Gesucht wird eine WLAN Verbindung über ca. 120m und 1000Mbps. Zwischen den beiden Gebäuden besteht eine direkte Sichtverbindung. Im Moment habe ich 2x TP-Link CPE710 in Einsatz. Das sind APs mit Parabolantenne, laut Datenblatt schaffen sie max. 880Mbps. Nun habe ich mir mit der Ausrichtung der Antennen alle Mühe gegeben, der SNR beträgt 50-55db. Auch die Fresnel-Zone ist nach meiner Erkenntnis weitgehend frei von Hindernissen. Die Antennen befinden sich 3 bzw. 2m über dem Erdboden. Ich komme beim besten Willen nicht groß über 600Mbps. Erwarte ich zu viel?
Such eher mal nach WLAN Richtfunk https://www.wlan-shop24.de/wlan-bridge-punkt-zu-punkt-sets Nein ich hab mit dem Shop nichts zu tun, habe vor Jahren schon so was gesucht habs aber Vergessen was ich gefunden habe.
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Ste N. schrieb: > 120m Ste N. schrieb: > Parabolantenne Völliger Overkill, 120m sind keine grosse Entfernung. Ste N. schrieb: > Ich komme beim besten Willen nicht groß über 600Mbps. Erwarte ich zu > viel? Ja. Die angegebenen 867Mbps sind die maximal erreichbare Brutto-Geschwindigkeit, da sind gut 600Mbps netto schon ein guter Wert. Zudem ist das die Gesamtbandbreite für beide Richtungen.
Du musst halt zwei Richtverbindungen aufbauen und so die Datenrate erhoehen: Netzwerk-Bonding (auch Link-Aggregation oder NIC-Teaming) fasst mehrere physische Netzwerkschnittstellen (z.B. Ethernet oder WLAN) zu einer einzigen logischen Verbindung zusammen. Dies erhöht primär den Datendurchsatz (Load Balancing).
Dieter D. schrieb: > Netzwerk-Bonding (auch Link-Aggregation oder NIC-Teaming) fasst mehrere > physische Netzwerkschnittstellen (z.B. Ethernet oder WLAN) zu einer > einzigen logischen Verbindung zusammen. Dies erhöht primär den > Datendurchsatz (Load Balancing). Wobei das nur für mehrere gleichzeitige TCP-Verbindungen mit diesem Verfahren möglich ist.
Schau dir mal diese 60 GHz Funksachen an: https://eu.store.ui.com/eu/en/category/60ghz-wireless-wave Für die erwartbare Bandbreite vor Ort kannst du auch deren Planungs-Tool nutzen: https://ispdesign.ui.com
Hmmm schrieb: > Die angegebenen 867Mbps sind die maximal erreichbare > Brutto-Geschwindigkeit, da sind gut 600Mbps netto schon ein guter Wert. > Zudem ist das die Gesamtbandbreite für beide Richtungen. Ich stecke da technisch nicht so tief drin, aber gut zu wissen. Also benötige ich für höhere Datenraten im Prinzip eine 2Gbps Verbindung. Da sind die 60GHz Funksachen wohl die erste Wahl. Damit wird dann auch die Antenne etwas kleiner, die jetzige ist ein ganz schöner Klotz ;) Ich schau mir eure Empfehlungen mal an. Auf den ersten Blick scheinen die MikroTik Geräte sehr verlockend zu sein.
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> 60GHz sehr verlockend zu sein. Ob das auch bei Regen und Schnee zuverlässig genug funktioniert? https://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/2112051.htm Wir warten auf Deine Erfahrungsberichte bei 60 GHz.
Zuverlässig Gigabit ist ... ambitioniert. Wenn's geht, zieh eine Glasfaser. Ansonsten funktioniert die 60-GHz-Technik gut, ob man da nun Mikrotik oder Ubiquiti nimmt, ist hauptsächlich Geschmackssache. Allerdings wird's bei Regen etwas unschön, daher ggf. das bestehende Setup als Schlechtwetter-Alternative beibehalten. Auf meiner längeren Richtfunkstrecke mit 5 GHz habe ich das schon sehr deutlich gemerkt, bei 60 GHz ist die Dämpfung nochmal deutlich höher.
