Einen frischen Absolventen, der nur den Abschluss gemacht hat oder lieber jemanden der passioniert ist und viele private Projekte hat und sich mit Elektronik permanent auseinandersetzt? (Hat auch einen Abschluss im Bereich Elektrotechnik). Würde mich mal interessieren, wie wichtig es euch ist den 'richtigen' Schein zu haben.
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Da du ja „Firma:keine“ bist, kann’s dir doch völlig egal sein. Ansonsten sagt Radio Eriwan: es kommt darauf an. Oliver
Denjenigen der den Anforderungen besser entspricht und im Vorstellungsgespräch den besseren Eindruck vermittelt.
üÜblicherweise nimmt eine beliebige Firma für eine beliebige Aufgabe am liebsten keinen von beiden, sondern den passionierten studierten Schwager vom Chef mit Berufserfahrung. Oliver
Vorteilhaft ist es, möglichst nur Doktoren einzustellen.
Beitrag #8045703 wurde vom Autor gelöscht.
Robert G. schrieb: > Würde mich mal interessieren, wie wichtig es euch ist den 'richtigen' > Schein zu haben. Mir ist es egal ob jemand einen Schein hat, macht ja keiner extra. Diese Art von Threads kommen mittlerweile öfter als die Frage nach dem besten Multimeter für 7,99,- Euro.
Robert G. schrieb: > jemanden der passioniert ist und viele private Projekte hat und > sich mit Elektronik permanent auseinandersetzt? Die Frage wäre eher was er vorher gemacht hat? "Privat" heißt meist kaum Atmung von irgendwelchen relevanten Richtlinien, Gesetzen, Zertifizierungen usw. Fertigungsanforderungen für die Serie usw. und so fort. Am Ende kannst nur du wissen ob du die Zeit/Fähigkeiten hast einen "Frischling" anzulernen von dem du dann eventuell auch längerfristig was hast, oder ob dir ein Hobbybastler für ein einmaliges Einzelstück reicht und der danach eventuell weg ist. Ich würde mir wohl eher Kandidat Nr.3 suchen:-)
Robert G. schrieb: > Wen würdet ihr eher in der Entwicklung einstellen? Fragst du eher für dich oder für einen Freund? > lieber jemanden der passioniert ist und viele private Projekte hat und > sich mit Elektronik permanent auseinandersetzt? Nur dann, wenn seine Auseinandersetzungen nicht nur "permanent", sondern auch "erfolgreich" sind. Es gibt hier solche Beispiele "permanenter Auseinandersetzung", da würde ich sogar eher einen guten Betriebswirt einstellen, denn der hat durch seine Noten gezeigt, dass er lernwillig und lernfähig ist. > wie wichtig es euch ist den 'richtigen' Schein zu haben. (An)Schein kann täuschen... Auf keiner meiner Visitenkarten stand jemals, dass ich studiert habe. Das haben die jeweiligen Gesprächspartner ruckzuck von ganz allein herausgefunden. Jörg R. schrieb: > 7,99,- Euro Siebenhundertneunundneunzig? Oder doch bloß ein Kommafehler.
Oliver S. schrieb: > Da du ja „Firma:keine“ bist, kann’s dir doch völlig egal sein. > > Ansonsten sagt Radio Eriwan: es kommt darauf an. > > Oliver Ralf X. schrieb: > Vorteilhaft ist es, möglichst nur Doktoren einzustellen. Gynäkologe? :-D Oliver S. schrieb: > üÜblicherweise Boar, du hast nen Schreibfehler gemacht! Endlich fühl ich mich wichtig! Robert G. schrieb: > Einen frischen Absolventen, der nur den Abschluss gemacht hat oder > lieber jemanden der passioniert ist und viele private Projekte hat und > sich mit Elektronik permanent auseinandersetzt? Ich würde den Bewerber fragen ob er Mikrocontroller.net als soziales Medium nutzen würde und anhand seiner Aussage ihn aussortieren oder einstellen.
