Nun, dass verschlüsselte Daten über das Navstar-GPS gesendet werden können und werden ist wenig überraschend.
Allein schon die Spreizung des Basisbandsignals durch pseudozufällige (also letztendendlich vorausberechenbare) Codes "verschmiert" das Signal im Grundrauschen.
Ich glaube, das Überraschende war ja, dass
- Eine Veränderung der Nutzdaten (oder des Schlüssels?) sich statistisch in den den verschlüsselten Daten nachweisen lässt, was kryptologisch m.E. suboptimal ist.
- Diese Veränderungen mit dem Regierungswechsel in den USA korrelieren.
Ich bin zwar kein Kryptologie-Experte aber für mein Verständnis sollte ein Verschlüsselungsverfahren so entworfen sein, dass weder eine Varianz in den Nutzdaten, noch im Schlüssel sich auf das verschlüsselte Ergebnis (statistisch) auswirkt. Eingänge und Ausgänge sollten also maximal dekorreliert sein.
Andererseits beflügeln solle "Sprünge", die in Zusammenhang mit dem Regierungswechsel gebracht werden natürlich die Phantasie.
Was könnten das für Informationen sein, die weltweit nach dem Gieskannenprinzip verteilt werden?
OTP-Codes für Agenten?
Codes für den "Atomkoffer"?
Oder hat man damit sogar die Möglichkeit, weltweit verteilte Marschflugkörper, an jedem Ort, zu jeder Zeit, gar bis zum letzten Moment zu (de-)authentifizieren?
Interessant ist auch, dass man diese Informationen (auch / nur?) im zivilen GPS überträgt und nicht im militärisch genutzen, was durch seine zehnfache Bandbreite robuster und genauer ist und ggf. mehr Platz für Nutzdaten bereit hält.