Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Sehr alter Kompressor, Membrankopf- wie öffnen ?


von Edi M. (edi-mv)



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Wae zum Thema Werkzeug:
Wer kennt so einen Membranen- Kopf (oder Ventil- Kopf) eines Luft- 
Kompressors ?

Fabrikat und Alter unbekannt, hat einige Jahrzehnte auf dem Buckel.
Lief bis vor einigen Tagen tadellos, war immer gut zum Lackieren und 
Reifen- Aufpusten.
Bis sich der Schalter nachts einschaltete (Ja ! Von allein !!!), und das 
Ding eine ganze Nacht hindurch komprimüste.
Elektromotor natürlich heiß, lief schwer, nachdem er sich abgekühlt 
hatte, ging es wieder, aber... der Kompressor bringt keinen Druck mehr.

Kopf abgenommen, und gleich klar:
Der Membranenkopf: 2 dünne Blechmembranen, eine Einlaß, eine Auslaß, und 
der Einlaß ist offen, wahrscheinlich hat er Dreck angesaugt, oder die 
Membran hat was weggekriegt.
Die Auslaßseite funktioniert, man hört beim Saugen/ Pusten die Membran 
klicken.

Aber Auslaß ist hin. Leider kein Erfolg mit Durchpusten, Reinigungsspray 
oder Öl.

Ich kriege das Ding aber nicht auf. Definitiv besteht es aus 2 Teilen, 
das sieht man in der Mitte der Stehbolzen- Löcher.
An der in der Seitenansicht sichtbaren Trennkante kann man es  nicht 
aufhebeln. Die ist auch nur 0,5 mm, da paßt kaum was zwischen, und etwas 
Druck, bricht am Rand was ab.

Es gibt wohl nur die Möglichkeit, daß es zusammengeschraubt ist, dann 
aber mit einem Feingewinde...
...oder zusammengepreßt. Jemand meinte, mit einer Seite erwärmen, einer 
Seite kühlen könnte was gehen.

Kennt jemand so einen Membranenkopf, und weiß, wie der montiert bzw. 
zerlegbar ist ?
von Thomas R. (thomasr)


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Such mal im Netz nach "Ventilplatte" und Kompressor. Da findest zu 
zumindest Bilder und ggf sogar einen passenden Ersatz.
von Peter N. (alv)


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Edi M. schrieb:
> Es gibt wohl nur die Möglichkeit, daß es zusammengeschraubt ist, dann
> aber mit einem Feingewinde...

Eher nicht. Dann würden die Schraublöcher nicht so schön deckungsgleich 
sitzen.
von Edi M. (edi-mv)


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Thomas R. schrieb:
> Such mal im Netz nach "Ventilplatte" und Kompressor. Da findest zu
> zumindest Bilder und ggf sogar einen passenden Ersatz.

Danke, ja, da ist einiges zu finden, ich werde das mal durchstöbern.
Manchmal muß man nur die Bezeichnung wissen.
Danke für den Hinweis !

Edi
: Bearbeitet durch User
von 🍅🍅 🍅. (tomate)


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Wird wohl fest gegammelt sein, Propangasbrenner und mal gut war machen 
und dann ordentlich auf Holzplatte klopfen und schauen, obs dann 
auseinander fällt.

Für Gewinde oder Pressung gibts keinen Grund, dafür sind die 4 Bolzen am 
Zylinder da.

Da wird es nur ein paar Pins haben, was die Metallstreifen vom Ventil 
halten und die sind wahrscheinlich festgerostet.
von Rainer D. (rainer4x4)


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So verrottet wie das Teil aussieht hätte ich Bedenken wegen des 
Druckluftbehälters. Wird wohl von innen ebenso massiv korrodiert sein.
von Edi M. (edi-mv)


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Rainer D. schrieb:
> So verrottet wie das Teil aussieht hätte ich Bedenken wegen des
> Druckluftbehälters. Wird wohl von innen ebenso massiv korrodiert sein.

Ja, ein altes Teil ist es. Vielleicht auch uralt. Zum Spritzen und 
Reifen- Aufpusten reichte das Ding.
Der Behälter sieht innen noch gut aus, soweit ich durch die engen 
Anschlüsse sehen kann.
Ist auch kein so großes Problem, weil der Behälter ja ausgangsseitig 
ist, und diese Seite ist ja noch ok. Am Ausgangsventil des Behälters 
hängt auch nur ein Schlauch für eine Spritzpistole oder ein 
Reifenventil- Aufsatz.

