Fogender Hintergrund: Meine Jura Impressa 500 hat neue Mahlsteine bekommen (kein Originalersatzteil) Problem: Die Mühle hat jetzt für meinen Geschmack einen zu hohen Dursatz an Kaffeebohnen. Mann Kann die Mühle zwar feiner stellen, ist dann immer noch zu viel und der Mahlgrad stimmt nicht mehr. Der Motor der Mühle ist von einem Microcontroller + uln2003a + MOC gesteuert. Mahlzeit ist einstellbar von ca. 5-10s (in 28 Schritten). Die ersten 4 Sekunden sollen unterdrückt werden, dann kann ich von 1-6s einstellen. Ich habe mal eine Schaltung entworfen die laut Simulation in Kicad funktionieren soll. D2 Soll die Diode des MOC simulieren. Der NE555 soll ein MOSFET Type sein. Kann da mal jemand ein Auge drauf werfen ob das so passt? (oder geht das auch einfacher?) 555-FET-Mono2.7z = Kicad10 Datensatz
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Hast du schon mal bei Jura angefragt, ob die dir den Conroller mit deinen Wünschen programmieren und schicken können? Versuch wäre es wert. Wenn man den richtigen Leuten nette Briefe schreibt, dann passieren teilweise noch Wunder.
Die Maschine ist über 28 Jahre alt, da glaube ich nicht an Wunder. Abgesehen davon hätte auch nicht das passende Equipment fürs Programmieren.
Juergen S. schrieb: > 28 Jahre alt, Nicht du solltest den programmieren, sondern die Jura Leute. Allerdings sehe ich nach 28 Jahren da auch schwarz.
Wird da kein Strom gemessen? Nicht dass es irgendwo eine Diagnose versteckt ist, und dann Sagt kein Strom gemessen daher ist Mahlwerk kaputt. Falls ja dann irgendwie mit einer Relay auf Dummylast schalten.
Juergen S. schrieb: > (oder geht das > auch einfacher?) Idee: Würde es das Mahlwerk wohl gut verkraften, wenn es z.B. nur für 0.5 sec am Stück eingeschaltet wird, dann für 0.5 bis 1 sec abgeschaltet wird? Dann könntest du deinen 555 mit fester, langsamer Frequenz oszillieren lassen. Dann hast du nach wie vor den Einstellungsbereich 5-10 sec zur Verfügung, bloß um einen entsprechenden Prozentsatz gekürzt. Erspart die für das Monoflop-Triggern nötige Beschaltung.
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Juergen S. schrieb: > Meine Jura Impressa 500 hat neue Mahlsteine bekommen (kein > Originalersatzteil) Dann würde ich den ORIGINAL-Mahlstein einsetzen. Das wäre einfacher. Der NE55 5 kostet auch, und das Drumherum auch, also hebt sich das auf.
oder ganz den controller ersetzen und dein eigenes ding machen. oder so ähnlich wie hier sich in die serielle schnittstelle einklinken: https://github.com/alco28/Jura-F7-ESPHOME nur mit deiner maschine. und könnte man den mahlprozess manuell unterbrechen? hat deine maschine sensoren oder geht alles stur nach zeit?
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A. schrieb: > oder so ähnlich wie hier sich in die serielle schnittstelle einklinken: https://github.com/Jutta-Proto/protocol-cpp?tab=readme-ov-file
Hier genügt sogar die Ein-Transistorlösung. Einfach über einen Hochpass die Basis eines Transistors mit dem Microcontrollersignal ansteuern, der dann widerum die LED in dem MOC3062 für ca. 4 Sekunden überbrückt, bzw. die Basis vom ULN2003 für 4 Sekunden gegen GND schaltet.