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Ich habe hier schon viele kommen und gehen sehen - zwar aber in der IT, nicht Elektrotechnik. Gibt hier in der Abteilung viele verschiedene Aufgaben, und dementsprechend sind nicht alle für das selbe verantwortlich. Am Anfang war da der Unersetzbare, mit diversen internen Eigenentwicklungen, den ich ersetzt habe. Dann gabs da mal den Schwätzer. Er war schon überall, und hat alles schon mal gemacht. Wusste hier natürlich auch genau was er tut - und machte dann vieles falsch. Wollte davon aber nichts wissen. War dann schnell klar, warum er schon überall war. (Nicht zu verwechseln mit den Alteingesessenen, die tatsächlich wissen, was sie machen) Dann sind da die Arbeiterbienen. Sie tun was sie sollen, können was sie müssen, und eventuell noch ein wenig mehr. Haben aber wenig Spezialisiertes oder Tieferes wissen. Ein Künstler haben wir auch, der ist auch mal gegangen und später wieder gekommen. Neu haben wir noch einen Hipster-dev. Der nutzt AI und haut ständig neue Tools und flashy aussehende was-weiss-ich-was raus. Ich würde sagen, ich bin momentan etwas die Feuerwehr. Wenn wer nicht weiter kommet oder was nicht funktioniert landet es bei mir. Auch als da mal einige Anwendungen auf neue Server migriert werden sollten, die Deadline kam, und keiner zeit haben wollte. Und als ich plötzlich schnell alle internen Entwicklungen auf SAML umstellen musste etc. Nur eine kleine Auswahl. Zwischendurch brauchten wir mal einen Chef, da haben wir in kürzester Zeit 3 verbrannt. Der Planlose, der überfordert war mit all dem anstehenden. Der Karriere-Chinese, der ehrgeizig viel angefangen hat, und dann unvollendeter Dinge zu einer besser zahlenden bankenstelle abgewandert ist. Eine die eigentlich kompetent gewesen währe, und viel gemacht hat, aber leider zu kompetent war, da hatten die anderen Chefs dann auch mal was zu tun. Intern wollte eigentlich keiner, aber einer musste halt dann doch. Ich denke, am Ende kommt es auf 3 Sachen an. Hat er was auf dem Kasten, hat er Pflichtbewusstsein, und kommt er mit den anderen klar. Ist leider nicht einfach, das zu finden.
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Robert G. schrieb: > Würde mich mal interessieren, wie > wichtig es euch ist den 'richtigen' Schein zu haben. Der richtige Schein ist der Laufpass. Eingestellt wird nix, alles entlassen was man loswerden kann. Ich bin Externer, wenn man da sieht wie ganze Abteilungen ausradiert werden, wahnsinn. Wer sich da noch vor kurzem für unkündbar hielt sitzt demnächst auf der Strasse.
Lothar M. schrieb: > Fragst du eher für dich oder für einen Freund? Na, da fehlt der Schneid, das zum passenden Bereich "Forum: /dev/null" zu verfrachten?
> Einen frischen Absolventen, der nur den Abschluss gemacht hat oder > sich mit Elektronik permanent auseinandersetzt? (Hat auch einen > Abschluss im Bereich Elektrotechnik). Beide. Nach der halben Probezeit muss der gehen, der am meisten die in ihn gesetzten Erwartungen enttäuscht hat, zum Ende der vollen der Andere, weil sich kein Abnehmer für das Entwickelte findet. > lieber jemanden der passioniert ist und viele private Projekte hat und Naja, "private Projekte" ist in Zeiten von Internet DIY-videos und billigst Nachbaukits zu einem Synonym für idiotensichere Beschäftigungstherapie geworden. Das Wichtige an der Produktentwicklung ist es, eben kein Projekt für sich oder den eigenen Horizont abzufrühstücken, sondern eins, wie es sich der Kunde wünscht (auch wenn man es persönlich ehe uninspiriert findet, wie das x-te Nachahmer-DingsBums).