(tomate) 29.05.2026 12:33
> Für Gewinde oder Pressung gibts keinen Grund, dafür sind die 4 Bolzen am
> Zylinder da.

Das Ding ist wirklich irre zusammengequetscht, es ist nicht zu sehen, wo 
man das aufdrücken könnte, nur in der Mitte der Stehbolzenbohrung ist 
eine Trennkante zu sehen, die zeigt, daß es zweiteilig ist. Und die 
Rille ist zum Öffnen nicht gedacht- die Trennung scheint in der Mitte zu 
sein, die Rille ist nicht mittig.
Zweiteilig muß es ja auch- die Membranen sind ja irgendwie da 
reingekommen.

> Da wird es nur ein paar Pins haben, was die Metallstreifen vom Ventil
> halten und die sind wahrscheinlich festgerostet.

Ich denke, da das Ding ja bis vor kurzem funktionierte, daß es bei dem 
Nacht- Dauerlauf dann doch soviel Dreck angesaugt hat, daß die Membrane 
blockiert ist- wie geschrieben, Durchpusten, Reinigungsspray, Öl... rien 
ne va plus.

Ok, ich werde wohl was mit Wärme versuchen.
Ansonsten gibt es tatsächlich solche Ventilköpfe noch für heutige 
Komprimüser, das Prinzip hat sich nicht geändert, vielleicht findet sich 
vielleicht ein Passender.
von Wolf17 (wolf17)


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Edi M. schrieb:
> Und die
> Rille ist zum Öffnen nicht gedacht- die Trennung scheint in der Mitte zu
> sein, die Rille ist nicht mittig.
Da wird noch ein Absatz sein.
Ich würde nach ausreichender Einölzeit mit Heißlagerung ringsum ein 
Messer mit breitem Rücken einschlagen, als Gegenauflage weiches Holz.
von Edi M. (edi-mv)


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Wolf17 schrieb:
> Edi M. schrieb:
>> Und die
>> Rille ist zum Öffnen nicht gedacht- die Trennung scheint in der Mitte zu
>> sein, die Rille ist nicht mittig.
> Da wird noch ein Absatz sein.
> Ich würde nach ausreichender Einölzeit mit Heißlagerung ringsum ein
> Messer mit breitem Rücken einschlagen, als Gegenauflage weiches Holz.

Ich werde erst einmal an den Stehbolzenlöchern versuchen, ob was geht- 
etwas mit Gewalt in die Rille pressen, macht das Teil kaputt, das ist 
Guß, ich hatte schon ein 0,6 mm- Sägeblatt dort vorsichtig rundherum 
reingedrückt, ein winziges Stück am Rand ist abgeplatzt (Foto, rechter 
Rand des Ventilkopfs).
Die Rille ist damit sicher nicht zum Aufhebeln gedacht.
Obwohl... gibt einen Marmeladenglas- Öffner, der genau so einen sehr 
dünnen Keil in die Gummi- Rille drückt.

Kleiner Erfolg: Zwei  6 mm - Gewindestangen kurz in den Schraubstock 
gespannt, diagonal gegenüberliegende Stehbolzenlöcher drauf, mit einem 
Durchschlag gegen die Oberseite geschlagen, brachte immerhin einen sehr 
geringen Versatz der Teile oben/ unten, also in der Bohrung eine besser 
sichtbare Kante, aber das ist gerade so erkennbar. Ich will das Teil nur 
nicht mit brutaler Gewalt kaputtkriegen.

Aber mit Wärme wird der nächste Versuch sein.
von R. L. (Gast)


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in die Löcher Gewinde schneiden und von beiden Seiten Schrauben 
eindrehen um Teile auseinander zu drücken. Die Gewinde stören nachher 
nicht. Die Dicke der beiden Teile sollte nicht zu gering sein, für ein 
paar Gewindegänge sollte es reichen.
von Edi M. (edi-mv)


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R. L. schrieb:
> in die Löcher Gewinde schneiden und von beiden Seiten Schrauben
> eindrehen um Teile auseinander zu drücken.

