Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Kleiner Rant - Bezahlung und Freizeit


von Jemin K. (jkam)


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Hallo Ihr,

ich muss Mal ein bisschen Frust loswerden. Eigentlich bin ich ganz froh, 
dass ich in meiner kleinen Firma die Leute relativ gut bezahlen kann. 
Allerdings ist mir in den letzten Jahren, seit Corona, ein seltsamer 
Effekt aufgefallen: obwohl wir allein in den letzten 3 Jahren über 30% 
Lohnsteigerung hatten, beschweren sich die Leute exakt so wie früher 
darüber, dass es nicht reicht. Die Motivation zu arbeiten, die 
Bereitschaft Vollzeit zu machen und nachmittags zu arbeiten etc. nehmen 
aber direkt mit jeder Lohnerhöhung eher ab. Stattdessen suchen sie sich 
teure Hobbies und erhöhen den Lebensstandard. Alles ja auch schön und 
sei ihnen gegönnt, aber ich finde es total seltsam, dass mit der 
Bezahlung irgendwie auch der Wille zu arbeiten abnimmt. Gejammert, dass 
es hinten und vorne nicht reicht wird natürlich trotzdem, auch wenn man 
eine neue teure Wohnung hat oder sich einen Transporter als 
Freizeitkarre gekauft. Irgendwie frustrierend. So- jetzt könnt ihr mich 
zerreißen 😉

: Verschoben durch Moderator
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Was kostet Deine Wohnung?
Was fährst Du für eine Karre?
Was und wie teuer sind für Dich "teure Hobbys"?

Seit Corona ist halt wirklich vieles teurer geworden
und hinterher auch teuer geblieben.

von Nemopuk (nemopuk)


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Jemin K. schrieb:
> aber ich finde es total seltsam, dass mit der Bezahlung irgendwie auch
> der Wille zu arbeiten abnimmt.

Ich auch. Vermutlich hakt es woanders.

Ich persönlich habe bei einem meiner früheren Arbeitgeber die 
Wertschätzung vermisst. Das Gehalt war OK, doch hatte ich stets das 
Gefühl, samt der ganzen IT nur ein lästiger Kostenfaktor zu sein.

: Bearbeitet durch User
von Thomas B. (thombde)


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Hängt sehr stark von den Generationen ab.
https://recruiting.ausbildung.de/blog/generationen-in-der-uebersicht
Ist bei uns zumindest so.
Wobei es bei uns in 3 Jahren keine 30% Lohnerhöhungen gegeben hat.
Nach dem Motto, die Arbeitnehmer sind doch nur ein notwendiges Übel.

Wenn das Betriebsklima kacke ist, nützte die beste Lohnerhöhung nichts.
Dann wird nur nach Plan gearbeitet.

von Jemin K. (jkam)


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Ja, das könnte ein Problem sein. Ich fahre billigere Autos und wohne 
bescheidener als unsere Leute. Die fühlen sich schon wertgeschätzt, aber 
irgendwie bringt es mehr wenn man sie zu einer Wochenendaktivität 
einlädt, als wenn man ihnen eine Zulage zahlt. Alles an Geld wird 
irgendwie immer sofort als neuer Standard genommen und dann mit der 
Bezahlung in Jobs verglichen, die überhaupt nicht vergleichbar sind 
("mein Bruder arbeitet 3-Schicht bei VW und verdient mehr als ich mit 
meinen 30 Stunden und 3 freien Nachmittagen, Sauerei!")
Wie gesagt, ich denke das ist schon irgendwie menschlich, und ich bin 
auch nicht sauer auf die Leute, aber irgendwie ist es schon krass jeden 
Monat zehntausende Euro Gehalt zu überweisen, dazu noch die ganzen 
Steuern und Sozialabgaben, um dann zu hören, dass nachmittags arbeiten 
aber uncool ist, weil man ja auch noch ein Leben will... Der 
Teilzeitwahn ist auf jeden Fall mit den Gehaltserhöhungen gekommen. Neue 
junge Leute ebenfalls gleiches Problem. Kann ich menschlich alles 
nachvollziehen, aber es geht halt einfach nicht.

von Nemopuk (nemopuk)


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Du könntest eine Fachfirma damit beauftragen, den Knackpunkt zu finden 
und anonym an dich zu übermitteln. So ein Verfahren hatte ich mal bei 
Vodafone miterlebt.

von Falk B. (falk)


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Jammern ist modern und Wohlstandsverwahrlosung gekoppelt mit Konsumwahn 
weit verbreitet. Erst wenn es mal wieder einen RICHTIGEN, HARTEN Reset 
ala 1945 gibt, wird die Wohlstandswahrnehmung wieder halbwegs 
kalibriert.
Trotzdem gibt es mehr als genug Menschen, denen es nicht gut geht.

von Jemin K. (jkam)


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Öhm, nach Mal langsam...

von Heinrich K. (minrich)


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Du hast die falsche Rubrik hier in mc-net ausgewählt. Der Thread gehört 
ins Unterforum "Jammern und fremdschämen".

von Thomas B. (thombde)


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Jemin K. schrieb:
> aber
> irgendwie bringt es mehr wenn man sie zu einer Wochenendaktivität
> einlädt, als wenn man ihnen eine Zulage zahlt.

Am WE will ich von der Firma nichts mehr hören und sehen ;-)
Da geht es sogar mir als Babyboomer genau so wie Generation-Z.

: Bearbeitet durch User
von Jemin K. (jkam)


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Heinrich K. schrieb:
> Du hast die falsche Rubrik hier in mc-net ausgewählt. Der Thread gehört
> ins Unterforum "Jammern und fremdschämen".

