Ich möchte eine .exe-Datei mit einem selbstgemalten Icon versehen. Wo ich die .ico-Datei in Visual Studio angeben muss, weiß ich. Prinzipiell funktioniert das auch schon so teilweise. Genauer gesagt, wenn ich im Explorer extra große, große oder mittlere Symbole auswähle, geht es, bei Details kramt er das ehemalige Icon der Datei raus. Mir ist bekannt, dass eine .ico-Datei mehrere Icons in unterschiedlicher Größe und Farbtiefe beinhalten kann. Meine Frage ist daher : Welche Auflösungen und Farbtiefen benötigt Windows 11, damit es in allen Lebenslagen mein Icon möglichst schön anzeigt ?
Flunder schrieb: > Meine Frage ist daher : Welche Auflösungen und Farbtiefen benötigt > Windows 11, damit es in allen Lebenslagen mein Icon möglichst schön > anzeigt ? https://learn.microsoft.com/en-us/windows/apps/design/iconography/app-icon-construction "Apps should have, at the bare minimum: 16x16, 24x24, 32x32, 48x48, and 256x256. This covers the most common icon sizes, and by providing a 256px icon, ensures Windows should only ever scale your icon down, never up."
Und dann kommen natürlich noch die Farbtiefen dazu - damals, also kurz nachdem die herumliegenden Dinosaurier mit dem Stinken aufgehört hatten, gab es tatsächlich Systee mit 4 Bit pro Pixel (und Farbtabelle), das ist der kleinste gemeinsame Teiler [sic] der Windows-Icons. Heute wird Windows selten mit weniger als 24 Bit Farbtiefe verwendet, wenn Dein Icon Farbverläufe o.ä. hat, solltest Du das berücksichtigen. Die "Human interface guidelines", aus denen "hmmm" da einen Teil verlinkt hat, dürften zu den am wenigsten gelesenen Werken der Weltliteratur gehören.
Harald K. schrieb: > Heute wird Windows selten mit weniger als 24 Bit Farbtiefe verwendet, > wenn Dein Icon Farbverläufe o.ä. hat, solltest Du das berücksichtigen. Wenn man sich per RDP verbindet wird ggf. eine geringe Farbtiefe verwendet, aber ich glaub da wird einfach nachträglich komprimiert statt dass in 4bit gerendert wird
Niklas G. schrieb: > aber ich glaub da wird einfach nachträglich komprimiert Nee, da wird schon die vom Client angegebene Farbtiefe verwendet, aber wenigstens heutige RDP-Clients kennen als kleinstes nur 15-Bit-RGB (d.h. 5 Bit pro Farbkanal). RDP arbeitet vollkommen anders als z.B. VNC.
Früher gab es solche Programme, mit denen konnte man solche Icons erstellen. Ob es da heute noch gibt? Jedenfalls würden die alles richtig machen.
Frank O. schrieb: > Früher gab es solche Programme, mit denen konnte man solche Icons > erstellen. Die gibt es auch heute noch. Das vom Threadersteller verwendete Programm ist so eines. Aber man muss halt wissen, in welchen Größen man sinnvollerweise so ein Icon anlegt - was für Windows 3.1 ausreichte (16x16 Pixel) sieht halt heute ... dürftig aus. Man kann mit Visual Studio sich übrigens auch die in anderen Programmen eingebetteten Ressourcen ansehen, und damit auch sehen, wie da die Icons aufgebaut sind, d.h. mit welchen Auflösungen und Farbtiefen diese vorhanden sind. Dazu braucht es keine *.ico-Datei, da reicht das reine *.exe-File aus. Beim Kompilieren des Programmes werden alle Ressourcen, d.h. Menüs, Dialoge, Icons und sonstiges Geraffel in das resultierende *.exe-File eingebaut, und Visual Studio kann das Resultat auch anzeigen und sogar bearbeiten. Datei öffnen, *.exe auswählen und bei "öffnen mit" den Ressource-Editor auswählen.
