Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Uni-T UT61D nachjustieren


von Tobias H. (tobivanhernobi)


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Hallo,

mein etwas älteres Multimeter Uni-T UT61D zeigt seit einiger Zeit einen 
deutlich zu kleinen Wert im Bereich Gleichspannung an.
Lässt sich das mit einer der vielen Trimmer nachjustieren? Die 
Genauigkeit ist mir dabei egal: wenn mein Labornetzteil 9,0 Volt anzeigt 
und mein anderes Multimeter auch 9,0 Volt anzeigt, dann reicht es mir 
aus wenn das UT61D auch 9,0 Volt anzeigt (aktuell zeigt es z. B. 8,1 
an).
Ich finde auf der Platine Trimmer mit den Bezeichnungen VR1 bis VR8 
(kein VR3) und CC1, CC2 und CC3

Würde mich freuen, wenn das schonmal jemand gemacht hat und mir den 
richtigen Trimmer sagt.

Gruß
Tobias
: Verschoben durch Moderator
von Klaus R. (klaus2)


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...die Frage ist ja eher wie es sich spontan und nur bei DC (?) um 10% 
verstellen sollte?

Klaus.
von Teo D. (teoderix)


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Klaus R. schrieb:
> ...die Frage ist ja eher wie es sich spontan und nur bei DC (?) um 10%
> verstellen sollte?

China "Schrott".

Meins hat auch nach gut 10 Jahren, angefangen sich schrittweise zu 
verabschieden.
Erst wars der Autorang, der nicht mehr zuverlässig tun wollte. Dann 
wurden die negative Spannungen nur noch ausgewürfelt. Wechselstrom eben 
so...
Und das alles schrittweise! -> Tonne, kauf neu.
von Hannes J. (pnuebergang)


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Die Standardfrage bei solchen Merkwürdigkeiten bei Multimetern: Mal 
frische Batterien versucht?

Ansonsten findet Google in einem Thread zum 61E auch was zum 61D:
https://www.eevblog.com/forum/testgear/uni-t-ut61e-won_t-hold-calibration/msg4502467/#msg4502467
> Heads up people with a UT61D the voltage DC is adjusted
> with VR4 :-+  ...Corrected on 5 nov typo I wrongly entered
> VR2, :palm: it is VR4 :-+

Ohne Gewähr, auf eigene Gefahr, etc.

Schaltplan für ein 61D habe ich nicht gefunden. Nur für das 61E. Keine 
Ahnung wie ähnlich die Modelle sind. Vielleicht lohnt es sich mal einen 
Blick auf den Schaltplan des 61E zu werfen und zum Vergleich die 
entsprechenden Stellen des 61D zu analysieren.

Ebenso könnte es sich lohnen mal die Referenzbeschaltung aus dem 
Datenblatt des Multimeter-IC zu studieren. Das sollte dieses sein 
https://www.ic-fortune.com/upload/Download/FS9922-DMM4-DS-13_EN.pdf
: Bearbeitet durch User
von Tobias H. (tobivanhernobi)


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Danke, hannes, dann schraube ich an VR4 rum. Egal, wenn ich es im 
schlimmsten Fall noch mehr verstelle.....
von Soul E. (soul_eye)


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Hannes J. schrieb:
> Die Standardfrage bei solchen Merkwürdigkeiten bei Multimetern: Mal
> frische Batterien versucht?

Wobei Billigmultimeter dann eher zuviel anzeigen, da die Referenz 
absackt.


Tobias H. schrieb:
> Danke, hannes, dann schraube ich an VR4 rum. Egal, wenn ich es im
> schlimmsten Fall noch mehr verstelle.....

