Forum: FPGA, VHDL & Co. Vivado 2026.1 Free Edition - Keine Linux Unterstützung mehr


von Johannes (jk1983)


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Ab dem neuen Release von Vivado 2026.1 wird leider in der freien 
Variante nicht mehr GNU/Linux als Hostsystem unterstützt. Nur noch ab 
der Core Variante mit einen Einstiegspreis von 1200$.

Quelle:

https://www.amd.com/en/products/software/adaptive-socs-and-fpgas/vivado/vivado-licensing-options.html#tabs-cbefba2790-item-68c20366cb-tab

Was haltet Ihr davon?
von Rick D. (rickdangerus)


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Johannes schrieb:
> Was haltet Ihr davon?
Abstand.

Bei Altera war das früher auch so und für mich damals ein Grund Xilinx 
zu verwenden.
Der Grund fällt nun weg.
von Andreas B. (bitverdreher)


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Rick D. schrieb:
> Johannes schrieb:
>> Was haltet Ihr davon?
> Abstand.

+1
Alles was Linux benachteiligt, fällt bei mir durchs Raster. Da zahl ich 
erst recht keinen Penny dafür.
Klar kann man (fast) alles auf virtuellen Maschinen laufen lassen, aber 
warum?
von Oliver D. (unixconf)


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fällt dann bei mir auch raus, nutze nur linux
von Cyblord -. (cyblord)


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Oh Mist, dann wird 2026 wohl auch wieder nicht das Jahr des Linux 
Desktops....
von Johannes (jk1983)


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Cyblord -. schrieb:
> Oh Mist, dann wird 2026 wohl auch wieder nicht das Jahr des Linux
> Desktops....

OT:

Bei mir ist der Linux Desktop seit 2007 Realität. Vorher Windows only. 
Hab ja bis ungefähr ~2021 noch Windows zusätzlich verwendet. Aber da 
Mircosoft für meinen uralt Prozessor (von 2008) offiziell kein Windows 
mehr anbietet, ist GNU/Linux nur mehr das einzige System, zusätzlich zu 
den *BSD Varianten.

Muss aber wirklich mal eine neues System kaufen, warte aber noch bis 
sich die RAM-Preise wieder auf angemessene Preise ein pendeln.
von Cyblord -. (cyblord)


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Johannes schrieb:
> Bei mir ist der Linux Desktop seit 2007 Realität.

Irgendwo müssen die 3% ja herkommen.

Aber als SW Bude lohnt es sich halt einfach nicht so eine extreme Nische 
zu unterstützen. Was dann wieder den Linux Desktop noch unattraktiver 
macht. Ein Teufelskreis.
: Bearbeitet durch User
von Andreas B. (bitverdreher)


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Cyblord -. schrieb:
> Oh Mist, dann wird 2026 wohl auch wieder nicht das Jahr des Linux
> Desktops....
Ist mir relativ wurscht was alle benutzen. So von wegen Fliegen und 
so....
Und das duerfte den meisten Linux Usern so gehen.

Cyblord -. schrieb:
> Aber als SW Bude lohnt es sich halt einfach nicht so eine extreme Nische
> zu unterstützen.
Hat wohl eher was mit unfaehigen Programmierern zu tun.
Es gibt auch andere: Pico Technology bekommt das z.B. sehr gut hin. 
Dreimal darfst Du raten, was bei mir auf dem Schreibtisch steht.
von Cyblord -. (cyblord)


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Andreas B. schrieb:
> Hat wohl eher was mit unfaehigen Programmierern zu tun.

Klar weil in der Welt von Klein-Andi bei allen SW Buden die 
Programmierer die strategischen Entscheidungen treffen. Und natürlich 
weil in der Welt von Klein-Andi der Support von mehreren 
Betriebssystemen keine zusätzlichen Entwicklungskosten bedeutet.
von Andreas B. (bitverdreher)


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Cyblord -. schrieb:
> Und natürlich
> weil in der Welt von Klein-Andi der Support von mehreren
> Betriebssystemen keine zusätzlichen Entwicklungskosten bedeutet.

Wo habe ich das behauptet?
Aber wenn man es richtig macht, ist der Aufwand sehr ueberschaubar.
von Cyblord -. (cyblord)


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Andreas B. schrieb:
> Wo habe ich das behauptet?

Dein Post erweckt den Eindruck du würdest das so annehmen.

> Aber wenn man es richtig macht, ist der Aufwand sehr ueberschaubar.

Alles relativ. Mit 3% Gesamtmarktanteil eines OS, selbst für einen 
kleinen Aufschlag bei der Entwicklung und beim Support einen 
einigermaßen guten Business Case zu basteln wird schwierig.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Neben dem Entwicklungsaufwand kommt vor allem der deutlich erhöhte 
Supportaufwand hinzu, da es doch immer wieder ein paar kleine 
Unterschiede zwischen den Host-Plattformen gibt. Und bei 
Linux-Distributionen sind da leider die Unterschiede deutlich größer als 
bei verschiedenen Windows-Versionen. Einige Hersteller setzen daher auf 
Installationssperren für nicht offiziell unterstützte 
Distibutionen/Versionen, aber nach einem Distributionsupgrade kommen 
dann ggf. die Probleme.

Und dann wenden sich die betreffenden Anwender an den Support, der all 
die relevanten Punkte dann erklären muss und ggf. ziemlichen Ärger 
ertragen muss. Es hilft überhaupt nichts, wenn irgendwelche Forennerds 
darüber philosophieren, dass nur Distribution X das einzig Wahre ist. 
Derjenige muss aber nicht den Personalaufwand für den Support bezahlen.

Die von AMD/Xilinx eingeführten Kosten für die Linux-Version spiegeln 
wahrscheinlich ziemlich genau diesen erhöhten Aufwand wider.
: Bearbeitet durch User
von Florian (flori_n)


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Johannes schrieb:
> Was haltet Ihr davon?
Ein kleiner Schub für Nanoxplore und Colognechip. Zwar voraussichtlich 
zu klein, um wirklich was zu bewirken, aber wer weiß.

Allgemein natürlich aus Nutzersicht eine blöde Entscheidung.
Allerdings kann man sich ja auch alte Versionen noch runterladen. Dann 
bleibt es halt bei 2025 oder früher.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Nachtrag:
Neben dieser eher noch technischen Sicht kommt auch noch hinzu, dass 
Linux in den USA als unkapitalistisch und somit kommunistisch gilt. 
Steve Ballmer hatte ja schon vor etlichen Jahren den Einsatz der 
Nationalgarde gegen Linux gefordert. Ich kann mir sehr gut vorstellen, 
dass AMD (und andere Unternehmen) angesichts der aktuellen politischen 
Situation auch ein paar "freundliche" Aufforderungen von Regierungsseite 
erhalten haben, nur noch strikt patriotischen Betriebssystemhersteller 
wie z.B. Microsoft zu folgen. Es gibt ja schließlich weltweit, 
insbesondere auch in Europa, etliche Bestrebungen, die Abhängigkeit von 
Microsoft-Produkten zu reduzieren. Folglich "müssen" die USA natürlich 
versuchen, dies zu verhindern.
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Cyblord -. schrieb:
> Andreas B. schrieb:
>> Hat wohl eher was mit unfaehigen Programmierern zu tun.
>
> Klar weil in der Welt von Klein-Andi bei allen SW Buden die
> Programmierer die strategischen Entscheidungen treffen.

Auch Nichtentwickler sollten leicht verstehen, daß es eine kluge 
Strategie ist, Abhängigkeiten zu vermeiden und flexibel zu bleiben.

> Und natürlich
> weil in der Welt von Klein-Andi der Support von mehreren
> Betriebssystemen keine zusätzlichen Entwicklungskosten bedeutet.

Der Support mehrerer Systemen verursacht vor allem Kosten im Support und 
nur in geringem Umfang zusätzliche Entwicklungskosten, solange es nicht 
um eine systemnahe oder besonders triviale Software geht. Im 
Zusammenhang mit dieser nur geringen Erhöhung der Entwicklungskosten, 
der Vermeidung von Abhängigkeit und der Steigerung der Flexibilität ist 
die plattformunabhängige Entwicklung daher auch dann sinnvoll, wenn 
zunächst dennoch nur eine Plattform bedient, und dadurch Aufwände für 
Marketing, Vertrieb und Support gespart werden.

Mir sind mehrere Unternehmen bekannt, deren Software zwar bereits für 
andere Plattformen vorbereitet ist und darauf auch regelmäßig getestet, 
aber bisher noch nicht dafür angeboten wird.
von Ein T. (ein_typ)


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Andreas S. schrieb:
> Und bei
> Linux-Distributionen sind da leider die Unterschiede deutlich größer als
> bei verschiedenen Windows-Versionen.

Nicht wirklich, aus Entwicklersicht sind die Unterschiede eher 
überschaubar und leicht zu beherrschen. Etliche Unternehmen belegen das 
ebenso wie viele OpenSource-Projekte mit ihrem üblichen Mangel an 
Entwicklerressourcen. Ich meine, mit Debian- und RPM-Paketen ist bereits 
der größte Teil des Marktes abgedeckt, schlimmstenfalls macht man es wie 
IBM und installiert mit einem Skript nach /opt. Man muß nicht jeden 
Exoten unterstützen.
von Ein T. (ein_typ)


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Andreas S. schrieb:
> Neben dieser eher noch technischen Sicht kommt auch noch hinzu, dass
> Linux in den USA als unkapitalistisch und somit kommunistisch gilt.
> Steve Ballmer hatte ja schon vor etlichen Jahren den Einsatz der
> Nationalgarde gegen Linux gefordert. Ich kann mir sehr gut vorstellen,
> dass AMD (und andere Unternehmen) angesichts der aktuellen politischen
> Situation auch ein paar "freundliche" Aufforderungen von Regierungsseite
> erhalten haben, nur noch strikt patriotischen Betriebssystemhersteller
> wie z.B. Microsoft zu folgen. Es gibt ja schließlich weltweit,
> insbesondere auch in Europa, etliche Bestrebungen, die Abhängigkeit von
> Microsoft-Produkten zu reduzieren. Folglich "müssen" die USA natürlich
> versuchen, dies zu verhindern.

