Auf Vaillant Heizungssteuerung Platine auf sekundär Seite sind beide Kondensatoren ausgelaufen. Nach dem Saubermachen und 2 Leiterzuge wiederherstellen läuft die Heizung wieder. Als Ersatz habe ich diese ausgesucht: https://mou.sr/4tQwXA4 Kann jemand bestätigen dass die für den Zweck gut sind? Oder was soll ich besser nehmen?
Höhere Spannungsfestigkeit meist auch größere Bauform. Ob der bei dir reinpasst (und auch der Abstand der Anschlüsse passt) kannst nur du wissen.
Kolja schrieb: > Als Ersatz habe ich diese > ausgesucht: https://mou.sr/4tQwXA4 Kann jemand bestätigen dass die für > den Zweck gut sind? Oder was soll ich besser nehmen? Das ist die Bestellnummer für die kurze, dicke Bauform - 12,5x15mm. Ich verwende in SNT gerne Panasonic EEU-FR1V471, die sind auch nur 16mm hoch.
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> Kann jemand bestätigen dass die für den Zweck gut sind? Ohne die Schaltung zu kennen, ja ich wuerde sagen das die schon ziemlich gut sind. > Oder was soll ich besser nehmen? Wie du auf der ersten Seite des Datenblatt sehen kannst steigt die Lebensdauer wenn die Teile groesser werden. Und damit ist das Volumen/Durchmesser gemeint. Wenn du also genug Platz auf der Platine hast(!) dann kann es sinnvoll sein welche zu kaufen die eine hoehere Spannungsfestigkeit haben weil sie dann groesser sind. Vanye
Platz ist reichlich da. https://www.grosshandel-hahn.de/produktbilder/500_VAILLANT_Leiterplatte_komplett_Nr_130826_-vab_w130826.jpg
Was recht aufschlussreich ist, ist die Lebensdauer der original verbauten Elkos: Shelf life at 0 V, 105 °C 1000 h.
Gerald B. schrieb: > Was recht aufschlussreich ist, ist die Lebensdauer der original > verbauten Elkos: Shelf life at 0 V, 105 °C 1000 h. Erstaunt mich nicht, es muss schliesslich billig sein und mit Serviceleistungen verdient man Geld. Das Auslaufen hat allerdings mit den 1000h/105° wenig zu tun. Da ist einfach die Qualität der Dichtung schlecht.
Christoph Z. schrieb: >> verbauten Elkos: Shelf life at 0 V, 105 °C 1000 h. > > Erstaunt mich nicht, es muss schliesslich billig sein und mit > Serviceleistungen verdient man Geld. Wenn man keine Ahnung hat und das Datenblatt nicht versteht ... Gemäß dem von hinz gezeigten Datenblatt ist der Elko von einem etablierten Markenhersteller (Vishay) mit ordentlichen Daten. Lebensdauer siehe Daten auf Seite 7. Ich kenne keine Anwendung, wo ein Elko spannugslos bei 105°C benutzt wird. Auslaufende Radialelkos sind nicht wirklich neu und passieren diversen Herstellern. Dieter W. schrieb: > Das ist die Bestellnummer für die kurze, dicke Bauform - 12,5x15mm. Beachte den Hinweis, je dicker, desto langlebiger: Vanye R. schrieb: > steigt die Lebensdauer wenn die Teile groesser werden. > Und damit ist das Volumen/Durchmesser gemeint.
Manfred P. schrieb: > Beachte den Hinweis, je dicker, desto langlebiger: Hoffentlich gilt das auch für Menschen. Laufe jetzt gleich zum Kühlschrank ...
Stephan C. schrieb: > Warum nicht Polymer? > > -> Panasonic EEH-AZS1V471B Zu kleiner ESR kann die Regelung durcheinander bringen.
Das ist natürlich blöd. Wollte noch einwerfen, dass bei einem dickeren Elko weniger Luft zwischen dem Elko und dem Trafo ist. Sollten 12.5mm Durchmesser und 20mm Höhe ok sein, dann vielleicht folgender: -> TDK B41896C7477M000
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Manfred P. schrieb: > Beachte den Hinweis, je dicker, desto langlebiger: > > Vanye R. schrieb: >> steigt die Lebensdauer wenn die Teile groesser werden. >> Und damit ist das Volumen/Durchmesser gemeint. Das kann man pauschal gar nicht so sagen, weil der genau entgegengesetzte Fall in einem SNT von der OC130 von DeTeWe darin laufend aufgetreten ist. Der 1000 µF 5V Elko oben links war mit 35V ausgelegt, und entsprechend groß, nur war der als erster immer platt (taub) und wurde durch einen 1k µF mit 6V oder 12 V ersetzt, und hielt danach viel länger. Die anderen 9 Elkos wurden ja auch ganz knapp an die Umax Grenzen projektiert, und hielten ähnlich aber etwas länger, bei den 4x Spanungen.