Das nenn' ich mal 'ne innovative Idee !
Könnte klappen.
Bei 12 mm Dicke ist die Gewindelänge pro Seite 6mm, da ginge nur ein 
Feingewinde. Bohrung ist 7,0... ich habe noch einiges aus meiner Zeit, 
als ich an alten Motorrädern schraubte, aber so einen Feingewindebohrer 
hat man kaum herumzuliegen.
Kriegt man aber.

Kann ich mir noch überlegen.
Danke für die Idee !
: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)


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Wolf17 schrieb:
> Ich würde nach ausreichender Einölzeit mit Heißlagerung ringsum ein
> Messer mit breitem Rücken einschlagen, als Gegenauflage weiches Holz.

Ich habe als Reserve immer einen kleinen E- Kocher bereit, das Ding 
angeworfen, Kompressor- Ventilscheibe mit reichlich WD40 vorgeweicht, 
dünne Stanniolfolie auf die Kochplatte, der Ventilscheibe etwas "Dampf 
unterm Hintern gemacht", 2 dünne Messer in die Rille, leichtes Drehen, 
"Anhebeln", ein Stück drehen, wieder Anhebeln...
Nach einer Weile... endlich... wurde der Spalt größer !
Vorsichtig weiter, die Oberseite mit einem nassen Lappen etwas gekühlt- 
nichts... die Kolbenseite gekühlt, und Schwwwwups !.. lagen da 2 
Gußteile ganz unschuldig vor mir.

Drinnen ein teils zerfetztes Papier- Dichtblatt und 2 
Stahl-Ventilblättchen, die nicht beschädigt zu sein scheinen.
Mehr ist da nicht.
Die Blättchen können sich in einer Einbuchtung frei bewegen, keine 
Federn o. ä.

Ich denke, das Papier ist durch den nächtlichen Dauerlauf kaputt 
gegangen, und ein Fetzen hat einfach das Einlaßblättchen blockiert, daß 
es nicht schließen konnte.

So, dann werde ich das Zeug saubermachen, prüfen, ob die Blättchen noch 
ok sind, und dann neue Papierdichtung, und die Ventilplatte wieder 
zusammensetzen.
: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)


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Nach Reinigung lassen sich die Gußscheiben widerstandslos 
aufeinandersetzen, da ist sogar etwas Spiel vorhanden.
War also nur Keim & Gammel, was die Scheiben zusammengehalten hatte.
Die Federn sind absolut gerade.
Ich werde eine Papier- Dichtung schnippeln, die Ventilplatte 
zusammenstecken, aufsetzen, Zylinderkopf rauf, dann sollte der uralte 
Komprimüser wieder lospusten.
Kriegt dann noch Reinigung und Anstrich.
Den Antriebsmotor tausche ich auch, der sieht nicht mehr gut aus, die 
Hitze hat die Wicklungen verschmurgelt, und er wird schnell heiß- dürfte 
sich die Nacht durch einige Windungsschlüsse geholt haben. Ein 
Waschmaschinen- Motor sollte es tun, ist unterwegs.
So wie diese Maschine gebaut ist, dürfte sie noch ewig halten.
von Wastl (hartundweichware)


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Vor dem Zusammensetzen der Gussscheiben etwas Hochtemperatur-Fett
auftragen (auch auf die Papierdichtung) damit sie nicht weiter
rosten. Überhaupt, bin ich ein Fan von Fett, die Schrauben und
Gewinde fette ich auch ein damit beim nächsten Reparaturversuch
alles easy auseinandergeht.
von Wastl (hartundweichware)


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Aussen könnte man die Gussscheiben mit Zinkfarbe bestreichen damit
der Rost keine Chance hat. Bloss kein Zinkspray, die Schicht wird
viel zu dünn.
https://www.ebay.de/itm/127455317743
von Edi M. (edi-mv)


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Wastl schrieb:
> Vor dem Zusammensetzen der Gussscheiben etwas Hochtemperatur-Fett
> auftragen (auch auf die Papierdichtung) damit sie nicht weiter
> rosten. Überhaupt, bin ich ein Fan von Fett, die Schrauben und
> Gewinde fette ich auch ein damit beim nächsten Reparaturversuch
> alles easy auseinandergeht.