Danke an die Kommentatoren und Hinweisgeber. Andras H. schrieb: > Wird da kein Strom gemessen? Nicht dass es irgendwo eine Diagnose > versteckt ist ... Danke für den Hinweis. Sehe aber keine Strommesser. Stefan R. schrieb: > Idee: Würde es das Mahlwerk wohl gut verkraften, wenn es z.B. nur für > 0.5 sec am Stück eingeschaltet wird, dann für 0.5 bis 1 sec abgeschaltet > wird? ... Das Mahlwerk schiebt den Kaffee durch ein Schleuderrad in die Brühgruppe. Ob das gut ist, wenn das im Aussetzbetieb läuft. Der Verschleiß am Motor wird dadurch auch nicht geringer (an der alten Mühle). H. H. schrieb: > Ein Impulsverkürzer mit 74HC132 braucht viel weniger Bauteile. Kannst du mir die Schaltung mit Werten kurz auf skizzieren? Aber wie weiter unten angemerkt sollte sich das nach dem ULN auf dem Leistungsprint abspielen. Wenn mir der Prozessor abraucht gibt es dafür keinen einfachen Ersatz. Thomas S. schrieb: > Dann würde ich den ORIGINAL-Mahlstein einsetzen. Das wäre einfacher. Der > NE55 5 kostet auch, und das Drumherum auch, also hebt sich das auf. Der TLC555 kostet mich im 10er Pack 1,50 EUR. Bei Jura gibt es keine ORIGINAL-Mahlsteine einzeln zu kaufen, gibt es nur als ganzes Mahlwerk wenn überhaupt für diese alte Maschine. Man kann nur Mahlsteine kaufen von denen man nicht weiß ob die Original sind. Die die ich jetzt habe mahlen ausgesprochen gut, aber eben etwas zu gut, aber so ist meine Ausgangssituation. A. schrieb: >> oder so ähnlich wie hier sich in die serielle schnittstelle einklinken: So wie ich das verstehe kann man da nur bereits bestehende Programme auslösen. Die bestehenden Tasten und Programme zu nutzen ist weniger aufwendig. Enrico E. schrieb: > Hier genügt sogar die Ein-Transistorlösung. Einfach über einen Hochpass > die Basis eines Transistors mit dem Microcontrollersignal ansteuern, der > dann widerum die LED in dem MOC3062 für ca. 4 Sekunden überbrückt, bzw. > die Basis vom ULN2003 für 4 Sekunden gegen GND schaltet. Im Bereich der Prpzessorplatine ist so gut wie kein Platz. Ich würde mein Gebastel gerne nach dem ULN2003 ansetzen, da ist im Fehlerfall der Prozessor besser geschützt. Wenn mir der Prozessor abraucht gibt es dafür keinen einfachen Ersatz.
Moin, ich würde den Motor über ein elektronisches Lastrelais (gibt es mit 5V Eingang) von einem uC um die gewünschte Zeit verzögern. Die Information, wann der Motor von der originalen Steuerung eingeschaltet wird, kann der mC über seinen ADC vom Motorsignal selber ermitteln. So braucht man die originale Platine nicht anzufassen. Gruß Olaf
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Juergen S. schrieb: > H. H. schrieb: >> Ein Impulsverkürzer mit 74HC132 braucht viel weniger Bauteile. > Kannst du mir die Schaltung mit Werten kurz auf skizzieren? Sobald ich wieder ein Schaltplanprogramm zur Verfügung habe. > Aber wie weiter unten angemerkt sollte sich das nach dem ULN auf dem > Leistungsprint abspielen. > Wenn mir der Prozessor abraucht gibt es dafür keinen einfachen Ersatz. Und an der eh vorhandenen Steckverbindung lässt sich sowas ja auch besser einfügen.
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Thomas W. schrieb: > So in etwa: Als Signal habe ich ja 5V die auf 0V gezogen werden, das Signal ist also 5s auf 0V (eher 1V). Von diesem Signal sollen die ersten 4 Sekunden unterdrückt werden. Als Ausgang der Impuls Formung soll also 4s 5V und dann 0V bis das Singnal aufhört. Ist Das Eingangssignal länger ist der Ausgangsimpuls entsprechend länger. Die 4s Verzögerung bleiben fix. Der Ausgang soll die LED des MOC nach GND ziehen. Das ganze auf ca. 0,1s genau.
