme an, dass die mechanisch an dem Platz passen.
Manfred P. schrieb: > H. H. schrieb: >>> ich würde trotzdem X2 bevorzugen. >> >> Gibts halt in axial nicht mehr. > > ... weshalb Du zwei radiale 0,33µ X2 vorgeschlagen hast, ich nehme an, > dass die mechanisch an dem Platz passen. Sollte so passen.
Trude schrieb: > Mit meinem Leseverständnis sollte das 1 uF sein Bei Panasonic FR hat Reichelt keinen so kleinen Wert. Der hier für 4ct genügt aber auch: https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/elko_radial_1_0_f_100v_rm2_5_1000h_105_c_20_-42393
Wolf17 schrieb: > Bei Panasonic FR hat Reichelt keinen so kleinen Wert. Der hier für 4ct > genügt aber auch: > https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/elko_radial_1_0_f_100v_rm2_5_1000h_105_c_20_-42393 Hoffe, ich komme weder oberlehrerhaft noch beratungsresistent rüber, aber gibt es bei Reichelt vielleicht was, was qualitätsmäßig besser aufgestellt ist? Auch wenn es nur um Cent-Beträge geht? Ich würde gerne sicherstellen, dass meine Baustelle für längere Zeit geschlossen bleibt. Oder anders formuliert: Macht es Sinn, auf der einen Seite Bauteile mit 5000 oder 6000 Stunden auszuwählen, wenn der o. g. Elko mit nur 1000 Stunden angegeben wird? Da zahle ich gerne mehr, wenn es ein stimmiger Austausch ist, denn die Versandkosten werden die Materialkosten eh übersteigen ... Auf den gefühlt 20 Seiten im Reichelt-Katalog ist es für "Unbelichtete" schwer, die beste Auswahl zu finden oder sollte man nach dem Preis gehen? Ihr kennt Hersteller und Baureihen-Bezeichnungen, bei mir hört es bei radial und axial schon auf. Und wenn es auf ein zusätzliches Gehäuse raus läuft, dann sind die Abmessungen fast egal. Und noch eine Frage: Kann die Verlängerung von der Original-Platine bis zum neuen Klemmkasten (Aufnahme der zu tauschenden Bauteile, falls diese wegen den Abmessungen nicht am bisherigen Ort Platz finden) mit dieser Litze erfolgen? https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/kupferlitze_isoliert_10_m_10x_0_14_mm_mehrfarbig-410615
Trude schrieb: > Oder anders formuliert: Macht es Sinn, auf der einen Seite Bauteile mit > 5000 oder 6000 Stunden auszuwählen, wenn der o. g. Elko mit nur 1000 > Stunden angegeben wird? die obigen 1000h beziehen sich auf die obere Temperaturgrenze -- diese wirst Du in Deiner anwendung deutlich unterschreiten. Wenn Du als sehr grobe Faustregel Arrhenius-Gleichung anwendest, d.h. je 10 Grad eine Verdoppelung bzw. da Du die niedrige Temepratur hast erhöht sich die (statistische) Lebensdauer des von Dir gewählten Kondenstors deutlich, d.h 20C erniedrigugn 4x LEbensdauer, 40C erniedrigt 16x LEbensdauer. Etc. Wie gesagt, sehr grob gerechnet -- aber da sollte es für Deien Anwendung vermutlich eher andere Komponennten Deines Gerätes treffen, denn die sind ja auch bisher schon xx Stunden in Betrieb.
Trude schrieb: > https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/elko_radial_1_0_f_100v_rm2_5_1000h_105_c_20_-42393 > > Hoffe, ich komme weder oberlehrerhaft noch beratungsresistent rüber, > aber gibt es bei Reichelt vielleicht was, was qualitätsmäßig besser > aufgestellt ist? Folie oder Keramik. Oder einen Elko für viel höhere Spannung, und entsprechend mehr Volumen.
Wie schon marsufant erklärt hat, gelten die 1kh bei 105°C und Maximalstrom. Wie warm ist es denn am Platineneinbauort? 95° 2kh, 85° 4kh, 75° 1 Jahr, 65° 2a, 55° 4a, 45° 8a, 35° 16a, 25° 32a. H. H. schrieb: > Oder einen Elko für viel höhere Spannung, und entsprechend mehr Volumen. Wenn D 6,3mm reinpasst: https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/elko_radial_1_0_f_400v_rm2_5_1000h_105_c_20_-200325 Die 0,14qmm Litze wäre mir zu dünn isoliert. Ein Stück eines alten Netzkabels reicht völlig. Reicht der Einbauplatz denn nicht für die von hhinz vorgeschlagene Stapellösung?
