Guten Tag, ich habe einen Mini-Ventilator, der mit einer 3,7V 18650 Lithium-Zelle versorgt wird und auch über USB 5V wieder aufgeladen werden kann. Seit einiger Zeit scheint es jedoch Probleme beim Ladevorgang zu geben. Die Lithium-Zelle wird zwar geladen, aber die rote Aufladen-LED erlischt auch nach mehreren Stunden des Ladevorgangs nicht mehr (wie sonst üblich). Ich habe auch 18650 Zellen anderer Kapazitäten getestet; das Ergebnis bleibt. Ich konnte die Platine leider nicht vollständig entnehmen oder Defekte darauf erkennen (da hierfür erst Kabel abgelötet werden müssten). Zu sehen war hier der Mikrochip "CJS1036D", zu dem es leider nur sehr wenige Informationen gibt und ich hier den Defekt vermute. Kann mir jemand helfen, ein Pinout bzw. Datenblatt des Chips zu bekommen? Wo könnte der Defekt noch liegen? Gibt es Alternativen zu diesem Chip? Ich freue mich über Antworten!
>Die Lithium-Zelle wird zwar geladen, aber die rote Aufladen-LED >erlischt auch nach mehreren Stunden des Ladevorgangs nicht Wird der Akku überladen oder wird er nie voll? Wie hoch ist die Ladeendspannung? Wie hoch ist die "USB 5V", gemessen?
B e r n d W. schrieb: > Wird der Akku überladen oder wird er nie voll? > > Wie hoch ist die Ladeendspannung? > > Wie hoch ist die "USB 5V", gemessen? Ich würde mich dazu nochmal melden und einige Messungen vornehmen. Der Akku wird definitiv geladen, ich gehe aber davon aus, dass er nicht mehr vollgeladen wird. Nach dem nächsten Ladevorgang werde ich ein paar Messdaten mitteilen. Ich hoffe nicht, dass der Chip einen Defekt hat... (leider so gut wie nicht mehr erhältlich).
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Aus dem (sehr schlecht automatisch übersetzten) Datenblatt. Zum Laden überbrückt der PNP die Diode. Strombegrenzung: Der SS8550 hat eine Gleichstromverstärkung von 120-400, Basiswiderstand 820 Ohm.
B e r n d W. schrieb: > Wird der Akku überladen oder wird er nie voll? Ich beobachte das Auflade-Szenario meiner 3500 mAh 18650-Zelle aktuell noch genau und habe dafür auch ein USB-Messgerät zwischengeschaltet, um Spannungs- und Stromaufnahme einzusehen. Momentan scheint die Zelle noch geladen zu werden - wenn auch sehr, sehr langsam (der Lüfter hängt dabei seit gestern Nachmittag am Ladegerät; normalerweise wäre der Ladevorgang nun schon abgeschlossen). B e r n d W. schrieb: > Wie hoch ist die Ladeendspannung? Darauf bin ich aktuell gespannt und warte noch. In der Zwischenzeit habe ich aber schon 3 Messungen der Zellenspannung gemacht: 4,087 V (heute früh, ca. 06:00 Uhr) 4,115 V (heute, spät vormittags) 4,170 V (heute, nachmittags) B e r n d W. schrieb: > Wie hoch ist die "USB 5V", gemessen? Die USB-Spannung beträgt stabile 5,164 V. Desweiteren kann ich noch mitteilen, dass die Platine beim anfänglichen Ladevorgang (CC-Laden?) immer extrem warm wurde, was sich aber im Laufe der Ladezeit besserte. Ich vermute, dass dies bedingt durch die hohen Ladeströme durch den Transistor "PM1" (SS8550) verursacht wird, die vom Emitter zum Kollektor abfließen? Eventuell hat hier schon ein Bauteil einen Hitzeschaden erlitten. Ich hoffe nur nicht, dass der Controller betroffen ist.
Nach ungewöhnlich langer Ladezeit ist gerade die Ladeschlussspannung von 4,266 V erreicht worden. Die rote LED ist ebenfalls erlischt.
Timo N. schrieb: > Nach ungewöhnlich langer Ladezeit ist gerade die Ladeschlussspannung von > 4,266 V erreicht worden. Ganz schön hoch, wobei ich Deine drei Nachkomastellen auch anzweifeln darf. Teste das Gebilde mit einem anderen Akku, das sieht mir mehr nach einem defekten LiIon als Fehler des Ladegerätes aus. > Die rote LED ist ebenfalls erlischt . Auah.
Manfred P. schrieb: > Ganz schön hoch, wobei ich Deine drei Nachkomastellen auch anzweifeln > darf. Inwiefern hoch? Kommt es wirklich auf 66 mV höherer Spannung an? Manfred P. schrieb: > Teste das Gebilde mit einem anderen Akku, das sieht mir mehr nach einem > defekten LiIon als Fehler des Ladegerätes aus. Alle LiIon in der Vergangenheit wurden so geladen - da gab es nie Probleme. Ich habe den Akku auch separat in einem externen Ladegerät verwendet, wurde nicht als defekt erkannt und normal geladen. Aber ich komme nochmal zurück auf meine Fragen: Was ist vermutlich ursächlich für den stark verlangsamten Ladevorgang der LiIon-Zelle? Könnte die Ursache ein (teil)defektes Bauteil sein, welches zu heiß geworden ist? Ich habe nach wie vor den Transistor PM1 in Verdacht.
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Timo N. schrieb: > Könnte die Ursache ein (teil)defektes Bauteil sein, Könnte, incl. des Akkus. Muss aber nicht. > Ich habe nach wie vor den Transistor PM1 in Verdacht. Dann teste ihn, am Besten außerhalb der Schaltung. Du könntest seine Dioden-Strecken ausmessen, und den Verstärkungsfaktor unter Last.
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Wäre es nicht eine pragmatische Lösung, eine Ladeschaltung mit dem TP4056 hinzuzufügen? Nur als Beispiel: https://de.aliexpress.com/item/32467578996.html oder https://de.aliexpress.com/item/1005009325814790.html
Timo N. schrieb: > Ladeschlussspannung von 4,266 V erreicht Das ist völlig in Ordnung, nur 1,57% zu hoch und liegt innerhalb der Messtoleranz vieler Messgeräte.
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