Eine Kamera hast Du ja, und zusätzlich kannst Du die Potis in beide 
Richtungen ausmessen. Die absoluten Ergebnisse sind falsch, weil ja die 
restliche Schaltung dranhängt, aber es reicht aus um die alte Position 
sicher wiederzufinden. Wichtig sind natürlich gleichbleibende 
Messbedingungen, also gleiches Multimeter, gleicher Messbereich, gleiche 
Polarität der Messpitzen.
von H. H. (hhinz)


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Da werkelt bestimmt ein DMM-Chip von Cyrustek, und Uni-T hat sich 
bestimmt an die AppNote gehalten...
von Hannes J. (pnuebergang)


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H. H. schrieb:
> Da werkelt bestimmt ein DMM-Chip von Cyrustek,

Nein, da werkelt ein Fortune FS9922-DMM4. Hier schön mit Bildchen 
https://sigrok.org/wiki/UNI-T_UT61D
von Michael L. (nanu)


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Hannes J. schrieb:
> Nein, da werkelt ein Fortune FS9922-DMM4.

Auch dafür givt's hübsche Doku.
von Stefan K. (stk)


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Im EEVblog Forum gibt es einen Bericht eines UT61D Nutzers bei dem 
plötzlich auch zu niedrige Spannungen angezeigt wurden. Ursache war 
einer der vier 2,5 Megaohm Widerstände R24A- R24D, die zusammen einen 
spannungsfesten 10M Widerstand am TENM Anschluss des FS9922-DMM4 bilden, 
der hochohmiger geworden war. Er hat diesen durch vier parallele 10M 
Widerstände ersetzt.
von Tobias H. (tobivanhernobi)


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Stefan K. schrieb:
> Im EEVblog Forum gibt es einen Bericht eines UT61D Nutzers bei dem
> plötzlich auch zu niedrige Spannungen angezeigt wurden. Ursache war
> einer der vier 2,5 Megaohm Widerstände R24A- R24D, die zusammen einen
> spannungsfesten 10M Widerstand am TENM Anschluss des FS9922-DMM4 bilden,
> der hochohmiger geworden war. Er hat diesen durch vier parallele 10M
> Widerstände ersetzt.

Das hört sich sehr interessant an, vielen Dank, das messe ich nach.
Durch Nachstellen von VR4 erreiche ich nämlich nicht mal im Ansatz den 
Wert, der angezeigt werden sollte. Ich hatte eben mit einer 3,0 Volt 
Spannungsquelle VR4 gedreht und komme auf eine Anzeige von höchstens 
2,4irgendwas.
von Jörg R. (solar77)


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Tobias H. schrieb:
> Durch Nachstellen von VR4 erreiche ich nämlich nicht mal im Ansatz den
> Wert, der angezeigt werden sollte. Ich hatte eben mit einer 3,0 Volt
> Spannungsquelle VR4 gedreht und komme auf eine Anzeige von höchstens
> 2,4irgendwas.

Du hast bei der großen Toleranz kein Abweichproblem. Da liegt ein Defekt 
vor.

Durch drehen an den Potis, ohne zu Wissen wofür sie sind, verstellst du 
ggf. nur andere Messbereiche.
: Bearbeitet durch User
von Klaus R. (klaus2)


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...das ist wie in den jungen jahren ein UKW radio "besser abstimmen 
wollen".

ihr wisst schon...TOKO lässt grüßen.

Klaus.
: Bearbeitet durch User
von Tobias H. (tobivanhernobi)


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Stefan K. schrieb:
> Im EEVblog Forum gibt es einen Bericht eines UT61D Nutzers bei dem
> plötzlich auch zu niedrige Spannungen angezeigt wurden. Ursache war
> einer der vier 2,5 Megaohm Widerstände R24A- R24D, die zusammen einen
> spannungsfesten 10M Widerstand am TENM Anschluss des FS9922-DMM4 bilden,
> der hochohmiger geworden war. Er hat diesen durch vier parallele 10M
> Widerstände ersetzt.

Bei mir war also nun R24A hochohmig geworden. Ich habe ihn getauscht, 
mit VR4 nachjustiert und schon funktioniert wieder alles wie es soll. 
Vielen Dank an stefan und hannes für die zielführenden Beiträge.
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