Forum: Fahrzeugelektronik digitale Temperaturanzeige


von Chris N. (bullischrauber)


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Hallo Elektronik Begeisterte,
Ich würde gerne bei meinem Bulli an allen 4 Zylindern die 
Abgastemperatur messen.
Dafü habe ich mir Temperaturfühler K besorgt und bereits auch schon 
eingebaut. Jetzt suche ich eine Anzeige, die alle 4 Zylinder anzeigt und 
sehr klein ist. Die Anzeige, die ich bisher gefunden habe zeigen nur 
immer 1 Wert und wären zu gross, um hinter der Radio Blende zu 
verschwinden.

Könnte mir jemand eine Schaltung herstellen mit einer separaten 
Digitalanzeige, so dass immer alle 4 Werte angezeigt werden ? Die 
Anzeige sollte möglichst dezent ausfallen und mit ca max. 6x4 cm hinter 
der Radioblende verschwinden.

Hätte jemand eine Idee und könnte mir helfen ?
Danke
Chris
von Mani W. (e-doc)


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Chris N. schrieb:
> Dafü habe ich mir Temperaturfühler K besorgt und bereits auch schon
> eingebaut.

Wo und wie eingebaut?
von Jack V. (jackv)


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Chris N. schrieb:
> Könnte mir jemand eine Schaltung herstellen mit einer separaten
> Digitalanzeige, so dass immer alle 4 Werte angezeigt werden ?

Was darf’s kosten? Also die fertige Anzeige, und die Arbeit, sie zu 
entwerfen?
von F. (radarange)


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Ach nö, wieder Auto-Elektronik.
Der Entwurf von sowas ist immer ausgesprochen schwierig. Darum musst du 
dich allerdings kümmern.
Wichtig ist jetzt nur, dass du für eine zuverlässige Messung deine 
Temperaturfühler auf keinen Fall mit anderen Leitungen verlängern 
darfst. Hast du darauf geachtet? Ernsthaft: Thermoelemente funktionieren 
etwas seltsam, da kommt es tatsächlich auf das Material der gesamten 
Leitung vom Messgerät zum Sensor an.

Zur konkreten Umsetzung: Am Einfachsten ist wohl, sich vier 
Thermoelement-Verstärker zu besorgen, diese mit einem Microcontroller 
auszulesen und dann auf einem kleinen Display anzuzeigen. Das lässt sich 
gut zusammenpacken und ist auch mit gut erhältlichen Modulen aufbaubar.
von Matthias B. (turboholics)


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https://ebay.us/m/yeuIxl

1:10 Anpassung der Abgastemperatur dazu, fertig.

VG
von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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Matthias B. schrieb:
> https://ebay.us/m/yeuIxl
>
> 1:10 Anpassung der Abgastemperatur dazu, fertig.

Wie stellst Du dir das vor, mit einem DS18B20 die Temperatur im 
Abgaskrümmer zu messen?
von Ralf X. (ralf0815)


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Magnus M. schrieb:
> Matthias B. schrieb:
>> https://ebay.us/m/yeuIxl
>>
>> 1:10 Anpassung der Abgastemperatur dazu, fertig.
>
> Wie stellst Du dir das vor, mit einem DS18B20 die Temperatur im
> Abgaskrümmer zu messen?

Einfach bei "turboholics" den turbo durch alko oder drogo austauschen.
von Chris K. (kathe)


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Chris N. schrieb:
> 4 Zylindern die
> Abgastemperatur messen.

Und wie sieht der Krümmer aus, nach welcher Zeit ist die Maximal 
Temperatur erreicht ?  Metall hat die eigenschaften Temperatur 
weiterzuleiten .... , also auch zurück zu den Sensoren  oder hast du 4 
getrennte Auspüffe?
Macht kein Sinn.
von Hans W. (hanswieland)


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Wozu will man beim Fahren die Abgastemperatur wissen? Und dann auch nich 
für jeden Zylinder einzeln. So ein Schnickschnack lenkt doch nur unnötig 
vom Führen des Fahrzeuges ab!
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Wozu will man beim Fahren die Abgastemperatur wissen?