Das stimmt natürlich, aber ich dachte das trifft auf jede Kategorie hier 
zu, oder? 😉

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Für die Mitarbeiter und Kollegen gilt das halt immer:
https://de.wikipedia.org/wiki/Vom_Fischer_und_seiner_Frau

Weil das so ist, hat richtiger Kommunismus nicht funktioniert und wird 
das auch nicht. Zumindest nicht unter menschengemachten Regierungen.

https://www.youtube.com/watch?v=uDOCbd2bwCY
Von der Augsburger Puppenkiste ist das schön dargestellt.

: Bearbeitet durch User
von Hannes J. (pnuebergang)


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Zitat von einem früheren Chef von mir, so um 1995:

Sie können mit Geld nicht motivieren.
Sie können mit fehlendem Geld sehr gut demotivieren.

Und noch was: Erwarte keine Dankbarkeit, denn deine Mitarbeiter schulden 
dir keine. Das sind nicht Leibeigene.

von Matthias B. (turboholics)


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Hi!

@ TO: Ist bei uns (Handwerkerfirma) irgendwie genauso. Potentielle neue 
Kollegen sind verdutzt, das 5500 brutto mit ner 30h Woche nix werden.

VG
Matthias

von Stefan M. (derwisch)


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Das Pänomen ist überall zu beobachten.
Heutzutage glauben viele Mitarbeiter auch, dass es genügt, irgendwo 
einen Arbeitsvertrag zu haben.
Das man dann im Betrieb auch noch was leisten muss führt dann oft zu 
verwirrten Gesichtern.

Ich bin auch ein echter Gegner vom "Homeoffice" Trend.
Das es deswegen noch nicht zu gesellschaftlichen Problemen gekommen ist, 
wundert mich.
Die Ungerechtigkeit zu Abeitnehmern die kein Homeoffice machen können, 
ist irgendwie ja jedem klar, aber alle nehmen es so hin.
Da hüllt sich die Politik auch in ein vornehmes Schweigen.

von Michael B. (laberkopp)


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Nemopuk schrieb:
> Das Gehalt war OK

Du bist Beamter.

Ansonsten sag ich dir, dass du weniger bekommen hast als du für die 
Firma verdient hast.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Jemin K. schrieb:
> Gejammert, dass
> es hinten und vorne nicht reicht wird natürlich trotzdem

kommen die aus Bauern-Familien?

von Michael B. (laberkopp)


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Stefan M. schrieb:
> Ich bin auch ein echter Gegner vom "Homeoffice

Na ja, früher, vor 200 Jahren, hat jeder Homeoffice gehabt, meist 
Geschäft/Werkstatt unten und wohnen darüber, oder als Bauernhof oder der 
Müller in der Mühle.

Erst mit Fabriken mussten die Leute zusammen an einem Arbeitsplatz 
kommen um zusammen zu schaffen, das gilt auch für den Pyramidenbau.

Warum allerdings BÜROARBEIT zusammengelegt wird, ist widersinnig, und 
höchstens mit deinem 'Gerechtigkeitsgefühl' erklärbar. Die kann man gut 
von zu Hause aus machen, wie mein Rechtsanwaltsnachbar.

Die Konzentration von Arbeitsplätzen (primär im Stadtzentrum) führt zu 
den Problemen über die wir jammern: Pendeln, Staus, Parkplatznot, 
Nahverkehr, tagsüber eine Wohnung heizen die nicht genutzt wird, nachts 
ein Büro heizen das nicht genutzt wird, nachts sind auch genügend 
Parkplätze in der Innenstadt ungenutzt während die Vororte tagsüber 
ungenutzte Parkplätze haben, und Verdrängung von Wohnungen im 
Innenstadtbereich, so dass noch mehr pendeln müssen und die Städte nach 
18 Uhr veröden.

Kurz gesagt: völlig falsche Organisation. Wie entspannt Leben sein kann, 
sah man zu Corona.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Michael B. schrieb:
> völlig falsche Organisation.

die ist damit auf die Spitze getrieben worden,
dass man den Leuten das Haus im Grünen subventioniert hat,
um dann Kilometergeld für den Weg zur Arbeit (...)

von Michael B. (laberkopp)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> die ist damit auf die Spitze getrieben worden,
> dass man den Leuten das Haus im Grünen subventioniert hat,
> um dann Kilometergeld für den Weg zur Arbeit (...)

Ich erinnere mich an keine Subvention, und während jede Firma alle 
Kosten abziehen kann bevor Steuern fällig werden, verwehrt man mir das.

Würde ich fair gleich einem Unternehmer behandelt, könnte ich 
selbstverständlich den Kaufpreis meines Hauses, meines Autos und alle 
Kosten des Autos vom unversteuerten Einkommen bezahlen, bevor EKSt auf 
den kläglichen Rest fällig werden, kläglicher Rest weil meine Kinder 
natürlich als Unternehmen zur Renten und Pflegesicherung geführt werden 
und deren Ausgaben für Aufzucht und Pflege der Kinder ebenfalls komplett 
abgesetzt werden.

Schon ein einfaches Konstrukt, Unternehmen um mich zur Arbeitsplatz zu 
bringent, welches meinen Arbeitslohn komplett erhält, alle Kosten des 
Autos absetzt, mich als Fahrer mit ordentlichem Stundenlohn für's 
Pendeln bezahlt, und den Rest als Gewinn an mich überträgt, würde 
ERHEBLICH Steuern sparen, aber einige sind in unseren Land ja gleicher 
als andere.