Protektionismus und Lobbyismus existieren, keine Frage. Aber sie waren 
schon erfolglos, als die französische Gendarmerie und die italienischen 
Streitkräfte auf Linux umgestiegen sind, was auch wegen der hohen 
Interoperabilitäts- und Kompatibilitätsanforderungen des US-Militärs so 
reibunglos funktioniert, daß sowohl Frankreich als auch Italien sich 
mittlerweile für die Umstellung ihrer gesamten Verwaltungen entschieden 
haben.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Ein T. schrieb:
> Protektionismus und Lobbyismus existieren, keine Frage.

Wir sehen doch in Deutschland, dass ein anderes Parteibuch und ein paar 
gemeinsame Runden auf dem Golfplatz ausreichen, um schlagartig 
zigtausend Arbeitsplätze von OSS auf Microsoft-Produkte umstellen zu 
lassen. Und die aktuellen Bundesregierung hat doch im letzten Jahr auch 
ganz stolz verkündet, mit Microsoft einen umfangreichen Rahmenvertrag 
geschlossen zu haben.

> Aber sie waren
> schon erfolglos, als die französische Gendarmerie und die italienischen
> Streitkräfte auf Linux umgestiegen sind, was auch wegen der hohen
> Interoperabilitäts- und Kompatibilitätsanforderungen des US-Militärs so
> reibunglos funktioniert, daß sowohl Frankreich als auch Italien sich
> mittlerweile für die Umstellung ihrer gesamten Verwaltungen entschieden
> haben.

Ich habe selbst an einem Rüstungsprojekt gearbeitet, in dem von 
vornherein die Nägel fest eingeschlagen waren, dass die zugehörigen PCs 
ausschließlich unter Windows XP betrieben werden dürfen. Die Software 
musste sogar die Ausführung auf anderen Versionen erkennen und 
verbieten. Und das bei einem sehr umfangreichen System mit einer 
Einsatzdauer von mindestens vierzig Jahren. Aber so stand es nun einmal 
im Vertrag. Auch der Auftraggeber selbst war von diesem Passus 
angepisst, konnte ihn aber auch nicht mehr ändern, da damit das 
ursprüngliche Ausschreibungsverfahren hinfällig geworden wäre.
: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Ein T. schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> Und bei
>> Linux-Distributionen sind da leider die Unterschiede deutlich größer als
>> bei verschiedenen Windows-Versionen.
>
> Nicht wirklich, aus Entwicklersicht sind die Unterschiede eher
> überschaubar und leicht zu beherrschen.

Die Entwicklersicht ist hierfür fast völlig irrelevant. Aus 
kommerzieller Sicht ist (mit-)entscheidend, welcher Personalaufwand im 
Support entsteht. Und dieser ist höher bei mehreren unterstützten 
Plattformen. Gibt es nur Windows, kann man sich einfach eine Handvoll 
billiger Aushilfskräfte auf der Straße suchen, die schon einmal einen 
Maus in der Hand gehalten haben. Leute mit Linux-Erfahrung sind schon 
deutlich rarer. Und Leute, die die typischen Fallstricke bei mehreren 
Linux-Distributionen kennen, muss man ggf. erst noch schulen, bevor man 
sie an die First-Level-Hotline setzt. In Zeiten KI-basierten 
Supportsysteme verschieben sich allerdings diese Anforderungen ganz 
gewaltig, so dass es in der Tat wieder hinreichend preisgünstig sein 
kann, auch Support für linuxbasierte Installationen bereitzustellen.

Man darf bei der ganzen Thematik nicht vergessen, dass die allermeisten 
Anwender nur ihr etabliertes Desktop-Betriebssystem verwenden wollen und 
daher ihre Energie lieber darauf verwenden, Gründe gegen eine weiteres 
System zu finden, statt sich eben damit zu beschäftigen. Und 
dementsprechend "begeistert" ist natürlich auch der Support, wenn jemand 
ankommt und sagt: "Das ist doch alles scheiße und funktioniert eh nicht! 
Aber mein Chef hat mir befohlen, sie anzurufen."
: Bearbeitet durch User
von Oliver D. (unixconf)


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nein, Entwicklersicht und Personalaufwand sind irrelevant, da es 
nachwievor eine linux version gibt, nur nicht in der kostenlosen 
version.

Bis auf den zusätzlichen upload würde das denke ich keine mehrkosten 
verursachen.

Also der Gund für diese entscheidung liegt wohl doch an einer anderen 
stelle.

# zu den sticheleien ala 'wieder nicht das Jahr des Linux Desktops':

Mobilgeräte ~70 % (Android/Linux)
Server & Cloud: ~ 85 %
Home-Router: weit über >90%
Supercomputer TOP500: 100% seit jahren

denke mal Linus lacht darüber, genauso wie ARM vs Intel/AMD

die welt besteht nich nur aus dem was manche auf ihrem Tisch sehen :)
von Cyblord -. (cyblord)


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Oliver D. schrieb:
> Mobilgeräte ~70 % (Android/Linux)
> Server & Cloud: ~ 85 %
> Home-Router: weit über >90%
> Supercomputer TOP500: 100% seit jahren

Was hast du an "Linux DESKTOP" nicht verstanden?
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> # zu den sticheleien ala 'wieder nicht das Jahr des Linux Desktops':
>
> Mobilgeräte ~70 % (Android/Linux)

Also an einem Handy braucht man null Linux-Kenntnisse, andernfalls 
würden 99% der Handybenutzer scheitern.

Und um mit dem Bus zu Fahren braucht man keine Fahrerlaubnis.
: Bearbeitet durch User
von Udo K. (udok)


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Oliver D. schrieb:
> nein, Entwicklersicht und Personalaufwand sind irrelevant, da es
> nachwievor eine linux version gibt, nur nicht in der kostenlosen
> version.

Linux wird ja unterstützt - nur eben nicht mehr kostenlos.
Wer es verwenden will muss für den Support und die Entwicklung zahlen.
Ist doch ein sehr sinnvoller Ansatz.  Würden andere Projekte es genauso 
machen, wäre Linux heute schon bei über 10% Marktanteil 😊.
von Andreas B. (bitverdreher)


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Bradward B. schrieb:
> Also an einem Handy braucht man null Linux-Kenntnisse, andernfalls
> würden 99% der Handybenutzer scheitern.

Das gilt für heutige Desktops allerdings auch, jedenfalls auf dem 
Kenntnislevel der meisten Windows User.

Allerdings muß man hier auch mal festhalten, daß es in diesem Thread um 
elektronikbezogene SW geht. Und da dürfte auch der Anteil der Linuxuser 
erheblich höher sein als die besagten 3%.

Andreas S. schrieb:
> In Zeiten KI-basierten
> Supportsysteme verschieben sich allerdings diese Anforderungen ganz
> gewaltig, so dass es in der Tat wieder hinreichend preisgünstig sein
> kann, auch Support für linuxbasierte Installationen bereitzustellen.

Eben. Davon abgesehen ist der echte Support von SW schon seit Jahren 
nach Billiglohnländern ausgelagert. Sprich: Faktisch nicht mehr 
vorhanden.
Davon abgesehen wird der Supportaufwand bei Win auch sinken, wenn mehr 
Linuxversionen existieren (nämlich um den Betrag wie er beim 
Linuxsupport steigt). Es wird wohl wenige User geben die sich für beide 
OS die gleiche SW installieren.

Aber letztendlich eine Unternehmensentscheidung. Ich kaufe von solchen 
Unternehmen nichts und kann sehr gut damit leben. Die Unternehmen 
scheinbar auch und damit ist alles gut.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Andreas B. schrieb:
> Allerdings muß man hier auch mal festhalten, daß es in diesem Thread um
> elektronikbezogene SW geht. Und da dürfte auch der Anteil der Linuxuser
> erheblich höher sein als die besagten 3%.

Auch bei Elektronikentwicklern gibt es aber einige extrem 
veränderungsresistente Typen. Auch im FPGA-Bereich sind mir da bei 
Kunden schon ein paar äußerst heftige Fälle untergekommen.

> Es wird wohl wenige User geben die sich für beide
> OS die gleiche SW installieren.

Gerade Vivado ist aber solch ein Beispiel. Es funktioniert sogar ganz 
passabel, das GUI unter Windows zu nutzen und damit die Generierung 
(Kompilation, Synthese, P&R, usw.) auf linuxbasierten Buildservern 
anzustoßen. Man kann hierfür "problemlos" ssh-Kommandos usw. 
integrierten. Besonders schick ist dabei, dass bei Projektverzeichnissen 
auf Netzwerk-Shares der Jobstatus im GUI auch der Buildstatus auf 
anderen Rechnern automatisch angezeigt wird. Hierfür benötigt man keine 
weiteren Synchronisationswerkzeuge o.ä..
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Andreas S. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Protektionismus und Lobbyismus existieren, keine Frage.
>
> Wir sehen doch in Deutschland, dass ein anderes Parteibuch und ein paar
> gemeinsame Runden auf dem Golfplatz ausreichen, um schlagartig
> zigtausend Arbeitsplätze von OSS auf Microsoft-Produkte umstellen zu
> lassen.

