Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Anzeige Taschenrechner (Casi fx-992s): einige Segmente fehlen


von Horst V. (hoschti)


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Hallo Forengemeinde, ich brauche mal wieder euer Wissen/eure Hilfe.

Bei obigem Rechner sind einige wenige Segmente der Anzeige "tot". 
Getestet einfach mit Eingabe von lauter 8-en (siehe Bild). Mit leichtem 
Verwinden des Gehäuse ändert sich die Anzeige, d.h.: einzelne Segment 
gehen dann, andere gehen aus. Das lässt darauf schließen, das der 
Kontaktgummi zwischen Platine und LCD-Modul Probleme hat. Soweit ist mir 
das schon klar. Und da der Rechner schon fast als "antik" anzusehen ist 
(gekauft Anfang/Mitte der Neunziger des letzten Jahrhunderts), ist das 
ja durchaus als normal anzusehen.

Jetzt die Fragen:
 - Hat schon mal jemand von euch genau diesen Taschenrechner-Typ offen 
gehabt und den Leitgummi bearbeitet/ausgetauscht?
 - Falls ja, welche Daten hat das "Zebra" und wo bekommt man so was her 
(zu sinnvollen Preisen)?
 - Oder hat noch jemand einen Streifen passenden Leitgummi rumliegen, 
den er mir abgeben könnte?

Ich frage deshalb erst mal hier, da ich den Rechner noch nicht 
aufgeschraubt habe. Ich werde mich erst an die kleinen Schräubchen 
wagen, falls ich hier keine brauchbaren Infos erhalte. Falls das schon 
jemand versucht hat und festgestellt hat, das da nichts zu machen ist, 
wäre das also auch schon mal eine hilfreiche Info für mich. Lieber sind 
mir natürlich Infos/Tips zur Demontage und ggf. Reparatur.

Schon mal vielen Dank im Voraus und noch einen schönen Restsonntag!
von Nemopuk (nemopuk)


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Aus dem gleichen Grund habe ich meinen alten Taschenrechner (genau 
dieses Modell) weg geworfen. So etwas ist praktisch irreparabel, weil du 
nicht an die Ersatzteile ran kommst und das Werkzeug dazu extra 
anfertigen müsstest.
von Ste N. (steno)


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Schraub das Teil doch einfach auf und zeig das Innenleben. Manchmal 
reicht es schon den Leitgummi und das Display mit Alkohol zu reinigen. 
Oder ein passendes Stück Papier unterlegen um der Druck etwas zu 
erhöhen. Ich habe hier einen TI Taschenrechner der ein ähnliches Problem 
hatte. Da ist der Folienleiter allerdings aufgeklebt. 2-3x mit einem 
nicht zu heissen Lötkolben drüber, das Teil funzt seit nun mehr über 10 
Jahren ohne weitere Ausfälle.
: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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Ste N. schrieb:
> Manchmal
> reicht es schon den Leitgummi und das Display mit Alkohol zu reinigen.
> Oder ein passendes Stück Papier unterlegen um der Druck etwas zu
> erhöhen.

Beide Massnahmen zusammen führten bei mir meistens zum Erfolg.
von Nick (b620ys)


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Leitgummi UND Kontakte auf der Platine UND dem LCD mit Kontakt 61, IPA, 
... reinigen, zusammenbauen und dann ggf. mit einem Schulterzucken 
wegwerfen.

TR diese Kalibers gibt es schon bei Penny, die TI 59 / HP 48 Zeiten sind 
längst vorbei.
von Michael B. (laberkopp)


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Horst V. schrieb:
> Das lässt darauf schließen, das der Kontaktgummi zwischen Platine und
> LCD-Modul Probleme hat.

Wenn er denn überhaupt ein Leitgummi und keine ACF verklebten 
Folienleiter hat.

Wenn es der ist: Folienleiter:

https://le-rayon-des-calculatrices.fr/WordPress3/?p=1197

Leitgummi ist einfach: aufmachen, Display auseinandernehmen (oft ein 
Metallrahmen dessen Laschen man aufbiegen muss), Leitgummi und 
Gegenkontakte mit sauberem Lappen putzen, zusammenbauen.

ADF Folienleiter sind doof. Erhitzen mit Lötkolbenspitze ist doof. Es 
fehlt der Druck bis um abkühlen und zu viel Hitze zerstört. Man braucht 
schon definierten Druck, geregelte Temperatur und macht es möglichst mit 
neuen ACF Kleber.

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.11
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Michael B. schrieb:
> Display auseinandernehmen (oft ein
> Metallrahmen dessen Laschen man aufbiegen muss

Bei Taschenrechnern ist es durchaus üblich, daß es diesen Rahmen nicht 
gibt, sondern das Displayglas direkt durch die Gehäuseschalen auf das 
Leitgummi gedrückt wird.

Einen Metallrahmen, wie man ihn von den üblichen HD44780-Textdisplays 
her kennt, hat man da aus Platzgründen eher nicht.

