Forum: PC Hard- und Software Typische Beschaltung USB Eingang µC gesucht


von Thomas (mercury3)



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Ich versuche gerade einen Raymarine AIS700 Transceiver/Splitter wieder 
zu beleben. Angeblich hat der keine Schiffe mehr erkannt bzw. keine 
entsprechenden Signale über NMEA ausgegeben.

Auf der Werkbank verhält der sich aber mit angeschlossenen Antennen 
soweit normal (läßt man die GPS Antenne weg, erscheint nach kurzer Zeit 
die rote Störungs LED, schließt man keine Sendeantenne an, erscheint 
ebenfalls nach dem ersten Sendeversuch die rote LED UND er schaltet sich 
ab [Schutz der Endstufe?])

Mit einem SDR kann man kurze Impulse auf den beiden AIS Frequenzen 
empfangen.

Soweit normaler Betrieb.

ABER: der USB Eingang zum Einrichten des Transceivers ist TOT. Beim 
Anschluß der Hauptplatine sinkt die Versorgungsspannung aus dem PC von 
5,1Volt auf 2,8Volt ab. Da liegt wohl ein Kurzschluß vor.

Nun ist das eine doppelseitig bestückte 4-lagige HF Platine, da suche 
ich mir einen Wolf.

Wie würde eine typische Schaltung für die Anbindung eines USB Eingangs 
an einen µC STM32F429 aussehen?

Das ganze wird noch komplizierter durch ein duale Versorgung des µC. Nur 
allein der USB Anschluß soll die LEDs aufleuchten lassen, genauso wie 
der Anschluß über die Hauptstromversorgung.

Es sein denn für die Konfiguration werkelt da nur ein EPROM.....
von Hans W. (hanswieland)


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Thomas schrieb:
> Wie würde eine typische Schaltung für die Anbindung eines USB Eingangs
> an einen µC STM32F429 aussehen?

Siehe Datenblatt Seite 227
https://www.st.com/resource/en/datasheet/stm32f427vg.pdf
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Was passiert, wenn du den AIS über SeatalkNG speist?

Das ist unabhängig vom USB.
Betreibe das Dings nicht ohne Antenne. Sind MMSI und Schiffsname bereits 
schon mal programmiert worden?  Firmware Updates können auch über 
SeaTalkNG und ein Lighthouse MFD eingespielt werden. Dazu sollte im MFD 
eine SD Karte mit den Updatefiles stecken.
: Bearbeitet durch User
von Gerd E. (robberknight)


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Thomas schrieb:
> ABER: der USB Eingang zum Einrichten des Transceivers ist TOT. Beim
> Anschluß der Hauptplatine sinkt die Versorgungsspannung aus dem PC von
> 5,1Volt auf 2,8Volt ab. Da liegt wohl ein Kurzschluß vor.

Hast Du ne Thermocam? Wenn ja, dann würde ich das USB anschließen und 
mit der Thermocam mal schauen wo es warm wird.

Andere Variante wäre den Stromfluss mit einem Aim-TTI I-prober zu 
verfolgen.
von Thomas (mercury3)


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Matthias S. schrieb:
> Was passiert, wenn du den AIS über SeatalkNG speist?
>
> Das ist unabhängig vom USB.
> Betreibe das Dings nicht ohne Antenne. Sind MMSI und Schiffsname bereits
> schon mal programmiert worden?  Firmware Updates können auch über
> SeaTalkNG und ein Lighthouse MFD eingespielt werden. Dazu sollte im MFD
> eine SD Karte mit den Updatefiles stecken.

Danke für den Hinweis! Tatsächlich hat ein Bootskollege das AIS als 
defekt entsorgen wollen und da ist noch SEINE MMSI drin, die muß auf 
jeden Fall ersetzt werden.

Wir haben ein altes C140W auf dem Schiff, damit könnte das evtl auch 
gehen? Ist nur schade das nicht hier auf der Werkbank machen zu 
können...
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Thomas schrieb:
> Tatsächlich hat ein Bootskollege das AIS als
> defekt entsorgen wollen und da ist noch SEINE MMSI drin, die muß auf
> jeden Fall ersetzt werden.

Das geht nicht ohne weiteres, denn die MMSI und der Schiffsname wird als 
'Write-Once' im AIS700 behandelt. Einmal geschrieben, ist ein 
Reprogrammieren mit ProAIS2 (der Windows Software) nicht möglich.
Anbei mal Belegung von Kabel und Steckern bei NMEA2000 aka SeatalkNG.
Zum Betrieb des AIS700 im aktiven Modus benötigst du eine zugewiesene 
MMSI und eine Funkgenemigung, gen. 'Zuteilungsurkunde', in der die 
Sendkefunkanlagen des Schiffes (Funk, AIS, Radar) erklärt sind. Dir wird 
ein Rufzeichen, eine ATIS Kennung und die MMSI zugewiesen. Für den Funk 
legst du eine kurze Prüfung ab.
Aich habe das alles schon mal eingerichtet, aber der Papierkram muss 
vorher erledigt sein.

MMSI und Schiffsname sind bei funktionierenden AIS700 übrigens im 
Vesselfinder zu finden. Ich gucke ab und zu mal da rein, um meine 
Installation zu verfolgen :-)
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Matthias S. schrieb:
> Das geht nicht ohne weiteres, denn die MMSI und der Schiffsname wird als
> 'Write-Once' im AIS700 behandelt. Einmal geschrieben, ist ein
> Reprogrammieren mit ProAIS2 (der Windows Software) nicht möglich.