Kann man tun... ich nehme Kupferspray (nur Kupfer, keine Farbe), das 
sorgt gut dafür, daß man das später wieder auseinanderkriegt, habe ich 
früher bei Blattfeder- und Dreieckslenker- Verschraubungen am Auto 
eingesetzt, nachdem ich total festgekeimte Bolzen nur noch mit der 
Eisensäge -aus Platzmangel nur das Blatt, und etliche Stunden Rödelei !- 
überzeugen konnte.

Der Motor hat sich auf einmal selbst repariert- war nicht der Motor, 
sondern sein Schalter- der sich ja vor einiger Zeit selbständig 
eingeschaltet hatte.
Die Kontakte sind wahrscheinlich auch nur noch für die Tonne.
Schade, noch so ein richtiger, antiker Klops.
Mal sehen, vielleicht noch zu retten.

Wie geschrieben, der Kompressor ist nur für Spritzarbeiten und 
Reifenaufpusten, das hat er immer gut gebracht, 6 Bar kriegt er locker.
von Sven L. (svenl)


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Gerade die Ausgangsseite ist problematisch:
6 bar bei vielleicht 50 Liter Volumen im Kessel sind gute 300 Liter Luft 
auf atmosphärischem Level.

Generell sollte man mit komprimierten Gasen und deren Behältnissen 
aufpassen: Die Energie steckt in der Kompression des Gases. Gibt der 
Kessel aus irgendeinem Grund nach (Korrosion), möchte ich nicht daneben 
stehen, wenn sich diese Energie entlädt!

Oftmals haben solche Selbstbauten auch keinen Kugelhahn am unteren 
Kesselende, um Kondenswasser abzulassen oder der Flansch ist falsch 
eingeschweißt, sodass man das Wasser nicht heraus bekommt.

Gruß!

Sven
von Wastl (hartundweichware)


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Edi M. schrieb:
> ich nehme Kupferspray (nur Kupfer, keine Farbe), das
> sorgt gut dafür, daß man das später wieder auseinanderkriegt

Schützt bei grossen Kontaktflächen nicht gegen eindringendes
Wasser und damit nicht vor Korrosion.
von Edi M. (edi-mv)


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Sven L. schrieb:
> Generell sollte man mit komprimierten Gasen und deren Behältnissen
> aufpassen:
> Oftmals haben solche Selbstbauten auch keinen Kugelhahn am unteren
> Kesselende, um Kondenswasser abzulassen oder der Flansch ist falsch
> eingeschweißt, sodass man das Wasser nicht heraus bekommt.

Ganz so schlimm ist es nicht.
Überdruckventil ist vorhanden, Entwässerungs- Verschraubung auch.
Ist kein Eigenbau, Behälter und Kompressor gehören organisch zusammen, 
da sind alle Halterungen am Behälter genau passend für das 
Kurbelgehäuse. Nur der Motor wurde mal durch einen gerade Vorhandenen 
ersetzt, und eine sehr schlampig ausgeschnittene Grundplatte aufgesetzt.
Ist aber nur optisch doof. Geschenkt.

Inzwischen habe ich den Schalter auseinandergenommen. Dreiphasen- 
Nockenschalter, Kontaktplatte mit Federn hinter.
Sieht aber gut aus, Nockengehäuse und Kontakte sauber.

Aber... verdammte Axt- da steckte ein viereckiger Schaft eines Nagels 
(Typ Kreuzigungsnagel) in der Arretierung ! Ich hatte den Schalter mal 
offen gehabt, den aber übersehen !
Wahrscheinlich klemmte der den Schalter irgendwann auf "fast aus", und 
dann reichter der Flügelschlag eines Schmetterlings in Peking, um den 
Kontakt "gerade so" zu schließen, und... dann rödelte das Ding die ganze 
Nacht.

Einer der 3 Kontakte ist nun "lumme", die Feder tot, wahrscheinlich 
ausgeglüht.

Ist aber auch nur 1 Kontakt nötig. Der Motor wird über Kondensator 
betrieben- Steinmetz- Schaltung. Reicht für kleine Leistung aus.
Bei dem sind allerdings 2 dran, an 4 herausgeführten Drähten.
Also kann der Schalter bleiben, ich werde nur das defekte 
Kontaktplättchen ziehen.

Die Kondis (13,5 µF und 7 µF, ungepolt) muß ich noch messen, ob die noch 
ok sind.

> Schützt bei grossen Kontaktflächen nicht gegen eindringendes
> Wasser und damit nicht vor Korrosion.

