Forum: HF, Funk und Felder Meßempfänger SMV 41


von Marc O. (guglielmo)


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Ich besitze einen mittlerweile 30 Jahre alten Meßempfänger SMV 41 von 
(ehemals) MEB. Dieses Gerät hat bis vor Kurzem treue Dienste geleistet. 
Es  kann über einen externen 12 V- Akku betrieben werden und ist dadurch 
bei Messungen vor Ort bei Kunden sehr flexibel einsetzbar.
Als Speicherkarte für Betriebsprogramm, Meßkonfigurationen, 
Antennenfaktoren usw sowie für die Speicherung der Meßdaten dient eine 2 
MB(!!!) SRAM- PCMCIA-Speicherkarte mit Batteriepufferung.
Diese Karte hat sämtliche Daten verloren und kann im Empfänger auch 
nicht mehr extern angesprochen werden.
Vorhanden sind die gesicherten Daten (s.o.).
Wer besitzt ein entsprechendes Programmiergerät und könnte dieser Karte 
die vorhandenen Daten neu aufspielen?
Um Fragen vorzubeugen: ich besitze weitere Meßempfänger, bin also nicht 
total hilflos und verlassen, würde das SMV 41 aber wieder zum Leben 
erwecken wollen.
von Wulf D. (holler)


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Habe noch einen uralten Gericom-Notebook von Ende der 90er Jahre liegen. 
Der hat zwei Kartenslots und da steckt eine 3COM Netzwerkkarte drin.
Das hieß damals schon PC-Card, Nachfolger der PCMCIA.
Ob das kompatibel ist und was man zum Schreiben einer SRAM-Karte an 
Treiber benötigt weiß ich nicht.

Wenn sich keiner mit mehr Ahnung meldet, könnte man sich das genauer 
anschauen.
Der Notebook startet noch, nach einem Umweg übers BIOS.
von Jens W. (jensw)


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Kannst du die Karte rausnehmen?
Schau mal genau drauf, bist du dir sicher, dass diese Karte auch über 
PCMCIA angesprochen wird? Dann müsste auf der Karte doch irgendeine Art 
von Controller mit drauf sein.
Oder haben die vielleicht nur den Stecker genutzt, da man dann die Karte 
schön austauschbar machen kann.
Wenn das so wäre, dann kannst du den SRAM direkt beschreiben.
Gibt es ein Bild vom Gerät und der Karte?

Grüße, Jens
von Wulf D. (holler)


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Jens W. schrieb:
> Gibt es ein Bild vom Gerät und der Karte?
von Hmmm (hmmm)


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Jens W. schrieb:
> bist du dir sicher, dass diese Karte auch über PCMCIA angesprochen wird?

Wird sie:

https://www.rainer-foertig.de/td/MEB%20SMV%2041%20TD.pdf

PCMCIA war ursprünglich sogar ein reines Speicherkarten-Interface, I/O 
kam erst in Version 2.0 dazu.
von Heinz R. (heijz)


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Marc O. schrieb:
> Als Speicherkarte für Betriebsprogramm, Meßkonfigurationen,
> Antennenfaktoren usw sowie für die Speicherung der Meßdaten dient eine 2
> MB(!!!) SRAM- PCMCIA-Speicherkarte mit Batteriepufferung.

wie hat sich das der Hersteller damals vorgestellt - wie soll man die 
Batterie wechseln wenn danach das Programm weg ist?

Ich vermute eher die eigentliche Betriebssoftware ist fest im Gerät 
gespeichert?
von Cartman E. (cartmaneric)


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Heinz R. schrieb:

> wie hat sich das der Hersteller damals vorgestellt - wie soll man die
> Batterie wechseln wenn danach das Programm weg ist?
>
> Ich vermute eher die eigentliche Betriebssoftware ist fest im Gerät
> gespeichert?

Möglicherweise hat das Gerät einen im ROM/PROM residenten Monitor.
Der TO sollte also mal nach einem seriellen Anschluss suchen. ☺
Der kann auch im Gerät sein.
von Cartman E. (cartmaneric)


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Alternativ hätte ich noch einen SH7709 SBC, mit 2 PCMCIA/PCCARD-Slots.
Bei dem sind die Speicherbereiche in denen diese Slots eingeblendet
werden, sogar dokumentiert.
Das Beschreiben ginge dann vermutlich ganz einfach mit dem Debugger
des Boards. Ob man am PCMCIA-Controller dafür noch "Verrenkungen"
machen muss, weiss ich allerdings noch nicht.