Du spielst auf das zwischenzeitlich aufgegebene, jedoch Anfang dieses 
Jahres anscheinend wieder Fahrt aufnehmende LiMux-Projekt an. Dem 
Vernehmen nach hat dort allerdings noch ein bisschen mehr stattgefunden 
als ein paar Golfrunden und Parteibücher -- Koalitionspartner der 
Nachfolgeregierung war schließlich zuvor derselbe, der das Projekt 
überhaupt erst ins Rolle gebracht hatte, und trotzdem hat er den Abbruch 
des Projekts mitgetragen. Und am Ende hörte ich, daß das Projekt an 
manchen Stellen nicht gut gelaufen sei und obendrein auch noch von 
internen und externen Mitarbeitern sabotiert worden sei. Wenn solche 
Projekte nicht gut laufen, sie die Mitarbeiter nicht sonderlich gut 
einbinden und mitnehmen, dann entstehen innere und äußere Widerstände, 
die Wasser auf die Mühlen der Gegner solcher Projekte sind. Wenn dann 
politisch-ökonomische Entscheidungen wie die Verlagerung einer 
Unternehmenszentrale eine Rolle spielen, wird die Sache schwierig.

Nichtsdestotrotz ist das ja nur ein gescheitertes von vielen 
erfolgreichen Projekten, sowas kommt vor und ich wundere mich ehrlich 
gesagt, warum so oft nur dieses (bisher) anscheinend gescheiterte 
Projekt betrachtet wird, und die vielen erfolgreichen Projekte in 
Deutschland und Europa oft ignoriert werden. Vielleicht hat das auch mit 
dem großen Hype in der OpenSource-Welt zu tun, wo der münchener 
Migrationsbeschluß begrüßt, gefeiert, und als großer Beweis von Linux' 
Desktoptauglichkeit beworben wurde. Möglicherweise hat dabei auch eine 
Rolle gespielt, daß MS Deutschland in der Nähe von München sitzt, und 
man das "Evil Empire" also quasi vor der eigenen Haustüre besiegt hatte 
und sogar der unbeliebte Microsoft-CEO Ballmer eigens seinen Skiurlaub 
unterbrochen hatte, um Münchens Entscheidung für OSS und Linux in 
letzter Sekunde abzuwenden.

Davon abgesehen gibt es dem Vernehmen nach wieder eine neue Regierung in 
der bayerischen Landeshauptstadt, die die Annäherung an OpenSource und 
offene, freie Standards vorantreibt. Da müssen wir wohl abwarten, aber 
momentan sieht es eher danach aus, als sei der letzte Drops dort noch 
nicht gelutscht.

> Und die aktuellen Bundesregierung hat doch im letzten Jahr auch
> ganz stolz verkündet, mit Microsoft einen umfangreichen Rahmenvertrag
> geschlossen zu haben.

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, Du hast es zitiert: 
Protektionismus und Lobbyismus existieren, und es werden auch andere 
Möglichkeiten genutzt, solche Entscheidungen zu beeinflussen. Da Du ja 
selbst in dem Bereich tätig bist, kennst Du sicher selbst ein paar 
davon.

> Ich habe selbst an einem Rüstungsprojekt gearbeitet, in dem von
> vornherein die Nägel fest eingeschlagen waren, dass die zugehörigen PCs
> ausschließlich unter Windows XP betrieben werden dürfen. Die Software
> musste sogar die Ausführung auf anderen Versionen erkennen und
> verbieten. Und das bei einem sehr umfangreichen System mit einer
> Einsatzdauer von mindestens vierzig Jahren. Aber so stand es nun einmal
> im Vertrag. Auch der Auftraggeber selbst war von diesem Passus
> angepisst, konnte ihn aber auch nicht mehr ändern, da damit das
> ursprüngliche Ausschreibungsverfahren hinfällig geworden wäre.

Ja, so läuft sowas in Deutschland, da kann man nur mit dem Kopf 
schütteln und sich fragen, wer warum solche Entscheidungen trifft. Viele 
unserer Nachbarn in Europa sind da strategisch häufig klüger.
von Ein T. (ein_typ)


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Andreas S. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Andreas S. schrieb:
>>> Und bei
>>> Linux-Distributionen sind da leider die Unterschiede deutlich größer als
>>> bei verschiedenen Windows-Versionen.
>>
>> Nicht wirklich, aus Entwicklersicht sind die Unterschiede eher
>> überschaubar und leicht zu beherrschen.
>
> Die Entwicklersicht ist hierfür fast völlig irrelevant.

Das kenne ich aus unterschiedlichen Perspektiven, die nach meiner 
Wahrnehmung im Wesentlichen von der Kultur der betreffenden Entität 
abhängen. Ich kenne Unternehmen, bei denen die Entwickler und Sysops 
gefragt werden, und andere, bei denen einfach über die Köpfe der 
Fachleute hinweg entschieden wird.

> Aus
> kommerzieller Sicht ist (mit-)entscheidend, welcher Personalaufwand im
> Support entsteht. Und dieser ist höher bei mehreren unterstützten
> Plattformen. Gibt es nur Windows, kann man sich einfach eine Handvoll
> billiger Aushilfskräfte auf der Straße suchen, die schon einmal einen
> Maus in der Hand gehalten haben. Leute mit Linux-Erfahrung sind schon
> deutlich rarer. Und Leute, die die typischen Fallstricke bei mehreren
> Linux-Distributionen kennen, muss man ggf. erst noch schulen, bevor man
> sie an die First-Level-Hotline setzt.

Das ist nicht nur in der Wirtschaft eine reine Kosten-Nutzen-Relation. 
Ist der Supportaufwand geringer oder höher als die Gewinne? Das ist das 
Einzige, das dabei eine Rolle spielt.

> Man darf bei der ganzen Thematik nicht vergessen, dass die allermeisten
> Anwender nur ihr etabliertes Desktop-Betriebssystem verwenden wollen und
> daher ihre Energie lieber darauf verwenden, Gründe gegen eine weiteres
> System zu finden, statt sich eben damit zu beschäftigen. Und
> dementsprechend "begeistert" ist natürlich auch der Support, wenn jemand
> ankommt und sagt: "Das ist doch alles scheiße und funktioniert eh nicht!
> Aber mein Chef hat mir befohlen, sie anzurufen."

Natürlich, jedoch sehe ich andererseits auch einen Trend, vermehrt auf 
den Einsatz von webbasierter Software zu setzen. Das verändert die Dinge 
sehr: dadurch bleibt dem Betriebssystem vornehmlich die Aufgabe, einen 
Webbrowser auszuführen, was Windows, Linux, MacOS und andere problemlos 
können. Auch in anderer Hinsicht hat dieser Ansatz im Unternehmens- und 
Behördeneinsatz sehr große Vorzüge: anstatt eine Software auf n Geräten 
zu pflegen, kann das an einer oder wenigen Stellen zentral stattfinden. 
Und, mal ehrlich: Webapps von MS 365 über Google Docs bis hin zu 
PgAdmin4 und viele ähnliche beweisen, wie leistungsfähig webbasierte 
Ansätze heute sind. Deswegen vermute ich, daß die Betriebssystemdebatten 
tendenziell an Bedeutung verlieren werden.
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Andreas S. schrieb:
> Andreas B. schrieb:
>> Allerdings muß man hier auch mal festhalten, daß es in diesem Thread um
>> elektronikbezogene SW geht. Und da dürfte auch der Anteil der Linuxuser
>> erheblich höher sein als die besagten 3%.
>
> Auch bei Elektronikentwicklern gibt es aber einige extrem
> veränderungsresistente Typen. Auch im FPGA-Bereich sind mir da bei
> Kunden schon ein paar äußerst heftige Fälle untergekommen.

Er spricht davon daß es im Elektronikumfeld einen 
überdurchschnittlichen Anteil an Linuxnutzern gibt, und Dein 
Gegen"argument" sind ein paat Sturköpfe, die Dir begegnet sind? Und 
damit möchtest Du ernstgenommen werden?
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Vor Jahrzehnten hat Xilinx die FPGA-Entwicklungsoftware auch für 
Sparc-Workstations mit SunOS  (BSD, später SystemV angelehntes UNIX) 
geliefert, was sich mit dem Aussterben der Workstations dann erledigte.

Mir scheint es ohnehin weniger eine Diskussion um das OS als um den 
Preis zu sein.
Aber wahrscheinlich wäre die Aufregung seitens der Linux-Jünger nicht 
weniger groß, wenn für die Linux-Lizenz ein Zehntel oder ein Hunderstel 
des oben genannten aufgerufen wurde.
: Bearbeitet durch User
von Oliver D. (unixconf)


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Bradward B. schrieb:
> Aber wahrscheinlich wäre die Aufregung seitens der Linux-Jünger nicht
> weniger groß, wenn für die Linux-Lizenz ein Zehntel oder ein Hunderstel
> des oben genannten aufgerufen wurde.

hat aber auch nichts mit dem system zu tun,
wenn es die freie version für Windows nicht mehr gäbe würden sich auch 
einige aufregen.

Für ein 30euro hobby oder OpenSource projekt ist es nunmal ein NoGo eine 
Software nutzen zu müssen die hunderte von euro kostet.

Generell finde ich es doof für toolchains geld zu verlangen, ich zahl ja 
schon für die hardware.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Generell finde ich es doof für toolchains geld zu verlangen, ich zahl ja
> schon für die hardware.

Klar bspw. bei RasPiPico 4.10 € - das deckt natürlich neben den 
Hardware-Herstellkosten auch die Entwicklungskosten für IDE, libs, docs, 
...