In den erzkapitalistischen USA sind Ausgaben fürs Eigenheim übrigens 
absetzbar, hier nicht.

von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Dann biete halt keine Halbtagsstellen an. Was sind denn das für Stellen? 
Bäckereifachverkäuferin? 30% Lohnsteigerung in drei Jahren? Gabs vorher 
8€ fuffzich/h? Von welchen Jobs und Personal reden wir hier überhaupt?

von Gerald M. (gerald_m17)


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Wenn du gute und faire Löhne zahlst, aber die Diskussion nicht abnimmt, 
würde ich an deiner Stelle einfach den zuständigen Tarif Vertrag 
einführen.
Damit sind sämtliche Diskussionen vom Tisch, da alles klar geregelt ist.

von Daniel A. (daniel-a)


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Jemin K. schrieb:
> obwohl wir allein in den letzten 3 Jahren über 30%
> Lohnsteigerung hatten, beschweren sich die Leute exakt so wie früher
> darüber, dass es nicht reicht.

Ich denke, das hat heutzutage Stereotypischen Character.
Früher hiss es, "Männer wollen Autos", "Mädchen mögen Rosa und das 
Puppenhaus".
Heute heisst es, "(Weisse) Männer sind böse brutale *****", "Frauen 
verdienen schlechter / sind benachteiligt", und generell "Die 
Arbeitgeber zahlen zu wenig".

Das sind halt diese Binsenweisheiten, die man überall hört; in den 
Nachrichten, social Media, von anderen, und dann weiter verbreitet 
werden. Damit, ob man selbst tatsächlich betroffen ist, oder ob überhaut 
was dran ist an der Sache, setzt sich doch gar keiner auseinander.

> Die Motivation zu arbeiten, die
> Bereitschaft Vollzeit zu machen und nachmittags zu arbeiten etc. nehmen
> aber direkt mit jeder Lohnerhöhung eher ab.

Ist halt blöd, wenn sich das Geld zum Himmel stapelt, immer mehr an 
Steuern weg gehen, aber man nicht die Zeit hat, damit was zu machen. 
Aber einfach mal ne weile nicht Arbeiten geht auch nicht, dann ist das 
Geld doch schnell wieder weg, auch wegen den Steuern und 
Lebenshaltungskosten, und einstellen will einen dann auch keinen mehr.

Wobei, bei den Deutschen ist das schon extrem mit den Steuerabgaben 
usw., dann wandert das alles zu den Pensionären, was übrig bleibt 
verbrennt man indem man es den Öl und Autokonzernen mit Subventionen in 
den Arsch schiebt, dann sollen die Jungen länger arbeiten müssen, und 
wenn sie dann mal ins Pensionsalter kommen, werden sie merken, dass für 
sie selbst nicht mehr so viel übrig ist.

Ist schon Scheisse, das ganze. Was man machen müsste, ist die 
Lebensqualität steigern, und Anreize für Kinder / Familien schaffen. 
Führt ne 4 Tage Woche ein, stoppt den Doppelverdiener quatsch (ihr könnt 
ja stattdessen den Hausmann popularisieren, wenn ihr wollt), verschiebt 
ein paar Abgaben von den Renten zu den Familienzulagen etc.

von Rahul D. (rahul)


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Daniel A. schrieb:
> Ist halt blöd, wenn sich das Geld zum Himmel stapelt, immer mehr an
> Steuern weg gehen, aber man nicht die Zeit hat, damit was zu machen.
> Aber einfach mal ne weile nicht Arbeiten geht auch nicht, dann ist das
> Geld doch schnell wieder weg, auch wegen den Steuern und
> Lebenshaltungskosten, und einstellen will einen dann auch keinen mehr.
>
> Wobei, bei den Deutschen ist das schon extrem mit den Steuerabgaben
> usw., dann wandert das alles zu den Pensionären, was übrig bleibt
> verbrennt man indem man es den Öl und Autokonzernen mit Subventionen in
> den Arsch schiebt, dann sollen die Jungen länger arbeiten müssen, und
> wenn sie dann mal ins Pensionsalter kommen, werden sie merken, dass für
> sie selbst nicht mehr so viel übrig ist.
>
> Ist schon Scheisse, das ganze. Was man machen müsste, ist die
> Lebensqualität steigern, und Anreize für Kinder / Familien schaffen.
> Führt ne 4 Tage Woche ein, stoppt den Doppelverdiener quatsch (ihr könnt
> ja stattdessen den Hausmann popularisieren, wenn ihr wollt), verschiebt
> ein paar Abgaben von den Renten zu den Familienzulagen etc.

Und was hat das jetzt mit dem Thema "Mehr Geld nehmen, aber weniger 
arbeiten!" zu tun?
Klingt eher nach Beamten-, Pensionärs- und Politikbashing, und erfüllt 
genau die "Binsenweisheiten".

von Martin S. (sirnails)


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Daniel A. schrieb:
> Das sind halt diese Binsenweisheiten,

Nö. Wenn man sich die Nominallohnentwicklung ansieht, verdienen sehr 
viele noch heute das gleiche, wie vor 20 Jahren. Und das, obwohl die 
Wirtschaft enorm viel Produktivität dazugewonnen hat.

Die Differenz haben sich die Firmen in die Tasche gesteckt und sind der 
Grund, warum so viele unzufrieden sind. Und auch ein Grund, warum die 
Rentenaussichten so mies sind. Denn Einnahmen, die nicht durch 
Lohnzahlungen umverteilt wurden, haben auch keine Sozialabgaben 
geleistet.

von Daniel A. (daniel-a)


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Martin S. schrieb:
> Daniel A. schrieb:
>> Das sind halt diese Binsenweisheiten,
>
> Nö. Wenn man sich die Nominallohnentwicklung ansieht,

Kann doch auch beides Wahr sein, vielleicht ist das Problem real, aber 
es ist auch so, dass alle das glauben und auf sich selbst beziehen, was 
sie überall hören. Das Leben ist kompliziert, bei vielem steckt irgendwo 
ein Fünkchen Wahrheit drin.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Jemin K. schrieb:

> obwohl wir allein in den letzten 3 Jahren über 30%
> Lohnsteigerung hatten, beschweren sich die Leute exakt so wie früher
> darüber, dass es nicht reicht. Die Motivation zu arbeiten, die
> Bereitschaft Vollzeit zu machen und nachmittags zu arbeiten etc. nehmen
> aber direkt mit jeder Lohnerhöhung eher ab. Stattdessen suchen sie sich
> teure Hobbies und erhöhen den Lebensstandard. Alles ja auch schön und
> sei ihnen gegönnt, aber ich finde es total seltsam, dass mit der
> Bezahlung irgendwie auch der Wille zu arbeiten abnimmt.

