Hallo, ich baue gerade das Frontpanel meines PCs und will dort zwei Klinkenbuchsen installieren (Kopfhörer und Mic), bei denen die Kopfhörerbuchse 4-polig ist und somit auch als Headset-Buchse fungieren kann. Das ganze will ich an ein Intel-HD-Audio-Interface anschließen, das die Soundkarte bereitstellt (siehe Kapitel 2.3.5 im [Intel Front Panel I/O Connectivity Design Guide](https://cdn.hackaday.io/files/1626526958903168/600569-fpio-dg-rev1p1.pdf)) Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich die 4-pol Buchse vernünftig anschließen kann, im Speziellen die Detektierung vom Mikrofon. Die Buchse hat die 4 Pins als Kontakte und zusätzlich noch zwei weitere Kontakte, die geschlossenen sind, wenn ein Stecker eingesteckt ist. Man kann erkennen, ob ein 3-Pol oder 4-Pol-Stecker eingesteckt ist, indem man testet, ob Pin 3 und 4 kurzgeschlossen sind. In ASCII-Art ``` /*\ 1 (Links) \_/ |_| 2 (Rechts) |_| 3 (Masse) |_| 4 (Mic) ``` Das Intel-HD-Audio-Interface bietet 3 Leitungen an, um das Vorhandensein eines Kopfhörers und Mikrofons zu signalisieren: - SENSE_SEND muss mit SENSE1_RETURN verbunden sein, um zu signalisieren, dass ein Mikro angeschlossen ist. - SENSE_SEND muss mit SENSE2_RETURN verbunden sein, um zu signalisieren, dass ein Kopfhörer angeschlossen ist. Was ist jetzt erreichen will: Wenn ein 3-poliger Stecker ("nur" ein Kopfhörer) eingesteckt ist (3 und 4 sind verbunden), soll nur SENSE_SEND mit SENSE2_RETURN verbunden sein. Wenn ein 4-poliger Stecker (ein HEADSET) eingesteckt ist (3 und 4 sind nicht verbunden), soll SENSE_SEND mit SENSE1_RETURN und SENSE2_RETURN verbunden sein. Wisst ihr, wie ich das einfach hinbekomme?
Mit einem NPN Transistor kannst du die Spannung am Mic Anschluss der Buchse testen. Bei mehr als 0,7V schaltet er die LED eines Optokopplers ein, mit dem du SENSE_SEND+SENSE1_RETURN ansteuerst. SENSE_SEND+SENSE2_RETURN kannst du offenbar direkt mit dem Schaltkontakt der Buchse verbinden. Vorwiderstände nicht vergessen. Aus dem Bauch heraus würde ich mal 10k Ohm für den Transistor versuchen, und 1k Ohm für die LED vom Optokoppler.
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Danke für die Idee. Ich bin nicht sicher, ob ich das vollständig verstanden habe. Ich habe versucht, die Schaltung mal aufzumalen (siehe Anhang). Allerdings ist das Problem ja ein bisschen, dass erst einmal keine Spannungsquelle da ist. Meines Wissens ist auf der Microfonleitung keine angelegte Spannung, sondern nur das, was die Membran dort induziert, der Transistor würde also nicht wirklich durchschalten. Die andere Spannung von 1V habe ich mir jetzt einfach ausgedacht, die ist da aber von alleine nicht. Prinzipiell liegen daneben allerdings USB-Leitungen, also könnte ich sie mir wahrscheinlich von da klauen (5V dann). Wenn ich das jetzt mit Microcontroller und programmatisch lösen müsste, würde ich wahrscheinlich auf das Signal "Stecker wird eingesteckt" warten, dann testen, ob Pin 3 und 4 kurzgeschlossen sind (also beide auf Masse liegen) und anschließend auch mit einem Optokoppler(?) die SENSE-Leitungen verbinden, aber das wirkt viel zu umständlich. Hmm, wäre es möglich, den NPN-Transistor nicht zwischen PIN4 und PIN3 zu schalten, sondern zwischen VCC und PIN3 (PIN3 wird ja quasi zur Masse, wenn ein 3-Pol-Stecker eingesteckt wird, allerdings wäre dann bei einem 4-Pol-Stecker dauerhaft eine Spannung auf der Microleitung)?
Gerion schrieb: > Danke für die Idee. Ich bin nicht sicher, ob ich das vollständig > verstanden habe. Ich habe versucht, die Schaltung mal aufzumalen (siehe > Anhang). Genau so hatte ich es gemeint. Aber Vcc ist sicher nicht 1V (das wäre auch zu wenig) sondern wohl eher 5V vom USB. Gerion schrieb: > wäre es möglich, den NPN-Transistor nicht zwischen PIN4 und PIN3 zu > schalten, sondern zwischen VCC und PIN3 Nicht gut, weil er dann falsch herum schaltet und Störgeräusche von der Versorgungsspannung auf das Mikrofon einkoppelt. Der Mikrofoneingang hat schon eine Stromversorgung für Electret Mikrofone, die nutzt der Transistor aus. Mit Mikro wirst du etwa 1,5 bis 3 Volt an dem Pin haben. Ohne Mikro die höhere Leerlaufspannung (schätze 5 Volt). Mit einem Kopfhörer ohne Mikro hast du 0 Volt. Du weisst doch wie Electret Mikrofone funktionieren, oder?
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Ne, das war mir neu, dass auf der Mkro-Leitung eine Spannung anliegt, aber dann verstehe ich die Schaltung, denke ich. Ich nehme an, der 10 kOhm Widerstand begrenzt den Strom zwischen den Pins auf ein paar mA, und der 1 kOhm Widerstand ist sowieso der einzige Verbraucher auf dem Pfad? Ich habe jetzt mal einen PC817 Optokoppler geordert und hätte noch einen 2N2222A NPN-Transistor. Passen die Teile?
Gerion schrieb: > Ich nehme an, der 10 kOhm Widerstand begrenzt den Strom zwischen den > Pins auf ein paar mA Die Mikrofonspeisung ist schon vom PC aus auf 1-2 mA begrenzt. Ohne Widerstand würde deine Schaltung das Audio-Signal vom Mikrofon zu stark belasten. > Passen die Teile? Wahrscheinlich. Wenn alle Stricke reißen genügt der Verstärkungsfaktor von dem Transistor nicht. Aber das würde ich erst mal ausprobieren, bevor hier unnötiger Zusatzaufwand getrieben wird.
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Ok, danke schonmal für die Hilfe. Ich werde berichten, was dann dabei herauskommt.
Before connecting anything, it’s worth confirming which 4-pole standard is being used (CTIA or OMTP), since the microphone and ground pins are swapped between them. Intel HD Audio headers can also vary depending on the motherboard implementation. Checking the pinout in the schematic or measuring the connections with a multimeter can save a lot of troubleshooting time and help avoid wiring mistakes.
Hans W. schrieb: > Mit einem NPN Transistor kannst du die Spannung am Mic Anschluss der > Buchse testen. Bei mehr als 0,7V schaltet er die LED eines Optokopplers > ein, mit dem du SENSE_SEND+SENSE1_RETURN ansteuerst. Mit dieser Verschaltung wird aber auch ein Mikrofon erkannt, wenn gar kein Stecker steckt. Den Optokoppler besser zwischen SENSE1 und SENSE2 schalten, dann wird die Verbindung zu SENSE_SEND nur hergestellt, wenn der mechanische Schalter in der Buchse geschlossen ist.
Arne R. schrieb: > Mit dieser Verschaltung wird aber auch ein Mikrofon erkannt, wenn gar > kein Stecker steckt. Ja stimmt. Und guter Vorschlag!
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