Wer sich's halt nicht leisten kann für die tools zu zahlen soll sich ein 
anderes Hobby suchen. An der Ecke stehen und Leute vollpflaumen ist IMHO 
noch kostenlos. SCNR
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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Bradward B. schrieb:
> Klar bspw. bei RasPiPico 4.10 € - das deckt natürlich neben den
> Hardware-Herstellkosten auch die Entwicklungskosten für IDE, libs, docs,

SDK: kostenlos
libs: werden kostenlos mit dem SDK geliefert
docs: werden kostenlos zur Verfügung gestellt
IDE: Völlig freie Wahl. Man kann alles nehmen, was zZ. bereits existiert
Vielen reicht ein Editor und make
Debug: freie Software verfügbar für einen zweiten Pico
: Bearbeitet durch User
von Oliver D. (unixconf)


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Bradward B. schrieb:
>> Generell finde ich es doof für toolchains geld zu verlangen, ich zahl ja
>> schon für die hardware.
>
> Klar bspw. bei RasPiPico 4.10 € - das deckt natürlich neben den
> Hardware-Herstellkosten auch die Entwicklungskosten für IDE, libs, docs,
> ...
klar für 4.10Euro nicht, aber:

# Im Jahr 2024 verkaufte Raspberry Pi beeindruckende 5,7 Millionen 
Mikrocontroller # (RP2040 und RP2350).

> Wer sich's halt nicht leisten kann für die tools zu zahlen soll sich ein
> anderes Hobby suchen. An der Ecke stehen und Leute vollpflaumen ist IMHO
> noch kostenlos. SCNR
Und weil es für dich zu teuer war hast du das nun zu deinem hobby 
gemacht !?!?!

Linux wäre auch nicht so groß geworden wenn man nur kostenpflichtige 
kompiler nutzen könnte.

auch wenn ich es mir leisten könnte teure toolchains für meine 
opensource-projekte zu kaufen, wer es nachbauen/nutzen wöllte müsste das 
selbe
dann auch nochmal zahlen.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Sheeva P. schrieb:
> Er spricht davon daß es im Elektronikumfeld einen
> überdurchschnittlichen Anteil an Linuxnutzern gibt, und /Dein/
> Gegen"argument" sind ein paat Sturköpfe, die Dir begegnet sind? Und
> damit möchtest Du ernstgenommen werden?

Diese paar Sturköpfe, egal in welchem Bereich, sind aber genau 
diejenigen, die den größten Personalaufwand im First-Level-Support der 
Hersteller verursachen, weil sie nicht einsehen, dass heutzutage etwas 
anders gemacht wird als früher. Und dann kommen sie wieder und immer 
wieder an, um von dem Support die Wiederherstellung des alten Zustandes 
zu verlangen oder um sich einfach nur über den Ärger mit ihrem Chef und 
den bösen Kollegen zu beschweren.

Supportanfragen mit echten, klar formulierten Fehlerberichten werden von 
ordentlichen Herstellern hingegen gerne gesehen, da diese ja zu 
Qualitätsverbesserungen des Produktes führen.
von Andreas B. (bitverdreher)


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Bradward B. schrieb:
> Aber wahrscheinlich wäre die Aufregung seitens der Linux-Jünger nicht
> weniger groß, wenn für die Linux-Lizenz ein Zehntel oder ein Hunderstel
> des oben genannten aufgerufen wurde.

Noe, weil ich ja leider mit jedem PC eine Win Lizenz abdruecken muss.

Bradward B. schrieb:
> Wer sich's halt nicht leisten kann für die tools zu zahlen soll sich ein
> anderes Hobby suchen.

Noe, einfach Linux nutzen
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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Andreas B. schrieb:
> Noe, weil ich ja leider mit jedem PC eine Win Lizenz abdruecken muss.

Augen auf beim Computer Kauf.
von Andreas B. (bitverdreher)


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Norbert schrieb:
> Augen auf beim Computer Kauf

Hilft nichts. Die Auswahl ist dann sehr reduziert.
von W. M. (thematsche)


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Sheeva P. schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> Andreas B. schrieb:
>>> Allerdings muß man hier auch mal festhalten, daß es in diesem Thread um
>>> elektronikbezogene SW geht. Und da dürfte auch der Anteil der Linuxuser
>>> erheblich höher sein als die besagten 3%.
>>
>> Auch bei Elektronikentwicklern gibt es aber einige extrem
>> veränderungsresistente Typen. Auch im FPGA-Bereich sind mir da bei
>> Kunden schon ein paar äußerst heftige Fälle untergekommen.
>
> Er spricht davon daß es im Elektronikumfeld einen
> überdurchschnittlichen Anteil an Linuxnutzern gibt, und /Dein/
> Gegen"argument" sind ein paat Sturköpfe, die Dir begegnet sind? Und
> damit möchtest Du ernstgenommen werden?

Sag mal, war der letzte Satz hier wirklich notwendig?
Wird man damit ernst genommen?
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Andreas S.

Andreas S. schrieb:

> Es gibt ja schließlich weltweit,
> insbesondere auch in Europa, etliche Bestrebungen, die Abhängigkeit von
> Microsoft-Produkten zu reduzieren. Folglich "müssen" die USA natürlich
> versuchen, dies zu verhindern.

Wenn sich staatliche Akteure da reinhängen, sieht die Welt halt schon 
etwas anders aus.

Siehe
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Informationen-und-Empfehlungen/Freie-Software/freie-software.html
und
https://messenger.bwi.de/bwmessenger
als Beispiel.

Für privatwirtschaftliche Unternehmen gilt meine alte Leier:
"Bei nicht quelloffener Software hat der Ersteller der Software den 
Nutzer der Software in der Hand, was die Zukunft angeht. Er kann bei der 
Weiterentwicklung seiner Software die Lizenzbedingungen ändern und der 
Anwender muss folgen, will er nicht auf seiner alten Softwareversion 
festsitzen. Auch der Ersteller von quelloffener Software kann seine 
zukünftigen Lizenzbedingungen ändern, aber wegen der offenen quellen 
bzw. der offenen Dateiformate hat der User dann die Chance des 
Ausweichens, weil solche Projekte dann meistens aufgegriffen werden und 
aus den alten offenen Quellen weiterentwickelt werden. Daher kann eine 
Entscheidung für openSource wichtige strategische Vorteile haben. Wenn 
jemand Software veröffentlichen will, die wirklich "frei" ist, gibt es 
sonst kaum einen Grund, die Quellen nicht zu veröffentlichen und 
proprietäre Lizenzen abweichend von den anerkannten Open Source Lizenzen 
wie GNU-GPL, Creative Commons, BSD-Lizenz, MIT-Lizenz oder auch der 
CERN-OHW mit all ihren Unterabspaltungen zu verwenden, oder auch alles 
gleich gemeinfrei zu stellen. Daher kann eine Entscheidung für 
openSource wichtige strategische Vorteile haben."
aus 
https://www.mikrocontroller.net/articles/Schaltplaneditoren#Freeware_vs._Open_Source

Davon abgesehen: Der Hauptgrund warum Leute privat noch auf Windows 
herumkauen ist ihre Trägheit. Da helfen dann auch keine Argumente, wenn 
ich müde und fertig von der Arbeit komme und die Nase für alles zu dick 
habe.....das verstehe ich gut.

Ansonsten: Privat nutze ich seit 2002 oder so nur noch Linux. Auf der 
Arbeit habe ich Windows, aber auch einen Admin, der das pflegen muss.
Eine Zeitlang hatte ich vor über 10 Jahren mal parallel einen 
Zweitrechner auf der Arbeit, ein Vorgänger von dem, den ich regulär 
nutzte. Da hatte ich Linux installiert und einen Screenshot einer 
Windows Oberfläche als Desktophintergrund....;O)
War schneller und handlicher für das Tagesgeschäft........;O)

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
: Bearbeitet durch User
von Jack V. (jackv)


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Andreas S. schrieb:
> Und bei
> Linux-Distributionen sind da leider die Unterschiede deutlich größer als
> bei verschiedenen Windows-Versionen.

Seit Flatpack und AppImage sollte das weniger ein Problem sein.

Udo K. schrieb:
> Wer es verwenden will muss für den Support und die Entwicklung zahlen.

Das wird nicht aufgehen; wenn die zusätzlichen Kosten für die 
Linuxversion tatsächlich der Grund sein sollten, könnte also auch 
Folgendes passieren: Beim nächsten Major-Release wird mit Verweis 
darauf, dass kaum jemand die mindestens 1k2€ für das hingelegt hat, was 
er mit ’nem Windows in ’ner VM umsonst haben kann, und es sich daher 
nicht lohnen würde, der Linux-Support wegfallen.

Was den weiter oben angesprochenen Support angeht: Wer die kostenfreie 
Version nutzt, wird vermutlich sowieso nicht so schnell einen Menschen 
an die Strippe bekommen, sodass dieses Argument nicht völlig 
nachvollziehbar erscheint.
von Udo K. (udok)


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Bernd W. schrieb:
> Für privatwirtschaftliche Unternehmen gilt meine alte Leier:
> "Bei nicht quelloffener Software hat der Ersteller der Software den
> Nutzer der Software in der Hand, was die Zukunft angeht. Er kann bei der
> Weiterentwicklung seiner Software die Lizenzbedingungen ändern und der
> Anwender muss folgen, will er nicht auf seiner alten Softwareversion
> festsitzen.

Der Anwender besitzt die bezahlte SW und die tut auch in Zukunft was sie 
soll.  Es arbeitet nicht jeder gerne gratis für andere, dazu gehört 
schon viel fehlgeleiteter Ehrgeiz.
Hätte der OSS Entwickler einen Job der ihn erfüllt, würde er nicht den 
Job anderer ruinieren.  Sowas geht nur in Überflussgesellschaften eine 
Zeitlang gut.
von Jack V. (jackv)


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Udo K. schrieb:
> Hätte der OSS Entwickler einen Job der ihn erfüllt, würde er nicht den
> Job anderer ruinieren.  Sowas geht nur in Überflussgesellschaften eine
> Zeitlang gut.

Ohne dir zu nahe treten zu wollen: Ohne OSS würde es diese Gesellschaft, 
wie es sie heute gibt, nicht geben. Das Internet und so ziemlich alle 
daran hängenden Entwicklungen basieren auf freier Software. Viele Firmen 
könnten heute direkt zumachen, wenn es von jetzt auf gleich keine freie 
Software mehr geben würde, und so ziemlich alles würde zusammenbrechen. 
Insofern ist mir nicht ganz klar, worauf du hinauswillst.