Wenn es sich um dieselben Leute handelt, sind die aber auch einfach 
älter geworden. Irgendwann will man nicht mehr nur arbeiten, sondern 
auch was davon haben.

30% Lohnsteigerung klingt viel, gleichzeitig sind viele Lebensmittel 
aber um 300% teurer geworden. Autoersatzteile und Werkstattstunden 100%. 
Läppert sich halt.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Es gilt auch, das viele IGM++ Gehaelter haben wollen, aber nicht die 
Produktpreise aufgrund IGM Bezahlung zahlen wollen. Also lieber Ali, 
Temu, usw. sponsern.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Was mir Unbehagen bereitet, ist die Konkurrenzkampf zwischen Deutschland 
und der Rest der Welt. Traditionell sind bzw. waren Gehälter in D seit 
den Nachkriegsjahren höher wie in vielen Ländern. USA Gehälter sind mit 
D nicht vergleichbar, weil es in den USA kein soziales Backup gibt. 
Solange man dort Arbeit hat, geht es einem finanziell prächtig - sobald 
nan auf der Strasse sitzt, gerade umgekehrt. In D ist man "Früher" 
gewöhnt. Die Erwartung und Gehälter gefordert, beweisen das.

Was ich damit sagen will, ich bin mir nicht mehr so sicher ob D Visavis 
zur restlichen Welt ausser in Sptzenbranchen überhaupt noch 
Konkurrenzfähig ist. Sicher, D hat Erzeugnisse und soft Know-How, 
welches noch gut bezahlt wird. Die Welt steht aber nicht still - China 
und andere Länder sind bestimmt ein gutes Argument. Mit jedem Jahrzehnt 
verbessert sich deren wirtschaftliche Wettstreitposition.

Wer behauptet, daß China Qualität schlecht ist, irrt sich. Chinesische 
Betriebe können hochqualitativ produzieren - solange man zu bezahlen 
gewillt ist. Ich bin mir aus meiner Perspektive von Kanada aus nicht so 
sicher, ob D überhaupt noch wettbewerbsfähig ist, im Vergleich zu ihren 
Wettstreit Nationen. Man kann beteuern, daß D industrielle Produkte in 
höchster Qualität herstellt - Japan, China können das auch, wie viele 
ihrer High-Tech Sparten beweisen.

Lets face it: im Vergleich zu China, ist D nicht länger ein primäres 
Herstellungsland. Seine High-Tech Produkte, einschließlich High-End 
Fahrzeuge werden immer unbezahlbarer. D kann sich nicht mehr leisten auf 
seinen industriellen Macht-Lorbeeren auszuruhen. Die Frage ist, wie 
sieht nun in 2026 die Lage für Arbeitnehmer und Arbeitgeber aus. Die 
Welt hat sich verändert.

Man muß sich möglicherweise zugestehen, daß Fordern alleine nicht mehr 
ausreicht, sondern daß auch Leistung und Werte geschaffen werden müssen, 
die seinesgleichen in der Welt nicht zu finden sind. Man hat die 
Ausbildungs Anforderungen, mit gewissen Ausnahmen, für die Mehrzahl der 
Bevölkerung zurückgeschraubt. Schulen vermitteln nicht mehr die 
Lehrdisziplin von früher - gerade hier ist Japan und China und Asien 
generell uns weit überlegen. Dort haben die Anforderungen an Studenten 
Werte angenommen, die sie oft zum Suicide führt. Das kann von westlichen 
Schulwesen nicht behaupten. Nicht, dass ich das gut finde - ist aber 
leider eine Tatsache.

Mir kommt vor, wir im Westen sind nicht länger "hungrig". Als 
Wohlstandsgesellschaft sind wir behäbige, faule lernresistente 
Konsumenten geworden - Die restliche Welt, hauptsächlich in Asien, ist 
hungrig unseren Wohlstandsstatus zu erreichen. Dort ist das Lernen und 
Leistung Erwartungshaltung. Die ultimative Ironie ist natürlich, wenn 
auch dort unserer Wohlstandsstatus erreicht wird, daß es den Leuten auch 
dort ähnlich wie bei uns gehen wird. So gesehen ist die 
Wohlstands-Entropie ein Naturgesetz von dem keine Zivilisation verschont 
bieibt.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Gerhard O. schrieb:
> Mir kommt vor, wir im Westen sind nicht länger "hungrig".

Befindet man sich oben auf dem Berg, geht es in allen Richtungen 
abwärts. Es wird der Wohlstand hartnäckig verteidigt, aber eigentlich 
weiss man, dass sich die Situation gegenüber denen, die von unten rauf 
kommen, langfristig bestenfalls egalisieren wird. Das sorgt für negative 
Stimmung, nicht für Hoffnung. Für Verteilungskämpfe, für Ablehnung 
jener, die man als Konkurrenten des eigenen Wohlstands ansieht.

Ist man auf dem Weg nach oben, mag es derzeit noch schlecht aussehen, 
aber man hat Hoffnung, dass es besser wird. Mindestens für die 
Folgegeneration: "Kind, Du sollst es einmal besser haben als wir".

