Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Sehr alter Kompressor, Membrankopf- wie öffnen ?


von Edi M. (edi-mv)



Lesenswert?

Wae zum Thema Werkzeug:
Wer kennt so einen Membranen- Kopf (oder Ventil- Kopf) eines Luft- 
Kompressors ?

Fabrikat und Alter unbekannt, hat einige Jahrzehnte auf dem Buckel.
Lief bis vor einigen Tagen tadellos, war immer gut zum Lackieren und 
Reifen- Aufpusten.
Bis sich der Schalter nachts einschaltete (Ja ! Von allein !!!), und das 
Ding eine ganze Nacht hindurch komprimüste.
Elektromotor natürlich heiß, lief schwer, nachdem er sich abgekühlt 
hatte, ging es wieder, aber... der Kompressor bringt keinen Druck mehr.

Kopf abgenommen, und gleich klar:
Der Membranenkopf: 2 dünne Blechmembranen, eine Einlaß, eine Auslaß, und 
der Einlaß ist offen, wahrscheinlich hat er Dreck angesaugt, oder die 
Membran hat was weggekriegt.
Die Auslaßseite funktioniert, man hört beim Saugen/ Pusten die Membran 
klicken.

Aber Auslaß ist hin. Leider kein Erfolg mit Durchpusten, Reinigungsspray 
oder Öl.

Ich kriege das Ding aber nicht auf. Definitiv besteht es aus 2 Teilen, 
das sieht man in der Mitte der Stehbolzen- Löcher.
An der in der Seitenansicht sichtbaren Trennkante kann man es  nicht 
aufhebeln. Die ist auch nur 0,5 mm, da paßt kaum was zwischen, und etwas 
Druck, bricht am Rand was ab.

Es gibt wohl nur die Möglichkeit, daß es zusammengeschraubt ist, dann 
aber mit einem Feingewinde...
...oder zusammengepreßt. Jemand meinte, mit einer Seite erwärmen, einer 
Seite kühlen könnte was gehen.

Kennt jemand so einen Membranenkopf, und weiß, wie der montiert bzw. 
zerlegbar ist ?
von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Such mal im Netz nach "Ventilplatte" und Kompressor. Da findest zu 
zumindest Bilder und ggf sogar einen passenden Ersatz.
von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Edi M. schrieb:
> Es gibt wohl nur die Möglichkeit, daß es zusammengeschraubt ist, dann
> aber mit einem Feingewinde...

Eher nicht. Dann würden die Schraublöcher nicht so schön deckungsgleich 
sitzen.
von Edi M. (edi-mv)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Such mal im Netz nach "Ventilplatte" und Kompressor. Da findest zu
> zumindest Bilder und ggf sogar einen passenden Ersatz.

Danke, ja, da ist einiges zu finden, ich werde das mal durchstöbern.
Manchmal muß man nur die Bezeichnung wissen.
Danke für den Hinweis !

Edi
: Bearbeitet durch User
von 🍅🍅 🍅. (tomate)


Lesenswert?

Wird wohl fest gegammelt sein, Propangasbrenner und mal gut war machen 
und dann ordentlich auf Holzplatte klopfen und schauen, obs dann 
auseinander fällt.

Für Gewinde oder Pressung gibts keinen Grund, dafür sind die 4 Bolzen am 
Zylinder da.

Da wird es nur ein paar Pins haben, was die Metallstreifen vom Ventil 
halten und die sind wahrscheinlich festgerostet.
von Rainer D. (rainer4x4)


Lesenswert?

So verrottet wie das Teil aussieht hätte ich Bedenken wegen des 
Druckluftbehälters. Wird wohl von innen ebenso massiv korrodiert sein.
von Edi M. (edi-mv)


Lesenswert?

Rainer D. schrieb:
> So verrottet wie das Teil aussieht hätte ich Bedenken wegen des
> Druckluftbehälters. Wird wohl von innen ebenso massiv korrodiert sein.

Ja, ein altes Teil ist es. Vielleicht auch uralt. Zum Spritzen und 
Reifen- Aufpusten reichte das Ding.
Der Behälter sieht innen noch gut aus, soweit ich durch die engen 
Anschlüsse sehen kann.
Ist auch kein so großes Problem, weil der Behälter ja ausgangsseitig 
ist, und diese Seite ist ja noch ok. Am Ausgangsventil des Behälters 
hängt auch nur ein Schlauch für eine Spritzpistole oder ein 
Reifenventil- Aufsatz.

(tomate) 29.05.2026 12:33
> Für Gewinde oder Pressung gibts keinen Grund, dafür sind die 4 Bolzen am
> Zylinder da.

Das Ding ist wirklich irre zusammengequetscht, es ist nicht zu sehen, wo 
man das aufdrücken könnte, nur in der Mitte der Stehbolzenbohrung ist 
eine Trennkante zu sehen, die zeigt, daß es zweiteilig ist. Und die 
Rille ist zum Öffnen nicht gedacht- die Trennung scheint in der Mitte zu 
sein, die Rille ist nicht mittig.
Zweiteilig muß es ja auch- die Membranen sind ja irgendwie da 
reingekommen.

> Da wird es nur ein paar Pins haben, was die Metallstreifen vom Ventil
> halten und die sind wahrscheinlich festgerostet.

Ich denke, da das Ding ja bis vor kurzem funktionierte, daß es bei dem 
Nacht- Dauerlauf dann doch soviel Dreck angesaugt hat, daß die Membrane 
blockiert ist- wie geschrieben, Durchpusten, Reinigungsspray, Öl... rien 
ne va plus.

Ok, ich werde wohl was mit Wärme versuchen.
Ansonsten gibt es tatsächlich solche Ventilköpfe noch für heutige 
Komprimüser, das Prinzip hat sich nicht geändert, vielleicht findet sich 
vielleicht ein Passender.
von Wolf17 (wolf17)


Lesenswert?

Edi M. schrieb:
> Und die
> Rille ist zum Öffnen nicht gedacht- die Trennung scheint in der Mitte zu
> sein, die Rille ist nicht mittig.
Da wird noch ein Absatz sein.
Ich würde nach ausreichender Einölzeit mit Heißlagerung ringsum ein 
Messer mit breitem Rücken einschlagen, als Gegenauflage weiches Holz.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.