> Das kann man pauschal gar nicht so sagen, weil der genau > entgegengesetzte Fall Sowohl Panasonic wie auch hier im Thread Nichicon sagen es dir aber im Datenblatt. Aber natuerlich gibt es Einzeleffekte die sich ueberlagern koennen. Wenn ein grosser Kondensator dann naeher an einem Ort ist wo es heisser wird dann ist das ein anderer Effekt. Es gibt uebrigens noch weitere Effekte ueber den man lange diskutieren kann. :-) Das Problem besteht ja darin das das Elektrolyt im Elko verschwindet, entweder indem es direkt auslaeuft und sich durch die Platine aetzt, oder indem es einfach so weg ist und der Elko wie neu aussieht, aber der ESR rauf geht und die Kapazitaet runter. Was davon genau eintritt duerfte IMHO vom verwendeten Elektrolyten abhaengen. Da ruehren sich die Hersteller wohl alle ein geheimes Sueppchen zusammen. Ist aber viel Saft drin dauert es halt laenger bis er weg ist. Problem ist also letztlich die Haltbarkeit und Qualitaet der Dichtung. Ist es nun besser wenn man Elkos beim einsetzen verklebt oder sogar komplett vergiesst? Das wuerde die am Boden besser abdichten. Oder ist es eher schlecht weil die Teile bei Luftdruckaenderung schlechter "atmen" koennen? Oder wie wirkt sich die Montage der Platine, beziehungsweise der Elkos aus. Waere es von Vorteil wenn die typisch ueber Kopf montiert sind? Sollte doch weniger wahrscheinlich auslaufen. Ein anderer interessanter Effekt ist das loeten. Platinen werden heute immer automatisch bestuckt und geloetet. Aber wenn du auf der Platine einen fetten Elkos hast dann ist das fuer den Elko nicht moeglich weil bedrahtet. Es kann sein das der dann von Hand bestueckt und geloetet wird oder automatisch selektiv geloetet wird. (Das ist ein fahrbarer Springbrunnen mit Loetzinn.) Je nachdem wer und wie das Loetet, wie das programmiert ist, welches Lot und welche Temperatur eingestellt ist, was macht das mit der Abdichtung wo die Beine vom Elko durchs Gummi gehen? Ich wuerde erwarten das dies verschieden gut wird. Und was ist mit liegenden Elkos, heute ja selten geworden, die haben nur ein Loch im Gummipoempel. Klingt eigentlich auch besser oder? Der Hersteller des Elkos kann Fehler machen, der Hersteller von Teilen (Gummidichtung, Masterbatch, Elektrolyt) kann Fehler machen, der Entwickler kann Fehler machen, die Produktion kann Fehler machen, der Anwender/Installateur auch. Deshalb halten die Teile dann in der Praxis zwischen 5 und 50Jahren und keiner weiss es wirklch ganz genau und nur bei wirklich groben Fehlern ist es so schlecht das es in der Entwicklung bei Tests auffaellt. Aber immerhin sorgen die Teile fuer reichlich Gespraechsstoff und bei Bastlern fuer schnelle Erfolgserlebnisse. Das ist doch auch schon mal was. :-D Vanye
Vanye R. schrieb: > Aber immerhin sorgen die Teile ... bei > Bastlern fuer schnelle Erfolgserlebnisse Der Bastler tauscht die ausgelaufene Elkos. Der Profi die ganze Platine.
Kolja schrieb: > Der Bastler tauscht die ausgelaufene Elkos. Der Profi die ganze Platine. Das geht in die richtige Richtung, stimmt aber noch nicht ganz. Der Profi tauscht das ganze Heizungssteuerungsgerät. :o)
Christoph Z. schrieb: > Erstaunt mich nicht, es muss schliesslich billig sein und mit > Serviceleistungen verdient man Geld. Ach was, wenn das Gerät während der regulären Gewährleistung deswegen ausfällt verdient der Hersteller noch was extra daran? > Das Auslaufen hat allerdings mit den 1000h/105° wenig zu tun. Da ist > einfach die Qualität der Dichtung schlecht. Wer kann das eigentlich so pauschal sagen, vllt. waren ja auch die Betriebsbedingungen dort nicht ausreichend passend? Ein solcher Elko, und dazu noch beide, die knapp an der Grenze seiner Belastung arbeitet ohne große Reserven, der fällt dann vllt. mal eher aus. Und dabei wird wohl der Innendruck angestiegen sein, weil im Normalfall läuft ein Elko gar nicht, der trocknet nur innerlich aus.