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Einige Asiaten haben ihre eigenen Probleme. Etwa wenn gute Ausbildung 
keinen adäquaten Arbeitsplatz mehr garantiert, wenn Studierte weit unter 
Niveau arbeiten müssen.

Oder sie haben eine derart niedrige Fortpflanzungsrate, dass die Zukunft 
schwierig wird, wenn kein Nachzug von aussen erfolgt. Wofür Japan 
keinerlei Tradition hat. Im Gegenteil, man bleibt gerne unter sich.

Kanada hat damit zwar wahrscheinlich kein Problem, aber aus dem 
persönlichen Umfeld höre ich, dass man nicht mehr so offen ist wie 
früher. Das riecht ein wenig danach, als ob ein ähnlicher Trend zur 
Wohlstandswahrung beginnt.

Mein zugegeben sehr eingeschränkter Einblick aus dem japanischen 
Bekanntenkreis legt einen hungrigen Eindruck nicht unbedingt nahe. Eher 
den von Isolation. Beispiel: Man sollte meinen, dort könnten alle 
leidlich Englisch. Pustekuchen.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)



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Neben Geld gibt es noch andere Kriterien. Darunter die Zufriedenheit. 
Nun gilt Deutschland als Hort der Missmutigen, der notorisch Meckernden. 
Bewohnt von Leuten, die am liebsten nach Kanada oder Australien 
auswandern wollen, um ihr Glück zu finden, wenn sie sich denn dürfen 
trauten. Und dann sieht man diese Grafik, über die Veränderung der 
Zufriedenheit von 2012 bis 2025.
https://www.derekthompson.org/p/if-americas-so-rich-howd-it-get-so

Man könnte diese Grafik zwar auch so interpretieren, als ob viele 
Deutsche in dieser Zeit ihre Drohung wahr gemacht hätten, in Massen 
diese beiden Spitzenreiter bevölkerten und runterzogen. Aber das hätte 
sich wohl herumgesprochen. :)

: Bearbeitet durch User
von Simon (narti66887)


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Wie ist denn in Ihrem Betrieb die Lohnspanne? Was macht für Sie ein 
Arbeitnehmer wertvoller? Und welches Bundesland?

von Nevs (noname_user)


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Gerhard O. schrieb:
> Sicher, D hat Erzeugnisse und soft Know-How, welches noch gut bezahlt wird.
Und was wäre das, der Leopard2 im UkraineKrieg der dort geflopt ist? Ich 
wüsste jetzt kein Produkt was der Rest der Welt nicht auch genauso gut 
und preiswerter hinbekommt, Flugzeuge Schiffe U-Boote Pkw's, ok vllt. 
Lkw's nicht und den Tesla, bekommt man überall auch in Europa, und 
Straßenbau kann man nicht exportieren. Der Tesla wurde ja auch nur wegen 
günstiger Subventionen in D-Land gebaut.
Aber unzufriedene Mitarbeiter brauchen vllt. berufliche 
Herausforderungen oder Aufgaben womit denen diese dummen Gedanken gar 
nicht erst kommen, oder man sollte denen vllt. mal erklären dass sie 
auch ersetzbar sind?

von Nick (b620ys)


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Bei den Arbeitnehmern entsteht langsam der Eindruck, dass sie nicht für 
ihre Arbeit bezahlt werden, sondern für ihre Freizeit.
Klar, dass sie dann mehr leisten wollen. Mehr Freizeit, mehr Geld dafür, 
denn sie investieren ja auch gut in ihre Freizeit. Der fetteste 
Weber-Grill, das neueste eBike, dazu ein Camping-Mobil um damit dann zum 
eBiken fahren zu können, noch paar Hipster-Apps mit Monatsabo zu Netflix 
dazu, ...

von Thomas B. (thombde)


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Nick schrieb:
> Bei den Arbeitnehmern entsteht langsam der Eindruck, dass sie nicht für
> ihre Arbeit bezahlt werden, sondern für ihre Freizeit.

Wenn Du angeblich die Arbeitnehmer nur für die Freizeit bezahlst.... 
warum stellst Du die dann ein?
Das ist doch deine Entscheidung.

Nevs schrieb:
> Aber unzufriedene Mitarbeiter brauchen vllt. berufliche
> Herausforderungen oder Aufgaben womit denen diese dummen Gedanken gar
> nicht erst kommen, oder man sollte denen vllt. mal erklären dass sie
> auch ersetzbar sind?

Du wirst bald keine Mitarbeiter mehr finden.
Dann musst Du den Mist alleine machen.

: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Thomas B. schrieb:
> Wenn Du angeblich die Arbeitnehmer nur für die Freizeit bezahlst....
> warum stellst Du die dann ein?

Die ArbeitNEHMER denken, dass sie für die Freizeit bezahlt werden.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nick schrieb:
> Die ArbeitNEHMER denken, dass sie für die Freizeit bezahlt werden.

Dank China, vorausgesetzt alle kaufen weiterhin fleißig immer mehr bei 
Temu, Ali, usw. ein, wird recht bald ein Ende haben. Da werden diese 
froh sein was tun zu dürfen um an was zum Fressen zu kommen. Alles wird 
gut. Ihr werdet es erleben und glücklich sein, vor allem glücklicher als 
heute.

Und wenn ihr hofft, der Beitrag könnte Ironie enthalten, dann ist das 
Euer Bier.

von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Um was für Stellen es sich handelt wissen wir immer noch nicht aber es 
wird munter drauflosgesabbelt dass es kein halten mehr gibt, wie in der 
Schnatterzone eines Damenklos.