Andrew T. schrieb: > Wenn Du als sehr grobe Faustregel Arrhenius-Gleichung anwendest, d.h. je > 10 Grad eine Verdoppelung bzw. da Du die niedrige Temepratur hast erhöht > sich die (statistische) Lebensdauer des von Dir gewählten Kondenstors > deutlich, (...) Und daraus folgt auch, dass eine Angabe der Lebensdauer nur in Verbindung mit der Temperatur sinnvoll ist. Ein "105C LOW ESR"-Elko, der irgendwo im Kleingedruckten eine Lebensdauer von 500h ausweist, ist weniger haltbar als ein ordentlicher 85°C-Typ mit 5000h. Trotz der auf den ersten Blick besser aussehenden 105°C. Trude schrieb: > Hoffe, ich komme weder oberlehrerhaft noch beratungsresistent rüber, > aber gibt es bei Reichelt vielleicht was, was qualitätsmäßig besser > aufgestellt ist? Auch wenn es nur um Cent-Beträge geht? Wenn es um Qualität geht und nicht um Preis, dann kauf bei einem namhaften Händler. Mouser, RS Components, Farnell, Digikey, TME. Es gibt regelmäßig Sammelbestellungen, wo die relativ hohen Portokosten bzw Mindestbestellgrenzen auch für Amateure tragbar werden. Finger weg von Lieferanten mit nicht nachvollziehbaren Lieferketten, also Amazon, ebay, Aliexpress, Reichelt.
Bei uns im Keller sind es i. d. R. um die 19 Grad, weshalb das mit der v. g. Rechnung über 30 Jahre sind und so lange ist die Truhe (von der Oma) auch schon in Gebrauch. Die beispielhafte Aufstellung lässt in meinem Köpfchen ein Licht angehen. Wenn ich auf ein externes Gehäuse ausweichen muss, dann passt da der umfangmäßig größere Kondensator rein. Danke für den Hinweis mit der unzureichenden Aderisolierung. Ich habe bestimmt noch irgendwo was besseres liegen. Dachte nur, durch die vielen Farben wäre es für Blödies einfacher, die richtigen Adern zu finden, wenn ich alle 3 Bauteile auslagere. Die Stapellösung (parallel von hhinz) ist angedacht, wenn im Originalgehäuse nicht, dann ausgelagert. Das betrifft aber den 0,68 X2-Kondensator, nicht der 1uF Elko.
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Trude schrieb: > externes Gehäuse Lass den Pfusch. Es gibt allerdings bei diesen Truhen noch eine Alterserscheinung: die durch den Deckel geführten Leitungen werden an der Austrittsstelle hinten am Deckel spröde. Wenn das der Fall ist, dann kann man die ganze Elektronik auf die Rückseite verpflanzen, in ein ordentliches Gehäuse.
Von der Problematik der Leitungen an der hinteren Eintrittsstelle in den geschäumten Deckel hatte ich im Netz gelesen. Das scheint bei uns noch nicht der Fall, vielleicht durch den dunklen, UV-armen Kellerraum. Ich bestelle mir mal die vorgeschlagenen Bauteile und schaue, ob die in den Griff passen. Falls dies nicht der Fall ist und auch durch Positionsänderung + Schrumpfschlauch nichts zu bewerkstelligen ist, habe ich noch ein nigelnagelneues Kunststoffgehäuse mit konvexem Deckel (ca. 11,5 cm lang, 4,5 cm breit und 2,0 cm an den Enden bzw. 2,5 cm in der Mitte tief). Das passt genau auf die Stirnseite des Truhendeckels neben den Handgriff. Deine Befürchtung, dass es auf Pfusch hinaus läuft, will ich damit entkräften. Elekronik-Kenntnisse mögen wenig ausgeprägt sein, aber Murks gibt es bei mir nicht. :-)
Hallo zusammen, wenn auch mit etwas Verspätung, will ich Vollzug der Arbeit und das Gelingen der Fehlerbeseitigung mit EURER HILFE hier posten. Vielleicht hilft dieser Beitrag irgendwann anderen Suchenden bei gleichem Problem. Vorab: Eure Beiträge, dass es nicht (wie von mir eingangs vermutet) am Relais sondern an den Elkos lag, traf 100%ig zu. Wenn man von den Versandkosten absieht, waren es 1,10 Euro Materialkosten und etwas Fingerspitzengefühl beim Entlöten, die erforderlich waren. Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass eher die beiden X2-Kondensatoren das Platzproblem darstellen würden, aber es war der kleine ausgewechselte Elko mit einer minimal höheren Bauform, der das Gehäuse (Truhenhandgriff) kaum sichtbar wölbt (siehe letztes Foto). Für den ursprünglich axialen K2-Entstörkondensator war eine halbrunde Aussparung in der Abdeckung vorhanden, um den erforderlichen Platzbedarf zu schaffen, was ein Indiz dafür ist, dass der Platz eng bemessen ist. Ich habe die beiden X2-Kondensatoren (Danke an hhinz!) mit Isolierband fixiert, die Pins so verbogen, dass eine aufgebogene Büroklammer darunter passte und dannn verlötet. Anschließend (leider nicht auf dem Bild) die Verbindung gekappt (also die durchgehende Büroklammer zwischen den beiden Anschlüssen entfernt) und die Enden jeweils isoliert, passend gebogen und eingelötet. Der Austausch der beiden anderen Elkos ging schneller voran, da die Anschlüsse passten. Die Platine wieder eingebaut und seit dem 1. Mai kühlt die Truhe wie am ersten Tag, weshalb ich Euch auf diesem Wege noch mal ganz herzlich für Euer geteiltes Fachwissen danke. IHR habt es echt drauf!!!
Und zur Befriedigung unserer Neugier jetzt bitte die drei alten Kondensatoren noch jemanden geben, der sie messen kann.
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