Vanye R. schrieb: > Sowohl Panasonic wie auch hier im Thread Nichicon sagen es dir aber im > Datenblatt. Na was sagen sie denn im Datenblatt, erzähl mal, dass man Elkos weit über die idealen Betriebsbedingungen einsetzt, also für 3,3V einen dann mit 35V nimmt? Nur dass die Paramter dann auch nur für diese Spannung gelten und nicht für 1/10 davon, denn der Leckstrom steigt genau um den mehrfachen wert an, aber der max. Rippelstrom dafür nur um das Doppelte. Falsche Parametrierung der Bauteile führen dann schon zum vorzeitigen Ausfall, ich habe davon genug solcher Fälle, wie oben geschildert, erlebt. Wenn man zig solcher Netzteile repariert und dann in der zeitlichen Folge der betreffende Elko vom Hersteller dann doch geändert wurde, auf einen niedrigeren U-Wert, womit die Ausfälle an dem Bauteil dann zurück gingen. Da greift die Theorie genauwo wenig, wie dass man auf der Autobahn mit einem Ferrari prinzipiell schneller vorwärts kommt, egal ob Stau oder zähfließender Verkehr. > Aber natuerlich gibt es Einzeleffekte die sich ueberlagern > koennen. Wenn ein grosser Kondensator dann naeher an einem Ort ist wo es > heisser wird dann ist das ein anderer Effekt. Der Elko in einem SNT wird maßgeblich durch die inneren Rippelströme so warm, nicht durch die läppische erhöhte Außen-Temp., die kommt vllt. noch ungünstig dazu. > Es gibt uebrigens noch weitere Effekte ueber den man lange diskutieren > kann. :-) So man denn welche kennt ;-) > Das Problem besteht ja darin das das Elektrolyt im Elko verschwindet, > entweder indem es direkt auslaeuft und sich durch die Platine aetzt, > oder indem es einfach so weg ist .... Auslaufende Elkos haben nur 2x Gründe, einer davon ist durch termische Überlastung und der andere durch Alterung oder Materialermüdung. Was in der Folge passiert ist unwichtig, weil es immer die Funktion lahmlegt, die Ursachen dafür kann man aber voraussehen und gegensteuern mit den richtigen Bauteilen für den spez. Zweck. Man kann auch statt einem Elko x kleinere parallel schalten, dann sinkt das Ausfallrisiko um die Anzahl der Stk.Zahl. So wurde das in dem SNT bei dem EB der OC130 für die 42V und die 5V gemacht, die 3,3V und die ~53V hatten nur jeweils einen Elko im NT. Aber hier sind ja lauter Spezialisten als StammtischTheoretiker dabei, mehr als Minus-Punkte und langes Geschwätz wird es dann nicht.
Kolja schrieb: > Platz ist reichlich da. > https://www.grosshandel-hahn.de/produktbilder/500_VAILLANT_Leiterplatte_komplett_Nr_130826_-vab_w130826.jpg ja, ist die klassische PCB für die Vaillant Brennwertheizung, Gas. die Elkos kannst Du da einsetzen.
Dieter W. schrieb: > Ich verwende in SNT gerne Panasonic EEU-FR1V471, die sind auch nur 16mm > hoch. Vorteil?
die originalen waren low ESR long life, 1100mA bei 100kHz und 105C https://www.vishay.com/docs/28323/150rmi.pdf Wenn da 25mm Bauhöhe reinpassen, würde ich zu diesen hier raten: https://www.mouser.de/ProductDetail/Nichicon/UBW1H471MHD?qs=Wu4QelNNmeMKJYngndrUWw%3D%3D 135C und kann mehr Ripple ab, 1650mA bei 135C https://www.mouser.de/datasheet/3/497/1/e_ubw.pdf
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Kolja schrieb: > Der Bastler tauscht die ausgelaufene Elkos. Der Profi die ganze Platine. Der Profi tauscht die ausgelaufenen Elkos, der Depp die ganze Platine und der Halsabschneider das Gerät.
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