Wieso ist dieser knalldoofe Thread noch nicht geschlossen worden? Ist 
der Mod noch besoffen vom Muttertagsbesäufniss?

von Stefan M. (derwisch)


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Nick schrieb:
> Bei den Arbeitnehmern entsteht langsam der Eindruck, dass sie nicht für
> ihre Arbeit bezahlt werden, sondern für ihre Freizeit.
> Klar, dass sie dann mehr leisten wollen. Mehr Freizeit, mehr Geld dafür,
> denn sie investieren ja auch gut in ihre Freizeit. Der fetteste
> Weber-Grill, das neueste eBike, dazu ein Camping-Mobil um damit dann zum
> eBiken fahren zu können, noch paar Hipster-Apps mit Monatsabo zu Netflix
> dazu, ...

Obwohl ich auch Arbeitnehmer bin, sehe ich das ähnlich.
Das meine ich auch, als ich schrieb, dass viele meinen es reiche aus, 
dass man einen Arbeitsvertrag hat um bezahlt zu werden.
Ich beobachte hingegen eher keinen Leistungswillen.
Es wird auch viel "Krank" gemacht, besonders im öffentlichen Dienst.
Ich beobachte eher den Trend "viel Geld für minimale Arbeit".
Aber das ist nicht neu.
Darum habe ich auch ein Problem mit dem Homeoffice Trend.
Denn sein wir mal ehrlich, gearbeitet wir dort nicht mal 1/3 so effektiv 
wie im Betrieb. Ich werde da viele Gegenstimmen hören, aber ich denke 
trotzdem das es wie folgt aussieht:
Kein Chef schaut einem über die Schulter.
Man holt das Kind vom Kindergarten ab.
Der Hund wird gelüftet.
Das Essen wird gekocht.
Die Wäsche wird gewaschen.
Es wird für den Alltag eingekauft.
Von den (nicht mehr anfallenden) Spritkosten mal ganz abgesehen.
etc...
Und all das können (zur selben Zeit) andere Arbeitnehmer nicht machen.
Ich finds arg ungerecht, egal wiviele Minuspunkte ich dafür hier 
bekomme.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Frank D. schrieb:
> Wieso ist dieser knalldoofe Thread noch nicht geschlossen worden? Ist
> der Mod noch besoffen vom Muttertagsbesäufniss?

Es steht Dir frei, einen dieser persönlich zu kontaktieren:
https://www.mikrocontroller.net/user/show/dl8dtl
https://www.mikrocontroller.net/user/show/lkmiller
https://www.mikrocontroller.net/user/show/yalu
https://www.mikrocontroller.net/user/show/ukw
https://www.mikrocontroller.net/user/show/myfairtux

Unbenommen dessen sollte auch Dir bekannt sein, dass im Forum: 
Ausbildung, Studium & Beruf ständig zweifelhaftes Zeug geschrieben wird 
und die Moderatoren sich da weitgehend raushalten, um nicht in eine 
persönliche Krise zu geraten.

von Nick (b620ys)


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Stefan M. schrieb:
> Obwohl ich auch Arbeitnehmer bin, sehe ich das ähnlich.

Übrigens: Ich bin auch Arbeitnehmer.

von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Stefan M. schrieb:
> Und all das können (zur selben Zeit) andere Arbeitnehmer nicht machen.

Dann sollen sie sich nen anderen Job suchen. Wasn das fürn "Argument" 
nur weil andere das nicht machen können soll ich es nicht dürfen?
Dann gibts ab sofort auch Dixiklos in den Büros, die im Winter nicht 
beheizt werden oder noch besser nach draussen verlegt werden, denn das 
hat der Monteur auch alles nicht was die Bürofritzen haben.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Stefan M. schrieb:
> Der Hund wird gelüftet.

Microsoft Teams hat eine Anwesenheitsanzeige. :)
https://learn.microsoft.com/de-de/microsoftteams/presence-admins

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Eine Katze ist dafür praktischer als ein Hund. Anhängliche Exemplare 
neigen dazu, den schlafenden Heimarbeiter vor Unbill zu schützen, indem 
sie ab und zu über die Tastatur laufen oder mit der Maus spielen, und so 
Aktivität simulieren.

: Bearbeitet durch User
von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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(prx) A. K. schrieb:
> Einige Asiaten haben ihre eigenen Probleme. Etwa wenn gute Ausbildung
> keinen adäquaten Arbeitsplatz mehr garantiert, wenn Studierte weit unter
> Niveau arbeiten müssen.

Ist doch hier genauso. Erst im Maschinenbau, jetzt im IT-Bereich. 
Glotzen alle dumm aus der Wäsche, weil sie erstaunt sind, dass sie 
keinen Job in diesem ach so gesuchten Bereich finden. 2 Wochen 
unbezahlte Probearbeit, wer nicht abliefert - d.h. sauberen Code der 
direkt ins Releaserepo geht - liefert, ist schon weg vom Fenster. 
Draussen vor der Türe steht schon die nächste Testcharge an 
Entwicklerfrischfleisch bereit. Und die Hampelazubis die glauben sie 
würden übernommen, aber in drei Jahren nur scheisse gebaut haben, 
schauen genauso blöd aus der Wäsche. Firmen können sich die Perlen 
raussuchen, der Rest kann bei netto die Regale auffüllen. Da wird es 
noch sehr lange sehr doofe Gesichter bei den Absolventen/Ausgelernten 
geben. Der Aufprall nach der Ausbildung gibt den ersten Realitätsschock, 
dann ist schluss mit lustig trallala. Und wenn Mutti Druck macht dass 
der Bub endlich ausziehen soll aber es nix wurde mit 6000€ netto/Monat 
dann werden auch so manche Tränen fliessen bei der Generation Weichei.

von Reinhard S. (rezz)


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Stefan M. schrieb:
> Obwohl ich auch Arbeitnehmer bin, sehe ich das ähnlich.
> Das meine ich auch, als ich schrieb, dass viele meinen es reiche aus,
> dass man einen Arbeitsvertrag hat um bezahlt zu werden.
> Ich beobachte hingegen eher keinen Leistungswillen.

