Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Schöner Aufsatz zu AVR vs. ARM


von Nemopuk (nemopuk)


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von Norbert (der_norbert)


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Nemopuk schrieb:
> 
https://thelinuxcode.com/avr-vs-arm-microcontrollers-what-actually-changes-when-you-move-from-8-bit-to-32-bit/
>
> Ich finde, dass er die ihm wichtigen Aspekte gut präsentiert hat.

…und einige Aspekte ziemlich vergeigt.

Energie/Sparsamkeit nicht wirklich durchdacht. Lernkurve nur aus der 
Sicht eines bereits deutlich AVR Kundigen betrachtet und völlig 
ignorierend dass, wenn man mit beiden anfängt selbst die AVRs eine 
prägnante Lernkurve haben.
Dieses Forum ist täglicher Zeuge.

Versemmelt hat er's dann bei dem von ihm selbst so genannten ›Blink is 
cliché‹. Da benutzt er auf der ARM Platform das, was er damals auf der 
AVR Platform so gelernt hat. Offensichtlich nicht wissend, dass es 
deutlich bessere Wege selbst bei einem Einzeiler gibt. (Hatten wir hier 
auch schon, diese Diskussion und Gegenüberstellung)

Da wäre noch mehr, aber…

Insgesamt bin ich ziemlich deutlich ›underwhelmed‹

von Nemopuk (nemopuk)


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> Energie/Sparsamkeit nicht wirklich durchdacht

Soweit ich sehen kann, waren die STM32L010 bereits ähnlich sparsam (wie 
AVR), und mit den STM32U Serien hat ST nochmal nach gelegt.

> Versemmelt hat er's dann bei dem von ihm selbst so
> genannten ›Blink is cliché‹.

Ich habe den Absatz nicht begriffen. Er hat da prinzipiell das gleiche 
Programm für AVR vs. ARM geschrieben und meinte dann

> What I want you to notice: even when you write “bare metal,”
> ARM projects often start from a standard core support layer

Davon sehe ich in seinen Beispielen nichts. Vielleicht mein er damit die 
Strukturen für die Register. Solche haben neuere AVR aber auch schon 
lange.

> Da wäre noch mehr, aber…

Interessiert mich. Was ist dir noch aufgefallen?

: Bearbeitet durch User
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Norbert schrieb:

> …und einige Aspekte ziemlich vergeigt.

Jepp. Insbesondere nämlich den Sachverhalt, dass Einsteiger oft mit kaum 
mehr als Bits hantieren. Das können die AVR8 oft sogar besser als die 
ARMs.

> Energie/Sparsamkeit nicht wirklich durchdacht. Lernkurve nur aus der
> Sicht eines bereits deutlich AVR Kundigen betrachtet und völlig
> ignorierend dass, wenn man mit beiden anfängt selbst die AVRs eine
> prägnante Lernkurve haben.

AVR8 ist bezüglich des Core immer noch deutlich einfacher als ARM. Die 
Komplexität der Peripherie hingegen nähert sich doch schon deutlich der 
von kleinen ARMs an. Die Featureritis ufert leider auch hier aus. Und 
klar: immer dann, wenn unbedingt unzählige Features in eine 
Peripherieeinheit gepackt werden, explodiert quasi gesetzmäßig auch die 
Anzahl der Hardware-Bugs.
Und weiterhin klar: Natürlich explodiert auch die Komplexität der APIs 
irgendwelcher Frameworks, die die Hardware abstrahieren sollen.

Ich würde es bevorzugen, wenn es etwas weniger Hardware-Features gäbe, 
die dann aber allesamt von Anfang an korrekt funktionieren würden und 
nicht erst drei Chip-Revisionen später oder auch niemals bis zur 
Abkündigung des Controllers...

Leider ist das aber heute die Realität. Und zwar bei sowohl bei AVR8 als 
auch bei ARM (letzteres egal von welchem konkreten Hersteller).

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