Immer wieder "ärgere" ich mich darüber, wenn ich wirklich alten
Programmcode übersetze und diesen dann in der Linuxkonsole laufen lasse,
dass das Programm an sich funktioniert, aber Zeichenausgabe, die die
Codepage 437 verwenden natürlich mit den Ascii-Zeichen > 127 dann eben
nicht mehr gut aussehen, weil standardmäßig eben dann (bei mir) nur ein
"?" ausgegeben wird, weil das eben kein gültiges UTF-8 Zeichen ist.
Also habe ich mir wirklich mal die Mühe gemacht und alle Glyphen der
Codepage 437 gesucht, gesammelt und in einem Array eingetragen.
Und wenn ich schon dabei war, habe ich auch die Farben und die
Cursorpositionierung des alten Borland C mit übernommen.
Damit ihr auch etwas zu "meckern" habt, ist hier ein ganz ganz böser
Hack enthalten:
#define printf uprintf
Der originale printf wird ersetzt durch den eigenen hier, dafür kann
dieses printf jetzt dann auch so etwas:
print("Ohmzeichen: %c", 234);
Wer mit der Textkonsole "spielt", alte Programme laufen lassen will,
oder auch nur einen "einfachen Weg" sucht um auf der Konsole ein kleines
bisschen ansprechender (oder auch Retro) zu sein, kann hiermit vllt.
etwas anfangen.
Ralph S. schrieb: > Also habe ich mir wirklich mal die Mühe gemacht und alle Glyphen der > Codepage 437 gesucht, gesammelt und in einem Array eingetragen. Wenn Du iconv verwendest, lässt sich Dein Ansatz auch um die Unterstützung anderer Codepages erweitern. Dann muss man nicht Glyphen von Hand suchen ... Codepage 850 beispielsweise ist auf PCs mit "deutschem" MS-DOS verbreitete Variante von Codepage 437. Und dann ließe sich auch Codepage 1252 nutzen (sehr nah dran an ISO8859-1, auch gerne "Windows ANSI" genannt. https://www.gnu.org/software/libiconv/documentation/libiconv-1.12/iconv_open.3.html https://www.gnu.org/software/libiconv/documentation/libiconv-1.12/iconv.3.html
Grüß Dich Kirnbichler, zu meiner "Schande" muß ich gestehen, dass ich iconv nicht kannte! Harald K. schrieb: > Wenn Du iconv verwendest, lässt sich Dein Ansatz auch um die > Unterstützung anderer Codepages erweitern. Dann muss man nicht Glyphen > von Hand suchen ... ... und wenn ich das gewußt hätte, hätte ich mir ein bisschen Arbeit ersparen können! So, jetzt habe ich mir überlegt gehabt, die Übersetzungs-Lookuptabelle zur Laufzeit zu generieren, oder diese in einen "Generator" zu packen, der mir die Zuordnung Ascii<=>UTF8 automatisch generiert und ich habe mich für den Generator entschieden. Dieser erzeugt das Array, das zur Darstellung benötigt wird. Im Anhang nun das Demoprogramm, der Generator und 3 konvertierte Codepages (437, 850, 1252). Vielen Dank für den Tip!d Gruß, Ralph
Ralph S. schrieb: > zu meiner "Schande" muß ich gestehen, dass ich iconv nicht kannte! Das ist keine Schande. Wir alle lernen dazu, egal, wie lange wir das hier schon machen. Weiter so!
Harald K. schrieb: > Ralph S. schrieb: >> zu meiner "Schande" muß ich gestehen, dass ich iconv nicht kannte! > > Das ist keine Schande. Wir alle lernen dazu, egal, wie lange wir das > hier schon machen. > > Weiter so! Das ist ja richtig krass: Meine alten Textmodeprogramme funktionieren jetzt auch in Linux im Terminal richtig. Ich hab mal die Funktionen von Ralph extrahiert und in einer externen Datei gespeichert, damit ein Main-Programm nicht so unübersichtlich ist und in das Mainprogramm meine alte Funktion boxoutwhead reinkopiert. Allerdings hab ich Codepage 850 verwendet, hat sofort funktioniert. Den Sourcecode hab ich hier angehängt. Compilieren kann man das ganze mit gcc utf8_box.c -Os -o utf8_box Ich weiß, dass ihr alle Sourcelibraries nicht mit #include "utf8textmode.c" einbindet, aber ich habe das immer schon so gemacht, und deshalb brauche ich kein spezielles Setup.
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