Ist bestimmt ein RennBulli. :-D

Vielleicht nicht gerade bei einem Bulli, aber bei einem modernen Auto 
koennte sowas sinnvoll sein. Die sind ja heute so sensibel auf Kante, 
wenn da mal eine kleinigkeit haengt, sagen wir mal ein Einspritzventil, 
dann schmilzt da schnell das Metall im Zylinder. Da waere eine Anzeige 
welche einem schon vorher unregelmaessigkeit anzeigt sinnvoll. Leider 
aber wirkungslos weil man nie im passenden Moment kritisch drauf schaut. 
Also muss da auch noch ein "Beobachter" rein der einem warnt wenn etwas 
nicht dem ueblichen entspricht.
Bestimmt ein spannendes Project, aber der TO waere damit sicher 
ueberfordert.

Vanye
von Nick (b620ys)


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Hans W. schrieb:
> Wozu will man beim Fahren die Abgastemperatur wissen?

Ich hab gehört, dass es Leute gibt die sich ein 6-stelliges 
Tisch-Multimeter kaufen um damit zu kontrollieren, ob ein 7805 auch 
tatsächlich 5 V ausgibt.

Der Wunsch die Abgastemeratur pro Zylinder zu messen ist schon etwas 
speziell für Otto-Normalverbraucher. Aber schon Karl-Superverbraucher 
kann daran erkennen, ob ein Zylinder zu mager läuft.
Auf Motorprüfständen ist das völlig normal.
Den Sensor kann man ja thermisch vom Krümmer entkoppeln.

Sicherlich gibts sowas schon fertig in der Tuningszene. Da kann man sich 
zumindest Anregungen für geeignete Sensoren, Anzeigen und Messaufbauten 
holen.
von Hans W. (hanswieland)


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Nick schrieb:
> Auf Motorprüfständen ist das völlig normal.

Ja, und nur dort gehört es hin.
von Nick (b620ys)


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Hans W. schrieb:
> Ja, und nur dort gehört es hin.

Dann gibt es von dir also schon eine Rechtsvorschrift?

Ich schlag hier exklusiv für dich eine Verbotsliste von Geräten in 
Kraftfahrzeugen vor:
Radio, Navi, Regensensor, Schildererkennung, 
Innen/Aussentemperaturmessung, Abblendautomatik, Rückfahrkamera, 
Parksensor, Öltemperatur, Reifendrucksensor, ...
von B. (overdrive)


Angehängte Dateien:

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Vanye R. schrieb:
> Ist bestimmt ein RennBulli.

Kleine Abweichung zum Thema.
Typischerweise haben Hochleistungs 2Takter bei der Abstimmung oder 
Rekordversuchen ein EGT.
Auch UL-Flieger verzichten nicht darauf.
von Michael B. (laberkopp)


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Chris N. schrieb:
> und mit ca max. 6x4 cm hinter der Radioblende verschwinden.

Na ja, sehr klein

https://www.ebay.de/itm/198349072472

wäre 10x6cm.

Das hier

https://www.amazon.de/Thermometer-Thermoelement-Sensor-Tester-Hintergrundbeleuchtung-Temperatur-Instrument/dp/B07FKN6QJG

hat ein 'grosses Display' aber blöden Formfaktor, ebenso

https://www.amazon.de/J-Datenlogger-Thermoelement-Thermometer-4-Kanal-Anzeige-Echtzeit-Datenprotokollierung-ADJ-Kompensation-J-Thermoelement/dp/B0CBRKS253/ref=pd_aw_subss_hxwPER_sspa_mw_detail_m_sccl_1_5/257-7017322-8735002

also Display ausbauen und getrennt von der Elektronik hinter deine 
Blende.

Ein speziell für dich gebautes ist unrealistisch .
von Rainer W. (rawi)


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B. schrieb:
> Typischerweise haben Hochleistungs 2Takter bei der Abstimmung oder
> Rekordversuchen ein EGT.

