Hallo Ich interessiere mich für das Labornetzgerät UDP3305S-E. Da ich sehr viel mit Operationsverstärkern zu tun habe benötige ich eine symmetrische Spannungsquelle an der beide Versorgungsspannungen (+ und -) gleichmäßig verändert werden können. Aus der Bedienungsanleitung geht leider nicht hervor wo im seriellen Betrieb das gemeinsame Potential (0 Volt) für die beiden Spannungen beim UDP3305S-E angeschlossen wird. An der „GND-Buchse ? Für Hinweise von erfahrenen Usern bin ich sehr dankbar, bevor ich viel Geld ausgebe.
Klaus schrieb: > Ich interessiere mich für das Labornetzgerät UDP3305S-E. > Für Hinweise von erfahrenen Usern bin ich sehr dankbar, bevor ich viel > Geld ausgebe. Kurzform: Empfehlung Langform: Folgt später, evtl. auch erst morgen, bin noch unterwegs
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Klaus schrieb: > Aus der Bedienungsanleitung geht leider nicht hervor wo im seriellen > Betrieb das gemeinsame Potential (0 Volt) für die beiden Spannungen beim > UDP3305S-E angeschlossen wird. An der Brücke zwischen den beiden Ausgangsspannungen. > An der „GND-Buchse ? Das ist PE! Damit kannst du z.b. aus SELV PELV machen.
Klaus schrieb: > An der „GND-Buchse ? Nein. Du verbindest den Minuspol des einen Ausgangs mit den Pluspol des anderen Ausgangs. Diese Verbindung ist dein 'Ground'. rhf
Vielen Dank für eure Antworten. Jetzt habe ich Klarheit. Meine Vorfreude ist schon mal groß.....
Roland F. schrieb: > Klaus schrieb: >> An der „GND-Buchse ? > > Nein. > Du verbindest den Minuspol des einen Ausgangs mit den Pluspol des > anderen Ausgangs. Diese Verbindung ist dein 'Ground'. Wenn der TO das NT im seriellen Modus betreibt, so wie es im Eröffnungsthread steht, muss er nichts verbinden. Das NT schaltet die 2 Ausgänge intern über ein Relais in Serie. GND ist dann der Minuspol von Kanal 1 bzw. der Pluspol von Kanal 2. Die sind miteinander verbunden. Will man allerdings für die positive bzw. negative Spannung verschiedene Werte einstellen müssen die Kanäle manuell verbunden werden. Dann darf es aber nicht in den seriellen Modus versetzt werden. Wird das NT im Paralellmodus betrieben werden die Ausgänge von Kanal 1 und Kanal 2 intern miteinander verbunden, also parallel geschaltet. Das lässt sich mit einem Ohmmeter messen. Ich habe das NT jetzt seit einigen Monaten. Die Bedienung ist recht einfach. Ich habe auch ein ähnliches NT von GW-Instek, das ist von der Bedienung her dem UNI-T unterlegen. Es hat sogar einige Bugs, ist zudem auch noch deutlich teurer. Wenn man das UNI-T in die Betriebsart seriell bzw. parallel versetzt muss nur einmal Spannung und Strom eingestellt werden. Auf dem Display ist deutlich zu erkennen in welcher Betriebsart es läuft. Positiv (meine persönliche Meinung): - Zehnertastatur - Display, Darstellung insgesamt und Möglichkeit Zoom, einen Kanal groß darzustellen - Anzahl der Ausgänge - Leistung - Anschlussmöglichkeiten, z.B. LAN - Bedienung, recht intuitiv - Ausgänge können separat oder gleichzeitig ein/ausgeschaltet werden - Genauigkeit der Anzeige - Negativ (meine persönliche Meinung): - Ich hätte gerne eine separate Entertaste zur Bestätigung der Eingabe - Sense-Eingange um Verluste auf den Leitungen zu kompensieren - Möglichkeit Screnshots zu machen, ganz wichtig z.B. für Dokumetationen - deutsch als Spracheinstellung Über die Bedienung per Software kann ich nichts berichten, das habe ich noch nicht ausprobiert. Hier sind noch 2 Links auf Youtube-Videos: https://youtu.be/ji-6HPjmnz0? Englisch, hier wird auch gemessen: https://youtu.be/d056TNS9aa8? Ingesamt bin ich bisher mit dem NT sehr zufrieden, obwohl ich ansonsten nicht unbedingt ein Fan von UNI-T bin. Ich denke aber dass es aktuell nichts vergleichbares von der Konkurrenz zu dem Preis gibt. Von mir gibt es eine Kaufempfehlung.