Nachvollziehbar. Wenn man sieht, mit welcher Nicht-Leistung andere in 
der Firma bleiben, wozu sollte man sich ein Bein für die Firma 
rausreißen? Das Alter kommt dann noch dazu.

> Darum habe ich auch ein Problem mit dem Homeoffice Trend.
> Denn sein wir mal ehrlich, gearbeitet wir dort nicht mal 1/3 so effektiv
> wie im Betrieb.

Hab ich anders gehört.

> Ich werde da viele Gegenstimmen hören, aber ich denke
> trotzdem das es wie folgt aussieht:

Ich habe meine Meinung, verwirre mich nicht mit Fakten :D

> Und all das können (zur selben Zeit) andere Arbeitnehmer nicht machen.
> Ich finds arg ungerecht, egal wiviele Minuspunkte ich dafür hier
> bekomme.

Also einfach nur neidisch? Augen auf bei der Berufswahl. :) Ich als 
jemand, der kein Homeoffice machen kann, finde das gut. Im Homeoffice 
würde ich nicht glücklich und beruflich war Corona aufgrund der freien 
Straßen eine geile Zeit.

von Thomas B. (thombde)


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Jemin hat ja nicht gesagt in welcher Branche gearbeitet  wird.
Das kann ja von 1000Euro bist 15000Euro oder mehr im Monat gehen.

Ich gehe nächstes Jahr in Rente.
Zwar mit Abschlag, aber ist mir egal.
Den Stress in der Firma tue ich mir nicht mehr an.
Sollen die sehen wo die ihre Leute herbekommen.
Das Problem ist ja Hausgemacht.
Ich gehe mit Abschlag in Rente, bekomme also weiniger Geld.
Das  finde ich legitim.

Reinhard S. schrieb:
> Im Homeoffice
> würde ich nicht glücklich und beruflich war Corona aufgrund der freien
> Straßen eine geile Zeit.

Da kann ich nur zustimmen.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Geht auch anders. Normaler Rententermin ist in Sicht, aber immer noch 
interessiert am Job. Gute Kollegen von jung bis alt. Die beschriebene 
Demotivierung ist nicht spüren.

Reinhard S. schrieb:
> Augen auf bei der Berufswahl.

Yep. Richtige Wahl plus etwas Glück im Timing, was grosse Veränderungen 
angeht.

von (prx) A. K. (prx)


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Frank D. schrieb:
> dann werden auch so manche Tränen fliessen bei der Generation Weichei.

Falsches Vorbild gegeben?

Dass jeder seinen Traumjob kriegt, das war noch nie der Fall. Bei 
manchem klappt es, bei manchen halt nicht, wie schon immer. Zu Hause bei 
Mutti rumgehockt hat niemand. Keine Ahnung, ob das ein von den Medien 
zelebriertes Vorurteil ist, oder real.

Auch im Ausland ist nicht alles Gold, was aus der Ferne glänzt. Da kann 
dann auch der Gedanke aufkommen, wieder zurück zu kommen. Nicht weil man 
gescheitert wäre, sondern weil man nach einer Weile auch die Nachteile 
genauer kennt. So schlimm, wie hier oft kolportiert, ist D nicht.

Wenn man sich natürlich in trauter Runde am Stammtisch gegenseitig 
versichert, alles ginge vor die Hunde... Mit dem Leben zufrieden wird 
man so nicht. Vielleicht sollte man dann den Stammtisch aufgeben.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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(prx) A. K. schrieb:
> Geht auch anders. Normaler Rententermin ist in Sicht, aber immer noch
> interessiert am Job. Gute Kollegen von jung bis alt. Die beschriebene
> Demotivierung ist nicht spüren.

Schön für Dich, andere Leute erleben es anders: Mit mehreren 
Besitzerwechseln (Industrie um 100 Mitarbeiter) und 
Strukturveränderungen kam eine zunehmende Unzufriedenheit auf. Dazu kam, 
dass die langjährige, quer über alle Ebenen gewohnte, Zusammenarbeit 
einem Verhalten wich, nur noch das eigene Fell sauber zu halten. Das hat 
dann innere Abwehr und Abschiede zur Rente gefördert, von Leuten, die 
eigentlich einen sicheren und anspruchsvollen Job bekleidet haben.

Das ist natürlich ein Versagen der Leitung und fast noch schlimmer, dass 
neue Mitarbeiter nach wenigen Monaten mit ähnlichen Begründungen 
kündigen.

> Reinhard S. schrieb:
>> Augen auf bei der Berufswahl.
> Yep. Richtige Wahl plus etwas Glück im Timing, was grosse Veränderungen
> angeht.

Berufwahl ist immer Lotto auf die Zukunft: Ein Verwandter hat seine 
Masterarbeit Maschinenbau mit VW in Wolfsburg gut abgeschlossen und 
sucht bislang vergeblich. Zu Beginn seines Studiums war man sich sicher, 
dass das kein Problem sein würde.

(prx) A. K. schrieb:
> Frank D. schrieb:
>> dann werden auch so manche Tränen fliessen bei der Generation Weichei.
> Falsches Vorbild gegeben?

Nee, auf einen provozierenden Miesmacher geantwortet.

von Martin S. (sirnails)


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Reinhard S. schrieb:
> Nachvollziehbar. Wenn man sieht, mit welcher Nicht-Leistung andere in
> der Firma bleiben, wozu sollte man sich ein Bein für die Firma
> rausreißen?