JEDER Verbrennermotor besitzt eine EGT. EGT steht für "exhaust gas 
temperature", auf deutsch Abgastemperatur. Vergessen?

Deine Aussage macht keinen Sinn.
von Udo S. (urschmitt)


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Vanye R. schrieb:
> Vielleicht nicht gerade bei einem Bulli, aber bei einem modernen Auto
> koennte sowas sinnvoll sein. Die sind ja heute so sensibel auf Kante,
> wenn da mal eine kleinigkeit haengt, sagen wir mal ein Einspritzventil,
> dann schmilzt da schnell das Metall im Zylinder.

Es würde Sinn machen bei den alten luftgekühlten Bullis. Zumindest der 
T3 mit luftgekühltem Motor neigte zu gerissenen Zylinderköpfen. Aber 
dann würde ich eher die Kopftemperatur messen wollen.

Von wegen moderne Autos sind sensibel auf Kante.

Ich erinnere mich auch noch ungern an die BMW 6-Zylinder. Auch gerne 
gerissene Zylinderköpfe und dann Wasser im Öl mit ganz schnell 
Folgeschäden.
von Chris N. (bullischrauber)


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Danke für die vielevielenn Tipps.
Es handelt sich um einen luftgekühlten Motor mit erweitertem Hubraum und 
erhöhter Verdichtung.
Nur alleine über die Öltemperatur ist eine Kontrolle der 
Verbrennungstemperatur nicht möglich.
Es ist kein Rennbulli, aber im Süden auf Paßstrassen ist eine 
Überwachung der Kopf oder Abgastemperatur sehr sinnvoll.

Ich schaue mir die verlinkten Geräte mal an und melde mich dann 
nochmals.

Danke und viele Grüße
Chris
von Gerald B. (gerald_b)


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Thermoelemente gibt es in verschiedenen Temperaturklassen. Irgendein Typ 
K da reinfriemeln ist nicht zielführend. Die Versionen, die etwas 
Temperatur aushalten, haben z.B. Glasseide als Isolation des Messkabels.
von Frank O. (frank_o)


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Chris N. schrieb:
> Könnte mir jemand eine Schaltung herstellen mit einer separaten
> Digitalanzeige, so dass immer alle 4 Werte angezeigt werden ? Die
> Anzeige sollte möglichst dezent ausfallen und mit ca max. 6x4 cm hinter
> der Radioblende verschwinden.

Wäre das nicht die perfekte Situation mit den Mikrocontrollern 
anzufangen?
Da kannst du dann alles genau so bauen, wie du es brauchst und willst.
Bin sicher, wenn du unter "Arduino" nach deinem Problem suchst, wirst du 
schon einige Vorschläge finden.

Chris N. schrieb:
> Überwachung der Kopf oder Abgastemperatur sehr sinnvoll.

Absolut.
von Thomas (mercury3)


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Gerald B. schrieb:
> Thermoelemente gibt es in verschiedenen Temperaturklassen. Irgendein Typ
> K da reinfriemeln ist nicht zielführend. Die Versionen, die etwas
> Temperatur aushalten, haben z.B. Glasseide als Isolation des Messkabels.

Es gibt keinen "irgendein Typ K". Die sind genormt und kommen allenfalls 
in Genauigkeitsklassen daher. Die Wahl ist goldrichtig und wird im 
professionellen Bereich exakt so gemacht. BTDT
von Axel R. (axlr)


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Hast Du "sowas" verbaut?
https://www.sensorshop24.de/temperaturfuehler-passiv/einschraubfuehler/einschraubtemperaturfuehler-mit-m6-gewinde-und-17mm-einbaulaenge-mit-nicr-ni-typ-k

Hier kommt es tatsächlich auch darauf an, dass man das Kabel eben nicht 
verlängert, sondern sich die tatsächlich benötigte Kabellänge VORHER 
aussucht.