1 | -1s 0s 1s 2s 3s 4s 5s |
2 | |
3 | |-------|-------|-------|-------|-------|-------|---> Zeit |
4 | |
5 | Eingang: 5V|_______ __________ |
6 | (Invertiert) | | | |
7 | 0V| |_______________________________________| |
8 | | 5s + x |
9 | |
10 | Ausgang: 5V|_______________________________________ _________ |
11 | (Verzögert) | | | |
12 | 0V| |_______| |
13 | |
14 | | |
15 | | <--- 4s Pause ---> |1s Impuls + x |
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Thomas W. schrieb: > So in etwa: Die zweiten Gattereingänge nicht auf den Ausgang legen, sondern parallel zu den ersten. Wird da nicht das Pulsende auch verzögert? Eine Diode über R behebt das. Plus 470R in Reihe, um den Gatterstrom zu begrenzen. Wenn der MC einen 5V Puls liefert, könne eine halbierte Spannung am Eingang zu niedrig sein. Falls Rpd nötig ist, den auf 220k vergrößern. Wenn der MC niederohmig 5 und 0 liefert, kann man das direkt auf das Gatter geben.
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Wolf17 schrieb: > Eine Diode über R behebt das. Da es sich um NAND-Gatter handelt, kann man sogar noch die Diode einsparen.
H. H. schrieb: > Thomas W. schrieb: >> So in etwa: > > Nö, das sind ja zwei Oszillatoren. Haha, geil da sieht man was mit KI herauskommt. Nur Schrott ;-) Das von Enrico funktioniert. Ich entschuldige mich für den KI Blödsinn.
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Enrico E. schrieb: > Wolf17 schrieb: >> Eine Diode über R behebt das. > > Da es sich um NAND-Gatter handelt, kann man sogar noch die Diode > einsparen. So in etwa geht das. Lediglich die Polarität sollte man überdenken.
Juergen S. schrieb: > Als Signal habe ich ja 5V die auf 0V gezogen werden, das Signal ist also > 5s auf 0V (eher 1V). > Von diesem Signal sollen die ersten 4 Sekunden unterdrückt werden. Ah, inzwischen kapiere ich die Vorgänge auch besser... Als Alternative zum 74HC132-Vorschlag - der TLC555 (wenn eh schon vorhanden) kann auch Schmitt-Trigger: https://www.elektronik-kompendium.de/sites/praxis/bausatz_ausschaltverzoegerung_ne555.htm (Edit: ähm - vielleicht habe ich den R3 voreilig weggestrichen...)
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Also der Vorschlag mit dem 74HC132 sieht gut aus, ich habe mir mal welche bestellt. Und vielen Dank für die Hilfe.
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Juergen S. schrieb: > Also der Vorschlag mit dem 74HC132 sieht gut aus, ich habe mir mal > welche bestellt. Vergiss nicht den Pullup am Eingang.
Keine dokumentierte oder geheime Einstellmöglichkeit? Eigentlich haben all diese Kaffeevollernter ein Menü oder wilde Druckknopfkombinationen, um den Kaffe dünner oder dicker zu machen, womit man die Pulvermenge und damit die Mahldauer beeinflußt.
Wollvieh W. schrieb: > Eigentlich haben all diese Kaffeevollernter ein Menü oder wilde > Druckknopfkombinationen, Da hat die betreffende Jura ein verstecktes Einstellpanel links neben dem Ausguß, siehe hier auf Seite 7, Nr. 9: https://de.jura.com/de/support/produkte-support/IMPRESSA-500 Es ist mir aber unverständlich, warum man dünnen Kaffee trinken will, dafür eine Jura kauft und dann keine Originalteile nutzt. Man würde auch nicht den Motor vom Dacia in einen Lamborghini einbauen.
Wäre es nicht einfacher dem Motor des Mahlerwerks etwass langsamer laufen zu lassen statt umständlich an der Mahldauer zu manipulieren?
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