Der TO müsste aber minimal die Betriebsspannung für die Karte an
seinem Gerät messen(, und die Byteorder herausfinden).
Nicht das es eine 3,3 V-Karte ist, die bei 5 V gegrillt würde.

Ist die Byteorder falsch, funktioniert es in seinem Gerät dann
natürlich nicht. Der SH7709 ist da flexibler, der kann sie umschalten.
von Marc O. (guglielmo)


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Ich bin begeistert über die raschen Reaktionen! Danke. Im Anhang ein 
Foto der Karte (auf der Rückseite sind nur einige Hinweise für 
Entsorgung usw).
Rechts oberhalb des Abstimmknopfes befindet sich die mit 2 
Rändelschrauben und einer Dichtung versehene rechteckige Abdeckung der 
Karte. Im eingesteckten Zustand kann man unten eine Knopfzellenhalterung 
herausfummeln und die Batterie ersetzen. Das habe ich alle paar Jahre 
gemacht.
Gemäß der Beschreibung handelt es sich tatsächlich um ein PCMCIA-System. 
Ansprechen kann man das Gerät über eine optische Verbindung oder GPIB 
(nie benutzt). Während einer Messung letzte Woche hatte ich bereits 
Probleme, die entsprechende Meßkonfiguration zu wählen, konnte danach 
aber die gespeicherten Meßdaten auslesen und sichern.
Ich habe dann diverse auf dem PC gesicherte Betriebsdaten (ROM, 
"userdata") wieder in der Karte speichern können (einige zuvor 
offensichtlich beschädigte "Meßkonfigurationendaten" wurden ersetzt).
Der Empfänger ließ sich danach auch korrekt betreiben, eine vorsorgliche 
Aktivierung am darauffolgenden Tag resultierte in der beschriebenen 
Fehlfunktion.
Ich betreibe zwar zur Datenübertragung noch einen PC mit win98 und einem 
"interlnk"-Programm, habe aber selber keine Möglichkeit, die 
Speicherkarte anzusprechen und würde mich über Tips und Hilfestellung 
freuen.
: Bearbeitet durch User
von Hmmm (hmmm)


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Heinz R. schrieb:
> wie hat sich das der Hersteller damals vorgestellt - wie soll man die
> Batterie wechseln wenn danach das Programm weg ist?

Damals hatte jedes Notebook einen PCMCIA-Slot. Ob überhaupt vorgesehen 
ist, die Batterie zu tauschen, hat der TO nicht verraten. (Edit: Hat er 
inzwischen.)

Mit Pech lag auch die PCMCIA-CIS mit im (jetzt nicht mehr) 
batteriegepufferten RAM. Wenn das Gerät die braucht, wonach die 
ausbleibende Erkennung riecht, dürfte eine neue Karte die bessere Option 
sein.

Heinz R. schrieb:
> Ich vermute eher die eigentliche Betriebssoftware ist fest im Gerät
> gespeichert?

Cisco hat sowas auch gemacht (z.B. in den 160x-Routern), da steckte im 
Gerät nur der Bootloader, das Betriebssystem (IOS) kam von der 
Speicherkarte, allerdings war das immerhin schon Flash.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Marc O. schrieb:
> Ich betreibe zwar zur Datenübertragung noch einen PC mit win98 und einem
> "interlnk"-Programm, habe aber selber keine Möglichkeit, die
> Speicherkarte anzusprechen und würde mich über Tips und Hilfestellung
> freuen.