Der Link ist jetzt nur ein Beispiel. Ich habe meine Temperaturfühler 
(Destille) woanders gekauft, finde aber die Quelle gerade nicht.

Passend dazu gibt es solche kleinen "Platinchen", die einen passenden 
IC(MAX6675) drauf haben, wo man die Werte digital auslesen kann.
Wieder Beispiellink:
https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/arduino_-_thermoelementmodul_k-typ_max6675-282532
Jetzt braucht man "nur noch" 4 Chip-Select-Signale und einen SPI-Bus am 
/zB) ESP32 und kann die Temperaturen mitm Handy checken. Auch hierfür 
gibt es ne passende Anleitung (natürlich nur für ein einzelnen Sensor) 
bei zB. Instructables oder anderen Seiten:
https://randomnerdtutorials.com/esp32-k-type-thermocouple-max6675/

Ob Dir jemand sowas für n schmalen Taler baut? Keine Ahnung - ich hab da 
leider keine Ambithionen, eben weil die Grundvoraussetzungen (für mich) 
etwas naja - etwas schwammig sind.
von Axel R. (axlr)


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Man kann das auch anders auslesen und auf ein kleines OLED packen und 
dort ausgeben. Man muss keine Website basteln und das über WLAN aufs 
Handy schicken.
Was muss es denn kosten, welche Temperaturfühler sind verbaut, brauchst 
Du ein Gehäuse? Bist Du Dir im klaren, das das keine 100 und auch keine 
120€ kosten wird, sondern wahrscheinlich viel mehr? Was, wenn es am Ende 
dann "irgendwie" nicht geht? Man kann ja schlecht durch die halbe 
Republik fahren, wegen "sowas"? ?Besser wird es sein, jemand vor Ort zu 
finden, der sich tatsächlich damit auskennt und das schonmal (paarmal) 
gemacht hat.

Noch n Link
https://forum.arduino.cc/t/max6675-versus-max31855/485614
: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


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Axel R. schrieb:
> Hast Du "sowas" verbaut?
> 
https://www.sensorshop24.de/temperaturfuehler-passiv/einschraubfuehler/einschraubtemperaturfuehler-mit-m6-gewinde-und-17mm-einbaulaenge-mit-nicr-ni-typ-k
>
Wobei die mindestens bis 1000°C können müssen.
Aber ich denke die Seite des Problems hat der TO schon lange im Griff.
Ich glaube schon, dass er weiß was er tut.
von Axel R. (axlr)


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Frank O. schrieb:
> Aber ich denke die Seite des Problems hat der TO schon lange im Griff.
> Ich glaube schon, dass er weiß was er tut.

Ja - alles gut. Mich hätte halt die Einbausituation und die 
"Verlängerung", so denn stattgefunden, interssiert. Auch bin ich mir 
nicht sicher, wie die einzelnen, verfügbaren ICs das mit der 
Kaltkompensation machen. Wird hier von stur 20°CV ausgegeangen? 
Technisch ist das jetzt nicht soo die Hürde.
von F. (radarange)


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Das Problem ist, den Aufbau ordentlich durch die Fahrzeugspannung zu 
versorgen. Der Rest ist ziemlich einfach.
Wie gesagt: Microcontroller mit Arduino-Unterstützung, kleines Display, 
vier Thermoelement-ICs, fertig. Gibt's als Module und ist innerhalb von 
einer Stunde aufgebaut und programmiert, da man lediglich den 
Beispielcode anpassen muss.
Das Problem ist dann die elektrische und mechanische Integration in das 
Auto und das ist auch das, was richtig Aufwand und Kosten erzeugt.