Ist ja nur eine winzige Fläche, 40 mm Durchmesser, 2,5 mm hoch.
Armaturen- Graphitfett ginge übrigens auch, ich weiß aber nicht, ob ich 
noch sowas habe. Aber was im mit Kupfer eingesprüht habe, ließ sich 
immer wieder lösen.
von Peter N. (alv)


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Edi M. schrieb:
> dann rödelte das Ding die ganze
> Nacht.

Wieso eigentlich?
Normalerweise rödelt ein Kompressor nur solange, bis der max. Druck 
erreicht ist und schaltet dann ab...
von Edi M. (edi-mv)


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Peter N. schrieb:
> Edi M. schrieb:
>> dann rödelte das Ding die ganze
>> Nacht.
>
> Wieso eigentlich?
> Normalerweise rödelt ein Kompressor nur solange, bis der max. Druck
> erreicht ist und schaltet dann ab...

Das Ding ist doch antik. Alt wie Steinkohle, und noch 'n paar Kohlen 
drauf.
Wie alt genau... kein Schildchen, keine Gußsymbole. Die 
Befestigungschrauben auf der Grundplatte und dem Fahrgestell haben noch 
Viereck- Profil. Findet man hier oben (M-V) oft auf uralten 
Landwirtschafts- Geräten, und so manche sind noch aus Kaisers Zeiten- 
gelegentlich ist solch Zeug bei Kleinbauern noch heute im Einsatz. Ich 
habe selbst noch eine Egge aus alter Zeit (bin kein Bauer, ist nur zum 
Anschauen). In den 70ern habe ich selbst noch in der LPG solche Eggen 
repariert (gehörte zum DDR- Unterricht).

Der Uralt- Kompressor hat keine Abschaltung, wenn der Druck zu hoch sein 
sollte, pfeift's aus dem Überdruckventil. Hatte es früher ab und zu mal 
geschafft.

Und da der Schalter durch den Nagel auf "fast an" war, und sich dann 
einschaltete, als die Kontaktbrücke durch Temperaturänderung oder 
sonstwas in Gang kam, und so blieb, lief das Gerät die Nacht durch, 
irgendwann hat der Druck nicht mehr gereicht, weil ein Fetzen 
Dichtungspapier den Einlaß offen ließ.

Wie geschrieben, wird jetzt auseinandergenommen, alles sauber gemacht, 
neue Farbe rauf, und dann wieder in Dienst gestellt.
von Edi M. (edi-mv)


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Der Motor läuft, Schalter ist raus, kommt aber wieder rein.
Selbst die ziemlich gammelig aussehenden Motorkondensatoren sind noch 
einwandfrei- Soll 13,5 µF, ist 13 µF, Soll 7 µF, 5%, ist 7,5 µF.
R iso > 2,2 MOhm (Kleinspannung), Soll 450 V AC/ 550 V DC, Test mit 550 
V über 1/2 Stunde ok.
Die Kondis sind nicht antik, aber aus DDR- Zeiten. Diese Motorkondis 
sind selten defekt, wenn, dann ist die Ursache meist Korrosionsschaden 
am Becher, aber die sind noch ok.

Wenn der Motor nun auch ok ist... bleibt er drin.

Ventile funktionieren auch, ich muß noch Dichtungen für den Zylinderkopf 
anfertigen.
: Bearbeitet durch User
von BirnKichler S. (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) (max707)


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Edi M. schrieb:
> Wolf17 schrieb:
>> Ich würde nach ausreichender Einölzeit mit Heißlagerung ringsum ein
>> Messer mit breitem Rücken einschlagen, als Gegenauflage weiches Holz.
>
...
> 2 dünne Messer in die Rille, leichtes Drehen,
> "Anhebeln", ein Stück drehen, wieder Anhebeln...
> Nach einer Weile... endlich... wurde der Spalt größer !
> Vorsichtig weiter, die Oberseite mit einem nassen Lappen etwas gekühlt-
> nichts... die Kolbenseite gekühlt, und Schwwwwups !.. lagen da 2
> Gußteile ganz unschuldig vor mir.

Und das Gehäuse war demoliert, nur weil Du zu ungeduldig warst.

