Hallo, ein rel. wenig benutzter 5-zelliger Akkupack aus SUB-C Zellen fiel die letzten Male dadurch auf, dass man schon ein Tag nach der Ladung das LowBatt-Symbol sieht. Also mal die Messtechnik angeworfen: Bild 1: Entladekurven nach Voll-Ladung und 10 Stunden ruhen lassen Bild 2: Akku voll geladen, nach 10 Stunden ruhen dann Zelle 3 (gelb) nochmal manuell nachgeladen. Dann den Datenlogger angeschlossen und die Leerlaufspannungen der 5 Zellen über 27 Stunden geloggt. Sieht mir nach Schluss innerhalb der Zelle aus. Der Ri aller 5 Zellen bei Teilladung ist identisch. Im Netz lese ich, man könne einen Schluss in einer Zelle "wegbrennen". Ich hätte 4s LiFe Hochstrom und 12s LiFe Hochstrom. Weiter wäre da noch ein Blitzgerät mit 800µF und 350V-, das knallt anständig. Hat jemand Erfahrungen mit dieser Wegbrenn-Methode? Kann man eigentlich NiMh und NiCd messtechnisch unterscheiden? Hans
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Hans H. schrieb: > ein rel. wenig benutzter 5-zelliger Akkupack aus SUB-C Zellen fiel die > letzten Male dadurch auf, dass man schon ein Tag nach der Ladung das > LowBatt-Symbol sieht. Also mal die Messtechnik angeworfen: > > Bild 1: Entladekurven nach Voll-Ladung und 10 Stunden ruhen lassen Bild 1 ist eindeutig, die 3te Zelle ist platt. Die hat noch ca. 50% Kapazität wie die anderen Zellen. > Im Netz lese ich, man könne einen Schluss in einer Zelle "wegbrennen". > Erfahrungen mit dieser Wegbrenn-Methode? Nein, und ich halte auch nichts davon. Wenn eine Zelle platt ist dann ist sie platt. > Ich hätte 4s LiFe Hochstrom und 12s LiFe Hochstrom. Damit killst du sie endgültig, vielleicht fliegt sie dir sogar um die Ohren. Aus Interesse..was ist das für ein Datalogger? Welche Software?
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Hans H. schrieb: > Kann man eigentlich NiMh und NiCd messtechnisch unterscheiden? Ja, die Selbstentladung ist bei NiCd noch höher. Und wenn die NiMh-Zellen keine "ready-to-use"-Zellen sind ("eneloop"), dann will man sich auch mit denen nicht beschäftigen. Das Thema sollte seit gut 15 Jahren ausgetanden sein.
Hans H. schrieb: > Hat jemand Erfahrungen mit dieser Wegbrenn-Methode? Danach steigt die Selbstentladung der Zelle erheblich an.
Jörg R. schrieb: > Bild 1 ist eindeutig, die 3te Zelle ist platt. Die hat noch ca. 50% > Kapazität wie die anderen Zellen. Daran denken, dass der Akkupack 10 Stunden ruhte, bevor die Entladung begann. In der 2. Grafik ist zu sehen, dass sich die Zelle 3 innerhalb von 24 Stunden um 100% entläd und die Entladung dauerte noch zusätzlich 6 Stunden. Harald K. schrieb: > Das Thema sollte seit gut 15 Jahren ausgetanden sein. Nicht wenn man noch 35 Jahre alte Gerätschaften in Nutzung hat und nichts anderes in den dortigen Akkuschacht passt. Gebe mir Eneloop im Format Sub-C und ich bin sofort dabei. Der Volumen- und Gewichtsfaktor zwischen Sub-C und AA ist ca. 2,2 damit hätte eine Eneloop im Format Sub-C ca. 4400mAh und den halben Ri. Das würde perfekt passen. Hast welche? Michael B. schrieb: > Danach steigt die Selbstentladung der Zelle erheblich an. OK, dann kann man die Wegbrenn-Methode vergessen. Damit käme ich vom Regen vollends in die Traufe.