Ob nun Kaltstellenkompensation stattfindet oder nicht, ist wohl bei den 
absoluten Temperaturen, um die es hier geht, relativ egal. Die ICs 
sitzen ja nicht im Motorraum, sondern irgendwo, wo die Temperatur 
relativ gleich bleibt. Die meisten Thermoelement-Verstärker haben 
allerdings eine eingebaute Kaltstellenkompensation, teuer genug sind sie 
ja.
Wichtig ist eben nur, wozu man sich bisher noch nicht geäußert hat, dass 
die Thermoelemente auch als Thermoelemente arbeiten können und genau 
dort die Temperatur messen, wo sie auch gemessen werden soll. Und das 
macht es unbedingt notwendig, die Thermoelementkabel auf keinen Fall 
zu verlängern. Wenn es unbedingt doch sein muss, kann man sich 
Verlängerungen aus Thermoelement-Anschlusskabel bauen (aber gut 
anschnallen, das Zeug ist teuer).
von R. L. (roland123)


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Axel R. schrieb:
> Auch bin ich mir
> nicht sicher, wie die einzelnen, verfügbaren ICs das mit der
> Kaltkompensation machen. Wird hier von stur 20°CV ausgegeangen?

die Temperatur am IC wird gemessen, beim MAX6675 mit einer Diode.

The device converts the ambient temperature
reading into a voltage using a temperature-sensing
diode.
von Thomas F. (igel)


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F. schrieb:
> Wichtig ist jetzt nur, dass du für eine zuverlässige Messung deine
> Temperaturfühler auf keinen Fall mit anderen Leitungen verlängern
> darfst.

Beim Ali gibt es für günstiges Geld passende Messleitungen:

https://de.aliexpress.com/item/1005002333647265.html

Und Stecker+Buchsen Typ K sind ebenfalls erhältlich. Damit kann man sich 
Verlängerungen bauen.
Die billigen gelb-orangen Stecker habe ich selber im Einsatz. 
Funktionieren problemlos.
von Frank O. (frank_o)


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Leistungen nicht verlängern, Kaltkompensation ect.
Hier geht es doch vor allem um die hohen Temperaturen und bei 800°C 
kommt es sicher nicht auf ein paar Grad Abweichungen an.
von F. (radarange)


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Frank O. schrieb:
> Leistungen nicht verlängern, Kaltkompensation ect.
> Hier geht es doch vor allem um die hohen Temperaturen und bei 800°C
> kommt es sicher nicht auf ein paar Grad Abweichungen an.

Für die ordentliche Funktion von Thermoelementen ist es unbedingt 
notwendig, dass es möglichst keine Materialübergänge über die 
Leitungslänge gibt. Wenn der dann auch noch irgendwo im warmen Motorraum 
stattfinden sollte, hat man mal eben schnell relativ große Abweichungen, 
was es zu vermeiden gilt.
Und das sehe ich ehrlich gesagt als größtes Problem bei dem ganzen 
Vorhaben. Der Rest ist ja letztendlich nur Module zusammenstecken und 
das irgendwie in ein Gehäuse fummeln, das ins Auto passt und eine 
Stromversorgung bereitstellen, die die Spannungsspitzen im Auto aushält.
von Chris N. (bullischrauber)


Angehängte Dateien:

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Hier seid echt Helden :-)
Hätte nicht gedacht soviel Aufmerksamkeit zu erregen !
Auf dem Bild könnt ihr das aktuelle Vorhaben erkennen. Es ist eine 
aufgebohrt Mehrstoffdichung und die Drähte werden nur gering gedrückt.
Die volle Länge des Fühlers wird bis zum Stecker genutzt und nicht 
verlängert oder gekürzt.

Folgender Plan....
K Sonde 4x in Abgasanlage oder am Zylinderkopf einsetzen

Mittels MAX31855 die Sonden anschließen und dann über einen 
Microcomtroler wie Arduino Nano auslesen so dass die Anzeige 
OLED-Display, z. B. 0,96 die 4 Werte anzeigen kann.
Soweit zur Theorie....
Die Sachen einbauen und anschließen könnte ich schon, nur an welcher 
Stelle die lange Leitung nach vorn ca 6 Meter eingeplant werden sollte 
kann ich nicht sagen.
Den Mikrocontroller programmieren kann ich auch nicht...

