Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Erfahrungen mit dem UDP3305S-E von UNI-T ?


von Klaus (delta32)


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Hallo
Ich interessiere mich für das Labornetzgerät UDP3305S-E.

Da ich sehr viel mit Operationsverstärkern zu tun habe benötige ich eine 
symmetrische Spannungsquelle an der beide Versorgungsspannungen (+ und 
-) gleichmäßig verändert werden können.
Aus der Bedienungsanleitung geht leider nicht hervor wo im seriellen 
Betrieb das gemeinsame Potential (0 Volt) für die beiden Spannungen beim 
UDP3305S-E angeschlossen wird.
An der „GND-Buchse ?

Für Hinweise von erfahrenen Usern bin ich sehr dankbar, bevor ich viel 
Geld ausgebe.
von Jörg R. (solar77)


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Klaus schrieb:

> Ich interessiere mich für das Labornetzgerät UDP3305S-E.

> Für Hinweise von erfahrenen Usern bin ich sehr dankbar, bevor ich viel
> Geld ausgebe.

Kurzform: Empfehlung

Langform: Folgt später, evtl. auch erst morgen, bin noch unterwegs
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Klaus schrieb:
> Aus der Bedienungsanleitung geht leider nicht hervor wo im seriellen
> Betrieb das gemeinsame Potential (0 Volt) für die beiden Spannungen beim
> UDP3305S-E angeschlossen wird.

An der Brücke zwischen den beiden Ausgangsspannungen.


> An der „GND-Buchse ?

Das ist PE! Damit kannst du z.b. aus SELV PELV machen.
von Roland F. (rhf)


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Klaus schrieb:
> An der „GND-Buchse ?

Nein.
Du verbindest den Minuspol des einen Ausgangs mit den Pluspol des 
anderen Ausgangs. Diese Verbindung ist dein 'Ground'.

rhf
von Klaus (delta32)


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Vielen Dank für eure Antworten.

Jetzt habe ich Klarheit.
Meine Vorfreude ist schon mal groß.....
von Jörg R. (solar77)


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Roland F. schrieb:
> Klaus schrieb:
>> An der „GND-Buchse ?
>
> Nein.
> Du verbindest den Minuspol des einen Ausgangs mit den Pluspol des
> anderen Ausgangs. Diese Verbindung ist dein 'Ground'.

Wenn der TO das NT im seriellen Modus betreibt, so wie es im 
Eröffnungsthread steht, muss er nichts verbinden. Das NT schaltet die 2 
Ausgänge intern über ein Relais in Serie. GND ist dann der Minuspol von 
Kanal 1 bzw. der Pluspol von Kanal 2. Die sind miteinander verbunden.

Will man allerdings für die positive bzw. negative Spannung verschiedene 
Werte einstellen müssen die Kanäle manuell verbunden werden. Dann darf 
es aber nicht in den seriellen Modus versetzt werden.

Wird das NT im Paralellmodus betrieben werden die Ausgänge von Kanal 1 
und Kanal 2 intern miteinander verbunden, also parallel geschaltet. Das 
lässt sich mit einem Ohmmeter messen.

Ich habe das NT jetzt seit einigen Monaten. Die Bedienung ist recht 
einfach. Ich habe auch ein ähnliches NT von GW-Instek, das ist von der 
Bedienung her dem UNI-T unterlegen. Es hat sogar einige Bugs, ist zudem 
auch noch deutlich teurer.

Wenn man das UNI-T in die Betriebsart seriell bzw. parallel versetzt 
muss nur einmal Spannung und Strom eingestellt werden. Auf dem Display 
ist deutlich zu erkennen in welcher Betriebsart es läuft.


Positiv (meine persönliche Meinung):

- Zehnertastatur
- Display, Darstellung insgesamt und Möglichkeit Zoom, einen Kanal
  groß darzustellen
- Anzahl der Ausgänge
- Leistung
- Anschlussmöglichkeiten, z.B. LAN
- Bedienung, recht intuitiv
- Ausgänge können separat oder gleichzeitig ein/ausgeschaltet werden
- Genauigkeit der Anzeige
-

Negativ (meine persönliche Meinung):

- Ich hätte gerne eine separate Entertaste zur Bestätigung der Eingabe
- Sense-Eingange um Verluste auf den Leitungen zu kompensieren
- Möglichkeit Screnshots zu machen, ganz wichtig z.B. für Dokumetationen
- deutsch als Spracheinstellung

Über die Bedienung per Software kann ich nichts berichten, das habe ich
noch nicht ausprobiert.

Hier sind noch 2 Links auf Youtube-Videos:

https://youtu.be/ji-6HPjmnz0?

Englisch, hier wird auch gemessen:
https://youtu.be/d056TNS9aa8?

Ingesamt bin ich bisher mit dem NT sehr zufrieden, obwohl ich ansonsten 
nicht unbedingt ein Fan von UNI-T bin. Ich denke aber dass es aktuell 
nichts vergleichbares von der Konkurrenz zu dem Preis gibt.

