Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik defekte Pool-Roboter


von Stefan (klausi74)


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Nachdem mein Pool-Roboter kurz nach Ablauf der Garantie den Geist 
aufgab, habe ich das baugleiche Modell nachgekauft. Auch dieser 
verabschiedete sich nach 3 Jahren. Vielleicht kann ich ja aus zwei 
defekten Komponenten eine funktionierende bauen?

Leider habe ich extrem wenig Ahnung von der Thematik.

Auf der linken Seite sehen wir den alten Pumpen-/Antriebsblock und auf 
der rechten Seite den neueren.

Der alte Roboter fährt immer nur 1-2 Sekunden vorwärts und danach 
rückwärts.
Bei alten Antriebsmotor messe ich 5 Ohm. Das Antriebsrädchen lässt sich 
per Hand fast nicht drehen

Der neue Roboter bewegte sich überhaupt nicht.
Beim Antriebsmotor messe ich 17 Ohm. Motor lässt sich per Hand mit etwas 
Widerstand drehen.

Kann mir jemand einen Tipp geben?
: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Vllt. doch erstmal den Rost entfernen? Wäre sicher ein Schritt in die 
richtige Richtung. Es kann sein, das  es die Platine des alten Roboters 
hinter sich hat, so wie die aussieht.
Aber ohne Grundwissen kommst du da nicht weiter.
von Michael B. (laberkopp)


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Stefan schrieb:
> Der neue Roboter bewegte sich überhaupt nicht.
> Beim Antriebsmotor messe ich 17 Ohm.

Motoren nur abgeklemmt von der Elektronik messen.

Der eine hat massiven Wassereinbruch, vergiss die Elektronik.

Der andere eventuell einen festgefressenem Motor wegen der 
Wellendichtung.

Bei beiden fehlt ein 8-poliges IC, das vermutlich ein uC zu Steuerung 
ist , na ja, vielleicht auf der Rückseite gebondet.

Da die mit 24V arbeiten, könntest du 24V an die (abgeklemmten) Motoren 
legen. Einer wird nicht laufen und viel Strom ziehen. Den musst du 
gängig machen oder ersetzen.

Dass ein Gehäuse mit Luft innendrin und Kaneleinführungen bei 
Temperaturschwankungen nicht dicht ist verwundert nicht.
: Bearbeitet durch User
von Stefan (klausi74)


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Danke für die Hinweise.

Motoren sind abgeklemmt.

Ich habe das Labornetzteil auf 22 V eingestellt und den Strom 
hochgedreht, bis der Motor sich gedreht hat - ist das so ok?

Die Motoren für die Pumpen habe ich ebenfalls abgeklemmt und mit 22V 
versorgt.
Beide drehten sich bei folgenden Strömen

alt: 0,45 / 0,55
neu: 0,48 / 0,69

Hier steh ich nun, ich armer Thor ..
von Udo S. (urschmitt)


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Stefan schrieb:
> ich armer Thor

Du fühlst dich als griechischer Gott? :-)

Blöde Frage: die Gehäuse sehen aus, als hättest du sie aufgesägt. Wie 
willst du das jemals wieder dicht bekommen? Selbst wenn du den Motor, 
die Kabeldurchführungen und alle sonstigen Dichtungen dauerhaft 
abgedichtet bekommst?
Ich habe große Zweifel dass sich das Projekt lohnt, selbst wenn du den 
Robbi im Trockenen wieder zum Laufen bekommst.

Vorgeschlagene Lösungswege:
1. alle 3 Jahre einen neuen billig Robbi kaufen
2. einen teureren Marken(?) Roboter kaufen mit Service und längerer 
Garantie
3. Manuell reinigen
4. Hier fragen ob jemand ein besseres Produkt empfehlen kann

Viel Glück
: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Stefan schrieb:
> alt: 0,45 / 0,55
> neu: 0,48 / 0,69

Das sind gute Messungen, beide Motoren funktionieren und sie ziehen 
nicht zu viel Strom (Überlast, Abschalting)

Hat die andere Platine auch Wasser abbekommen ?