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Vielen Dank an Jörg für die ausführliche Beschreibung. Mein Hauptanliegen ist eine symmetrische Versorgungsspannung gleichmäßig zu verändern um zu beurteilen wie sich meine OPV–Testschaltung bei verschiedenen Spannungen verhält. Dafür kann ich also im seriellen Betrieb die „GND-Buchse“ als 0 Volt Bezugspunkt nutzen, wenn ich das richtig verstehe. Hintergrund ist übrigens das meine OPV–Schaltung später mit Batterien bzw. Accus betrieben werden sollen. Um die Ströme der einzelnen Wege zu messen, müssen dann halt zwei externe Multimeter herhalten. Mich hatten auch die Aufdrucke an den Ausgangsbuchsen verwirrt : CH 1 Master Ch 2 Slave Somit hatte ich gehofft das beide Spannungen mit einer Drehbewegung gleichmäßig verändert werden können ohne einen seriellen Betrieb zu benötigen. Auf den Fotos habe ich auf der Rückseite übrigens noch eine kleine Buchse entdeckt die wohl einen echten PE darstellt für C-MOS Schutzvorrichtungen usw. Für mich ist das zwar alles noch sehr theoretisch aber sobald ich die Kohle zusammen habe werde ich mir den UDP3305S-E wohl zulegen und euch berichten.
Vor vielen (viel zu vielen) Jahren habe ich mir, allerdings nur zu Bastelzwecken, einen LM317, einen LM337, ein paar R und C sowie ein 5kΩ Stereopoti genommen.
Norbert schrieb: > Vor vielen (viel zu vielen) Jahren habe ich mir, allerdings nur zu > Bastelzwecken, einen LM317, einen LM337, ein paar R und C sowie ein 5kΩ > Stereopoti genommen. Hallo Norbert Mit ähnlichen Schaltungen habe ich mir bisher auch ausgeholfen. Aber der UDP3305S-E bringt halt noch so einige weitere Möglichkeiten mit : Eine Gleichspannungsquelle mit 60 V 5 A oder 30 V 10 A sowie eine dritte Quelle für Mikrocontroller zur Hand zu haben ist schon toll.
Norbert schrieb: > Vor vielen (viel zu vielen) Jahren habe ich mir, allerdings nur zu > Bastelzwecken, einen LM317, einen LM337, ein paar R und C sowie ein 5kΩ > Stereopoti genommen. Das hat halt keine einstellbare Strombegrenzung. Die aber möchte man manchmal schon gerne haben ...
Harald K. schrieb: > Das hat halt keine einstellbare Strombegrenzung. Die aber möchte man > manchmal schon gerne haben ... Unbestreitbar. Aber gerade für kleine OpAmp Schaltungen war mit den Winzlingen im TO92 bei grob 200mA sowieso Schluss. Ein billiges Netzteil zum Basteln halt. Kann natürlich mit den Großen nicht mithalten.
Klaus schrieb: > (..) > Mein Hauptanliegen ist eine symmetrische Versorgungsspannung gleichmäßig > zu verändern um zu beurteilen wie sich meine OPV–Testschaltung bei > verschiedenen Spannungen verhält. > Dafür kann ich also im seriellen Betrieb die „GND-Buchse“ als 0 Volt > Bezugspunkt nutzen, wenn ich das richtig verstehe. Nein, nicht richtig verstanden. Die mit GND bezeichnete Buchse ist nicht der Bezugspunkt, das hatte Hinz schon geschrieben. In meinem Kommentar ist auch beschrieben wo der Bezugspunkt ist. > Mich hatten auch die Aufdrucke an den Ausgangsbuchsen verwirrt : > CH 1 Master > Ch 2 Slave > Somit hatte ich gehofft das beide Spannungen mit einer Drehbewegung > gleichmäßig verändert werden können ohne einen seriellen Betrieb zu > benötigen. CH 1 Master bedeutet dass die Werte für U und I am Kanal 1 eingestellt werden. Zu beachten ist dass, wenn du z.B. +/- 12V benötigst 24V eingestellt werden müssen. Das NT betrachtet es, wenn die Betriebsart „Seriell“ aktiviert ist, ja als Serienschaltung.
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Dank an Jörg für die Korrektur. Jetzt hat es mein Klopskopp es endlich begriffen. Ein Bild sagt halt mehr als Tausend Worte.
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