Für einen schmalen Taler soll das hier auch niemand machen.
Ich komme aus der Nähe von Köln und würde mich über ein Angebot freuen.
200-300 Eur wäre mir der Spaß wert.
Wenn etwas Vernünftiges dabei herauskommt sind Folgebestellungen sehr 
wahrscheinlich:-)

Da ich aktuell noch überlege ob es tatsächlich sinnvoll ist die 
Abgastemperstur zu messen und eher besser die Kopftemperstur sollte am 
grundsätzlichen Aufbau der Schaltung nicht viel ändern.

Danke
Viele Grüße
Chris
von Hans W. (hanswieland)


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Chris N. schrieb:
> Für einen schmalen Taler soll das hier auch niemand machen.
> ... 200-300 Eur wäre mir der Spaß wert.
> Wenn etwas Vernünftiges dabei herauskommt sind Folgebestellungen sehr
> wahrscheinlich

Ich glaube, du unterschätzt den Entwicklungsaufwand. Das Geld reicht nur 
für einen großzügigen Gefallen. "Folgebestellungen" könnten danach 
unverschämt gierig wirken.
: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


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Chris N. schrieb:
> Es ist eine
> aufgebohrt Mehrstoffdichung

Tut mir leid, aber dabei bekomme ich Augenkrebs.
Ich dachte mechanisch weißt du was du tust.
Dann bin ich mal hier raus.
von Norbert (der_norbert)


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Chris N. schrieb:
> Folgender Plan....
> K Sonde 4x in Abgasanlage oder am Zylinderkopf einsetzen

Was mich ein wenig verwundert, EGT wird stark durch das Gemisch 
beeinflusst (ROP/TOP/LOP), aber deutlich weniger durch die Belastung.

Wenn es also darum geht (die alpinen Bergfahrten), dann wäre eine CHT 
Messung um ein Vielfaches aufschlussreicher.
von Hans-Georg L. (h-g-l)


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Udo S. schrieb:

> Es würde Sinn machen bei den alten luftgekühlten Bullis. Zumindest der
> T3 mit luftgekühltem Motor neigte zu gerissenen Zylinderköpfen. Aber
> dann würde ich eher die Kopftemperatur messen wollen.
>
Das kann ich nicht bestätigen, mein T3 Turbo Diesel ist im Januar 40 
Jahre alt geworden. Am besten die Schalldämpfungswanne (Windel) unter 
dem Motor ausbauen. Da wird er ein bischen lauter aber viel kühler.

Edit: Der Turbo Diesel hat einen Kühler zusätzlich an der Front und 
nicht nur die hinteren Luftschlitze auf beiden Seiten und er hat einen 
Thermostat am Zylinderkopf der nach dem Abschalten die Öl-Umwälzpumpe 
weiterlaufen lässt damit der Motorblock gleichmäßig abkühlt.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Hans-Georg L. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>
>> Es würde Sinn machen bei den alten luftgekühlten Bullis. Zumindest der
>> T3 mit luftgekühltem Motor neigte zu gerissenen Zylinderköpfen. Aber
>> dann würde ich eher die Kopftemperatur messen wollen.
>>
> Das kann ich nicht bestätigen, mein T3 Turbo Diesel ist im Januar 40
> Jahre alt geworden.

Der war aber stets wassergekühlt.
von Chris N. (bullischrauber)


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Hans W. schrieb:
> Chris N. schrieb:
>> Für einen schmalen Taler soll das hier auch niemand machen.
>> ... 200-300 Eur wäre mir der Spaß wert.
>> Wenn etwas Vernünftiges dabei herauskommt sind Folgebestellungen sehr
>> wahrscheinlich
>
> Ich glaube, du unterschätzt den Entwicklungsaufwand. Das Geld reicht nur
> für einen großzügigen Gefallen. "Folgebestellungen" könnten danach
> unverschämt gierig wirken.