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Robert G. schrieb: > Einen frischen Absolventen, der nur den Abschluss gemacht hat oder > lieber jemanden der passioniert ist und viele private Projekte hat und > sich mit Elektronik permanent auseinandersetzt? > (Hat auch einen > Abschluss im Bereich Elektrotechnik). Ja ja, so was wie Betriebselektriker, richtig? Also - und das ist ein genervtes "also" - du suchst nach Ausreden warum du, gerade du, keinen vernünftigen Abschluss für den ins Auge gefassten Job brauchst? Weil du so ein ganz spezielles Blümchen bist, gell? Sei wenigstens ehrlich zu dir selbst. Du hast keinen Bock Zeit, Geld, Nerven, etc. in einen passenden Abschluss zu investieren. Du hättest aber gerne den Job, das Geld, vielleicht auch das Prestige (ha ha ha) und das schöne Büro (nochmal ha ha ha). Du verschwendest hier deine und unsere Zeit. Die Lösung ist viel einfacher: Bewerbe dich. Entweder bekommst du den Job oder nicht. Wenn du ihn bekommst, wunderbar. Wenn nicht? Nun ja, du könntest mit dem Eindruck nicht den passenden Abschluss zu haben richtig liegen. Wenn dich das nicht motiviert ihn zu machen, wie sollen ausgerechnet wir dich motivieren können?
Wenn der Kandidat eingeladen wird und mit E-Auto kommt, dann sollte er dazu veranlasst werden 20min früher zu kommen, weil er dann eine freie Ladesäule bekomme oder kostenlos nach dem Besuch. Anschließend wird geschaut, wie die Wartezeit verbracht wird: https://www.trendsderzukunft.de/phaenomen-ladepositas-e-autofahrer-essen-beim-laden-haeufig-zum-zeitvertreib/
Übrigens aus dieser Studie wurden bereits die "statistischen Daten" für eine der qualitativ guten gemachten Falschinformation auf Insta & Co zweckentfremdet.
H. H. schrieb: > Nimm besser keinen mit Jagdschein. Da wird seit einiger Zeit auch viel entwickelt. Ich hätte da auch so meine Ideen ...
> Du verschwendest hier deine und unsere Zeit. Die Lösung ist viel > einfacher: > Doppelt richtig, insbesonders der Hinweis das Antworten schreiben in Foren Zeitverschwendung ist. > Bewerbe dich. Vielleicht scheut der TO vor der Gehaltsangabe im Bewerbungsschreiben. Da ist gern von einem Band die Rede, das obere Ende wird den mit viel relevanter Erfahrung versprochen. Vielleicht sieht sich da der TO im Dilemma als ET-Ingenieur mit einige Jahren Ingenieurserfahrung im geldwerten Nachteil gegenüber einen INF-Frischling.
Ich hab den richtigen Schein, ich darf ohne Zusatzausbildung noch 7,5-Tonner fahren.
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > Ich hab den richtigen Schein, > ich darf ohne Zusatzausbildung noch 7,5-Tonner fahren. Na ja, zwischen dürfen und können ist ein Unterschied. Ich dürfte auch, ich weiß aber dass ich es nicht kann. Von Gespannen bis 18,75 Tonnen nicht zu reden. Darauf habe ich offiziell verzichtet. Die Britten sind vor ein paar Jahren auf die 7,5 Tonnen Besonderheit reingefallen: https://www.theguardian.com/business/2021/oct/01/germans-living-in-uk-urged-to-drive-lorries-to-ease-our-fuel-crisis
Hannes J. schrieb: > Die Britten sind vor ein paar Jahren auf die 7,5 Tonnen Besonderheit > reingefallen: Sehr geil auch die Antwort von dem Banker: Auch wenn die Bezahlung für LKW Fahrer besser geworden sei, er bleibt doch lieber Banker.😂
Ich kann zwar auch Gespanne, aber das fahre ich auch mit PKW nicht gerne. Mit nem 3,8t WoMo hätte ich ohne die Nachregelung auf 4,2t und dem Schein B (ab 1999) das Ding nicht ohne Extra-Schulung fahren dürfen. Ich hab noch die alte Klasse 3 und für die Fa. auch einige Male den "Würfel" gefahren.
