Mal eine Frage an die älteren Semester und sonstige Wissende: Es gab für das HP64000 System einen Pascal Compiler für den 8085. Ich habe hier den Quellcode eines Projektes aus den 80ern der ursprünglich dafür geschrieben wurde. Allerdings enthalten die Dateien den Hinweis das Anfang der 90er auf UNIX migriert wurde und der Code für den neuen Pascal-B Compiler angepasst wurde. Hat jemand eine Idee was das für ein Compiler gewesen sein könnte?
Mach einen Bogen um den Compiler, so groß wie irgend möglich. Ich hatte damals den Eindruck, dass wir die einzigen in .de waren die den hatten. Mit anderen Worten: dass ich der Einzige war... Falsche Syntax-Analyse, kaputte Code-Generierung, an dem Miststück war ALLES falsch. Ich habe damals einen IEEE488-Treiber und die Steuerung eines Ultraschall-PhasedArrays in Berlin geschrieben und hatte die Illusion "ich fahre mal eben zum Kunden heim ins Saarland und compiliere das an einem Vormittag", aber da wurden 4 Wochen draus. Ich echauffiere mich noch heute. Der In-circuit-emulator des HP64000 war allerdings klasse. Wenn Du was historisches restaurieren willst, dann nimm Pascal MT+ von Microsoft. Das funktioniert, die haben das fertig eingekauft. Turbo-Pascal oder UCSD gehen wohl nicht weil die nach P-Code übersetzen; das braucht zu viel Infrastruktur. Gruß, Gerhard
Geht es in der Frage um den "HP64000 Compiler" wie es im Betreff steht (dazu findet man genügend, inklusive die Software) oder um einen "Pascal-B Compiler" für ein unbekanntes Unix? Falls es um den "Pascal-B Compiler" geht wären Details zum Unix hilfreich, den gab es wohl für mehr als eine Unix Variante.
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Ja, das wird nach all der Zeit ein bisschen fuzzy.. Ich hab's mit einem der beiden Compiler geschrieben, das war aber als binary nicht mit vertretbarem Aufwand auf die HP zu transferrieren.
Dieter S. schrieb: > (dazu findet man genügend, inklusive die Software) Hier bietet https://en.wikipedia.org/wiki/HP_64000#Software_Development einen ersten Überblick.
Ich suche keine Hinweise auf den alten HP64000 Compiler selbst. Zu dem verwendeten UNIX gibt es keine Hinweise und sonst nur den Satz "AUF UNIX UEBERNOMMEN UND AN B-KOMPILER ANGEPASST" in einer Info Datei.
Sicher dass "B-Kompiler" das "B-Pascal" meint und nicht eine spezielle Version? Im Anhang ein Auszug aus "HP 64000 Logic Development System - Software Catalog" (5958-6020_Mar-1987.pdf) von hier: https://ftpmirror.your.org/pub/misc/bitsavers/test_equipment/hp/64000/support/5958-6020_Mar-1987.pdf
Das Unix bei HP war traditionell HP-UX, sehr einfallsreich! Das lief auch auf den HP-Workstations u.a. der Snakes-Serie, z.B. HP King Cobra und war HP's eigener Unix sysV-port. < https://www.openpa.net/systems/hp-9000_720_730_750.html > Der Nachfolger der Snakes sollte Intel's 432 Processor werden. Design by HP (weitestgehend), Intel als Prozess-Spezialist. Das war bekanntermaßen ein Schuss in den Ofen. Durchaus elegant, aber lahm & Flaute bei den Compilern. Ich habe noch einen HP17600 (oder 16700?) Logic Analyzer, da ist auch noch HPUX drauf. Erschreckend langsam, mit Snakes CPU. Man kann ihn übers LAN / X11 fernbedienen wenn man viel Zeit hat. Unbegreiflich, das das mal den Anspruch hatte, schnell zu sein. Gerhard
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Gerhard H. schrieb: > Ich habe noch einen HP17600 (oder 16700?) Logic Analyzer, HP16700. > Man kann ihn übers LAN / X11 fernbedienen wenn man viel > Zeit hat. Unbegreiflich, das das mal den Anspruch hatte, > schnell zu sein. Mit Hummingbird Exceed oder einem Linux-PC ließ sich das Teil doch ganz passabel fernbedienen. Der interne Bildschirm des HP16700 war ein bisschen klein, aber mit einem direkt angeschlossenen Zusatzbildschirm fühlte er sich an wie eine übliche UNIX-Workstation aus der damaligen Zeit. Bloß viiiel lauter. Wer eine wirklich lahme Workstation erleben wollte, musste sich mal eine Apollo DN3000 mit normalem UNIX statt des mittelmäßig erträglichen Aegis bzw. Domain/OS antun. Da dauerte die lokale Anmeldung schon ca. 20 Minuten, d.h. vom Eingeben von Username/Password bis zum erstern xterm. Wohlgemerkt ohne NIS/YP oder NFS-Heimatverzeichnis, sondern rein lokal. Apollo Computer wurde übrigens 1989 von HP gekauft, womit wir wieder (fast) beim Thema wären. Wikipedia schreibt, dass die "neuen" HP-UX-Workstations direkte Nachfolgeprodukte der alten Apollo-Kisten gewesen sein sollen und dass die Apollo-PRISM-CPU Pate gestanden haben soll für die PA-RISC von HP. Bis vor ein paar Minuten dachte ich, dass Apollo einfach nur "irgendein Zukauf" mit einer separaten Produktpalette für HP gewesen war.
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