Hallo Hans,
Danke für deine Einschätzung.
Ich möchte auf keinen Fall nur um einen großen Gefallen bitten.
Wenn es nicht umsetzbar ist, dann ist es für mich auch eine Erkenntnis .
Danke
Viele Grüße
Chris
von Nick (b620ys)


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Frank O. schrieb:
> Tut mir leid, aber dabei bekomme ich Augenkrebs.

Nein, du bekommst vor Allem Minuspunkte von den selbsternannten 
Fachleuten hier. :-))


Ist doch nur ein Versuch! :-)
Spätestens wenn es den Sensor rausgenackelt hat, oder die Dichtung 
undicht wird, wird das ordentlich gemacht!
Ich bin davon ausgegangen, dass der TO irgend einen Sensor zum 
einschrauben hat und den dann knapp nach der Dichtung in den Krümmer 
schraubt (Mutter einschweißen).
Dann merkt er, dass das Gussteil aus einem hitzebeständigen Material ist 
und sich bescheuert schweißen lässt.
Aber Weichlöten könnte ja auch gehen. Zumindest warte ich noch auf den 
Vorschlag.


Ich hab mal vor einigen Jahrzehnten beim M48 (Panzer) den Auspuff 
autogen geschweißt. Das Grundmaterial war kaum flüssig zu bekommen. War 
nix anderes da, kaputt war er sowieso. Wie lange das gehalten hat, weiß 
ich nicht, das war während einer Wehrübung.
von Chris N. (bullischrauber)


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Frank O. schrieb:
> Chris N. schrieb:
>> Es ist eine
>> aufgebohrt Mehrstoffdichung
>
> Tut mir leid, aber dabei bekomme ich Augenkrebs.
> Ich dachte mechanisch weißt du was du tust.
> Dann bin ich mal hier raus.

Hallo Frank,
Dies war ein erster Versuch und du hast Recht eine eher unschöne 
Umsetzung. Die Dichtung ist 4mm dick und wird nur im Bereich der 
Verdickung gequetscht und nicht an der Stelle der Durchführung.
Sinnvoller ist hier ein aufgeschweißter Flansch mit verschraubten 
Sensor.

Also, alles wird gut und wenn es nicht gut ist,  ist es noch nicht 
fertig :-)

Viele Grüße
Chris
von Frank O. (frank_o)


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Nick schrieb:
> Ich bin davon ausgegangen, dass der TO irgend einen Sensor zum
> einschrauben hat und den dann knapp nach der Dichtung in den Krümmer
> schraubt (Mutter einschweißen).
Ich auch.
> Dann merkt er, dass das Gussteil aus einem hitzebeständigen Material ist
> und sich bescheuert schweißen lässt.
CuSi3?

Irgendwas in die Dichtung ist schon völlig bescheuert, aber einen Sensor 
darin kaputt quetschen.
Da haben noch mehr Leute nicht alle Latten am Zaun.
Ist bestimmt so ein Club: "Wie mache ich mein Auto selbst kaputt?"
Am Ende ist das Flammrohr noch an der Dichtfläche verbrannt.
Kann er einfacher haben und gleich sein Geld verbrennen.
Braucht man auch nicht programmieren.
: Bearbeitet durch User
von F. (radarange)


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Das Problem bei solchen Projekten ist, dass sie sich recht leicht 
beschreiben lassen. Die Module, die du brauchst, sind ganz gut 
erhältlich und die Programmierung ist nicht besonders komplex.
Aber: Wenn irgendwas nicht funktioniert, weil aus Unwissenheit wichtige 
Aspekte nicht genannt werden, weil sich die Hardware doch nicht als so 
geeignet herausstellt oder weil man Dinge anders machen will, wird 
derjenige, der dir das macht, nachbessern müssen. Und das ist einfach zu 
heikel, weil aus dem mal eben schnell umgesetzten Projekt so leicht ein 
ewiges Hin und Her wird. Man hat auch keinen Zugriff auf die Hardware, 
muss also immer warten, bis du dann irgendein Update aufgespielt hast 
usw.
Und das macht's teuer.
Die Programmierung ist tatsächlich relativ einfach, wenn du akzeptieren 
kannst, dass es nicht perfekt wird. Dann beschreibst du einfach dein 
Setup (Microcontroller-Board, Thermoelement-Verstärker, Display, wo und 
wie angeschlossen) und dein Ziel (Anzeige der einzelnen Temperaturen auf 
dem Display) und lässt dir von ChatGPT o.Ä. den Code generieren. Das 
wird zweckmäßig sein, aber nicht perfekt. Das ist aber auch egal, weil 
letztendlich niemand viel Aufwand einkalkulieren muss, das alles nochmal 
gemeinsam mit dir durchzudenken und mehrere Versionen erstellen zu 
müssen.