Schau, ich sehe hier das komplette Gegenteil. Wir haben hier ein 
wirklich gutes Kollegium, einen guten Umgang miteinander, hatten hier 
noch nie Streitigkeiten - jeder will hier seine Arbeit machen.

von Rudi R. (rudi_r)


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Die Menschen sind konsumorientiert. Es reicht nie. Es gibt Leute, die 
bringen 6000 € netto nach Hause und das wird alles verplempert.

Es gibt ja den Spruch unter Aktiensparern und Frugalisten: "Vermögend 
wird man nicht durch das, was man einnimmt, sondern durch das, was übrig 
bleibt." Ist mein Motto seit über 16 Jahren.

Ich lebe seit jeher sparsam, überlege mir viele Konsumausgaben. Und egal 
bei welchem Gehalt ich war, ich hatte immer genug übrig, um ordentlich 
in Aktien zu investieren. Rekordjahr war 2024 mit 50000 € Investitionen 
in Aktien. Meine Gehaltssteigerungen sind nicht in zusätzlichen Konsum 
geflossen, ein Auto habe ich bis heute nicht.

Seit letztem Jahr wohne ich wesentlich teurer, aber ich habe die 
Preiskategorie der neuen Wohnung akzeptiert, nachdem ich mit spitzem 
Bleistift ausgerechnet habe, dass ich immer noch über 25 % meines 
Nettogehaltes in Aktien pumpen kann. Und ich weiß, ich könnte heute die 
Sparquote auf 0 % senken und das Depot würde von alleine ser stark 
wahsen.

Das Aktiendepot lässt mich gut schlafen, die Dividenden sind heute schon 
üppig. Das ist mir mehr wert als irgendwelcher kurzfristiger Genuss. 
Pauschalreisen habe ich auch noch nie gebucht, jedoch buche ich auf 
meinen Wanderungen mich in Hotels ein und gebe über diesen Weg einiges 
Geld aus. Das Wandern macht Spaß und tut meiner Gesundheit gut.

Diese Leute werden immer jammern, weil sie ihr ganzes Geld verballern 
müssen. Der Effekt, dass sie ab gewissen Gehälter in die Teilzeit gehen, 
ist logisch. Genau das ist der Anreiz durch die Steuerprogression. Ich 
sehe das sehr kritisch, weil viele hochqualifizierte Gutverdiener in die 
Teilzeit gehen. Dadurch entsteht ein hoher volkswirtschaftlicher 
Schaden.

von Rudi R. (rudi_r)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> völlig falsche Organisation.
>
> die ist damit auf die Spitze getrieben worden,
> dass man den Leuten das Haus im Grünen subventioniert hat,
> um dann Kilometergeld für den Weg zur Arbeit (...)

Welches Kilometergeld? Meinen Sie die Pendlerpauschale? Es gibt ja jedes 
ein Politik (meistens rot oder grün), der die Pendlerpauschale in Ihrer 
Manier kritisiert und offenbar, dass er gar nicht weiß, was die 
Pendlerpauschale ist und dass sie überhaupt nichts subventioniert.

Die Pendlerpauschale ist ein vereinfachtes Verfahren, um die 
Werbungskosten anzurechnen, die durch den Arbeitsweg entstehen. Die 
Kosten trägt der Arbeitnehmer und er gibt seine Werbungskosten an und 
bekommt etwas zurück, wenn er die Werbungskosten den 
Arbeitnehmerpauschbetrag überschreiten.

Pendlerpauschale gibt's auch für Nichtautofahrer. Ich nutze sie seit 
jeher, obwohl ich meistens Rad und manchmal mit dem ÖPNV fahre.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Rudi R. schrieb:
> Es gibt ja den Spruch unter Aktiensparern und Frugalisten: "Vermögend
> wird man nicht durch das, was man einnimmt, sondern durch das, was übrig
> bleibt." Ist mein Motto seit über 16 Jahren.

Gehört mit zu meinem Leitsatz:
"Man vereinfache sich"

von Thomas B. (thombde)


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Rudi R. schrieb:
> Das Aktiendepot lässt mich gut schlafen, die Dividenden sind heute schon
> üppig. Das ist mir mehr wert als irgendwelcher kurzfristiger Genuss.

Aktien laufen in dieser beschissenen Zeit erstaunlich gut.
Aktien waren bei mir eigentlich nur als Hobby und Spaß am Risiko 
geplant.
Nun bin ich froh das ich Aktien oder Fonds habe.
Ok, die Internetblase in den 2000´der hat mich mental in den Abgrund 
geworfen.

Da gab es nur eine Lösung.
Arschbacken zusammenkneifen und aussitzen.

von Heinz R. (heijz)


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Rudi R. schrieb:
> Und egal
> bei welchem Gehalt ich war, ich hatte immer genug übrig, um ordentlich
> in Aktien zu investieren. Rekordjahr war 2024 mit 50000 € Investitionen
> in Aktien

50k investiert man aber nicht nebenher von einem normalen 
Angestellten-Gehalt

von Hans W. (hanswieland)


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Heinz R. schrieb:
> 50k investiert man aber nicht nebenher von einem normalen
> Angestellten-Gehalt

Leute mit so viel Geld verstehen das nicht.

von H. H. (hhinz)


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Hans W. schrieb:
> Heinz R. schrieb:
>> 50k investiert man aber nicht nebenher von einem normalen
>> Angestellten-Gehalt
>
> Leute mit so viel Geld verstehen das nicht.

Hyperpekunie.

von Heinrich K. (minrich)


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na, na, na, wer wird denn auf einen fake-account des forenbekannten 
"Finanzberaters" hereinfallen?

P.S.: Mal auf den blaugefärbten Namenszusatz clicken, lesen, und 
erschrecken...

: Bearbeitet durch User
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