Viele Entwickler haben übrigens einen Job, der sie aus- und erfüllt. 
Hinter Vielem, das heute als OSS veröffentlich wird, stehen Firmen, in 
denen eben diese Entwickler angestellt sind.
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Udo K.

Udo K. schrieb:

>> Für privatwirtschaftliche Unternehmen gilt meine alte Leier:
>> "Bei nicht quelloffener Software hat der Ersteller der Software den
>> Nutzer der Software in der Hand, was die Zukunft angeht. Er kann bei der
>> Weiterentwicklung seiner Software die Lizenzbedingungen ändern und der
>> Anwender muss folgen, will er nicht auf seiner alten Softwareversion
>> festsitzen.
>
> Der Anwender besitzt die bezahlte SW und die tut auch in Zukunft was sie
> soll.

Wie lange?
Bekomme ich sie auf einem neueren Betriebssystem zum laufen?
Bekomme ich sie auf neuerer Hardware zum laufen?
Wie viel Aufwand bedeutet es, passende alte Systeme am Laufen zu halten?
Gleiche Fragen zu Kompatibilität, Schnittstellen und Dateiformaten.
Ist Deine alte Version auch für zukünftige Aufgaben noch geeignet?

Kompatibilität und Schnittstellen sind bei proprietärer Software sowieso 
ein finsteres Kapitel. Warum sollen die sich auch kompatibel mit fremder 
Software machen, wenn sie viel lieber eigene Verkaufen wollen?

>  Es arbeitet nicht jeder gerne gratis für andere, dazu gehört
> schon viel fehlgeleiteter Ehrgeiz.
> Hätte der OSS Entwickler einen Job der ihn erfüllt, würde er nicht den
> Job anderer ruinieren.  Sowas geht nur in Überflussgesellschaften eine
> Zeitlang gut.

In einer Leistungsgesellschaft muss ich den Job machen den ich A) 
bekommen kann und B) auch noch so eben erledigen kann

Ein Job, der einen erfüllt, ist da Luxus.
Ein Job, der einen Überfordert, ist die Norm.

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
: Bearbeitet durch User
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Andreas S. schrieb:

> Diese paar Sturköpfe, egal in welchem Bereich, sind aber genau
> diejenigen, die den größten Personalaufwand im First-Level-Support der
> Hersteller verursachen, weil sie nicht einsehen, dass heutzutage etwas
> anders gemacht wird als früher.

Das mag sein, aber welche Rolle spielt das hier?
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Bernd W. schrieb:
> Für privatwirtschaftliche Unternehmen gilt meine alte Leier:
> "Bei nicht quelloffener Software hat der Ersteller der Software den
> Nutzer der Software in der Hand, was die Zukunft angeht. Er kann bei der
> Weiterentwicklung seiner Software die Lizenzbedingungen ändern und der
> Anwender muss folgen, will er nicht auf seiner alten Softwareversion
> festsitzen.

Schlimmer noch: der Hersteller einer proprietären Software hat den 
Kunden meistens auch die Herrschaft über ihre Daten entzogen. Für die 
meisten Nutzer ist es gleichgültig, ob sie mit einer Software X oder 
einer anderen arbeiten, solange sie mit beiden ähnlich schnell und 
komfortabel ihre Aufgaben erledigen können. Aber wenn sie nicht oder nur 
gegen Lösegeld an ihre Daten kommen, dann wird es... sagen wir, 
schwierig.

> Auch der Ersteller von quelloffener Software kann seine
> zukünftigen Lizenzbedingungen ändern, aber wegen der offenen quellen
> bzw. der offenen Dateiformate hat der User dann die Chance des
> Ausweichens, weil solche Projekte dann meistens aufgegriffen werden und
> aus den alten offenen Quellen weiterentwickelt werden. Daher kann eine
> Entscheidung für openSource wichtige strategische Vorteile haben.

Richtig, so geschehen etwa bei Hashicorps Terraform, als die Lizenz 
geändert wurde. Damit hat Hashicorp sich jetzt einen bialang sogar 
weitestgehend kompatiblen Wettbewerber namens OpenTofu geschaffen, und 
ob das am Ende den Geschäftsinteressen von Hashicorp dienlich sein wird, 
kann bezweifelt werden.
von Rick D. (rickdangerus)


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Bernd W. schrieb:
> Für privatwirtschaftliche Unternehmen gilt meine alte Leier:
> "Bei nicht quelloffener Software hat der Ersteller der Software
Seit wann ist denn die AMD/Xilinx-Software quelloffen?
von Udo K. (udok)


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Jack V. schrieb:
> Udo K. schrieb:
>> Wer es verwenden will muss für den Support und die Entwicklung zahlen.
>
> Das wird nicht aufgehen; wenn die zusätzlichen Kosten für die
> Linuxversion tatsächlich der Grund sein sollten, könnte also auch
> Folgendes passieren: Beim nächsten Major-Release wird mit Verweis
> darauf, dass kaum jemand die mindestens 1k2€ für das hingelegt hat, was
> er mit ’nem Windows in ’ner VM umsonst haben kann, und es sich daher
> nicht lohnen würde, der Linux-Support wegfallen.

Der Support fängt bei 1200 € an, was für eine ernsthafte Entwicklung 
nicht ins Gewicht fällt.
Mir persönlich ist es egal auf welchem OS die SW läuft, solange sie gut 
läuft.
Ich habe allerdings in den letzten Jahrzehnten in der Hardware 
Entwicklung fast nur Windows (von der IT supported) gesehen.

Könnte schon sein, dass es in der nächsten Major Release keine Linux 
Versin mehr gibt.
Man wartet halt mal auf den Aufschrei, und wenn der nicht laut 
ausfällt...

Jack V. schrieb:
> Ohne dir zu nahe treten zu wollen: Ohne OSS würde es diese Gesellschaft,
> wie es sie heute gibt, nicht geben. Das Internet und so ziemlich alle
> daran hängenden Entwicklungen basieren auf freier Software.

Das Internet basiert auf SW, die von sehr gut bezahlten Entwicklern 
spezifiziert und gebaut wurde.
OSS kam erst viel später.  In der Regel hängt OSS 20 Jahre hinterher.

> Viele Firmen
> könnten heute direkt zumachen, wenn es von jetzt auf gleich keine freie
> Software mehr geben würde, und so ziemlich alles würde zusammenbrechen.
> Insofern ist mir nicht ganz klar, worauf du hinauswillst.

Ja, wenn sie zu geizig sind Millionen für die Entwicklung eines 
passenden OS zu investieren,
oder überschaubare Lizenzgebühren für ein bestehendes OS zu zahlen?

Interessant ist das die Firmen sich jetzt OSS gratis schnappen, 
modifizieren und damit Milliarden verdienen.
Die Entwickler bekommen ein paar Euros - wenn sie Glück haben.
Ein Lehrbeispiel wie gut Kapitalismus funktioniert:  Gewinnne werden 
einkassiert, Verlusste und Kosten sozialisiert.
OSS ist nur möglich wenn es die Allgemeinheit querfinanziert.

OSS wird glorifiziert, um extrem leistungsorientierte und ehrgeizige 
Entwickler
heranzuzüchten, die auch nur dann einen bestbezahlten Job bekommen wenn 
sie schon
vor Arbeitsantritt die Arbeit gemacht haben.

Unsere langweilige Gesellschaft hat ein Problem mit der männlichen 
Jugend.
Die kann sich nicht mehr beweisen.
Früher mussste man einen Löwen erlegen, oder andere Mutprüfungen machen.
Es ist kaum eine Frau in der OSS Szene, warum wohl?

> Viele Entwickler haben übrigens einen Job, der sie aus- und erfüllt.
> Hinter Vielem, das heute als OSS veröffentlich wird, stehen Firmen, in
> denen eben diese Entwickler angestellt sind.

Erfüllt vielleicht, ausfüllt eher nicht.
Die Erfüllung sucht er am Abend vor richtig interessantem Code, den er 
nach seiner Vorstellung gestalten kann.
Vielleicht kann einer von 20 in der IT in DE technisch interresante und 
selbstbestimmte Arbeit machen?

Die Entwicklung dass Firmen zu OSS beitragen sehe ich auch positiv.
Sie tun das aber meist nur, wenn sie aus Imagegründen oder Lizenzgründen 
nicht drumherumkommen.

Wie gut Kapitalismus funktioniert, sieht man am Cloud Trend - dem sich 
nur mehr Pensionisten entziehen können.
OSS hat sehr vielen Marktbereichen das Wasser abgegraben.
Anstatt einfach Pleite zu gehen, erfinden Firmen sich in der Cloud neu. 
Wo übrigens die GNU GPL nicht gilt.
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Rick D.

Rick D. schrieb:

>> Für privatwirtschaftliche Unternehmen gilt meine alte Leier:
>> "Bei nicht quelloffener Software hat der Ersteller der Software
> Seit wann ist denn die AMD/Xilinx-Software quelloffen?

Guter Einwand, aber das Problem ist dadurch eher noch schlimmer.

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Udo K. schrieb:

> Ich habe allerdings in den letzten Jahrzehnten in der Hardware
> Entwicklung fast nur Windows (von der IT supported) gesehen.

„Richtige Hardware“™, also IC-Entwicklung, läuft seit Jahrzehnten 
ausschließlich auf Unixen.  Früher Solaris und HP/UX, mittlerweile 
Redhat Linux.  Natürlich von der IT supported, von wem sonst?

> Das Internet basiert auf SW, die von sehr gut bezahlten Entwicklern
> spezifiziert und gebaut wurde.

Sowas wie 4BSD meinst du nicht zufällig?

Spielt aber hier für das Thema eh keine Rolle.

