Zu Diagnosezwecken nutze ich gern 1µF 305V~ MKP X2 Kondensatoren (PCX2 337 MKP Phoenix) die ich mal in größerer Menge geschenkt bekam. Wenn mal ein Motorkondensator mit einem seltsamen Wert defekt ist kann man sich damit einen Ersatz bauen und den Motor versuchsweise betreiben. Normalerweise besorge ich dann den Exoten und baue den ein, fertig. Bisher hat das bei den X2 Kondensatoren keine meßbaren Spuren hinterlassen. Nun habe ich einen Fall wo der Exot auch noch vom Bauraum kaum zu bekommen ist; es fehlen aber nur 1µF am Nennwert von 7µF. Da juckt es in den Fingern einen solchen 1µF einfach parallel drin zu lassen. Kann das gutgehen?
Ein Betriebskondensator ist meist viel größer als ein Anlaufkondensator, der nur mal kurz aktiv ist. Ein Bastler wird es tun, ein Profi wird überlegen wie es mit der Haftung ist, falls Konfetti herumfliegt.
Lu schrieb: > Ein Betriebskondensator ist meist viel größer als ein > Anlaufkondensator, der nur mal kurz aktiv ist. Ein Bastler wird es tun, > ein Profi wird überlegen wie es mit der Haftung ist, falls Konfetti > herumfliegt. Ein X2 verabschiedet sich aber still, so ist seine Bestimmung nunmal.... * RIFA Kondensatoren ausgenommen ;-)
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Thomas R. schrieb: > Nun habe ich einen Fall wo der Exot auch noch vom Bauraum kaum zu > bekommen ist; es fehlen aber nur 1µF am Nennwert von 7µF. Wie lange wird es dauern, bis der Betriebskondensator noch weniger Kapazität hat? Oder hast du einen neuen Kondensator der nur 1µ zu klein ist? Betriebskondensatoren haben üblicherweise höhrere Nennspannungen, weil die Spannung an ihnen über der Netzspannung liegen kann. Normalerweise m.W. 450V Messe mal welche Spannung tatsächlich am Kondensator anliegt, wenn möglich auch beim anlaufen.
Udo, das ist mir alles bekannt. Allerdings mögen die Testbedingungen bei den X2 andere sein, der Verwendungszweck ist ja eigentlich ein anderer. Laut dieser Tabelle (gefunden bei Wiki) darf die zulässige Impulsspitzenspannung IM BETRIEB bis 2,5kV betragen. Für Betriebskondensatoren habe ich nichts vergleichbares gefunden. Deshalb liegt der Schluß nahe daß die X2 auch die bis zu 450Volt eines gewöhnlichen Betriebskondensators "überleben". Ich kann mir aber durchaus vorstellen daß da noch ein paar andere Aspekte mitspielen, nur welche? Erwärmung wegen schlechterem tan ?
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Erfahrungswerte habe ich auch keine. Deshalb messen. Vermutung was passieren könnte: Erwärmung wegen zu hohem Strom, Dauerhaft zu hohe Nennspannung. Was ist das für ein Gerät? Ist es ein Elektrowerkzeug, das nur du benutzt? Dann probiere es aus. Was kannst du verlieren? Ist es von jemand anderem? Dann eher nicht, oder wenn es ein wirklich guter Bekannter ist mit dem Hinweis: "Ist gebastelt, kann gut gehen oder nicht, besser als wegwerfen".
Diese Frage habe ich mir auch schon mal gestellt, bin mit er Beantwortung aber nicht so richtig weiter gekommen: - X2 ist für dauerhaften Betrieb am Netz zugelassen. Es fließt also der durch seinen kapazitiven Blindwiderstand bestimmte Strom. In der Anwendung als Motor-Betriebskondensator ist das auch nicht schlimmer. - X2 ist selbstheilend, die üblichen Motorkondensatoren auch - Spannung ist natürlich zu beachten Obige Argumente legen nahe, daß es ok wäre. Was spricht dagegen bzw. was übersehe ich?
Messen würde doch nur zu der bekannten Tatsache führen daß bis zu 400Volt anliegen können, je nach Belastung des Motors (Zeigerdiagramm). Das kann ich in diesem Fall schlecht nachprüfen weil das ein Kompressor in einem Luftentfeuchter ist. Da sind Lastfälle/Betriebszustände schwer zu simulieren. Der originale C hat eine Blockbauform und ist auch so in eine Gehäuseecke eingesetzt. Der zusätzliche X2 sitzt an geeigneter Stelle etwas weiter weg aber "explosionssicher" weit innerhalb des Gehäuses. Ist das Gerät eines Freundes das ich aus "der Ferne überwachen" kann. Da mache ich mir wenig Sorgen. Und wenn der X2 ausfällt (da ist eine Feinsicherung davor!) kommt dann halt doch ein wirklich passender rein. Aber danke für die sachliche Diskussion.
Thomas R. schrieb: > Ist das Gerät eines Freundes das ich aus "der Ferne überwachen" kann. Da > mache ich mir wenig Sorgen. Und wenn der X2 ausfällt (da ist eine > Feinsicherung davor!) kommt dann halt doch ein wirklich passender rein. Da denn, Versuch macht klug. Gibt es einen Schutz, falls der Motor nicht anläuft? Nicht dass durch den Versuch noch der Motor durchbrennt, weil der Kompressor ja automatisch (unbeobachtet) anläuft und stoppt je nach Luftfeuchte. Thomas R. schrieb: > Messen würde doch nur zu der bekannten Tatsache führen daß bis zu > 400Volt anliegen können Genau das wäre mein "Bauchweh", da der Kondensator eigentlich nur eine Nennspannung von 300V hat.
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