Forum: Platinen Projekt AWO-Raumanzeige — Hilfe/Umsetzung einer PoE++ Strom- & Steuerplatine gesucht (Raspberry Pi)


von Reiner G. (tschaeggywasa)


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Hallo zusammen,

kurz zu mir: Software ist mein Zuhause — einen Lötkolben halte ich 
dagegen vor allem gut fest, damit er nicht abhaut. SMD wird das also 
nichts. Genau deshalb frage ich hier: Ich suche jemanden, der mir eine 
kleine Platine entwirft und bestückt (Feedback zum Konzept ebenso 
willkommen), gegen faire Aufwandsentschädigung.

Es geht um ein internes, nicht-kommerzielles Projekt der AWO 
(Arbeiterwohlfahrt) Mönchengladbach / Rhein-Kreis Neuss: ein eigenes 
Raumbuchungssystem mit digitalen Türschildern ("Raum frei/belegt", 
Check-in per Touch), angebunden an Microsoft 365 / Exchange.

== Kontext / was schon läuft ==
- Der Testaufbau läuft bereits (Foto im Anhang: Panel zeigt "Der Raum 
ist frei!",
  grüner WS2812B-Statusrahmen, Arduino oben rechts). Aktuell alles noch 
fliegend
  verdrahtet mit Fertigmodulen — daraus soll eine saubere Platine 
werden.
- Anzeige-Einheit: Raspberry Pi 5, eingebaut in einen 
10,1"-Touch-Monitor
  (1920×1200 IPS, 16:10, VESA). Der Monitor läuft mit 12 V und versorgt 
den Pi intern mit 5 V.
  Monitor: https://www.amazon.de/dp/B0DYD1Z89S
- Software steht (Pi als Kiosk via Balena; eigene Arduino-Firmware für 
die LED-
  Statusanzeige liegt fertig vor).
- An jedem Raum liegt PoE++ an (802.3bt, Typ 4). Das ganze Panel soll 
daraus
  versorgt werden — ein Kabel, kein zusätzliches Netzteil am Raum.
  (Bench-Test zu Hause mit einem vergleichbaren 802.3bt-Injektor, 90 W — 
fürs
  PD-Modul ist die Quelle identisch.)

== Was die Platine leisten soll ==
1. PoE++-PD (802.3bt Typ 4): aus dem Ethernet 12 V gewinnen.
   Wunsch-Baustein: Silvertel Ag59812-LPB (12 V, 89 W, Class 8, SMD) — 
Alternativen
   willkommen.
2. Aus der 12-V-Schiene versorgen:
   - 10,1"-Display (12 V)  -> versorgt wiederum den Pi (5 V),
   - 2x Lüfter Noctua NF-A4x10 PWM (12 V, Zu-/Abluft),
   - 12V->5V für ein kurzes LED-Segment (kleine Last, s. u.).
3. Ethernet-Datenpaare zum Pi durchreichen (RJ45 / Stecker).
4. Mikrocontroller (ATmega328P bzw. Arduino Nano) für:
   - WS2812B-Datenleitung (D2, mit 330 Ohm),
   - Lüfter-PWM (D9, 25 kHz, beide Lüfter parallel).
   Firmware ist fertig; der µC hängt seriell am Pi (kurzes USB-Kabel, 
~0,5 m,
   Mini-USB).
5. Galvanische Trennung 1500 V (PoE) + EMV gemäß 
Silvertel-Applikationsschaltung.

== Konkrete Hardware ==
- LED: WS2812B-Segment, ca. 23,5 cm (~14 Pixel bei 60 LED/m), 5 V, IP30.
  Stromaufnahme also gering -> der 12V->5V-Wandler darf klein ausfallen
  (ich verbaue ihn bewusst etwas größer als Reserve).
- Lüfter: 2x Noctua NF-A4x10 PWM (12 V, 4-Pin).
- PoE-Quelle: 802.3bt PoE++ (an jedem Raum vorhanden), 90 W / Typ 4.
- Verbindung Pi <-> Arduino: kurzes USB-Kabel, ca. 0,5 m (USB-A auf 
Mini-USB).
- Datenblatt PD-Modul: https://silvertel.com/ag59800/

== Stückzahl ==
1 Stück (Muster/Prototyp).

== Was ich liefere ==
Blockschaltbild (im Anhang), Foto des laufenden Testaufbaus, 
Datenblatt-Links, die
fertige Firmware und einen lauffähigen Testaufbau mit Fertigmodulen 
(PoE-Splitter +
Buck) zum Abgleich.

== Was ich suche ==
Layout + Bestückung des Musters — und gerne vorab kritische Hinweise zum 
Konzept
(PD-Beschaltung, Magnetics, Isolations-Layout).

Standort: Raum Mönchengladbach, Versand innerhalb DE möglich. Budget 
nach Absprache
(faire Aufwandsentschädigung). Über Rückmeldungen, Angebote oder 
Bedenken freue ich
mich.

Danke und viele Grüße
Tschäggy
von Nemopuk (nemopuk)


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Ein ehrlich ernst gemeinter Ratschlag: tue es nicht!

Dein technischer Overkill wird niemandem gefallen, außer vielleicht dir. 
Deswegen hänge dir lieber etwas in die eigene Bude.
von Gerd E. (robberknight)


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Ein ganzer Raspi 5 mit Lüfter nur um einen Raum-Namen und Status 
anzuzeigen?

Das halte ich für ziemlich übertrieben.

Außerdem: diese Monitore sind nicht für 24x7-Betrieb gedacht. Die halten 
das vielleicht nen Jahr oder 2 durch, dann ist die 
Hintergrundbeleuchtung ausgebrannt und sie werden dunkel.

Selbst bei professionelleren Monitoren ist das nicht ohne das für langen 
Dauerbetrieb haltbar genug zu machen. Hat man z.B. schön beim 
BER-Flughafen gesehen. Noch bevor der eröffnen konnte, musste ein 
Großteil der Anzeigetafeln etc. wieder getauscht werden weil sie bereits 
am Ende ihrer Lebensdauer angekommen waren.

Vorschlag: schau Dich mal nach E-Ink-Bilderrahmen um. Da gibt es Modelle 
denen man per WLAN neuen Inhalt aufspielen kann und den zeigen die dann 
permanent an. E-Ink ist ziemlich haltbar bei statischem Content, nur das 
Ändern des Inhalts nutzt die ein ganz wenig ab.

Da Du ja Kabel zu jedem Raum hast, kannst Du die Stromversorgung der 
E-Ink-Bilderrahmen darüber machen. Kein PoE oder Ethernet nötig, einfach 
z.B. 24V DC auf die Adern legen und an jedem Bilderrahmen einen lokalen 
Step-Down-Wandler auf z.B. 5V USB-C zur dauerhaften Stromversorgung.
von Hans G. (hansg)


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Sorry, aber das ist die ganz große Kanone um auf eine Fliege zu 
schiessen.
Totales Overengineering, viel zu teuer, kurzlebig und anfällig, 
(Lüfter!).
Wie bereits vorgeschlagen, E-Paper als Display, Raspberry PICO um alles 
zu steuern.
Dann hast Du schon mal einen Bruchteil der Leistungsaufnahme und kannst 
das passiv kühlen.
Ein Arduino nur um LEDs anzusteuern ???
Damit ist weder ein Raspi5 noch ein PICO überfordert.
Ich denke die AWO könnte mit dem gesparten Geld vernünftigeres anfangen.
Erstes Projekt, an dem dich austoben willst ?
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