Von mir gibt es eine Kaufempfehlung.
: Bearbeitet durch User
von Klaus (delta32)


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Vielen Dank an Jörg für die ausführliche Beschreibung.

Mein Hauptanliegen ist eine symmetrische Versorgungsspannung gleichmäßig 
zu verändern um zu beurteilen wie sich meine OPV–Testschaltung bei 
verschiedenen Spannungen verhält.
Dafür kann ich also im seriellen Betrieb die „GND-Buchse“ als 0 Volt 
Bezugspunkt nutzen, wenn ich das richtig verstehe.
Hintergrund ist übrigens das meine OPV–Schaltung später mit Batterien 
bzw. Accus betrieben werden sollen.
Um die Ströme der einzelnen Wege zu messen, müssen dann halt zwei 
externe Multimeter herhalten.

Mich hatten auch die Aufdrucke an den Ausgangsbuchsen verwirrt :
CH 1 Master
Ch 2 Slave
Somit hatte ich gehofft das beide Spannungen mit einer Drehbewegung 
gleichmäßig verändert werden können ohne einen seriellen Betrieb zu 
benötigen.

Auf den Fotos habe ich auf der Rückseite übrigens noch eine kleine 
Buchse entdeckt die wohl einen echten PE darstellt für C-MOS 
Schutzvorrichtungen usw.

Für mich ist das zwar alles noch sehr theoretisch aber sobald ich die 
Kohle zusammen habe werde ich mir den UDP3305S-E wohl zulegen und euch 
berichten.
von Norbert (der_norbert)


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Vor vielen (viel zu vielen) Jahren habe ich mir, allerdings nur zu 
Bastelzwecken, einen LM317, einen LM337, ein paar R und C sowie ein 5kΩ 
Stereopoti genommen.
von Klaus (delta32)


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Norbert schrieb:
> Vor vielen (viel zu vielen) Jahren habe ich mir, allerdings nur zu
> Bastelzwecken, einen LM317, einen LM337, ein paar R und C sowie ein 5kΩ
> Stereopoti genommen.

Hallo Norbert
Mit ähnlichen Schaltungen habe ich mir bisher auch ausgeholfen.
Aber der UDP3305S-E bringt halt noch so einige weitere Möglichkeiten mit 
:
Eine Gleichspannungsquelle mit 60 V  5 A oder 30 V  10 A sowie eine 
dritte Quelle für Mikrocontroller zur Hand zu haben ist schon toll.
von Harald K. (kirnbichler)


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Norbert schrieb:
> Vor vielen (viel zu vielen) Jahren habe ich mir, allerdings nur zu
> Bastelzwecken, einen LM317, einen LM337, ein paar R und C sowie ein 5kΩ
> Stereopoti genommen.

Das hat halt keine einstellbare Strombegrenzung. Die aber möchte man 
manchmal schon gerne haben ...
von Norbert (der_norbert)


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Harald K. schrieb:
> Das hat halt keine einstellbare Strombegrenzung. Die aber möchte man
> manchmal schon gerne haben ...

Unbestreitbar. Aber gerade für kleine OpAmp Schaltungen war mit den 
Winzlingen im TO92 bei grob 200mA sowieso Schluss.
Ein billiges Netzteil zum Basteln halt. Kann natürlich mit den Großen 
nicht mithalten.
von Jörg R. (solar77)


Angehängte Dateien:

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Klaus schrieb:
> (..)
> Mein Hauptanliegen ist eine symmetrische Versorgungsspannung gleichmäßig
> zu verändern um zu beurteilen wie sich meine OPV–Testschaltung bei
> verschiedenen Spannungen verhält.
> Dafür kann ich also im seriellen Betrieb die „GND-Buchse“ als 0 Volt
> Bezugspunkt nutzen, wenn ich das richtig verstehe.

Nein, nicht richtig verstanden. Die mit GND bezeichnete Buchse ist nicht 
der Bezugspunkt, das hatte Hinz schon geschrieben. In meinem Kommentar 
ist auch beschrieben wo der Bezugspunkt ist.

> Mich hatten auch die Aufdrucke an den Ausgangsbuchsen verwirrt :
> CH 1 Master
> Ch 2 Slave
> Somit hatte ich gehofft das beide Spannungen mit einer Drehbewegung
> gleichmäßig verändert werden können ohne einen seriellen Betrieb zu
> benötigen.

CH 1 Master bedeutet dass die Werte für U und I am Kanal 1 eingestellt 
werden. Zu beachten ist dass, wenn du z.B. +/- 12V benötigst 24V 
eingestellt werden müssen. Das NT betrachtet es, wenn die Betriebsart 
„Seriell“ aktiviert ist, ja als Serienschaltung.
: Bearbeitet durch User
von Klaus (delta32)


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Dank an Jörg für die Korrektur.
Jetzt hat es mein Klopskopp es endlich begriffen.
Ein Bild sagt halt mehr als Tausend Worte.
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