Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 12V Netzteil surrt 50hz wie Funkenschlag


von Der G. (Firma: schlechthin) (gastgeber)


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Dieses Netzteil surrt so als würden 50hz Funken überschlagen? Hab mit 
nem Gartenschlauch im Ohr (dumm weil wenn es knallt knallt das 
Trommelfell mit) gehorcht und es kommt definitiv von dem großen Trafo wo 
die fette Diode dransitzt. Das Surren kommt nur bei Belastung, in Ruhe 
nicht. In Ruhe misst man an der Diode 12V so wie am Ausgang. Diode misst 
ganz normal .6V

Der KI-Knecht meint:
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1. Die Hauptursache: Magnetostriktion und Lorentzkräfte
In jedem Transformator fließen Wechselströme (bei klassischen Netzteilen 
mit 50 Hz aus der Steckdose, bei modernen Schaltnetzteilen in deutlich 
höheren Frequenzen, wobei Untertöne oder Regelzyklen ebenfalls im 
hörbaren Bereich liegen können).

Diese Ströme erzeugen zwei physikalische Effeckte:

Magnetostriktion: Der magnetische Kern des Trafos (meist aus vielen 
dünnen Eisenblechen geschichtet) dehnt sich im Rhythmus des Magnetfeldes 
minimal aus und zieht sich wieder zusammen. Das Material "arbeitet" und 
schwingt.

Lorentzkräfte: Die einzelnen Kupferwindungen der Spule werden durch das 
Magnetfeld rhythmisch angezogen und weggestossen.

2. Warum klingt es wie Funken und tritt nur unter Last auf?
Ohne Last (Leerlauf): Es fließt kaum Strom durch die Wicklungen. Die 
magnetischen Kräfte sind schwach, der Trafo bleibt vollkommen ruhig.

Mit Last: Sobald ein Verbraucher Saft zieht, steigt der Stromfluss im 
Trafo drastisch an. Die magnetischen Kräfte verstärken sich quadratisch 
zum Strom. Die Vibrazionen werden so stark, dass sie hörbar werden.

Das "Funken-Geräusch": Wenn sich die Wicklungen des Trafos im Laufe der 
Zeit durch die Wärmeausdehnung leicht gelockert haben, vibrieren die 
Drähte oder die Kernbleche ganz minimal gegeneinander. Dieses 
unregelmäßige, hochfrequente Vibrieren und Aneinander-reiben von Metall 
und Isolierung erzeugt ein knisterndes, surrendes Geräusch, das dem 
Zischen von Funken extrem ähnlich sieht.

Ist das gefehrlich?
In den allermeisten Fällen nein, es ist primär ein akustisches Ärgernis.

Ab Werk werden Trafos meistens in Epoxidharz oder Lack getaucht 
(vollvergoßen), damit sich nichts bewegen kann. Mit den Jahren, durch 
Hitze und Alterung, kann dieser Lack spröde werden oder reissen. Die 
Bauteile bekommen "Spiel" und fangen an zu singen oder zu knistern.
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Ich denke eher es hört sich so an als würden Funken schlagen, aber eben 
nur unter Belastung, und da wäre die KI Erklärung plausibler.

Nachtrag, ein kleines Mikrofon zum aufspüren währe ne tolle Sache.
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Der G. schrieb:
> Magnetostriktion

Der G. schrieb:
> Ist das gefehrlich?

Oh ja, sehr gefährlich.
Testament schon gemacht?
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Der G. schrieb:
> Hitze und Alterung,

Da ist irgendwo die Lackierung gerissen. Die Vibrationen lassen generell 
die Isolierungen schneller altern. In dem Falle wäre das der 
Kupferlackdraht der Wicklungen der schneller altert. D.h. der 
Isolationswiderstand sinkt und irgendwann gibt es Windungsschlüsse als 
Folge.
: Bearbeitet durch User
von Lu (oszi45)