D.h. wenn das Schiff umbenannt wird, muss das Gerät zwangsweise durch 
ein neues ersetzt werden?
von Thomas (mercury3)


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Matthias S. schrieb:
> Thomas schrieb:
>> Tatsächlich hat ein Bootskollege das AIS als
>> defekt entsorgen wollen und da ist noch SEINE MMSI drin, die muß auf
>> jeden Fall ersetzt werden.
>
> Das geht nicht ohne weiteres, denn die MMSI und der Schiffsname wird als
> 'Write-Once' im AIS700 behandelt. Einmal geschrieben, ist ein
> Reprogrammieren mit ProAIS2 (der Windows Software) nicht möglich.

> Ich gucke ab und zu mal da rein, um meine
> Installation zu verfolgen :-)

In der Anleitung wird von "Write Once" leider nicht geschrieben; da 
sieht das so aus als ob das auch für den Endanwender beliebig 
wiederholbar wäre. Professionelle Dienstleister und der ursprüngliche 
Verkäufer (SVB und ähnliche) können das definitiv; benutzen die eine 
andere SW?

Alles andere liegt vor (UKW, SRC, Zuteilungsurkunde etc.), ich müßte der 
BNA nur das aktive AIS nachmelden.
: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


Angehängte Dateien:

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So findet sich das in den 'Installation Instructions' auf Seite 11 
unten.
Ich gehe davon aus, das die Raymarine Händler eine andere Software 
haben.

Harald K. schrieb:
> D.h. wenn das Schiff umbenannt wird, muss das Gerät zwangsweise durch
> ein neues ersetzt werden?

Beim Namen bin ich nicht sicher, bei der MMSI aber schon.
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Matthias S. schrieb:
> bei der MMSI aber schon.

Oh, wie schön.

> To help mitigate against MMSI number exhaustion, manufacturers are
> required to cripple DSC-capable radios so that an MMSI number can
> only be entered once, which means that a device owner may not move
> the radio from one boat to another. This is especially egregious
> for hand-held VHF devices, for which a single MMSI number makes
> little sense.

https://en.wikipedia.org/wiki/Maritime_Mobile_Service_Identity#Exhaustion_of_MMSIs
von Thomas (mercury3)


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Harald K. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> bei der MMSI aber schon.
>
> Oh, wie schön.
>
>> To help mitigate against MMSI number exhaustion, manufacturers are
>> required to cripple DSC-capable radios so that an MMSI number can
>> only be entered once, which means that a device owner may not move
>> the radio from one boat to another. This is especially egregious
>> for hand-held VHF devices, for which a single MMSI number makes
>> little sense.
>
> 
https://en.wikipedia.org/wiki/Maritime_Mobile_Service_Identity#Exhaustion_of_MMSIs

Glücklicherweise gibt es da auch "Ausnahmen", dieses Raymarine Gerät 
gehört wohl nicht dazu. Mein zusätzliches "hand held VHF device" läßt 
sich jedenfalls beliebig umprogrammieren ;-)

Nur muß ich den Fehler trotzdem finden; selbst der "authorisierte 
Händler" wird es sonst als defekt zurückweisen.
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Thomas schrieb:
> Nur muß ich den Fehler trotzdem finden; selbst der "authorisierte
> Händler" wird es sonst als defekt zurückweisen.

Da das sowieso nur ein Spass ist, kannst du dann ja auch mal in den 
EEPROMs rumschnüffeln, falls die Kiste wieder laufen sollte.

Sehr ärgerlich ist, das die Kiste zwar intern GPS hat und die Daten auch 
versendet, aber über SeaTalkNG sie nicht zur Verfügung stellt. Man muss 
also trotzdem im NMEA Netzwerk einen anderen GPS Empfänger benutzen. Wir 
haben dann erstmal den im Lighthouse Display benutzt.
: Bearbeitet durch User
von Thomas R. (thomasr)


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Danke für die Info!

Ich packe das Ding dann mal wieder zusammen und versuche es über den 
Service. Vielleicht kommt da ja wenigstens ein Rabatt auf einen Neukauf 
raus. Wir möchten von passiv (AIS350) auf aktiv umrüsten und da wäre 
dieser schon praktisch (gleiche Familie).
von Rainer W. (rawi)


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Thomas schrieb:
> ... schließt man keine Sendeantenne an, erscheint ebenfalls nach dem ersten
> Sendeversuch die rote LED UND er schaltet sich ab [Schutz der
> Endstufe?])

Wie wäre es, wenn du für deine Testerei den Inkognitomodus einschaltest.

Matthias S. schrieb:
> Das geht nicht ohne weiteres, denn die MMSI und der Schiffsname wird als
> 'Write-Once' im AIS700 behandelt. Einmal geschrieben, ist ein
> Reprogrammieren mit ProAIS2 (der Windows Software) nicht möglich.

Dann ist ProAIS2 die falsche Software zum Ändern der MMSI. Der 
Raymarine-Händler kann das Gerät neu programmieren - sagt das Manual im 
Kap. 2.2.

("Wenn Sie die Nummer
 falsch eingeben oder wenn Sie sie ändern müssen, muss das Gerät von 
einem
 autorisierten Raymarine®-Händler neu programmiert werden.")
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Rainer W. schrieb:
> Dann ist ProAIS2 die falsche Software zum Ändern der MMSI. Der
> Raymarine-Händler kann das Gerät neu programmieren - sagt das Manual im
> Kap. 2.2.

Habe ich doch gesagt:

Matthias S. schrieb:
> Ich gehe davon aus, das die Raymarine Händler eine andere Software
> haben.
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