Flunder schrieb: > Meine Frage ist daher : Welche Auflösungen und Farbtiefen benötigt > Windows 11, damit es in allen Lebenslagen mein Icon möglichst schön > anzeigt ? Auflösung: 16, 24, 32, 40 und 48 reichen aus damit es gut ausschaut. Zumindest für klassische Desktop Programme. Moderne Programm die 1/4 des Bildschirms für Icons verwenden brauchen wohl mehr. Farbtiefe: 16-256 Farben reichen für Icons meist aus. Mehr Farben gehen natürlich auch, bringen aber bei Icons nichts. Für Dark-Theme brauchst du meist noch eigene Icons. Ich erzeuge die kleineren Icons aus einem 128x128 durch skalieren. Wenn was nicht gut ausschaut, dann optimiere ich händisch.
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Udo K. schrieb: > Moderne Programm die 1/4 des Bildschirms für Icons verwenden brauchen > wohl mehr. Moderne Computer benutzen in der Regel keine Monitore mit SVGA-Auflösung (800x600).
Es macht ja Sinn, für kleine (z.B. 16x16) Icons ein anderes zu haben als für Größere, wo man mehr Details einbauen kann. Aber für alles über 32x32, würde ich einfach SVG nehmen. Unter Linux schon seit Jahren problemlos möglich, aber ich glaube Windows und Mac sind hier immer noch sehr rückständig, und können das auch Heute noch nicht. Trotzdem, würde ich mit einem SVG anfangen. Das dann halt in den diversen Grössen rendern (16,24,32,48,64,128,256,512,1024,2048,...), und eventuell die kleinen etwas nachbearbeiten.
Daniel A. schrieb: > Aber für alles über > 32x32, würde ich einfach SVG nehmen. Das sieht Windows nicht vor; *.ico ist eine Sammlung von Bitmaps mit Transparenzinformation. Daniel A. schrieb: > Das dann halt in den diversen Grössen rendern Genau. Bessere Icon-Editoren als Visual Studio sollten das können.
Daniel A. schrieb: > Unter Linux schon seit Jahren problemlos möglich, aber ich glaube > Windows und Mac sind hier immer noch sehr rückständig, und können das > auch Heute noch nicht. Das ewige HauDraufAufWindows bringt mich jedenfalls nicht zu Linux. Windows skaliert PNG Icons seit Win7 rauf und runter wenn nötig und wenn das Programm das im Manifest unterstützt. Man braucht dazu aber ein 256'er Icon. Die Programme werden dann halt schnell unnötig gross. Der Grund für die superlangweiligen schwarz-weiss Icons könnte SVG sein. Alles mit mehr Farbe bekommt leicht ausgefranste Kanten und schlägt sich mit dem Hintergrund. Für Dark-Mode sind schwarz-weiss Icons auch sehr praktisch. Ideal für faule Entwickler. Aber entsprechend lieblos schauen die Apps dann auch aus.
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Udo K. schrieb: > Die Programme werden dann halt schnell unnötig gross. Bitte? Das eine Programm-Icon, das in einem *.exe-File steckt, soll das Programm "unnötig groß" machen?
Harald K. schrieb: > itte? Das eine Programm-Icon, das in einem *.exe-File steckt, soll > das Programm "unnötig groß" machen? Tut mir leid, meine Bastelprogramme sind immer noch kleiner als 200 kByte. Einige 256x256 Icons für das Programm und für die Werkzeugleisten brauchen dann schon unnötig viel Platz. Das 256'er Icon wird doch nur in der Explorer Extra-Grosse-Ansicht verwendet oder wenn der Programmierer zu faul war um ordentliche Icons bereitzustellen.
Udo K. schrieb: > Bastelprogramme brauchen wohl keine den Design-Guidelines enstprechenden Icons, die unter allen Umständen die Corporate Identity rüberbringen.