Udo K. schrieb:
> Wer es verwenden will muss für den Support und die Entwicklung zahlen.
> Ist doch ein sehr sinnvoller Ansatz.  Würden andere Projekte es genauso
> machen, wäre Linux heute schon bei über 10% Marktanteil 😊.

Du meinst, wenn sie es für Windows gleichermaßen machen würden? ;-)

Klar, wäre ein sinnvoller Ansatz …
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> „Richtige Hardware“™, also IC-Entwicklung, läuft seit Jahrzehnten
> ausschließlich auf Unixen.  Früher Solaris und HP/UX, mittlerweile
> Redhat Linux.  Natürlich von der IT supported, von wem sonst?

Sieht im ASIC-Bereich zu dem auch die FPGA's zählen, nicht so aus.

Da läuft viel auf Windows und ja manchmal kann man sich auch ne 
Linux-Kiste dafür hinstellen lassen, aber da wird man auch gern vom 
IT-Support alleingelassen.
Was nicht schlecht sein muß, weil oft der User mehr zum Thema "Überleben 
unter Unix" kennt als der Win-Server certifizierte IT-Support.

Und auch von Windows kann man sich ggf. ein Terminal/ssh zum X-Server 
legen um dort nach dem Stand der Rechnung zu schauen.
: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bradward B. schrieb:
> Sieht im ASIC-Bereich zu dem auch die FPGA's zählen, nicht so aus.

Hängt von der Definition ab, was du alles zu "ASIC" zählst.

Meine Kolleg/innen nennen es jedenfalls auch so …
von Andreas B. (bitverdreher)


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Udo K. schrieb:
> Ich habe allerdings in den letzten Jahrzehnten in der Hardware
> Entwicklung fast nur Windows (von der IT supported) gesehen.

Mag sein, daß das in Eurer Firma so ist.
Was Entwicklung mit gängigen Programmiersprachen betrifft, kann ich mir 
das nicht so recht vorstellen. Aber gut: Masochisten gibt es überall. 
;-)

Udo K. schrieb:
> wäre Linux heute schon bei über 10% Marktanteil 😊.

Fällt mir gerade auf: Welcher Markt? Linux kostet nichts, hat also 
keinen  Markt. Folglich ist auch der "Markanteil" relativ wurscht, 
solange er hoch genug ist, daß sich welche finden, die das pflegen.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Udo K. schrieb:
> Ja, wenn sie zu geizig sind Millionen für die Entwicklung eines
> passenden OS zu investieren,
> oder überschaubare Lizenzgebühren für ein bestehendes OS zu zahlen?

Überschaubare Lizenzgebühren? Dann schaue Dir mal an, was früher, d.h. 
in den neunziger Jahre, die kleinsten RTOS-Lizenzen gekostet haben. 
Nucleus PLUS war noch eines der billigsten mit 20-40 k$ pro 
Produktlizenz. VxWorks hatte teils heftige Kosten pro Gerät, und 
Änderungswünsche ließen/lassen die sich äußerst fürstlich bezahlen. 
Einer meiner Kunden benötigte die Unterstützung von 64Bit-Typen für 
Datum/Uhrzeit; die Anpassung sollte gleich über eine Million Dollar 
kosten.

Viele heutigen Produkte, die auf ein ordentliches Betriebssystem 
angewiesen sind, wären überhaupt nicht auf den Markt gekommen, wenn da 
gewaltige Lizenzkosten für zugekaufte Software eingepreist werden 
müsste. Die allermeisten Produkte werden nämlich nicht in gigantische 
Stückzahlen verlauft, sondern in sehr moderaten Stückzahlen von 1-10.000 
Stück.

> Interessant ist das die Firmen sich jetzt OSS gratis schnappen,
> modifizieren und damit Milliarden verdienen.

Das trifft nur auf sehr wenige Unternehmen bzw. Produkte zu. Mit den 
allermeisten Produkten werden keine Milliarden (Dollar/Euro( verdient.

> Die Entwickler bekommen ein paar Euros - wenn sie Glück haben.

Unsinn. Entwicklungsprojekte auf der Basis von Open-Source-Software 
werden genauso gut bezahlt wie für andere Betriebssysteme. Ganz im 
Gegenteil gibt das Budget häufig sogar noch mehr Geld für Entwickler 
her.

Ob bzw. in welcher Form die OSS-Anteile dann veröffentlicht werden und 
gar in die Community zurückfließen, hängt ganz empfindlich von Projekt, 
Unternehmen und den Entwicklern ab. Seit kurzem arbeite ich auch mit 
Zephyr; mein aktueller, zahlender Kunde hat überhaupt kein Problem 
damit, dass ich die entsprechenden Codeanteile umgehend im offiziellen 
Github-Repository veröffentliche.

Ich hatte aber auch schon ganz andere Kunden, teilweise mit sehr 
schrägen Vorstellungen von OSS: "Das kann nicht sein, denn dann 
funktioniert unser Geschäftsmodell nicht. Wir kaufen einfach ein Linux 
von einem anderen Anbieter und müssen dann unsere Anpassungen nicht 
veröffentlichen".

Und einmal hatte ich einen Spaßvogel am Telefon, der mich aufforderte, 
sein Projekt für lau zu entwickeln, denn er hätte ja einen 
entsprechenden Anspruch gegen jeden, der seine Leistungen damit bewerbe, 
dass er auch an/mit OSS arbeite. Der Typ drohte mir dann auch gleich, 
mich zu verklagen, wenn ich mich weigern sollte. Ich finde es wirklich 
schade, dass er diese Drohung nicht umgesetzt hat, denn ich hatte mich 
schon so auf das Witzblatt namens Klageschrift und seine Blamage vor 
Gericht gefreut.

> Ein Lehrbeispiel wie gut Kapitalismus funktioniert:  Gewinnne werden
> einkassiert, Verlusste und Kosten sozialisiert.

Das macht "jeder" Mensch im privaten Bereich aber auch, häufig sogar, 
ohne sich dessen bewusst zu sein.

> OSS ist nur möglich wenn es die Allgemeinheit querfinanziert.

Also ich habe zwar auch schon für Open-Source-Projekte Geldspenden 
geleistet, aber ich wurde noch nicht zu einer Open-Source-Steuer 
herangezogen, auch wenn mancher das vielleicht gerne hätte.

> Unsere langweilige Gesellschaft hat ein Problem mit der männlichen
> Jugend.
> Die kann sich nicht mehr beweisen.
> Früher mussste man einen Löwen erlegen, oder andere Mutprüfungen machen.

Oh, der Herr Doktor Küchentischpsychologe hat gesprochen. Dass solche an 
den Haaren herbeigezogenen Vergleiche völliger Unsinn sind, ist Dir wohl 
entgangen.

> Es ist kaum eine Frau in der OSS Szene, warum wohl?

Der Frauenanteil in der OSS-Szene ist nicht geringer als in der 
Closed-Source-Szene. Bei meinen Zephyr-Arbeiten habe ich derzeit sogar 
mit zwei Frauen zu tun.

> Die Entwicklung dass Firmen zu OSS beitragen sehe ich auch positiv.
> Sie tun das aber meist nur, wenn sie aus Imagegründen oder Lizenzgründen
> nicht drumherumkommen.

Ein anderer wichtiger Aspekt besteht darin, dass sich die öffentliche 
Codebasis "wie von selbst weiterentwickelt". Hält man seine eigenen 
Anpassungen unter Verschluss, muss man bei jeder Aktualisierung des z.B. 
Betriebssystems seine eigenen Anpassungen händisch nachziehen; 
insbesondere bei Änderungen an API, Datentypen, usw. kann das 
mittelfristig deutlich lästiger sein als wenn man z.B. Treibercode 
gleich veröffentlicht und "dem Projekt" die Pflege und Weiterentwicklung 
überlässt.

> OSS hat sehr vielen Marktbereichen das Wasser abgegraben.

Dafür gibt es eben neue Marktbereiche.

> Anstatt einfach Pleite zu gehen, erfinden Firmen sich in der Cloud neu.
> Wo übrigens die GNU GPL nicht gilt.

Die GPL besagt in sehr verkürzter Form, dass derjenige, der ein Kompilat 
rechtmäßig erhalten hat, auch den Anspruch auf Herausgabe des Quellcode 
erhält. Niemand sonst. Bei Cloud-Diensten werden jedoch keine Kompilate 
herausgegeben, sondern nur die Nutzung der im RZ lokalisierten Software 
ermöglicht. Das ist etwas gänzlich anderes und eher damit zu 
vergleichen, dass jemand, der ein mittels GCC kompiliertes 
Closed-Source-Programm erhalten hat, auch nicht den Anspruch auf 
Herausgabe des Quellcodes erhält (, sofern das Programm nicht mit 
Bibliotheken verlinkt ist, die genau dies vorschreiben).
von Martin S. (strubi)


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Bradward B. schrieb:
>> „Richtige Hardware“™, also IC-Entwicklung, läuft seit
> Jahrzehnten
>> ausschließlich auf Unixen.  Früher Solaris und HP/UX, mittlerweile
>> Redhat Linux.  Natürlich von der IT supported, von wem sonst?
>
> Sieht im ASIC-Bereich zu dem auch die FPGA's zählen, nicht so aus.
>
> Da läuft viel auf Windows und ja manchmal kann man sich auch ne
> Linux-Kiste dafür hinstellen lassen, aber da wird man auch gern vom
> IT-Support alleingelassen.
> Was nicht schlecht sein muß, weil oft der User mehr zum Thema "Überleben
> unter Unix" kennt als der Win-Server certifizierte IT-Support.
>

Da muss ich widersprechen. Die professionelle Dollarware der üblichen 
Verdächtigen (Mentor, Cadence, Synopsys) läuft immer noch auf Unixen, 
werden auch auf selbigen entwickelt, und es gibt m.E. keine 
Bestrebungen, das zu ändern. Eine Menge Simulationsansätze würden unter 
Windows kaum effizient funktionieren.