Und wie gesagt, die Schwierigkeit liegt eher dabei, eine saubere 
Versorgungsspannung bereitzustellen (die Verstärker sind empfindlich) 
und die Thermoelementleitungen in den Innenraum zu führen. Ob die 
Thermoelemente das mögen, so direkt im Abgasstrom zu sitzen oder es da 
Probleme mit Partikelansammlung geben könnte, kann ich nicht bewerten. 
Üblicherweise steckt man die aber in eine Metallhülse.
von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Ich bin davon ausgegangen, dass der TO irgend einen Sensor zum
> einschrauben hat und den dann knapp nach der Dichtung in den Krümmer
> schraubt (Mutter einschweißen).
> Dann merkt er, dass das Gussteil aus einem hitzebeständigen Material ist
> und sich bescheuert schweißen lässt.

Ist halt blöd wenn man den Krümmer nicht kennt, der ist nicht aus Guss.
von Manfred P. (pruckelfred)


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Frank O. schrieb:
> Irgendwas in die Dichtung ist schon völlig bescheuert, aber einen Sensor
> darin kaputt quetschen.
> Da haben noch mehr Leute nicht alle Latten am Zaun.

"quetschen" - Du hast schon einmal einen K-Fühler aus der Nähe gesehen?
Du kennst den Aufbau der Dichtung und dessen Eibausituation?

Der (bullischrauber) hat keine Ahnung von Elektronik, aber bzgl. der 
Mechanik scheint er zu wissen, was er tut.
von Frank O. (frank_o)


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von H. H. (hhinz)


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von Frank O. (frank_o)


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Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Aber es sollte vor allem zeigen, 
dass es fertige Lösungen gibt und sich schon andere Leute damit befasst 
haben
Vor allem die Halter für die Zündkerzen sind eine gute Lösung.
Diese Ringe werden anstatt der Dichtungen eingebaut.
Das sollte an den meisten Motoren funktionieren.
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Frank O. schrieb:
> CuSi3?

Hartlöten?!

H. H. schrieb:
> Ist halt blöd wenn man den Krümmer nicht kennt, der ist nicht aus Guss.

Ist aber noch blöder (und würde somit zu dir passen), wenn man davon 
ausgeht, dass es hitzebeständige Stähle nur als Guss gibt.
von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Ist aber noch blöder (und würde somit zu dir passen), wenn man davon
> ausgeht, dass es hitzebeständige Stähle nur als Guss gibt.

Depp.
von Frank O. (frank_o)


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Nick schrieb:
> Hartlöten?!

Müsste bei diesen Motoren funktionieren.
CuSi3 hat knapp über 1000°C seine Schmelztemperatur und dürfte mit etwas 
Abstand zum Flammrohr gut klappen.
Da kannst du die außen so schweißen (na ja, eigentlich löten) und dann 
durch die Gewindehülse bohren, wenn das überhaupt nötig ist. Vielleicht 
reicht ein Sensor der nur aufliegt?
Aber bevor man hier weiter macht, wäre auf der verlinkten Seite, in dem 
weiterführenden Link, auch noch andere Sensoren. Unter anderem welche 
für 1200°C.
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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H. H. schrieb:
> Depp.

Na, zumindest bist du einsichtig.
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