Nachdem mein Pool-Roboter kurz nach Ablauf der Garantie den Geist aufgab, habe ich das baugleiche Modell nachgekauft. Auch dieser verabschiedete sich nach 3 Jahren. Vielleicht kann ich ja aus zwei defekten Komponenten eine funktionierende bauen? Leider habe ich extrem wenig Ahnung von der Thematik. Auf der linken Seite sehen wir den alten Pumpen-/Antriebsblock und auf der rechten Seite den neueren. Der alte Roboter fährt immer nur 1-2 Sekunden vorwärts und danach rückwärts. Bei alten Antriebsmotor messe ich 5 Ohm. Das Antriebsrädchen lässt sich per Hand fast nicht drehen Der neue Roboter bewegte sich überhaupt nicht. Beim Antriebsmotor messe ich 17 Ohm. Motor lässt sich per Hand mit etwas Widerstand drehen. Kann mir jemand einen Tipp geben?
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Vllt. doch erstmal den Rost entfernen? Wäre sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Es kann sein, das es die Platine des alten Roboters hinter sich hat, so wie die aussieht. Aber ohne Grundwissen kommst du da nicht weiter.
Stefan schrieb: > Der neue Roboter bewegte sich überhaupt nicht. > Beim Antriebsmotor messe ich 17 Ohm. Motoren nur abgeklemmt von der Elektronik messen. Der eine hat massiven Wassereinbruch, vergiss die Elektronik. Der andere eventuell einen festgefressenem Motor wegen der Wellendichtung. Bei beiden fehlt ein 8-poliges IC, das vermutlich ein uC zu Steuerung ist , na ja, vielleicht auf der Rückseite gebondet. Da die mit 24V arbeiten, könntest du 24V an die (abgeklemmten) Motoren legen. Einer wird nicht laufen und viel Strom ziehen. Den musst du gängig machen oder ersetzen. Dass ein Gehäuse mit Luft innendrin und Kaneleinführungen bei Temperaturschwankungen nicht dicht ist verwundert nicht.
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Danke für die Hinweise. Motoren sind abgeklemmt. Ich habe das Labornetzteil auf 22 V eingestellt und den Strom hochgedreht, bis der Motor sich gedreht hat - ist das so ok? Die Motoren für die Pumpen habe ich ebenfalls abgeklemmt und mit 22V versorgt. Beide drehten sich bei folgenden Strömen alt: 0,45 / 0,55 neu: 0,48 / 0,69 Hier steh ich nun, ich armer Thor ..
Stefan schrieb: > ich armer Thor Du fühlst dich als griechischer Gott? :-) Blöde Frage: die Gehäuse sehen aus, als hättest du sie aufgesägt. Wie willst du das jemals wieder dicht bekommen? Selbst wenn du den Motor, die Kabeldurchführungen und alle sonstigen Dichtungen dauerhaft abgedichtet bekommst? Ich habe große Zweifel dass sich das Projekt lohnt, selbst wenn du den Robbi im Trockenen wieder zum Laufen bekommst. Vorgeschlagene Lösungswege: 1. alle 3 Jahre einen neuen billig Robbi kaufen 2. einen teureren Marken(?) Roboter kaufen mit Service und längerer Garantie 3. Manuell reinigen 4. Hier fragen ob jemand ein besseres Produkt empfehlen kann Viel Glück
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Stefan schrieb: > alt: 0,45 / 0,55 > neu: 0,48 / 0,69 Das sind gute Messungen, beide Motoren funktionieren und sie ziehen nicht zu viel Strom (Überlast, Abschalting) Hat die andere Platine auch Wasser abbekommen ? Der uC ist der winzige U2 Es gibt 2 Motoransteuerungen: ein MOSFET Q1 mit Freilaufdiode D5 für die Pumpe und eine Vollbrücke U1 fur den vor/rückwärts Motor. Wenn die richtig angesteuert werden (Gatesignal über R9 bzw. Eingangssignale über R12 R13) , dann sind die defekt, sonst der uC.
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Wassereinbruch hatte nur die ältere Baugruppe. Tja, dann bin ich wohl am Ende einer Sackgasse angekommen. Die Käfer kann ich weder prüfen noch tauschen. Den Versuch war es mir wert. Danke für die Erklärungen!
> Blöde Frage: die Gehäuse sehen aus, als hättest du sie aufgesägt. Wie > willst du das jemals wieder dicht bekommen? Als ich zur Flex griff, wusste ich ja noch nicht wie es drinnen aussah. Würde ich das tatsächlich repariert bekommen, würde ich es mit Sanitärsilikon abdichten. > Selbst wenn du den Motor, > die Kabeldurchführungen und alle sonstigen Dichtungen dauerhaft > abgedichtet bekommst? abgesehen von dem Gehäuse, habe ich keinerlei Dichtung etc. angerührt und bei dem neueren war kein Wasser eingedrungen > Ich habe große Zweifel dass sich das Projekt lohnt, selbst wenn du den > Robbi im Trockenen wieder zum Laufen bekommst. ich habe parallel für 180 € die Pumpenantriebsgruppe als Ersatzteil bestellt; in erster Linie wollte ich die Fehler-Ursachen finden - Neugier und eine Prise Nachhaltigkeitsgedanke > Vorgeschlagene Lösungswege: > 1. alle 3 Jahre einen neuen billig Robbi kaufen knapp 500 € finde ich gar nicht soooo billig > 2. einen teureren Marken(?) Roboter kaufen mit Service und längerer > Garantie Ich habe tatsächlich Anbieter mit 4 Jahren Gewährleistung gefunden; allerdings mit Preise um die 2 T-Euro
Stefan schrieb: > knapp 500 € finde ich gar nicht soooo billig Es ist aber beeindruckend, wie gur der Hersteller oder Zulieferer es im Griff haben, dass die Geräte nach den verlängerten Garantien ausfallen. Das ist echte Ingenieurleistung und nicht so viele den BWLern gegenüber unfolgsame Ingenieure. Wenn es länger halten soll, müßte überlegt werden, ob das nächste Gerät rechtzeitig vorher geöffnet werden soll um lebensdauerverlängernde Maßnahmen durchzuführen. Das wäre zum Beispiel reinigen des Innenlebens und der Platine. Danach wird die Platine (und Bautele) mit einem geeigneten Lack gegen die weitere Feuchtigkeit geschützt. Zu den Produkten gibt es vielleicht von anderen Forenmitgliedern aktuellere Infos und Empfehlungen: Beitrag "Geeigneter Lack um PCB zu beschichten um vor Wasser zu schützen" Udo S. schrieb: > abgedichtet Wie Udo schon schrieb, ist der Erfolg davon abhängig, wie dicht Du das Gerät danach wieder bekommst.
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Dieter D. schrieb: > ist der Erfolg davon abhängig, wie dicht Du das Gerät danach wieder > bekommst. Vergiss es Da sind Motoren drin, offene Kollektoren, da kannst du kein coating drauf machen. Du kannst es nicht mal mit Gel ausfüllen. Und das Ding ist bei wechselnden Temperaturen unterwegs, also Innendruck steigt und fällt. Das einzige, was hilft, ist immer moderaten Innendruck halten, z.B. per CO2 Patrone mit Druckminderer, was gleichzeitig trocknet.
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