Forum: Haus & Smart Home Stromkreise neue Küche


von Klaus M. (klaus_me)


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Folgende Situation: Sohn zieht in die eigene Wohnung und es soll eine 
neue Küche rein

Problem: Die alte Küche ist lediglich mit zwei Stromkreisen abgesichert, 
Kraftstrom (3x16A) für den Herd und 1x 16A für die Spülmaschine. Der 
Rest ist ein "Kombi-LS" für Licht+Steckdosen Küche, Flur und Gäste-WC. 
D.h auch die Küchenzeile hängt an dieser Sicherung. Baujahr 1987.

Und: Der Herd soll natürlich genau auf die gegenüberliegende Seite, wo 
er bisher war. UP geht es weder links (raumhohes Türelement) noch 
rechtsherum (Fenster mit Heizkörper und Rollokasten).
Und: Backofen und Kochfeld werden natürlich getrennt. D.h. es fehlt für 
den Backofen eine separater 16A LS.

A) Mit etwas Aufwand wäre es möglich, vom Verteiler zwei neue 
Stromkreise zu legen, 1x für den Backofen und 1x für die 
E-Geräte/Steckdosen der Küchenzeile. Aber: im Verteiler sind lediglich 
die Bäder mit einem 30 mA RCD abgesichert, der Rest hat nur einen 0,3 A 
RCD (Brandschutz). Die Küchenzeile müsste m.E. mit einem Kombi RCD/LS 
abgesichert werden, dem Backofen würde das auch nicht Schaden. Den 
ganzen Verteiler auf einen 30 mA RCD umbauen will ich eigentlich nicht. 
Ich habe zwar jemanden an der Hand, der die neue Installation testen 
kann, ich fände es aber besser, nicht die ganze Wohnung testen zu 
müssen. Auch hat der immer sehr wenig Zeit ;-( D.h. der kommt irgendwann 
mal (da wird die Küche schon stehen).

B) Vom Herdkraftanschluss wird ein Außenleiter (+N+PE) für den Backofen 
abgezweigt. Wäre die einfachste Lösung.

Wegen dem Anschluss für das Kochfeld: Da der Boden neu gefliest wird, 
könnte man in den Estrich einen kleinen Kanal fräsen. Die Leitung wäre 
dann aber dicht unter der Oberfläche (natürlich unter der Fliese). 
Anders wäre das aber nicht machbar. Oder ich gehe AP in einem Kabelkanal 
unter der Heizung durch. Das ist der WAF aber sehr gering ;-)

Nochwas: Die alte Installation wurde mit Stegleitungen gemacht, nachdem 
Steckdosen versetzt werden müssen, krümeln die weg... neue Leitungen 
mache ich mit NYM. Was macht man mit den alten Leitung, die aus dem Putz 
kommt? 2x Schrumpfschlauch drüber?

Eure Meinung dazu? Ich weiß, dass dies nicht schön ist, angekündigt war, 
ob ich eine Steckdose versetzen könnte...
von Michael H. (mha1)


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Eigentum oder Mietwohnung?

Bei einer Mietwohnung darfst du die Elektrik nicht ohne Zustimmung des 
Vermieters anfassen. Auch neue Steckdosen darfst du in einer Mietwohnung 
nicht installieren. Es ist Eigentum der Vermieters und es wäre 
Sachbeschädigung. Ist leider so.

Bei Eigentum würde ich die komplette Elektrik in der gesamten Wohnung 
direkt erneuern und an den aktuellen VDE Standard anpassen. Wenn die 
Stegleitungen bereits bröckeln, dann raus damit. Nach fast 40 Jahren ist 
es Zeit sämtliche Leitungen zu erneuern. Es ist vor dem Bezug am 
Einfachsten. Dabei kann man auch gleich genügend weitere Steckdosen 
einplanen.

Generell gilt das bei "größeren" Änderungen an der Elektrik sehr schnell 
eine Anpassung an den aktuellen VDE Standard notwendig wird. Deine 
geplanten Küchenumbauten zählen ziemlich sicher dazu.
von Oliver S. (oliverso)


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Wie groß ist denn die Gefahr, daß Junior ernsthaft kocht?

Oliver
von Gerd E. (robberknight)


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Michael H. schrieb:
> Eigentum oder Mietwohnung?

Jupp, das ist die Kernfrage.

Wenn Eigentum, dann alles neu. Vor allem neue Unterverteilung und 
überall FIs hin, das ist von der Sicherheit her Stand der Technik und 
auch gut so.

Dann kannst Du von der Unterverteilung aus neue Kabel in die Küche 
legen, dann gleich so wie es sein soll. Separater FI/LS für 
Kühlschrank/Gefrierschrank vorsehen, damit der nicht taut wenn woanders 
ein Fehler entsteht.

Balkon vorhanden? Dann am besten eine separate Leitung für Einspeisung 
Balkonkraftwerk vorsehen. Dann gibt es da keine Leistungsgrenze und 
Batteriespeicher auch sauber möglich.

Und gleich auch Datenkabel in alle Zimmer legen. Doppelt CAT7 + 
Glasfaser in jeden Raum, abgehend z.B. von einer Abstellkammer etc. wäre 
meine Empfehlung bei Eigentum. In ein paar Jahren wirst Du in fast jedem 
Zimmer einen WLAN-Accesspoint haben wollen.
von Thomas R. (thomasr)


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Die allermeisten Consumerkochfelder benötigen nur zwei Phasen oder haben 
eine automatische Leistungsbegrenzung auf 7,4kW.

Also kein Problem Backofen und Herd aus dem einen Drehstromanschluß zu 
speisen. Sofern er denn in 2,5mm² ausgeführt ist.
: Bearbeitet durch User
von Wolf17 (wolf17)


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In die Verteilung 3x25A einbauen, bei Platzmangel die alte 3x16 Position 
vom Herd nutzen. Neue 5x4qmm Leitung in die Küche, dort einen 
einreihigen Unterverteiler setzen mit FI und 6x16A (Herd plus drei 
Kreise).
von Klaus (feelfree)


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Thomas R. schrieb:
> Also kein Problem Backofen und Herd aus dem einen Drehstromanschluß zu
> speisen. Sofern er denn in 2,5mm² ausgeführt ist.

Deshalb hat der TE auch Lösung B) zur Wahl gestellt....
von H. H. (hhinz)


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Mein ganzes Haus hat nur 1x30A...
von Hans (ths23)


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Klaus M. schrieb:
> Aber: im Verteiler sind lediglich
> die Bäder mit einem 30 mA RCD abgesichert, der Rest hat nur einen 0,3 A
> RCD (Brandschutz). Die Küchenzeile müsste m.E. mit einem Kombi RCD/LS
> abgesichert werden, dem Backofen würde das auch nicht Schaden. Den
> ganzen Verteiler auf einen 30 mA RCD umbauen will ich eigentlich nicht.
Es gibt auch RCD's die man in einer normalen Unterputzdose einbauen 
kann. Habe ich beim Umbau meiner Küche benutzt, da dort nur klassische 
Nullung war.

Nachteil dieser Lösung die Teile sind schweineteuer.

Dennoch für die die es interessiert hier mal ein 
Link:https://wsu-industrials.com/gewiss-gw95526-fehlerstromschutzschalter-z.-unterputz-montage-16-0.03a-typ-a-ip41-verkehrsweiss
Mit 98€ scheint das noch der Günstigste zu sein. Gibt es auch von 
anderen Herstellern mit Abdeckungen die dann ins System passen, 
allerdings rufen die dann Preise bis zu 200€ auf.
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