> Ich hab den richtigen Schein, > ich darf ohne Zusatzausbildung noch 7,5-Tonner fahren. Nur der Heiligenschein ist der richtige Schein: https://www.etsy.com/de/listing/1223291517/st-ferdinand-schutzpatron-der
Nimm den Jüngsten und Billigsten! Klappt das Projekt nicht, nimm noch einen Jungen und Billigen ... usw... irgendwann klappt es schon. Vermutlich auch eine HR "JC" Strategie (JungCheap). So meine Erfahrung als Ü50 der sich gelegentlich nach einem neuen Job umsieht und sich NULL Chancen ausgeliefert sieht. HR-Strategie „JC / JungCheap“ Ziel: Junge Talente gewinnen, Kosten niedrig halten, Leistung schnell skalieren. 1. Recruiting Fokus auf Werkstudenten, Berufseinsteiger, Quereinsteiger TikTok/Instagram/LinkedIn statt teurer Headhunter Kurzer Bewerbungsprozess: 1 Call + Praxisaufgabe 2. Employer Branding Positionierung: „jung, schnell, günstig, lernorientiert“ Benefits: Flexibilität, Verantwortung, Wachstum statt hoher Gehälter Authentische Einblicke ins Team 3. Vergütung Niedriges Fixgehalt + variable Boni Lernbudget statt Luxus-Benefits Karrierepfade mit schnellen Gehaltssprüngen bei Leistung 4. Onboarding 7-Tage-Sprint-Onboarding Buddy-System Checklisten, Vorlagen, klare KPIs ab Woche 1 5. Performance Monatliche Zielgespräche Klare Output-KPIs Low Performer schnell coachen oder trennen 6. Kultur „Cheap, not careless“: sparsam, aber professionell Hohe Eigenverantwortung Fehler schnell sichtbar machen und lernen Leitsatz: JungCheap gewinnt nicht über Geld, sondern über Tempo, Lernen und Verantwortung.
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kann man sich nicht mal auf eine Sprache einigen? Dieser Mix, der einem überall begegnet, ist nun echt langsam lächerlich.
> HR-Strategie „JC / JungCheap“
Das hast du doch frei erfunden, oder?
Die HR-Profis hätten "YoungCheap" gesagt, und man würde es per Google
finden. Tatsächlich findet man es auch, aber nur im Kontext Fußball ...
Daniel A. schrieb: > Ich würde sagen, ich bin momentan etwas die Feuerwehr. Wenn wer nicht > weiter kommet oder was nicht funktioniert landet es bei mir. Nach deiner Beschreibung bist du dann also der nächste, der als unnötig entsorgt wird. Oliver
Beitrag #8046047 wurde vom Autor gelöscht.
>> HR-Strategie „JC / JungCheap“ > > Das hast du doch frei erfunden, oder? Hm, Jung Cheap kann man mit "JC" [ dʒeɪ /siː/ ] abkürzen, klingt cooler als YC und erinnert an die Initialen vom Boss von allen (Jesus Christ) ... Ansonsten ist die Beschreibung in Beitrag "Re: Wen würdet ihr eher in der Entwicklung einstellen?" noch reichlich milde, im real life mischt dann noch Controlling mit ("Immer auf die richtige Nummer buchen und nicht mehr Stunden als genehmigt, auch die Einarbeitung") und QA mit: "Jung, halte Dich an die Prozeße und immer erst durch Toolgate vor der nächsten project phase ...
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So nach Hörensagen haben die bei uns mehrere Frischlinge in einen Käfig gesperrt und wer überlebt hatte, durfte bleiben.