Sorry an die Microsoft-Lobbyisten, aber alle ernsthaften Entwickler im 
Bereich FPGA/ASIC/SoC setzen typischerweise auf Linux-Desktop, auch 
schon mal schlicht aus Gründen der Effizienz und Skalierbarkeit. Den 
Distributionswildwuchs löst man elegant per Docker-Installation.

Was das Geschrei betreffend Änderungen der Lizenzpolitik angeht, nehme 
ich das schlicht achselzuckend zur Kenntnis. Dann bezieht man halt die 
Software aus einer anderen Quelle und bekommt erst noch einen fertigen 
Docker-Container, der einfach läuft und das die nächsten 10 Jahre. 
Solche pragmatischen Ansätze scheinen nicht alle Toolhersteller auf die 
Kette zu kriegen...
von Jack V. (jackv)


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Udo K. schrieb:
> Das Internet basiert auf SW, die von sehr gut bezahlten Entwicklern
> spezifiziert und gebaut wurde.

Dies ist schlicht falsch. Ein wesentlicher Teil der genutzten Software 
hat im universitären Umfeld unter einer freien Lizenz das Licht der Welt 
erblickt.

Es würde z.B. keine Millionen Webserver geben, wenn für jede 
Installation mehrere tausend Dollar im Jahr fällig gewesen wären. Die 
Webserver hätten sich nicht entwickelt, wenn Leute sie nicht verbessert 
und an ihre Bedürfnisse angepasst haben könnten („a patchy httpd“, falls 
jemand die Anspielung an den Webserver noch erkennt, der zu der Zeit 
deutlich über 90% des weltweiten HTTP-Traffics abgewickelt hat).

Aber wer mag, kann ja den IIS lizensieren und nutzen – es ist ja nun 
auch nicht so, dass man zur Nutzung freier Software gezwungen wäre.

Gleiches gilt entsprechend bei MTA, FTP-Servern, Datenbanken, 
Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen und sehr viel mehr von 
dem, das da noch alles so relevant ist.

Udo K. schrieb:
> Ja, wenn sie zu geizig sind Millionen für die Entwicklung eines
> passenden OS zu investieren,
> oder überschaubare Lizenzgebühren für ein bestehendes OS zu zahlen?

Verstehe ich dich richtig: Eine Firma soll entgegen aller Logik 
hingehen, richtig viel Geld in Software investieren, deren 
Funktionalität frei zur Verfügung steht, und sich von einzelnen 
Anbietern abhängig machen, weil deinem Narrativ nach die bösen 
Entwickler freier Software dir sonst den Arbeitsplatz wegnehmen?

Oder ist die Vorstellung, dass Leute, die Sachen für sich entwickeln, 
diese gefälligst nur gegen Geld zur Verfügung zu stellen haben? Oder am 
besten gar nichts erschaffen, weil das dir ja schließlich den Job 
wegnehmen würde?

Und die Kosten sollen dann auf die User/Kunden umgelegt werden, sodass 
sich sehr viel weniger Menschen den Zugang zum Netz überhaupt leisten 
können? Und dass auf der anderen Seite die volle Kontrolle über alles in 
der Hand einiger weniger Firmen lägen, die sich die Software leisten 
könnten, ist für dich eine gute Sache?

Das erscheint mir nun schon auch ein bisschen sehr realitätsfern, sorry. 
Aber zeichne gerne ein anderes Bild von dem, was deine Wunschvorstellung 
von ausschließlich geschlossener Software hervorgebracht haben würde.
: Bearbeitet durch User
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Jack V. schrieb:
> Verstehe ich dich richtig: Eine Firma soll entgegen aller Logik
> hingehen, richtig viel Geld in Software investieren, deren
> Funktionalität frei zur Verfügung steht, und sich von einzelnen
> Anbietern abhängig machen, weil deinem Narrativ nach die bösen
> Entwickler freier Software dir sonst den Arbeitsplatz wegnehmen?

Entschuldige bitte, Jack, aber ich befürchte, diese Diskussion führt zu 
nichts. Auch wenn Du vollkommen Recht hast, ist die Abneigung Deines 
Gegenübers so stark, daß kein noch so gutes Argument ihn dazu bringen 
kann, seine merkwürdigen Standpunkte zu überdenken. Ihm fällt doch nicht 
einmal der Widerspruch in seiner Argumentation auf, daß er genau den 
Kapitalismus für jedwede Softwareentwicklung wünscht, den er andernorts 
so harsch kritisiert. Und um ganz ehrlich zu sein glaube ich, daß seine 
Abneigungen gegenüber OSS so tief sitzen, daß er sich gar nicht damit 
beschäftigt hat und er sich daher auch nicht damit auskennt.
von Ein T. (ein_typ)


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Bernd W. schrieb:
> Für privatwirtschaftliche Unternehmen gilt meine alte Leier:
> "Bei nicht quelloffener Software hat der Ersteller der Software den
> Nutzer der Software in der Hand, was die Zukunft angeht.

Das betrifft nicht nur privatwirtschaftliche Akteure, sondern alle.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> "Bei nicht quelloffener Software hat der Ersteller der Software den
>> Nutzer der Software in der Hand, was die Zukunft angeht.
>
> Das betrifft nicht nur privatwirtschaftliche Akteure, sondern alle.

Manche Raubkopierszene hat manchen Soft- (und hardware-)Herstellern die 
Zukunft genommen. Es gilt also auch die inverse Relation.

https://www.spiegel.de/geschichte/computerspiel-raubkopien-fuer-c64-oder-amiga-die-cracker-szene-der-80er-a-0cfdedb2-40e9-436c-9c9b-8c16e35820af
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Bradward B. schrieb:
>>> "Bei nicht quelloffener Software hat der Ersteller der Software
> den
>>> Nutzer der Software in der Hand, was die Zukunft angeht.
>>
>> Das betrifft nicht nur privatwirtschaftliche Akteure, sondern alle.
>
> Manche Raubkopierszene hat manchen Soft- (und hardware-)Herstellern die
> Zukunft genommen.

Wie schön, daß Sie OpenSource mit Raubkopien gleichsetzen, das liegt 
vermutlich ganz auf der wirren Linie des Udo K.. Außerdem weiß ich gar 
nicht was Sie wollen, immerhin hat diese "Raub"kopier"szene" doch einem 
gewissen Rechtsanwalt aus München durchaus erkleckliche Honorare 
verschafft.

Darüber hinaus muß man schon ein besonderes Mindset haben, um die nicht 
einmal sexuelle Vermehrung von Bits und Bytes mit der "Wegnahme einer 
fremden beweglichen Sache" mit "Gewalt gegen eine Person oder unter 
Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben" (§ 
249 StGB) gleichzusetzen. Und erst Recht, OpenSource-Software in diesen 
Tatbestand einzuordnen.

Zuletzt möchte ich Sie erneut an die in diesem Forum üblichen 
Gepflogenheiten und technischen Vorgaben wegen der Zitatbezüge erinnern.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Wie schön, daß Sie OpenSource mit Raubkopien gleichsetzen,

Nope.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Bradward B. schrieb:
> Manche Raubkopierszene hat manchen Soft- (und hardware-)Herstellern die
> Zukunft genommen. Es gilt also auch die inverse Relation.

MS-DOS und MS Office hätte niemals die enorme Verbreitung erreicht, wenn 
es nicht so viele Raubkopien gegeben hätte. Das hat paradoxerweise aber 
gerade das Geschäft von Microsoft enorm angekurbelt und nicht 
geschädigt, denn wer zuhause mit einem geklauten MS Word schrieb, wollte 
im Büro dann eine legale Vollversion haben. Auch wenn Microsoft 
irgendwelche Milchmädchenrechnungen veröffentlicht, laut derer sie um 
etliche Phantastillionen Dollar geprellt worden seien.

Für andere Hersteller waren Raubkopien und Clones aber tatsächlich ein 
Todesstoß, was aber häufig auch daran lag, dass sie meinten, nicht 
ansatzweise marktgerechte Preise für ihre Originalprodukte durchsetzen 
zu können. Beispiele: IBM PC+AT, Apple II.

Ein großes Manko aller IBM PC (und Nachfolger) bestand darin, dass es 
keinen Reset-Knopf gab. Und Microchannel führte auch nicht gerade dazu, 
dass Heerscharen an Leuten von den Clones wieder zu IBM zuückkehrten. 
Wer ordentlich Wumms auf dem Bus haben wollte, nutzte EISA.
: Bearbeitet durch User
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Bradward B. schrieb:
>> Wie schön, daß Sie OpenSource mit Raubkopien gleichsetzen,
>
> Nope.

Si.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>>> Wie schön, daß Sie OpenSource mit Raubkopien gleichsetzen,
>>
>> Nope.
>
> Si.

https://youtu.be/pFjSDM6D500?t=48
von Andreas H. (ahz)


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Cyblord -. schrieb:
> Andreas B. schrieb:
>> Hat wohl eher was mit unfaehigen Programmierern zu tun.
>
> Klar weil in der Welt von Klein-Andi bei allen SW Buden die
> Programmierer die strategischen Entscheidungen treffen. Und natürlich
> weil in der Welt von Klein-Andi der Support von mehreren
> Betriebssystemen keine zusätzlichen Entwicklungskosten bedeutet.

Ich weiss ja nicht was "Klein-Andi" so empfiehlt, aber Groß-SlymeLord 
kann ja mal bei Firmen wir Cadence & al. vorsprechen und denen erklären, 
dass ihre Plattformentscheidungen Mist sind, weil Groß-SlymeLord das 
ganz anders sieht.