Ich merke schon, es wird ein schwieriges Unterfangen. Das mit dem Regen, Schnee ist nicht mal so dramatisch. Bei meiner Anwendung ist schönes Wetter systemimmanent. Bei Regen und Schnee reichen mir dann auch 50Mbps oder weniger. Was ich noch gefunden habe, ist dieser hier. https://www.mikrotik-store.eu/de/mikrotik-l22ugs-5haxd2haxd-15s-mantbox-ax-15s Schaft mit 5G angeblich 2400 Mbit/s. Wenn davon die Hälfte durch kommt wäre das für mich mehr als ausreichend. Um die Sache mal auf den Punkt zu bringen, es geht um eine möglichst verzögerungsfreie Remotedesktop Anwendung.
Ste N. schrieb: > Um die Sache mal auf den Punkt zu bringen, es geht um eine möglichst > verzögerungsfreie Remotedesktop Anwendung. Oder du unternimmst was gegen dein ADHS.
Ste N. schrieb: > Um die Sache mal auf den Punkt zu bringen, es geht um eine möglichst > verzögerungsfreie Remotedesktop Anwendung. Und Glasfaserkabel verlegen geht nicht? Sowas z.B. https://www.dinic-shop.de/netzwerk/lwl-outdoor-kabel/dinic-lwl-outdoor-kabel-4-fasern-om4-50-lc-lc-aussenkabel-200m.html Da sollten dann auch 25 Gbit/s drüber gehen. fchk
G. K. schrieb: > Oder du unternimmst was gegen dein ADHS. Hat nichts mit ADHS zu tun, es geht um die Bedienung einer relativ komplexen techn. Anlage. Frank K. schrieb: > Und Glasfaserkabel verlegen geht nicht? Nochmal 120m das Grundstück aufbuddeln? Och nee... Beton, Pflaster, Baumwurzeln und Altlasten in Form von Steinen, Glas usw. ...laß mal. Vor Ort habe ich die Rechner direkt über 2,5G LAN verbunden, das funktioniert hervorragend. Auch wenn es mir Spaß macht, aber bei -20°C stundenlang draussen sitzen ist nicht wirklich erbauend und deshalb möchte ich das Ganze aus meinem warmen Arbeitszimmer fernsteuern. Am Ende geht es auch darum die gewonnenen Daten von einigen GB flink auf das heimische NAS zu befördern.
Ste N. schrieb: > Frank K. schrieb: >> Und Glasfaserkabel verlegen geht nicht? > > Nochmal 120m das Grundstück aufbuddeln? Och nee... Beton, Pflaster, > Baumwurzeln und Altlasten in Form von Steinen, Glas usw. ...laß mal. Jenseits des Atlantiks lieben die Leute ihre Utility Poles und nutzen sie für alles: Strom, Telefon,... Wäre auch eine Möglichkeit. fchk
Wenn vor allem die Latenz das Problem ist und nicht der Bulk-Durchsatz, dann ist nicht sicher dass eine neue Funkstrecke mit höherem Bulk-Durchsatz auch wirklich schneller (in Form von niedrigerer Latenz) ist. Denn für den höheren Bulk-Durchsatz braucht es oft komplexere Modulationsmechanismen etc. und die brauchen mehr Rechenzeit, also eine längere Pipeline, größere Puffer die auf einmal verarbeitet werden und damit höhere Latenz. Glasfaser ist klar die bessere Lösung. Es gibt z.B. sog. Bodenraketen. Damit muss man nicht die komplette Strecke graben. Wie von Frank genannt sind Masten und dazwischen hängendes Kabel auch eine Überlegung Wert.
Was ist das für ein seltsames Remote-Desktop System? Sowas ist heutzutage ja sogar übers öffentliche Internet mit 20 megabit/s mehr als brauchbar (3d-CAD, 4k).
Robert M. schrieb: > Was ist das für ein seltsames Remote-Desktop System? Sowas ist > heutzutage ja sogar übers öffentliche Internet mit 20 megabit/s mehr als > brauchbar (3d-CAD, 4k). Ja, ich habe aus Spass dass mal mit Horizon-ThinClients, und 10 Mbps ausprobiert. Unbrauchbar (gemacht) wurde das nur von der Firmware der ThinClients, die einen Warnhinweis auf die Übertragungsrate der Anbindungen einblendeten. ☺ (Vektor-)CAD ging mit dem X-Protokoll, auch problemlos mit 512 kbit oder 2 Mbit Strecken. Ist aber natürlich kein RDP.