Der uC ist der winzige U2


Es gibt 2 Motoransteuerungen: ein MOSFET Q1 mit Freilaufdiode D5 für die 
Pumpe und eine Vollbrücke U1 fur den vor/rückwärts Motor.

Wenn die richtig angesteuert werden (Gatesignal über R9 bzw. 
Eingangssignale über R12 R13) , dann sind die defekt, sonst der uC.
: Bearbeitet durch User
von Stefan (klausi74)


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Wassereinbruch hatte nur die ältere Baugruppe.

Tja, dann bin ich wohl am Ende einer Sackgasse angekommen.

Die Käfer kann ich weder prüfen noch tauschen.

Den Versuch war es mir wert.

Danke für die Erklärungen!
von Stefan (klausi74)


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> Blöde Frage: die Gehäuse sehen aus, als hättest du sie aufgesägt. Wie
> willst du das jemals wieder dicht bekommen?

Als ich zur Flex griff, wusste ich ja noch nicht wie es drinnen aussah.

Würde ich das tatsächlich repariert bekommen, würde ich es mit 
Sanitärsilikon abdichten.

> Selbst wenn du den Motor,
> die Kabeldurchführungen und alle sonstigen Dichtungen dauerhaft
> abgedichtet bekommst?

abgesehen von dem Gehäuse, habe ich keinerlei Dichtung etc. angerührt
und bei dem neueren war kein Wasser eingedrungen

> Ich habe große Zweifel dass sich das Projekt lohnt, selbst wenn du den
> Robbi im Trockenen wieder zum Laufen bekommst.

ich habe parallel für 180 € die Pumpenantriebsgruppe als Ersatzteil 
bestellt;
in erster Linie wollte ich die Fehler-Ursachen finden - Neugier und eine 
Prise Nachhaltigkeitsgedanke

> Vorgeschlagene Lösungswege:
> 1. alle 3 Jahre einen neuen billig Robbi kaufen

knapp 500 € finde ich gar nicht soooo billig

> 2. einen teureren Marken(?) Roboter kaufen mit Service und längerer
> Garantie
Ich habe tatsächlich Anbieter mit 4 Jahren Gewährleistung gefunden; 
allerdings mit Preise um die 2 T-Euro
von Udo S. (urschmitt)


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Stefan schrieb:
> knapp 500 € finde ich gar nicht soooo billig

uff, allerdings.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Stefan schrieb:
> knapp 500 € finde ich gar nicht soooo billig

Es ist aber beeindruckend, wie gur der Hersteller oder Zulieferer es im 
Griff haben, dass die Geräte nach den verlängerten Garantien ausfallen. 
Das ist echte Ingenieurleistung und nicht so viele den BWLern gegenüber 
unfolgsame Ingenieure.

Wenn es länger halten soll, müßte überlegt werden, ob das nächste Gerät 
rechtzeitig vorher geöffnet werden soll um lebensdauerverlängernde 
Maßnahmen durchzuführen.

Das wäre zum Beispiel reinigen des Innenlebens und der Platine. Danach 
wird die Platine (und Bautele) mit einem geeigneten Lack gegen die 
weitere Feuchtigkeit geschützt.

Zu den Produkten gibt es vielleicht von anderen Forenmitgliedern 
aktuellere Infos und Empfehlungen:
Beitrag "Geeigneter Lack um PCB zu beschichten um vor Wasser zu schützen"

Udo S. schrieb:
> abgedichtet

Wie Udo schon schrieb, ist der Erfolg davon abhängig, wie dicht Du das 
Gerät danach wieder bekommst.
: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Dieter D. schrieb:
> ist der Erfolg davon abhängig, wie dicht Du das Gerät danach wieder
> bekommst.

Vergiss es

Da sind Motoren drin, offene Kollektoren, da kannst du kein coating 
drauf machen. Du kannst es nicht mal mit Gel ausfüllen.

Und das Ding ist bei wechselnden Temperaturen unterwegs, also Innendruck 
steigt und fällt.

Das einzige, was hilft, ist immer moderaten Innendruck halten, z.B. per 
CO2 Patrone mit Druckminderer, was gleichzeitig trocknet.
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