PCMCIA-Adapter als Steckkarte (ISA/PCI) gabs/gibts.
von Wulf D. (holler)


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Im oben verlinkten Datenblatt gibts ein paar Hinweise zur Speicherkarte 
(MS-DOS kompatibel), aber wie die genau zu formatieren und zu 
beschreiben ist bleibt unklar.
von Dieter S. (ds1)


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PCMCIA-Adapter für den LPT Port gibt es ebenfalls (z.B. OmniDrive von 
CSM). Läuft sogar bis Windows 7 32-Bit. Die modernere Variante vom 
OmniDrive hat USB.
von Cartman E. (cartmaneric)


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H. H. schrieb:
> Marc O. schrieb:
>> Ich betreibe zwar zur Datenübertragung noch einen PC mit win98 und einem
>> "interlnk"-Programm, habe aber selber keine Möglichkeit, die
>> Speicherkarte anzusprechen und würde mich über Tips und Hilfestellung
>> freuen.
>
> PCMCIA-Adapter als Steckkarte (ISA/PCI) gabs/gibts.

Der Hersteller könnte beim verwendeten Filesystem sein eigenes
Süppchen gekocht haben. Oder er verwendet gar kein Filesystem.
Mit ISA fällt es u.U. auch schwer, die 2 MB in den Adressraum
einzublenden. ☺

Bei PCI wird sicher auch einiges am Adapter geschrieben/konfiguriert
werden müssen, um den Speicher im System zu mappen.
von Hmmm (hmmm)


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H. H. schrieb:
> PCMCIA-Adapter als Steckkarte (ISA/PCI) gabs/gibts.

Inzwischen gibt es sogar externe USB-Adapter, beschränkt auf 
Speicherkarten, was hier ja ausreichen würde.

Cartman E. schrieb:
> Der Hersteller könnte beim verwendeten Filesystem sein eigenes
> Süppchen gekocht haben. Oder er verwendet gar kein Filesystem.

Der TO sagt, er hat gesicherte Daten, also ist er wohl irgendwie 
drangekommen, als die Karte noch funktionierte.

Cartman E. schrieb:
> Mit ISA fällt es u.U. auch schwer, die 2 MB in den Adressraum
> einzublenden. ☺

PCMCIA-Speicherkarten sind (anders als I/O-Zeug wie Ethernet- und 
ISDN-Karten) keine ISA-Karten.
von Wulf D. (holler)


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Cartman E. schrieb:
> Der Hersteller könnte beim verwendeten Filesystem sein eigenes
> Süppchen gekocht haben. Oder er verwendet gar kein Filesystem.

Na ja, wenn da was von MS-DOS Kompatibilität steht, wird's FAT16 oder 
vielleicht noch FAT12 sein. FAT32 kam glaube ich später.

Aber trotzdem, wie die Daten auf's Medium schreiben, sind z.B. Ordner 
erforderlich?
von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Es gibt/gab doch pcmcia-compactflash Adapter. Ginge sowas auch?
Dann würdest du zukünftig nur wieder Probleme haben.

Btw: ich habe mir vor einiger Zeit einen PMM9019/9060 geholt. Dabei hab 
ich den Akku Betrieb auch schätzen gelernt :) die Pmm Dinger gibt's 
übrigens auch integriert in eine lisn... Nur so als Hinweis für die 
persönliche Wunschliste:)

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von Cartman E. (cartmaneric)


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Wulf D. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Der Hersteller könnte beim verwendeten Filesystem sein eigenes
>> Süppchen gekocht haben. Oder er verwendet gar kein Filesystem.
>
> Na ja, wenn da was von MS-DOS Kompatibilität steht, wird's FAT16 oder
> vielleicht noch FAT12 sein. FAT32 kam glaube ich später.
>
> Aber trotzdem, wie die Daten auf's Medium schreiben, sind z.B. Ordner
> erforderlich?

Tja, beim Einstecken der Karte in einen Slot an einem PC/Notebook,
wird vermutlich auch genau nichts passieren. Da nützt der schönste
PCMCIA/PCCARD-Controller nichts, wenn der vermittelnde Treiber fehlt.

Ich gehe/ging mal davon aus, dass der TO einen Raw-Dump der
Karte hat. Der sollte dann auch exakt 2 MB gross sein.

P.S.
Der TO sollte zügig Details nachliefern.
Aus meiner Perspektive ist das sonst ein "P.A.L.". ☺
: Bearbeitet durch User
von Heinz R. (heijz)


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Marc O. schrieb:
> Vorhanden sind die gesicherten Daten (s.o.).

zeig doch mal die gesicherten Daten oder zumindest wie sie heissen?

Und erkläre wie Du an die gekommen bist?  Per Kabel zum Gerät, am PC 
ausgelesen?
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