Niklas G. schrieb: > brauchen wohl keine den Design-Guidelines enstprechenden Icons, die > unter allen Umständen die Corporate Identity rüberbringen. So ist es. Grosse Icons sind nicht mein Ding 😉
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Udo K. schrieb: > Der Grund für die superlangweiligen schwarz-weiss Icons könnte SVG sein. Nein, das ist das aktuell angesagte "Material Design". Udo K. schrieb: > Alles mit mehr Farbe bekommt leicht ausgefranste Kanten und schlägt sich > mit dem Hintergrund. Gegen Ausfransen hilft Anti-Aliasing das alle SVG-Renderer beherrschen und hochauflösende Displays die heutzutage alle Geräte haben, und gegen Hintergrund-Probleme helfen Icons die einen kontrastreichen Rand oder eigenen Hintergrund haben. Genau so wird es z.B. bei Android gemacht; die Launcher-Icons bestehen aus 2 Ebenen, Vordergrund und Hintergrund, die vom System separat verarbeitet werden. Beim Entwickeln von Android-Apps gibt man das Icon übrigens typischerweise als "Drawable" (letztlich ein SVG) an, welches vom Buildsystem dann in Pixel-Icons in den entsprechenden Größen gerendert wird. Die einzelnen Größen und die Vektorgrafik landen dann in der Anwendungsdatei. Udo K. schrieb: > Wenig Funktionalität und grosse Icons sind nicht mein Ding > 😉 Da die meisten Icons ja große Farbflächen haben lassen die sich auch wunderbar PNG-komprimieren... Kann man sogar mit Farbpaletten nutzen.
Niklas G. schrieb: > Udo K. schrieb: >> Der Grund für die superlangweiligen schwarz-weiss Icons könnte SVG sein. > > Nein, das ist das aktuell angesagte "Material Design". Da kann, sofern es nicht um das Programm-Icon selbst geht, sondern um Symbole, die innerhalb des Programms verwendet werden, auch die Verwendung eines geeigeten Fonts Abhilfe schaffen. Windows 11 enthält dafür den Font "Segoe Fluent Icons"; da muss man also nur die Unicode-Codepunkte der gewünschten Symbole raussuchen und diese in den Toolbar (oder wohin auch immer) als Text rendern lassen. Das geht dann logischerweise in beliebigen Größen, Truetype-Fonts sind schließlich skalierbar. https://learn.microsoft.com/en-us/windows/apps/design/iconography/segoe-fluent-icons-font
Udo K. schrieb: > Windows skaliert PNG Icons seit Win7 rauf und runter wenn nötig Seit Vista bereits. Aber das Problem ist dasselbe wie bei Vektorgrafiken als Icons: wenn der Kram zu viele Details hat, kommt beim Runterskalieren schnell mal vollkommen unbrauchbarer Müll heraus. Genau deswegen ist das Windows-Konzept das bessere: man kann für jede Auflösung das dafür optimierte Icon vorsehen. Das OS braucht dann nicht mehr schlecht als recht irgendwas hinskalieren, sondern wählt einfach nur aus dem vorhandenen Vorrat das am besten Geeignete aus und fertig ist der Lack. Die paar kByte Speicher für die Icons spielen bei heutigen Speichergrößen im GB- bis TB-Bereich keinerlei Rolle mehr.
Bei meiner Homepage kam prinzipiell die gleiche Frage für das Favicon auf. Am Ende have es nur einmal in groß bereit gestellt, weil alle Browser es zufriedenstellend skalieren. Es ist aber gut, im Fall des Falles mehrere Größen bereitstellen zu können. Denkt bei solchen Bildern immer an mobile Geräte, insbesondere Tablets und Smartphones. Die haben meistens eine sehr viel höhere Bildschirmauflösung als PC. Und sie zeigen die Logos teils auf Kacheln, also sehr viel größer als im Startmenü oder Fensterrahmen. Da sind die 256*256 nicht übertrieben.
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