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Wenn es ein normaler Eisentrafo wäre, würde ich auf lose Wicklung oder 
loses Trafoblech tippen. Bei einem Schaltnetzteil würde ich mir z.B. die 
Schaltung und die Gleichrichter, Elkos usw. mal genauer ansehen und 
messen.
Solange es 12V-Netzteile wie Sand am Meer gibt, würde ich jedoch 
überlegen, ob sich der Aufwand lohnt.
von Der G. (Firma: schlechthin) (gastgeber)


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Nur neugierig woher das Geräusch kommt. Der Trafo sind keine Bleche, es 
ist fester schwarzer Ferritkern, oben drauf klebt nur n Schaumstoff ums 
im Gehäuse zu fixieren.
von Ralf X. (ralf0815)


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Der G. schrieb:
> Nur neugierig woher das Geräusch kommt. Der Trafo sind keine Bleche, es
> ist fester schwarzer Ferritkern, oben drauf klebt nur n Schaumstoff ums
> im Gehäuse zu fixieren.

Wende einfach Deine üblichen Reparaturmethoden an, dann ist das NT 
ruckzuck absolut still.
von Der G. (Firma: schlechthin) (gastgeber)


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https://mosfetkiller.de/?s=elektroschocker
hab damit mal prim sec Windung angeschlossen und war still. Bei 1kv 
sollte das ja zu hören sein wenn da ne Isolierung nicht mehr 
funktioniert. Hm, ich bin etwas skeptisch, mit dem Schlauch war das 
wirklich ein stechender high pitch sound. Funken sind ja nichts anderes 
als kleine Explosionen, wenn das jetzt ein Material macht das schwingt, 
insbesondere solche Windungen, dann müsste der Stress aber schon gehörig 
sein, also dürfte es nicht lange halten. Es müssten dann ja flatternde 
emaille Drähte sein. Mysteriös. Hab mal 4 Tropfen Sekundenkleber oben 
reingetan, und nach unten geschleudert, und jetzt ist es gehörig leiser, 
wenn der durchgetrocknet ist ist es evtl sogar wieder still. Das ist mit 
Epoxy verhaftet gewesen, evtl. ist der gealtert und porös geworden. Ich 
denke auch eher dass irgendwas elektromagnetisch schwingt. Trick Nr. 
23440: Bambusstäbchen ans Ohr halten und dann die Teile antasten, geht 
auch gut !-)
: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Der G. schrieb:
> Der Trafo sind keine Bleche, es ist fester schwarzer Ferritkern,

Also ein Schaltnetzteil dessen Trafo gar nicht mit 50Hz betrieben wird.

Tausche den primären Siebelko.
von Der G. (Firma: schlechthin) (gastgeber)


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Auf den hab ich zuerst auch getippt, allerdings jetzt nicht mehr. Schau 
dir das AVIF Bild im Eingangspost an, und hör dir die m4a Audio an.
von Ralf X. (ralf0815)


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Der G. schrieb:
> Auf den hab ich zuerst auch getippt, allerdings jetzt nicht mehr. Schau
> dir das AVIF Bild im Eingangspost an, und hör dir die m4a Audio an.

Solange es für mich nicht lebenswichtig ist, verweigere ich das Öffnen 
von AVIF Dateien.
von Thomas B. (thombde)


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Zwichenkreis-Elko und Gleichrichter wären vielleicht ein Kandidat.
Solange es nicht zu laut surrt, und das Netzteil funktioniert, würde ich 
da erstmal gar nicht dran rumbasteln.
von Manfred P. (pruckelfred)


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Der G. schrieb:
> Schau dir das AVIF Bild im Eingangspost an,
> und hör dir die m4a Audio an.

Verwende möglichst unübliche Formate, damit sich möglichst wenige Leute 
damit befassen.
von Giovanni (sqrt_minus_eins)


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Vielleicht ist Brummen nicht der richtige Begriff.

* Hat sich Deine KI auch schon die Audio Datei angehört?

* Von welcher Spannung/Leistung reden wir hier?

* Kann die KI auch Rechtschreibprüfung?
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