Rest ist völlig ok.
von Thomas R. (thomasr)


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Motorkondensatoren "Made in GDR" habe ich in den 80ern gern in den 
Westen mitgebracht. War mal etwas sinnvolles für das getauschte 
Eintrittsgeld. Und die halten tatsächlich "ewig".
von Edi M. (edi-mv)


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BirnKichler S. schrieb:
> Und das Gehäuse war demoliert, nur weil Du zu ungeduldig warst.

Nix demoliert, einige abgeplatzte Stellen am Rand waren schon da, 
möglicherweise hat schon vor langer Zeit jemand die Ventilplatte 
geöffnet.
Eine Stelle noch von mir. Ärgerlich, aber ist nur die Unterseite, nicht 
zu sehen, und auch nur Schönheitsfehler.
Weiß jeder Auto- Pole: Kriegt man mit Spachtelmasse getarnt.
:-)

Thomas R. (thomasr)
> Motorkondensatoren ... die halten tatsächlich "ewig".
Zumindest SEHR haltbar.
Messen ist aber immer sicherer.
Viereckige Blockkondensatoren aus alter Zeit- äußerste Vorsicht.
Solche Bauteile sollte man nur dort einsetzen, wo Folgeschäden nicht zu 
erwarten, oder gering sind.

Ich verwende gern solche Bauteile- Nur der Platzbedarf muß es zulassen.
Hier ein Siemens- Siebkondensator 140 µF, 2,4 kV AC, 3KV DC. Ist 125 µF, 
R iso > 2,2 MOhm.
Ja, das Meßgerät -immerhin Rohde & Schwarz, ist auch betagt, aber für 
Kapazitätsmessungen ausreichend.
von Edi M. (edi-mv)



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Der Kompressor ist in Arbeit. Die schlampig ausgesägte Motorplatte, die 
drauf war, mit der Flex exakt winklig geschnitten, die Pumpe vom 
Behälter abgenommen.
Einen Herstellerhinweis konnte ich nicht finden, keine Prägung, nichts.

Ich benötige das Gerät gelegentlich, ist ein Werkzeug, da mache ich mir 
etwas Mühe. Wird alles gereinigt, entrostet und neu lackiert.
von Wolf17 (wolf17)


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Edi M. schrieb:
> Wird alles gereinigt, entrostet und neu lackiert.
Ölwechsel nicht vergessen.
von Edi M. (edi-mv)


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Wolf17 schrieb:
> Edi M. schrieb:
>> Wird alles gereinigt, entrostet und neu lackiert.
> Ölwechsel nicht vergessen.

Japp.
von Edi M. (edi-mv)



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Wolf17 schrieb:
> Ölwechsel nicht vergessen.

Ölwechsel gemacht- auch der kleine Komprimüser hat einen Ölmeßstab.

Und dann- ab in den Schönheitssalon.
Gibt heute phantastische Mittelchen, die auch schnell anwendbar sind.

Nach 3 Stunden Waschen, Spülen, Färben und Gesichtspflege:
So läßt sich das Maschinchen sehen, denke ich.
von Hans (ths23)


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Sven L. schrieb:
> Oftmals haben solche Selbstbauten auch keinen Kugelhahn am unteren
> Kesselende, um Kondenswasser abzulassen oder der Flansch ist falsch
> eingeschweißt, sodass man das Wasser nicht heraus bekommt.
Wozu muß das ein Kugelhahn sein? Das ging Jahrzehnte auch ohne. Mein 
Kompressor, kein Selbstbau und ca. 30 Jahre alt, hat einen 
Entwässerungshahn der wie ein Entlüftungsventil bei der Heizung 
funktioniert. Selbst heute verwenden nicht alle Hersteller Kugelhähne 
zur Entwässerung.
von Edi M. (edi-mv)


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Hans schrieb:
>  Mein
> Kompressor, kein Selbstbau und ca. 30 Jahre alt, hat einen
> Entwässerungshahn der wie ein Entlüftungsventil bei der Heizung
> funktioniert. Selbst heute verwenden nicht alle Hersteller Kugelhähne
> zur Entwässerung.

So ist.
Das antike Gerät hat ein angeschweißtes Rohr mit Gewinde, und ein 
Blindstopfen drin, auf dem Foto nicht zu sehen, unten am runden 
Vorderteil.
Reicht für so eine kleine Mühle, die sicher nicht für einen 24/7/365- 
Betrieb gebaut war.
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