Und ja, wenn man Pech hat, ist Folienleiter auf die Kontakte geklebt, 
das ist dann schnell ein Fall für die Tonne.
von Horst V. (hoschti)


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Michael B. schrieb:
> Wenn es der ist: Folienleiter:
>
> https://le-rayon-des-calculatrices.fr/WordPress3/?p=1197

Wenn Du mein Foto (ganz oben) angeschaut hast: genau der ist es. Leider!

Ich kann nur mit dem Text so nichts anfangen. Meine 
Französich-Kenntnisse gibt es nicht (nie in der Schule gehabt!)

Aber ich werde mein Schätzchen die Tage doch mal aufschrauben und 
nachschauen, ob es ein Folienleiter ist. Dann bleibt nur der Versuch, an 
den passenden Stellen was unterzulegen und die Lötverbindung durch 
Druckkraft zu ersetzen. Wie lange das dann hält? Mal sehen. Einen 
Bügellöter für die Folie habe ich nicht im Zugriff.

Schon mal Danke an aller Antworter!
Falls ich das Teil offen habe, stelle ich noch ein Foto rein, damit die 
Info vollständig ist.
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Horst V. schrieb:
> Ich kann nur mit dem Text so nichts anfangen.

Der beschreibt nicht die Repaatur, sondern nur, wie as Gerät bedient 
wird.

Man kann sich das mit Google translate auch übersetzen lassen, hier mal 
der Anfang:

Ein 12-stelliger wissenschaftlicher Taschenrechner von CASIO ist 
wirklich ungewöhnlich.

Der CASIO FX-992S ist ein formschönes Gerät mit vielen 
wissenschaftlichen Funktionen – im Grunde ein 12-stelliger 991S –, aber 
sein Dateneingabesystem, VPAM genannt, ist meiner Meinung nach aufgrund 
seiner hybriden Natur eher unüberzeugend. Die Bedienung des VPAM ähnelt 
eher der eines Grafikrechners, die Eingaben erinnern jedoch an einen 
traditionellen, kettenförmigen Taschenrechner.


Und in dem Stil geht es weiter; über die Innereien, über den 
Folienleiter wird kein Wort verloren - außer über die Stromversorgung 
mit einer Solarzelle und einer LR44-Primärzelle.
von Manfred P. (pruckelfred)


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Michael B. schrieb:
> Leitgummi ist einfach: aufmachen, Display auseinandernehmen (oft ein
> Metallrahmen dessen Laschen man aufbiegen muss), Leitgummi und
> Gegenkontakte mit sauberem Lappen putzen, zusammenbauen.

.. und danach wegwerfen. Die Leitgummis sind verformt und haben 
Elastizität verloren. Wenn überhaupt, kann es helfen, mit 1..2 Lagen 
Papier den Andruck zu erhöhen (das übliche Blatt 80g-Papier ist 0,1 mm 
dick). Hat er aber garnicht:

Horst V. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Wenn es der ist: Folienleiter:
>> https://le-rayon-des-calculatrices.fr/WordPress3/?p=1197
> Wenn Du mein Foto (ganz oben) angeschaut hast: genau der ist es. Leider!

Diese Folienleiter funktionieren per Heißkleber, der Fertigungsprozess 
ist recht sensibel.

Mit ganz viel Glück kann man die nachbügeln: Ein Blatt Papier auflegen 
und mit dem Lötkolben langsam drauf lang. Hilfreich ist ein Lötkolben, 
dessen Temperatur man auf 100..150°C einstellen kann.
von Vanye R. (vanye_rijan)


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Ich bin mir relativ sicher diese Gummis schonmal bei Aliexpress 
zufaellig gefunden zu haben. Aber wie finden? Moechte garnicht wissen 
was ich da finde wenn man nach Gummi sucht. :)

Vanye
von H. H. (hhinz)


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Vanye R. schrieb:
> Ich bin mir relativ sicher diese Gummis schonmal bei Aliexpress
> zufaellig gefunden zu haben. Aber wie finden? Moechte garnicht wissen
> was ich da finde wenn man nach Gummi sucht. :)

Zebra connector.
von Harald K. (kirnbichler)


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Manfred P. schrieb:
> .. und danach wegwerfen. Die Leitgummis sind verformt und haben
> Elastizität verloren.

Ich hab' schon einige Displays mit Zebragummi zerlegt und wieder 
zusammengesetzt - keines hatte das von Dir geschilderte Problem.

Muss also nicht so sein.

Und sonst: Ja, Leitgummi (Zebragummi) kann man auch durch neue ersetzen. 
Es gibt Firmen, die haben so viel davon, daß sie die notgedrungen sogar 
verkaufen.

Ist bei diesem Taschenrechner hier alledings müßig, da ist so ein 
(Sc)heißklebefolienleiter drin.
von Joachim B. (jar)


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Harald K. schrieb:
> Ist bei diesem Taschenrechner hier alledings müßig, da ist so ein
> (Sc)heißklebefolienleiter drin.

Beitrag "Folienkabel an LCD kleben / bonden"

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