OMG. Ich dachte ja diese Kinderdebatte sei seit Jahren ausgestorben^^

/regards
von Markus W. (mwww)


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Was mich interessiert wäre, ob die (freie) Vivado Lab Edition dann auch 
kein Linux mehr supported. Weiß das jemand?

Die bezahlte Vollversion haben wir in der Firma auf einem (Linux-)Server 
laufen, angehängt an einen Lizenzserver. Aber die Lab Edition zum 
debuggen ist ja mitunter wild auf einzelnen Rechnern verteilt... .
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


Angehängte Dateien:

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Bezüglich der LabEdition-Variante (Programmer, Debug) und Linux:

Die Lab-Edition läuft lt. meinen Erfahrungen überwiegend auf 
Windows-Maschinen. Wohl weil man im Lab gerne Laptops nimmt, bei denen 
man mit Windows auf der sicheren Seite ist. Und es sind auch die anderen 
debug-tools (controller, etc) die sich sonst so auf dem Labrechner 
tummeln und eher Windows als "Untersatz" verwenden.
Manche Schnittstellentreiber die so ein Labrechner braucht zick gern mal 
unter Linux.

Genaue Infos dediziert zu 2026.01 lassen sich grad nicht finden, ich 
frag mal nen FAE die Tage.
Aber die 2025.02 sollte es als Konfig- und debugtool noch ein paar Jahre 
machen.
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8054671 wurde vom Autor gelöscht.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Bradward B. schrieb:
> Die Lab-Edition läuft lt. meinen Erfahrungen überwiegend auf
> Windows-Maschinen.

Welch eine Unsinnsantwort.

Laut meinen Erfahrungen trinkt die überwiegende Mehrheit aller Menschen 
Wasser. Also gibt es kein Bier und keine Milch.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Präzisierung, die Frage nach einer LabEdition 2026.1 auf Linux ist 
weitgehend zweckfrei (Begründung zweie drüber).

Keine unnötigen Sorgen machen, einfach weiterschaffen.
: Bearbeitet durch User
von Max M. (max_muster)


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von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> 
https://adaptivesupport.amd.com/s/question/0D5Pd00001aT5IcKAK/adding-linux-support-back-for-the-basic-free-version-of-vivado?language=en_US

Danke fürs flotte Teilen lder neuen Information, "mein" FAE wusste 
gestern noch nichts von der Kehrtwende.
von Andreas M. (amesser)


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Die werden von den Unis ausreichend auf den Sack bekommen haben. FPGAs 
gibt auch von anderen Herstellern...
von Ein T. (ein_typ)


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Andreas M. schrieb:
> Die werden von den Unis ausreichend auf den Sack bekommen haben. FPGAs
> gibt auch von anderen Herstellern...

Oder es war ein schlauer Marketingtrick: erstmal die Community mit der 
Abkündigung der freien Linuxversion triggern, alle Vögel fliegen hoooch, 
danach Kommando zurück: "wir sind nett und hören auf unsere Community". 
Großartige Wirkung zum Preis von zwei Pressemitteilungen. :-)
von Christoph M. (mchris)


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Wer in der heutigen Zeit denkt, die Wahl des Betriebssystems sei eine 
Entscheidung mit rein technischer Tragweite, dem ist nicht mehr zu 
helfen.
von Markus W. (mwww)


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Bradward B. schrieb:
> Die Lab-Edition läuft lt. meinen Erfahrungen überwiegend auf
> Windows-Maschinen. Wohl weil man im Lab gerne Laptops nimmt, bei denen
> man mit Windows auf der sicheren Seite ist.

Da haben wir wohl unterschiedliche Erfahrungen ;-) .

Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass man mit Linux unter Umständen 
erstmal etwas mehr frickeln muss, und man im Zweifelsfall nicht weiß, ob 
das Nichtfunktionieren nun am BS/Kabeltreiber usw. liegt. Aber wenn es 
einmal läuft, wie bei uns, nehmen wir es natürlich auch auf dem 
Linux-Desktop. Wobei ich bzgl. Linux/Windows nicht ideologisch verhaftet 
bin, ich nehme, was mir vom Werkzeug-Set und der Umgebung her gerade am 
besten passt.

Max M. schrieb:
> Sieht so aus als ob AMD seine Meinung geaendert hat:

Unser FAE hat uns heute auch ganz frisch informiert.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Zur Erfahrung FPGA-Handling im Labor:

> Da haben wir wohl unterschiedliche Erfahrungen ;-) .
>
> Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass man mit Linux unter Umständen
> erstmal etwas mehr frickeln muss, und man im Zweifelsfall nicht weiß, ob
> das Nichtfunktionieren nun am BS/Kabeltreiber usw. liegt. Aber wenn es
> einmal läuft, wie bei uns, nehmen wir es natürlich auch auf dem
> Linux-Desktop.

Ich bezog bei der Aussage zu Windows auf die Lab-Edition also 
Programmierung/Debug direkt am Target.

Bei der reinen Entwicklung/Simualtion werden auch viele Installationen 
unter Linux u.ä. eingesetzt. Und bei Rechnern zur Konfiguration auch 
Firware-Download genannt weniger den Desktop als Scripte (OK, ggf. 
werden die durch Klick auf ein Icon gestartet.)

In der Vergangenheit haben nicht nur die Kabeltreiber gezickt, auch das 
handling der verschiedenen Stromsparmodi am Laptop (Klappe zu -> alles 
schläft, Klappe auf -> alles bereit) funktionierte eher leididlich. Hat 
man noch mit älteren Bridge-Chips wie FX2 für USB zu tun, führte kein 
Weg an Windows im Laptop vorbei. Und der USB-Stick sollte schon mit 
einem FS formatiert sein, das Linux auch beschreiben kann, NTFS ist da 
für Probleme bekannt.

Mglw. sind ja diese Problem heutzutage gefixed, aber mancher halt so 
seinerErfahrung gemacht., die einen Linux-(Laptop)-Rechner in diesem 
Bereich zur zweiten Wahl machen.
: Bearbeitet durch User
von Rick D. (rickdangerus)


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Bradward B. schrieb:
> Ich bezog bei der Aussage zu Windows auf die Lab-Edition also
> Programmierung/Debug direkt am Target.
Auch da will ich kein Windows haben, was u.a. die Updates immer dann 
macht, wenn gerade der ungünstigste Zeitpunkt ist...
von Norbert (der_norbert)


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Bradward B. schrieb:
> Und der USB-Stick sollte schon mit
> einem FS formatiert sein, das Linux auch beschreiben kann, NTFS ist da
> für Probleme bekannt.

Ja ja. Gerade kurz nach dem Krieg (der erste, nicht der zweite) war die 
Situation diesbezüglich gar nicht gut.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Ja ja. Gerade kurz nach dem Krieg (der erste, nicht der zweite) war die
> Situation diesbezüglich gar nicht gut.

? Aus Sicht der Kriege der Ukraine vielleicht oder irgendeiner 
Afrika-Republik ... also seit 2021 kann Linux richtig mit NTFS umgehen, 
immerhin 28 Jahre nach Einführung dieses Standards.

Lt. Kollegen sind wohl MIPI Kamereas immer noch ein Problem für den 
Penguin, aber damit hat ja der gemeine User eher wenig zu tun. Und so 
richtig passt es wohl auch nicht in den thread hier, obwohl 
Videoverteilung schon eine wichtige FPGA-Anwendung ist.

* 
https://www.linux-community.de/ausgaben/linuxuser/2023/04/schwierige-inbetriebnahme-mipi-kameras-unter-linux/
: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bradward B. schrieb:
> immerhin 28 Jahre nach Einführung dieses Standards

Mit der gleichen d***lichen Begründung könnte man argumentieren, dass 
Windows 25 Jahre nach Einführung des Standards „ZFS“ damit nach wie vor 
nicht umgehen kann.

Microsofts eigener Standard für USB-Sticks und SD-Karten lautet 
allerdings nicht NTFS, sondern exFAT.

Aber was zum Geier™ hat das mit Vivado zu tun?
: Bearbeitet durch Moderator
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Microsofts eigener Standard für USB-Sticks
> Aber was zum Geier™ hat das mit Vivado zu tun?

"Laborrechner" dürfen/können in vielen Firmen nicht "ans Netz gehangen" 
werden und bekommen deshalb ihre Daten vom USB-Stick.

Im "Service" beim Kunden ist es oft auch nicht möglich sich übers 
Kundennetz die letzten Firmwarepatches und Dokumentationen zu ziehen.

* 
https://www.schule-und-familie.de/wissen-redewendungen/kategorie/woher-kommt-weiss-der-geier.html

Deshalb ist ein sicherer Zugriff auf transporttable Massenspeicher wie 
eben USB-Sticks essential für Labor-Laptops. Auch um beispielsweise die 
Screenshoots vom scope zwecks Dokumentation per Stick auf diese zu 
schieben etc. pp. .

BTW: der Einsatz von ZFS auf USB-Sticks gilt als problematisch.
: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bradward B. schrieb:
> Deshalb ist ein sicherer Zugriff auf transporttable Massenspeicher wie
> eben USB-Sticks essential für Labor-Laptops.

Bei uns genau umgekehrt: man muss Zirkus veranstalten, um irgendwo 
USB-Sticks durch zu bekommen.  Netz dagegen ist easy.

> BTW: der Einsatz von ZFS auf USB-Sticks gilt als problematisch.

NTFS wird dafür normalerweise eben auch nicht benutzt, sondern selbst 
Microsoft bevorzugt exFAT.  Aber man kann natürlich einen USB-Stick mit 
allem Möglichen formatieren, auch HFS, UFS oder ext4fs, und dann 
argumentieren, dass sich jeweils andere ja doof anstellen würden, damit 
nicht umgehen zu können.

Ich würde jetzt auch nicht unbedingt ZFS dafür benutzen, aber außer dem 
Aufwand für Export und Import sehe ich auch nicht, warum es nicht 
machbar sein sollte.
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