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Hans H. schrieb: > Jörg R. schrieb: >> Bild 1 ist eindeutig, die 3te Zelle ist platt. Die hat noch ca. 50% >> Kapazität wie die anderen Zellen. > > Daran denken, dass der Akkupack 10 Stunden ruhte, bevor die Entladung > begann. In der 2. Grafik ist zu sehen, dass sich die Zelle 3 innerhalb > von 24 Stunden um 100% entläd und die Entladung dauerte noch zusätzlich > 6 Stunden. Der Akku ist platt. Um welches Gerät geht es? Vielleicht ist ein Umbau auf 2S LiFePO4 möglich, natürlich mit entsprechender Ladeelektronik und BMS.
Harald K. schrieb: >> Kann man eigentlich NiMh und NiCd messtechnisch unterscheiden? > Ja, die Selbstentladung ist bei NiCd noch höher. Das bestreite ich energisch. > Und wenn die > NiMh-Zellen keine "ready-to-use"-Zellen sind ("eneloop"), dann will man > sich auch mit denen nicht beschäftigen. Zustimmung, ich hasse NiMH. Hans H. schrieb: > In der 2. Grafik ist zu sehen, dass sich die Zelle 3 innerhalb > von 24 Stunden um 100% entläd Dann ist sie eben kaputt, damit muß man sich leider abfinden. Hans H. schrieb: > Nicht wenn man noch 35 Jahre alte Gerätschaften in Nutzung hat und > nichts anderes in den dortigen Akkuschacht passt. ... wird man NiMH einbauen und sich mit deren gegenüber NiCd schlechteren Eigenschaften arrangieren müssen oder sich trennen. Was für Geräte sind das?
Manfred P. schrieb: > Das bestreite ich energisch. Mein erster Akkuschrauber wurde mit gleich zwei Akkupacks geliefert. Drin war ein Berg von NiCd-Zellen, und die entluden sich so schnell, daß man am Tag vor dem geplanten Einsatz des Akkuschraubers die Akkupacks unbedingt aufladen musste. Ich weiß jetzt nicht, was an diesem Dreck jetzt "besser" gewesen sein soll. Manfred P. schrieb: > Zustimmung, ich hasse NiMH. Wenn Du NiMh aus der vor-"eneloop"-Zeit meinst ... meinetwegen. Aber warum sollte man sowas noch herumliegen haben?
Es gibt gute Nachrichten, Zelle 3 hat sich bzgl. Selbstentladung erholt. Scheinbar hat ihr die Entladung auf 0V gut getan. Nach 24 Stunden liegen sank die Leerlaufspannung von 1.32V auf 1.29V und nach weiteren 24 Stunden auf 1.27V. Manfred P. schrieb: > ... ich hasse NiMH. Geht mir ebenso, ausgenommen Eneloop. Deswegen habe ich mit hoher Wahrscheinlichkeit beim letzten mal NiCd gekauft, weil die gefühlt 10 NiMh-Akkupacks davor jedes mal nach 1-2 Jahren liegen in den Müll konnten. Ob NiCd kann ich nicht verifizieren, da die Zellen in unbeschrifteten Papphülsen stecken. Nach ein paar Ladezyklen habe ich mal den noch teilgeladenen Akkupack mit 500mA geladen, bis Zelle 3 nach oben abwandert. Nach einer 5 min. Pause dann mit 500mA entladen. Offensichtlich ist Zelle 4 auch nicht mehr ganz gesund. In der 2. Grafik habe ich mal die beiden ungesunden Zellen ausgeblendet, die restlichen 3 Kennlinien sind nahezu deckungsgleich. So etwas sieht man selten. Eine Erklärung wäre, dass der Akkupack aus 3 guten und 2 schrottigen Zellen zusammengenagelt wurde. Denn wer merkt das schon. Wer bringt an einem neuen Sub-C Akkupack Balancerkabel an und wer hat die entsprechende Messtechnik, um die einzelnen Zellen im Zellverbund zu loggen.
NiCd kannst Du auf Null entladen, nur nicht belastet oder kurzgeschlossen liegen lassen. NiMH ist eigentlich sofort kaputt, wenn man unter 0,5 V kommt.
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