Robert M. schrieb: > Was ist das für ein seltsames Remote-Desktop System? Sowas ist > heutzutage ja sogar übers öffentliche Internet mit 20 megabit/s mehr als > brauchbar (3d-CAD, 4k). Ich muß ehrlich zugeben, das ich den Remotebetrieb über WLAN noch gar nicht richtig probiert habe. Ich nutze NoMachine und das ist am heimischen PC noch gar nicht installiert. Das die CAD Programme so flüssig funktionieren erstaunt mich dann doch. Ich hatte bisher nur mehrere Dateien von 10-20GB Größe überspielt und das ist schon recht zäh. Direkt vor Ort über das 2,5GB LAN geht es dagegen recht fix.
Da gibt es viele Lösungen, von denen ich mal hier zwei beispielhaft einwerfe. 1. Ubiquiti NanoStation M5 Loco im Pärchen. Stückpreis ca. 50...60 Euro. Es handelt sich um Outdoor-APs, die auch einen speziellen Bridge-Modus beherrschen. Dabei werden sie gegenseitig über ihre MAC-Adresse "verdongelt" un dkein anderes Gerät kann daran teilnehmen. Ersetzt quasi ein LAN-Kabel mit ca. 150 MBit bis 2...3 Kilometern. Selbst schon ausprobiert. https://eu.store.ui.com/eu/en/products/locom5 2. MikroTik nRAYG-60adpair - Wireless Wire nRAY. Paarpreis unter 300,-, Bandbreite um die 300...500 MBit. https://www.mikrotik-store.eu/de/mikrotik-nrayg-60adpair-wireless-wire-nray Nachtrag: Richtantennen an Sender UND Empfänger erhöhen nicht einfach nur die Reichweite sondern auch die Störsicherheit und damit die Bandbreite. Beim Sender ist das klar, der straht nur - ähnlich einer Taschenlampe - in die benötigte Richung und verschont so auch andere Funk-User vor unerwünschten Signalen. Beim Empfänger wirkt eine Richtatenne auch so, dass andere (unerwünschte) Signale ausgeblendet werden ("Schuklappen") :-)
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RDP kann auch einen h264-Videostream verwenden (Seit Windows10 1803). Mit Hardware-Unterstütztem En- und Decoding (sofern CPU/GPU nicht aus dem letzten Jahrtausend stammen). Geringe Latenz, selbst über SSH-Tunnel bei <10Mbps Bandbreite Nutzbar. Auch bei 1440p-Bildschirmauflösung, während der Remote-Rechner ein YT-Video abspielt, also ständig Bewegung im Bild ist. Ok, schnelle Shooter möchte man vielleicht nicht darüber spielen.
Frank E. schrieb: > ca. 150 MBit Netto nicht mehr als 100, weil nur ein 10/100Mbps-Ethernet-Port verbaut ist. Nicht so ganz zielführend, wenn der TO mit seiner 802.11ac-Lösung schon auf gut 600Mbps kommt, aber der Meinung ist, mehr zu brauchen. Frank E. schrieb: > Bandbreite um die 300...500 MBit Damit soll sogar 1Gbps full-duplex drin sein, habe ich aber bislang nicht getestet. Frank E. schrieb: > Nachtrag: Richtantennen an Sender UND Empfänger erhöhen nicht einfach > nur die Reichweite sondern auch die Störsicherheit und damit die > Bandbreite. Niemand hat etwas anderes behauptet. Eine Antenne mit 23dBi Gewinn ist hier dennoch Overkill und kann bei kurzen Distanzen sogar zur Übersteuerung des Empfängers führen. Mit einer Mindest-Sendeleistung von 0dBm und dieser Antenne auf beiden Seiten sieht der Empfänger bei 120m Distanz -43dBm, bei 60m wären es sogar -37dBm.
Hmmm schrieb: > Nicht so ganz zielführend, wenn der TO mit seiner 802.11ac-Lösung schon > auf gut 600Mbps kommt, aber der Meinung ist, mehr zu brauchen. Was er wirklich will, ist mehr Schwupdizität. Oliver
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