Recht interessanter Artikel: https://www.benthamsgaze.org/2026/06/02/the-quiet-numbers-station-decoding-nineteen-years-of-gps-cryptography/ Gerade heute Morgen erst habe ich so vor mich hinsiniert, dass OTHR zwar eine hohe Reichweite, aber recht ungenau ist und man auf Kalibrierdaten zur Entzerrung des Mehrwegekanals angewiesen ist. Und dann dachte ich mir so, dass vielleich der Buzzer selbst so ein Kalibriersender sein könnte?
Der Kram wurde für das Militär geschaffen. Wäre ein Wunder wenn da alles offen wäre.
Tolle Neuigkeit, steht seit Jahrzehnten auch in der wikipedia, das es im GPS auch einen Code für militärische Anwendungen gibt. Seit ca. 1985. Und es gibt auch eine Art militärisches NMEA-083, also eine Beschreibung des Outputs eine (militärischen) GPS-Empfängers. Das ist sogar in offiziellen Dokumenten beschrieben, bspw. ICD-GPS-224. OK, offiziell bedeutet nicht unbedingt auch öffentlich.
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dabei geht es aber um den Korrelations-Code, der eine erhöhte Positions-Genauigkeit ermöglicht. Wäre mir neu, wenn da auch Daten zur Kommunikation übertragen werden würden, wobei beim Militär weiß man ja nie. Nur so meine Anmerkung zum Thema. Markus
In dem Ublox Dokument steht einiges über militärische Übertragung ( Bänder, Modulation). Nicht nur GPS, aber natürlich nichts über den Inhalt ;-) und wir sind schon fast 20 Jahre weiter.
Nun, dass verschlüsselte Daten über das Navstar-GPS gesendet werden können und werden ist wenig überraschend. Allein schon die Spreizung des Basisbandsignals durch pseudozufällige (also letztendendlich vorausberechenbare) Codes "verschmiert" das Signal im Grundrauschen. Ich glaube, das Überraschende war ja, dass 1. Eine Veränderung der Nutzdaten (oder des Schlüssels?) sich statistisch in den den verschlüsselten Daten nachweisen lässt, was kryptologisch m.E. suboptimal ist. 2. Diese Veränderungen mit dem Regierungswechsel in den USA korrelieren. Ich bin zwar kein Kryptologie-Experte aber für mein Verständnis sollte ein Verschlüsselungsverfahren so entworfen sein, dass weder eine Varianz in den Nutzdaten, noch im Schlüssel sich auf das verschlüsselte Ergebnis (statistisch) auswirkt. Eingänge und Ausgänge sollten also maximal dekorreliert sein. Andererseits beflügeln solle "Sprünge", die in Zusammenhang mit dem Regierungswechsel gebracht werden natürlich die Phantasie. Was könnten das für Informationen sein, die weltweit nach dem Gieskannenprinzip verteilt werden? OTP-Codes für Agenten? Codes für den "Atomkoffer"? Oder hat man damit sogar die Möglichkeit, weltweit verteilte Marschflugkörper, an jedem Ort, zu jeder Zeit, gar bis zum letzten Moment zu (de-)authentifizieren? Interessant ist auch, dass man diese Informationen (auch / nur?) im zivilen GPS überträgt und nicht im militärisch genutzen, was durch seine zehnfache Bandbreite robuster und genauer ist und ggf. mehr Platz für Nutzdaten bereit hält.
Marek N. schrieb: > 2. Diese Veränderungen mit dem Regierungswechsel in den USA korrelieren. "Regime change" muss nicht notwendigerweise bedeuten, dass sich eine neue Regierung gebildet hat. Nach meiner verstaubten Erinnerung wuerde ich auch eher Richtung Korrekturdaten und Update der Schluessel (LFSR Seeds?) tendieren. Stark ist die Crypto wohl auch nach 20 Jahren noch nicht, da die Endgeraete wohl nicht laufend erneuert werden koennen. Bei der Bandbreite liegt halt viel mehr als XOR im Digitalen nicht drin. Fuer staerkere Crypto wird man inzwischen wohl im Feld eher dedizierte bidirektionale Satellitenkommunikation nutzen. Sind ja genug davon vorhanden. Ansonsten kann man den Artikel wohl so stehenlassen - wenn sich jemand die Muehe macht, das ganze zum Spielen in ein Jupyter-Notebook zu stecken, wuerde es allenfalls noch eine spannende Fuchsjagd fuer angehende Data Scientists.
Marek N. schrieb: > Zusammenhang mit dem Regierungswechsel So entstehen Verschwörungstheorien. Regime hat in diesem Kontext nichts mit Regierungen zu tun, sondern mit dem System (technisch, nicht politisch) hinter den Aussendungen. https://www.merriam-webster.com/dictionary/regime
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